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Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Anna54: Quetiapin reduzieren

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
anna54
Beiträge: 6
Registriert: Sonntag, 05.04.20, 16:09

Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von anna54 » Sonntag, 12.04.20, 13:24

Hallo zusammen
danke,dass ich hier sein darf!
Hab ewig gesucht,weil ich den Namen des Forums nicht wiederfand.
Jetzt suche ich bittchen,ich kannte sie aus einem anderem Forum und konnte nicht fassen,was dort geschehen ist.
Ich reduziere Quetiapin und bin leider gescheitert.
Zwei Menschen,die mir sehr nahe standen, sind gestorben,völlig unerwartet und ich komme nicht klar damit.
Ich wünsche frohe Ostern und hoffe hier schreiben zu können.
anna54
Hallo zusammen
ich versuche es,bin jetzt 65 Jahre,seit ca.15Jahren trockene Alkoholokerin,seit über 20Jahren depressiv.
Zunächst alle Antidepressiva mit allen erdenklichen Kombinationen probiert,Phasenstabilatoren,Neuroleptika,Tafil als Notfallmedikament.
Kein Antidepressiva hat geholfen,ich hatte nur extreme Nebenwirkungen,Gewichtszunahme,Unruhe und irgendwann kamen suizidale Krisen.
Quetiapin wurde in der Klinikzeit auf 900mg aufdosiert,ich bekam so starke Wassereinlagerungen,dass ich nicht mehr laufen konnte.
Ich habe zuletzt Fluoxetin 4omg selbstständig abgesetzt,dann Quetiapin auf 200mg runterdosiert.
Nach dem ich weitere Lebenskrisen bewältigen mußte,Krebserkrankung des Ehemannes,Pflege des alten Vaters nach Schlaganfall und erhebliche Konflikte in meiner Familie habe ich Pregabalin versucht und das hat mir geholfen.
Quetiapin macht mich platt,er soll gegen die Gedankenfluten helfen,sagen Ärzte,verschiedene,ich habe einfach ein schnelles Gehirn,Quetiapin kann das nicht ändern.
Hypomane Phasen kenne ich aber nur bei Fluoxtin
Ich informiere mich ständig,arbeite im Trialog einer psychiatrischen Klinik,bin in Angehörigengruppen tätig,da ich eine psychotische Schwester habe,die ich seit 30Jahren begleite.
Daher bin ich sehr kritisch,was Neuroleptika anrichten können.
Alle Gruppen sind zur Zeit wegen Corona nicht erreichbar.
Entsetzt bin ich,wenn ein Arzt,der mich damals mit Quetiapin hochdosiert hat,mir heute sagt: fraglich,ob sie das überhaupt noch nehmen sollten?
Absetzprobleme habe ich "übersehen",weil ich sonst in Panik verfallen wäre.
Ich kann gut Tafil auf und abdosieren,kenne da keine Abhängigkeit.
Geblieben ist ein Zustand,der mich von eben bis jetzt in suizidale Krisen stürzt,das ist gefährlich,da suche ich vergeblich Hilfe.
Klinikzeiten hatte ich ewig,bis zu 7Monate in einem Jahr,dann oft Tagesklinik.
Seit über 10Jahren war ich in keiner Klinik mehr,suche ambulante Hilfe,habe eine Therapeutin von Zeit zu Zeit.
Meine Ärztin für Psychiatrie ist "ärgerlich"auf mich,weil ich zu "informiert" bin.
Eine ambulante psychatrische Pflege wird mir von Zeit zu Zeit zugestanden,da war eine echte Hilfe mit Hausbesuch.
Die Depression ist immer da,sie zeigt ihre Krallen,wenn weitere Belastungen mich aus der Bahn werfen,eigentlich bin ich immer am äußerstem Limmit.
Ich lebe mit zwei Generationen auf einem Bauernhof,mein Mann hilft mir nicht,meine Tochter ist meine wichtigste Stütze,mein Sohn lehnt mich ab,oder eher meine Krankheit.
Natur und die Pferde sind meine Quelle,mein junger Hund ist wunderbar,aber anstrengend.
Ich weiß nicht,wie wenig Tabletten ich wirklich brauche,mein Vertrauen in Medikamente ist erschüttert.
anna54

Murmeline
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Re: Suche bittchen

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 12.04.20, 13:33

Hallo Anna,

ich kenne dich aus dem anderen Forum vom Mitlesen. Willkommen hier! Du kannst gerne am Austausch teilnehmen, da die Reduktion oder das absetzen von Psychopharmaka dein Thema ist.

Gescheiterte Versuche kennen hier einige. Nicht den Mut verlieren!

Viele Grüße von Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Towanda
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Wohnort: Bayern

Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von Towanda » Sonntag, 12.04.20, 14:31

Hallo Anna,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße, Towanda
► Text zeigen

13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Bittchen
Beiträge: 1292
Registriert: Freitag, 24.11.17, 9:35

Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von Bittchen » Montag, 13.04.20, 19:19

Meine liebe Anna54,

ich freue mich sehr von dir hier zu lesen.
Es tut mir sehr leid,dass es dir nicht gut geht.
Da ich nur noch sporadisch im anderen Forum lese,weiß ich leider nicht, was dich erneut so belastet.
Verluste zu verkraften ist schwer,du wirst Zeit brauchen um das wieder zu bewältigen.
Lasse dich Mal tröstend in den Arm nehmen,du schaffst das auch wieder.
Deine Kochkünste und dein geliebter junger Hund werden dir helfen wieder die Kellertreppe hoch zu kommen.

Du hattest ja schon das Neuroleptikum stark reduziert,das war schon sehr schnell,wie ich das damals noch mit bekommen habe.
Ich wünsche dir so sehr,dass du hier die Hilfe findest ,die du brauchst,um aus dem Teufelskreis der Psychopharmaka raus zu kommen.
Du warst es,die mich wach gerüttelt hat,indem du das Buch"Unglück auf Rezept" in dem anderen Forum zur Diskussion gestellt hast.
Das hat für mich den Anstoß gegeben, mich endlich besser zu informieren.
Das werde ich dir nie vergessen !!!
Ich denke oft an dich,denn gerade habe ich das Buch wieder mal gelesen.
Scheitern ist keine Schande,nur das Aufgeben.
Du weißt doch, mein Mantra ist "Jeder Tag ist ein neuer Anfang".

Alles erdenklich Gute für dich und vergesse nicht deine Bank aufzusuchen, um deine verdienten Ruhezeiten zu finden .
Ganz liebe Grüße
Deine Brigitte
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

anna54
Beiträge: 6
Registriert: Sonntag, 05.04.20, 16:09

Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von anna54 » Donnerstag, 16.04.20, 13:11

Hallo zusammen
liebes bittchen
ich finde mich noch nicht zurecht hier,aber da kann ja noch werden.
Zunächst freue ich mich,dass du liebes bittchen mir geschrieben hast.
Ich habe ein weiteres wichtiges Buch gefunden: Zur Sache Psychiatrie,werde noch darüber berichten.
Dr. X hat mich dafür sehr kritisiert.
Mein Ritual,im Forum zu schreiben ging mir verloren,als du bittchen nicht mehr da warst,das hat mich sehr traurig gemacht,weil ich von dir so viel lernen durfte,unsere Lebensgeschichten sehr ähnlich waren.
Ich hatte Quetiapin reduziert,auch noch mit Unterstützung der Institusambulanz der Klinik,dann kamen zwei schlimme Einschläge,zwei Menschen starben,die mir sehr nahe standen.
Ich hab wieder aufdosieren müssen,eine Krise bahnte sich deutlich an,Schlaflosigkeit und ewiges Gedankenkreisen.
Corona macht mir zu schaffen,mein Mann ist als Krebspatient sehr unsicher und er wirft seinen ganzen Frust auf mich,wie immer.
Meine Mutter darf ich nicht mehr besuchen,das Pflegeheim ist geschlossen.
Hier am Ort sind über 1oMenschen in einer Woche im Pflegeheim gestorben.
Ich muss meine Angst in Schach halten,Rituale finden,die mir Sicherheit geben.
Alternativen um besser in den Schlaf zu kommen,die Nacht ist mein Freind.
Tagsüber rettet mich die Sonne und Pepe,der aber ordentlich "aufräumt",er ist jetzt 1Jahr,also stark und ich bin 65!
Herzliche Grüße
anna54
Zuletzt geändert von Jamie am Donnerstag, 23.04.20, 10:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Arztname editiert
Hallo zusammen
ich versuche es,bin jetzt 65 Jahre,seit ca.15Jahren trockene Alkoholokerin,seit über 20Jahren depressiv.
Zunächst alle Antidepressiva mit allen erdenklichen Kombinationen probiert,Phasenstabilatoren,Neuroleptika,Tafil als Notfallmedikament.
Kein Antidepressiva hat geholfen,ich hatte nur extreme Nebenwirkungen,Gewichtszunahme,Unruhe und irgendwann kamen suizidale Krisen.
Quetiapin wurde in der Klinikzeit auf 900mg aufdosiert,ich bekam so starke Wassereinlagerungen,dass ich nicht mehr laufen konnte.
Ich habe zuletzt Fluoxetin 4omg selbstständig abgesetzt,dann Quetiapin auf 200mg runterdosiert.
Nach dem ich weitere Lebenskrisen bewältigen mußte,Krebserkrankung des Ehemannes,Pflege des alten Vaters nach Schlaganfall und erhebliche Konflikte in meiner Familie habe ich Pregabalin versucht und das hat mir geholfen.
Quetiapin macht mich platt,er soll gegen die Gedankenfluten helfen,sagen Ärzte,verschiedene,ich habe einfach ein schnelles Gehirn,Quetiapin kann das nicht ändern.
Hypomane Phasen kenne ich aber nur bei Fluoxtin
Ich informiere mich ständig,arbeite im Trialog einer psychiatrischen Klinik,bin in Angehörigengruppen tätig,da ich eine psychotische Schwester habe,die ich seit 30Jahren begleite.
Daher bin ich sehr kritisch,was Neuroleptika anrichten können.
Alle Gruppen sind zur Zeit wegen Corona nicht erreichbar.
Entsetzt bin ich,wenn ein Arzt,der mich damals mit Quetiapin hochdosiert hat,mir heute sagt: fraglich,ob sie das überhaupt noch nehmen sollten?
Absetzprobleme habe ich "übersehen",weil ich sonst in Panik verfallen wäre.
Ich kann gut Tafil auf und abdosieren,kenne da keine Abhängigkeit.
Geblieben ist ein Zustand,der mich von eben bis jetzt in suizidale Krisen stürzt,das ist gefährlich,da suche ich vergeblich Hilfe.
Klinikzeiten hatte ich ewig,bis zu 7Monate in einem Jahr,dann oft Tagesklinik.
Seit über 10Jahren war ich in keiner Klinik mehr,suche ambulante Hilfe,habe eine Therapeutin von Zeit zu Zeit.
Meine Ärztin für Psychiatrie ist "ärgerlich"auf mich,weil ich zu "informiert" bin.
Eine ambulante psychatrische Pflege wird mir von Zeit zu Zeit zugestanden,da war eine echte Hilfe mit Hausbesuch.
Die Depression ist immer da,sie zeigt ihre Krallen,wenn weitere Belastungen mich aus der Bahn werfen,eigentlich bin ich immer am äußerstem Limmit.
Ich lebe mit zwei Generationen auf einem Bauernhof,mein Mann hilft mir nicht,meine Tochter ist meine wichtigste Stütze,mein Sohn lehnt mich ab,oder eher meine Krankheit.
Natur und die Pferde sind meine Quelle,mein junger Hund ist wunderbar,aber anstrengend.
Ich weiß nicht,wie wenig Tabletten ich wirklich brauche,mein Vertrauen in Medikamente ist erschüttert.
anna54

padma
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Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von padma » Mittwoch, 22.04.20, 19:21

hallo Anna, :)

auch von mir willkommen.

Du hast eine wirklich schwere Geschichte und eine derzeit sehr belastende Situation. Und in der jetzigen Coronazeit bekommt man ja auch nur sehr eingeschränkt Unterstützung. :(
Gut, dass du auch Kraftquellen hast, wie die Natur und deine Tiere.
Ich weiß nicht,wie wenig Tabletten ich wirklich brauche,mein Vertrauen in Medikamente ist erschüttert.
Das kannst du nur durch langsames Reduzieren herausfinden. Psychopharmaka können nicht das leisten, was oft versprochen wird. Und sie können heftige Probleme verursachen. Gewissermassen ist es sozusagen gut, dass dein Vertrauen in sie erschüttert ist. Du siehst es jetzt mehr so, wie es wirklich ist.

Ich weiss nicht, ob aktuell ein günstiger Zeitpunkt für dich ist,die Quetiapinreduzierung wieder anzugehen?
Ich vermute zudem, dass du bei deinem letzten Versuch zu schnell vorgegangen bist. Dein nächster Versuch sollte sehr behutsam erfolgen.

Könntest du in deiner Signatur noch deinen Medikamentenverlauf vermerken? Was du im letzten Jahr eingenommen/abgesetzt hast detailierter, in welcher Dosierung, Reduktionen etc. Ganz wichtig ist auch die aktuelle Medikation.
Die länger zurückliegende Medikation kannst du mit ungefähren Zeitangaben zusammenfassen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


stubi
Beiträge: 723
Registriert: Donnerstag, 12.02.15, 19:16

Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von stubi » Donnerstag, 23.04.20, 8:48

Hallo liebe Anna,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Ich wünsche dir einen guten Austausch hier!

Glaube wir sind der gleiche Jahrgang und ich lese du hast es nicht leicht in deinem Leben und Tiere sind dir ein Halt, genauso ist es bei mir, doch leider kann ich in unser Wohnung (ich bin verheiratet) keine halten. Ja ich hatte vor vier Jahren einen kleinen Hund (Mops) doch er wurde nur 7 und ein halbes Jahr und ist dann schwer krank geworden, er konnte nichts mehr fressen und trinken und hatte epileptische Anfälle, nachdem ein 1/4 Jahr zuvor die Tierärztin bei ihm eine Zahnbehandlung vorgenommen hatte und ihn nach der OP zum Aufwachen auf dem schutzigen Fussboden der Praxisräume gelegt hatte

Er war mein Herzblatt und wenn ich das schreibe, habe ich eine solche Traurigkeit in meinem Herzen und ich fühle mich unendlich schuldig.

Ich bin mir sicher das der hier geholfen werden kann, denn es ist ein sehr nettes Forum hier.

Liebe Grüße
Renate
► Text zeigen

Bittchen
Beiträge: 1292
Registriert: Freitag, 24.11.17, 9:35

Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von Bittchen » Sonntag, 26.04.20, 10:15

Liebe Anna,

die Corona-Pandemie bringt ja sehr viele Einschränkungen,nicht nur die Gesundheit ist gefährdet,auch viele Existenzen stehen auf dem Spiel.
Zusätzlich zu einer psychischen Erkranken,noch mal eine sehr Angst machende Situation.
Dein Mann,als Krebspatienten ,gehört ja schon allein dadurch zur Risikogruppe,vom Alter ganz abgesehen.

Wie schwierig und ja auch negativ sich das Besuchsverbot in Pflegeheimen und bei Betreuungseinrichtungen auswirkt, erzählt mir unsere jüngste Tochter und auch mein Schwiegersohn.
Beide sind beruflich damit konfrontiert.
Immer wieder traurige Situationen,wie du es ja auch erlebst, bei deiner Mutter und deiner Schwester.

Unser Alltag hier hat sich nicht sehr verändert,außer Maske tragen beim Einkauf und Abstand halten.
Unsere Enkel fehlen uns,aber wir können uns doch, im Garten unserer Tochter, hin und wieder auf Distanz sehen und sprechen.
Das Treffen mit Bekannten fällt weg,das vermisse ich langsam auch.
Allerdings ist jetzt sehr viel öfter unter Nachbarn ein längeres Gespräch der Fall,man achtet aufeinander.
Unsere Baustelle ist noch immer nicht fertig gestellt,aber langsam scheint es zumindest an der Fassade unseres Hauses dem Ende zuzugehen.
Aber Dreck und Staub sind weiterhin unsere tägliche Begleiter.
Es würde mich freuen wieder öfter von dir zu lesen und deine Erfolge mit zu bekommen,wenn es dir langsam gelingt deine PP zu reduzieren.
Seit drei Jahren bin ich jetzt ohne PP, ich hatte Glück,da ich die letzten Jahre immer "nur" ein Ad genommen habe.
Allerdings zuletzt viel zu hoch dosiert für mein Alter und leider habe auch ich dann viel zu schnell ausgeschlichen.
Erst danach habe ich das ADFD Forum gefunden und bin hier sehr verständnisvoll aufgenommen worden.
Dafür bin ich sehr dankbar und fühle mich auch sehr wohl hier.

Sehr oft wurden auch mir Neuroleptika,Lithium als Stabilisierung oder auch Tavor von Psychiatern oder in der Klinik dringend empfohlen.
Das ich dies immer wieder ablehnen konnte, war das Wissen ,was ich schon durch die AA Gruppe hatte.
Denn Alkohol hat mich ja auch betäubt und meinen Verstand vernebelt,genau wie die PP.
Dieses Gefühl will ich GsD nie wieder.
Es hatte leider vorher nicht so gut funktioniert,da bin ich schon vor meiner Trockenheit mit Imap-Spritzen langsam rein gerutscht.
Die wurden damals als Allheilmittel vom Hausarzt gespritzt,jeden Monat.
So ist mir das auch passiert, wie es mir mal wieder psychisch sehr schlecht ging,schon vor dreißig Jahren.
Schon lange habe ich gelernt ,genau wie du ,ohne die Droge Alkohol gut zu leben.
Es ist ein Lebensprogramm für mich,diese Sucht nicht zu vergessen.
PP helfen nicht eine Sucht zum Stillstand zu bringen, erst recht nicht dabei, psychische Probleme zu lösen.
Bei mir waren es immer wiederkehrende Überlastungen ,unbewältigte Trauer,seelische Verletzungen,die mich bis an den Abgrund schafften.

" Es ist nie zu früh und selten zu spät",diesem Albtraum zu entkommen und ein von allen schädlichen Substanzen befreites Leben führen zu können.
Hier im Forum wirst du mit sehr viel Fachwissen dabei unterstützt.
Gehe es ganz langsam an !
Du hast schon so viel geschafft und überwunden,dabei immer deine warmherzige Art behalten,das bewunder ich sehr.


Ganz liebe Grüße und viele gute Momente heute,
und eine virtuelle Umarmung geht ja auch in der jetzigen Zeit.
Deine Brigitte

PS .Trotz des Chaos hier ,ist es mir wichtig ,mir ein kleine blühende Oasen vor der Haustür zu schaffen,da bist du immer noch ein gutes Vorbild für mich.
Da bist du ja immer ganz vorne dabei,dir durch Blumen und den Aufenthalt in der Natur,der Liebe zu Tieren, immer wieder Licht in deinen täglichen Ablauf zu bringen.
Das bewunder ich sehr an dir.
Da bist du schon lange ein Vorbild für mich.
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Bittchen
Beiträge: 1292
Registriert: Freitag, 24.11.17, 9:35

Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von Bittchen » Dienstag, 05.05.20, 8:46

Liebe Anna,

gestern habe ich im Diskussion -Forum Depression deine Beiträge u.A. im Kaminzimmer gelesen.
Wie schon so oft, haben mich deine Zeilen sehr berührt.
Sehr verletzend war es für mich, wie ich da von Dr.Niedermeier nach 6 Jahren aus dem Forum gelöscht wurde, weil ich die Einnahme von PP wieder Mal kritisiert habe.
Denn ich hatte ja meine Meinung über PP GsD sehr geändert.
Zack, kam ich nicht mehr rein,ohne andere Betroffenen verletzt zu haben oder mir sonst einer Schuld bewusst zu sein.
Meine persönliche Situation,mir ging es nicht gut,was ich ja vorher auch kommuniziert hatte,war ihm total egal.
Da sollte ich mundtot gemacht werden und von ihm mir wurde mir sogar eine psychiatrische neue Ferndiagnose unterstellt,weil ich nicht aufhören wollte zu warnen,sich allzu leichtfertig auf PP einzulassen.
Kritische Beiträge von mir wurden kommentarlos gelöscht, seine unverschämten Bemerkungen sind auch nicht mehr zu lesen.
Das bestärkt mich nur darin,bei Ärzten noch sehr viel vorsichtiger zu sein.
Es ist ja da bei den zwei Moderatoren kein Ehrenamt mehr,warum und wieso lasse ich Mal so hingestellt.
Dr.Niedermeier hat das selbst auf einem Forumtreffen so gesagt,"Er sehe es nicht ein ,umsonst so viel Zeit zu investieren."
Auch das kann jeder bewerten wie er will,er ist ja kein Betroffenen.

Kritik an der Pharmaindustrie oder an Ärzten ist da in dem Forum nicht erwünscht.
Wenn du heute da im Medikamententhread liest ,ist das nur noch ein Austausch pro PP ,erhöhen oder lieber wechseln usw. das ist so gewollt.
Darum bin ich da sowieso fehl am Platz.
Dabei hatte ich manchmal die Hoffnung,dass sich auch da in Richtung PP was verändern würde.
Das hat nichts mit den betroffenen Menschen zu tun,die da schreiben und sich austauschen.
Die Empathie untereinander ,ist da sehr hoch,wenn es um den Umgang mit der depressiven Störung geht.
Einige Foris kenne ich auch persönlich , durch Forum-Treffen in Bad Bevensen, auch vom Kongress In Leipzig.

Aber es ist schwer die eigenen Erkenntnisse einzubringen,wenn Betroffene über ihre Probleme berichten und ich aus eigener Erfahrung weiß, was diese Symptome verstärkt oder sogar auslöst,aber einen Maulkorb verpasst bekommen habe.
Den Depression-Kongress sehe ich sehr gespalten,auch wenn Prominente sich da in bester Absicht engagieren,weil er nach meiner Meinung auch von der Pharmaindustrie gesponsert wird,was ja unschwer da zu erkennen ist.
Mittlerweile komme ich hier sehr gut zurecht,auch hier sind mir die Menschen sehr ans Herz gewachsen.
Meine Defizite bei der digitalen Welt habe ich noch immer,lach,aber für meinen Bedarf langt es ja.
Dass du jetzt den Pflegegrad 1 zugesprochen bekommen hast,dies erst nach 2 Jahren, das freut mich wirklich sehr.
Deine Hartnäckigkeit hat sich dann doch noch gelohnt.
Dein Engagement für Schwächere,was du immer wieder mit deinem großen Herzen erreichst und unterstützt,beeindruckt mich schon sehr lange.
Wie du ganz richtig selbst schreibst,für dich selbst kannst du oft sehr schlecht kämpfen.
Das kommt mir auch bei mir sehr bekannt vor,aber ich habe gelernt auch für mich gut zu sorgen,das ist ganz wichtig .
Du kannst es ja auch schon besser ,wie die Bewilligung zeigt.

Ganz liebe Grüße und eine virtuelle Umarmung.
Deine Brigitte
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Bittchen
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Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von Bittchen » Montag, 15.06.20, 13:46

Meine liebe Anna 54,

ich habe im Kaminzimmer und auch im Medikamententhread des Diskussionsforum für Depressionen, von deinem starken Willen gelesen ,die PP los zu werden.
Vielleicht liest du ja doch hier mit.
Du hast da ja auch Fürsprecher, aber auch immer wieder starken Gegenwind.
Das kostet Kraft,leichter ist es nach meiner Meinung ,sich mit Menschen auszutauschen,die auch zum Ziel haben,endlich die PP los zu werden.
Es wurde im Zusammenhang mit mir von Mobbing in dem Forum gegen mich geschrieben.
Das habe ich nicht zugelassen,denn ich konnte gut dagegen halten.
Mein Rausschmiss da ,war ein Armutszeugnis von dem Moderator,mehr nicht.
Es ging mir zu der Zeit aus vielerlei Gründen nicht gut,wie du weißt.
Darum sagt das Handeln im Zusammenhang mit mir, noch sehr viel mehr über Dr.Niedermeier aus.
Allerdings habe ich meinen "Rausschmiss"nach 8 Jahren Austausch, gut verkraftet,denn ich wurde hier im ADFD Forum sehr gut aufgefangen.
Hier sind ehrenamtliche Moderatoren,die helfen wollen, ohne das es für sie einen finanziellen Gewinn bringt.

Wer schon Mal auf so einem Kongress der "Deutschen Depressionsliga" war,der sieht wie skrupellos da die PPs vermarktet werden.
Auch die Witwe von Robert Enke lässt sich vor diesen Karren spannen,obwohl ja bekannt ist,dass ihr Mann immer wieder PP genommen hat.
Die PP haben das Drama nicht verhindert,ob es durch die PP ausgelöst wurde,lasse ich Mal so hingestellt.

Auch der Absturz der Germanwings reihe ich in diesen tragischen "Kollateralschaden" ein,
denn der Co-Pilot Lubitz hatte immer wieder PPs eingenommen und abgesetzt.
Frau Enke, ihr verstorbener Mann und auch Lubitz sind in meinen Augen Opfer der Pharmaindustrie.
Das bei dem Absturz so viele unschuldige Menschen sterben mussten, ist eine Tragödie.
Da hat Prof.....ganze Arbeit geleistet in den Medien, um die Folgen von PP erst gar nicht zum Thema werden zu lassen.

Bei mir hat dieser Kongress eher das Gegenteil bewirkt,ich merkte auch da schon,dass der Weg mit PP falsch ist.
Der kommerzielle Gewinn bei der Veranstaltung, der da im Vordergrund steht,hat mich abgestoßen und doch laufen die Betroffenen wie die Lemminge da hin ,weil sie glauben dadurch Hilfe zu finden.

Hier im Forum ADFD bist du nach meiner Meinung besser aufgehoben,denn hier werden deine Probleme durch das Absetzen sehr gut verstanden.
Aber ich weiß auch wie schwer es ist,nach so langer Zeit alte Weggefährten los zu lassen.
Auch verstehe ich,dass dir in zwei Foren zu schreiben zu viel ist,mir wurde die Entscheidung darüber ja abgenommen.
Da war ich aber GsD schon hier.
Es freut mich sehr,dass so einige aus dem Forum da, zumindest hier lesen,das geht ja aus den Antworten hervor.

In dem besagtem Forum habe ich trotzdem von den Betroffenen ,viel über die Depressive Störung lernen dürfen, dadurch konnte ich an meinem Handeln und Denken was ändern.
Du gehörst mit Sicherheit zu meinen "Lehrmeistern" dazu.
Dafür bin ich sehr dankbar.
Alles erdenklich Gute für dich und deine Familie .
Nicht zu vergessen alles Liebe für die Pferde auf dem Hof und auch für Pepe,der dich ja auch noch auf Trab hält.

Herzliche Grüße und eine lasse dich ganz lieb drücken.
Deine Bittchen
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

anna54
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Registriert: Sonntag, 05.04.20, 16:09

Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von anna54 » Dienstag, 16.06.20, 13:52

Liebes Bittchen
wie bin ich froh,mit dir wieder schreiben zu können!!!
Ich war länger nicht im Forum und habe leider leider viele Beiträge nicht mehr lesen können,als Dr. Niedermeier dich so angegangen hat.
Er mag mich auch nicht,hält sich aber noch zurück.
Ich war erst wieder im Forum,als ich plötzlich sah,wie viele Themen geschlossen waren und wie er mit einem eiseren Besen dort "aufräumen" wollte.
Heute bin ich völlig platt,ich habe viel Stress um meine kranke Schwester U.,das Wohnheim,der Behandlungsvertrag mit der Klinik,unsere Mutter,die im Pflegeheim nicht besucht werden kann,Corornafolgen hier auf dem Hof und Sorgen um den Arbeitsplatz meiner Tochter.
Aber ich bleibe zuversichtlich,habe Quetiapin wieder reduziert,zwischenzeitlich war ich wieder auf 200mg,jetzt bin ich bei 50mg.
Pregabalin ist auch auf die Hälfte runter,dafür schlafe ich leider sehr sehr schlecht.
Bin sehr dünnhäutig und Pepe erfordert viel Durchhaltevermögen,dass mir einfach fehlt.
Mein Mann ist rücksichtslos,wie immer.
Alle Gruppe finden nicht mehr statt,viele Kontakte auch nicht mehr.
Kannst du schreiben,wie es dir geht?
Was macht eure Großbaustelle?
Herzliche Grüße
anna54
Zuletzt geändert von Jamie am Dienstag, 16.06.20, 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name der Schwester zum persönl. Schutz editiert / abgekürzt
Hallo zusammen
ich versuche es,bin jetzt 65 Jahre,seit ca.15Jahren trockene Alkoholokerin,seit über 20Jahren depressiv.
Zunächst alle Antidepressiva mit allen erdenklichen Kombinationen probiert,Phasenstabilatoren,Neuroleptika,Tafil als Notfallmedikament.
Kein Antidepressiva hat geholfen,ich hatte nur extreme Nebenwirkungen,Gewichtszunahme,Unruhe und irgendwann kamen suizidale Krisen.
Quetiapin wurde in der Klinikzeit auf 900mg aufdosiert,ich bekam so starke Wassereinlagerungen,dass ich nicht mehr laufen konnte.
Ich habe zuletzt Fluoxetin 4omg selbstständig abgesetzt,dann Quetiapin auf 200mg runterdosiert.
Nach dem ich weitere Lebenskrisen bewältigen mußte,Krebserkrankung des Ehemannes,Pflege des alten Vaters nach Schlaganfall und erhebliche Konflikte in meiner Familie habe ich Pregabalin versucht und das hat mir geholfen.
Quetiapin macht mich platt,er soll gegen die Gedankenfluten helfen,sagen Ärzte,verschiedene,ich habe einfach ein schnelles Gehirn,Quetiapin kann das nicht ändern.
Hypomane Phasen kenne ich aber nur bei Fluoxtin
Ich informiere mich ständig,arbeite im Trialog einer psychiatrischen Klinik,bin in Angehörigengruppen tätig,da ich eine psychotische Schwester habe,die ich seit 30Jahren begleite.
Daher bin ich sehr kritisch,was Neuroleptika anrichten können.
Alle Gruppen sind zur Zeit wegen Corona nicht erreichbar.
Entsetzt bin ich,wenn ein Arzt,der mich damals mit Quetiapin hochdosiert hat,mir heute sagt: fraglich,ob sie das überhaupt noch nehmen sollten?
Absetzprobleme habe ich "übersehen",weil ich sonst in Panik verfallen wäre.
Ich kann gut Tafil auf und abdosieren,kenne da keine Abhängigkeit.
Geblieben ist ein Zustand,der mich von eben bis jetzt in suizidale Krisen stürzt,das ist gefährlich,da suche ich vergeblich Hilfe.
Klinikzeiten hatte ich ewig,bis zu 7Monate in einem Jahr,dann oft Tagesklinik.
Seit über 10Jahren war ich in keiner Klinik mehr,suche ambulante Hilfe,habe eine Therapeutin von Zeit zu Zeit.
Meine Ärztin für Psychiatrie ist "ärgerlich"auf mich,weil ich zu "informiert" bin.
Eine ambulante psychatrische Pflege wird mir von Zeit zu Zeit zugestanden,da war eine echte Hilfe mit Hausbesuch.
Die Depression ist immer da,sie zeigt ihre Krallen,wenn weitere Belastungen mich aus der Bahn werfen,eigentlich bin ich immer am äußerstem Limmit.
Ich lebe mit zwei Generationen auf einem Bauernhof,mein Mann hilft mir nicht,meine Tochter ist meine wichtigste Stütze,mein Sohn lehnt mich ab,oder eher meine Krankheit.
Natur und die Pferde sind meine Quelle,mein junger Hund ist wunderbar,aber anstrengend.
Ich weiß nicht,wie wenig Tabletten ich wirklich brauche,mein Vertrauen in Medikamente ist erschüttert.
anna54

Bittchen
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Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von Bittchen » Mittwoch, 17.06.20, 11:31

Liebe Anna,

auch ich finde es sehr schön hier wieder von dir zu lesen.
Es ist leider auch bei mir so,dass es auch wieder neue Sorgen gibt.
Das Virus betrifft ja uns alle,aber auch ohne Corona geht das Leben ja weiter.
Zwar bin ich und meine Familie nicht direkt durch die Erkrankung betroffen,aber unsere Jüngste arbeitet ja in einem Pflegeheim und mein Schwiegersohn in einer Klinik.
Alles Gute für deine Mutter und deine Schwester.
Meine Enkel gehen jetzt erst nur einen Tag in der Woche in die Schule.
Bei dem Ältesten wurde überraschend durch einen Wachstumsschub eine Skoliose vor 6 Monaten festgestellt.
Mittlerweile eine Krümmung von 42%, die Krankheit hat sich trotz der Gegenmaßnahmen wie Physio und Fitnesstraining schnell verschlechtert.
Beschwerden hat er GsD noch nicht.
Am Montag bekommt er ein Korsett.
Eine beantragte Reha sollen auch weitere Hilfe bringen und das Fortschreiten stoppen.
Viele Tränen und Sorgen um ihn, haben seinen Weg bis hierher begleitet.
Wir werden sehen,wie er mit dem Korsett zurecht kommt.
Nicht einfach für einen Jugendlichen.

Leider werden die jungen Leute die Zeche zahlen müssen für die Hilfen in der Pandemie.
Das ist leider so und nicht zu ändern.
Die Solidarität mit alten und kranken Menschen ,aber auch die finanziellen Hilfen, für die,deren Arbeitsplatz weg oder in Gefahr ist,das hat mich positiv überrascht.
Wir Rentner sind da ja finanziell gut dabei weg gekommen.
Das es Mal nicht so gut läuft, kann leider immer wieder passieren.
Wenn wir eine Familie haben, begleitet uns das ja ein Leben lang,siehe meinen Enkel.
Auch negative Erlebnisse gehören leider dazu.
Du hast ja du durch die Herkunftsfamilien bei dir und deinem Mann auch viel erlebt.

Meine mittlere Tochter hat ihren Arbeitsplatz in Berlin nach 17 Jahren gekündigt,allerdings noch vor dem Corona Ausbruch.
Sie ist aber noch bis Oktober In "Lohn und Brot" wie man so sagt.
Sie konnte das rechte Gedankengut ,was in letzter Zeit da in "ihrer" Zeitung verbreitet wird ,nicht mehr ertragen oder mit tragen.
Vielen Kollegen/innen geht es da auch so.
Wie es bei ihr weiter geht,das macht mir keine so großen Sorgen,sie will ganz was Anderes machen.
Das ist ihre Entscheidung und bis jetzt war es gut ,was sie so gemacht hat.
Sie ist eine Kämpferin für Natur, Mensch und Tier,da kann ja nicht so viel falsch laufen.
Da haben mein Mann und ich,eine gute Saat bei unseren drei Töchtern gelegt und die ist aufgegangen.

Es ist sehr schade,dass dein Mann sich rücksichtslos verhält,aber andere Menschen zu ändern, geht ja nicht.
Nur du selbst kannst angemessen reagieren , dich schützen und was an deinem Verhalten ändern.
Für dich selbst gut zu sorgen ist wichtig,,da bist du noch lange keine Egoistin,das wird dir sowieso nie passieren !!!

Was die PP betrifft,ich hatte großes Glück ,"nur" 20 mg Es-Citalopram ausschleichen zu müssen.
Ich habe Neuroleptika und Lithium ja später immer verweigert.
Aber Imap hatte ich 2 Jahre als Spritze,ganz am Anfang wie ich trocken wurde, da es mir danach sehr schlecht ging.
Mein falscher Freund und Tröster war ja weg,auch das was macht was mit unserer Psyche,das Leben "nüchtern" ertragen zu müssen.
Imap hatte ja damals den Ruf als Glücksbringer und auch Hausärzte haben das gerne verabreicht.
Da habe ich sehr sorglos vertraut und mich wieder betäubt.

Die vielen Jahre mit PP haben Spuren hinterlassen und ich bin nicht geheilt.
Auch jetzt habe ich noch depressive Krisen,aber kein Vergleich mehr an Länge und Stärke, wie mit Psychopharmaka.
Im Moment geht es mir gut,auch weil sich auch viel zum Guten in meinem Leben gewendet hat.
Wenn du Fragen hast, wie du am besten vorgehen kannst beim Ausschleichen,dann lese bitte die Informationen.
Dir wird auch immer wieder, von den sehr empathischen Moderatoren/innen mit sehr viel eigener Erfahrungen weiter geholfen.
So habe ich es selbst auch geschafft, endlich frei von PP zu werden.
Vor allen Dingen aber,weil ich den Ärzten nicht mehr geglaubt habe,die immer wieder versuchten mir das Zeug erneut aufzuschwatzen.

Von der Großbaustelle hier ist nur noch innen was zu merken,da fehlen noch einige Schönheitsreparaturen.
Aber es ist viel schon wieder so wie es Mal war.
Heute Mittag geht es endlich weiter und der Keller wird ausgeräumt und der verschimmelte Putz abgeklopft.
An den erneuten Dreck und an den Gestank von dem Antischimmelmittel, darf ich noch nicht denken.
Das Haus sieht aber wieder sehr schön von Außen aus.

Das Elternhaus meines Mannes ist endlich verkauft und jetzt auch leer,
kommenden Freitag ist der letzte Sperrmüll.
Am 31.6. wird es an die Käufer übergeben und dann können wir dieses traurige Kapitel endlich schließen.
Es bleibt kein finanzieller Nutzen,aber egal,es ist vorbei.
Das Geld ist zwar noch nicht geflossen,das macht mich etwas unruhig.
Aber der Makler sieht das locker und ich bin leider immer noch ein Angsthase.

Die Polyneuropathie macht mir Nachts sehr zu schaffen, aber mit den Spätschaden der PP werde ich irgendwie leben müssen.
Mein Schlaf ist dadurch auch oft gestört,das macht mir auch etwas Angst vor einer erneuten depressiven Welle.
Im September will ich an einem Informationstag in einer TCM Klinik teilnehmen.
Wir hoffen,dass dann alle Arbeiten hier Im Haus abgeschlossen sind.
So viel geputzt,geräumt und ausgemistet ,wie in den letzten Monaten,ja Jahren mittlerweile, habe ich noch nie in meinem Leben.
Auch eine Art von Meditation,lach.
Wenn aus absoluten Chaos wieder Schönes entsteht,dann macht das ein gutes Gefühl.
Auch da kannst du ja gut mitreden,nach der damaligen Zerstörung eures Pferdehofs durch den Sturm.

Dir weiterhin viel Kraft und Erfolg beim langsamen Ausschleichen der Psychopharmaka,es lohnt sich soooo sehr !!!

Ganz liebe Grüße und eine ganz herzliche Umarmung.
Deine Bittchen
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

anna54
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Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von anna54 » Mittwoch, 17.06.20, 16:20

Liebes Bittchen
danke für deine Antwort,ich kann heute leider nicht antworten,aber bald!
Ganz liebe Grüße
anna54
Hallo zusammen
ich versuche es,bin jetzt 65 Jahre,seit ca.15Jahren trockene Alkoholokerin,seit über 20Jahren depressiv.
Zunächst alle Antidepressiva mit allen erdenklichen Kombinationen probiert,Phasenstabilatoren,Neuroleptika,Tafil als Notfallmedikament.
Kein Antidepressiva hat geholfen,ich hatte nur extreme Nebenwirkungen,Gewichtszunahme,Unruhe und irgendwann kamen suizidale Krisen.
Quetiapin wurde in der Klinikzeit auf 900mg aufdosiert,ich bekam so starke Wassereinlagerungen,dass ich nicht mehr laufen konnte.
Ich habe zuletzt Fluoxetin 4omg selbstständig abgesetzt,dann Quetiapin auf 200mg runterdosiert.
Nach dem ich weitere Lebenskrisen bewältigen mußte,Krebserkrankung des Ehemannes,Pflege des alten Vaters nach Schlaganfall und erhebliche Konflikte in meiner Familie habe ich Pregabalin versucht und das hat mir geholfen.
Quetiapin macht mich platt,er soll gegen die Gedankenfluten helfen,sagen Ärzte,verschiedene,ich habe einfach ein schnelles Gehirn,Quetiapin kann das nicht ändern.
Hypomane Phasen kenne ich aber nur bei Fluoxtin
Ich informiere mich ständig,arbeite im Trialog einer psychiatrischen Klinik,bin in Angehörigengruppen tätig,da ich eine psychotische Schwester habe,die ich seit 30Jahren begleite.
Daher bin ich sehr kritisch,was Neuroleptika anrichten können.
Alle Gruppen sind zur Zeit wegen Corona nicht erreichbar.
Entsetzt bin ich,wenn ein Arzt,der mich damals mit Quetiapin hochdosiert hat,mir heute sagt: fraglich,ob sie das überhaupt noch nehmen sollten?
Absetzprobleme habe ich "übersehen",weil ich sonst in Panik verfallen wäre.
Ich kann gut Tafil auf und abdosieren,kenne da keine Abhängigkeit.
Geblieben ist ein Zustand,der mich von eben bis jetzt in suizidale Krisen stürzt,das ist gefährlich,da suche ich vergeblich Hilfe.
Klinikzeiten hatte ich ewig,bis zu 7Monate in einem Jahr,dann oft Tagesklinik.
Seit über 10Jahren war ich in keiner Klinik mehr,suche ambulante Hilfe,habe eine Therapeutin von Zeit zu Zeit.
Meine Ärztin für Psychiatrie ist "ärgerlich"auf mich,weil ich zu "informiert" bin.
Eine ambulante psychatrische Pflege wird mir von Zeit zu Zeit zugestanden,da war eine echte Hilfe mit Hausbesuch.
Die Depression ist immer da,sie zeigt ihre Krallen,wenn weitere Belastungen mich aus der Bahn werfen,eigentlich bin ich immer am äußerstem Limmit.
Ich lebe mit zwei Generationen auf einem Bauernhof,mein Mann hilft mir nicht,meine Tochter ist meine wichtigste Stütze,mein Sohn lehnt mich ab,oder eher meine Krankheit.
Natur und die Pferde sind meine Quelle,mein junger Hund ist wunderbar,aber anstrengend.
Ich weiß nicht,wie wenig Tabletten ich wirklich brauche,mein Vertrauen in Medikamente ist erschüttert.
anna54

Bittchen
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Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von Bittchen » Freitag, 19.06.20, 9:36

Liebe Anna,

lasse dir Zeit,setzt dich nicht unter Druck.
Es freut mich sehr ,dass wir uns hier wieder gefunden haben.
Dabei weiß ich auch sehr gut, wie du dich unter den Entzugssymptomen fühlen kannst.

Ein erträgliches Wochenende , setze dich auf deine Bank mit Pepe und lasse deine Seele baumeln.

Ganz liebe Grüße.
Deine Brigitte
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

anna54
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Registriert: Sonntag, 05.04.20, 16:09

Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von anna54 » Mittwoch, 01.07.20, 13:33

Hallo zusammen,liebes Bittchen
mein Leben gleitet mir aus den Händen----.
Ich stecke in so vielen Krisen,dass ich kaum Worte finde.
So gern würde ich,liebes Bitttchen dir ausführlich auf deinen Beitrag eingehen,mir fehlt völllig die Konzentration dazu.
Ich habe zwar Hilfe,aber nur alle paar Wochen,die Medikamentenreduzierung ist schwankend,isch schlafe nicht,bin um 4Uhr noch hellwach und das Kopfkino macht mich verrückt.
Meine Fachärztin bietet mir nur ein weiteres Neuroleptikum an.
Der Arzt in der LWLAmbulanz ist leider viel zu selten erreichbar,Rückrufe werden dich gemacht,die Damen an der Anmeldung nur genervt.
Ich hatte viele Jahre Quetiapin 900mg,dann runter auf 200mg,jetzt schwanke ich zwischen 50 und 100mg.
Bin dünnhäutig,aber es passiert so viel,drei Menschen,die mir sehr nahe standen sind verstorben,unser Nachbarsohn liegt im Sterben,Hirntumor.
Eine meiner Schwestern will plöztlich ihre Tochter wieder hier auf dem Reiterhof unterbringen,aber mit mir will sie keinen Kontakt.
Es gab einen unsäglichen Angriff von ihr bei einer Familienfeier,da hat sie mich als "psychische Kranke beschimpft,auf die sie keinen Bock mehr hat".
Jahrelang war ihr Tochter auf unserem Hof,dann Abbruch alles Kontakte.
Mein Bruder verweigert weiterhin mir den Zugang zum Elternhaus,meine Mutter lebt im Pflegeheim,ich kann ihre Sachen nicht bringen,wie z.B. jetzt ihren Ventilator,ich kaufe also einen neuen.
Da das Verfahren gegen ihn eingestellt wurde,kein öffentliches Interesse,kann ich nur noch über eine Schiedsstelle gehen.
Mein Bruder hatte mit tätlich angegriffen,als ich im Elternhaus war,jetzt sind alle Schlösser ausgetauscht und Ketten verhindern,dass ich auch nur in den Garten gehen könnte.
Ich bin so unsicher,bin ich zu dünnhäutig,ist das normal beim Reduzieren von Quetiapin,was mache ich mit den massiven Schlafstörungen.
Mein Gehirn braucht viel Schlaf,dann bin ich auch dem Tag gewachsen.
Ich bin zwischen allen Stühlen.
anna54
Hallo zusammen
ich versuche es,bin jetzt 65 Jahre,seit ca.15Jahren trockene Alkoholokerin,seit über 20Jahren depressiv.
Zunächst alle Antidepressiva mit allen erdenklichen Kombinationen probiert,Phasenstabilatoren,Neuroleptika,Tafil als Notfallmedikament.
Kein Antidepressiva hat geholfen,ich hatte nur extreme Nebenwirkungen,Gewichtszunahme,Unruhe und irgendwann kamen suizidale Krisen.
Quetiapin wurde in der Klinikzeit auf 900mg aufdosiert,ich bekam so starke Wassereinlagerungen,dass ich nicht mehr laufen konnte.
Ich habe zuletzt Fluoxetin 4omg selbstständig abgesetzt,dann Quetiapin auf 200mg runterdosiert.
Nach dem ich weitere Lebenskrisen bewältigen mußte,Krebserkrankung des Ehemannes,Pflege des alten Vaters nach Schlaganfall und erhebliche Konflikte in meiner Familie habe ich Pregabalin versucht und das hat mir geholfen.
Quetiapin macht mich platt,er soll gegen die Gedankenfluten helfen,sagen Ärzte,verschiedene,ich habe einfach ein schnelles Gehirn,Quetiapin kann das nicht ändern.
Hypomane Phasen kenne ich aber nur bei Fluoxtin
Ich informiere mich ständig,arbeite im Trialog einer psychiatrischen Klinik,bin in Angehörigengruppen tätig,da ich eine psychotische Schwester habe,die ich seit 30Jahren begleite.
Daher bin ich sehr kritisch,was Neuroleptika anrichten können.
Alle Gruppen sind zur Zeit wegen Corona nicht erreichbar.
Entsetzt bin ich,wenn ein Arzt,der mich damals mit Quetiapin hochdosiert hat,mir heute sagt: fraglich,ob sie das überhaupt noch nehmen sollten?
Absetzprobleme habe ich "übersehen",weil ich sonst in Panik verfallen wäre.
Ich kann gut Tafil auf und abdosieren,kenne da keine Abhängigkeit.
Geblieben ist ein Zustand,der mich von eben bis jetzt in suizidale Krisen stürzt,das ist gefährlich,da suche ich vergeblich Hilfe.
Klinikzeiten hatte ich ewig,bis zu 7Monate in einem Jahr,dann oft Tagesklinik.
Seit über 10Jahren war ich in keiner Klinik mehr,suche ambulante Hilfe,habe eine Therapeutin von Zeit zu Zeit.
Meine Ärztin für Psychiatrie ist "ärgerlich"auf mich,weil ich zu "informiert" bin.
Eine ambulante psychatrische Pflege wird mir von Zeit zu Zeit zugestanden,da war eine echte Hilfe mit Hausbesuch.
Die Depression ist immer da,sie zeigt ihre Krallen,wenn weitere Belastungen mich aus der Bahn werfen,eigentlich bin ich immer am äußerstem Limmit.
Ich lebe mit zwei Generationen auf einem Bauernhof,mein Mann hilft mir nicht,meine Tochter ist meine wichtigste Stütze,mein Sohn lehnt mich ab,oder eher meine Krankheit.
Natur und die Pferde sind meine Quelle,mein junger Hund ist wunderbar,aber anstrengend.
Ich weiß nicht,wie wenig Tabletten ich wirklich brauche,mein Vertrauen in Medikamente ist erschüttert.
anna54

anna54
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Registriert: Sonntag, 05.04.20, 16:09

Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von anna54 » Mittwoch, 01.07.20, 13:40

Liebes Bittchen
mein Sohn hatte eine ähnliche Skoliose,wir haben es mit verschiedenen Therapien in einer wirklich guten Krankengymnastikpraxis hinbekommen.
Ein Korsett wollte er nicht akzeptieren,mir hat seine Therapeutin erklärt,dass Kinder manchmal sprichwörtlich "in sich zusammenbrechen".
Die Beinverkürzung wurde ausgeglichen und Muskelaufbau für die Wirbelsäule hat die entscheidende Wendung gebracht.
Ich wünsche deiner Familie alles alles Gute und bleibt munter und so gesund,wie geht!
anna54
Hallo zusammen
ich versuche es,bin jetzt 65 Jahre,seit ca.15Jahren trockene Alkoholokerin,seit über 20Jahren depressiv.
Zunächst alle Antidepressiva mit allen erdenklichen Kombinationen probiert,Phasenstabilatoren,Neuroleptika,Tafil als Notfallmedikament.
Kein Antidepressiva hat geholfen,ich hatte nur extreme Nebenwirkungen,Gewichtszunahme,Unruhe und irgendwann kamen suizidale Krisen.
Quetiapin wurde in der Klinikzeit auf 900mg aufdosiert,ich bekam so starke Wassereinlagerungen,dass ich nicht mehr laufen konnte.
Ich habe zuletzt Fluoxetin 4omg selbstständig abgesetzt,dann Quetiapin auf 200mg runterdosiert.
Nach dem ich weitere Lebenskrisen bewältigen mußte,Krebserkrankung des Ehemannes,Pflege des alten Vaters nach Schlaganfall und erhebliche Konflikte in meiner Familie habe ich Pregabalin versucht und das hat mir geholfen.
Quetiapin macht mich platt,er soll gegen die Gedankenfluten helfen,sagen Ärzte,verschiedene,ich habe einfach ein schnelles Gehirn,Quetiapin kann das nicht ändern.
Hypomane Phasen kenne ich aber nur bei Fluoxtin
Ich informiere mich ständig,arbeite im Trialog einer psychiatrischen Klinik,bin in Angehörigengruppen tätig,da ich eine psychotische Schwester habe,die ich seit 30Jahren begleite.
Daher bin ich sehr kritisch,was Neuroleptika anrichten können.
Alle Gruppen sind zur Zeit wegen Corona nicht erreichbar.
Entsetzt bin ich,wenn ein Arzt,der mich damals mit Quetiapin hochdosiert hat,mir heute sagt: fraglich,ob sie das überhaupt noch nehmen sollten?
Absetzprobleme habe ich "übersehen",weil ich sonst in Panik verfallen wäre.
Ich kann gut Tafil auf und abdosieren,kenne da keine Abhängigkeit.
Geblieben ist ein Zustand,der mich von eben bis jetzt in suizidale Krisen stürzt,das ist gefährlich,da suche ich vergeblich Hilfe.
Klinikzeiten hatte ich ewig,bis zu 7Monate in einem Jahr,dann oft Tagesklinik.
Seit über 10Jahren war ich in keiner Klinik mehr,suche ambulante Hilfe,habe eine Therapeutin von Zeit zu Zeit.
Meine Ärztin für Psychiatrie ist "ärgerlich"auf mich,weil ich zu "informiert" bin.
Eine ambulante psychatrische Pflege wird mir von Zeit zu Zeit zugestanden,da war eine echte Hilfe mit Hausbesuch.
Die Depression ist immer da,sie zeigt ihre Krallen,wenn weitere Belastungen mich aus der Bahn werfen,eigentlich bin ich immer am äußerstem Limmit.
Ich lebe mit zwei Generationen auf einem Bauernhof,mein Mann hilft mir nicht,meine Tochter ist meine wichtigste Stütze,mein Sohn lehnt mich ab,oder eher meine Krankheit.
Natur und die Pferde sind meine Quelle,mein junger Hund ist wunderbar,aber anstrengend.
Ich weiß nicht,wie wenig Tabletten ich wirklich brauche,mein Vertrauen in Medikamente ist erschüttert.
anna54

Straycat
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Re: Anna54: Quetiapin reduzieren

Beitrag von Straycat » Mittwoch, 01.07.20, 16:47

Liebe Anna,

Das liest sich ungemein beschwerlich, was du durchmachen musstest und musst mit deiner Familie.
Das tut mir sehr sehr leid für dich!! :(

Ich habe nicht direkt einen Rat oder so, aber ich wollte dir meine aufrichtige Anteilnahme für die schwierige Situation, in der du dich befindest, hier lassen :hug:

Alles Liebe,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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