Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->



Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19880
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 7324 Mal
Danksagung erhalten: 9762 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Jamie »

Hallo SilkeIsmail :)

Wir haben einen Thread mit Erfahrungen zum CBD Öl, da kannst du mal reinlesen:
viewtopic.php?f=4&t=12822

Ich kann dir leider nicht beantworten, ob das CBD Öl von rossmann qualitativ hochwertig ist und auch nicht, ob du es verträgst oder es als hilfreich empfindest.
Du müsstest es schlichtweg ausprobieren / antesten.
Jeder, der hier etwas ausprobieren möchte, muss es mit "Versuch und Irrtum" (trial and error) machen, da wir einfach nie wissen, wer was verträgt und ob es wirkt.
Manche finden CBD Öl hilfreich, bei anderen hat es nichts gebracht und wiederum andere haben es gar nicht vertragen.

Wenn du es probieren magst, bitte ganz niedrig starten und bei Verträglichkeit steigern.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
SilkeIsmail
Beiträge: 40
Registriert: 28.02.2020 07:52
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail »

Hallo Jamie, hallo alle Zusammen,
Jamie danke für deine Antwort. Ich habe das cbd öl schon eine Weile hier stehen, aber bis jetzt noch nicht benutzt, da ich mich nicht traue. Habe Angst, dass es mir schlechter dadurch gehen würde. Bei mir spielt es eine große Rolle, wie die Umstände grade sind, wenn ich Sorgen habe oder Stress geht es mir extremst mies. Also nicht so wie ein „gesunder“ Mensch darauf reagieren würde sondern viel extremer. Leider habe ich seit gestern wieder etwas, was mich negativ beschäftigt und das wirkt sich auf mein Wohlbefinden wieder stark aus....ich wünsche euch allen einen schönen Tag.
Liebe Grüße
Silke
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg seit aufdosiert, seit 01.09.2020 auf 0 mg
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??
SilkeIsmail
Beiträge: 40
Registriert: 28.02.2020 07:52
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail »

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe es geht euch gut. Mir geht es eigentlich wie immer. Keine Veränderung. Mache mir auch viel zu viele Gedanken.Ich würde eventuell ab morgen die mittags Dosis von Pimpamperon weglassen wollen. Denke auch schon weit voraus. Wenn ich es hoffentlich gut überstehe das Pimpamperon abzusetzen, welches Medikament sollte ich am Besten als nächstes angehen? Habe die größte Angst, aber wer am glücklichsten, wenn ich das sch.. Benzo ( Rivotril) irgendwann mal los werden würde. Wie gesagt, ist nicht so, dass ich nach den Einnahmen irgendeine positive Wirkung verspüre, aber die Angst, dass es mir wieder so extremst schlecht gehen wird wie damals, als ich meine Benzos abgesetzt habe. Aber ich möchte es so gerne schaffen. Vielleicht wird es mir ja sogar besser gehen, wenn ich die sch..Medikamente los bin. Bitte um eure Meinungen und Ratschläge.
Liebe Grüße
Silke
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg seit aufdosiert, seit 01.09.2020 auf 0 mg
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??
Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 6223
Registriert: 04.05.2017 17:43
Hat sich bedankt: 4040 Mal
Danksagung erhalten: 1863 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Ululu »

Hallo Silke,

du hast lt. Signatur erst am 19.4. ein Drittel des Pipamperons angesetzt, was schon ein riesiger Schritt war.
Ich würde jetzt auf keinen Fall so schnell und vor allem auch so großschrittig vorgehen.
Hast du dich in die dir am Anfang verlinkten Grundsatzinformationen eingelesen ?

Nach den hier im Forum gemachten Erfahrungen sollte man höchstens 10 % der Ausgangsdosis alle vier Wochen absetzen, um Absetzerscheinungen zu vermeiden.

LG Ute
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
SilkeIsmail
Beiträge: 40
Registriert: 28.02.2020 07:52
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail »

Hallo ihr Lieben,
heute meine Mittagsdosis Pimpamperon weggelassen. Hoffentlich geht alles gut. Ich möchte hier nochmal fragen, was ihr meint, mit welchem Medikament ich nach Pimpamperon anfangen sollte abzusetzen? Für mich ist es so wichtig, dass ich irgendwann mit allen Medikamenten auf null bin. Ich ekele mich richtig extrem von diesen Medikamenten. Ich verabscheue sie regelrecht. Das belastet mich sehr, diese trotz meines Ekels immer wieder einnehmen zu müssen. Bitte um Antworten, wäre sehr dankbar.
Liebe Grüße
Silke
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg seit aufdosiert, seit 01.09.2020 auf 0 mg
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19880
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 7324 Mal
Danksagung erhalten: 9762 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Jamie »

Hallo Silke :)

Ich halte es ehrlich gesagt für ziemlich riskant, dass du so schnell auch die komplette Mittagsdosis weg lässt, aber wir respektieren deine Entscheidung.
Du bist ja immerhin informiert.

Ich würde dir empfehlen nach dem Pipamperon das Clonazepam in Angriff zu nehmen, da es aufgrund seiner abhängig / süchtig machenden Wirkung sehr problematisch ist.

Amitriptylin ist beruhigend und kann, während du das Benzo Rivotril ausschleichst, möglicherweise als Entzugsdeckelung dienen, was dann von Vorteil wäre.

Wenn dann auch das Rivotril weg ist, kannst du dich ans Amitriptylin machen.
Es ist zudem in Tropfenform verfügbar, sodass man fein dosieren kann.

Alles Gute
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
Homelander
Beiträge: 166
Registriert: 22.11.2017 12:42
Hat sich bedankt: 36 Mal
Danksagung erhalten: 43 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Homelander »

Hallo Silke,

auf jeden Fall das Clonazepam nach dem Pipamperon. Danach erst das Amitriptylin...wie gesagt, das kann eine kleine Hilfe sein wegen der beruhigenden Wirkung...ist aber keine Garantie.

Ich möchte dir gerne Mut zusprechen und denke, gegen die Informationen das Pipamperon immer um 10 Prozent zu reduzieren alle 4 Wochen, kann es auch klappen, das du es schneller loswerden kannst ohne große Probleme.

Ein Benzo ist zwar die größere Herausforderung, aber es KANN auch hilfreich sein als Deckelung fürs schnellere absetzen eines Neuroleptika...gerade Pipamperon ist kein starkes Neuroleptika, es gibt da viel potentere aus der Psychopharmakaklasse wie Dominal oder gar Haldol.

Versuch deinem eigenen inneren Instinkt und die eigene Geschwindigkeit zu finden, das ist meist der beste Weg beim absetzen...auch waren 40 mg Pipamperon nicht eine sehr hohe Dosis. Das kann klappen die mittags weg zu lassen. Dann langsam die abends.

Das Clonazepam wird wie gesagt eine andere Geschichte...dafür wirst du mehr Zeit brauchen. Wie lange genau kann keiner sagen...nur so viel, langsam ist die bessere Variante bei Benzos nach langer Einnahme. Von 2 mg auf 1 mg zu kommen ist noch easy, wenn du keine generalisierte Angststörung oder Schlafstörungen hast oder Depressionen? Ab 1 mg wird es windig, gelinde ausgedrückt...da musst du auf die Bremse treten dann und dir immer sagen auch Schnecken kommen ans Ziel.

Ich merke von dem Zeug auch keine Wirkung mehr nach so langer Zeit der Einnahme. Nur eins merke ich beim herunterfahren und ich habe schon die Brechstangenmethode kalt versucht, das war keine schöne Erfahrung und nach 15 Tagen habe ich aufgegeben und auch zu schnell mal ebend 0,5 mg einfach weg gelassen...auch keine schöne Sache. Im höheren Bereich war das gut möglich...ich war schon auf 4,5 mg täglich...das ging fix runter bis 3 und habe versucht mehrmals auf Diazepam umzustellen...hat nie geklappt.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Ausdauer und nicht aufgeben und halt dich bloß von den Kliniken fern...die machen zu 90 Prozent alles falsch und glauben nicht, das Entzugserscheinungen so hart sein können und 3,4 oder 6 Wochen reichen um das auszuschleichen und bringen mit den "unterstützenden" Medikamenten die dort gegeben werden nach Lehrbuch dein ZNS noch mehr durcheinander. Da kommst süchtiger raus, als du reingegangen bist und kaputter als vorher.

Du schaffst das...du bist hier in guten Händen...du kannst immer schreiben und jegliche machbare Hilfe wird dir zugute kommen.

Nur das Beste von mir für dich.

Gruß
Homelander
1997 bis 2008 Alkoholiker mit hochprozentigem fast täglich.
Anfang 2008 abgesetzt und starke Angststörung generalisiert entwickelt samt Depressionen.
März 2008 Psychiatrie wegen zu starken Entzugserscheinungen für 18 Tage eingestellt auf 100 mg Stangyl (Trimmipramin) über den Tag verteilt.
Ende 2009 wieder Alkoholiker geworden durch schwere Krankheit meiner Mutter. Stangyl trotzdem weiter dazu genommen.
November 2011 Stangyl ausgeschlichen. Alkohol weiter getrunken.
Dezember 2011 Mutter verstorben und ich habe einen Nervenzusammenbruch erlitten.
15. Dezember 2011 Klinik Alkohol abgesetzt und 4 Wochen auf 1,5 mg Tavor eingestellt und auf 100 mg Sertralin, 300 mg Lyrica und 100 mg Doxepin eingestellt. 1 Woche 50 mg Seroquel auch noch, aber ist mir nicht bekommen, deshalb direkt wieder weggelassen
Tavor dann ausgeschlichen als die anderen Sachen gewirkt haben. Keine Entzugserscheinungen durch die Ads.
Februar 2012 wieder raus und die nächsten Jahre so eingestellt ganz gut gelebt und stabilisiert.
2014 leider wieder zum Alkohol gegriffen erst kleine Mengen und wieder schnell gesteigert.
2016 das Lyrica ausgeschlichen.
Anfang 2017 das Sertralin ausgeschlichen.
Alkohol hochprozentig und 100 mg Doxepin weiter genommen.
Ende Mai 2017 Alkohol abgesetzt. 100 mg Doxepin weiter genommen.
Anfang Juli 2017 kam plötzlich und schnell fortschreitent die Dystonie, erst Torticollis am Hals nach links unten dann Meige Syndrome an Augen und Mund-Kiefer Zungenbereich dazu gekommen.
Tavor 1 mg einmal täglich zur Beruhigung bekommen.
November 2017 wegen Verdacht das die Dystonie vom Doxepin kommt, direkt abgesetzt 100 mg nach 5 Jahren täglich auf 0. Ich bin dann 6 Monate durch die Hölle gegangen.

Update 28.07.2020

Derzeitige Situation und Tabletten Einnahme:

Tavor seit 18 Monaten auf 0
Zopiclon seit 16 Monaten auf 0
Artane seit 17 Monaten auf 0
Alkohol seit 4 Tagen trocken (mal wieder aufs neue)

Morgens:

20 Milligramm Pantoprazol
16 Milligramm Candesartan (Blutdrucksenker)
75 Mikrogramm Clonidin (Blutdrucksenker)
40 Milligramm Propranolol (Betablocker)

Mittags:

2 Milligramm Clonazepam
150 Milligramm Lyrica (Tendenz steigernd)

Abends:

16 Milligramm Candesartan
75 Mikrogramm Clonidin
40 Milligramm Propranolol
6 Milligramm Bromazepam

Nachts:

7,5 Milligramm Mirtazapin
6 Milligramm Bromazepam

Zustand :

sehr ängstlich, immer angespannt, immer unruhig, manchmal doppelt sehen, starke Stimmungsschwankungen, Blutdruckschwankungen, starke Schwindelgefühle, Todessehnsucht, Gedankenkarussell, Dystonie spielt völlig verrückt, Schluckstörungen, das Gefühl nur noch aufgeben zu wollen.
Suizidgedanken ohne Ende.
SilkeIsmail
Beiträge: 40
Registriert: 28.02.2020 07:52
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail »

Hallo Jamie, Hallo Homelander, Hallo alle Zusammen,
Erstmal möchte ich dir Jamie und dir Homelander herzlich für eure Antworten danken. Es tut wirklich sehr gut sich mit Leuten auszutauschen, die Erfahrung haben. Ich hoffe, dass es mit Pimpamperon absetzen gut klappt. Aber wie ihr auch meint und wo vor ich auch wirklich Angst habe, ist das Rivotril... Benzo absetzen habe ich ja auch sehr schlimme Erfahrung mit, wo von ich mich eigentlich immer noch nicht erholt habe. Es ist nur aushaltbar geworden und ich kann damit leben. Und das ganze ist über 4 Jahre her! Kliniken? Nein danke!!! Da habe ich so extrem schlechte Erfahrungen gemacht. Daher bin ich unendlich froh darüber, hier im Forum Unterstützung zu bekommen, die Kliniken kennen sich null aus, mit dem Absetzen. Man wird auch nicht richtig ernst genommen, die glauben einem nicht, dass es noch Entzug ist... geben immer wieder neue Medikamente. Habe ich alles schon durch. Steht ja eigentlich alles in meiner Signatur 😊. Ist für mich ein großes Trauma gewesen damals, daher erwähne ich es wahrscheinlich so oft. Ich wusste eigentlich bis vor einem halben Jahr, gar nicht, dass Rivotril auch ein Benzo ist. Als ich es erfahren habe, ist nochmals eine Welt für mich zusammen gebrochen. Schon wieder Benzoentzug...Was meint ihr denn, wie ich es, wenn es soweit ist, absetzen soll? Habe zur Zeit 2mg Tabletten, die ich vierteln kann. Oder soll ich auf ein anderes Benzo umsteigen, was ich dann besser absetzen kann? Ist es eigentlich eine hohe Dosis 2mg über den Tag verteilt? Fragen über Fragen..😊 würde mich wie immer, über eure Antworten sehr freuen.
Liebe Grüße
Silke
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg seit aufdosiert, seit 01.09.2020 auf 0 mg
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??
Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 3664
Registriert: 16.01.2018 18:23
Wohnort: Bayern
Hat sich bedankt: 380 Mal
Danksagung erhalten: 1696 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Towanda »

Hallo Silke,

denkst Du bitte daran, Deine Signatur zu aktualisieren - danke! :)

Viele Grüße, Towanda
► Text zeigen

27.07.20 - 0,25 mg Mirtazapin wurde kinesiologisch ausgetestet, deshalb nun ein größerer Schritt, der Test ergab, daß ich absetzen kann, habe ich mich nicht getraut
01.09.20 - 0,15 mg Mirtazapin
09.10.20 - 0,13 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
SilkeIsmail
Beiträge: 40
Registriert: 28.02.2020 07:52
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail »

Hallo ihr Lieben,
Ich hoffe es geht euch allen gut. Was mich betrifft, mir ging es gestern ab Mittag, bis Nachts sehr schlecht. Leider kann ich nicht zu ordnen, ob es von dem Absetzen des Pimpameron kommt. Vorher hatte ich auch zwischendurch mal Tage, an denen es mir richtig mies ging. Richtig gut geht es mir sowieso seit über 4 Jahren nicht mehr. Aber so Tage wie gestern, sind schon echt richtig krass. Jetzt grade, geht es. Aber habe echt Angst, wieder so ein Tag überstehen zu müssen....,wenn es wirklich so sein sollte und es mir nicht wieder besser gehen wird, ist die Frage, ob es nicht wirklich von Absetzen kommt...
Liebe Grüße
Silke
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg seit aufdosiert, seit 01.09.2020 auf 0 mg
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 4830
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 3205 Mal
Danksagung erhalten: 2243 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Straycat »

Liebe Silke,

ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass das Absetzen vom Pipamperon zu rasch ist.
Jamie :) hat dir dazu auch schon geschrieben.

Was genau meinst du damit, dass es dir schlecht ging? Welche Symptome hattest du?

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
SilkeIsmail
Beiträge: 40
Registriert: 28.02.2020 07:52
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail »

Hallo cat,
danke für deine Antwort. Ich fühle mich schlecht, schwer zu beschreiben. Seufze jede Minute, da durch dieses Gefühl. Es ist mir wie gesagt nicht unbekannt. Habe es auch vor dem Absetzen immer mal solche schlimmen Tage. Deshalb möchte ich es nicht zu schnell aufs Absetzen zurückzuführen. Ich werde es mal abwarten, wie es wird.
Liebe Grüße
Silke
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg seit aufdosiert, seit 01.09.2020 auf 0 mg
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??
SilkeIsmail
Beiträge: 40
Registriert: 28.02.2020 07:52
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail »

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe es geht euch allen gut. Mir geht es leider schlechter als vorher. Mittlerweile denke ich auch, dass es vom Absetzen des Pimpamperon ist. Habe jetzt über eine Woche durchgehalten und möchte es jetzt nicht wieder auf dosieren. Mit Absetzen der Abenddosis werde ich mur auf jeden Fall Zeit lassen. Hätte bei dem Pimpamperon nicht gedacht, dass es doch so einen Entzug gibt... was meint ihr, wie lange kann der Entzug andauern? Bitte um Antworten. Vielleicht aufbauende Worte... könnte ich wirklich sehr gut gebrauchen .
Liebe Grüße
Silke
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg seit aufdosiert, seit 01.09.2020 auf 0 mg
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 22558
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 12130 Mal
Danksagung erhalten: 7539 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von padma »

hallo Silke, :)

es ist bekannt, dass niederpotente NL aufgrund von Entzugssymptome schwierig abzusetzen sein
können.
Man kann nicht vorhersagen, wie lange die Entzugssymptome anhalten werden.

Ich würde wirklich wieder etwas höher gehen. Ich verstehe, dass du das ungern tun würdest, doch es ist die sicherere Variante. Du gewinnst nichts dadurch, dass du schneller reduzierst, als dass dein ZNS es schafft, sich anzupassen.

Neurophysiologische Prozesse lassen sich nicht beschleunuigen, der Körper braucht seine Zeit. :schnecke:

Du könntest mittags wieder auf 5 mg gehen und dann mal schauen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

SilkeIsmail
Beiträge: 40
Registriert: 28.02.2020 07:52
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail »

Hallo Padma,
Ich würde es versuchen wieder höher zu gehen, habe aber nur 26 mg Tabletten, die ich teilen kann. Wie soll ich dann auf 5 mg dosieren?
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg seit aufdosiert, seit 01.09.2020 auf 0 mg
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19880
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 7324 Mal
Danksagung erhalten: 9762 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von Jamie »

Hallo SilkeIsmail, :)
Ich würde es versuchen wieder höher zu gehen, habe aber nur 26 mg Tabletten, die ich teilen kann. Wie soll ich dann auf 5 mg dosieren?
Du musst dich mit der Wasserlösemethode vertraut machen.
Du bist jetzt schon ein paar Tage hier im Forum angemeldet und solltest dir die Basisinfos durchlesen - in deinem eigenen Interesse, damit du gut über alles informiert bist.

Methode: viewtopic.php?f=19&t=10923
Video dazu: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 19&t=14698

Ich kann beim Berechnen helfen.
Bist du sicher, dass du eine 26mg Tablette hast oder meintest du 25mg?
Es gibt Pipamperon auch flüssig als Lösung, damit ließe sich noch leichter arbeiten - ich habe dich schon einmal darauf hingewiesen, aber mit der Tablette geht es auch.

Wenn du dir die Methode angeschaut hast, geht die Rechnung so.

25 = 100
5 = x

x = 20ml

Das heißt du löst deine 25mg Tablette in 100ml Wasser gemäß der Methode auf und ziehst dann mit einer Spritze 20ml aus dem Strudel (siehe Methode) ab.
Die 20ml trinkst du, die restlichen 80ml verwirfst du.
In den 20ml Lösung sind dann 5mg Pipamperon enthalten.

Falls deine Tablette doch 26mg statt 25mg enthält, gib bescheid, dann rechnen wir neu.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
SilkeIsmail
Beiträge: 40
Registriert: 28.02.2020 07:52
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail »

Hallo Jamie,hallo alle Zusammen
danke für deine Antwort Jamie. Habe bis jetzt noch nicht wieder höher dosiert, obwohl es mir den ganzen Tag über schlecht geht. Denke jeden Tag aufs neue, dass es mit den Tagen besser werden wird. Aber mittlerweile bin ich echt am Ende. Jetzt kommen meine Fragen. Wie wäre es denn, wenn ich die Abends das Pimpamperon weglasse und es stattdessen mittags nehme? Morgens geht es mir einigermaßen ok. Ab Mittag bis Abends schlecht. Wenn das nicht geht, zu welcher Tageszeit soll ich die 5 mg denn aufdosieren? Und würde die 5mg denn wirklich was ausmachen, also dass ich mich wieder besser fühle? Und wie lange, würde es dauern, bis es mir besser gehen würde? Wieder Fragen über Fragen. Bitte helft mir.Bedanke mich schon im vorraus.
Liebe Grüße
Silke
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg seit aufdosiert, seit 01.09.2020 auf 0 mg
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??
SilkeIsmail
Beiträge: 40
Registriert: 28.02.2020 07:52
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail »

Nachtrag: die Pimpamperon Tabletten sind 25 mg. Nehme zur Zeit eine halbe. Könnte es mir auch in flüssig besorgen
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg seit aufdosiert, seit 01.09.2020 auf 0 mg
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??
SilkeIsmail
Beiträge: 40
Registriert: 28.02.2020 07:52
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von SilkeIsmail »

Nochmal Nachtrag: hatte nicht genau 13 mg genommen und abgesetzt. Sondern die hälfte von der 25 mg Tablette
Aktuelle Medikamente( seit über ein Jahr)die ich zur Zeit in folgender Menge und zu folgenden Zeiten nehme

Pimpamperon
Morgens 20mg seit 19.04.2020 0 mg
Mittags 20mg seit 04.05.2020 0mg 20.05.2020 auf 4mg seit aufdosiert, seit 01.09.2020 auf 0 mg
Abends 20mg

Amineurin
Morgens 25 mg
Zur Nacht 75 mg

Rivotril
Morgens 0,5 mg
Mittags 0,5 mg
Abends 0,5 mg
Zur Nacht 0,5 mg
Habe zu Beginn meines Benzoentzuges zig mal in Kliniken gelegen und es wurden zig Medikamente ausprobiert, wobei keins geholfen hat. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass die mir nichts bringen, möchte sie absetzen, aber habe gleichzeitig Angst, dass es mir durch das Weglassen noch schlechter gehen wird...
Ich habe den Bentzoentzug vor ca. 4 Jahren begonnen, seitdem die Hölle auf Erden erlebt.. Ist mit der Zeit besser geworden, aber es geht mir immer noch schlecht. Hatte über 10 Jahre Bromazepam in hoher Dosis genommen. Bis zu 36 mg plus Alkohol, um die Wirkung zu verstärken. Wurde in der Klinik innerhalb von drei Wochen auf null gesetzt. Dann begann die besagte Hölle...
Grunderkrankung hatte ich damals als ich anfing keine. Hatte nur Liebeskummer und mein Hausarzt verschrieb mir die und so wurde ich abhängig...
Bei weiteren Fragen, bitte fragen.
Bitte helft mir, wie kann ich endlich ganz loskommen von den sch.. Medikamenten??
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 22558
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 12130 Mal
Danksagung erhalten: 7539 Mal

Re: SilkeIsmail: Medikamente absetzen. Meine Geschichte (Pipamperon/Amitriptylin/Clonazepam)

Beitrag von padma »

hallo Silke, :)
Jetzt kommen meine Fragen. Wie wäre es denn, wenn ich die Abends das Pimpamperon weglasse und es stattdessen mittags nehme? Morgens geht es mir einigermaßen ok. Ab Mittag bis Abends schlecht.
Das könntest du versuchen. Allerdings kann es sein, dass sich dann dein Schlaf verschlechtert.
Wenn das nicht geht, zu welcher Tageszeit soll ich die 5 mg denn aufdosieren?
Ich würde Pipamperon dann weder auf mindestens 2 Einnahmen verteilen. Die Verteilung würde ich von deinem Befinden abhängig machen.
Und würde die 5mg denn wirklich was ausmachen, also dass ich mich wieder besser fühle? Und wie lange, würde es dauern, bis es mir besser gehen würde?
Versprechen kann man nichts. Entzugssymptome bessern sich i.d.R. jedoch,wenn man wieder höher geht. Eine Besserung kann sehr schnell eintreten, aber auch dauern.
hatte nicht genau 13 mg genommen und abgesetzt. Sondern die hälfte von der 25 mg Tablette
Da hattest du sicher Dosisschwankungen, was ungünstig ist. Wasserlösemezhode oder Tropfen wäre besser.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Antworten