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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

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An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

SaBine41: Diazepam und Zopiclon absetzen. Verzweifelt!

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Jamie
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Re: SaBine41: Diazepam und Zopiclon absetzen. Verzweifelt!

Beitrag von Jamie »

Hallo SaBine :)

Danke für deine Erfahrungen.
Da hast du ja eine Achterbahnfahrt hinter dir :o .

Ich bin wirklich froh, dass du es künftig mit der 10%-Empfehlung probieren willst; das ist immer noch nicht leicht, aber ich denke diese krassen Abstürze sind damit weniger wahrscheinlich.
Und gib dem Gehirn bitte auch genug Zeit zwischen den einzelnen Reduktionen.
Die Rezeptoren brauchen Zeit sich umzubauen.

Für die nächsten Schritte wünsche ich dir alles Gute
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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SaBine41
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Re: SaBine41: Diazepam und Zopiclon absetzen. Verzweifelt!

Beitrag von SaBine41 »

Hallo ihr Lieben,

ich meld mich nach einiger Zeit mal wieder und möchte euch erzählen, wie es gerade bei mir läuft:

Ich habe ja von 4 mg auf 2 mg auf einmal abgesetzt im September 2020. Nachdem ich mich erholte hatte, ging es mir im November und bis Mitte Dezember sehr gut. Alle Probleme, die ich vorher hatte, waren weg. Ich gehe daher immer noch fest von einer Unverträglichkeit aus.

Ende Dezember hatte ich jedoch wieder die Symptome. Ängste, Verzweiflung, Übelkeit und Taubheitsgefühl in Händen und Füßen. Mir kam der Gedanke, mein Körper hat sich wieder an Diaz gewöhnt und ich muss weiter runter. Da ich jedoch nicht wieder so einen großen Schritt gehen wollte, habe ich versucht 5 % abzusetzen.

Die ersten 4 Tage ging es mir wieder gut. Alle Beschwerden weg. Am 5. Tag merkte ich die Symptome aber wieder. Ich bin dann nochmal 5 % runter. Und es war wieder das gleiche. Die ersten Tage waren alle Symptome weg und nach paar Tagen kamen sie wieder. Also bin ich wieder 5 % runter....das geht jetzt seit Ende Dezember so...

Mittlerweile bin ich bei 1,2 mg. Ich habe keine Lust mehr auf dieses blöde Gefühl der Angst und Verzweiflung. Es kostet mich Kraft. Ich empfinde den Entzug viel angenehmer, als die Symptome, wenn mein Körper sich wieder dran gewöhnt hat.

Ich bitte euch um 2 Fragen: Seht ihr auch die Unverträglichkeit, wie ich es beschreibe. Kann das sein?
Und die 2. Frage wäre an die Spezialisten: kann ich Diazepam einfach komplett lassen?
Ich habe mich von 15 mg auf die 1,2 mg runter gekämpft, aber habe kaum Lust auf diese kleinen Schritte bis 0 mg. Vor allem diese Symptome der Unverträglichkeit machen mir zu schaffen. Hinzu kommt, dass ich ab dem 01.04. wieder arbeiten möchte und einen tollen neuen Job gefunden habe.

Meine Signatur aktualisiere ich noch.

Ich danke euch schon mal für eure Antworten.

Liebe Grüße SaBine
Seit 2005 1,5 mg Lorazepam wg. Angststörung
2015 Umstellung auf 15 mg Diazepam
Dosis oft sehr verschieden genommen. Zwischen 5 und 15 mg. Schlechte Lebensphase bis 2016. Dass ich mit der verschiedenen hohen Dosis mein ZNS reize war mir nicht bewusst.
Ende 2016 150 mg Venlafaxin hinzu (langsames einschleichen) und 3,75 mg Zopiclon wegen starken Angststörungen, starke Schlafstörungen, starke psychische Instabilität
Zeitgleich Diazepam auf 15 mg. Keine Variierung der Dosishöhe mehr.

Ich habe mich durch die Medikamente wieder schnell stabil gefühlt. Ebenfalls Therapie angefangen.

Mitte 2017 Zopiclon halbiert. Seither auf 1,875 mg.
Ende 2017 Ausschleichen von Venlafaxin und zeitgleich Diazepam (immer versucht genug Zeit zwischen den Absetzschritten zu lassen)

Diazepam:
erst 1 mg Schritte
später 0,5 mg Schritte
(Immer Wochen Zeit gelassen zwischen den Absetzschritte)

Venlafaxin:
In 12,5 mg Schritte
Ab 75 mg die Kügelchen Methode mit 10 % angefangen
(Auch hier immer Wochen Zeit gelassen zwischen den Absetzschritten)

Lief bis dato alles dementsprechend ganz gut.

Juli 2019: Stand der Einnahmen:
Morgens 62,5 mg Venlafaxin
Morgens 1,5 mg Diazepam
Abends 1,875 mg Zopiclon

Bei jeden weiteren Versuch des Absetzens , egal welches Medikament von den dreien, merke ich kleinste Absetzschritte (Venlafaxin z.b. 2 Kügelchen und ich bekomme so starke Absetzsymptome, dass ich wieder zurück zur Ausgangsdosis muss). Daher zurzeit Stillstand.

Ende November 2019 erster Versuch Zopiclon absetzen 10%
Die zweite Woche fingen schlimme Angstzustände an, so dass ich wieder auf 1.875 mg hoch bin. Dann ging es mir eine Woche gut und ich ging nach nur einer um 2% wieder runter. Nach einer Woche wieder Angstzustände. Also wieder auf 1.875 hoch. Das ging zwei Wochen gut, dann wieder extreme Angstzustände. Hochgegangen auf 3.75 mg
Nach 2 Wochen starke schlafprobleme. Paradoxe Wirkung?

Seit 25.02.20 3.75 mg Zopiclon auf 2.5 mg Diazepam umgestellt.
Aktuelle Dosis seit 25.02.2020
Morgens 1.5 mg Diazepam und 62.5 mg Venlafaxin
Abends 2.5 mg Diazepam

29.05.2020: 2 Kügelchen weniger von 62,5 Venlafaxin (ca. 0,66)
Nach 2 Wochen starke Müdigkeit und Magenprobleme
23.06.2020 hochdosiert auf 62,5, da ich Angst hatte, öfter auf der Arbeit zu fehlen.
Seitdem immer noch starke Magenprobleme und Müdigkeit. Keine Besserung.

26.07.2020
0.10 mg Diazepam hoch = 4.10 mg.
27.07.2020
Starker Schwindel, Müde, Schmerzen im ganzen Körper

28.07.2020
5% von 4 mg Diazepam runter
Schmerzen im Körper sind weg.
Dafür Kribbeln/ Taubheitsgefühl in Händen und Füßen. Übelkeit, Kreislauf, Körper ist schlapp.

19.08.2020 auf 3mg Dia runter
22.08. auf 2mg Dia runter
08.09. auf 1,5 mg Dia runter
Entzug zu heftig
11.10.2020 auf 2 mg Dia hoch
Entzug wieder erträglich
Jamie
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Re: SaBine41: Diazepam und Zopiclon absetzen. Verzweifelt!

Beitrag von Jamie »

Hallo Sabine :)
Ich bitte euch um 2 Fragen: Seht ihr auch die Unverträglichkeit, wie ich es beschreibe. Kann das sein?
Und die 2. Frage wäre an die Spezialisten: kann ich Diazepam einfach komplett lassen?
Ich habe mich von 15 mg auf die 1,2 mg runter gekämpft, aber habe kaum Lust auf diese kleinen Schritte bis 0 mg. Vor allem diese Symptome der Unverträglichkeit machen mir zu schaffen. Hinzu kommt, dass ich ab dem 01.04. wieder arbeiten möchte und einen tollen neuen Job gefunden habe.
Wenn Benzos nicht mehr wirken, dann sind die Effekte nicht oder kaum auseinanderzuhalten, ob es nun Entzügigkeit, Toleranz, Nebenwirkungen oder Unverträglichkeit ist / sind.
Alles läuft nämlich mehr oder minder aufs Gleiche hinaus.
Ich glaube weniger, dass es eine Unverträglichkeit bei dir ist, sondern eher, dass es wirkungslos aufgrund von Toleranz ist.

Die Konsequenzen sind auch hier die selben: ausschleichen und es los werden; insofern ist der von dir eingeschlagene Weg richtig.
Denn so oder so geht es dir nicht gut damit und hast du Symptome, also kann man den Entzug auch durchziehen.

Ich gehöre zu den Menschen, die schon bei einer Dosis von 3,XXmg abspringen konnte.
Ich spürte einfach es wirkt nicht und Entzug habe ich so oder so, also war es logisch es sein zu lassen und auf 0 zu gehen.
Allerdings hatte ich ein ganz starkes Bauchgefühl, dass das klappen wird und es tat es auch.
Ich habe dann eben den Entzug auf 0 weiter einkalkuliert und er unterschied sich auch nicht von der Zeit, als ich noch kleine Mengen Benzos nahm (beim Ausschleichen).

Wenn du es dir also zutraust, kannst du es wagen.
Wenn nicht, bitte lieber weiter runterhangeln.

Grüße
Jamie

PS. Den "Spezialisten"-Begriff, so wertschätzend er gemeint ist :), lesen wir nicht so gerne, weil er suggerieren könnte hier seien Mediziner oder Therapeuten. Deswegen haben wir auch alle eine Aufklärung in der Signatur.
Mit Begriffen wie "die Erfahrenen hier" (es werden sich die Richtigen angesprochen fühlen ;)) fühlen wir uns besser. Danke
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