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gda
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gda: Tavorentzug (Lorazepam)

Beitrag von gda » Sonntag, 05.04.20, 10:16

Hallo, ich bin neu hier, und wollte einen Thread eröffnen. Wie geht dies?
Zuletzt geändert von padma am Dienstag, 07.04.20, 18:08, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel angeändert
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Murmeline
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Re: Hallo, wie kann ich einen Forenbeitrag erstellen?

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 05.04.20, 12:26

Hallo!

Mit Deinem Beitrag hast du es schon geschafft. Jetzt klickst du als nächstes unten auf antworten und stellst dich und deine Geschichte in einem weiteren Beitrag vor.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Hallo, wie kann ich einen Forenbeitrag erstellen?

Beitrag von gda » Sonntag, 05.04.20, 14:28

Ich habe ein paar spezielle bzw. allgemeine Fragen. Zur Zeit kommt es durch einen umzugsbedingten Arztwechsel zu Problemen. D.h. der bzw. die neuen Ärzte weigern sich, die von meinem alten Arzt verordnete Dosis an Tavor zu verschreiben. Die ersten Ärzte wollten dass ich kalt entziehe in der Klinik innerhalb von 2 Wochen, und der letzte Arzt verschrieb mir nun ca. genau die Hälfte (2,5 mg) am Tage der bisherigen Dosis, . Also, entgegen aller Leitlinien, Erfahrungen und allgemeinem Konsens. Meine Dosis lag bei ca. 4-5 mg am Tag, seit zwei Jahren begonnen mit 1 mg am Tag. Mein Ziel ist es, die Dosis in jedem Falle nicht weiter zu erhöhen. Zur Zeit bin ich seit ca. 3 Tagen in einem "Zwangsentzug", der bisher auch keine grösseren Probleme bereitet. Frage ist, was noch kommt, wenn ich das wochenlang mache. Wäre gut, wenn ihr etwas dazu sagen könntet.....danke!
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Straycat
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam) -aktuell unfreiwilliger Kaltentzug

Beitrag von Straycat » Sonntag, 05.04.20, 21:32

Hallo gda,

willkommen im ADFD.
Padma :) hat den Titel deines Threads verändert, sodass er deinen Benutzernamen und den Wirkstoff zu dem du Fragen hast, beinhaltet.
Jeder Benutzer, der hier schreibt, hat seinen eigenen Thread. Darin kann er oder sie dann alle Fragen stellen zum eigenen Absetzen und natürlich auch allgemeine Fragen.
Zu vielen allgemeinen Themen gibt es auch schon viele Threads - am besten mal ein wenig umsehen :)

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

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Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

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Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
Zuletzt geändert von Straycat am Sonntag, 05.04.20, 21:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam) -aktuell unfreiwilliger Kaltentzug

Beitrag von padma » Sonntag, 05.04.20, 22:40

hallo gda, :)

auch von mir willkommen.

Ich muss dir leider sagen, dass du Hochdosis-Benzo abhängig bist. Dass du die Dosis so hoch gesteigert hast, zeigt, dass du dich in der Toleranz befindest.

Ein ambulanter Entzug ist möglich, du wirst aber Durchhaltevermögen und Disziplin brauchen. Zudem brauchst du unbedingt einen Arzt, der dir für die Dauer des Entzugs Rezepte ausstellt. Da es schwierig ist direkt mit Tavor abzusetzen, wäre eine Umstellung auf ein Benzo mit langer Halbwertszeit, wie Diazepam zu überlegen.
Zur Zeit bin ich seit ca. 3 Tagen in einem "Zwangsentzug", der bisher auch keine grösseren Probleme bereitet. Frage ist, was noch kommt, wenn ich das wochenlang mache.
Verstehe ich dich richtig, dass du jetzt von einer Dosis von 3-4 mg Tavor abrupt auf 0 gegangen bist?
Das ist von der Dosis aus akut gefährlich, es besteht die Gefahr von potentiell lebensbedrohlichen Krampfanfällen.
Längerfristig kann ein solcher Kaltentzug zu schweren Entzugssymptomen führen, die schlimmstenfalls Jahre anhalten können.

Es wäre jetzt wirklich wichtig, dass du schnell an ein Benzo-Rezept kommst!

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam) -aktuell unfreiwilliger Kaltentzug

Beitrag von gda » Sonntag, 05.04.20, 23:23

Hallo, padma,

zuerst: Nein ich hatte Glück und habe einen Arzt gefunden, der wie gesagt, mir ziemlich genau die Hälfte verschrieben hat. Also zurzeit habe ich sozusagen 2,5 mg pro Tag durch dieses Rezept, wenn ich den nächsten Termin berechne. Ich bin als von ca. 5 mg auf 2,5 mg runter. Die Frage war also, ob das überhaupt gut gehen kann, oder ob in 2 oder 3 Wochen der Rebound kommt. Zur Zeit ist es ok. Keine weiteren Probleme. Wie es wird, weiss ich aber nicht.

Dann, ich weiss, dass man meine Dosierung als hochdosisabhängig bezeichnet. Das ist das Problem. Die Ärzte wollen dann kein Rezept mehr verschreiben. Obwohl, und das betone ich, ich von EINEM Arzt eine Verordnungsbescheinigung habe, die besagt, dass ich von ihm 4-5 mg täglich verschrieben bekommen habe. Das beweist ja nun, dass ich nicht von Arzt zu Arzt gerannt bin, und denen eine Geschichte erzählt habe. Interessiert die meisten Ärzte aber nicht. Mehr will ich hier dazu nicht schreiben, das wäre ein anderes Thema. Letztendlich ist es eine Form der Zwangspsychiatrie: Man sagt mir, entweder sie gehen in die Klinik oder die können gucken wo sie bleiben, Rezept gibts nicht. Wie gesagt, das ist unverantwortlich und gefährdend, gerade in Corana Zeiten in denen man jegliche Ansammlung meiden soll?!!
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Jamie
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam) -aktuell unfreiwilliger Kaltentzug

Beitrag von Jamie » Montag, 06.04.20, 9:58

Hallo gda, :)
Dann, ich weiss, dass man meine Dosierung als hochdosisabhängig bezeichnet. Das ist das Problem. Die Ärzte wollen dann kein Rezept mehr verschreiben. Obwohl, und das betone ich, ich von EINEM Arzt eine Verordnungsbescheinigung habe, die besagt, dass ich von ihm 4-5 mg täglich verschrieben bekommen habe. Das beweist ja nun, dass ich nicht von Arzt zu Arzt gerannt bin, und denen eine Geschichte erzählt habe. Interessiert die meisten Ärzte aber nicht. Mehr will ich hier dazu nicht schreiben, das wäre ein anderes Thema. Letztendlich ist es eine Form der Zwangspsychiatrie: Man sagt mir, entweder sie gehen in die Klinik oder die können gucken wo sie bleiben, Rezept gibts nicht. Wie gesagt, das ist unverantwortlich und gefährdend, gerade in Corana Zeiten in denen man jegliche Ansammlung meiden soll?!!
Ja da bist du wirklich in was Blödes reingeschlittert.
Wie du selbst festgestellt hast, nutzt der ärztliche Schrieb wenig; man hat bei diesen Dosierungen den Stempel "abhängig", "süchtig", "Junkie" weg und die Ärzte sprechen halt nicht laut aus, was sie von dem Kollegen halten.
Fakt ist, auch eine ärztliche Anordnung von 4-5mg am Tag ist nicht mehr als therapeutisch zu betrachten, das kann man in der stationären Akutpsychiatrie mal 2 oder 3 Tage unter Beobachtung machen, aber nicht daheim und damit den Patienten dann alleine lassen.

Es folgt das, was du selber schon bemerkt hast - aufgrund mangelnder Optionen sozusagen ein zwangsweiser Entzug in einer psychiatrischen Klinik. :evil:
Also zurzeit habe ich sozusagen 2,5 mg pro Tag durch dieses Rezept, wenn ich den nächsten Termin berechne. Ich bin als von ca. 5 mg auf 2,5 mg runter. Die Frage war also, ob das überhaupt gut gehen kann, oder ob in 2 oder 3 Wochen der Rebound kommt. Zur Zeit ist es ok. Keine weiteren Probleme. Wie es wird, weiss ich aber nicht.
Du kannst vielleicht Glück haben und es geht halbwegs glimpflich aus, von 5mg auf 2,5mg zu gehen, aber meine Erfahrung ist ehrlich gesagt eine andere. Ich fürchte, da kommt sicher bald was nach, aber ich will nicht unken.
Vielleicht gehörst du zu denen, die schon so lange in der Toleranz sind, dass die Rezeptoren sich gar nicht so stark drum scheren, weil eigentlich weder 5mg noch 3mg richtig wirken.
Dennoch solltest du dich mental auf jeden Fall drauf einstellen, dass dich der Entzug erwischt.
Gut ist, dass du überhaupt noch 2,5mg nimmst, damit ist die Gefahr von Krampfanfällen wohl gebannt.
Mittelfristig muss jedoch eine Strategie her, wie du dich entwöhnen kannst.
Wäre dieser Arzt denn bereit ambulant einen Entzug zu begleiten?

Viele Grüße
Jamie
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam) -aktuell unfreiwilliger Kaltentzug

Beitrag von gda » Montag, 06.04.20, 12:34

Hallo Jamie,

"Es kann sein, dass mich der Entzug erwischt"... frage ich mich, was genau passiert dann wahrscheinlich kurzfristig als auch mittel- und langfristig...

Wie auch immer Ärzte dies sehen, ist es dennoch unverantwortlich und eines Arztes nicht würdig, die Fakten zu ignorieren.

Von ambulanter Begleitung hat bisher noch niemand gesprochen.

gruss, gda
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam) -aktuell unfreiwilliger Kaltentzug

Beitrag von gda » Montag, 06.04.20, 18:59

Nun, um die Situation mal kurz zusammenzufassen: Ihr würdet also aufjedenfall raten, mich nicht auf 2,5 mg einzulassen, sondern auf 4mg bleiben, in der Hoffnung einen anderen Arzt zu finden? Aufgrund von Hoffnung leben ist nicht wirklich gut, aber eine Wahl habe ich nicht, denn wenn in 4 Wochen die Keule kommt, habe ich genau das, was ich auf keinen Fall will und zulassen werde.
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam) -aktuell unfreiwilliger Kaltentzug

Beitrag von gda » Montag, 06.04.20, 19:02

Fakt ist, auch eine ärztliche Anordnung von 4-5mg am Tag ist nicht mehr als therapeutisch zu betrachten, das kann man in der stationären Akutpsychiatrie mal 2 oder 3 Tage unter Beobachtung machen, aber nicht daheim und damit den Patienten dann alleine lassen.
Hallo nochmal,

Frage zu dem Zitat: Warum, was ist daran besonders gefährlich 4-5mg zu nehmen?

noch eine Frage: Im Prinzip ist ein zu schnelles Absetzen Selbstverletzend, führt also evtl. zu lang andauernden Schädigungen der Psyche? Gibt es dazu ausser eurer Erfahrung auch Studien?

Danke
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam) -aktuell unfreiwilliger Kaltentzug

Beitrag von padma » Dienstag, 07.04.20, 18:08

hallo gda, :)

Ich bin froh, dass es sich um keinen Kaltentzug handelt, ich ändere deinen Titel entsprechend ab.
Frage zu dem Zitat: Warum, was ist daran besonders gefährlich 4-5mg zu nehmen?
Es ist nicht in dem Sinn gefährlich, dass du davon tot umfallen wirst.
Eine Hochdosisabhängigkeit ist jedoch ein sehr schwerwiegendes Problem, über einen längeren Zeitraum sind Folgeschäden nicht auszuschliessen.

Die therapeutische Dosis beträgt bei Tavor 0,5 bis 2,5 mg. Alle Benzos sollten nicht länger als 4 Wochen eingenommen werden.

Deine Dosis ist im Bereich des Medikamentenmissbrauchs.

Lies dir bitte die dir oben verlinkten Infos durch, damit du verstehst, was für ein grosses Problem du hast.

liebe Grüsse,
padma
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam)

Beitrag von gda » Mittwoch, 08.04.20, 0:35

Hab schon viel gelesen, allerdings nicht soo viel gefunden. Zum Thema Hochdosis, gibt es denn Studien, belegbare zu den Langzeitfolgen? Gibt es überhaupt irgendwelche Studien über die Konsequenzen von Hochdosisabhängigkeit? Wäre es besser, auf Niedrigdosis zu sein? Das Problem ist, dass ich keine stabile Basis habe, von aus ich etwas planen kann, solange ich keinen Arzt habe, der mir eine ausreichende Menge verschreibt....ich befürchte ausserdem, dass mein Leben so oder so vorbei ist...entweder ich nehme es weiter und geh dabei drauf, oder ich setze es ab und hab die nächsten jahre oder jahrzehnte Folgeerscheinungen.
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam)

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 08.04.20, 5:51

Hallo, gda.

Ich habe tatsächlich Folgeerscheinungen, aber das ist 1000-mal besser als "Draufgehen".

Ich war niedrigdosisabhängig, aber über einige Jahre.

Studien hin und her: am Ende haben wir Individualverläufe.

Ich bereue nie, abgesetzt zu haben.

Alles Gute und VG von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

FineFinchen
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam)

Beitrag von FineFinchen » Mittwoch, 08.04.20, 10:14

Hallo, :-)

ich habe abgesetzt und habe keine Folgeerscheinungen. :-)

Darf ich fragen, was Dich daran hindert, Dein Leben ohne Betäubungsmittel (denn das sind Benzos) zu leben? Gibt es bei Dir eine medizinische Indikation für die dauernde Einnahme, z.B. das Risiko von Krampfanfällen?

Liebe Grüße
Finchen
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam)

Beitrag von gda » Mittwoch, 08.04.20, 14:49

hallo FineFinchen,
Darf ich fragen, was Dich daran hindert, Dein Leben ohne Betäubungsmittel (denn das sind Benzos) zu leben? Gibt es bei Dir eine medizinische Indikation für die dauernde Einnahme, z.B. das Risiko von Krampfanfällen?
Was genau meinst du mit medizinischer Indikation? Körperlich auf keinen Fall. Natürlich gibt es in meinem Leben, und ich denke mehr oder weniger auch in jedem Leben, Dinge die schwer erträglich sind. Dies sehe ich als Bestandteil einer künstlichen und nicht-menschenfreundlichen Kultur. Dies ist auch der Grund weshalb es überhaupt eine moderne Medizin gibt, die überwiegend nichts anderes tut, als Kulturkrankheiten bzw. künstliche Krankheiten mit derselben "Kunst" zu heilen. Das heisst in einer künstlichen Realität ist es beinahe unmöglich natürlich, d.h. ohne künstliche Mittel zu leben. Wenn du Krebs bekommst ist dies eine künstliche Krankheit, die es so gut wie nicht gegeben hat, und die auch nur durch künstliche Mittel zu heilen ist. Ein anderer Grund ist, dass mein Leben durch Psychopharmaka teilweise oder grösstenteils schon zerstört wurde. Ich denke, das Tavor sozusagen eine Art Medikament gegen die Nebenwirkungen der Psychopharmaka ist (z.b. erhöhte Aggression, Unruhe, Angst etc.) Das Tavor sicherlich auch zerstörerisch ist, ist klar. Es wirkt für mich aber wie ein Schmerzmedikament. Und, soll man chronisch Schmerzkranke ohne Schmerzmittel leben lassen? Nein, sollte man nicht....erstens, weil die Kultur und Gesellschaft mitverantwortlich ist, zweitens weil dem Schmerzkranken das Leben ohne Medikamente nicht mehr viel bringen wird, und er sich unter hoher Wahrscheinlichkeit das Leben nimmt. Diese Schmerzmittel sind bei einem Schmerzpatienten also unvermeidbar, es sei den, man will diesen foltern. Gut, dann soll man auch dazu stehen, dass manche Menschen besser gefoltert werden, als ihnen ein Medikament zu geben. Das ist lächerlich. Damit würde sich jeder Arzt lächerlich machen, und nicht nur die Ärzte, sondern alle die damit zu tun haben. Ich kriege ja hier schon mit, das manche regelrecht gefoltert werden von ihren Absetzsymptomen. Ich möchte dies nicht verantworten, und würde es auch nicht. Ich denke, dass kein Mensch Folter verdient hat, und das dies ein Verbrechen am Leben ist, für das man irgendwann teuer bezahlen wird, aufjedenfall als Gesellschaft vlt. auch als Individuum. Schliesslich gibt es kulturbedingte Gründe für eine z.b. Angsterkrankung, also ist die Gesellschaft auch verpflichtet dort zu helfen.

Was mich davon abhält ist ganz klar, die Frage, ob es mir danach wirklich besser geht, oder ob alles nur noch schlimmer wird. Vorallem was den schnellen Entzug angeht, vor dem hier durchgehend gewarnt wird, und den ich auch unbedingt vermeiden will, da ich diesen für kontraproduktiv halte. Ein langsamer Entzug ist durchaus vorstellbar für mich. Allerdings, auch das ist ein Grund der dagegen spricht, habe ich noch andere Dinge im Leben die mir wichtig sind, und ich möchte nicht mein ganzes Leben damit beschäftigen wieviele Medikamente ich nehme oder nicht, wieviel ich jetzt schon runterdosiert habe, usw. Wenn so etwas das ganze Leben vereinahmt, halte ich das für schlecht. Die Frage ist ja auch, sind die Fogeerscheinungen eine Folge der Einname oder des Entzugs? D.h. ein Entzug kann auch zerstörerisch sein, vlt. zerstörerischer als eine selbstkontrollierte Dauereinnahme.

gruss gda
Zuletzt geändert von gda am Mittwoch, 08.04.20, 15:16, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam)

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 08.04.20, 14:56

Hallo gda,

Darf ich Dich bitten, unsere Nettiquette zu beachten - siehe Begrüßungstext - danke! :)
Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.
Viele Grüße,Towanda
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam)

Beitrag von gda » Mittwoch, 08.04.20, 15:22

Hallo,
Ich habe tatsächlich Folgeerscheinungen, aber das ist 1000-mal besser als "Draufgehen
Draufgehen war falsch formuliert, ich denke nicht, dass man durch tavor wirklich draufgeht.

gruss, gda
Zuletzt geändert von Towanda am Mittwoch, 08.04.20, 16:30, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam)

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 08.04.20, 15:36

Hallo, gda.

Genau an dieser "selbstkontrollierten Dauereinnahme" habe ich eben meine Zweifel.

Mir ist nämlich genau das nicht gelungen. Und dann wäre ich tatsächlich fast draufgegangen an "meinem" Benzo.

VG von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
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Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam)

Beitrag von gda » Mittwoch, 08.04.20, 15:44

Clarissa hat geschrieben:
Mittwoch, 08.04.20, 15:36
Hallo, gda.

Genau an dieser "selbstkontrollierten Dauereinnahme" habe ich eben meine Zweifel.

Mir ist nämlich genau das nicht gelungen. Und dann wäre ich tatsächlich fast draufgegangen an "meinem" Benzo.

VG von Clarissa
Hallo Clarissa,

Warum inwiefern bist du fast draufgegangen?

gruss,
gda
600 g Seroquel
mehrere Jahre Tavor als Bedarf, seit 2 jahren Steigerung auf zu letzt 5mg täglich, jetzt bei ca. 3 mg

Clarissa
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Re: gda: Tavorentzug (Lorazepam)

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 08.04.20, 17:47

Hallo, gda.

Habe ich das nicht bereits geschrieben? Vielleicht woanders. Ich möchte niemanden langweilen.

Weil ich so in die Toleranz geraten bin und steigern mußte, daß ich vor Nebenwirkungen nicht mehr lebenstauglich war. Ich lebe allein und konnte meinen Alltag nicht mehr bewältigen.
Weil ich im Entzug mit dauernd anderen PP, darunter Neuroleptika, "substituiert" wurde, die mich, mit meinem ohnehin gereizten ZNS, fast umbrachten.

Das wünsche ich niemandem und möchte das keinesfalls nochmal erleben. Mich schaudert es immer noch, wenn ich daran zurückdenke.

VG Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

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