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Re: SaBine41: Diazepam und Zopiclon absetzen. Verzweifelt!

Verfasst: 21.10.2020 05:41
von Jamie
Hallo SaBine :)

Danke für deine Erfahrungen.
Da hast du ja eine Achterbahnfahrt hinter dir :o .

Ich bin wirklich froh, dass du es künftig mit der 10%-Empfehlung probieren willst; das ist immer noch nicht leicht, aber ich denke diese krassen Abstürze sind damit weniger wahrscheinlich.
Und gib dem Gehirn bitte auch genug Zeit zwischen den einzelnen Reduktionen.
Die Rezeptoren brauchen Zeit sich umzubauen.

Für die nächsten Schritte wünsche ich dir alles Gute
Jamie

Re: SaBine41: Diazepam und Zopiclon absetzen. Verzweifelt!

Verfasst: 11.02.2021 21:55
von SaBine41
Hallo ihr Lieben,

ich meld mich nach einiger Zeit mal wieder und möchte euch erzählen, wie es gerade bei mir läuft:

Ich habe ja von 4 mg auf 2 mg auf einmal abgesetzt im September 2020. Nachdem ich mich erholte hatte, ging es mir im November und bis Mitte Dezember sehr gut. Alle Probleme, die ich vorher hatte, waren weg. Ich gehe daher immer noch fest von einer Unverträglichkeit aus.

Ende Dezember hatte ich jedoch wieder die Symptome. Ängste, Verzweiflung, Übelkeit und Taubheitsgefühl in Händen und Füßen. Mir kam der Gedanke, mein Körper hat sich wieder an Diaz gewöhnt und ich muss weiter runter. Da ich jedoch nicht wieder so einen großen Schritt gehen wollte, habe ich versucht 5 % abzusetzen.

Die ersten 4 Tage ging es mir wieder gut. Alle Beschwerden weg. Am 5. Tag merkte ich die Symptome aber wieder. Ich bin dann nochmal 5 % runter. Und es war wieder das gleiche. Die ersten Tage waren alle Symptome weg und nach paar Tagen kamen sie wieder. Also bin ich wieder 5 % runter....das geht jetzt seit Ende Dezember so...

Mittlerweile bin ich bei 1,2 mg. Ich habe keine Lust mehr auf dieses blöde Gefühl der Angst und Verzweiflung. Es kostet mich Kraft. Ich empfinde den Entzug viel angenehmer, als die Symptome, wenn mein Körper sich wieder dran gewöhnt hat.

Ich bitte euch um 2 Fragen: Seht ihr auch die Unverträglichkeit, wie ich es beschreibe. Kann das sein?
Und die 2. Frage wäre an die Spezialisten: kann ich Diazepam einfach komplett lassen?
Ich habe mich von 15 mg auf die 1,2 mg runter gekämpft, aber habe kaum Lust auf diese kleinen Schritte bis 0 mg. Vor allem diese Symptome der Unverträglichkeit machen mir zu schaffen. Hinzu kommt, dass ich ab dem 01.04. wieder arbeiten möchte und einen tollen neuen Job gefunden habe.

Meine Signatur aktualisiere ich noch.

Ich danke euch schon mal für eure Antworten.

Liebe Grüße SaBine

Re: SaBine41: Diazepam und Zopiclon absetzen. Verzweifelt!

Verfasst: 12.02.2021 08:56
von Jamie
Hallo Sabine :)
Ich bitte euch um 2 Fragen: Seht ihr auch die Unverträglichkeit, wie ich es beschreibe. Kann das sein?
Und die 2. Frage wäre an die Spezialisten: kann ich Diazepam einfach komplett lassen?
Ich habe mich von 15 mg auf die 1,2 mg runter gekämpft, aber habe kaum Lust auf diese kleinen Schritte bis 0 mg. Vor allem diese Symptome der Unverträglichkeit machen mir zu schaffen. Hinzu kommt, dass ich ab dem 01.04. wieder arbeiten möchte und einen tollen neuen Job gefunden habe.
Wenn Benzos nicht mehr wirken, dann sind die Effekte nicht oder kaum auseinanderzuhalten, ob es nun Entzügigkeit, Toleranz, Nebenwirkungen oder Unverträglichkeit ist / sind.
Alles läuft nämlich mehr oder minder aufs Gleiche hinaus.
Ich glaube weniger, dass es eine Unverträglichkeit bei dir ist, sondern eher, dass es wirkungslos aufgrund von Toleranz ist.

Die Konsequenzen sind auch hier die selben: ausschleichen und es los werden; insofern ist der von dir eingeschlagene Weg richtig.
Denn so oder so geht es dir nicht gut damit und hast du Symptome, also kann man den Entzug auch durchziehen.

Ich gehöre zu den Menschen, die schon bei einer Dosis von 3,XXmg abspringen konnte.
Ich spürte einfach es wirkt nicht und Entzug habe ich so oder so, also war es logisch es sein zu lassen und auf 0 zu gehen.
Allerdings hatte ich ein ganz starkes Bauchgefühl, dass das klappen wird und es tat es auch.
Ich habe dann eben den Entzug auf 0 weiter einkalkuliert und er unterschied sich auch nicht von der Zeit, als ich noch kleine Mengen Benzos nahm (beim Ausschleichen).

Wenn du es dir also zutraust, kannst du es wagen.
Wenn nicht, bitte lieber weiter runterhangeln.

Grüße
Jamie

PS. Den "Spezialisten"-Begriff, so wertschätzend er gemeint ist :), lesen wir nicht so gerne, weil er suggerieren könnte hier seien Mediziner oder Therapeuten. Deswegen haben wir auch alle eine Aufklärung in der Signatur.
Mit Begriffen wie "die Erfahrenen hier" (es werden sich die Richtigen angesprochen fühlen ;)) fühlen wir uns besser. Danke