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Herbert04: Venlafaxin ausschleichen (nach langjähriger Einnahme)

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Herbert04
Beiträge: 2
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Herbert04: Venlafaxin ausschleichen (nach langjähriger Einnahme)

Beitrag von Herbert04 » Sonntag, 29.03.20, 18:37

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und möchte mich mit meinem Problem daher kurz vorstellen:
51 Jahre alt, leide ich seit 2004/2005 unter einer Angststörung (ich war zwar auch in jüngeren Jahren schon in manchen Bereichen eher ängstlich, aber seit diesem Zeitpunkt akut). Nach den ersten Abgstattacken bin ich - leider - an einen Psychiater geraten, der mich mit Lorazepam behandelt hat. Viele von Euch werden verstehen, dass ich danach eine monatelange Hölle durchlebt habe; in einer psychosomatischen Klinik konnte ich von diesem Wahnsinnsmedikament loskommen und habe danach wieder ein normales, und beruflich erfolgreiches, Leben führen können. Dies allerdings immer mit Einnahme von Venlafaxinin unterschiedlichen Dosierungen, beginnend mit 75mg.

In 2012 war ich schon auf 12,5mg als ich erneut einen angstverursachten Zusammenbruch erlitt, der mich wieder in die Klinik geführt hat. Während dieses Aufenthaltes wurde das Venlafaxin auf 150mg gesteigert; nach 9 Wochen konnte ich aber wieder zurück finden.
Jetzt hat es mich jedoch wieder erwischt und ich bin seit 5 Wochen erneut arbeitsunfähig.

Mittlerweile habe ich einen Arzt empfohlen bekommen und arbeite mit diesem auch schon zusammen, der meine Blutwerte ermittelt hat und neben einem krassen Testosteronmangel einen komplett im Keller befindlichen Serotoninspiegel diagnostiziert hat.
Dieser Arzt hat mir, schon als zweiter Alternativmediziner, angeraten, das Venlafaxin auszuschleichen, weil die langjährige Einnahme sich negativ auf den Hormon- und Botenstoffhaushalt auswirken würde.

Ich hatte das Venlafaxin in den letzten Monaten schon wieder auf 37,5mg reduziert, daher habe ich letzte Woche versucht, diese Dosis zu halbieren (recht rudimentär über die Halbierung der Pellets in der Retardkapsel). Allerdings habe ich seit dem zweiten Tag mit Problemen zu kämpfen, die mich an dem ganzen Ablauf zweifeln lassen (erneute Ängstlichkeit, Heulanfälle, Übelkeit und Appetitlosigkeit, erhebliche Nervosität).

Bei meiner Suche nach Unterstützung bin ich auf diese Seite gestossen und erhoffe mir Unterstützung und Rat. Insbesondere scheine ich ja mit dem Schritt einer Dosishalbierung über das Ziel hinaus geschossen zu sein; macht es jetzt Sinn, wieder zu steigern?
Insbesondere würde mich natürlich interessieren, wie die Leidensgenossinnen und -genossen das Abwägen der kleinen Mengen in den Griff bekommen.

Lieben Dank schonmal und liebe Grüsse - Herbert
Zuletzt geändert von Jamie am Montag, 30.03.20, 9:30, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt, Titel ergänzt
Dezember 2004: Erste Panikattacken mit Lorazepam behandelt
Januar 2005: Umstellen auf Venlafaxin 75mg
2006 bis 2012: Reduzierung Venlafaxin schrittweise auf 12,5mg
März 2013: nach Krise Venlafaxin auf 150mg gesteigert
2014 bis Anfang 2020: Reduzierung Venlafaxin schrittweise auf 37,5mg
März 2020: Reduzierung Venlafaxin auf 18,75 mg, Anwendung Testosteron-Gel, 3 mg Melatonin abends, 200 mg 5htp morgens

Cashi
Beiträge: 799
Registriert: Montag, 07.09.15, 21:16

Re: Venlafaxin ausschleichen (nach langjähriger Einnahme)

Beitrag von Cashi » Sonntag, 29.03.20, 19:41

Hallo von mir. Es tut mir leid zu hören was du alles hinter dir hast. Ich habe auch unzählige Versuche hinter mir das venlaflaxin abzusetzen. Ich habe mit Hilfe des forums seit Oktober 2015 abgesetzt und bin seit 15.03.20 auf Null. Ich kann dir keine Empfehlung geben wie du es machen sollst. Ich hatte viele kleine Kügelchen in einer Kapsel und habe wohl gegen Ende nicht richtig und vielleicht zu schnell abgesetzt. Du wirst hier bald viele hilfreiche Informationen bekommen. Ich kann dir nur sagen dass ich alle Nebenwirkungen oder Entzugserscheinungen kenne und es ist hart. Halte durch.
Liebe Grüße Cashi
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16, Spirulina seit mehreren Wochen weg
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen

Towanda
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Re: Venlafaxin ausschleichen (nach langjähriger Einnahme)

Beitrag von Towanda » Sonntag, 29.03.20, 20:01

Hallo Herbert,

willkommen im ADFD.

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Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße,

Towanda
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12.03.20 - 0,75 mg Mirtazapin
12.04.20 - 0,65 mg Mirtazapin
13.05.20 - 0,65 mg Mirtazapin


Weitere Medikamente:
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3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

padma
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Re: Herbert04: Venlafaxin ausschleichen (nach langjähriger Einnahme)

Beitrag von padma » Montag, 30.03.20, 13:21

hallo Herbert, :)

auch von mir willkommen.
Nach den ersten Abgstattacken bin ich - leider - an einen Psychiater geraten, der mich mit Lorazepam behandelt hat. Viele von Euch werden verstehen, dass ich danach eine monatelange Hölle durchlebt habe; in einer psychosomatischen Klinik konnte ich von diesem Wahnsinnsmedikament loskommen
Das war bestimmt sehr hart, wie gut, dass du durchgehalten hast.
daher habe ich letzte Woche versucht, diese Dosis zu halbieren (recht rudimentär über die Halbierung der Pellets in der Retardkapsel). Allerdings habe ich seit dem zweiten Tag mit Problemen zu kämpfen, die mich an dem ganzen Ablauf zweifeln lassen (erneute Ängstlichkeit, Heulanfälle, Übelkeit und Appetitlosigkeit, erhebliche Nervosität).
Ja, das war viel zu schnell. Hat dein Präparat in der Kapsel viele kleine Kügelchen oder nur wenige Minitabletten? Zum Ausschleichen brauchst du ein Präparat mit vielen kleinen Kügelchen.

Bei Venlafaxin gibt es derzeit Lieferengpässe, da müsstest du schauen, was du bekommen kannst. Wir haben hier einen thread dazu:https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=66&t=16744
. Allerdings habe ich seit dem zweiten Tag mit Problemen zu kämpfen, die mich an dem ganzen Ablauf zweifeln lassen (erneute Ängstlichkeit, Heulanfälle, Übelkeit und Appetitlosigkeit, erhebliche Nervosität).
Das sind alles typische Entzugssymptome
Jetzt hat es mich jedoch wieder erwischt und ich bin seit 5 Wochen erneut arbeitsunfähig.
Auch das kann an der vermutlich recht zügigen Reduktion in den letzten Monaten liegen.
macht es jetzt Sinn, wieder zu steigern?
Ja, ich denke schon. Wann genau hattest du reduziert (Bitte das genaue Datum mit in die Signatur aufnehmen). Die Grösse der Erhöhung hängt davon ab, wie lange du bereits auf der niedrigeren Dosis bist.
Insbesondere würde mich natürlich interessieren, wie die Leidensgenossinnen und -genossen das Abwägen der kleinen Mengen in den Griff bekommen.
Die Infos dazu findest du in dem von Towanda :) verlinkten Text, Stichwort "Kügelchenmethode"

5 HTP sollte nicht paralell zu einem AD eingenommen werden, wegen des Risikos eines Serotoninsyndroms.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



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Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Herbert04
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Re: Herbert04: Venlafaxin ausschleichen (nach langjähriger Einnahme)

Beitrag von Herbert04 » Montag, 30.03.20, 15:53

Hallo Cashi, Towanda und padma,
vielen Dank schon mal für Eure netten und bestärkenden Antworten.
Ich war heute schon bei meinem Psychiater, der mir ebenfalls dringend zu einer neuerlichen Höherdosierung geraten hat. Ich solle jetzt mal wieder die 37,5 mg versuchen, wobei er eher zu einer weiteren Erhöhung raten würde.
Mir geht es nur beinahe durchgehend schlecht; gibt es Erfahrungen von Euch, wie lange es dauern kann, bis die Dosiserhöhung greifen wird?
Die genauen Daten meiner Dosierungsänderungen habe ich leider nicht; ich war damit bisher eher schlampig. Was ich noch herausfinde, trage ich in der Signatur nach.
Gibt es noch Tips zu pflanzlichen Hilfsmitteln, mit denen man die Unruhe/Angst etwas dämpfen könnte? Ich werde mal einen Spaziergang unternehmen, das hilft normal auch ein bisschen, und die Bachblüten-Notfalltropfen wirken bei mir auch, allerdings bin ich empfindlich darauf, eine Angst vor der Angst zu entwickeln.
Liebe Grüsse Herbert
Dezember 2004: Erste Panikattacken mit Lorazepam behandelt
Januar 2005: Umstellen auf Venlafaxin 75mg
2006 bis 2012: Reduzierung Venlafaxin schrittweise auf 12,5mg
März 2013: nach Krise Venlafaxin auf 150mg gesteigert
2014 bis Anfang 2020: Reduzierung Venlafaxin schrittweise auf 37,5mg
März 2020: Reduzierung Venlafaxin auf 18,75 mg, Anwendung Testosteron-Gel, 3 mg Melatonin abends, 200 mg 5htp morgens

Herbert04
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Re: Herbert04: Venlafaxin ausschleichen (nach langjähriger Einnahme)

Beitrag von Herbert04 » Montag, 30.03.20, 16:04

Hallo nochmal,
jetzt habe ich einen Teil von padma's Frage nicht beantwortet: ich bekomme das Venlafaxin dzt. von Fa. Beta, da befindet sich nur ein Pellet in der Kapsel.
Liebe Grüsse Herbert
Dezember 2004: Erste Panikattacken mit Lorazepam behandelt
Januar 2005: Umstellen auf Venlafaxin 75mg
2006 bis 2012: Reduzierung Venlafaxin schrittweise auf 12,5mg
März 2013: nach Krise Venlafaxin auf 150mg gesteigert
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padma
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Re: Herbert04: Venlafaxin ausschleichen (nach langjähriger Einnahme)

Beitrag von padma » Montag, 30.03.20, 19:12

hallo Herbert, :)
: ich bekomme das Venlafaxin dzt. von Fa. Beta, da befindet sich nur ein Pellet in der Kapsel.
D.h. du hast das eine Pellet halbiert?
Das ist extrem ungünstig, da du damit die Retardierungzerstört oder zumindest beeinträchtig hast (siehe in unserem Lexikon unter "Retard" https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=66&t=16631)

Dies kann mit ein Grund dafür sein, dass es dir jetzt so schlecht geht.
Ich solle jetzt mal wieder die 37,5 mg versuchen, wobei er eher zu einer weiteren Erhöhung raten würde.
Die Erhöhung auf gleich 37,5 mg könnte dein ZNS auch wieder stressen, alle grossen Dosisänderungen sind Stress für das ZNS. Bei dem Präparat, das du aktuell hast, hast du allerdings keine andere Wahl, da es nicht geteilt werden darf. Zum Ausschleichen brauchst du dann unbedingt ein anderes Präparat.
Mir geht es nur beinahe durchgehend schlecht; gibt es Erfahrungen von Euch, wie lange es dauern kann, bis die Dosiserhöhung greifen wird?
Das ist sehr unterschiedlich. Es kann sich schnell bessern, aber es kann auch dauern.
Die genauen Daten meiner Dosierungsänderungen habe ich leider nicht;
Es würde auch schon etwas genauer helfen, war die letzte Reduktion Anfang, Mitte oder Ende März?
Gibt es noch Tips zu pflanzlichen Hilfsmitteln, mit denen man die Unruhe/Angst etwas dämpfen könnte?
Tipps findest du in dem AD Infoartikel https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=15490 unter Punkt 6

Über unsere Themenübersicht https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=66&t=16653 findest du threads sowohl zu Angst, als auch zu Unruhe.

Ich würde dein Präparat von Beta gerne noch in unserer Liste https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 75#p332775 ergänzen. Dein Präparat enthält also 37,5 mg? Hattest du von Beta auch schon Präparate mit anderen Dosierungen?

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



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Cashi
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Re: Herbert04: Venlafaxin ausschleichen (nach langjähriger Einnahme)

Beitrag von Cashi » Donnerstag, 02.04.20, 11:11

Hallo von mir. Ich merkte bei mir dass sich im niedrigen Bereich wenn ich nur etwas hoch gegangen bin die Symptome ca nach ein bis zwei Wochen gebessert haben. Allerdings merkte ich auch dass von 75 mg auf 37.5 mg die Reduktion anstrengend war und ich öfter hoch musste. Ich denke das ist alles sehr individuell. Von pflanzlichen Dingen oder Alternativen kann ich ein Lied singen. Ich hab alles durch. Derzeit nehme ich 2 mal am tag 300 mg magnolien bark extrakt. Das soll genauso wirken wie diezepam. Ich bin darauf gestoßen weil meine Mutter im Rahmen einer chemo dies von einem alternativmediziner angeraten bekam. Das soll natürlich keine Empfehlung sein sondern eine Information. Halte durch und viel Kraft.
Lg Cashi
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16, Spirulina seit mehreren Wochen weg
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen

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