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Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

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Dagma
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Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Donnerstag, 30.01.20, 10:55

Liebe Foris,
habe nach einer fad tödlichen Krankheit mit schweren Ängsten Tavor verschrieben bekommen.
Habe es dann sieben Jahre genommen, immer so 2-3 mg ind der Woche.

Es gab aber auch Phasen wo ich deutlich mehr genommen habe, bei Klinikaufhalten und nach meiner Gehirntumor Op um Krampfanfälle zu vermeiden. Mir ging es die ganzen sieben Jahre schlecht, da ich immer entzugig, unterdosiert war.

Im August habe ich mit Diazepam ausgeschlichen und nach drei Monaten bei sechs Tropfen abgesetzt. Die ersten Wochen waren noch iwie erträglich aber seit ein paar Wochen habe ich erst nur nachts jetzt auch tagsüber schlimme Anfälle mit Kontrollverlust, ich stöhne, krümme mich und bin völlig fertig. Manchmal dauert es fünf Stunden bis so ein Anfall vorbei ist.

Kann das noch vom Benzoentzug kommen?
Ich bin völlig fertig, kann das Haus nicht mehrheitlich verlassen und weiß nicht was mir helfen kann. Bin über jede Antwort dankbar. Ach ja, bei den Anfällen habe ich schlimme Suizidgedanken.
Vielen Dank im Voraus
Dagma
Zuletzt geändert von padma am Freitag, 31.01.20, 11:13, insgesamt 4-mal geändert.
Grund: Name aktualisiert
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

padma
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Re: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von padma » Donnerstag, 30.01.20, 11:02

hallo Dagma, :)

willkommen im ADFD.
Ich habe vorab eine Frage, ist dein Benutzername dein echter Namen? Falls ja würde ich ihn aus Datenschutzgründen gerne ändern.

liebe Grüsse,
padma
Zuletzt geändert von padma am Freitag, 31.01.20, 11:13, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name aktualisiert
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Murmeline
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Re: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 30.01.20, 15:41

Kurzinfo: Name geändert
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Ululu
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Re: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Ululu » Donnerstag, 30.01.20, 15:52

Hallo Dagma,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

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Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen

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Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

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Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
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Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße

Ute
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Re: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Ululu » Donnerstag, 30.01.20, 15:58

Hallo Dagma,

jetzt noch zu deiner Frage :)

In meinen Augen leidest du sehr eindeutig an einem heftigen Benzoentzug.
Es kommt öfter vor, dass dieser in vollem Umfang erst mir einem gewissen zeitlichen Abstand auftritt.

Verstehe ich richtig, dass du von sechs Tropfen Diazepam direkt auf null gegangen bist ?
Kannst du bitte noch schreiben wie viel mg das waren, also wie viel mg Diazepam bei deinem Präparat in einem Tropfen sind?

Wenn du es schaffst, lies dich bitte in die dir verlinkten Gemrundsatzinfos zum Benzoentzug ein.

Hast du noch Diazepam da ? Hast du einen Arzt an der Hand, der es dir notfalls noch für eine Weile weiter verschreibt, damit du langsamer absetzen kannst.
Das wäre auf jeden Fall wichtig.

Wenn du das hast, würde ich an deiner Stelle vorerst drei Tropfen Diazepam wieder eindosieren.
Es ist gut möglich, dass es dir damit schon deutlich besser geht.

Alles Gute, Ute
Zuletzt geändert von padma am Freitag, 31.01.20, 11:14, insgesamt 2-mal geändert.
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Freitag, 31.01.20, 10:48

Liebe Foris, habe bei 6 Tropfen Diazepam was 3mg entspricht abgesetzt. Weiß nicht ob das verkehrt war und es mir deshalb so schlecht geht.
LG Dagma
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

padma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von padma » Freitag, 31.01.20, 11:11

hallo Dagma, :)

du hast eine wirklich schwere Zeit hinter dir. Es tut mir leid, dass du jetzt auch noch unter einem Benzoentzug zu leiden hast :hug:

Der Schritt von 3 mg direkt auf 0 war viel zu gross. Ich würde es mit einer Wiedereindosierung versuchen. Allerdings ist es, wie Ute :) schreibt, sehr wichtig, dass du einen Arzt hast, der dir die Rezepte ausstellt.

liebe Grüsse,
padma
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lunetta
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von lunetta » Freitag, 31.01.20, 11:23

Liebe Dagmar!

Wir beide können uns die Hand geben -bei mir wurde im Juli letzten Jahres auch ein Gehirntumor (gutartig) festgestellt, aber blöde Lage und ich wurde dann im Oktober operiert.

Vor lauter Angst habe ich schon in der Zeit vor der OP mit Tavor begonnen, während der KH Aufenthalte immer (3 Gehirn-OP`s), danach immer versucht wegzulassen- ging nicht, da zu große Ängste und Panikattacken, außerdem extreme Übelkeit und Brechreiz - auch dagegen hat Tavor etwas geholfen.

Ich habe es aber täglich genommen.

Habe dann auch auf Diazepam umgestellt, versucht mich zu stabilisieren, aber bin noch lange nicht stabil:(

Woe hoch war denn deine Ausgangsdosis vom Diazepam? Das Tavor hast du davor nur bei Bedarf genommen oder auch jeden Tag?

Von 3mg auf Null zu gehen, ist nicht gut, da viel zu schnell.


Grade nach Gehirn - OP´s ist die Gefahr von Krampfanfällen viel höher als sonst.

GLG
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Freitag, 31.01.20, 14:00

Liebe lunetta, habe alle drei Tage 1mg Tavor genommen, aber eben über sieben Jahre. Das Díaz hab ich mit 10mg begonnen abzudosieren. Will nicht wieder eindosieren da ich jetzt schon 100 Tage „ohne“ bin. Aber mein Zustand ist extrem kritisch. Weiß nicht wie ich die nächsten Stunden überstehen soll. Kann das wirklich noch der Entzug sein???
LG Dagmar
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von lunetta » Freitag, 31.01.20, 14:58

Hallo!

Ja, das ist Entzug.

Ich würde an deiner Stelle wieder ein paar Tropfen nehmen und diese dann nach ein paar Wochen Stabilisierungsphase noch viel langsamer absetzen.

WEnn es dir jetzt nach 100 Tage ohne noch so schlecht geht, dann ist das ein Langzeitentzusgsyndrom und das kann noch viel länger dauern.

Kommt drauf an wie leidensfähig du bist - natürlich kann man diesen Zustand auch aussitzen, aber ob es das wert ist...?

Seit wann nimmts du das Melperon und das Baclofen? Erst nach dem Entzug?
Könnten auch NW sein...

Diese Medilkamente können einen Benzoentzug nicht abfangen - dein Körper will das was er 7 Jahre lang hatte.


GLG
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Freitag, 31.01.20, 17:22

Liebe Lunetta, trau mich nicht jetzt wieder einzudosieren. Habe auch keinen Arzt der mir das Díaz verschreiben würde. Können meine Anfälle wirklich vom Entzug kommen? Ansonsten hab ich nämlich keine anderen Entzugs -Erscheinungen. Aber die Anfälle sind schlimm. Immer abends geht’s los und dann über Stunden. Der totale Horror. Habt ihr sowas schonmal von jemand anderen gehört???
LG Dagma
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Freitag, 31.01.20, 17:24

Das Melperon und Baclofen nehme ich seit dem Entzug. Hilft aber beides nicht.
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von lunetta » Freitag, 31.01.20, 18:09

Hallo!

Ich könnte mir vorstellen dass Melperon und Baclofen da auch mit reinspielt.

Falls du noch Diazepam brauchst, dann mußt du mit einem Arzt kooperieren, und eventuell sagen, dass dieser Entzug zu schnell war, du seitdem dauerentzügig bist, und es lieber nochmal langsamer versuchen möchtest.

GLG
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Dagma
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Freitag, 31.01.20, 18:21

Liebe Lunetta, habe gerade wieder einen Anfall, kann mir nicht vorstellen, dass ein paar Tropfen Díaz das verhindern könnten! Meine Heilpraktikerin sagt außerdem dass erneutes Eindosieren mich an den Anfang des Entzugs zurückbringt. Stimmt das? Und hast du das schonmal gehört von jemandem der solche Anfälle hat?
LG
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
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Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
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Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von lunetta » Freitag, 31.01.20, 18:38

Hallo!

Nein, an den Anfang deines Entzugs bringt es dich nicht - nur dorthin wieviele Tropfen du jetzt einnimmst.

Versuch es einfach mal ob so ein Anfall mit z.B. 6 Tropfen Diazepam besser werden. Deshalb bist du nicht wieder davon abhängig.

Wenn es besser wird, weißt du, dass du zu schnell entzogen hast.

Ich würde nicht so leiden wollen - klingen ja schrecklich deine Anfälle - du mußt es dir ja nicht unnötig schwer machen!

GLG
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Freitag, 31.01.20, 18:47

Liebe Lunetta, hast du sowas schonmal von jemand anderem gehört mit den Anfällen???
LG
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Ululu » Samstag, 01.02.20, 14:40

Hallo Dagmar,

möchtest du diese Anfälle vielleicht noch etwas näher beschreiben?

Wie muss ich mir das vorstellen.
Du schreibst du stöhnt und krümmt dich. Hast du Schmerzen oder geschieht das unwillkürlich ?
Wie hört es dann wieder auf und kannst du das selbst also bewusst unterbrechen.
Hast du so etwas wie einen Filmriss, also Erinnerungslücken ?

Ich Frage so genau, weil du dich etwas von einem Hirntumor und Gehirn OP geschrieben hast und man dann immer auch an Epilepsie denken muss.
Diese kann ja sehr unterschiedlich aussehen.

Im Zweifel würde ich das auf jeden Fall neurologisch abklären lassen.

Es ist gut möglich, dass "nur" der Benzoentzug dahinter steckt aber bei deiner Vorgeschichte ist es vielleicht besser, auf Nummer sicher zu gehen.

LG Ute
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von lunetta » Samstag, 01.02.20, 15:11

Hallo!

Du hattest ja wie ich eine Gehirn OP - darf ich feagen welche Art von Tumor du hattest, wie groß und welche Lage im Kopf?

Nach solchen OP`s bleiben Narben im Gehirn, die epileptische Anfälle auslösen können.
Epianfälle können 100 Gesichter haben, von harmlosen fokalen Anfällen, wo vielleicht nur ein Finger zuckt, bis zu generalisierten Anfällen bis zu Grand Mal bis zum status epilepticus.

Ich habe glaube ich seit der Op leichte fokale Anfälle mit taub werden der Lippe und kribbelnde taube Finger, manchmal zucken die Finger auch nur für immer wieder ein paar Sekunden.

Bei dir ist nur komisch dass es viele Stunden dauert, das ist bei Epianfällen ungewöhnlich, die dauern meistens nur maximal ein paar Minuten.

Ein status kann auch viel länger dauern, aber da würdest du für lange Zeit das Bewußtsein verlieren.

Hast du das schon mal näher abklären lassen?

Ich gehe sobald meine Kopfnarbe endlich zugeheilt ist für ein paar Tage in eine neurologische Klinik und laß das bei mir abklären, denn wenn es Epilepsie ist, gehört das behandelt, sonst kann es auch zu größeren schwereren Anfällen kommen.

Als Gehirnoperierte haben wir ja einen "Herd" im Kopf, der natürlich feuern kann.

Ich würde als Test mal ein paar Diazepam Tropfen nehmen - wenn es entzugsbedingt ist, würde es wahrscheinlich besser werden, wenn es ein Epianfall ist, dann reichen ein paar Benzotropfen nicht um den zu unterbrechen.

GLG
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Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Samstag, 01.02.20, 15:37

Liebe Lunetta, meine Gehirn Op war vor 5 Jahren und die Anfälle hab ich erst seit 6 Wochen, sehe da keinen Zusammenhang. Der Tumor war oben am Kopf wo der Wirbel ist, gut zu operieren. Glaube auch, dass die Anfälle vom Entzug kommen, komisch ist nur, dass es immer schlimmer wird anstatt besser. Díaz kann ich nicht nehmen, dann krieg ich derben Ärger mit meinem Mann. Er sagt Einfosierung ist ein no Go. Er steht mir sehr zur Seite und ohne ihn könnt ich zZ gar nicht leben, da ich mich selbst nicht versorgen kann. Das einzige was ich schaffe ist mittags ein kleiner Spaziergang sonst lieg ich nur im Bett.
Hast du eine Ahnung ob das Zopiclon gefährlich ist? Da mein ZNS völlig überreizt ist kann nachts wenigstens 5 Stunden damit schlafen. Ich weiß, dass es keine Dauerlösung ist aber ich denke im Moment nur von Tag zu Tag von Stunde zu Stunde von Minute zu Minute. Bin ständig im Anfallsmodus, komme nie zur Ruhe.
Danke für deine Mühe, mir zu helfen. Ich freu mich immer sehr wenn ich eine Nachricht von dir bekomme. Es gibt mir etwas Mut und die Überzeugung, dass ich nicht allein bin.
LG
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

Dagma
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Registriert: Donnerstag, 30.01.20, 9:53

Re: Dagma: Anfälle mit Kontrollverlust nach Benzoentzug

Beitrag von Dagma » Samstag, 01.02.20, 15:59

Hallo Ute,
Die Anfälle gehen mit völligen Kontrollverlust einher, ich kann sie nie steuern oder mich beruhigen. Habe dann quälende schlimme Gedanken und den Wunsch mir etwas anzutun. Ich werde regelrecht gequält, anders kann man es nicht beschreiben. Das Schlimme ist, dass ich den ganzen Tag kurz vor so einem Anfall stehe und abends kommt dann der Zusammenbruch. Weiß nicht was mit mir passiert. Aber wie ich schon Lunetta geschrieben hab ist die OP 6 Jahre her und die Anfälle hab ich erst seit 6 Wochen. Passt iwie nicht. Hab das Gefühl, mein ZNS ist aus dem Takt gekommen ist ist komplett überreizt und kommt nicht mehr zur Ruhe. Ist das noch Benzoentzug? Hatte die Anfälle doch ich den ersten Wochen nach null nicht. Wieso dann auf einmal? Gibt es sowas? Bin völlig verzweifelt, dieser Zustand ist nicht aushaltbar.
Danke für deine Mühe!
LG
:pillowtalk: Habe 7 Jahre 2-3 mg Tavor in der Woche genommen. Im August 2019 mit Diazepam auf 3 mg runterdosiert dann abgesetzt. ZZ nehme ich 250mg Melperon und 75mg Baclofen. Mir geht es sehr schlecht, habe diese Anfälle Tag und Nacht. Bin nicht
mehr lebensfähig im Moment.Nehme seit 4 Tagen Zopiclon um wenigstens Nachts ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können.

Am 30.4. hat mein Arzt mich von Tavor auf Clonazepam umgestellt und ich reduziere jetzt von 2,5mg/ml alle 3 Tage um 1 Tropfen. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.

Habe gestern am 24.3. 20 nach Konsultierung eines anerkannten Suchtmedizinern 2,5mg Clonazepam in Tropfenform wieder eindosiert.
5 Tropfen morgens, 4 Tropfen mittags, 4 Tropfen abends und 12 Tropfen zur Nacht.
Außerdem 15 mg Mirtazapin.
Zopiclon wurde abgesetzt.
Baclofen im Januar 2020 und Melperon am 15.3.
2020 abgesetzt. Von heute auf morgen von 2 auf1 Tablette reduziert dann alle 3 Tage 1/4 Tablette weniger bis auf Null.
Nehme seit dem 31.3.anstelle des Clonazapin 4x1mg Tavor über den Tag verteilt und zur Nacht, da ich es immer gut vertragen und es immer gut gewirkt hat. Leider wirkt es nach Wiedereindosierung nur sehr schwach, auch in der hohen Dosierung.
Mirtazapin wurde am 27.3. auf 30 mg erhöht.
Zusätzlich ab dem 27.3. jetzt auch 2,5 Olanzapin morgens und abends.
Da ich absolut am Ende bin hab ich mich diesem Suchtmediziner anvertraut und tue was er sagt.
Für mich gibt es im Moment keine Alternative.

Am 27.4. hat mich mein Arzt von Tavor auf Clonazepam Tropfen umgestellt und zwar reduziere ich alle 3 Tage Um 1 Tropfen von 2.5mg/ml. Das sind 0,5 mg in 15 Tagen.
Er will mich in 4 Monaten abdosieren aber mir geht das viel zu schnell. Sollte es mir schlechter gehen wird er die Audschleichphase etwas verlängern. Bin mit 40 Tropfen gestartet.

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