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MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

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MfuerN
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von MfuerN » Dienstag, 14.01.20, 12:48

Hallo Schatz,
Du schaffst das, wenn du möchtest bleibe ich mit dir wach. Wie könnten ja FaceTime und uns gegenseitig wach halten. Ich denke auch, dass es ein Versuch wert ist. Du musst da nicht alleine durch. Ich liebe dich. ❤️
Nach ersten Panikattacken 2012 Lorazepam bei Bedarf
August 2018 Angststörung und Panikattacken, jetzt Tranxilium 20 mg einmal Täglich

Verschlimmerung der Symptome November 2019
Entscheidung den Entzug zu Hause zu machen.
04.11.2019 - 10.11.2019 Tranxilium 20 mg auf erst 15 denn 10 mg reduziert
Bei Bedarf vom Hausarzt Pipamperon Saft bekommen.
11.11.2019 - 17.11.2019 Tranxilium 10 mg auf 5 mg reduziert/ erste Entzugserscheinungen machen sich bemerkbar
Telefonat mit Neurologen, Entzugserscheinungen kaum auszuhalten. Lorazepam 1,5 mg auf 0,5-0,5-0,5, Opipramol 50 mg 1-1-1-
18.11.2019 - 24.11.2019 Tranxilium 5 mg auf 0 zusätzlich ( vom Neurologen ) Lorazepam Reduziert auf 0,25 - 0 - 0,25,Opipramol 50mg 1-1-1
Diese Woche so schlimm, Wunsch in die Entzugsklinik zu gehen. Da wurde man abgewimmelt und auf die Woche darauf vertröstet. Seelischer Zusammenbruch.
Tel mit der Psychosomatischen Klinik, da Tranxilium raus ist Einweisung am 27.11.2019
27.11.2019 Lorazepam weiter 0,25 - 0 - 0,25, Opipramol 25 mg- 25 mg - 50 mg, Pantoprazol 40 mg morgens, Baldrian und Pipamperon 5mg zur Nacht
25.11.2019 - 12.12.2019 Änderung Lorazepam auf 0,25 mg abends alles andere so weite
Ab dem 12.12.2019 Lorazepam auf 0 mg alles andere so weiten bis heute 04.01.2020

FineFinchen
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von FineFinchen » Dienstag, 14.01.20, 12:57

Oh... <3

Das ist so herzerwärmend mitlesen zu dürfen. Ich finde Euch beide so berührend und die Liebe und Hilfe, die da virtuell "fließt" empfinde ich als greifbar.
Ihr, MfuerN und Nik, seid ein ganz besonders beeindruckendes Paar. <3

Alles Liebe für Euch
Finchen

Nik123
Beiträge: 26
Registriert: Sonntag, 29.12.19, 10:10

Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Nik123 » Mittwoch, 15.01.20, 18:47

Hallo ich wollte Euch kurz eben berichten, dass ich bis jetzt komplett ohne Schlaf bin. Ich musste mich gestern Nacht alle 2 Stunden bei der Pflege melden.
Das Problem war aber so ca 4 Uhr, bin wieder zur Pflege aber die hat dann selber geschlafen...
Heute gehe ich auch wieder ca 22.30uhr ins Bett und ich hoffe das ich dann etwas Schlafen kann. Weil bis jetzt bin ich gar nicht müde. Das kann doch gar nicht sein?
Vielen Dank schönen Abend Euch Gruß Nik
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Annanas
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 15.01.20, 18:54

Hallo Nik :) ,
Nik123 hat geschrieben:
Mittwoch, 15.01.20, 18:47
Hallo ich wollte Euch kurz eben berichten, dass ich bis jetzt komplett ohne Schlaf bin.
Da hast du aber super durchgehalten!
Nik123 hat geschrieben:
Mittwoch, 15.01.20, 18:47
Das Problem war aber so ca 4 Uhr, bin wieder zur Pflege aber die hat dann selber geschlafen...
:o
Nik123 hat geschrieben:
Mittwoch, 15.01.20, 18:47
Heute gehe ich auch wieder ca 22.30uhr ins Bett und ich hoffe das ich dann etwas Schlafen kann. Weil bis jetzt bin ich gar nicht müde. Das kann doch gar nicht sein?
Ich kenne das auch so - ich war morgens sehr müde und habe gefroren u zum Nachmittag/Abend war ich dann eher aufgedreht u munter.
Dieser Effekt soll wohl erzielt werden.
Die Müdigkeit wird noch kommen, ich hoffe u denke, daß das auch bei dir klappt.
Bei mir war es so, als ob dann auf einmal ein Schalter auf Müdigkeit gekippt wurde - fast von jetzt auf gleich.

Ich wünsche dir auf jeden Fall jetzt schon mal eine gute Nacht!

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Nik123
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Nik123 » Donnerstag, 16.01.20, 20:38

Guten Abend ich wollte Euch ein kleines Update geben.
Gestern Nacht bin ich um 22.30 Uhr ins Bett gegangen und ich lang dann da. Ich hatte gehofft das ich irgendwie einschlafe, aber leider lag ich dann wieder mal bis 6.30 Uhr da ohne Schlaf.
Heute versuche ich es wieder um 22.30 Uhr.Ich hoffe das irgendwann der Körper und der Kopf sagt jetzt schlafen.
Nächste Woche Mittwoch geht es nach Hause. Dann war ich 8 Wochen hier.
Gruß Nik
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Nik123
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Nik123 » Donnerstag, 16.01.20, 20:49

Hallo zusammen.
Ich hätte noch ein zwei Fragen an Euch.
Zum Riechen und Schmecken ist mir aufgefallen, das wenn ich Zigarette rauche jene dann nur noch bitter schmeckt. Also nicht mehr wie früher.Den Geruch von Zigaretten oder anderen Sachen ist fast nicht mehr da.
Desweiteren wenn ich von meinem Handy auf den Fernseher schaue flimmert für mich kurz der Fernseher als hätte jene Pickselfehler oder so. Aber der Fernseher läuft einwandfrei sagen alle hier.
Kennt das jemand mit dem Geruch und Geschmack ( Bitter) Zigaretten usw und das mit den Augen ( Fernseher).
Vielen Dank für Eure Antworten Gruß Nik
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Philine
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Philine » Donnerstag, 16.01.20, 23:11

Lieber Nik,
ich denke, im Entzug kann man alle möglichen seltsamen Wahrnehmungs- und Empfindungsstörungen erleben.

Ich habe in solchen Situationen immer die Suchfunktion hier genutzt und fast immer parallele Erfahrungen gefunden.

Flimmern vor den Augen habe ich nicht, aber eine deutliche Sehschwächung. Viele sehen auch Blitze oder haben andere Missempfindungen.
Bei Geruch oder Geschmack kenne ich persönlich eher eine extreme Überempfindlichkeit,.

Wie gesagt: im Entzug spielen die Nerven verrückt, da kann alles möglich sein. Das geht aber alles wieder weg! Sicher!
Liebe Grüße und alles Gute,
Philine
Mitte Okt. 2018-bis Mitte Jan. 2019: 30 x Tavor 0.5
Mitte Okt. – Ende Nov. 2018 Esci. 5-10-5 mg
seit Dez. 2018 Sertr. 25, langsam runterdosiert auf 16
weitere Medikation:
nach SD-OP 100 Euthyrox
Calcium 500

Philine
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Philine » Donnerstag, 16.01.20, 23:13

Mitte Okt. 2018-bis Mitte Jan. 2019: 30 x Tavor 0.5
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Philine » Donnerstag, 16.01.20, 23:15

.... wenn ich Augen flimmern eingebe, kommt z.b. das hier raus, auch ein Fernseh-Betroffener: und von da aus den oben eingefügten Link zu Sehstörungen im Entzug. Liebe Grüße, Philine
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... rn#p306704
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FineFinchen
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von FineFinchen » Freitag, 17.01.20, 9:08

Hallo Nik, :-)

zum Thema Geschmackswahrnehmung kopiere ich Dir hier einen Auszug aus dem Ashton-Manual rein:

Übersteigerte Sinneswahrnehmung. Ein charakteristisches Phänomen des Benzodiazepin-Entzuges ist eine verstärkte Empfindsamkeit gegenüber allen Wahrnehmungen – Hören, Sehen, Berühren, Geschmack und Geruch. Im Extremfall können diese Wahrnehmungen äußerst unangenehm sein. Eine Patientin musste alle Uhren in ihrem Haus abstellen, da sie deren Ticken als unerträglich laut empfand. Andere Patienten benötigten für ihre Brillen starke Sonnengläser, da sie helles Licht nur schwer ertragen. Wiederum andere empfinden, dass ihre Haut besonders empfindlich ist und leiden unter Umständen unter dem Gefühl, Insekten würden über ihren Körper laufen. Der Herzschlag kann hörbar werden, und es kann zu Ohrgeräuschen (Tinnitus - siehe unten) kommen. Zahlreiche Patienten klagen über einen metallischen Geschmack im Mund während andere einen ungewöhnlichen und unangenehmen Geruch wahrnehmen. Diese Wahrnehmungen, einschließlich des unangenehmen Geruchs (den üblicherweise niemand anderes wahrnimmt) sind auch bei Angstzuständen in der Abwesenheit von Benzodiazepinen beschrieben worden. Ähnlich wie Schlafstörungen und Panik sind sie das Resultat einer abnorm erhöhten Aktivität des zentralen Nervensystems. Diese sog. Hypervigilanz ist Teil der physiologisch normalen Angst- und Fluchtreaktion, die durch Benzodiazepine gebremst werden und die sich als „rebound”-Phänomene während eines Entzuges/einer Entwöhnung bemerkbar machen.

Diese Empfindungen bilden sich in dem Maße zurück, wie der Entzugsprozess fortschreitet, und viele Patienten sind erfreut über neue, scheinbar ungewöhnliche Klarheit ihrer Wahrnehmungen. Nur während des Entzuges realisieren sie, wie stark ihre Empfindungen durch die Benzodiazepine eingeschränkt waren. Eine Patientin beschrieb, wie erfreut sie darüber war, als sie sich plötzlich wieder in der Lage sah, individuelle Grashalme auf ihrer Wiese zu erkennen; es war, als würde ein Vorhang hochgezogen. Derartige Wahrnehmungen sind kein Grund, besorgt zu sein; sie sind Zeichen eines erfolgreichen Fortschritts der Entwöhnung.
Quelle: https://benzo.org.uk/german/bzcha03.htm#13

Liebe Grüße
Finchen

Nik123
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Nik123 » Montag, 20.01.20, 18:10

Guten Abend
Ich glaube das ich jetzt hier in der Klinik und durch den Entzug in eine Art Schockzustand gefallen bin.
Ich kann mir kaum was merken.
Ich kann mich an vieles nicht mehr erinnern.
Ich weiß so langsam gar nicht mehr wie ein normales Leben aussieht. Ich bin total auf Hilfe angewiesen.
Das ich überhaupt den Tag bewältigen kann.
Nix ist mehr so wie vor 3 Monaten.
Ich kann kaum Schreiben oder normale Gespräche führen.
Mein Gehirn nimmt nix mehr auf oder war.
Das bin nicht mehr ich. Ich glaube das man nur noch in einem Schockzustand lebt und überleben will.
Gruß Nik
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Kaenguru
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Kaenguru » Montag, 20.01.20, 20:12

Nik123 hat geschrieben:
Montag, 20.01.20, 18:10
Guten Abend
Ich glaube das ich jetzt hier in der Klinik und durch den Entzug in eine Art Schockzustand gefallen bin.
Ich kann mir kaum was merken.
Ich kann mich an vieles nicht mehr erinnern.
Ich weiß so langsam gar nicht mehr wie ein normales Leben aussieht. Ich bin total auf Hilfe angewiesen.
Das ich überhaupt den Tag bewältigen kann.
Nix ist mehr so wie vor 3 Monaten.
Ich kann kaum Schreiben oder normale Gespräche führen.
Mein Gehirn nimmt nix mehr auf oder war.
Das bin nicht mehr ich. Ich glaube das man nur noch in einem Schockzustand lebt und überleben will.
Gruß Nik
Guten Abend Nik :) ,

es tut mir sehr leid zu lesen, wie dein momentaner Zustand ist, aber er ist nicht ungewöhnlich. Du hast einen mega schnellen Entzug in der Klinik durchführen müssen, leider tendieren viele Mediziner immer noch dazu. Ein langsameres Absetzen wäre schonender gewesen, aber mit "wäre" und "hätte" ist dir leider nicht geholfen.
Du kannst jetzt nur die Situation annehmen wie sie ist und versuchen auszuhalten.

Ich glaube der Vergleich mit einem Schockzustand ist gar nicht so verkehrt, allerdings würde ich ihn nicht im wirklich medizinischen Sinne anwenden. Benzos sprechen alle Körperzellen an und alle sind jetzt in einem Schockzustand, weil sie das Benzo nicht mehr bekommen. Der Körper versucht verzweifelt die Homöostase wiederherzustellen, indem er die Rezeptorlandschaft an die neuen Gegebenheiten anpasst.

Nach dem Entzug funktioniert dder Signalweges unseres Neurotransmitters GABA, der wichtigste hemmende Neurotransmitter im Nervensystem nicht mehr effizient. Durch das Benzo wurden Veränderungen im Körper durchgeführt und die muss er nun rückgängig machen.

HIer ist eine Liste möglicher Symptome und bitte bedenke, dass keiner alle hat.

PSYCHOLOGISCHE SYMPTOME
Übererregbarkeit (Sprunghaftigkeit, Unruhe)
Schlaflosigkeit, Albträume, andere Schlafstörungen
Angstzustände, Panikattacken
Agoraphobie, soziale Phobie
Wahrnehmungsstörungen
Depersonalisation, derealisation
Halluzination, Missempfindungen
Depression
Zwänge
Paranoide Gedanken
Wut, Aggression, Irritabilität
Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
Wiederkehrende Gedanken
Verlangen nach dem Suchtmittel (Craving) (selten)

aus: http://benzo.org.uk/german/bzcha03.htm#3

Vielleicht hilft es dir das Ashton Manual zu studieren, weil dann merkst du, dass es normal ist, was du durchmachst.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 16&t=11790


Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass ich im Akutzustand jeden Morgen aufgewacht bin und dachte ich wäre doch bestimmt noch im Traum, bzw das könne nur ein Alptraum sein :o . Durch eine Histaminintoleranz konnte ich teilweise kaum längere Strecken (1km) laufen und war insgesamt so schlapp, dass ich nicht wusste wie ich die Familie versorgen sollte :cry: .
Die gute Nachricht ist, dass es vorbeiging und das wird es auch bei dir.

Ich möchte dir wünschen, dass es sich bei dir schnell verbessert, damit du wieder ein besseres Lebensgefühl hast. Leider kann man über die Zeiten, die die Heilung braucht, wenig sagen :? .

Halte durch :hug: , viele Grüße
Sarah
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Seit 6.8.2018 Alprazolam auf Null
Werde bald anfangen Lamotrigin abzusetzen
HIT !

MfuerN
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Registriert: Donnerstag, 02.01.20, 12:41

Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von MfuerN » Montag, 20.01.20, 23:07

Guten Abend ihr Lieben,
Nach acht langen Wochen kommt Nik am Mittwoch endlich wieder nach Hause zu mir. Ich freue mich wahnsinnig auf ihn. Ich wollte euch fragen, ob ihr noch einen Tipp für mich habt. Was habt ihr euch von euren Angehörigen gewünscht, kann ich noch etwas bestimmtes für ihn tun. Das ich für ihn da bin wisst Ihr ja mittlerweile, ich möchte das es ihm schnell wieder gut geht. Dafür würde ich alles tun. Vielleicht hat ja noch jemand einen Rat für mich er ist so ein toller Mensch Und ich möchte nichts falsch machen.
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Straycat
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Straycat » Montag, 20.01.20, 23:16

Liebe M,

ich glaube alleine dadurch, dass du für ihn in dieser schweren Zeit da bist und dass du um die ganzen Problematiken eines PP-Entzugs nun Bescheid weißt, hilfst du ihm bereits sehr.

Ich kann aus Erfahrung nur berichten, dass es mir hilft, wenn mein Partner mir auch wieder in Erinnerung ruft, dass es der Entzug ist, wenn ich mir mal Sorgen wegen eines neuen Symptoms mache. Das verliert man - besonders anfangs und in schweren Wellen - selbst manchmal aus den Augen. Da ist es hilfreich, wenn jemand von "außen" einen dahingehend beruhigen kann.

Und wenn du die Dinge, die sich von außen sichtbar gebessert haben, für ihn protokollierst, ist es sicherlich auch unterstützend. Auch das sieht man während einer Welle nie so gut. Das hat mir immer sehr geholfen, wenn ich dann vor Augen geführt bekommen habe: Es geht aber doch immer wieder mal bergauf bei dir.

Und last but not least: Vergiss dich selbst über das ganze nicht! Sich um jemanden, der im Entzug steckt, zu kümmern, kann sicher Kräfte raubend sein. Schau auf dich und dass du dir auch Zeit für dich selbst nimmst, um nicht auszubrennen! :hug:

Ich finde es wunderschön zu sehen, wie stark eure Verbindung ist :)
Alles Gute euch beiden!
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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Nik123
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Nik123 » Mittwoch, 05.02.20, 14:53

Hallo ihr Lieben
Ich hätte da noch leider eine ziemlich intime Frage an Euch.
Mir ist aufgefallen, dass ich so seid ca 5-7 Wochen ein Problem mit meinem bestem Stück habe.
Er ist leider in einem Dauer erregten Zustand.
Beim Arzt war ich schon. Er kennt so was nicht.Blutergebnisse waren alle Okey.
Dieser Zustand ist irgendwann und irgendwie im Entzug entstanden.Vor dem Entzug habe ich nie Probleme damit gehabt.
Vielleicht kennt jemand dieses Problem und könnte mir bitte antworten.
Vielen Dank
Gruß Nik
Nach ersten Panikattacken 2012 Lorazepam bei Bedarf
August 2018 Angststörung und Panikattacken, jetzt Tranxilium 20 mg einmal Täglich

Verschlimmerung der Symptome November 2019
Entscheidung den Entzug zu Hause zu machen.
04.11.2019 - 10.11.2019 Tranxilium 20 mg auf erst 15 denn 10 mg reduziert
Bei Bedarf vom Hausarzt Pipamperon Saft bekommen.
11.11.2019 - 17.11.2019 Tranxilium 10 mg auf 5 mg reduziert/ erste Entzugserscheinungen machen sich bemerkbar
Telefonat mit Neurologen, Entzugserscheinungen kaum auszuhalten. Lorazepam 1,5 mg auf 0,5-0,5-0,5, Opipramol 50 mg 1-1-1-
18.11.2019 - 24.11.2019 Tranxilium 5 mg auf 0 zusätzlich ( vom Neurologen ) Lorazepam Reduziert auf 0,25 - 0 - 0,25,Opipramol 50mg 1-1-1
Diese Woche so schlimm, Wunsch in die Entzugsklinik zu gehen. Da wurde man abgewimmelt und auf die Woche darauf vertröstet. Seelischer Zusammenbruch.
Tel mit der Psychosomatischen Klinik, da Tranxilium raus ist Einweisung am 27.11.2019
27.11.2019 Lorazepam weiter 0,25 - 0 - 0,25, Opipramol 25 mg- 25 mg - 50 mg, Pantoprazol 40 mg morgens, Baldrian und Pipamperon 5mg zur Nacht
25.11.2019 - 12.12.2019 Änderung Lorazepam auf 0,25 mg abends alles andere so weite
Ab dem 12.12.2019 Lorazepam auf 0 mg alles andere so weiten bis heute 04.01.2020

padma
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von padma » Donnerstag, 06.02.20, 11:09

hallo Nik, :)

das nennt sich Priapismus und kann eine NW von Medikamenten sein. https://de.wikipedia.org/wiki/Priapismus. Und es ist ein mögliches Absetzsymptom.
Es kann gefährlich sein, ich denke du solltest zeitnah deswegen einen Urologen aufsuchen.
Hier die Suchergebnisse des Forums https://adfd.org/austausch/search.php?k ... priapismus

Chor hat dieses Problem ebenfalls im Clorazepatentzug https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 25#p314425
Du kannst ihn direkt in seinem thread darauf ansprechen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Katharina
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Katharina » Freitag, 07.02.20, 2:27

Lieber Nik !

Oh es tut mir leid das ich jetzt erst dir antworten kann
Per Diktierfunktion

Ich habe mit 18 Jahren begonnen Benzodiazepine zu nehmen unregelmäßig hochdodsiert zum Schluss da Steigerung nötig war
ich war schwerst abhängig

ab dem 20. Lebensjahr regelmäßig
dann circa bis zu meinem 35. oder 37 Lebensjahr

ich habe neun Wochen kalt entzogen Stationär
und bekam dort schon die ersten Hilfestellungen Selbsthilfegruppen eine Beratung
sowie einen suchtTherapeuten

damals gab es keine Internet Informationen
es wurde auch nicht über die Symptomatik die ich hatte gesprochen
für mich rückblickend war das zwar irritierend
aber auch gut

ich konnte relativ schnell in meinen neu gelernten Beruf einsteigen nicht Vollzeit
da ich eine kranke Leber hatte

ich hatte Freundschaften und ein relativ normales frohes zufriedenes Leben trotz Einschränkungen

und natürlich trotz Probleme
denn ich hatte Probleme sonst hätte ich niemals Benzodiazine aller Art verordnet bekommen und genommen

ich erinnere Geschmacksstörungen und fast sehr vieles zumindest was du beschreibst

es ist weggegangen ich lebte zehn Jahre ohne jegliches Medikament da ich nicht erkrankte und auch kein Antibiotika oder Ähnliches benötigte

beim Zahnziehen ein eine oder zwei Schmerztabletten auf die Hand
die Idee Tabletten zu nehmen war mir unmöglich geworden
und war nicht nötig

für zehn Jahre blieb es so

dann musste meine Leber beziehungsweise konnte endlich behandelt werden Psychofarmaka gehörten ins Programm

Ich habe vieles von den antidepressiver und Psychopharmaka reduziert zur Zeit bleibe ich auf einenStand Weil anderes wichtiger wurde nämlich körperlich wieder fit zu werden

es geht mir gut genug damit
Lebens Qualitätssteigerung
wobei ich hier nur die Basis als Qualität nennen möchte

alles andere ist glücklicher zuSatz für mich und nicht selbst verständlich

ich kann besser unter Leute sein
bin kräftiger
und bin damit zufrieden

mein Körper ist fit wieder das war er lange nicht
ich hab Freude Freunde und Aktivitäten
zwischendurch hab ich erschöpfte Tage

ich kann nicht sagen woher das kommt
weil ich mit 18 diese LebererkrankungBekam welches bedeutet mein Immunsystem ist seit dem 18. Lebensjahr auf Hochtouren gefahren und mag auch deswegen ab und an einmal Erschöpfungszustände GürtelRosen und andere schwächeZustände mit sich führen

daran habe ich mich gewöhnt
bleib zuversichtlich Nik


Ich glaube so so eigenartig das klingt
ein großes Glück ist,das ich in meinem Leben nie gesund gewesen bin
somit kenne ich mich mit Einschränkungen aus von Kindheits Beinen an.

Halte durch ! Liebe herzliche Grüße an Deine MfN❤️
Viel Kraft, Katharina
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MfuerN
Beiträge: 9
Registriert: Donnerstag, 02.01.20, 12:41

Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von MfuerN » Donnerstag, 13.02.20, 17:07

Hallo Ihr Lieben

Ich würde Euch gerne mal berichten wie es mir nach ca 2 Monaten nach 0 Null geht. Und was heute mein Neurologe gesagt hat.
Folgende Symptome habe ich immer noch von Tag zu Tag und es gibt irgendwie keine Besserung.

Mein Bestes Stück ist 24 Stunden erregt und angeschwollen, der Urologe sagt da kann man nix machen und es wäre alles in Ordnung. Schmerzen beim Wasserlassen.

Ca 7—8 Kilogramm abgenommen und kann nur mit Zusatznahrung mein Gewicht so gerade eben halten.
Habe keinen Hunger mehr und keinen Appetit. Durstgefühl habe ich auch nicht mehr. Seid 4 Tagen Durchfall bekommen.

Ich kann kaum noch was riechen oder schmecken.

Angst und Anspannung und Unruhe 24 Stunden am Tag.
Nacken und Halsmuskeln schwellen an so gar beim Essen.

Schlaf seid Monaten so ca 3—4 Stunden unterbrochen pro Nacht.

Ticks, Füße und Hände müssen sich irgendwie immer bewegen, kann kaum still sitzen.

Antriebslosigkeit, keine Ideen mehr, kein Zeitgefühl mehr, starke Langzeitgedächtnis und Kurzzeitgedächnis Störungen, Konzentrieren kaum noch möglich, Emotionenstörungen, Gefühlsstörungen, Sprachstörung ( Reden und Sätze bilden), der Körper kann kaum was spüren oder füllen.
Das schlimmste ist, das ich nicht mehr weiß, wie es sich vor den Benzos und mit den Benzos angefühlt hat.

Bei den Medikamenten kann ich auch gar nicht mehr sagen was es bringt und wie es sich anfühlt.

Medikamente zur Zeit,
Pantopazol 20 mg und Opripamol 25mg / 12,5 mg / 50mg Badrian und 3 Tropfen CBD 15% zur Nacht.
Pantoprazol ist nun von 40 mg auf 20mg runter ich wollte schon auf Null gehen aber dann kam der Durchfall.
Opipramol haben wir vor ca 4 Wochen Mittags auf 12,5 mg reduziert, weil ich auch gerne davon weg möchte und gehofft hatte das irgendetwas wiederkommt. Ist aber leider nix.

Heute beim Neurologen alles erzählt und er meinte ich sollte jetzt mit Venlafaxin 37,5mg anfangen zu nehmen, morgens eine und das Opripamol auch dazu.

Bitte um Euren Rat ob das in meiner jetzigen Verfassung gut wäre ?
Vielen Dank Gruß Nik
Nach ersten Panikattacken 2012 Lorazepam bei Bedarf
August 2018 Angststörung und Panikattacken, jetzt Tranxilium 20 mg einmal Täglich

Verschlimmerung der Symptome November 2019
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Bei Bedarf vom Hausarzt Pipamperon Saft bekommen.
11.11.2019 - 17.11.2019 Tranxilium 10 mg auf 5 mg reduziert/ erste Entzugserscheinungen machen sich bemerkbar
Telefonat mit Neurologen, Entzugserscheinungen kaum auszuhalten. Lorazepam 1,5 mg auf 0,5-0,5-0,5, Opipramol 50 mg 1-1-1-
18.11.2019 - 24.11.2019 Tranxilium 5 mg auf 0 zusätzlich ( vom Neurologen ) Lorazepam Reduziert auf 0,25 - 0 - 0,25,Opipramol 50mg 1-1-1
Diese Woche so schlimm, Wunsch in die Entzugsklinik zu gehen. Da wurde man abgewimmelt und auf die Woche darauf vertröstet. Seelischer Zusammenbruch.
Tel mit der Psychosomatischen Klinik, da Tranxilium raus ist Einweisung am 27.11.2019
27.11.2019 Lorazepam weiter 0,25 - 0 - 0,25, Opipramol 25 mg- 25 mg - 50 mg, Pantoprazol 40 mg morgens, Baldrian und Pipamperon 5mg zur Nacht
25.11.2019 - 12.12.2019 Änderung Lorazepam auf 0,25 mg abends alles andere so weite
Ab dem 12.12.2019 Lorazepam auf 0 mg alles andere so weiten bis heute 04.01.2020

Ululu
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von Ululu » Donnerstag, 13.02.20, 19:50

Hallo Nik,

ganz ehrlich, ich glaube noch ein weiteres Medikament ist so ziemlich das Letzte, was du jetzt brauchst.
:o
Was verspricht sich der Arzt von dem Venla ?

Du schreibst, dass du unruhig bist und deine Hände und Füße ständig bewegen musst.
Venlafaxin wirkt anregend.
Für deinen Schlaf wird das auch nicht gerade förderlich sein.
Den Benzoentzug kann sowieso kein anderes Medikament abfangen.
Zudem leidest du unter Priapismus (das mit deinem besten Stück :wink: ).
Das ist eine zwar eher seltene aber doch bekannte Nebenwirkung von Antidepressiva. Ich persönlich glaube nicht, dass es dann Sinn macht noch ein weiteres davon einzunehmen.
:shock:
Ich verstehe gut, dass du alles tun möchtest, damit es dir schnell besser geht und natürlich entscheidest du selbst, was du tun möchtest.
Wäre ich allerdings an deiner Stelle, würde ich das Venla nicht nehmen.
Zumal es bei gerade diesem Medikament in letzter Zeit auch Versorgungslücken gab/gibt.

Ich wünsche dir alles Gute. :hug:

LG Ute
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MfuerN
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Re: MfuerN und Nik123: Tranxilium (Clorazepat) und Tavor Entzug

Beitrag von MfuerN » Freitag, 14.02.20, 9:13

Guten Morgen Ute vielen Dank für deine Antwort.
Ich sehe das genauso wie Du das jetzt noch ein Medikament alles noch viel schlimmer machen wird oder könnte.
Gruß Nik
Nach ersten Panikattacken 2012 Lorazepam bei Bedarf
August 2018 Angststörung und Panikattacken, jetzt Tranxilium 20 mg einmal Täglich

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Entscheidung den Entzug zu Hause zu machen.
04.11.2019 - 10.11.2019 Tranxilium 20 mg auf erst 15 denn 10 mg reduziert
Bei Bedarf vom Hausarzt Pipamperon Saft bekommen.
11.11.2019 - 17.11.2019 Tranxilium 10 mg auf 5 mg reduziert/ erste Entzugserscheinungen machen sich bemerkbar
Telefonat mit Neurologen, Entzugserscheinungen kaum auszuhalten. Lorazepam 1,5 mg auf 0,5-0,5-0,5, Opipramol 50 mg 1-1-1-
18.11.2019 - 24.11.2019 Tranxilium 5 mg auf 0 zusätzlich ( vom Neurologen ) Lorazepam Reduziert auf 0,25 - 0 - 0,25,Opipramol 50mg 1-1-1
Diese Woche so schlimm, Wunsch in die Entzugsklinik zu gehen. Da wurde man abgewimmelt und auf die Woche darauf vertröstet. Seelischer Zusammenbruch.
Tel mit der Psychosomatischen Klinik, da Tranxilium raus ist Einweisung am 27.11.2019
27.11.2019 Lorazepam weiter 0,25 - 0 - 0,25, Opipramol 25 mg- 25 mg - 50 mg, Pantoprazol 40 mg morgens, Baldrian und Pipamperon 5mg zur Nacht
25.11.2019 - 12.12.2019 Änderung Lorazepam auf 0,25 mg abends alles andere so weite
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