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Dorte: Aktuell: Zolpidem absetzen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Antworten
Dorte
Beiträge: 5
Registriert: 04.01.2020 15:10

Dorte: Aktuell: Zolpidem absetzen

Beitrag von Dorte »

Hallo,
ich bin froh, dass ich euch gefunden habe, bin total verzweifelt,

ich habe nichts von Nebenwirkungen und Absetzsymptomen vorher gewusst. Ich war am 21.12.2019 in eine psychosomatische Klinik gegangen, weil ich mich psychisch (depressiv) sehr schlecht fühlte, und seit Monaten keinen Platz bekam bei einem Psychotherapeuten.

Da ich am 23.12.2019 nach mehreren unschönen Gesprächen mit meiner Krankenkasse sehr nervös und unruhig war (Kostenübernahme war noch nicht geklärt und es kamen die Feiertage), gab man mir Quetiapin 12,5 mg (ca. 18 Uhr).

1 Stunde später wurde ich sehr benommen, konnte kaum sprechen (nur Wortfetzen), die Ärztin fühlte nur meinen Puls (sollte okay sein) und ging dann in den Feierabend, ich konnte nicht mehr allein gehen (musste gestützt zum Zimmer gebracht werden), schlimmes Herzrasen!!! Ich hörte die Schwester wie in einem Tunnel. Ich lag ca 3 h völlig benommen, fast bewegungsunfähig auf dem Bett, dazu schlimmes Herzrasen, in den Armen und Oberschenkeln ein merkwürdiges Pieksen.

Nach 3 h konnte ich mich zwar wieder bewegen, Benommenheit war etwas weniger, aber sie blieb, Herzrasen weiterhin.
Bis zum nächsten Morgen schaute keiner nach mir.
Am nächsten Morgen ging es mir einigermaßen gut, aber mein Herz schlug noch immer viel schneller. Da die Ärztin mir das Gefühl gab, dass ich übertreibe (es war ja eine Minidosis), entlies ich mich selbst. Es war in den 2 Tagen davor auch schon zu unschönen Situationen gekommen.

4 Fragen:

1.) Kennt jemand eine 25mg Quetiapin-Tablette, die weiß, länglich ist und einen orangen Streifen? Davon hatte ich nämlich eine Hälfte bekommen. Wenn ich googel, sind die 25mg Quetiapin-Tabletten pfirsichfarbend und rund (bei div. Herstellern).

2.) Seit diesem Tag heftige Symptome:
Herzrhythmusstörungen
jeden Morgen fühle ich mich fiebrig, aber keine erhöhte Temperatur
den ganzen Tag zittere ich stark
sehr weicher Stuhlgang
Frieranfälle aber auch Hitzeschübe
schwitze nachts die Kleidung nass
Kann man nach einmaliger Gabe Absetzsymptome bekommen?
Wenn ja, wie soll ich das jetzt ausschleichen? Die Quetiapin-Einnahme ist ja etwas her (23.12.2019) und die Tablette erhielt ich ja in der Klinik.

3.) Die Herzrhythmusstörung macht mir am meisten Angst, wurde bei einer Internistin und einem Kardiologen bestätigt, aber beide hielten es für unwahrscheinlich, dass es von der einmaligen Quetiapin-Gabe kommt.
Mein Herz war bis zu diesem Tag topfit, viel Ausdauersport, nie dieses schreckliche Gefühl am Herzen gehabt. Es rast ununterbrochen und stolpert dann hin und wieder sehr stark.
Kann diese Herzrhythmusstörung dauerhaft bleiben? Was würdet ihr mir raten?

4.) Oder sind das späte Auswirkungen von der 3-4 wöchigen Opipramol-Einnahme (siehe Signatur - habe ich auch einfach abgesetzt im September)?

Ich hoffe, ich frage nicht zu viel!
Zuletzt geändert von Annanas am 13.01.2020 15:01, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel angepaßt
Wegen chronischer Einschlafstörung seit ca. 15 Jahren 10mg Zolpidem
seit ca. Mai 2019 (schlimme Lebenssituation): Erhöhung: 15mg Zolpidem, d.h. 10mg zum Einschlafen + 5mg nachts gegen 2:00/3:00 Uhr, während der Krise habe ich auch mehr genommen (20mg)
Zolpidem: nie Nebenwirkungen bis Dez. 2019
Kurzinfo: bis März 2019 sehr sportlich, kerngesund, topfit, glücklich

--------

Da ich im Mai 2019 einen Nervenzusammenbruch hatte und in eine Depression fiel, habe ich verschiedene Medikamente z.T. nur 1x genommen und wegen heftiger Nebenwirkungen nicht wieder genommen. Ich wusste nichts von Absetzsymptomen usw. (Zolpidem immer unverändert weiter 15mg, von Ärzten okay)
- Juni 2019 1x Olanzapin 2,5mg abends
- irgendwann Juni/Juli 1x Olanzapin 2x 2,5mg am Tag (ich wollte einfach nichts mehr merken)
- ab 13.8.2019 für ca 3-4 Wo fast regelmäßig 50mg Opipramol 1h vor dem Schlafengehen + 10mg Zolpidem 20min vor dem Schlaf. Dann habe ich Opipramol einfach weg gelassen, einige Wochen später konnte ich für 2,5 Monate nur liegen/sitzen, Übergeben, Zittern (schwere Depression? Oder vom Absetzen?)
- 2.10.2019 Atosil 5 Tropfen
- 16.10.2019 Citalopram ~5mg (Hälfte von 10mg, nicht teilbar, sollte ich aber teilen)
- 23.12.2019 einmalig Quetiapin in einer Klinik erhalten (angeblich nur 12,5 mg) - sehr schlimme Nebenwirkungen, u.a. bis 2 Wochen danach noch starke Herzrhythmusstörungen

Straycat
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Beiträge: 3692
Registriert: 10.10.2016 16:51

Re: Dorte: Herzklopfen und Herzrhythmusstörung nach Quetiapin???

Beitrag von Straycat »

Hallo Dorte,

willkommen im ADFD. Das klingt wirklich schlimm, was du da durchmachen musstest und noch musst!
Es wird dir noch jemand detaillierter auf deine Fragen antworten.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen
Und hier noch unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
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Straycat
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Beiträge: 3692
Registriert: 10.10.2016 16:51

Re: Dorte: Herzklopfen und Herzrhythmusstörung nach Quetiapin???

Beitrag von Straycat »

Liebe Dorte,

nun etwas persönlicher! Hallo und herzlich willkommen :hug:
Es tut mir sehr leid, was du da erlebt hast!
Dorte hat geschrieben:
04.01.2020 21:23
2.) Seit diesem Tag heftige Symptome:
Herzrhythmusstörungen
jeden Morgen fühle ich mich fiebrig, aber keine erhöhte Temperatur
den ganzen Tag zittere ich stark
sehr weicher Stuhlgang
Frieranfälle aber auch Hitzeschübe
schwitze nachts die Kleidung nass
Kann man nach einmaliger Gabe Absetzsymptome bekommen?
Wenn ja, wie soll ich das jetzt ausschleichen? Die Quetiapin-Einnahme ist ja etwas her (23.12.2019) und die Tablette erhielt ich ja in der Klinik.
Für mich hört sich das nach einer sehr starken Reaktion auf das Quetiapin an. Herzprobleme gehören bei Quetiapin ja zu den Nebenwirkungen. Dass diese so heftig nach nur einmaliger Einnahme auftreten kann leider vorkommen. Manche Menschen reagieren sehr empfindlich auf Psychopharmaka (PP).
Ich würde eher nicht zu einer neuerlichen Einnahme und anschließendes Ausschleichen raten. Da du so empfindlich auf die erste Einnahme reagiert hast, denke ich, du verträgst es einfach nicht.
Dorte hat geschrieben:
04.01.2020 21:23
3.) Die Herzrhythmusstörung macht mir am meisten Angst, wurde bei einer Internistin und einem Kardiologen bestätigt, aber beide hielten es für unwahrscheinlich, dass es von der einmaligen Quetiapin-Gabe kommt.
Mein Herz war bis zu diesem Tag topfit, viel Ausdauersport, nie dieses schreckliche Gefühl am Herzen gehabt. Es rast ununterbrochen und stolpert dann hin und wieder sehr stark.
Kann diese Herzrhythmusstörung dauerhaft bleiben? Was würdet ihr mir raten?
Wenn die Herzrythmusstörung eine NW von der einmaligen Quetiapin-Einnahme war, dann sollte sie nicht dauerhaft bleiben. In der Regel bilden sich solche Symptome mit etwas Zeit wieder zurück.
Was haben denn die Ärzte vermutet, woher die Störung kommt, wenn nicht von der Quetiapin-Einnahme?
Dorte hat geschrieben:
04.01.2020 21:23
4.) Oder sind das späte Auswirkungen von der 3-4 wöchigen Opipramol-Einnahme (siehe Signatur - habe ich auch einfach abgesetzt im September)?
Ich denke nicht, dass die Absetzsymptome nun 4 Monate verspätet auftreten. Was aber durchaus sein kann ist, dass du durch die Einnahme und das Absetzen von Opipramol bereits dein ZNS etwas gereizt hast. So etwas kann schon auch die Möglichkeit von NW/paradoxen Reaktionen oder Probleme beim Ausschleichen wahrscheinlicher machen.

Ich hoffe, es geht dir bald besser und deine Herzbeschwerden verbessern sich :hug:
Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
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Dorte
Beiträge: 5
Registriert: 04.01.2020 15:10

Re: Dorte: Herzklopfen und Herzrhythmusstörung nach Quetiapin???

Beitrag von Dorte »

Liebe Cat,

vielen Dank für die Rückmeldung! :)
Zu deiner Frage:
Was haben denn die Ärzte vermutet, woher die Störung kommt, wenn nicht von der Quetiapin-Einnahme?

Wegen der vielen Feiertage, hatte ich nur 2 Arzttermine erhalten:
Internistin: Sie meinte, um es genauer abklären zu können, müsse ich zu einem Kardiologen. Es kann vom Quetiapin kommen, das weiß man aber nicht.

Kardiologe: Er zeigte mir deutlich, dass er mir nicht recht glaubte, dass ich Quetiapin nur zur Beruhigung erhalten habe. Deshalb machte er VOR der kardiolog. Untersuchung eine ausführliche neurologische Untersuchung (Finger-Nasen-Test, Pupillenreaktion, Gangbild, Zungenmotorik, Unterberger Tretversuch usw.).
Danach erst kardiologische Untersuchung mit Ultraschall: danach Herz gesund
Ich erhielt ein 24h-EKG.
Ein 24h-Blutdruckmessgerät sollte ich dazu erhalten, es pumpte aber fast ständig, da mein Blutdruck seit der Quetiapin-Einnahme auch viel zu hoch ist (160/100). Deshalb bekam ich es doch nicht mit.
Besprechung des 24h-EKGs, Aussage des Arztes: ja, Herzrhythmusstörung auch hier zu sehen, aber dann poltert das Herz eben mal, haben ja viele, die einen merken es, die anderen nicht. Gegen den Bluthochdruck soll ich jetzt 8mg Candesartan morgens nehmen. Blutdruck damit zwar normal, aber schwankt stark und mir ist schwindelig davon. Puls ständig viel höher als früher. Herzrhytmusstörung immer noch.

Erstens glauben Ärzte wirklich dass die Medikamente gut sind (auch wenn von den Nebenwirkungen zu lesen ist), zweitens würde ein Arzt nie etwas gegen einen Kollegen sagen
Liebe Grüße
Dorte
Wegen chronischer Einschlafstörung seit ca. 15 Jahren 10mg Zolpidem
seit ca. Mai 2019 (schlimme Lebenssituation): Erhöhung: 15mg Zolpidem, d.h. 10mg zum Einschlafen + 5mg nachts gegen 2:00/3:00 Uhr, während der Krise habe ich auch mehr genommen (20mg)
Zolpidem: nie Nebenwirkungen bis Dez. 2019
Kurzinfo: bis März 2019 sehr sportlich, kerngesund, topfit, glücklich

--------

Da ich im Mai 2019 einen Nervenzusammenbruch hatte und in eine Depression fiel, habe ich verschiedene Medikamente z.T. nur 1x genommen und wegen heftiger Nebenwirkungen nicht wieder genommen. Ich wusste nichts von Absetzsymptomen usw. (Zolpidem immer unverändert weiter 15mg, von Ärzten okay)
- Juni 2019 1x Olanzapin 2,5mg abends
- irgendwann Juni/Juli 1x Olanzapin 2x 2,5mg am Tag (ich wollte einfach nichts mehr merken)
- ab 13.8.2019 für ca 3-4 Wo fast regelmäßig 50mg Opipramol 1h vor dem Schlafengehen + 10mg Zolpidem 20min vor dem Schlaf. Dann habe ich Opipramol einfach weg gelassen, einige Wochen später konnte ich für 2,5 Monate nur liegen/sitzen, Übergeben, Zittern (schwere Depression? Oder vom Absetzen?)
- 2.10.2019 Atosil 5 Tropfen
- 16.10.2019 Citalopram ~5mg (Hälfte von 10mg, nicht teilbar, sollte ich aber teilen)
- 23.12.2019 einmalig Quetiapin in einer Klinik erhalten (angeblich nur 12,5 mg) - sehr schlimme Nebenwirkungen, u.a. bis 2 Wochen danach noch starke Herzrhythmusstörungen

Blumenwiese
Beiträge: 1059
Registriert: 21.04.2018 16:33

Re: Dorte: Herzklopfen und Herzrhythmusstörung nach Quetiapin???

Beitrag von Blumenwiese »

Hallo,

Ich finde das alles sehr seltsam.ich hatte Quetiapintabletten 25 mg von verschiedenen Firmen. Alle rund und so hellorange-bräunlich (könnte auch dreckig pfirsisch sein :whistle: ) und sehr klein.

Ich würde zur Apotheke gehen und dort die Tablette beschreiben. Entweder haben die dir eine höhere Dosis oder ein ganz falsches Medi gegeben.
Vielleicht findest du hier auch was heraus:
https://www.gelbe-liste.de/identa

Leider hab ich es schon 3x in 3 verschiedenen Kliniken erlebt, dass komplett falsche Medikamente gestellt worden sind. Da muss man als Patient wirklich immer aufmerksam und hinterher sein :(

Ich würde das Medi auf keinen Fall nochmal nehmen. Aber schon noch regelmäßig ein EKG verlangen bis die Symptome weg sind und falls nötig, ein Herzmedi nehmen. Damit kenne ich mich aber überhaupt nicht aus.
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


Bitte keine religiösen Worte in meinem Thread.

Diagnosen u. vorherige Medikation:
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Aktuelle Absetzverläufe:
► Text zeigen
Aktuell:
Quetiapin 0-0-0-19 mg
Promethazin 25-0-25-10 (60 mg)
Bedarf: 2x10 mg Promethazin
*********************************
Sonstige Medikamente:
Artelac Complete, Chelidonium Rh D4, Movicol, Magnesiumglycinat
Bedarf: Salbutamol, Levociterizin, Ibulysin

Annanas
Moderatorenteam
Beiträge: 7221
Registriert: 25.01.2016 19:41

Re: Dorte: Herzklopfen und Herzrhythmusstörung nach Quetiapin???

Beitrag von Annanas »

Hallo Dorte :) ,
auch von mir willkommen!

Ich muß das nochmal nachvollziehen:
du hast von Mitte August bis Mitte September Opipramol eingenommen und das dann abrupt abgesetzt?!
Anschließend ging es dir ca 2,5 Monate schlecht, mit den von dir aufgeführten Symptomen - dann wären wir bei ca Anfang Dezember - gab es danach erstmal eine Verbesserung?

Wahrscheinlich eher nicht, sonst wärst du nicht in die Klinik gegangen.

Ich befürchte, daß es die ganze Zeit Absetzsymptome durch das Weglassen vom Opipramol waren.
Das ZNS ist dadurch irritiert/gereizt u reagiert dementsprechend mit Symptomen.

Die Einnahme von Atosil und auch die 5m Escitalopram (war Letzteres einmalig?) können diese noch verstärkt haben.
Im Entzug werden weitere Psychopharmaka oft nur sehr schlecht vertragen, ggf war das die Ursache für das Befinden nach der Quetiapin-Einnahme o du hattest eine paradoxe Reaktion darauf (normalerweise wirkt Quetiapin eher sedierend, als daß es Herzrasen auslöst).

Ich gehe jetzt davon aus, daß du Quetiapin erhalten hast - ich kenne diese allerdings auch nur als kleine, runde, orange? Tabletten.
Evtl könntest du da in einer Apotheke nochmal nachfragen, ob es die auch in der von dir beschriebenen Form gibt. Ganz auszuschließen ist ja eine Verwechselung auch nicht.

Erstmal ist es wichtig, daß kardiologisch alles abgeklärt u nichts Gravierendes gefunden wurde.
Wenn der Kardiologe eher "locker" mit den Herzrythmusstörungen umgegangen ist, dann wird es sich wahrscheinlich um Extra-Systolen handeln, die man als Stolpern o Aussetzer wahrnimmt.

Das fühlt sich grauenhaft an, ist aber nichts Dramatisches (wenn es so befundet wurde) - das haben viele Menschen.
Im Entzug gehört es zu den Absetzsymptomen - darunter leiden viele Foris (ich auch hin u wieder).
Dorte hat geschrieben:
05.01.2020 09:49
Gegen den Bluthochdruck soll ich jetzt 8mg Candesartan morgens nehmen. Blutdruck damit zwar normal, aber schwankt stark und mir ist schwindelig davon. Puls ständig viel höher als früher. Herzrhytmusstörung immer noch.

Schwindel ist eine NW der Sartane und auch von Herzrasen/höherem Puls wird häufig berichtet.

Hast du die Möglichkeit, auch selbst den BD zu kontrollieren o wurde dir das Mittel aufgrund der Einmalmessung beim Arzt, verschrieben?

Ich frage deshalb, weil sich der BD evtl auch wieder von selbst reguliert u eine Einmalmessung nicht aussagekräftig ist.
Es könnte auch sein, daß sich durch das Erleben bei der Quetiapin-Einnahme eine Angst draufgesetzt hat - auch dadurch kann sich der BD erhöhen.

Aber ob es so ist, kannst nur du selbst einschätzen.
Dann würden mMn nach vllt eher Angstbewältigung, Ruhe, Stressminimierung u auch pflanzliche Mittel (Paasionsblumenblüten-Präparate, Melissentee u.Ä.) helfen, als ein BD-Senker, der nach längerer Einnahme auch wieder ausgeschlichen werden muß.

Aus der Ferne ist es allerdings schwer zu beurteilen, das kannst du wahrscheinlich besser.

Ich wollte nur mal meine Gedanken hierlassen - zusammenfassend meine ich, du bist durch den Kaltentzug des Opipramols evtl in einen protrahierten Entzug gerutscht mit gleichzeitiger, u.U.paradoxer, Reaktion auf das Quetiapin
Dh., deine Symptomatik ist dem Entzug geschuldet u kann etwas anhalten - wird aber wieder verschwinden.

Lies' auch gern im Forum quer, über die Suchfunktion kannst du auch finden, was dich interessiert.

Liebe Grüße von Anna

Edit: überschnitten mit Blumenwiese :)
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Dorte
Beiträge: 5
Registriert: 04.01.2020 15:10

Re: Dorte: Herzklopfen und Herzrhythmusstörung nach Quetiapin???

Beitrag von Dorte »

Hallo Anna, vielen Dank!
Annanas hat geschrieben:
05.01.2020 11:18

Ich muß das nochmal nachvollziehen:
du hast von Mitte August bis Mitte September Opipramol eingenommen und das dann abrupt abgesetzt?!
Anschließend ging es dir ca 2,5 Monate schlecht, mit den von dir aufgeführten Symptomen - dann wären wir bei ca Anfang Dezember - gab es danach erstmal eine Verbesserung?

Wahrscheinlicher eher nicht, sonst wärst du nicht in die Klinik gegangen.

Alles richtig. Es gab keine Verbesserung. Aber jetzt kann ich ja mit dem Opipramol nicht wieder anfangen, um es dann auszuschleichen, oder???

????????????????????????? Habe ich dich richtig verstanden? Gehen Absetzsymptome irgendwann von selbst weg?

Ja, 5mg Citalopram einmalig eingenommen (heftige NW am nächsten Tag)

Ja, ich messe den BD, aber der schwankt sehr stark, innerhalb von 5 min, mal viel zu hoch, mal normal, deshalb werde ich mir nächste Woche ein neues Gerät kaufen.

Danke liebe Anna <3
Wegen chronischer Einschlafstörung seit ca. 15 Jahren 10mg Zolpidem
seit ca. Mai 2019 (schlimme Lebenssituation): Erhöhung: 15mg Zolpidem, d.h. 10mg zum Einschlafen + 5mg nachts gegen 2:00/3:00 Uhr, während der Krise habe ich auch mehr genommen (20mg)
Zolpidem: nie Nebenwirkungen bis Dez. 2019
Kurzinfo: bis März 2019 sehr sportlich, kerngesund, topfit, glücklich

--------

Da ich im Mai 2019 einen Nervenzusammenbruch hatte und in eine Depression fiel, habe ich verschiedene Medikamente z.T. nur 1x genommen und wegen heftiger Nebenwirkungen nicht wieder genommen. Ich wusste nichts von Absetzsymptomen usw. (Zolpidem immer unverändert weiter 15mg, von Ärzten okay)
- Juni 2019 1x Olanzapin 2,5mg abends
- irgendwann Juni/Juli 1x Olanzapin 2x 2,5mg am Tag (ich wollte einfach nichts mehr merken)
- ab 13.8.2019 für ca 3-4 Wo fast regelmäßig 50mg Opipramol 1h vor dem Schlafengehen + 10mg Zolpidem 20min vor dem Schlaf. Dann habe ich Opipramol einfach weg gelassen, einige Wochen später konnte ich für 2,5 Monate nur liegen/sitzen, Übergeben, Zittern (schwere Depression? Oder vom Absetzen?)
- 2.10.2019 Atosil 5 Tropfen
- 16.10.2019 Citalopram ~5mg (Hälfte von 10mg, nicht teilbar, sollte ich aber teilen)
- 23.12.2019 einmalig Quetiapin in einer Klinik erhalten (angeblich nur 12,5 mg) - sehr schlimme Nebenwirkungen, u.a. bis 2 Wochen danach noch starke Herzrhythmusstörungen

Clarissa
Beiträge: 3721
Registriert: 24.08.2014 18:37

Re: Dorte: Herzklopfen und Herzrhythmusstörung nach Quetiapin???

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Dorte.

Ich hatte unter Quetiapin auch heftige Herzrhythmusstörungen und Blutdruckkapriolen, die nach dem Absetzen noch eine ganze Zeit anhielten.

Zum Glück: alles wieder normal. M.E. muß "Ruhe in's System".

Alles Gute und VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Dorte
Beiträge: 5
Registriert: 04.01.2020 15:10

Arzt in/um Hamburg, der unterstützt?

Beitrag von Dorte »

Hallo zusammen,
ich bin recht neu hier, habe mir die Forenregeln durchgelesen und auch viele, viele Infos und Beiträge von euch. Falls man mir auf die Frage nicht antworten darf wegen Datenschutz oder oder oder ... , vielleicht darf man mir dann eine persönliche Nachricht schreiben? Ich will ja nicht gegen irgendwelche Regeln verstoßen, bin froh, dass es dieses Forum gibt.

?????? Kennt jemand in/um Hamburg einen Arzt (Allg.med, Internisten, Kardiologen oder Psychiater), der um die Nebenwirkungen von Neuroleptika und Antidepressiva weiß und mir als Patientin auch glaubt, wenn ich von den Nebenwirkungen erzähle? Jemand, der die Neuroleptika und Antidepressiva selbst eher kritisch sieht? Bisher bin ich nur an Ärzte geraten, die völlig überzeugt sind von PP und Nebenwirkungen kaum glauben wollen bzw. dann sofort ein anderes PP verschreiben.

Außerdem:
Ich habe auch viel zum Entgiften von Zolpidem gelesen. Gibt es da einen Arzt in/um Hamburg, der mich da ambulant unterstützt? Man braucht ja ein Benzo mit langer Halbwertzeit zum Entgiften.

Liebe Grüße
Dorte
Wegen chronischer Einschlafstörung seit ca. 15 Jahren 10mg Zolpidem
seit ca. Mai 2019 (schlimme Lebenssituation): Erhöhung: 15mg Zolpidem, d.h. 10mg zum Einschlafen + 5mg nachts gegen 2:00/3:00 Uhr, während der Krise habe ich auch mehr genommen (20mg)
Zolpidem: nie Nebenwirkungen bis Dez. 2019
Kurzinfo: bis März 2019 sehr sportlich, kerngesund, topfit, glücklich

--------

Da ich im Mai 2019 einen Nervenzusammenbruch hatte und in eine Depression fiel, habe ich verschiedene Medikamente z.T. nur 1x genommen und wegen heftiger Nebenwirkungen nicht wieder genommen. Ich wusste nichts von Absetzsymptomen usw. (Zolpidem immer unverändert weiter 15mg, von Ärzten okay)
- Juni 2019 1x Olanzapin 2,5mg abends
- irgendwann Juni/Juli 1x Olanzapin 2x 2,5mg am Tag (ich wollte einfach nichts mehr merken)
- ab 13.8.2019 für ca 3-4 Wo fast regelmäßig 50mg Opipramol 1h vor dem Schlafengehen + 10mg Zolpidem 20min vor dem Schlaf. Dann habe ich Opipramol einfach weg gelassen, einige Wochen später konnte ich für 2,5 Monate nur liegen/sitzen, Übergeben, Zittern (schwere Depression? Oder vom Absetzen?)
- 2.10.2019 Atosil 5 Tropfen
- 16.10.2019 Citalopram ~5mg (Hälfte von 10mg, nicht teilbar, sollte ich aber teilen)
- 23.12.2019 einmalig Quetiapin in einer Klinik erhalten (angeblich nur 12,5 mg) - sehr schlimme Nebenwirkungen, u.a. bis 2 Wochen danach noch starke Herzrhythmusstörungen

Annanas
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Registriert: 25.01.2016 19:41

Re: Dorte: Herzklopfen und Herzrhythmusstörung nach Quetiapin???

Beitrag von Annanas »

Hallo Dorte :) ,
Dorte hat geschrieben:
05.01.2020 11:55
Alles richtig. Es gab keine Verbesserung. Aber jetzt kann ich ja mit dem Opipramol nicht wieder anfangen, um es dann auszuschleichen, oder???
Ich würde es nicht empfehlen - das Abfangen der Symptomatik klappt meistens nur mit relativ zeitnaher Wiedereindosierung (ca 4 - 6 Wochen nach dem Absetzen). Danach steigt das Risiko von Unverträglichkeiten bzw paradoxen Reaktionen.

Dazu kommt, daß du sowieso sehr sensibel auf Psychopharmaka reagierst, deshalb die heftigen Auswirkungen schon nach Einmalgabe.
Ich würde überhaupt nichts mehr in dieser Richtung anfassen (absolute Notfallsituationen mal ausgenommen).
Dorte hat geschrieben:
05.01.2020 11:55
????????????????????????? Habe ich dich richtig verstanden? Gehen Absetzsymptome irgendwann von selbst weg?
Ja, sie verschwinden wieder - zwischendurch kann es immer mal hakelig werden, dh es können sich bessere Phasen (Fenster) mit symptomreicheren (Wellen) abwechseln.
Das Anhalten der Symptomatik insgesamt, ist individuell - ich hoffe, daß sich bei dir der relativ kurze Einnahmezeitraum positiv auf die Dauer auswirkt.

Hier haben wir noch eine Liste, zu Dingen, die die Symptomatik evtl verstärken können, die man ggf besser vermeidet o vorsichtiger damit umgeht:
viewtopic.php?f=19&t=6442
Dorte hat geschrieben:
05.01.2020 11:55
Ja, ich messe den BD, aber der schwankt sehr stark, innerhalb von 5 min, mal viel zu hoch, mal normal, deshalb werde ich mir nächste Woche ein neues Gerät kaufen.
Ja, schau' mal nach - am besten 3x täglich, möglichst zu ungefähr gleichen Zeiten (früh, mittags, abends) messen u aufschreiben.
Das hat dann schon Aussagekraft.

Das wird wieder werden, Dorte - es braucht "nur" Geduld.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Arianrhod
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Re: Dorte: Herzklopfen und Herzrhythmusstörung nach Quetiapin???

Beitrag von Arianrhod »

Hallo Dorte, hallo Blumenwiese
Dorte hat geschrieben:
04.01.2020 21:23
.) Kennt jemand eine 25mg Quetiapin-Tablette, die weiß, länglich ist und einen orangen Streifen? Davon hatte ich nämlich eine Hälfte bekommen. Wenn ich googel, sind die 25mg Quetiapin-Tabletten pfirsichfarbend und rund (bei div. Herstellern).
Blumenwiese hat geschrieben:
05.01.2020 11:08
Ich würde zur Apotheke gehen und dort die Tablette beschreiben. Entweder haben die dir eine höhere Dosis oder ein ganz falsches Medi gegeben.
Vielleicht findest du hier auch was heraus:
https://www.gelbe-liste.de/identa

Leider hab ich es schon 3x in 3 verschiedenen Kliniken erlebt, dass komplett falsche Medikamente gestellt worden sind. Da muss man als Patient wirklich immer aufmerksam und hinterher sein

länglich sind überhaupt nur die Retard/ Prolong- Produkte. Retardtabletten soll man nicht teilen , weil sie zu schnell anfluten. Auch ich würde nochmal nachfragen, auch in der Aporheke.

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .

Dorte
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Zolpidem absetzen - DRINGEND HILFE

Beitrag von Dorte »

Hallo,
ich fühle mich sehr, sehr schlecht und möchte Zolpidem absetzen. Während einer Krise im Sommer habe ich die jahrelange (ca. 15 Jahre oder länger) Dosis von 10mg Zolpidem erhöht, in manchen Nächten 20mg. Ich hatte es dann zwar wieder reduziert auf 10mg zum Einschlafen und nachts beim Aufwachen noch mal 5 mg, aber es wirkt nicht mehr. Ich bin zu nichts mehr fähig, schlafe evtl 3h, liege am Tag fast nur noch, zittere stark. Ich habe mich im Forum informiert, wie/womit/in welchen Schritten man Zolpidem absetzt. Aber ich habe noch Fragen:

1.) Bei welchem Arzt oder wo erhalte ich Diazepam zum Abdosieren? Ich bin gerade umgezogen; kann ich mit meinem Problem zu irgendeinem Allgemeinarzt gehen? Vielleicht habt ihr einen Rat (wohne Umgebung Hamburg). Ich bin Privatpatientin, ich würde das Rezept NICHT bei der Privaten Krankenkasse zur Erstattung einreichen.

2.) Gibt es hier welche unter euch, die es geschafft haben, nach der Entgiftung von Zolpidem wieder ganz OHNE Medikamente schlafen zu können?

3.) Im Krankenhaus möchte ich auf keinen Fall entgiften. Wenn ich keinen Arzt finde, der mir Diazepam zum Absetzen von Zolpidem verschreibt, wo bekomme ich es dann her? Diesen Internetapotheken, wo man angeblich rezeptpflichtige Medikamente bestellen kann, traue ich nicht.
Wegen chronischer Einschlafstörung seit ca. 15 Jahren 10mg Zolpidem
seit ca. Mai 2019 (schlimme Lebenssituation): Erhöhung: 15mg Zolpidem, d.h. 10mg zum Einschlafen + 5mg nachts gegen 2:00/3:00 Uhr, während der Krise habe ich auch mehr genommen (20mg)
Zolpidem: nie Nebenwirkungen bis Dez. 2019
Kurzinfo: bis März 2019 sehr sportlich, kerngesund, topfit, glücklich

--------

Da ich im Mai 2019 einen Nervenzusammenbruch hatte und in eine Depression fiel, habe ich verschiedene Medikamente z.T. nur 1x genommen und wegen heftiger Nebenwirkungen nicht wieder genommen. Ich wusste nichts von Absetzsymptomen usw. (Zolpidem immer unverändert weiter 15mg, von Ärzten okay)
- Juni 2019 1x Olanzapin 2,5mg abends
- irgendwann Juni/Juli 1x Olanzapin 2x 2,5mg am Tag (ich wollte einfach nichts mehr merken)
- ab 13.8.2019 für ca 3-4 Wo fast regelmäßig 50mg Opipramol 1h vor dem Schlafengehen + 10mg Zolpidem 20min vor dem Schlaf. Dann habe ich Opipramol einfach weg gelassen, einige Wochen später konnte ich für 2,5 Monate nur liegen/sitzen, Übergeben, Zittern (schwere Depression? Oder vom Absetzen?)
- 2.10.2019 Atosil 5 Tropfen
- 16.10.2019 Citalopram ~5mg (Hälfte von 10mg, nicht teilbar, sollte ich aber teilen)
- 23.12.2019 einmalig Quetiapin in einer Klinik erhalten (angeblich nur 12,5 mg) - sehr schlimme Nebenwirkungen, u.a. bis 2 Wochen danach noch starke Herzrhythmusstörungen

Annanas
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Re: Dorte: Aktuell: Zolpidem absetzen

Beitrag von Annanas »

Hallo Dorte :) , Kurzinfo:
deine Beiträge wurden zusammengeführt, bitte immer hier weiterschreiben, wenn es deine Medikamentierung/Geschichte betrifft (auch bei Fragen zu verschiedenen Medikamenten), sonst geht der Zusammenhang verloren.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

lunetta
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Re: Dorte: Aktuell: Zolpidem absetzen

Beitrag von lunetta »

Hallo und willkommen bei uns!

Es tut mir leid, dass es dir dzt. so schlecht geht, glaube aber nur bedingt dass es mit Zolpidem zusammenhängt...

Ich habe in deiner Signatur gelesen, dass du im Sommer 2019 einiges an Psychopharmaka kurz genommen und dann wieder abgesetzt hast, das kann ein Grund sein, warum dein ZNS gereizt ist, das mag es nämlich gar nicht, und deshalb auch mit der Zolpidem Einnahme nicht mehr wie gewünscht reagiert.

Ich nehme selbst schon seit ca. 20 Jahren Zolpidem und immer in der gleichen Dosis zuerst eine halbe, dann 1 Ganze, dann eineinhalb und irgendwann war ich bei 2, weil sich eine Toleranz gebildet hatte, bei mir war das zwar ein sehr langsamer Prozeß über viele Jahre, aber doch merkbar.

Habe dann 2015 begonnen ganz langsam bis auf eine dreiviertel Tablette runterzudosieren, indem ich jede Woche nur 0,1 mg weniger genommen habe.

Der Schlaf ist seitdem eine Katastrophe, ich schlafe nie länger als maximal 3 Stunden.

Leider habe ich letztes Jahr wieder auf eine ganze Tablette erhöht, weil ich aufgrund einer Gehirntumordiagnose vor lauter Angst gar nicht mehr schlafen konnte.

Bei dir sehe ich die Problematik eher bei dem abrupten Weglassen von Opipramol - ich glaube dass das die Absetzsymptome davon sind.

Prinzipiell gilt, dass man nur aus einem stabilen Zustand heraus ein Medikament absetzen soll, deshalb würde ich dzt. beim Zolpi nichts ändern, sondern versuchen, wieder eine Dosis zu finden, bei der du einigermaßen schlafen kannst - und das Zerteilen der Dosis 1 zum Einschlafen und 1/2 nachnehmen ist auch nicht gut, das fördert eher die Toleranz und das Suchtverhalten.

Also besser gleich zum Schlafen 15 mg nehmen.

Wichtig ist zu wissen, dass Zolpi nur eine sehr kurze Halbwertszeit hat von ca. 2-3 Stunden, d.h es ist ein Einschlafmedikament, aber kein Durchschlafmedikament, und die kurze Schlafdauer ist somit quasi normal.

Ich konnte vor Jahren mit Zolpi auch noch die ganze Nacht schlafen, aber ebenfalls durch das Absetzen noch anderer Medikamente habe ich solche schlimmen Absetzsymptome bekommen, die mir gleichzeitig auch meinen Schlaf zerschossen haben.

Nimmst du das Atosil noch ein? Hilft es dir ein wenig?

Nimmst du das Olanzapin noch? Hatte dir das geholfen?

Um dir gute Empfehlungen zu geben, brauchen wir viele Infos von dir;)

Schön, dass du zu uns gefunden hast - Absetzen von Zolpidem funktioniert, aber nur wenn man es nicht in einem desolaten Zustand beginnt.

Um es mit Diazepam abzusetzen brauchst du unbedingt einen Arzt, der es dir in ausreichender Menge und ausreichende Zeit rezeptiert, denn die Umstellung wird langsam und schrittweise vorgenommen dauert bei 15 mg Zolpidem ca. 2 Monate (15 mg Zolpidem sind 7,5 mg Diazepam), danach sollte man eine Stabilisierungs und Gewöhnungsphase an Diazepam einberechnen, und erst danach beginnt man kleinschrittig das Diazepam abzusetzen.
Wenn es dir leichtfällt, dann zu Beginn ca. 1mg alle 2-4 Wochen, bei niedrigeren Dosierungen dann nur mehr tropfenweise - deshalb eher Rezepte für Diazepam Tropfen.

Solltest du Fragen haben - stell sie hier ruhig, wir werden versuchen alle zu beantworten.

P.S.. habe erst jetzt gesehen, dass du gar nicht neu bist;)
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Clarissa
Beiträge: 3721
Registriert: 24.08.2014 18:37

Re: Dorte: Aktuell: Zolpidem absetzen

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Dorte.

Klar gibt es hier welche, die Zolpidem-abhängig waren und nun wieder ohne schlafen können :party2: !
Mich z.B.

Es hat lange gedauert und ich habe viele qualvolle Nächte hinter mir, aber es hat sich gelohnt! Der Schlaf und v.a. das Aufwachen ohne Zolpidem fühlt sich viel natürlicher an :) .
Ich schlafe wieder so, wie vor dem Zolpidem.

Mir fällt spontan noch Luna ein, die ebenfalls Zolpidem abgesetzt hat und "medikamentenfrei schläft". Und weg, aber sie ist nicht mehr im Forum aktiv.

Alles Gute und VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Dorte: Aktuell: Zolpidem absetzen

Beitrag von Jamie »

Hallo Dorte, :)

als Privatpatientin, ich greife mir jetzt nur diesen Aspekt heraus, sollte es einfacher für dich sein an Benzodiazepin-Rezepte zu kommen als als Kassenpatient.
Sofern du deinem Arzt, und das kann ein wohl meinender Hausarzt sein, versprichst, das nicht bei der Kasse einzureichen, sollte er kooperativ sein.
Auch Hausärzte dürfen Benzos verordnen.
Ist dein alter Hausarzt sehr weit entfernt? Ich würde, wenn möglich, ihn weiter konsultieren.

Allerdings würde ich gelegentlich die Apotheke wechseln, sonst kann es sein, dass man dich irgendwann anspricht. (Apotheken sind verpflichtet mögliches Suchtverhalten anzusprechen)
Entweder du kennst die Apotheke gut und sagst ihnen dann, dass du entziehst und der Arzt informiert ist und du eben noch eine Zeitlang solche Rezepte einlösen kommst oder du hältst dich bedeckt und löst mal hier und mal dort ein.

Ich würde aber auch, wie lunetta schreibt, das Problem nicht isoliert am Zolpidem festmachen.
Es ist vermutlich weitaus komplexer. Es kann sein, dass du zu deinem Opipramolentzug auch schon in der Toleranz vom Zolpidem bist und / oder im Entzug oder Nebenwirkungen hast.
Vermutlich ist es ein Mischmasch aus allem.

Ich wünsche dir alles Gute
Jamie

(ich war auch Zolpidem abhängig (nebst Zopiclon und Alprazolam, aber alles niedrigdosisabhängig, Gott sei Dank) und langsam schlafe ich wieder, hat aber Jahre gedauert)
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Kwahi

Re: Herzrhythmusstörungen

Beitrag von Kwahi »

Hallo,
Vielleicht hildt diese Seite weiter:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... benwirkung

Grüsse Kwahi

Dorte
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Registriert: 04.01.2020 15:10

Re: Dorte: Aktuell: Zolpidem absetzen

Beitrag von Dorte »

Liebe Lunetta,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Naja, ich bin doch ziemlich neu hier, habe euch erst im Dezember entdeckt und auch da erst erfahren, welch "schlimme" Medikamente ich genommen habe.
Nein, ich nehme nichts außer Zolpidem.
Atosiltropfen nur einmalig. Am nächsten Tag starke Kopfschmerzen und Benommenheit, deshalb nie wieder genommen.

Alles außer Opipramol nur einmal ausprobiert. Ich wohnte im Sommer in einer Wohnung, in der kaum Schlaf möglich war (Güterzüge alle 10 min nachts, Fenster Einfachverglasung). Ich war verzweifelt auf Wohnungssuche, fuhr täglich 150km, fiel dann in eine Depression und suchte bei verschiedenen Ärzten Hilfe.
Opipramol hatte ich zum Durchschlafen bekommen + Zolpidem. Ich wusste damals nicht, dass ich es nicht einfach weglassen kann.

WARUM sollte ich 15mg Zolpidem auf einmal vor dem Schlafen nehmen? Meine Idee war: 10mg -> ich schlafe bis ca. 2-3 Stunden, dann beim Aufwachen 5mg-> ich schlafe nochmal 3 Stunden. Nur in einigen Nächten funktioniert der 2. Intervall nicht.

Da ich zwar umgezogen bin, aber es nur eine Notlösung ist (keine stabile Situation), werde ich dann wohl nicht einen Zolpidem-Entzug machen.
Wegen chronischer Einschlafstörung seit ca. 15 Jahren 10mg Zolpidem
seit ca. Mai 2019 (schlimme Lebenssituation): Erhöhung: 15mg Zolpidem, d.h. 10mg zum Einschlafen + 5mg nachts gegen 2:00/3:00 Uhr, während der Krise habe ich auch mehr genommen (20mg)
Zolpidem: nie Nebenwirkungen bis Dez. 2019
Kurzinfo: bis März 2019 sehr sportlich, kerngesund, topfit, glücklich

--------

Da ich im Mai 2019 einen Nervenzusammenbruch hatte und in eine Depression fiel, habe ich verschiedene Medikamente z.T. nur 1x genommen und wegen heftiger Nebenwirkungen nicht wieder genommen. Ich wusste nichts von Absetzsymptomen usw. (Zolpidem immer unverändert weiter 15mg, von Ärzten okay)
- Juni 2019 1x Olanzapin 2,5mg abends
- irgendwann Juni/Juli 1x Olanzapin 2x 2,5mg am Tag (ich wollte einfach nichts mehr merken)
- ab 13.8.2019 für ca 3-4 Wo fast regelmäßig 50mg Opipramol 1h vor dem Schlafengehen + 10mg Zolpidem 20min vor dem Schlaf. Dann habe ich Opipramol einfach weg gelassen, einige Wochen später konnte ich für 2,5 Monate nur liegen/sitzen, Übergeben, Zittern (schwere Depression? Oder vom Absetzen?)
- 2.10.2019 Atosil 5 Tropfen
- 16.10.2019 Citalopram ~5mg (Hälfte von 10mg, nicht teilbar, sollte ich aber teilen)
- 23.12.2019 einmalig Quetiapin in einer Klinik erhalten (angeblich nur 12,5 mg) - sehr schlimme Nebenwirkungen, u.a. bis 2 Wochen danach noch starke Herzrhythmusstörungen

lunetta
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Re: Dorte: Aktuell: Zolpidem absetzen

Beitrag von lunetta »

Hallo!

Ich möchte dir nicht einreden dass du 15 mg auf einmal einnehmen sollst, sondern dir eher erklären, warum das mit dem Nachnehmen meistens nicht funtioniert.

Du scheinst nach so langer Einnahmezeit schon in einer Toleranz zu sein, d.h. dass frühere Dosierungen nicht mehr ausreichen für denselben Effekt.

Wenn du nun zuerst 10 mg nimmst, ohnehin nur mehr 3 Std. schläfst, dann wirken die 5 mg, die du nachnimmst, gar nicht mehr, denn durch die Toleranz wirken kleinere Dosierungen noch weniger als die "normale" Dosis, die ja schon nicht mehr ausreichend wirkt.

Das heißt du nimmst die dann eigentlich umsonst.

Falls das bei dir trotzdem noch wirkt, ist es nur eine Frage der Zeit bis es nicht mehr funktioniert. Mir ging es vor Jahren genauso.

Es gibt auch so etwas wie eine Wirkschwelle unter der das Medikament bei Toleranz nicht mehr wirkt, man fördert aber durch das Nachlegen eine noch höhere Toleranz und das Suchtverhalten.

Ich dachte mir, weil du geschrieben hattest, dass du mit 10 mg nicht mehr lange schlafen kannst, aber absetzen willst, dass du dir eine stabile Grundlage schaffen möchtest und das wäre eine stabile Ausgangsdosis- auch wenn die erstmal höher ist, ist es manchmal erfolgversprechender, als wenn man in einem ganz schlechten Zustand beginnt abzusetzen.

Hake das Absetzen noch nicht ab, das würde dir ja viel bringen je weniger Medikamente desto besser!

Ich würde es aber gut vorausplanen und eine stabile Basis schaffen.

Die Umstellung auf Diazepam ist ja schon mal ein guter Plan, aber sei nicht enttäuscht wenn es dann mit dem Schlafen auch nicht so gut funktioniert, denn Diazepam ist zwar auch ein Benzo, hat aber nicht so wie Zolpi eine hypnotische Wirkung, sondern eher sedierend.
Manche können mit Diazepam gut schlafen, für viele reicht die sedierende Wirkung aber nicht aus. Das müßtest du ausprobieren. Villeicht klappt es ja bei dir sehr gut!

GLG
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Natze55
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Re: Dorte: Aktuell: Zolpidem absetzen

Beitrag von Natze55 »

Hallo Dorte,

ich wollte dir nur einmal berichten, dass es gut möglich ist Zolpidem auszuschleichen. Ich habe es 4,5 Jahre genommen und hatte immer große Angst, es auszuschleichen. Da es mir aber wieder gut geht, habe ich es probiert. Durch das langsame Ausschleichen auf eine Minimaldosis hatte ich das große Glück Zolpidem ohne schlaflose Nacht auszuschleichen (ich nehme allerdings noch Quetiapin und Trimipramin, die das etwas abpuffern).
Ich würde dir abraten das Zolpidem auszuschleichen, wenn du noch nicht stabil bist.

Liebe Grüße
Natze
Freiwilliger Gang in Psychatrie in Folge von Schlaflosigkeit und damit eingehenden Suizidgedanken aufgrund des Schlafmangels (6 Kilo in 3 Wochen verloren, Unruhe, keine Konzentration mehr auf der Arbeit, sozialer Rückzug, mit fast niemanden gesprochen, Gliederschmerzen, Halsschmerzen, hoher Harndrang, abends alle 5 Minuten)
Opipramol 50mg unregelmäßig genommen, halbe Schlaftablette + Diazepam haben keinen Schlaf gebracht.

Diagnose bei Einlieferung in die Klinik:
Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; Somatoforme autonome Funktionsstörung des unteren Verdauungssystems

Medikamente:
Zopiclon 7,5 mg = 01.05.2015 - 19.05.2015
Sertralin = seit 02.05.2015
Zolpidem 10 mg = seit 20.05.2015
Dazwischen erst Seroquel 300 mg, dann Risperdal 3 mg
Tavor = 09.06. - ca. 6 Wochen, erneutes Tavor = 28.07. - 21.08.2015

Entlassmedikation 25.08.2015
100 mg Sertralin (morgens)
75 mg Quetiapin (abends)
50 mg Valdoxan (abends)
10 mg Zolpidem (abends)

Medikation 05.06.2016:
Sertralin: 0 mg
Zolpidem: 5 mg
Valdoxan: 0mg (mein Hausarzt ist im Urlaub!!!)
Quetiapin:0 (entgegen der Anweisung der Ärzte über mehrere Wochen ausgeschlichen)
Opipramol: 0 mg
Melperon: 25 mg

Beschwerden:
Schlafen immer schlechter, Gefühl neben sich zu stehen, Schmerzen in allen Extremitäten, Reißen im Kopf, oft Halsschmerzen und Hitze im Gesicht, Darm und Blase nicht im Griff, jeden Tag weinen, Suizidgedanken, ,

Unerträgliche Entzugssympthome, neuer Aufenthalt in Klinik
Signatur 15.10.2016.:
Venlafaxin 187,5 mg
Quetiapin 75 mg
Zolpidem: 10 mg

Medikation 14.02.2017:
200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
75 mg Taxilan (Nachts)

Immer noch Krämpfe im Gehirn. Es fühlt sich an als spiesse etwas immer mein Gehirn auf. Das tut sehr weh.Schlafen ist noch immer ein großes Problem. Fühle mich derzeit eher wach und angespannt als müde.

Medikation 22.09.2017:
150 mg Seroquel Prolong (Abends)
175 mg Quetiapin (25 mg Abends / 150 mg Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
Vitamin D 4.000 i.E. pro Tag / Vitamin B Komplex / Eisen / Solunat Nr. 4 +17

Spüre keine Absetzsymptome

Medikation 30.12.2017:
100 mg Seroquel Prolong (Abends)

Medikation 05.02.18:
50 mg Seroquel Prolong (Nachts)

Medikation 22.09.2018:
125 mg Quetiapin
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)

Medikation Dezember 2019:
100 mg Quetiapin
100 mg Trimipramin
3 mg Melatonin

Medikation Mai 2020:
100 mg Quetiapin
50 mg Trimipramin
3 mg Melatonin

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