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Die Teams des ADFD




Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Clarissa
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Clarissa »

Hallo, liebe Avalou.

Ich möchte mich Aquamarine anschließen.
Ich war auch schwerbetroffen und hatte einen ähnlichen Verlauf. Mir ging es bereits unter den PP grottenschlecht - und keiner hat es geglaubt, o Wunder! Ich war der Versager und nicht therapiebereit und lauter so'n Mist. - (Nur Benzos halfen mir. Willkommen, Sucht.)

Meine Geschichte nach Null ähnelt auch der von Aquamarine und zahlreichen anderen Betroffenen. Keine Fenster, nur ausgehalten. Ängste hatte ich nicht sooo ausgeprägt, aber quälende Schlaflosigkeit. Neben zahlreichen körperlichen Symptomen.

Bitte verliere Mut und Geduld nicht, halte durch!

Teilnahmsvolle Grüsse von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Aquamarine, <3

als ich noch die Medikamente genommen habe, waren die Zustände auch schon sehr schlecht. Mit 7,5 mg war es hauptsächlich dieses permanent elendige Gefühl. Bei 15 mg hatte ich bereits Halluzinationen und kam mir vor wie bei einer schlimmen Vergiftung. Was es damals wahrscheinlich auch schon war. Danach war ich 2,5 Jahre auf 0. Der Zustand war wesentlich besser als der jetzige, aber auch noch weit entfernt vom normalen Leben. Und dann brach ja alles ein. Diesen schlimmen Zustand habe ich seit einem Jahr, wobei das erste halbe Jahr auch zwischendurch mal bessere Tage für mich bereitgestellt hatte.

Jetzt ist es einfach nur den ganzen Tag die Hölle. Eben bat mich eine Nachbarin auf einen Kaffee rüber zu kommen. Keine Chance.

Was hast Du in den ganz schlimmen Phasen denn noch machen können? Ich versuche wirklich Vieles, scheitere aber immer nach den ersten paar Minuten und bin dann entmutigt und die Symptome überkommen mich in doppelter Ausfertigung. Liegen fällt auch schwer. Eigentlich geht gar nichts. Hast Du viel in der Zeit gelegen? Konntest Du kochen oder einkaufen?

Diese schlimmen Angstzustände und DP/DR machen mich wirklich fertig. Die Augen funktionieren überhaupt nicht. Ständig dieser Brainfog. Als wenn mir jemand den oberen Teil des Kopfes zuschnürt oder zusammendrückt. Und Verzweiflung ohne Ende. Die ersten 2,5 Jahre habe ich kaum geweint und jetzt bestimmt 2-3 Stunden am Tag.

Deine Erfahrung mit den Arztbesuch kann ich nur teilen. Egal wo ich mich bewege. Es ist der Horror. Gegenüber 80 jährige, die hundertmal lebensfähiger sind als ich. Ich weiß man soll nicht zurück schauen, aber die 4,5 Jahre machen mich schon fertig. Und ich erfahre jede Woche, dass es doch noch immer schlimmer geht.

Ich hoffe so auf Besserung. Heute morgen ist auch wieder alles so in mir explodiert, dass mein Mann schon mit dem Gedanken gespielt hat mich in die Geschlossene einzuliefern. :zombie:

Die Idee mit Deiner Liste finde ich gut. Mach das mal. Ist bestimmt für viele hier hilfreich, damit man sieht, dass man mit solchen unwirklichen Zuständen nicht alleine da ist. Es ist ja immer ein Unterschied ob man sich die generelle Symptomliste durchliest oder die Symptome von einem Betroffenen vermittelt bekommt.

Mit der Verstoffwechselungsproblematik stimme ich Dir vollkommen zu. Auch mit der Intoxikation. Das war ja immer mein Reden. Hat nur leider nie ein Arzt geglaubt. Aber wem erzähle ich das. Das kennen wir ja alle.

Ich versuch stark zu bleiben. Danke für Deine tollen und warmen Worte. Du hilft mir sehr damit überhaupt den Tag zu überstehen. Danke!!! <3

Liebe Grüße,
Avalou
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Clarissa, :hug:

auch Dir möchte ich immer und immer wieder "Danke" sagen.

Dich hat es ja damals auch wirklich mehr als schwer erwischt und Du hast nie aufgegeben und vielen Leuten immer wieder Hoffnung vermittelt.

Ich bin eigentlich ganz froh, dass die Benzos mir nicht helfen. Ich habe ja letzte Woche im Krankenhaus Diazepam unfreiwillig gespritzt bekommen. Danach bin ich zu Hause komplett ausgetickt. Bin wie ein Zombie vor meiner Familie weggelaufen und habe nur gewinselt. Sogar noch mehr als sonst, und das hat schon was zu heißen. Danach kam ganz eklige Benommenheit. Ich vertrage wirklich nichts.

Während meines ersten Kaltentzuges hatte ich nie solche Ängste. Eher eine Art Angst vor der Angst, aber bei Weitem nicht diese hysterische unwirkliche Dauerangst. Ich sehne mich so nach dem Tag, an dem ich Euch mal schreiben kann, dass es mir besser geht.

Liebe Grüße,
Avalou :)
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Clarissa
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Avalou.

Ich komme gerade vom Mittagessen im Restaurant mit meinem Sohn und dessen Familie. Nun liege ich zwar platt auf der Couch, aber das Treffen konnte ich genießen ohne wesentliche Symptome. Habe sogar einen Prosecco und einen Espresso trinken können, ohne daß ich davon umgehauen wurde!

Das wäre mir am Anfang nach Null nicht möglich gewesen. Kein Einkauf, kein Kochen, kein TV, kein Lesen, keine Besuche, kein Nichts. Nur rumgelegen und ausgehalten. Die Zeit schien stillzustehen!

Ich war froh, daß ich alleine war, denn dadurch brauchte ich nicht zu schauspielern. Wenn jemand da war, tat ich das nämlich - um ja nicht zwangsweise wieder in eine Klinik verfrachtet zu werden. Das war lange meine allergrößte Angst.

Versorgt hat mich ein Bekannter, ich habe nur von Joghurt, Eis und Wasser gelebt :vomit: . Das war schon alles sehr grenzwertig.

Es macht m.E. keinen Sinn, nach rechts und links zu schauen und sich mit anderen zu vergleichen. Im Moment ist es, wie es ist. Das ist ja bei mir nicht anders.
Wenn ich auch nicht so von Angstzuständen überwältigt war: DR, DP, Sehstörungen und v.a. Brainfog kenne ich zur Genüge. Alles weg, bzw. Brainfog nur, wenn ich mich richtig überlaste.
Mir hat das damals alles keiner geglaubt und glaubt es ja heute noch nicht. Ich erkläre mich inzwischen nicht mehr.

Ich bin fest davon überzeugt, auch bei Dir wird alles besser. Du mußt Dir sicher viel Ruhe gönnen. Dich nicht selbst unter Druck setzen. Deiner Selbstheilung vertrauen, wenn Du Deinem Körper die Gelegenheit dazu gibst.

VG von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

blumenfeld
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von blumenfeld »

Liebe Avalou,

ich mische mich mal ein.Du schreibst so tolle ,wahre Sätze.Ich bin ganz bei Dir,auch mein größter Wunsch ist es hier zu schreiben,dass es mir besser geht!!

Ich glaube,Deine Prognosen sind viel besser als meine,denn ich habe das Zeug viel zu lange genommen.

Mir ist auch kein Verfahren bekannt,dass in der Lage ist,Schäden durch PP nachzuweisen.

Oder kennst Du eins?
Dann schwanke ich wieder ,lese die Geschichte von Aquamarine und es kommt Hoffnung auf.

Erinnere ich mich richtig,dass Aquamarine mal STERN-TV angeschrieben hat und sie hatten
kein Interesse an diesem heißen Eisen?! Werden die etwa von der Pharma gesponsert?
Vielleicht sollte sie es mal bei Marcus Lanz versuchen.Dieses Thema gehört nicht länger totgeschwiegen!
Ich wurde diese Woche zurecht gewiesen von einer Ärztin,weil ich die PP nicht weiter nehme,nur leider helfen sie doch nicht,sondern machen noch kränker.

Es ist ein Teufelskreis,ohne Medikamente gehts besch....n,mit noch besch.....er!

Wir können nur noch auf ein Wunder hoffen!

LG Dir und allen hier im Tread. Blumenfeld
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Clarissa, <3

das freut mich, dass das heute mit dem Restaurant so gut gekappt hat. Bin ja schon ein bisschen neidisch. :wink:

Ich weiß, man soll nicht auf Andere schauen, wie es ihnen geht bzw. sich zu vergleichen, aber es macht ja auch immer ein bisschen Hoffnung, wenn man hört, dass es besser wurde. Gerade diese Benommenheit, Brainfog und die Sehstörungen sind schon von Anfang an da. Ich habe das Gefühl, dass es nie mehr verschwindet. Wann hat das bei Dir aufgehört? Ging das schnell oder eher unmerklich schleichend (so viel zu Thema vergleichen)? Aber das interessiert mich wirklich, weil es sich bei mir so eingemeißelt anfühlt.

Ich versuche wirklich meinem Körper Ruhe zu gönnen, was jedoch mit den Angstzuständen fast unmöglich ist. Und dann ständig dieses kämpfen, dass mir jemand glaubt. Ich muss mich gefühlt den ganzen Tag für meine Zustände erklären. Das lässt die Gemüter natürlich schnell hochkochen.

Akzeptanz war noch nie meine Stärke. Ich weiß, ich setze mich viel zu viel unter Druck. Ich kann nur leider nicht aus meiner Haut.

Das Einzige, was mich immer eine bisschen zur Ruhe bringt, ist das schreiben hier im Forum. Das entführt mich dann für eine kurze Zeit aus den Zuständen.

Alles Liebe,
Avalou
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Blumenfeld, :hug:

danke für das nette Kompliment.

Ich denke nicht, das meine Prognosen unbedingt besser sind als Deine. Ja, ich habe viel weniger genommen, befinde mich aber am gleichen Punkt wie Du. Es ist nicht immer ausschlaggebend, da jeder Körper individuell reagiert. Es gibt ja auch Personen die 10 Jahre etwas einnehmen, kurz absetzen und keinerlei Probleme haben. Nein, und ein Nachweisverfahren für Schäden durch PP gibt es wohl nicht. Angeblich ist ja alles reparabel.

Ich zweifle bei mir nur immer, ob solche Zustände ausschließlich von dem Entzug kommen oder ob da noch andere Faktoren extrem mit einspielen.

Du liegst richtig damit, dass Aquamarine mal STERN-TV angeschrieben hat. An das Thema Pharmaindustrie trauen sich die wenigsten ran. Die sind einfach zu mächtig und zu viele Menschen befinden sich auf deren Gehalts- oder Sponsorenliste. Da bin ich mir sicher.

Ich werde keine Medikamente mehr nehmen. Erst durch diese befinden wir uns in dem Teufelskreis und nicht weil wir sie nicht nehmen, sondern weil wir sie mal genommen haben. Bleib stark!!! Wunder geschehen!!!

Liebe Grüße, <3
Avalou
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Ihr Lieben,

auch wenn ich immer so klar schreibe, ich habe jeden Moment das Gefühl von Stuhl zu fallen. In mir sieht es leider immer ganz anders aus.

Liebe Grüße,
Avalou
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Clarissa
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Clarissa »

Hallo.

Ich meinte: das Vergleichen mit "Gesunden" kann sehr problematisch sein.

In schlimmsten Zeiten kannte ich das Forum noch nicht, später habe ich viel drin gelesen und erkannt: Hoppla, anderen geht es ja genauso, ich habe gar keine exotische unerkannte Krankheit! Das hat mir geholfen.
Recht schnell verschwunden sind bei mir DR/DP. Das waren üble Begleiter!
Brainfog und Benommenheit bekomme ich immer noch bei Überlastungen. Ich ziehe mich dann zurück, nur völlige Ruhe hilft mir. Zum Glück kann ich mir als Alleinlebende und Rentnerin vieles einrichten! Mich muß auch nicht interessieren, ob mir wer glaubt.

Ich denke, daß Du zuviel kämpfst. Das raubt Kraft.
Ich habe das Kämpfen und Rechtfertigen aufgehört, dadurch ging es mir besser. Aber ich weiß noch, daß ich anfangs vor Qual in's Kopfkissen gebissen und gewimmert habe.

Besserung trat bei mir allmählich ein. Und ich rede da von Monaten bis Jahren!

Ja, es ist schwer. Aber ich kenne keinen anderen Weg und ich habe mich viel mit dem Thema befaßt.

VG Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

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los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

blumenfeld
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von blumenfeld »

Danke,Avalou,

Zum Thema-andere Faktoren-.Ich hatte bereits mehrere Gespräche mit Dr.Peter Ansari.

Man kann ihn kostenpflichtig zur Beratung buchen.Er hat an der Charité zum Thema Depressionen und AD geforscht.

Er sagte mir damals,dass AD nicht nur in den Gehirnstoffwechsel eingreifen,sondern komplex in den gesamten Körper.
Angeblich greifen sie in das Immunsystem ein,in die Mastzellen und auch den Hormonhaushalt.
Im Gehirn greifen sie in die Regulation von Rezeptoren ein .

Wenn das Medikament ausbleibt,müssen sich die Rezeptoren wieder in ihren Ursprungszustand zurück regulieren und das dauert!

Er hat mir auch mal gesagt,gehen sie nicht mehr zu den Ärzten,die sie krank gemacht haben,die werden sie nicht wieder gesund machen !

Ist ja alles gut ,aber wieviel Jahre soll denn das noch dauern?

So,und dann irritiert mich wieder,dass es Menschen gibt,die all diese Probleme überhaupt nicht haben.Dann muss ja deren Organismus irgendwie anders funktionieren!?

Versteh ich echt nicht!

LG Blumenfeld

Er sagte mir noch ,mich kann nur die Zeit heilen!
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Clarissa,
liebe Blumenfeld, :group:

das war schon immer mein Reden, das AD's nicht nur in den Gehirnstoffwechsel sondern auch in das Immunsystem eingreifen. Ich habe Psoriasis (Schuppenflechte). Das ist ja auch eine Immunerkrankung. Um so weniger verwunderlich ist es, dass mein Körper so extrem auf sämtliche Stoffe reagiert.

Auch wenn ich mich wiederhole. Die Zustände sind trotz allem Verständnis nicht besser auszuhalten. Jeden Abend denke ich: "Morgen kommt ein besser Tag, mit weniger Symptomen." Leider hat sich das die letzten Monate nicht erfüllt.

Ich finde es gar nicht so verwunderlich, dass es Menschen gibt, die gar kein Problem mit PP haben. Manche Menschen sterben von Erdnüssen und andere futtern diese in Mengen genüsslich zu einem Glas Rotwein (oh ja, das würde ich auch gerne mal wieder). :wink: Jeder Organismus ist halt anders. Und wir haben da wohl die A-Karte gezogen.

Liebe Grüße,
Avalou
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blumenfeld
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von blumenfeld »

Liebe Avalou,

Ganz genau so gehe ich jeden Abend ins Bett,ich denke ,wieder ist ein Tag geschafft,wieder ein Tag näher am Ziel und dann sage ich mir ,bestimmt wird es Morgen besser.

Tja,am nächsten Morgen werde ich um 5.00Uhr wach und bin bitterlich enttäuscht,weil die Sch...e schon wieder wie an all den Vortagen weiter geht.

Habe gerade eiskalt geduscht,habe heute Schweißausbrüche gehabt,das war nicht mehr von dieser Welt.

Ach übrigens,hab ich noch vergessen,diese PP-Substanzen würden sich auch in unseren Fettzellen einlagern.Zum Glück hab ich davon bestimmt nicht so viele,bin schlank.

Mein Gott,was stellt dieses Teufelszeug noch so alles an?
Ja,diese Zustände sind wirklich nicht auszuhalten!

LG und Gute Nacht Blumenfeld
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
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Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

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Michael808
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Michael808 »

blumenfeld hat geschrieben:
25.07.2020 17:28
So,und dann irritiert mich wieder,dass es Menschen gibt,die all diese Probleme überhaupt nicht haben.Dann muss ja deren Organismus irgendwie anders funktionieren!?
Hallo Blumenfeld,

das hat mich auch lange irritiert und ich habe mich dafür geschämt, es selbst nicht so einfach wegszustecken. Aber inzwischen denke ich mir: Wer belegt uns denn, wie viele Leute das sind? Ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht eine Mehrheit, sondern eine Minderheit ist. Selbst wenn es einer Packungsbeilage heißt: „Weniger als 1 von 1000“ haben diese und jene Nebenwirkung – warum sollen wir das glauben, wenn doch ohnehin bekannt ist, dass bei den Zulassungen dieser Drogen schon mit den Studien getrickst wird? Klar, hört sich Marketingtechnisch besser an „1 von 1000“ als „5 von 10“.

Ich möchte noch auf ein weiteres Phänomen hinweisen, das mir in diesem Zusammenhang auffiel:
Ich war ja schon, bevor ich Mirtazapin bekam, bei depression-diskussion.de angemeldet. Anders als in diesem Forum hier, sind da viele Leute, die PP befürworten und sogar den den Eindruck machen, auch jede Kritik daran zu bekämpfen. Ohne PP könnten sie angeblich nicht leben und sie hätten keinerlei Probleme durch die Einnahme.

Ich dachte mir schon immer, da kann doch was nicht stimmen. Und nachdem ich mich hier und auf der Seite von Peter Ansari aufgeklärt hatte, wurde ich etwas, sagen wir mal, investigativ tätig. Ich machte folgendes: Ich schaute mir viele der Beiträge an, die die besagten Leute in diesem Forum geschrieben haben. Und dabei fiel mir auf: Es stimmt schlicht nicht, was die schreiben. Sehr wohl haben die Nebenwirkungen und sie schrieben darüber. Und ebenfalls kann man teilweise herauslesen, dass es ihnen mit PP auch psychisch nicht besser geht, als vorher.

Das ist für mich ein Gruselkabinett. Eine Userin, mit der ich erst kürzlich aneinandergeraten bin, nimmt sage und schreibe 6 verschiedene PP (darunter sog. „Antidepressiva“ und wegen denen konsequenterweise auch noch starke Schlafmittel). Und man kann bei ihr von mehreren Nebenwirkungen lesen, die man davon auch erwarten würde: Sehstörungen, Schwindel, Taubheitsgefühle, Panikattacken etc.

Dennoch tritt sie dort so auf, dass sie dieses Zeug zum Leben brauche und behauptet, davon keinerlei Probleme zu haben. Man möge sich fragen, wie passt das alles zusammen? Schwer zu sagen, aber eine Theorie habe ich: Sie hat – unter anderem – die Diagnose Borderline. Soweit mir bekannt, neigen diese Leute zur Selbstverletzung, um „überhaupt etwas zu spüren“. Tja, vielleicht kommen da solche Beschwerden, wie sie PP auslösen, wie gerufen.

Das war nun ein Beispiel. Bei anderen Usern dort habe ich einfach das Gefühl, dass die prinzipiell alles glauben, was Ärzte sagen. Da konnte ich nicht so viel rausfinden, wie bei der oben genannten Userin. Aber wo man schon merkt, dass die den Ärzten blind vertrauen, liegt der Verdacht nahe, dass die sich einfach einreden lassen, ihre Beschwerden wären psychosomatisch. Das nimmt man dann halt einfach so hin.

Für mich ist ganz klar, dass mir Mirtazapin mehr geschadet hat, als jede Depression. Jede Episode dauerte max. 1 Jahr. Die Probleme wegen M. habe ich jetzt schon 1 Jahr und es sieht danach aus, dass die auch noch lange nicht vorbei sein werden. Und das lasse ich mir nicht gefallen! Ich werde weiterhin zur Aufklärung beitragen. Und das auch in diesem anderen Forum so lange, bis ich evtl. gesperrt werde, :censored: egal!

Ich kenne übrigens auch Leute, die können einen halben Kasten Bier saufen und noch geradeaus laufen. Na und? Heißt das deshalb, dass es gut ist, raue Mengen Bier zu saufen? Sicher nicht.

Glaubt nicht, dass ihr Ausnahmen seit, was die schlechte Verträglichkeit von PP angeht! Wir sind viele. Und ich behaupte, wir sind die Mehrheit. Soll mir erst mal jemand das Gegenteil beweisen.

LG
Michael
Durch Hausarzt wegen Depression Mirtazapin 15mg verordnet bekommen (9.5.2019); erste Woche 7,5mg, dann volle Dosis für 6 Wochen. Antidepressiver Effekt: nicht eingetreten; schlaffördernde Wirkung bereits nach 3. Woche nicht mehr gegeben. Heftige Verspannungen, Muskelzuckungen und Krämpfe stellten sich ein. Nach 6 Wochen begonnen auszuschleichen: Erste 2 Wochen 7,5mg, dann im Abstand von je einer Woche um ca. 1/8 der Gesamtdosis reduziert. Bereits nach Halbierung der Dosis unbegründete Angstattacken, Zucken am Augenlied für 2 Wochen. Verspannungen, Gelenkbeschwerden auch 4 Monate nach Beginn de Einnahme noch vorhanden und gefühlt immer stärker (heute 19.9.2019). Update am 24.2.2020: Inzwischen geht es mir wesentlich besser. Die :censored: ist zwar noch nicht vorbei, aber ich bin schon wieder mehr der alte, als der Pharma-Geschädigte. Es wird wieder, glaubt mir!

Clarissa
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Registriert: 24.08.2014 18:37

Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Clarissa »

Hallo.

Ich kenne KEINEN in meinem Alter (Ü60) und mit jahrelang PP, dem es damit richtig gut geht und mit dem ich tauschen möchte.
Alle haben teils erhebliche NW, die sie oft erst auf Nachfrage zugeben, keiner ist psychisch besser drauf oder belastbarer als ich. Oft sind sie wieder oder weiter depressiv.
ABER: sie können ihre Mittel nicht absetzen wegen des quälenden Entzuges. UND: sie glauben blind ihren Ärzten. Ich werde als Verschwörungstheoretiker gehandelt :wink: .

Sonntagsgrüße von Clarissa
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los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

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Ululu
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Registriert: 04.05.2017 17:43

Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Ululu »

Hallo Avalou,

Psychopharmaka heilen nicht. Das können Sie gar nicht, bei keinem.
Im besten Fall deckeln sie Symptome und fahren dich gnadenlos runter.
Du spürst dann halt nicht mehr viel, keine Angst, keine Aufregung aber auch keine Freude.
So wirken sie bei mir und das ist wohl die beste Art und Weise, wie sie wirken können.
Du lebst gepampert und alles fühlt sich deshalb nicht mehr so schlimm an.
Diejenigen, die sagen die Mittel helfen Ihnen, verspüren wohl auch genau das.
Das Leben ist zwar irgendwie immer noch Sch :censored:
aber ich merke es nicht mehr so und schlafe sowieso jede freie Minute.
:bettzeit:

Das ist aber nur bei denen Menschen so, denen die Medikamente "gut helfen".

Wenn man lange Zeit an einer heftigen Angststlrung gelitten hat findet man das anfangs sogar ganz okay. Bei mir war das so. Alles besser als Dauerangst.

Dachte ich.......

Es ist ein Kreuz. :evil:

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Svenja
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Svenja »

Liebe Avalou,
Avalou hat geschrieben:
25.07.2020 16:28

Das Einzige, was mich immer eine bisschen zur Ruhe bringt, ist das schreiben hier im Forum. Das entführt mich dann für eine kurze Zeit aus den Zuständen.
Das bringt mich auf eine Idee. Fang an zu schreiben. Egal worüber. Was du nicht ins Forum schreiben möchtest, das schreibe in ein Tagebuch. Such dir Themen, die dich beschäftigen. Oder welche, die positive Erinnerungen hervorrufen.

Mir hat das Schreiben in den Zeiten, wo es mir schlecht ging, sehr geholfen. Es ist einen Versuch wert.

Liebe Grüße
Svenja
1998 erste Depression - Tiefenpsychologische Therapie - keine Medikamente
2005 mittelschwere Depression - Mirtazapin und Venlaflaxin
2006 Depression - Verhaltenstherapie - Mirtazapin und Duloxetin
Im weiteren Verlauf Mirtazapin abgesetzt. Duloxetin 30 mg - etliche Absetzversuche gescheitert- erneute Depression wenn nicht schnell genug wieder eindosiert
2013 Lamotrigin soll Dulocetin ersetzen - funktioniert nicht - Lamotrigin wieder abgesetzt
2017: MBSR-Kurs, seitdem tägliche Meditation

bis 02.10.2019: 30 mg Duloxetin
ab 03.10.2019: 27 mg - keine Symptome
ab 24.11.2019: 24,3 mg - nach ca. 3 Wochen Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafprobleme, hält ca. 2 Wochen an
ab 24.01.2020: 23,1 mg - nach 2 Wochen sehr gereizt, schlechte Laune, übersteigertes Schmerzempfinden, hält den ganzen Februar an
ab 30.05.2020: 22,0 mg

Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Lieber Michael, liebe Ute,
liebe Clarissa, liebe Blumenfeld, :group:

ich finde es nicht verwunderlich, dass so viele Menschen von PP überzeugt sind. Klar habe auch sie Nebenwirkungen, aber sie gaukeln unserem Gehirn vor, das es ihnen dabei gut geht. Viele haben trotz der Nebenwirkungen ja viel mehr Energie und können positiver denken als ohne. Jedoch auch meist nur für eine gewisse Zeit, bis die Toleranz einsetzt.

Und nein, Medikamente (PP) heilen nicht. Im Gegenteil. Sie zerstören unser Leben. Wie viele haben sich erst umgebracht, als sie mit AD's begonnen haben.

Seit dem ich unwissentlich und unnötiger Weise AD's bekomme habe, hat mein Leben von Tag zu Tag an Glanz und Sinn verloren. Diese Medikamente haben mich als Menschen zerstört. Früher habe ich gute und schlechte Momente einfach hingenommen. Heute zerdenke ich jeden Moment und ersticke an meinem eigenen Mitleid und Elend. Und ich habe Angst, dass es nie wieder wird wie es mal war.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche.

Liebe Grüße,
Avalou
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Svenja, :)

das ist eigentlich eine gute Sache mit dem Schreiben. Zum einen fällt es mir aber schwer, Dinge für mich selber aufzuschreiben. Ich bin doch lieber in Kontakt mit anderen Menschen, und zum andern macht mein Kopf / meine Augen das nicht lange mit. Nach einiger Zeit werden meine Augen sehr schlecht, alles verschwimmt und es fühlt sich so an, als wenn ich anfangen würde zu schielen. Echt ekelig. Aber hier im Forum schreibe ich immer gerne.

Liebe Grüße,
Avalou
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Ihr Lieben, :group:

ich habe da mal eine Frage, die mich immer wieder sehr beschäftigt.

Mirtazapin und Sehstörungen!!!

Als ich damals das Mirta kalt abgesetzt habe, haben meine Augen zwei Tage später angefangen Probleme zu machen. Nach einem Jahr brauchte ich eine Lesebrille und nach 2 Jahren eine Gleitsichtbrille.

Der Augenarzt hat meine Augen als gesund eingestuft. Klar werden die Augen im Alter etwas schlechter, aber das Gefühl ist ein ganz anderes. Ich merke, dass die Sehstörungen nicht primär von den Augen gekommen, eher als wenn da eine Leitung dicht ist (wurde alles schon im MRA untersucht).

Der Zustand fällt mir besonders morgens auf, wenn ich in der Dusche stehe. Es ist alles so gedrückt, verschwommen und nebelig. Das nimmt von Monat zu Monat zu.

Jetzt zu meiner Frage:

[highlight=yellow]Wer von Euch hat Erfahrungen mit Mirtazapin und Sehstörungen?[/highlight]

Natürlich habe ich hier im Forum viel darüber gelesen, gerade in Verbindung mit Mirta. Ich konnte aber keinen Bericht finden, in dem stand, dass es sich nach Jahren verbessert hat oder im besten Fall ganz verschwunden ist. Viele haben eine Verbesserung nach Absetzen oder kurze Zeit später erlebt. Aber was ist mit Sehstörungen, die noch nach 3 Jahren anhalten? Dazu kommt ja auch in Verbindung die Benommenheit.

Ich bin über jede Antwort dankbar. <3

Liebe Grüße,
Avalou
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Clarissa
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Clarissa »

Liebe Avalou.

Mein allererstes AD, Citalopram, schien mir auch zu helfen. Allerdings war ich wie auf Speed und hatte NW von Anfang an. Später war dieser Effekt von AD nie wieder reproduzierbar und es kam zunehmend zu Persönlichkeitsveränderungen. Mir gefiel das nie.

Ich bin ohne PP wieder "normal" geworden, zumindest, was das Denken und Fühlen betrifft :) . Normaler als zuvor. Gelassener und positiver. Mit Akzeptanz meines Lebens und mit Medikamentenfreiheit. Aber das brauchte einige Zeit und einiges Umdenken bei mir.

Alles Gute und VG von Clarissa

P.S.: anhaltende Sehstörungen habe ich keine, außer den altersbedingten :wink: , obwohl ich auch einige Zeit Mirtazapin nahm
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

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