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Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

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fore
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von fore »

Hallo Jamie :) ,

danke für Deine Erläuterungen. Wusste ich leider in diesem Umfang nicht. Ich werde dementsprechend handeln.

LG
fore
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Towanda
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Towanda »

Hallo fore,

meine Symptome schreibe ich in meinem Thread, nicht in der Signatur.

Ich zitiere mich mal selber:
Towanda hat geschrieben:
20.11.2019 18:26

Viele meiner anfänglichen Symptome sind inzwischen verschwunden:
restless legs
weicher Stuhl
Schwindel
depressive Phasen
Angstattacken
trockener Mund

geblieben sind:
Gelenk- und Muskelschmerzen (kann auch floxbedingt sein)
kribbeln in den Händen
trockene Augen und Schlieren im rechten Auge
wenig Lust auf soziale Kontakte
nächtlicher Gang an den Kühlschrank
immer mal wieder krude Träume und schlaflose Nächte

Alles in allem kann ich gut damit leben und hoffe noch auf Gewichtsreduktion, wenn ich noch weniger einnehme.
Mirta hat mir nur am Anfang geholfen gegen die Appetitlosigkeit und die Schlaflosigkeit. Das war schnell wieder gut, deshalb habe ich auch nach 6 Monaten mit dem Ausschleichen angefangen. Gegen die restliche Fluorchinolone-Symtomatik ist es eher kontraproduktiv, da nehme ich viel verschiedene NEMs und naturheilkundliche Mittel.

Ich vermeide alle zusätzlichen Mittel/Medikamente. Wenn es mal gar nicht anders geht, sind Calmvalera, Passionsblume, Notfalltropfen und Beruhigungstee meine Helfer neben flotten Spaziergängen und Heilströmen meine Helfer.

Gruß, Towanda
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Straycat
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Straycat »

Hallo fore,
fore hat geschrieben:
25.04.2020 13:31
Insbesondere vermisse ich den "fachärztlichen" Zuspruch eines Psychiaters bzw. eines Psychotherapeuten der einen in dieser Phase begleitet. Gibt es eigentlich aus eurer Erfahrung heraus überhaupt Mediziner, die das ähnlich wie ihr sehen und die man auch mal konsultieren kann?
Ich verstehe deinen Wunsch. Leider sind Ärzte, die sich wirklich gut mit der Absetzproblematik auskennen rar gesät.
Die Moderatoren haben eine (leider sehr kurze) Liste an Ärzten, die uns von Teilnehmern hier empfohlen wurden.
Wenn du eine private Nachricht mit deiner Postleitzahl an Annanas, padma, Ululu oder Murmeline schickst, können sie nachsehen, ob es einen empfehlenswerten Arzt in deiner Umgebung gibt.
Sonst fällt mir auch Jarritt ein. Seine Ärztin hatte einen guten vernünftigen Ausschleichplan für Mirta. Du kannst ihm mal schreiben und fragen, wo seine Ärztin ist - vielleicht hast du Glück und sie ist in deiner Nähe.

Ich würde mich aber an deiner Stelle möglichst nicht auf ärztliche Unterstützung versteifen. Die ist sehr selten und das Absetzen klappt auch ohne Arzt. Im Grunde benötigt man vom Arzt ja nur die Rezepte für das Medikament. Alle anderen Entscheidungen hinsichtlich Dosierung und Vorgehensweise entscheidet man ja ohnehin am besten selbst.

Liebe Grüße,
Cat
Zuletzt geändert von Straycat am 25.04.2020 14:21, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Tippfehler
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fore
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von fore »

Liebe Cat :),

vorab herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich kann leider nicht immer so schnell antworten, aber nun habe ich Zeit.

Wie von Dir empfohlen, habe ich [highlight=yellow]annanas[/highlight] und [highlight=yellow]jarritt[/highlight] angeschrieben mit der Bitte, mal zu schauen, ob es in meiner Nähe Therapeuten gibt, die eure Vorgehensweise unterstützen oder die ganze Problematik ähnlich sehen.

Du hast Recht, dass das Ausschleichen, wenn man mal ein Schema oder einen Absetzplan erstellt hat, auch ohne Arzt klappt. Aber ich befinde mich auch in wöchentlicher psychotherapeutischer Behandlung, und hier wird eure Vorgehensweise, milde gesagt, lediglich belächelt. Also für mich keine gute Unterstützung. Falls ich einen anderen Therapeuten finde, welcher möglicherweise sogar eure Thesen unterstützt, wäre das für mich eine große Hilfe. Ich möchte es jedenfalls nicht unversucht lassen. Mal sehen wo sich etwas ergibt. Ich werde entsprechend berichten.

Gerne hoffe ich, dass wir weiterhin in Kontakt bleiben.

Herzliche Grüße
fore
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fore
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von fore »

Hallo Towanda :),

herzlichen Dank für die Übermittlung Deiner Symptomenliste. Leider kann ich nicht immer so schnell antworten. Ich habe Dir ja geschreiben, dass ich einen Schriftwechsel mit einem Forumsmitglied hatte. Hieraus möchte ich einmal zitieren:
Hallo XXXXXX,
ich hatte auch Symptome, habe sie aber nicht als Absetzsymptome erkannt, sondern hab gemeint es läge am Mirtazapin, welches ich nur schnell genug aus dem Körper/Hirn bekommen muss. Dann wird schon alles gut. Ja, Pustekuchen. Nachdem es raus war, ging der ganze Zirkus von vorne los. Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Weinerlichkeit, Übelkeit, das volle Programm. Eigentlich war es während der Absetzzeit nie wirklich richtig gut. Fenstertage kann ich an 2 Händen abzählen. In einem Jahr!!
Also, falsch gedacht. Ab nun mach ich es besser.
Es geht mir zwar im Moment nicht wirklich gut unter den 5mg, aber da muss ich durch bis zur Stabilisierung in 4 - 6 Wochen. Was mir richtig zu schaffen macht, ist die morgentliche Unruhe direkt nach dem Aufstehen. Es bessert sich alles im Laufe des Tages, und abends geht es manchmal echt gut. Als wär alles normal. Normal ins Bett, 6 Stunden Schlaf, morgens Zombie. Mal sehen wann sich das legt. Mittel dagegen habe ich noch keins gefunden, aber vielleicht kann mir jemand aus dem Forum mal einen Tipp geben. Ich hoffe.
So, zu meinen sonstigen Beschwerden komme ich ein anderes Mal.
Hier habe ich u.a. mal meine jetzigen Symptome dargelegt, die immer noch anhalten. Einfach schrecklich. Ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann außer zu hoffen, dass sich das irgendwann mit längerer Einnahme der jetzigen Dosis legt. Was mir auch zu schaffen macht sind Faszikulationen im linken Ohr. (Ticken und Knistern). Nicht dauernd aber ab und zu. Sogar nachts. Werde dabei aus dem Schlaf gerissen. Einen hochfrequenten Tinnituston hatte ich aber schon vor Mirtazapin. Und dieses ewige Hungergefühl :evil:.So, jetzt aber gut mit der jammerei. Musste ich mal loswerden.

Gerne hoffe ich, dass wir weiterhin in Kontakt bleiben.
Herzliche Grüße
fore
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Straycat
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Straycat »

Hallo fore,

ja das ist leider so, dass viele Ärzte und Therapeuten sich mit dem Absetzen nicht gut genug auskennen und dann das risikoarme langsame Ausschleichen belächeln. Davon lesen wir leider immer wieder.

Hier haben wir auch noch einen Thread zum Thema Arztbesuche: viewtopic.php?f=50&t=17091
Vielleicht findest du dort ja auch etwas für dich hilfreiches.

Liebe Grüße,
Cat
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Towanda
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Towanda »

Hallo Fore,

hast Du Dich schon mal mit dem Thema "morgendliche Cortisolausschüttung" beschäftigt? Hier gibt es einen Thread dazu: viewtopic.php?f=50&t=15126

Wir haben hier einen Thread "Was finde ich wo im Forum" - siehe Begrüßungstext - da findest Du zu den meisten Themen Antworten.

Viele Grüße, Towanda
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von fore »

Liebe Cat :),

danke für Deine schnelle Antwort. Ich werde mir den Thread mal ausführlich ansehen, aber beim Überfliegen des Textes fällt mir schon auf, dass ich bei einem falschen Arzt und bei einem falschen Therapeuten bin. Zum Glück konnte ich die Versuche mir weitere Medikamente "anzudrehen" abwehren :sports:, so dass ich "lediglich" beim Mirtazapin geblieben bin.

Ich werde mal die Antwort von annanas und jarritt abwarten und weiter berichten. Falls es nichts Passendes für mich gibt, halte ich mich an eure Hilfe und Empfehlungen.

Danke :hug: vorab für Deine Hilfe

Liebe Grüße
fore
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Towanda
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Towanda »

Hallo Fore,

danke für Deine PN, aber mir wäre es lieber, hier öffentlich zu kommunizieren.

Ich habe mit morgendlichem Cortisol keine Probleme, kenne aber das Thema "Nebennierenschwäche". Ich habe mich wegen meinem Hund vor einiger Zeit ausführlich damit beschäftigt (Verdacht auf Cushing oder Addison oder Nebennierenschwäche).

Für mich ist es nicht so wichtig, was wie wovon kommt, für mich ist wichtig, daß ich damit umgehen kann. Deshalb spielt es für mich auch nur eine untergeordnete Rolle, wie das Mirtazapin wirkt. Ich hatte das Glück, daß ich dieses Forum schon zu Beginn meines Ausschleichend gefunden habe. Deshalb ging ich es gleich zu Anfang richtig an (10 % alle 4 Wochen) und komme bis heute (0,65 mg) gut damit klar. Ich denke, den Rest schaffe ich auch noch.

Es gibt hier im Forum wirklich jede Menge Informationen, unter anderem auch zu Nebennierenschwäche, mach Dich einfach mal auf die Suche.

Viele Grüße, Towanda
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von fore »

Hallo straycat und towanda :) , Hallo Forum,

gibt es eigentlich auf die Frage eine Antwort warum es einem morgens schlechter geht als am Nachmittag oder Abend. Ich meine hier nicht nur die morgentliche Cortisolausschüttung, sondern frage mich ganz einfach, warum man (ich) morgens ab dem Aufwachen das volle Programm der Symptome hat :vomit: und ab mittags bis zum schlafengehen alles wieder ganz normal ist. Keine Symptome, klare Gedanken, kein hyperaktives ZNS :). Liegt es daran, dass sich das Mirtazapin (dies ist meine Problemdroge) im Laufe des Folgetages (ich nehme es abends gg. 22 Uhr) abbaut oder gibt es andere Gründe hierfür. Was sagt ihr zu den Nebenwirkungen? Ist es von diesem Medikament bekannt, dass es sich morgens so schlimm bemerkbar macht?
Ist es möglichweise meine "Depression" (morgens schlecher als abends) und das Medikament wirkt nicht, oder sind es die Nebenwirkungen des Medikaments. Es ist einfach schrecklich, dass ich hierauf noch keine Antwort gefunden habe, aber ich bin zuversichtlich, dass ich vom Forum eine Antwort bekomme. Wie auch immer.
PS.: Ich sitze hier am PC um 17.44 Uhr und habe nichts.

Ich freue mich schon auf eure Antworten.

Herzliche Grüße
fore
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padma
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von padma »

hallo Fore, :)
Ich werde mal die Antwort von annanas und jarritt abwarten und weiter berichten.
Jaritt ist nicht im Team und Annanas ist nicht täglich online. Falls du noch keine Antwort bekommen hast, kannst du auch mir eine PN schicken. Wobei zuviel würde ich mir von einem Arzt diesbezüglich nicht versprechen

Dass morgens die Symptome am schlimmsten sind und abends besser oder gar weg, geht ganz vielen hier so, unabhängig von der Art des AD. Wir vermuten, dass es v.a. an der morgendlichen Cortisolausschüttung liegt. Inwieweit ein Nachlassen der NW auch noch mit eine Rolle spielt, ist schwer zu sagen. Dass hat jedoch auch keine Konsequenzen für das Ausschleichen. Nur bei sehr schwerwiegenden NW muss man evtl. schneller ausschleichen, aber nicht bei diesem typischem Tagesverlauf.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von fore »

Hallo padma :),

recht herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort. Von Jarrit habe ich bereits eine PN, von annanas allerdings noch nicht. Ich schicke Dir mal eine PN.

Die morgentliche "erhöhte" Cortisolausschüttung könnte es sein, ich werde zeitnah mal einen Speicheltest machen, um zu sehen, ob es daran liegen könnte. Ich schaue mir dann mal den Tagesspiegel an. Es könnte ja auch ein Mangel sein. (Nebennierenschwäche) Gut ist es hier https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q ... 9I22aeaDD4
erläutert. Auf Seite 4 sind mal die Symptome beschrieben. Irgendwann schwächt sich die NN eben ab, da ständig zuviel Cortisol augeschüttet wird. Möglicherweise durch das Mirtazapin. Es würde ja dann bei einer "Depression" die erwünschte Agitiertheit herstellen. Nur habe ich z.B. diese Phase einer "Depression" nicht. Also kontraproduktiv, oder? Ich hatte mal einen Versuch eines Psychiaters mir Escitalopram zu geben, ich bin förmlich durch die Decke gegangen. Nach 4 Tagen raus damit. "Wir sind ja keine Unmenschen" war seine Antwort auf meinen Rauswurf. Ärzte gibts, Katastrophe.

Gibt es aus Deiner Erfahrung heraus einen Thread welcher sich mit der Wirkung und Nebenwirkung von Mirtazapin befasst? Falls ja, könntest Du mir ihn verlinken?

Im Moment versuche ich mich auf 5mg zu stabilisieren (heute Tag 17 ist bisher ganz gut [Fenstertag?]). Ich hoffe, dass ich die aus Unkenntnis viel zu hohe Wiedereindosierung einigermaßen verkrafte. Der letzte Rat meines Psychiaters "nehmen Sie doch 7,5 oder 5mg bei Bedarf war wohl nicht so gut. Es war aber auch sein Letzter. Ab jetzt nur noch "adfd" oder eben ein Arzt von Deiner Liste.

Das wars erstmal. Ich wünsche Dir alles Gute.

Liebe Grüße
fore
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Towanda
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Towanda »

Hallo Fore,

hast Du Dir den oben verlinkten Thread zum Thema Cortisol schon durchgelesen? Darin steht auch, daß Du es leicht testen kannst, indem Du morgens einen Keks oder ein kleines Stückchen Vollkornbrot oder Schokolade zu Dir nimmst. Damit haben viele sehr gute Erfahrungen und man muß nicht warten, bis man einen Speicheltest machen kann.

Grüße, Towanda
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von fore »

Hallo towanda :),

danke für Deine Antwort. Den Thread habe ich gelesen. Ich könnte es mal testen, aber mal ehrlich, so wie von "loewe" beschrieben möchte ich es über einen längeren Zeitraum nicht machen, auch wenn es für "loewe" gut funktioniert. Der Körper merkt sich bereits nach 3 - 4 Tagen, dass er morgens gg. 5 Uhr etwas bekommt und macht Dich sehr schnell darauf aufmerksam das ihm was fehlt. Sprich: "bitte gib mir jeden Morgen um 5 Uhr einen Keks :)". Auch nicht so lustig.

Der Test bei medivere kostet ca. 75.-- € und ich habe ein ordentliches Tagesprofil mit 7 Messungen über den Tag. Habe ich bereits im Dezember 2018 mal machen lassen. Bei mir fehlte sogar der morgentliche Peak, so dass ich mit "Phytocortal N von Steierl" als naturheilkundliches Mittel den Cortisolspiegel anheben konnte. Denn auch ein Cortisolmangel macht sich mit Unruhe, Zittrigkeit, Ängstlichkeit und Depressionen bemerkbar. Durch den ständigen Stress des Entzugs schüttet die NN vermehrt Cortisol aus, welche sich im Laufe der Zeit erschöpfen kann. Wie gesagt, der Spiegel sollte im Gleichgewicht sein. Ein zu hoher Cortisolspiegel kann sehr gut mit "eleutherococcus senticosus (Sibirischer Ginseng)" behandelt werden. Ausgleichend auf einen zu hohen oder zu niedrigen Cortisolspiegel wirkt auch "Ashwagandha (Schlafbeere)". Nur sollte man dazu seinen Cortisolspiegel kennen, und daher der Speicheltest. Jedem der sich mit dieser Thematik beschäftigt, kann ich 3 Bücher empfehlen: Hauptwerk: "Grundlos erschöpft? von Dr. med. James L. Wilson", "Nebennierenunterfunktion von Joachim Strienz", "Nebennierenschwäche von Evelyn Wurster", letztere praktiziert übrigens als Heilpraktikerin in Esslingen.

Aber, ich werde Deinem Rat folgen, mal testen und berichten. Nochmals herzlichen Dank für Deine Antwort und alles Gute.

Liebe Grüße
fore
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fore
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Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von fore »

Hallo,
wie aus meiner Signatur ersichtlich, schleiche ich derzeit Mirtazapin aus. Am 20.5.2020 habe ich einen Reduktionsschritt von 5,0 mg auf 4,5mg gemacht. 5,0 mg habe ich seit dem 14.4.2020 genommen. Mich plagen schon, seitdem ich Mirtazapin nehme (1/2018), ein Ticken auf dem linken Ohr. Mal mehr mal weniger. Ab und zu kommen noch so stromartige Schläge dazu, die sich wie ein leichter epileptischer Anfall darstellen. Nun habe ich nach dem Reduktionsschritt ab der 2. Woche eine Häufung des Tickens über den Tag verteilt und auch in den Nachtstunden. Das Ticken reißt mich regelmäßig aus dem Schlaf und an weiterschlafen ist nicht zu denken. Manchmal ist die Nacht nach 4 Stunden zu Ende. Es stellt sich für mich die Frage, ob es durch diesen 10%igen Reduktionsschritt kommen kann und/oder ob es Absetzsymptome sind und ob ich wieder aufdosieren soll. Unter der 5,0mg Dosierung waren die Tics nicht so häufig und so stark. Verursacht das Mirtazapin derartige Symptome? Sind euch derartige Ohrprobleme bekannt? Die Ohren sind in der Tinnitus-Klink in Bad Arolsen untersucht worden und es gibt organisch keine Probleme. Das Ticken konnte man sich dort nicht erklären, höchstens mit Stapedius-Tics, welche sich aber vom Geräusch her anders darstellen.

Gerne höre ich von euch
LG fore
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Sistar84
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Sistar84 »

Hallo Fore, bin auf deiner Geschichte und Absetzen von Mirta gestoßen. Ich möchte Mirta auch loswerden, doch mir geht es mit meiner Reduzierung schon Wochen gar nicht gut. Konntest du dich Stabilisieren?
Lg Sistar84
Seit 04.05 (12 Wochen) von 15 mg auf 13,5 mg mit Feinwaage und Feile. Ab Woche 3 bis 8 starke Symptome
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27.07 12,5 mg

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fore
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von fore »

Hallo Sistar84,
danke für Deine Antwort. Ich kann nur berichten, dass es auch mir seit Wochen nicht gut geht. Möglicherweise konnte ich mich auch nicht bei der Dosis von 5,0mg stabilisieren oder war nicht lange genug bei 5,0mg. Daher überlege ich wieder aufzudosieren. Aber ich finde, dass es immer ein Rückschritt ist, der die Psyche auch belastet. Wenn es aber nicht anders geht, muss es eben so sein. Ich warte nochmal ein paar Antworten ab, wünsche Dir aber bereits von hieraus alles Gute und viel Mut bei der Bewältigung unserer Probleme. Wenn ich Deine Signatur lese, geht es mir ähnlich wie Du mit Deinen Symptomen. Du hast aber auch viel rauf und runter dosiert, oder? Mir fällt auf, dass Du längere Zeit bei 15mg warst und Wellen und Fenster hattest. Vielleicht sollten wir bei einer Dosierung bleiben bis die Fenster überwiegen und dann erst reduzieren. Ich werde nochmal überlegen. Funktioniert denn bei Dir die Wasserlösemethode besser oder die Feinwaage? Ich lasse immer kapseln und zweifele manchmal an der Dosierung. Kann aber eigentlich nicht sein, so dass es an der Dosisänderung liegen muss. Aber man hat ja in unserem Zustand überhaupt keinen klaren Kopf. Bist Du denn mit Deinen Schilddrüsenhormonen richtig eingestellt. Auch diese können starke Stimmungsschwankungen machen. Unterfunktion u.a.: Depression, Müdigkeit, Erschöpfung, Vergesslichkeit. Überfunktion u.a.: Unruhe, Nervosität, Reizbarkeit, Angst, Schlafstörungen.

So, liebe Sistar84, das wars erstmal mit meiner Antwort. Gerne würde ich unseren Briefwechsel fortsetzen sowie Dir Mut und Kraft wünschen für unseren gemeinsamen Weg.

Herzliche Grüße
fore
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Sistar84
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Sistar84 »

Hallo Fore, heute gehts mir nicht gut, leider. Kann mich auch nicht auf meinen Urlaub freuen. Das macht mich traurig. Ich habe seit 3 Tagen mit der Wasserlösemethode begonnen. Es funktioniert, die Handhabung einfach. Ich denke du kannst dich auf die Kapseln verlassen wenn sie in der Apotheke hergestellt werden. Davon würde ich ausgehen.
Ich warte noch ein paar Tage ab, mal schauen ob sich was zum positiven verändert. Die Tendenz der letzten Wochen ist leider negativ,...ich habe kaum Hoffnung. Für mich wäre aufdosieren auch eine Option, hauptsache es geht mir besser. Das würde ich im Kauf nehmen. Vielleicht bin ich noch nicht soweit, dass ich Mirta absetzen kann. Ich kann mir nicht vorstelllen 3 Jahre auszuschleichen in diesem Zustand.
Alles Liebe Sistar84
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Straycat
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von Straycat »

Hallo fore,

da du schon länger als ein Monat auf den 4,5mg bist, würde ich an deiner Stelle nicht wieder auf 5mg aufdosieren. Du musst bedenken, dass auch das Erhöhen der Dosis einer Anpassung des ZNS bedarf.
Wenn du wirklich erhöhen willst, würde ich es mal mit 0,1mg probieren, als auf 4,6mg.

Was du von deinen Ohrgeräuschen schreibst, klingt nach eine Tinnitus für mich. Der dürfte bei einigen im Entzug als ein Symptom auftreten.
Wie meinst du das mit den "Stromschlägen"? Das könnten Brain Zaps sein, die auch sehr häufig als Entzugssymptom auftreten. Aber du schreibst, dass es wie "epileptische Anfälle" ist. Hast du denn Epilepsie?

Liebe Grüße,
Cat
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fore
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Re: Fore: Absetzen von Mirtazapin / Absetzprobleme

Beitrag von fore »

Hallo Straycat :) ,
vorab Dank für Deine Antwort. Kann ich die 4,6mg Dosis mit der Wasserlösemethode herstellen? Ist diese ausreichend genau? 0,1mg sind 1,33% mehr von 100ml Wasserlösung. Kann man diese Menge ausreichend genau einnehmen? Ansonsten könntest Du mir eine andere Vorgehensweise zur Dosierung vorstellen. (Feinwaage?)

Epilepsie habe ich nicht, aber manchmal fühlt es sich halt so an bei diesen "Brain Zaps".

LG fore
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