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Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

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padma
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von padma »

hallo Fore, :)
Kann ich die 4,6mg Dosis mit der Wasserlösemethode herstellen? Ist diese ausreichend genau?
Ja, diese Dosis lässt sich gut herstellen. Die Wasserlösemethode ist dafür ausreichend genau.

Mit der Feinwaage ist es auch möglich. Allerdungs ist im untersten Bereich ein genaues Abwiegen mit den Feinwaagen für den Privatgebrauch nicht möglich und dann müsstest du auf die Wasserlösemethode wechseln.

Die in der Apotheke hergestellten Kapseln sollten relativ genau sein.

Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden findest du hier: viewtopic.php?p=257753#p257753 (jeweils unter "Text zeigen".

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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fore
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von fore »

Hallo Padma, :)
herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich werde dann 61,33ml einer 100ml Wasserlösung einnehmen. Mal sehen was passiert. Kann ich denn die 15mg Mirta einfach an der Bruchrille zu 7,5mg teilen und dann auflösen? 7,5 = 100ml, 4,6 = 61,33ml, oder Dreisatz: 4,6 x 100 / 7,5, richtig?

Habe noch eine 10ml Spritze und eine 2ml Spritze, damit sollte es ausreichend genau gehen.

Nochmals danke.

LG fore
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Murmeline
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Murmeline »

Hallo Fore,

wenn du Bruchrille teilen in die Suchfunktion oben eingibst, gibt es viele Beiträge und du findest threads, in denen das thematisiert wurde. Stöber da gerne mal durch.
search.php?keywords=Bruchrille+teilen&t ... bmit=Suche

Manche ADFDler teilen an der Bruchrille, kontrollieren aber mit einer Feinwaage, ob die beiden Hälften genau gleich sind.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

fore
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Absetzen von Mirtazapin mittels Tapering-Strips

Beitrag von fore »

Hallo Forum, :)

ich interessiere mich für das Ausschleichen von Mirtazapin mittels "Tapering-Strips". Gibt es irgendjemand in der Gemeinde, der es schon durchgeführt hat und über seine Erfahrungen berichten kann?
Wie es funktioniert ist mir schon klar, da die einschlägigen Internetseiten, auch von Depreesion-heute, das Verfahren deutlich erkären. Die Kosten sind ja eher überschaubar, so dass dies kein Hindernis sein sollte. Mich interessieren vor allem die möglicherweise in diesem Forum noch schreibenden Anwender dieser Methode.
Ich möchte von 4,0mg auf 0,0mg in einer Zeit von entweder 28 Tagen oder 51 Tagen. Die Zeit kann man ja individuell vorgeben.
Freue mich schon auf eure Rückmeldungen.

Herzliche Grüße
fore
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Murmeline
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Murmeline »

Hallo Fore,

diesen thread kennst du schon?
viewtopic.php?f=19&t=16454

Es gibt noch nicht viele Erfahrung dazu. Weitere Beiträge findest du, wenn du den Suchbegriff oben rechts in die Suche eingibst und in den Ergebnissen stöberst.

Grüße, Murmeline
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Towanda
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Towanda »

Hallo Fore,

von 4 mg auf null in 51 Tagen ist viel zu schnell, aber das weißt Du ja selber. Du entscheidest natürlich selber, wie Du vorgehen möchtest, aber die Erfahrungen hier sind eben andere.

Gruß, Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

fore
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von fore »

Hallo Towanda, :)
hallo Murmeline, :)
herzlichen Dank für eure Antworten. Bisher habe ich nur einen Forenteilnehmer gefunden, der die tapering-strips angewendet hat (top28)(elefantenfuss??). Ich habe mit dem holländischen Hersteller der strips, Apotheker Paul Harder, telefoniert. Er hat mir erklärt, dass bei Mirtazapin durchschnittlich um 0,10mg/täglich reduziert wird. In meinem Fall würde man von 3,5mg auf 1,5 mg im 1. strip (28Tg.) und dann von 1,5mg auf 0,0mg im 2. strip (28Tg.) reduzieren. Durchschnittlich wären das im 1. strip 0,0625mg/täglich und im 2. strip 0,0536/täglich. Es besteht hier die Meinung, das die C.H. Ashton-Methode (10% Reduktion alle 4 Wochen) erdacht ist für das Ausschleichen von Benzodiazipinen. Man muss für jedes Medikament anders entscheiden in welcher Dosis reduziert wird. Eine tägliche, geringe Reduktion wäre für das ZNS besser zu verkraften und man nimmt insgesamt über den Ausschleichzeitraum nicht mehr soviel Wirkstoff zu sich. Die Erfahrungen bei dieser Vorgehensweise seien sehr gut.

Natürlich, und dies wurde auch beim Hersteller so gesehen, ist die Individualität des Ausschleichers sehr entscheidend. Der eine verträgt es besser als der andere. Es ist also genauso wie mit der Gabe des Wirkstoffs. Ich habe mal folgenden Vergleich aufgestellt: "Gebt 10 unterschiedlichen Menschen mal 10 Glas Bier und beobachtet die Reaktionen". Der eine fängt an zu weinen, der andere wird agressiv, wieder ein anderer schläft ein und wieder ein anderer macht nur noch Blödsinn. Also jeder Mensch reagiert anders auf Reizungen des ZNS.

Es bleibt also, auch bei mir, die Überlegung ob man das Risiko des anderen Entzugs eingeht um zu sehen was passiert. Kann gutgehen, kann aber auch schiefgehen. Mut macht mir ein Bericht auf der Homepage von Dr. A. Hier: [highlight=yellow]https://www.depression-heute.de/taperingstrip/[/highlight] wird auf seiner Homepage darüber berichtet. Herrn Dr. Peter Groot habe ich mittlerweile eine mail mit der Bitte übersandt, mir etwas mehr Informationen über die tapering-strips mitzuteilen. Insbesonders interessieren mich die Erfahrungsberichte der Anwender. Die holländische Sprache ist für mich kein Hindernis, da ich in der Nähe des holländischen Sprachraums wohne und die Sprache ganz gut verstehe und spreche. Ich glaube, dass die Niederländer in dieser Sache viel weiter sind als wir hier in Deutschland. In den Niederlanden gibt es eine gemeinnützige "Vereinigung Ausschleichmedikation"[highlight=yellow] https://verenigingafbouwmedicatie.nl/[/highlight] welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, Patienten beim Ausschleichen von Medikamenten zu helfen. Hier gibt es auch einen Bericht vom 4.7.2020 über Dr. Peter Groot (selbst Betroffener) und die Entstehung von tapering-strips.

So, das wars erstmal zum Thema "tapering-strips". Ich werde an diesem Thema dranbleiben und weiter berichten.

LG
fore
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Towanda
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Towanda »

Hallo Fore,

das Problem ist, dass das ZNS ca. 4 Tage braucht, um sich auf eine neue Dosis einzustellen. Wenn Du nun täglich die Dosis veränderst, kann sich das Nervensystem auf nichts einstellen.

Der zweite Punkt ist, dass Mirta eine sehr lange Halbwertzeit hat und Absetzsymptome oft erst in der 2. oder3. Woche auftreten. Wenn man in sehr kurzen Abständen reduziert, summieren sich die Absetzsymptome im Hintergrund und es kann irgendwann zum Crash kommen.

Das sind die Erfahrungen von vielen hier im Forum, die Mirta absetzen.

Viele Grüße, Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
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Murmeline
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Murmeline »

Hallo Fore,

ich habe auch schon Berichte / Studien gelesen, dass es mit den Tapering Stripes ganz gut funktionieren kann. Meine persönliche Meinung ist, dass vermutlich diejenigen ganz gut damit zurecht kommen, die erstmalig Medikamente reduziert oder nicht so anfällig für Symptome sind. Aber natürlich ist es auch für alle anderen eine Option, die sie für sich abwägen können.

Ob jemand, der große Probleme mit Reduktionen hat, gut damit zurecht kommen, wenn sich die Dosis in kurzen Zeiträumen stetig verkleinert, Ist für mich offen.

Die zehn Prozent Empfehlung mit längeren Pausen ist Vorrangig in betroffenenGruppen entstanden als möglichst risikoärmster Weg. Für viele war und ist es nach gescheiterten Versuchen der Weg, der funktioniert hat. Individuell können natürlich unterschiedliche Wege nach Rom führen. Das kann andererseits auch bedeuten, dass manche nur kleinere Schritte machen können oder längere Pausen benötigen.

Bitte schreibe deine Recherchen oder ggf. auch Erfahrungen in den oben verlinkten sammelthread. So bleiben die Infos zusammen, für alle diejenigen, die sich zum Thema informieren wollen.

Grüße, Murmeline
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