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Danci82: suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

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Danci82
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Danci82: suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Danci82 » Freitag, 03.01.20, 14:25

Nach ca. 12 Jahren Paroxetin Medikation kam dieses Frühjahr plötzliche Wirkungslosigkeit in Tageswechsel-Form 2 Tage gut 1 Tag schlecht usw.. dann wurde mir Venlafaxin verschrieben was ich mit Herzrasen und Unruhe nach 5 Wochen absetzen musste ein Kaltwechsel (Switch) auf Sertralin und Pregabalin für Angststörungen und Depressionen seit Oktober 2019, aber es kam zu keiner Besserung, eher Verschlechterung und zudem bin ich sehr enttäuscht das man mich in der Klinik einfach nur voll gepumpt hat mit 300mg Pregabalin und 200mg Sertralin Max. Dosis obwohl es mir nach der 3. Woche immer schlechter ging! Ich hatte gar keine Emotionen mehr, wie eingefroren nur Heul-Krämpfe und am Ende zum ersten mal im Leben sogar Suizidgedanken. Nachdem endlich mein Psychiater verstanden hat wie ernst es ist hat er Sertralin auf 150mg reduziert, nun habe ich angefangen das Pregabalin in 50mg Schrittevorn wöchentlich auszuschleichen, was sehr schwer ist! Es hat sich etwas gebessert aber ich kämpfe jeden Tag ca. 2 Stunden nach der Einnahme mit Nebenwirkungen wie Leere, Depersonalisation/Derealisation, Angst Schübe mal mehr mal, selten mal Beschwerdefrei!
Hat jemand hier vielleicht ein Paar Worte der Hoffnung für mich, ich trau den Ärzten kaum noch die gehen nur nach Leitlinie und Pharmaindustrie! Es reicht mir einfach! :frust:
Zuletzt geändert von Murmeline am Dienstag, 21.01.20, 17:18, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel gekürzt
Diagnosen: Depression mit schnellem Stimmungswechsel, Angststörung, PTBS
1999 - 2005 Fluoxetin 20mg
2005 - 2006 Paroxetin 20mg
2007 - 2012 Paroxetin 40mg
2013 - September 2019 Paroxetin 30mg
03.09.2019 - 17.10.2019 Switch auf Venlafaxin einschleichend auf 225mg nach ca. 5 Wochen kaum Wirkung
18.10.2019 Switch auf Sertralin einschleichend auf 100mg
Pregabalin 50-0-0-50mg 1.Woche, 50-50-0-100mg 2.Woche
04.11.19 - 05.12.19 Klinik Aufenthalt, Erhöhung von Sertralin auf 200mg, extreme Verschlechterung, Suizidgedanken
Pregabalin Erhöhung auf 300mg: 50-50-50-150mg Verschlechterung, keine Gefühle, Benommenheit, Schwindel, Zittern
Sertralin am 20.12.19 reduziert auf 150mg, Besserung, Gefühle nahmen wieder zu
Seit 15.02.20 125mg,
QUILONUM (Lithium) seit 07.01.20 225-0-0-450mg, Erste spürbare Besserung der Depression
Auschleichphase Pregabalin seit 23.12.19: 300mg, 275, 250, 225, 200, 175

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FineFinchen
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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von FineFinchen » Freitag, 03.01.20, 16:47

Hallo Danci82, :-)

willkommen im ADFD.

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Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
viele Grüße
Finchen
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padma
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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von padma » Freitag, 03.01.20, 17:31

hallo Danci, :)

auch von mir willkommen.

Es tut mir leid, dass du in diese Misere geraten bist.

Es ist normal, dass AD nach einer gewissen Zeit ihre Wirksamkeit verlieren, so sie denn eine hatten. Vermutlich wurdest du recht zügig auf Venlafaxin umgestellt, was selten gut geht. Dann noch eine Kaltentzug mit dem Wechsel auf Sertralin, da ist es nicht erstaunlich, dass es dir schlecht geht.

Du leidest vermutlich noch unter Entzugssymptomen von Paroxetin, das hätte nach einer so langen Einnahme über Jahre ausgeschlichen gehört. Dazu kommt der weitere Wechsel plus Nebenwirkungen von Sertalin und Pregabalin.
nun habe ich angefangen das Pregabalin in 50mg Schrittevorn wöchentlich auszuschleichen, was sehr schwer ist!
Seit wann genau nimmst du es? Eine genaue Signatur ist sehr wichtig um dich unterstützen zu können. Da du es sicherlich schon länger als 4 Wochen nimmst, ist das Reduktionstempo viel zu schnell.
Hat jemand hier vielleicht ein Paar Worte der Hoffnung für mich, ich trau den Ärzten kaum noch die gehen nur nach Leitlinie und Pharmaindustrie!
Leider ist das Wissen vieler Ärzte über Entzugssymptome und NW von Psychopharmaka sehr begrenzt. Hoffnung kann ich dir insofern machen, als dass die Entzgssymptomatik reversibel ist. Allerdings kann es leider dauern. Da du schon so lange AD nimmst und zwei Wechsel hinter dir hast, wirst du Geduld brauchen. Heilung geschieht, auch wenn es dauern kann.

Sobald du eine Signatur erstellt hast, können wir Vorschläge zum weiteren Vorgehen machen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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Danci82
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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Danci82 » Montag, 20.01.20, 11:20

Hallo Padma

Danke für deine Nachricht! Sorry das ich erst jetzt schreibe,
es war viel los in der Zwischenzeit, und anfangs dachte ich erst
das keiner schreiben würde.
Ich hab jetzt mal diese Signatur bearbeitet, und seit über einer Woche bekomme
ich auch Lithium zusätzlich, irgendwie geht es mir doch etwas besser damit.
Aber Pregabalin schleiche ich weiter aus in 25mg Schritten!
Ich hätte nicht gedacht das ich trotz Sertralin einnahme Entzugserscheinungen haben könnte, da es doch
auch ein ssri ist?! aber ich erinnere mich noch wie ich 2006 Probleme hatte mit dem absetzten von Paroxetin.
damals war es ein kaltentzug durch einen richtig unseriösen Arzt aber egal es war einach nur schlimm!
Jetzt kämpfe ich dafür um ein erträgliches Leben führen zu können!
Liebe Grüße
Diagnosen: Depression mit schnellem Stimmungswechsel, Angststörung, PTBS
1999 - 2005 Fluoxetin 20mg
2005 - 2006 Paroxetin 20mg
2007 - 2012 Paroxetin 40mg
2013 - September 2019 Paroxetin 30mg
03.09.2019 - 17.10.2019 Switch auf Venlafaxin einschleichend auf 225mg nach ca. 5 Wochen kaum Wirkung
18.10.2019 Switch auf Sertralin einschleichend auf 100mg
Pregabalin 50-0-0-50mg 1.Woche, 50-50-0-100mg 2.Woche
04.11.19 - 05.12.19 Klinik Aufenthalt, Erhöhung von Sertralin auf 200mg, extreme Verschlechterung, Suizidgedanken
Pregabalin Erhöhung auf 300mg: 50-50-50-150mg Verschlechterung, keine Gefühle, Benommenheit, Schwindel, Zittern
Sertralin am 20.12.19 reduziert auf 150mg, Besserung, Gefühle nahmen wieder zu
Seit 15.02.20 125mg,
QUILONUM (Lithium) seit 07.01.20 225-0-0-450mg, Erste spürbare Besserung der Depression
Auschleichphase Pregabalin seit 23.12.19: 300mg, 275, 250, 225, 200, 175

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Towanda
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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Towanda » Montag, 20.01.20, 11:35

Hallo Danci,

herzlich willkommen auch von mir!

Kannst Du die Signatur noch etwas präzisieren, also dazuschreiben, wann Du Pregabalin reduziert hast bitte mit Datum (ungefähr, wenn Du es nicht mehr genau weißt).

Jede Woche 25 mg reduzieren ist viel zu schnell.Hast Du Dir die Links im Begrüßungsbeitrag von FineFinchen :) genau durchgelesen? Das ist sehr wichtig, denn darin sind die Informationen enthalten, wie man schonend absetzen kann und auch sonst viele wichtige Informationen.

Die Erfahrung hier im Forum zeigt, daß maximal 10 % der zuletzt genommenen Dosis alle 4-6 Wochen ein guter Absatzweg ist um einigermaßen Alltagstauglich zu bleiben. In Deinem Fall wären das als nächsten Schritt 20 mg und dann 4-6 Wochen auf dieser Dosis bleiben. Der nächste Schritt wäre dann 18 mg.

Gruß,

Towanda
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21.12.19 - 1,20 mg Mirtazapin
19.01.20 - 1,00 mg Mirtazapin
14.02.20 - 0,85 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Danci82 » Montag, 20.01.20, 11:55

Hallo Towanda vielen Dank,

ja ich hab mir das genau durchgelesen und sogar ausgedruckt :-)
Ich ging in meinem verwirrten Zustand davon aus das es 10% von der gesamt Dosis wären
Heute wären es nach der korrekten Berechnung im Prinzip 20mg! Aber das werden immer kleinere Schritte , das dauert so ja ewig!
Ich bereue es echt das ich mich dazu überreden lassen habe! jetzt hab ich das Leid an der Backe!
ich sollte auch mit dem reduzieren vom Sertralin bremsen und mich in Geduld üben !
Weisst du irgendwann nach langem Leiden hat man kein Bock mehr!! aber danke für deinen Rat ich mache mal langsamer.

liebe grüsse
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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Towanda » Montag, 20.01.20, 12:07

Hallo Danci,

ja, das ist wirklich schlimm! Aber Ungeduld ist da ein ganz schlechter Ratgeber.

Vor allem aber solltest Du nicht 2 verschiedene Medikamente gleichzeitig reduzieren - wechselweise geht, aber es sollten immer 4-6 Wochen zwischen den Reduzierungen liegen.

Lithium nimmst Du ja erst sehr kurz, da hättest Du noch die Chance, das wieder wegzulassen - denn auch das gehört ausgeschlichen, wenn Du es länger wie 4 Wochen nimmst. Schreibst Du bitte in die Signatur noch das Datum der Ersteinnahme zu Lithium?

Ich denke, Deine Beschwerden sind Symptome aufgrund des schnellen Wechsels von Venlafaxin auf Sertralin, und dann das viel zu schnelle Reduzieren von Sertralin und Pregabalin. Solche Aktionen stressen das ZNS ungemein und es braucht eine ganze Weile, bis es sich wieder beruhigt. Immer wieder neue Substanzen oben drauf zu geben ist dabei sehr hinderlich.

LG Towanda
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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Danci82 » Montag, 20.01.20, 12:31

ja das ist einfach zu viel!
ich werde jetzt erst mal sertralin auf 150mg belassen, und auch pregabalin lasse ich die Woche oder länger wie es ist.
ich bin echt erschöpft!
Diagnosen: Depression mit schnellem Stimmungswechsel, Angststörung, PTBS
1999 - 2005 Fluoxetin 20mg
2005 - 2006 Paroxetin 20mg
2007 - 2012 Paroxetin 40mg
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18.10.2019 Switch auf Sertralin einschleichend auf 100mg
Pregabalin 50-0-0-50mg 1.Woche, 50-50-0-100mg 2.Woche
04.11.19 - 05.12.19 Klinik Aufenthalt, Erhöhung von Sertralin auf 200mg, extreme Verschlechterung, Suizidgedanken
Pregabalin Erhöhung auf 300mg: 50-50-50-150mg Verschlechterung, keine Gefühle, Benommenheit, Schwindel, Zittern
Sertralin am 20.12.19 reduziert auf 150mg, Besserung, Gefühle nahmen wieder zu
Seit 15.02.20 125mg,
QUILONUM (Lithium) seit 07.01.20 225-0-0-450mg, Erste spürbare Besserung der Depression
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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Towanda » Montag, 20.01.20, 12:33

Hallo Danci,

ja, das ist eine gute Idee, nun erstmal nichts zu verändern.

Denkst Du daran, Deine Signatur noch genauer zu formulieren (Datum Lithium und absetzen Pregabalin) - danke!

Gruß, Towanda
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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Danci82 » Dienstag, 21.01.20, 8:44

Guten Morgen,

ist es denn möglich das ich entzugserscheinungen vom Paroxetin haben könnte, obwohl ich Sertralin nehme? Es ist doch auch ein SSRI.
Ich weiss echt nicht mehr ob es Absetzerscheinung ist oder das Chaos mit den neuen Medikamenten, ich habe mittlerweile flashbacks, dann höre ich Melodien wie Ohrwürmer wenn ich mich schlafen lege, oder stimmen wie im Einkaufszentrum, Tinitus noch dazu, es ist zum durchdrehen!

LG
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Pregabalin Erhöhung auf 300mg: 50-50-50-150mg Verschlechterung, keine Gefühle, Benommenheit, Schwindel, Zittern
Sertralin am 20.12.19 reduziert auf 150mg, Besserung, Gefühle nahmen wieder zu
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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Towanda » Dienstag, 21.01.20, 9:39

Hallo Danci,

ja, das ist möglich. Man kann den Entzug des einen Mittels nicht mit einem anderen Mittel deckeln. Das Nervensystem verlangt nach genau diesem einen Stoff.
Des Weiteren hast Du dazwischen Venlafaxin mehr als 4 Wochen (nach dieser Zeit ist es fest in der Gehirnstruktur verankert) eingenommen und dann kalt abgesetzt - es kann also gut sein, daß auch das noch mit hereinspielt.

Wie oben schon geschrieben, nun ist Ruhe und Geduld gefordert - keine schnellen Veränderungen mehr, bis Du Dich ein wenig stabilisiert hast.

Gruß, Towanda
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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Danci82 » Dienstag, 21.01.20, 10:23

Wie oben schon geschrieben, nun ist Ruhe und Geduld gefordert - keine schnellen Veränderungen mehr, bis Du Dich ein wenig stabilisiert hast.
Danke für deine Unterstützung, ich werde versuchen mich mit Fitness und Spaziergängen auszugleichen und sonstigen Freizeitaktivitäten, da ich leider in diesem Zustand nicht arbeiten kann! Meine Familie gibt mir auch immer Halt, ich werde es irgendwie durchhalten :)

LG Danci
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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Monalinde » Dienstag, 21.01.20, 14:37

Hallo Danci,

Du kannst davon ausgehen, dass die Symptome Tinnitus und Ohrwürmer mit der Medikamenteneinnahme in einem engen Zusammenhang stehen. Das war bei mir nach dem Absetzen von Venlafaxin ebenso, nebst, weiterer Absetzerscheinungen.
Ich habe die Geschichte mit den Ohrwürmern heute nur noch ganz, ganz selten für ein paar Sekunden

Ich konnte lange nicht glauben, dass das alles vom Absetzen kommt. Davor möchte ich dich bewahren.

Alles Gute, Dir

Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Danci82
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Re: Danci82: Freundliches Hallo an Alle, Bin neu und suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Danci82 » Dienstag, 21.01.20, 15:31

Hallo Mona, danke für deinen Beitrag,

ich habe heute mit meinem Psychiater telefoniert und er sagte das ich auf keinen Fall jetzt noch etwas ändern soll!
Ich wollte gerne dieses Pregabalin raus schmeißen da es mir seitdem ich das zeug bekam, viel schlechter ging, ich bin wie
benommen oder betrunken es macht mich fertig! Bis jetzt habe ich von 300 auf 200 mg in 25er schritten geschafft aber nun wirds zu schwer!
Ich mache jetzt erstmal pause und übe mich in Geduld.
Nur sehe ich im augenblich leider kein Ende dieser Achterbahnfahrt!

LG
Diagnosen: Depression mit schnellem Stimmungswechsel, Angststörung, PTBS
1999 - 2005 Fluoxetin 20mg
2005 - 2006 Paroxetin 20mg
2007 - 2012 Paroxetin 40mg
2013 - September 2019 Paroxetin 30mg
03.09.2019 - 17.10.2019 Switch auf Venlafaxin einschleichend auf 225mg nach ca. 5 Wochen kaum Wirkung
18.10.2019 Switch auf Sertralin einschleichend auf 100mg
Pregabalin 50-0-0-50mg 1.Woche, 50-50-0-100mg 2.Woche
04.11.19 - 05.12.19 Klinik Aufenthalt, Erhöhung von Sertralin auf 200mg, extreme Verschlechterung, Suizidgedanken
Pregabalin Erhöhung auf 300mg: 50-50-50-150mg Verschlechterung, keine Gefühle, Benommenheit, Schwindel, Zittern
Sertralin am 20.12.19 reduziert auf 150mg, Besserung, Gefühle nahmen wieder zu
Seit 15.02.20 125mg,
QUILONUM (Lithium) seit 07.01.20 225-0-0-450mg, Erste spürbare Besserung der Depression
Auschleichphase Pregabalin seit 23.12.19: 300mg, 275, 250, 225, 200, 175

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Danci82
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Re: Danci82: suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Danci82 » Mittwoch, 22.01.20, 11:04

Hallo liebe Mitglieder,

ich wollte mich an dieser Stelle nochmal bedanken, und freue mich wirklich das es
dieses Forum gibt, es gibt mir mehr Hoffnung als die Psychiater und Ärzte!
Ich möchte niemanden mit meinen Fragen nerven , nur es ist so das ich einfach keine lust mehr
habe nach so langer zeit mit starken Stimmungsschwankungen.
Ich kann nicht mehr einordnen ob es mir durch die Medikamente schlechter geht oder ob
meine Depression bis jetzt nie so stark war. Das interessante ist das ich in Vergangenheit gar keine
Depression hatte sondern nur Ängste und Panik. Ich müsste eigentlich irgendwann alles absetzen um zu
schauen woran ich überhaupt bin!
Weiß jemand ob es hier im Forum auch Ärzte oder Therapeuten gibt die auf unserer Seite sind und nicht nur
nauf der Seite der Pharma Leitlinien usw.. Ich komme leider mit meinem Psychiater nicht sehr weit, ich bin für jede
Info dankbar!

Liebe Grüße

Danci
Diagnosen: Depression mit schnellem Stimmungswechsel, Angststörung, PTBS
1999 - 2005 Fluoxetin 20mg
2005 - 2006 Paroxetin 20mg
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18.10.2019 Switch auf Sertralin einschleichend auf 100mg
Pregabalin 50-0-0-50mg 1.Woche, 50-50-0-100mg 2.Woche
04.11.19 - 05.12.19 Klinik Aufenthalt, Erhöhung von Sertralin auf 200mg, extreme Verschlechterung, Suizidgedanken
Pregabalin Erhöhung auf 300mg: 50-50-50-150mg Verschlechterung, keine Gefühle, Benommenheit, Schwindel, Zittern
Sertralin am 20.12.19 reduziert auf 150mg, Besserung, Gefühle nahmen wieder zu
Seit 15.02.20 125mg,
QUILONUM (Lithium) seit 07.01.20 225-0-0-450mg, Erste spürbare Besserung der Depression
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Straycat
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Re: Danci82: suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Straycat » Mittwoch, 22.01.20, 11:26

Hallo Danci,

bei mir ist es zB so, dass ich nie Panik hatte, bevor ich die PP genommen habe. Erst nach einem zu schnellen Absetzen vor 3,5 Jahren kamen dann Panikattacken hinzu.
Ich tendiere dazu das, was vor der PP Einnahme nicht da war, eher den Absetzsymptomen zuzuordnen oder wenn man noch nicht absetzt den NW.

Wenn du einem der Moderatoren (zB padma, Ululu, Murmeline, Annanas) eine PN mit deiner PLZ schreibst, können sie nachsehen, ob sie auf ihrer Liste einen Arzt haben, der empfohlen wurde. Die Liste ist aber nicht sehr lange :( Leider scheint es nicht viele Ärzte zu geben, die sich mit der Thematik des Absetzens hinreichend gut auskennen und deshalb das langsame Ausschleichen sinnvoll begleiten.

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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Danci82
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Re: Danci82: suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Danci82 » Mittwoch, 22.01.20, 12:19

Danke Straycat,

ich versuche das mal, ich gebe nicht auf!
Irgendwann wird mir auch wieder die Sonne scheinen ;-)
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Murmeline
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Re: Danci82: suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 26.01.20, 18:57

Hallo Danci,

es gibt eine ärztliche Vereinigung, MEZIS (mein Essen zahl ich selbst), die Abstand von Pharmafirmen nehmen. Man hat das Forum dort sogar unter die Selbsthilfegruppen aufgenommen: https://mezis.de/mezis-fuer-patientinne ... fegruppen/

Auf der Website kann man auch Ärzte in der Nähe aus einem bestimmten Fachgebiet suchen:
https://mezis.de/mezis-aerztinnen/

Vielleicht sind diese Ärzte für das Thema offen, ggf lassen sie sich mit relevante Artikel überzeugen (findest du im Bereich Hintergrundinfos https://adfd.org/austausch/viewforum.php?f=6).

Falls du dich auf die Suche begibst: viel Glück und hoffentlich Erfolg.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Danci82
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Re: Danci82: suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Danci82 » Sonntag, 26.01.20, 21:07

Danke Murmeline,

ich habe mich nun endlich von der letzten Reduzierung erholt,
jetzt wollte ich gerne weitermachen mit dem ausschleichen.
Was würdet ihr mir empfehlen, zuerst das Pregabalin oder Sertralin?
Das Pregabalin macht definitiv süchtig selbst in geringeren Dosierungen!
Das kann mir kein Arzt dieser Welt mehr bestreiten, deshalb dachte ich das Pregabalin
schnellst möglich abzusetzen. Bei Sertralin bin ich mir nicht mal sicher ob es überhaupt
positiv wirkt oder ob es sogar meine Depression verstärkt daher bin ich total unschlüssig,
da es mir sogar besser ging als das Paroxetin aufhörte zu wirken, bevor diese katastrophale
Umstellung gemacht wurde. wäre ich nur niemals umgestellt worden, sondern eine vernünftige
Psychotherapie begonnen.

Was denkt ihr , wie ist eure Erfahrung oder Meinung?
Diagnosen: Depression mit schnellem Stimmungswechsel, Angststörung, PTBS
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Re: Danci82: suche Unterstützung (Sertralin und Pregabalin absetzen)

Beitrag von Straycat » Sonntag, 26.01.20, 22:11

Hallo Danci,

im Infoartikel zum Absetzen von AD, den dir Finchen in ihrer ersten Antwort verlinkt hat, findest du Infos, wie du beim Absetzen von mehreren Psychopharmaka vorgehen kannst.

Sinnvoll kann es sein zuerst das PP abzusetzen, dass die meisten Probleme bereitet.
Oder man beginnt mit dem PP, das eher atriebsteigernd wirkt.

Liebe Grüße,
Cat
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