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Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

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SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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SilkeIsmail
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SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail » Donnerstag, 02.04.20, 8:57

Hallo ihr Lieben. Bin neu hier. Erstmal vielen Dank, dass ich aufgenommen wurde. Ich bin 42 Jahre alt, weiblich. Seit ca. 4 Jahren bin ich im Entzug. Habe jahrelang bromzepam in immer höherer Dosis genommen, dazu später Alkohol getrunken, um die Wirkung zu verstärken. Vor ca. 4 Jahren bin ich in eine Klinik gegangen, dort wurde innerhalb von 3 Wochen auf nell gesetzt. Ich habe den Entzug dann nach ca. 10 Tagen auf null gespürt.Zu sagen, dass ich durch die Hölle gegangen bin, ist noch harmlos ausgedrückt.... seit zwei bis drei Monaten geht es mir besser( aber noch im weiten nicht gut, nur im Vergleich zu vorher. Ich war schon zig male in Kliniken, immer wieder verschiedene Medikamente bekommen, nichts hat geholfen... außerdem konnte ich oder kann ich meine Symptome gar nicht beschreiben... auf jeden Fall bin ich jetzt seit über winem Jahr auf folgenden Medikamenten, die die Klinik zuletzt angeordnet hatte, hängengeblieben.
Pimpamperon 40 mg: halbe morgens, halbe mittags, halbe abends
Amineurin 25 mg: eine morgens, drei zur nacht
Rivotril 2 mg: morgens ein viertel, mittags win viertel, abends ein viertel, zur Nacht ein viertel
Würde gerne Medikamente absetzen, weiß aber nicht welches zuerst und wie...
Deshalb ihr Lieben, wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr mir mit eueren Erfahrungen weiterhelfen könntet. Falls fragen offen geblieben sind, beantworte ich diese natürlich. Vielen Dank. Liebe Grüße
Zuletzt geändert von Straycat am Donnerstag, 02.04.20, 10:45, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Benutzername und Wirkstoffe im Titel ergänzt
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg aufdosiert
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??

Straycat
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 02.04.20, 10:46

Hallo SilkeIsmail,

willkommen im ADFD. Das klingt sehr heftig, was du schon durchmachen musstest :(

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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Jamie
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 02.04.20, 17:08

Hallo silkeIsmail,

willkommen im Forum :)

Gleich zu Beginn eine Bitte:
Pimpamperon 40 mg: halbe morgens, halbe mittags, halbe abends
Amineurin 25 mg: eine morgens, drei zur nacht
Rivotril 2 mg: morgens ein viertel, mittags win viertel, abends ein viertel, zur Nacht ein viertel
Kannst du bitte immer mg-Angaben machen, also nicht mit halbe, viertel etc. operieren?
Das wäre sehr nett und vor allem ist es immer genau und verhindert Missverständnisse.
Wenn ich das jetzt übersetze, heißt das 60mg Pipamperon am Tag total, 100mg Ami total pro Tag und beim Rivotril weiß ich es gar nicht, insgesamt 2mg oder was?
Stimmt das, was ich mir da zusammengereimt habe? :roll:

Dafür, dass du auf Bromazepam warst und Entzug gemacht hast, hängst du dafür nun ja auf einem anderen potenten Benzodiazepin (Clonazepam) und das in einer nicht gerade geringen Menge.
Hat dich die Klinik so eingestellt?
Das war dann ja wirklich kein guter Tausch, zumal du zusätzlich noch Amitriptylin und Pipamperon an der Backe hast und das auch in eher hohen Dosierungen.

Was war denn der Anlass, weswegen du überhaupt mit Psychopharmaka angefangen hast (Grunderkrankung?) Hast du therapeutische Unterstützung?

Man muss immer individuell entscheiden, mit welchem Präparat man anfängt auszuschleichen, bloß nicht alles gleichzeitig. Alle drei Medikamente wirken stark sedierend, das heißt alles ist dafür ausgelegt, dich zu beruhigen, runterzuholen.
Hast du auch Schlafstörungen?

Vielleicht kannst du noch ein wenig von dir berichten, dann könnten wir gemeinsam überlegen, womit du starten könntest.
Gibt es denn ein Medikament, von dem du meinst, dass es dir hilfreich ist bzw. eines, von dem du meinst, dass es wenig hilfreich ist? Diese Eindrücke sind auch sehr wichtig.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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SilkeIsmail
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Absetzen von antidepressiva und benzo

Beitrag von SilkeIsmail » Mittwoch, 08.04.20, 9:06

Hallo ihr Lieben,

Ich hoffe, dass es diesmal klappt und meim Beitrag zu sehen ein wird.
Ich bin 42 Jahre alt und weiblich.
Habe vor ca. 4 Jahren mit einem Entzug angefangen. Hatte vorher bis zu 6 Tabletten 6 mg Bromazepam zu mir genommen und zusätzlich Alkohol um die nachlassende Wirkung zu verstärken. Das ganze ging ca. 10 Jahre. Bis ich vor ca. 4 Jahren den Entzug begonnen habe. Wurde innerhalb von 3 Wochen auf null gesetzt. Ich kann nur sagen, von da an begann meine persönliche Hölle. Bis jetzt leide ich immer noch, aber es ist schon sehr abgemildert. Ich lag zig mal in Kliniken, aber keiner konnte (kann) mir helfen. Auch die Symptome meines Entzuges waren(sind) sehr schwer zu beschreiben. Mein letzter Aufenthalt in der Klinik war vor ca. 1 Jahr. Da wurde ich mit folgender Medikation entlassen. Ich möchte jetzt meine Medikamente am liebsten absetzen, aber ich weiß, dass ich das nicht alleine schaffe, da ich auch Angst habe, dass auf eigene Faust zu machen. Daher habe ich mich hier angemeldet und möchte euch um Hilfe bitten. Wenn ihr fragen habt, die noch offen sind, werde ich sie gerne beantworten. Bitte hilft mir.
Hier meine Medikamente
Pimpamperon 40 mg
Halbe morgens
Halbe mittags
Halbe abends
Amineurin 25 mg
1 morgens
3 zur Nacht
Rivotril 2 mg
Einviertel morgens
Einviertel mittags
Einviertel abends
Einviertel zur Nacht
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg aufdosiert
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 08.04.20, 10:06

Hallo Silkelsmail,

auch Dein erster Beitrag war zu sehen, Du hast ja auch schon Antworten bekommen.
Silkelsmail hat geschrieben:Hier meine Medikamente
Pimpamperon 40 mg
Halbe morgens
Halbe mittags
Halbe abends

Amineurin 25 mg
1 morgens
3 zur Nacht
Rivotril 2 mg
Einviertel morgens
Einviertel mittags
Einviertel abends
Einviertel zur Nacht
Hier wiederhole ich nochmal Jamies Bitte:
Jamie hat geschrieben:
Donnerstag, 02.04.20, 17:08
Kannst du bitte immer mg-Angaben machen, also nicht mit halbe, viertel etc. operieren?
Das wäre sehr nett und vor allem ist es immer genau und verhindert Missverständnisse.
Hast Du den Begrüßungsbeitrag von Straycat :) mit den dazugehörigen Links schon gut durchgelesen?
Bitte erstelle nach der darin enthaltenen Anleitung eine Signatur, damit man auf einen Blick sehen kann, was Du wann einnimmst. Das macht es allen Mitschreibern einfacher, auf Dich einzugehen.

Viele Grüße,

Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail » Mittwoch, 08.04.20, 11:09

Hallo wie kann ich auf euere Antworten antworten?
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg aufdosiert
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 08.04.20, 11:12

Hallo,

so wie Du es jetzt gerade tust :) .
Entweder unten in das Fenster unter "Schnellantwort" schreiben oder Du klickst auf "Antworten" - beides geht.

Das mit der Signatur hat ja schon gut geklappt - danke!

Beachtest Du bitte unsere Forumsnettiquette - steht auch im Begrüßungstext - Deine Beiträge mit einem Gruß zu beginnen und zu beenden - danke! :)

Viele Grüße, Towanda
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25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
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1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 08.04.20, 11:22

Liebe Silkelsmail,

wir können dir sicher Tipps geben und bemühen uns, aber du musst bitte wirklich andere Angaben machen.
Es ist risikoreich für alle von uns, wenn wir nicht die mg kennen, die du nimmst.
Wir wollen ja keine falschen Hinweise geben.

Danke auch für die Erläuterungen; es tut mir leid, was du alles durch hast.
Das klingt nach einer schweren Benzoabhängigkeit und einen schlimmen Entzug :(.
Ein Glück, dass du dich durchgekämpft hast :hug: .

Bitte beantworte meine Fragen, ich habe sie gelb unterlegt
Hier meine Medikamente
Pimpamperon 40 mg
Halbe morgens
Halbe mittags
Halbe abends

Das heißt, du nimmst morgens 20mg, mittags 20mg und abends 20mg, also 60mg am Tag?


Amineurin 25 mg
1 morgens
3 zur Nacht

Das heißt du nimmst 25mg morgens und 75mg abends, also 100mg am Tag?


Rivotril 2 mg
Einviertel morgens
Einviertel mittags
Einviertel abends
Einviertel zur Nacht

Hier blicke ich am wenigsten durch. Sind das 0,5mg morgens, 0,5mg mittags, 0,5mg abends und 0,5mg nachts? Insgesamt 2mg am Tag?

Und bitte beantworte noch meine Frage, ob du einen Eindruck hast, welches Medikament am ehesten hilft bzw. nicht.
Dankeschön :)

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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SilkeIsmail
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail » Dienstag, 14.04.20, 10:58

Hallo ihr Lieben,
habe ich schon eine Antwort von euch? Ich sehe es hier nicht. Bin zu blöd dafür...
Würde gerne mit dem ausschleichen eines Medikamentes beginnen und weiß leider nicht welches und wie... bitte um eure Hilfe. Fragen könnt ihr mir gerne stellen.

Liebe Grüße
Silke
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg aufdosiert
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
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Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Straycat » Dienstag, 14.04.20, 11:04

Hallo Silke,

in diesem Thread genau über deiner letzten Antwort siehst du noch Fragen von Jamie :)
Wenn du diese beantwortet hast, kann man dir besseres Feedback geben.
Die mg Angaben sehe ich schon in deiner Signatur.
Jamie :) hat auch gefragt, ob du den Eindruck hast, dass dir eines/mehrere deiner Medikamente besonders helfen oder besonders Probleme bereiten? Das kann ein Indikator sein, mit welchem Medikament man das Absetzen beginnt.

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail » Mittwoch, 15.04.20, 8:42

Hallo ihr Lieben, hallo Cat,
da es mir eigentlich generell nicht gut geht, weiß ich nicht, ob es ohne Medikamente schlechter wäre... daher weiß ich auch nicht, ob und welches Medikament mir hilft oder auch nicht.

Liebe Grüße
Silke
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Straycat » Mittwoch, 15.04.20, 10:29

Hallo Silke,

grundsätzlich ist mal die Frage: Fühlst du dich stabil genug für das Absetzen von PP?
Man sollte wenn möglich immer nur aus einer stabilen Gesamtsituation heraus PP absetzen, da es zu Absetzsymptomen kommen kann und einiges an Kraft, Akzeptanz und Durchhaltevermögen brauchen kann, damit man den Entzug durchhaltet.

Zu deiner Frage: Welches Medikament zuerst ausschleichen?
Wenn du nicht zuordnen kannst, ob dir eines der vielen Medikamente besonders Probleme bereitet, gibt es verschiedene Ansätze.
Man kann zB zunächst mit dem antriebssteigernden PP beginnen. Allerdings sind deine PP (Pipamperon, Amitriptylin und Clonazepam) alle keine antriebsteigernden, sondern eher dämpfende PP.
Du kannst auch mit dem Neuroleptikum beginnen (Pipamperon), da NL vermutlich am schädlichsten in der Dauereinnahme sind.

Die Entscheidung liegt da ganz bei dir.
Vielleicht meldet sich auch noch jemand anderes mit einer Meinung dazu.

Wichtig ist, dass du immer nur ein PP nach dem anderen reduzierst und nicht an mehreren Schrauben gleichzeitig drehst. Sonst kannst du am Ende nicht mehr sagen, welche Reduktion welche Absetzsymptome bewirkt.

Hast du dich schon in die Grundlageninfos, die ich dir in meiner ersten Antwort in deinem Thread verlinkt habe, eingelesen?
Es ist wichtig, dass du dich mit dem Absetzen und dem richtigen Vorgehen dabei, selbst auch näher beschäftigst. Denn du kennst dich und deinen Körper am besten und wir können hier selbstverständlich nicht für dich entscheiden, wie du vorgehst.

Liebe Grüße,
Cat
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SilkeIsmail
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail » Samstag, 18.04.20, 10:25

Hallo cat hallo alle Anderen,
danke für deine Antwort.
Ich fühle mich trotz oder vielleicht sogar wegen der Einnahmen der Medikamente nicht gut. Deswegen möchte ich sie auch sozusagen“loswerden“. Ist es denn so, dass man auf jeden Fall Absetzerscheinungen bekommt? Ich habe mich durchgelesen, aber mir geht es besser dabei, wenn ich persönlich mit euch darüber schreibe. Ich hoffe, ihr nimmt mir das nicht übel. Würde dann gerne mit dem Absetzen von Pimpamperon beginnen. Wie ich das machen soll, weiß ich nicht, bitte um eure Vorschläge.

Liebe Grüße
Silke
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Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??

Towanda
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Towanda » Samstag, 18.04.20, 11:18

Hallo SilkeIsmail,

nein, man bekommt nicht auf jeden Fall Absetzsymptome. Aber je länger die PP-"Karriere", je höher die Dosierung, je vielfältiger die Medikamente, desto wahrscheinlicher ist es, daß man Symptome bekommt.

Du schreibst ja in Deiner Signatur von der "Hölle auf Erden", sprich Du hattest massive Entzugssymptome. Außerdem wurde sehr viel herumprobiert bei Dir, deshalb ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß Dein Nervensystem sehr sensibel auf das Absetzen reagiert.

Mit Gewissheit kann das niemand vorhersagen, aber das Risiko ist halt auch sehr hoch, daß bei schnellem Absetzen die Symptome auch sehr lange anhalten können.

Viele Grüße, Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Jamie » Samstag, 18.04.20, 13:29

Hallo SilkeIsmail, :)

ich befrage deine Anfrage zur Dosis konkret, von Towanda :) hast du bereits Infos zu Absetzsymptomen bekommen.

Wir empfehlen 10% weniger alle 4-6 Wochen.
Dein Pipamperon nimmst du mit 39mg am Tag.
10% weniger von 40mg sind 3,9mg, ich runde mal auf auf 4mg, das heißt in einem ersten Absetzschritt würdest du 4mg weglassen und statt 40mg nur 36mg einnehmen.
Hast du Pipamperon flüssig oder als Tabletten?

Du kannst dir dabei überlegen, ob du die 4mg von einer einzigen Dosis weglässt, zB morgens, oder du lässt zB morgens und mittags jeweils 2mg weg und hast dann auch 4mg weniger.
Diese Dosis hältst du dann 4-6 Wochen, ehe du wieder 10% weglässt (bei 36mg wären 10% weniger 3,6mg usw).

Wenn du nicht gut schläfst, würde ich von der Abenddosis Pipamperon zur Zeit nichts entfernen, sondern morgens oder morgens und mittags was weglassen - du musst selber entscheiden, zu welchem Tageszeitpunkt du am ehesten auf ein paar mg verzichten kannst.
Deswegen fragen wir dich nun auch schon eine geraume Weile nach deiner Einschätzung.
Wenn du morgens und mittags etwas weglässt, bist du vielleicht tagsüber künftig etwas wacher.

Viele Grüße, bei Fragen gerne melden
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Towanda » Samstag, 18.04.20, 14:00

SilkeIsmail hat geschrieben:
Samstag, 18.04.20, 10:25
Würde dann gerne mit dem Absetzen von Pimpamperon beginnen. Wie ich das machen soll, weiß ich nicht, bitte um eure Vorschläge.
Hallo Silke,

Jamie :) hat Dir das nun nochmal genau erklärt. Nachlesen kannst Du das im Begrüßungstext unter "Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen".

Hast Du Dich mit den Links im Begrüßungstext schon vertraut gemacht? Das wäre sehr wichtig, weil da viele grundlegende Informationen enthalten sind, die man dann nicht immer wieder schreiben muß.

Viele Grüße, Towanda
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail » Samstag, 18.04.20, 15:00

Hallo Towanda, hallo alle Anderen.
danke für deine Antwort. Obwohl ich so viele sedierende Medikamente nehme, fühle ich mich gar nicht müde oder sediert. Ich habe mich entschieden, dass ich dann die morgendliche Dosis von pimpamperon weglasse. Nach welcher Zeit können denn Absatzsympthome beginnen? und wenn es mir schlechter gehen sollte beim Absetzen, kann ich dann einfach wieder die normale Dosis nehmen?
Liebe Grüße
Silke
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg aufdosiert
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Towanda » Samstag, 18.04.20, 15:43

Hallo Silke,

nochmal meine Frage: Hast Du Dich mit dem Begrüßungstext schon intensiv beschäftigt? Da werden viele Deiner Fragen ausführlich beantwortet und wäre deshalb sehr wichtig!

Es gibt keine Regel, wann Absetzsymptome beginnen, das ist so unterschiedlich wie die Menschen und ihre Situationen.
Jede Dosisveränderung strapaziert das Nervensystem, deshalb sollte man die Schritte so klein wählen, daß ein Aufdosieren nicht nötig ist. Wenn doch, erhöht man erstmal nur eine Minimenge und schaut dann, wie es geht.

Gruß, Towanda
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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail » Sonntag, 19.04.20, 10:45

Hallo ihr Lieben,
danke für die Antworten. Ich habe mich bereits durchgelesen. Habe aber ein sichereres Gefühl, euch nochmals zu fragen, ich hoffe ihr seid mir deswegen nicht böse. Ich bin sehr glücklich darüber, dass es dieses Forum gibt. Hätte ich es doch vor 4 Jahren entdeckt, als ich in der Klinik von Benzos, die ich in sehr hoher Dosis innerhalb von 3 Wochen auf null runter dosiert wurde. Ab da begann meine Hölle, die ich teilweise in milderer Form immer noch durchmache. Wieso die Ärzte nur so wenig Ahnung haben, wundert mich schon lange....
Habe heute morgen angefangen meine morgendliche Dosis Pimpamperon wegzulassen. Ich hoffe es wird mir dadurch nicht noch schlechter gehen. Aber wie ich sagte, ich habe das Gefühl, dass mir meine eingenommenen Medikamente nicht helfen. Sogar habe ich das Gefühl, dass sie mir eher schaden. Habe auch einen Hass gegen all diese Medikamente entwickelt, deshalb möchte ich wirklich am liebsten gar keine nehmen. Wie gesagt hatte keinerlei Vorerkrankungen. Habe nur Liebeskummer gehabt und da hat mir der Hausarzt die Bromazepam verschrieben, so kam es zur Sucht. Und alle anderen Tabletten, wurden mir verordnet, weil es mir extrems schlecht ging nachdem ich auf null war. Aber fast kein Arzt hat es eingesehen, dass es der Entzug ist, sondern hat Diagnosen wie Angst und Depression usw. gestellt. Ich hoffe mir wird es irgendwann wieder gut gehen.... und ich hoffe ich werde Medikamentenfrei werden. Ich danke euch sehr für eure Unterstützung und hoffe auch weiterhin drauf. Wünsche uns allen alles Gute.

Liebe Grüße
Silke
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Abends 20mg

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Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Towanda » Sonntag, 19.04.20, 12:47

Hallo Silke,

die Morgendosis komplett wegzulassen war wahrscheinlich keine gute Idee. In all den Links, die Du gelesen hast, wird eine Reduktion von maximal 10 % der zuletzt genommenen Dosis empfohlen. Das wären bei Deiner Dosis Pipamperon 4 mg gewesen. Jamie hat Dir das auch so geschrieben.

Natürlich entscheidest Du selber, wie Du vorgehst, aber ich frage mich dann doch, warum Du hier nachfragst? Alle hier im Team sind selber mehr oder weniger schwer betroffen und verwenden ihre wenige Kraft dazu, den Menschen hier zur Seite zu stehen und Fragen zu beantworten.

Nun kannst Du entweder abwarten, was passiert, oder Du nimmst morgen früh 9 mg ein, das wäre dann die empfohlene Reduzierung.

Viele Grüße, Towanda
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