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Die Teams des ADFD




Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Michael808
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Michael808 »

Hallo Avalou,

bei mir ist es so, dass ich während der Einnahme von Mirtazapin keine Sehstörungen hatte. Seit ich Mirtazapin nicht mehr nehme, bekomme ich manchmal plötzlich eine getrübte Sicht, die für ein paar Minuten anhält, aber dann wieder verschwindet. Manchmal produzieren die Augen zuviel Flüssigkeit und sind total glasig, manchmal sind sie aber auch so trocken und rot, dass Leute denken, ich kiffe wieder (auch sehr ärgerlich, wenn man eigentlich clean ist). Jedenfalls ist das bei mir nicht anhaltend, nur es tritt halt immer wieder ohne Ankündigung plötzlich auf.

LG
Michael
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Schwimmerin
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Schwimmerin »

Liebe Avalou😊

Ich habe wie du Sehstörungen von Beginn der Einnahme an - vorher hatte ich keine Brille nötig & inzwischen sehe ich sehr schlecht. Da ich schon oft gelesen habe dass die Sehstärke im Entzug variert, warte ich noch ab wie es sich nach dem Entzug entwickelt bis ich mir eine Brille kaufe.
Es gibt ein thread dazu der, so finde ich etwas Hoffnung macht:

https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 57&t=12564

Ich werde nach 0 natürlich auch weiter berichten wie es sich mit meinen Augen entwickelt.

Ich wünsche dir einen guten erträglichen Tag & dass du an eine Besserung glauben kannst, es wird kommen 💫

GlG Schwimmerin 😊
[spoil][spoil][spoil]Ausgangssymptome: Überforderung, Schlafprobleme infolge PS des Exmannes
08.2015 Mirtazapin 15 mg, dann kurzzeitig 30 mg, wieder auf 15 mg
2016 Mirtazapin 7.5 mg,
2017 Mirtazapin 3.75 mg
11.2017 ganz abgesetzt (wusste es nicht besser)
nach den 3 Wochen ohne Mirta: lautes Kopfrauschen, Stromgefühl im Kopf
danach zuerst 3.75 mg Mirta, nach 2 Tg. 1.8 mg Mirta, da zu benommen mit 3.75 mg
Stromgefühl / rauschen konstant im Kopf
Forum gefunden :)
24.1.2018 Mirtazapin aufdosiert auf 2.25 mg
30.5. 2018 2.2 mg
4.6. 2018 2.15 mg
8.6.2018 2.1 mg
26.6. 2018 2 mg
23.7. 2018 1.9 mg
2.8. 2018 1.8 mg
16.8.2018 1.7 mg
9.2018 1.6 mg
10.2018 1.5 mg
11.2018 1.3 mg
12.2018 1.1 mg
2.2019 1 mg
3.2019 0.9 mg
4.2019 0.8 mg
5.2019 0.7 mg
Absetzpause/Umzug
24.6.2019 immer noch nicht stabil
22.9.2019 0.65 mg
30.9. 2019 0.6 mg (falsch abgemessen, so geblieben)
31.10. 2019 0.55 mg
10.11. 2019 0.5 mg
2.12. 2019 0.45 mg
1.1.2020 0.4 mg
1.2.2020 0.35 mg
1.3.2020 0.3 mg
11.4.2020 0.2 mg
30.05.2020 0.1 mg
17.7.2020 0.05 mg Symptome ab Tag 8 - extrem erschöpft, nicht belastbar, Juckreiz Haut, intensives rauschen im Kopf, Unruhe ZG usw.


Omega 3
Magnesium Diasporal
L-Thyrosin wg NNR-Schwäche
Vitamin - Immunabwehr und Histamin
Vitamin D
Epogam / Nachtkerzenöl wg Haut
bioidentisches Progesteron 2. Zyklushälfte wg Östrogendominanz
Mönchspfeffer wg Zyklusschwankungen

[/spoil][/spoil][/spoil]

Clarissa
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Avalou.

Ich halte Augensymptome auch für ein Symptom eines gestörten ZNS. Genau wie diese Benommenheit. Und beides mit großem Potential zur Besserung :) .
Laß Dich nicht unterkriegen davon.

Alles Gute und VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Laube
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Laube »

Hallo Avalou,

mit Mirtazapin wurde mein rechtes Auge in kürzester Zeit immer schlechter (Kurzsichtigkeit). Das war aber nicht alles, auch fokussieren wurde zunehmend schlechter. Aber ganz gravierend war der komische Zustand, dass mein Auge immer wieder abrutscht und ich doppelbilder sehe. Muss dann blinzeln, damit das Auge sich wieder ausrichtet. Dies wiederholt sich ständig und ist sehr anstrengend beim Lesen beispielsweise.

Das alles kam zeitgleich mit Mirtazapin. War schon mehrfach beim Augenarzt. Dieser kann da nichts machen. Glaubt aber auch, dass das Medikament dieses Problem verursachte. Seit vier Monate auf null ist dahingehend nichts besser geworden.

Sehschwäche wurde mit Gleitsichtbrille versucht, auszugleichen, jedoch komme ich damit nicht klar. Der scharfe Sehbereich ist so minimal, dass ich dauernd nach scharfem Bild suchen muss. Strengt mich zu sehr an.

Nebenbei noch gesagt, hat bei mir auch mit Mirtzapin das ständige Brummen begonnen, das ich immer höre und sonst kein anderer. Höre Brummen wo angeblich keines ist.

Leider kann ich Dir nicht sagen, ob das wieder besser wird. Der ein oder andere im Forum hat schon Verbesserung der Sehprobleme berichtet, aber bei mir sieht es nicht danach aus, als regle sich das wieder.

Grüße Dich
Silvia
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Josh
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Josh »

Das Problem habe ich auch seit Anfang an mit Beginn der Einnahme! Zwischen drin brauchte ich keine und jetzt nach 0 ( 13 Monate mittlerweile) !
Habe aber das Gefühl mal ja mal nein , es ist wirklich zum ...! Hoffe auch das das verschwindet!
Grüsse
Josh
Dezember 2014 Operation
danach depression, ängste, panik, idiotische gedanken!
keiner geholfen nur antidepresiva im oktober
2015 angefangen ( escitalopram 1 -20 tropfen)
früher immer mal down , job verlust , stress , umzug und
soweiter ! mit johannneskraut und homöopathie behandelt! hat im allgemeinen 20 jahre geklappt!
dann op und ab da kein mensch mehr wie früher!
nehme
MG Fussbad
OPC ca 200 reines
Vitamin C 500-1000 mg
Omega3 2g
D3 mit K2 20.000 IU
multivitaminpräparate mit mineralstoffen !
( hatte eine mineralstoff analyse machen lassen)
Kupfer mängel, selen ! quecksilber hoch und die
anderen werte nicht gut und nicht schlecht!
bin seit jahren in psychotherapie aber die nebenwirkungen kann sie nicht ändern! ist sehr offen
und hat das mit der postoperativen depression nach der OP auch
schon gelesen! es wird wohl nach der OP
MG
FE ( habe ich als kind schon gehabt )
D3
B12 mangel gewesen sein aber keiner hat sich darum
gekümmert! habe ich auch erst 2016/17 selbst erlesen!

Ein Tipp von mir das Buch 📚
Gesund in 7 tagen von raimund von helden!!!
es ist wirklich ein teil welches uns viele baustellen
reparieren lassen kann !!!!
Muss aber nicht nur wer will!!!


Angefangen Oktober 2015 ( 1-20 Tropfen)
Abgesetzt ab
Januar 2017
Und hier die letzten Schritte
2,3 mg am 11 .Februar 2019
2 mg am 20. Februar 2019
1 mg am 20. März 2019
0.5 mg am 30.April 2019
0,25 mg 3.Juni 2019
0 28. Juni 2019
seit dem immer wieder mit Absetzsynthome
Unruhe
Sehprobleme
Muskeln zucken
Erschöpftung
Kopfschmerzen
Antriebslosigkeit
Tinnitus
Früh geht gar nix
Schlechte Laune

Michael808
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Michael808 »

Laube hat geschrieben:
27.07.2020 13:21
Nebenbei noch gesagt, hat bei mir auch mit Mirtzapin das ständige Brummen begonnen, das ich immer höre und sonst kein anderer. Höre Brummen wo angeblich keines ist.
Guten Abend allerseits,

dieses Brummen hat auch bei mir mit dem Konsum von Mirtazapin angefangen. Das ist bei mir inzwischen seltener geworden, tritt nur noch manchmal kurz für wenige Sekunden auf und blendet sich dann wieder langsam aus. Es hat auch immer mal unterschiedliche Frequenzen. Manchmal liegt es fast im Infraschall-Bereich, manchmal im Bass-Bereich und manchmal ist es auch – wie bei normalem Tinnitus – ein hochfrequenteres Pfeifen.

Also in der Hinsicht kann ich euch beruhigen, das verschwindet nach und nach wieder bzw. tritt immer seltener auf. Gut, ich habe Mirtazapin nur wenige Wochen genommen, aber da jetzt rund ein Jahr vorbei ist, bin ich mir gar nicht so sicher, ob da die Dauer der Einnahme so eine Rolle spielt.

LG
Michael
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Hallo Clarissa, Michael, Schwimmerin, Laube und Josh,😀

vielen Dank für Eure Antworten zu den Sehstörungen. Es fühlt sich wirklich komisch an und ist auch gar nicht so leicht zu erklären. Mich wundert es nur, dass es auf den Tag genau mit dem Absetzen begann und seit dem sich kontinuierlich verschlechtert hat.

Das Brummen kenne ich auch nur zu gut. Gerade gestern wieder. Mein Mann hat sich frei genommen und wir waren am Vormittag unterwegs. Zuhause war ich dann wieder so fertig, dass ich mich sofort hinlegen musste. Dann ging es los mit dem Brummen. Der Körper ist einfach überhaupt nicht belastbar. Selbst rumsitzen und zuhören ist purer Stress. Gestern Nachmittag kamen dann auch noch meine Kinder und Eltern zum Kaffeetrinken. Es fiel mir einfach nur unsagbar schwer alles.

Meine Familie hat sich gefreut, dass ich eigentlich den Tag gestern ganz gut ausgehalten habe. Ich hatte auch keine massiven Einbrüche. Trotzdem fühlt es sich wie die Hölle an. Dieses aushalten müssen ist so anstrengend.

Ich habe gerade mit Marienkaefer geschrieben. Auch ihr geht es nach 28 Monaten sehr schlecht. Nimmt der Alptraum denn nie ein Ende?

Seid alle ganz doll gedrückt von mir. :group:

Alles Liebe,
Avalou
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simonb
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von simonb »

Hallo Avalou,

Ja das kenne ich auch, das die Angehörigen sich freuen, und man selber es nur schwer aushalten kann.
Trotzdem finde ich es ein gutes Zeichen, das du gestern keine massiven Einbrüche hattest.
Das zeigt doch das etwas in Bewegung ist oder?

Vor einiger Zeit noch, hast du davon berichtet, das du nur im dunklen Zimmer liegen konntest.

Gruß Simon
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blumenfeld
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von blumenfeld »

Hallo Avalou,

dachte,dass ich Dir sofort mitteilen muss,dass es mich wirklich sehr gefreut hat,als ich las,dass Du den gestrigen Tag gut ausgehalten hast ohne massive Einbrüche.BRAVO!

Hoffentlich ist das ein kleiner Anfang mit Aufwärtstrend!?
Das mit diesem Erschöpftzustand nach kleinsten Unternehmungen,so dass man sich gleich fühlt wie Neunzig oder scheintot,das kenne ich auch sehr,sehr gut.
Mich macht das fertig ohne Ende,weil ich früher immer ein Multitasking -Typ war mit der Kraft der zwei Herzen.Ich war sehr belastbar,das ist komplett dahin!

Jede 80-Jährige ist heute fitter als ich!Das macht mich so fertig!
Ich war auch mein Leben lang extrem pedantisch,brauche extreme Ordnung und Sauberkeit in meinem Zuhause,ja ich liebe es beinahe steril,bin wirklich ein Putzteufel erster Klasse.

Und all das schaffe ich jetzt nicht,das macht extremst unzufrieden.

Das mit den Augen hat eine Bekannte von mir auch,wir kennen uns von einem früheren Klinikaufenthalt,sie behauptet,die PP hätten sie fast blind gemacht.
Ich habe diese NW auch mehrfach im Beipackzettel gelesen.

Eine andere Bekannte hatte Lithium als Langzeitmedikation in hoher Dosis,jetzt sind die Nieren kaputt,hat drei Mal die Woche Dialyse.

Gibt es verdammt noch mal irgend etwas im Körper,was dieses Teufelszeug nicht angreift oder zerstört?
Ich habe nur noch Angst,was da alles noch kommt,denn eigentlich haben wir schon jetzt mehr als genug.Von Lebensqualität sind wir hier doch alle meilenweit entfernt.Und was ist unser aller gemeinsamer Nenner? Wir alle haben dieses Teufelszeug genommen!

Ich wiederhole mich,ich würde so gern diesen Abschnitt in meinem Leben löschen,
Ich möchte ,dass es wieder normal ist,gesund halt,ohne diese ganzen Einschränkungen und dieses ständige Nicht-Funktionieren.
Heul,Heul......


Wie ist es heute,Avalou-auch gut?

LG Blumenfeldq
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Hallo Simon,

natürlich ist es ein gutes Zeichen, dass der Tag gut funktionierte. Andererseits fühlt man sich ja trotzdem nicht wohl, aber es ist auf jeden Fall schon mal gut, dass Bewegung in die Sache kommt. Die Zustände die, die ich noch bis vor kurzen hatte waren ja auch jenseits von Gut und Böse.

Liebe Grüße,
Avalou
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Guten Morgen Blumenfeld, <3

dass ist sooo lieb von Dir, dass Du Dich für meine kleinen Fortschritte freust. Ich kann es aber leider noch nicht so ganz genießen, da es mir ja trotzdem nicht gut dabei geht. Lediglich die Spitzen sind etwas schwächer.

Am Anfang des Jahres habe ich immer gesagt: "Wenn nur die Übelkeit aufhören würde, dann...." Die Übelkeit schwächte dann langsam ab, jedoch entwickelten sich Zustände, die nicht von dieser Welt waren. Paranoide Angst, Krampfanfälle, komplette Ausraster. Ich bin teilweise richtig durchgedreht. Das war auch wirklich die schlimmste Zeit der ganzen letzten 4,5 Jahre. Jetzt haben diese Symptome sich auch gemildert. Einen Krampfanfall hatte ich seit letzter Woche Dienstag auch nicht mehr und trotzdem bin ich absolut nicht zufrieden.

Auf der einen Seite bin ich unendlich dankbar dafür, dass einige Symptome andeuten zu verschwinden, auf der anderen Seite fühle ich mich immer noch wie ein Zombie. Ich habe wirklich das Gefühl, als ob mein Kopf von Maden zerfressen wird. Und immer diese unterschwellige Angst. Einfach nur ekelig.

Dein Vergleich mit der 80 jährigen passt wirklich gut. Meine beiden Eltern sind über 80. Beide sind 100 mal fitter als ich. Mein Papa fällt alleine noch große Bäume auf seinen Grundstück und meine Mutter versorgt die ganze Familie immer mit ihren Leckereien. Und ich sitze mit meinen 45 Jahren hier und kann nicht mal alleine spazieren gehen.

So wie Du, war ich damals auch der Multitasking-Typ. Alles ging problemlos. Musste mich dabei nicht mal großartig anstrengen. Und jetzt? Am Dienstag war eine Nachbarin zu meinem Geburtstag kurz da und hat mich für Freitag zum Bruch mit Freundinnen eingeladen. Unmöglich. Nicht machbar für mich. Nicht mal sitzen und zuhören geht. Oh Gott wie krank ist das denn alles?

Wir sind uns so ähnlich. Ich brauche auch meine Ordnung. Steril musste es nie sein. Einfach nur sauber und hübsch. Lege auch unheimlich viel wert auf Deko. Unsere Schränke sind alle sauber und geordnet. Du kannst Dir vorstellen, was das an Kraft kostet diesen Zustand einigermaßen aufrecht zu halten. Das letzte Jahr war das gar nicht möglich. Da war es mir aber auch egal.

Es ist nur alles so vertane Zeit. Man lungert rum und würde eigentlich gerne etwas machen, jedoch lassen Körper und Geist es nicht mehr zu.

Wie geht es denn Deiner Bekannten aus der Klinik? Hat sich das mit ihren Augen denn im Laufe der Zeit gebessert? Hat sie auch Mirtazapin bekommen? Ich kann das bei mir mit den Augen schlecht einschätzen. Manchmal denke ich das kommt auch durch die Dissoziation bzw. DP/DR.

Mit Deiner anderen Bekannten mit der Dialyse ist ja auch der Hammer. Es darf doch nicht sein sein, dass Medikamente, die ja in den meisten Fällen nicht mal nötig gewesen wären, den Körper kränker machen als er eigentlich war. Immer wieder unfassbar für mich. Das tut mir wirklich leid für Deine Bekannte. Zumal geschädigte Nieren ja nicht mehr reparabel sind.
Gibt es verdammt noch mal irgend etwas im Körper,was dieses Teufelszeug nicht angreift oder zerstört?
Ich habe nur noch Angst,was da alles noch kommt,denn eigentlich haben wir schon jetzt mehr als genug.Von Lebensqualität sind wir hier doch alle meilenweit entfernt.Und was ist unser aller gemeinsamer Nenner? Wir alle haben dieses Teufelszeug genommen!
Dem ist glaube ich nichts mehr hinzuzufügen. Diese Medikamente heilen nicht. Sie zerstören Leben.

Ich hatte gerade die Tage ein Streitgespräch mit meinem Vater. Da ging es um meine Schwägerin die jetzt auch AD's nimmt, die ihr angeblich sehr gut helfen. Meine Schwägerin hat durch eine Vorerkrankung Depressionen bekommen. Sie geht jedoch in Teilzeit arbeiten, fährt 4x im Jahr in den Urlaub. Auch weite Flugstrecken über Stunden sind kein Problem. Sie kann kilometerlange Radtouren machen, Langstreckenlauf (Walking), Stand up paddling, Essen gehen mit Freunden usw.. Jetzt nimmt sie das Medikament und hat Glück, dass sie noch keine Nebenwirkungen hat. Dann wurde mir von meinem Vater gesagt, dass wenn ich AD's nehmen würde, es mir vielleicht auch besser gehen würde. Ich bin so an die Decke gegangen. Als ob ich das nicht schon die ganzen Jahre probiert hätte. Keiner versteht das Problem. Mein Vater sagte, es werden so vielen Menschen AD's verschrieben, dann müssen sie ja heilen. So ein Quatsch. Sie deckeln, aber sie heilen nicht.

Meine Liebe, ich wünsche uns allen, dass wir das Leben irgendwann wieder in vollen Zügen genießen können. Ich wünsche uns Tage, an denen wir Abends ins Bett fallen und nicht einmal am Tag über unser Befinden nachgedacht haben. So wie früher. Einfach nur leben.

Ich drücke Dich, alles Liebe, :hug:
Avalou
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blumenfeld
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von blumenfeld »

Lb.Avalou,
Ja,ich muss sagen,Deine Zeilen lesen sich heute viel besser als die Wochen davor.Ich freue mich so mit Dir,das schafft irgendwie Mut.
Ich hoffe so,dass sich auch bald mal bei mir was tut.Ich habe im Moment wieder ganz extrem mit der Übelkeit zu tun,durchgängig den ganzen Tag.Das quält mich so extremst und das Schlimme ist,dass absolut nichts an Magenmitteln hilft.Lunetta empfahl mir Ingwer,leider hilft auch das nicht bei mir.Jetzt las ich gerade,dass auch Du damit zu tun hattest.Ist es jetzt weg?

Wenn ja,ich glaube,es so verstanden zu haben,dann sag mir mal,wie Du es geschafft hast.
Und dann noch diese elenden Schweißausbrüche.Ich hasse es so sehr.Ich will,dass das endlich aufhört.

War heute auch kurz raus,aber alles in gequältem Zustand.Vertrage diese Hitze im Moment nicht.
Übrigens ist bei mir das Gleiche wie bei Dir,Treffen mit irgendwelchen Leuten oder Feiern geht gar nicht,keine Konzentration ,alles ist zu viel und belastet.Hatte vor kurzem Klassentreffen,ging auch nicht,das hat mich so unendlich traurig gemacht.

Ist richtig,man lungert viel rum,obwohl man das absolut nicht möchte.
Ach genau ,Du hattest Dienstag Geburtstag.Ich wünsche Dir nachträglich nur das Allerbeste,vor allem eine riesige Portion Gesundheit,denn es gibt nichts Wichtigeres als das.

Die Bekannte aus der Klinik muss jetzt Brille tragen,weiß allerdings nicht in welcher Stärke.
Sie ist fest überzeugt,dass das vom Mirtazapin kommt.
Ich bin nach PP auch kränker als ich je war.
Dein Vater hat Recht,die halbe Welt schluckt AD,aber Krankenzahlen,Frühberentungen u.s.w. stiegen die lt.Jahre dramatisch an .Irgendwie komisch,wenn AD angeblich so gut heilen.

Ebenso muss ich staunen,was Deine Schwägerin alles in der Krankheit kann,bei mir geht gar nichts,nicht mal bisschen in Urlaub gehen.

Nimmst Du eigentlich noch das CBD-Öl? Ich nehme es immer wieder mal,kann aber keine Wirkung feststellen. Mist,auch dafür so viel Geld weggeschmissen.

Aber was kauft man nicht alles in der Hoffnung auf Hilfe und Heilung.

Dr.Ansari sagte mir mal,mich kann nur die Zeit und die Natur heilen,aber trotzdem unternehme ich immer wieder was,um da etwas nachzuhelfen.

Das Mittel,das wirklich was bringt,habe ich leider noch nicht gefunden!

LG und schlaf schön. Blumenfeld
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Hallo Blumenfeld,

habe Dir eben gerade auch etwas auf deine Seite geschrieben.

Liebe Grüße,
Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Guten Morgen Blumenfeld, <3

danke nochmal für die lieben Glückwünsche. (❁´◡`❁)

es kann schon sein, dass sich meine Zeilen besser lesen als zuvor. Die letzten 3 Tage waren auch etwas besser auszuhalten als sonst. Ich habe mich sogar gestern getraut mit meiner Tochter zum Pferd zu fahren und die Mähne zu schneiden. Es dauerte 20 min, dann hatte ich wieder einen Zusammenbruch, konnte kaum einatmen usw. Mein Mann hat mich dann abgeholt. Danach wurde es dann wieder etwas besser. Vormittags habe ich ein paar Rückenübungen mit dem Terraband gemacht. Das war wohl auch ein Fehler. Ich habe heute so einen Druck im Bereich der HWS. Irgendwas stimmt da auch nicht. Ärzte können aber nichts finden. Ich kann nur sagen, dass mir die Bewegung und die Verrenkung beim Pferd eher geschadet hat.

Meine Nächte beginnen momentan erst gegen 2-3 Uhr. Vorher kann ich nicht einschlafen und um 6 Uhr ist die Nacht dann wieder zu Ende. Ich bin auch wieder sehr depressiv und stehe total neben mir. Ich versuche dann immer im Bett ruhig von 1-100 zu zählen. Für einen kompletten Durchgang habe ich über eine Stunde gebraucht, da spätestens bei 50 das Gehirn weg war und ich von vorne beginnen musste. Du siehst also, bei mir ist eigentlich gar nichts besser.

Ja, mit der Übelkeit hatte ich auch sehr stark zu tun. Sie ist auch unterschwellig immer mal wieder da. Ich weiß auch nicht, ob man es wirklich Übelkeit nennen kann. Bei mir kam das definitiv nicht vom Magen. Eher so ein Elendigkeitsgefühl. Das steckte aber viel höher fest. Eher so im Bereich des Brustkorbes. Ich hatte das extrem in den Monaten 2-5 nach 0. Danach hat sich das dann gebessert und ich bekam wieder leichten Appetit bzw. das Essen hat mich dann nicht mehr so angeekelt. Eigentlich konnte ich dagegen gar nichts machen. Nur abwarten, dass es hoffentlich bald verschwindet. Magenmittel habe ich letztes Jahr nach dem AB mal bekommen. Da wurde es aber nur noch schlimmer und ich habe wirkliche Magenkrämpfe bekommen.

Das mit dem Klassentreffen ist wirklich schade. Ich kann es so gut nachempfinden, wie Du Dich gefühlt hast, nicht dabei gewesen sein zu können. Meine Kleine hat in 2 Monaten Konfirmation. Ich befürchte, dass ich auch nicht in der Lage sein werde zu feiern. Ich weiß, man soll nicht schon im Vorfeld so etwas sagen oder denken. Ich weiß aber wie meine letzten Jahre aussahen und da ist der Gedanke nur realistisch. Leider. Na ja, vielleicht kommt ja doch alles noch ganz anders. Ich wünsche es mir so.

Nach dem Mirtazapin muss ich, wie Deine Bekannte, auch eine Brille tragen. Vorher hatte ich Augen wie ein Lux und jetzt weiß ich nicht mal, wie ich mich schminken soll, da ich selbst im Vergrößerungsspiegel nichts mehr erkenne und mit Brille die Augen schminken geht ja nicht. Kontaktlinsen sind auch kein Option, da ich weder nah noch fern gut gucken kann. Deshalb musste ich mich auch für eine Gleitsichtbrille entscheiden. Ich bin mir auch sicher, dass das Mirtazapin daran schuld ist. Es ist doch kein Zufall, dass 2 Tage nach Kaltabsetzen die Augen schlechter wurden.

Das CBD-Öl nehme ich nicht mehr. Hat irgendwie nichts gebracht und ich wollte das ZNS nicht unnötig belasten. Man weiß ja nie was woher kommt. Ich darf gar nicht daran denken, was ich die letzten Jahre an Medikamenten, Homöopathie, NEM's und nicht zu vergessen an privaten Kliniken bezahlt habe. Da bekommt man schon ein schönes Auto für. Und alles um noch kränker da zu stehen. Es ist zum heulen.

Manchmal bezweifle ich auch die Aussagen von Baylissa und Dr. Ansari. Ich weiß nicht, ob wir alle heilen. Die meisten sehen über die Jahre ja eine stetige Verbesserung, auch wenn es mal wieder zu Rückschlägen kommt. Ich habe bei mir das Gefühl, dass von Monat zu Monat die Spirale eher nach unten geht. Ich bin ja kaum noch lebensfähig. Jeder noch so kleine Versuch auf Heilung wird sofort im Keim erstickt. Und dann jeden Tag dieser Matschkopf. Einfach nur Horror. Irgendwie haben mich die letzten 3 Tage eher runtergezogen, als ermutigt, weil es heute wieder so schlimm ist und ich gar nicht weiß, wie ich es bis zum Abend schaffen soll. Leider kann ich ja momentan auch nicht wirklich schlafen (s.o.). Das ging bis vor kurzen ja viel besser.

Ich bin momentan dankbar dafür, dass ich seit 1,5 Wochen keinen Anfall mehr hatte. Die Angst ist zwar immer noch sehr stark vertreten, aber nicht so psychotisch und unwirklich wie vor einigen Wochen. Das war echt schon krass. Solche Zustände möchte ich auch kein zweites Mal erleben.

Liebe Blumenfeld, ich kann manchmal einfach nicht mehr. Jeden Tag dieser Kampf und jeden Tag das Gefühl, dem Gegner nicht gewappnet zu sein. :sports: :cry:

Ich hoffe, das Du einen guten Tag heute hast und alle anderen auch. :hug:

Liebe Grüße,
Avalou
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Clarissa
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Clarissa »

Liebe Avalou.

Für mich liest es sich so, als würdest Du gern "Normalität erzwingen" wollen. Das klappt im Entzug meist nicht und man bekommt die Quittung.
Ich habe u.a. deswegen eine Verhaltenstherapie abgebrochen, weil sie mich auf die falsche Fährte führen wollte.

Ich habe es auch probiert mit der Normalität und bin dabei gewaltig auf die Nase gefallen.

Seit ich meine Einschränkungen akzeptiere, kann ich damit besser umgehen und sie machen mich nicht mehr so fassungslos.

Ehrlich gesagt bezweifle ich inzwischen auch, ob es für mich eine vollständige Heilung geben wird. Ich sehe es als eine Art "Defektheilung" und versuche trotzdem, das Beste aus meinem Leben zu machen.
Nun gut, ich hatte verschiedene PP in kurzer Zeit, von denen jeweils Kaltentzüge, vorher Elektro"heil"krampftherapien - und ich bin bereits 66, da heilt man nicht mehr so gut.

Von daher sind doch die Chancen für Dich besser!

Viel Kraft und Geduld wünscht mit VG Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Clarissa,

von "Normalität" bin ich noch weit entfernt. Ich sitze gerade im Büro um ein paar private Dinge zu erledigen und kann kaum aus den Augen schauen, als würde mein Kopf zerfressen werden. Es gibt keine normalen Momente mehr. Warum ist das so? Man kann doch nicht sein Leben lang diese Zustände aushalten müssen.

Die Quittung für meinen Übermut habe ich heute zur genüge bekommen. Es macht einfach keinen Spaß mehr.

Ich hoffe so, dass es für jeden von uns Heilung gibt. Mein Leben ist sonst wirklich wunderschön, nur ich kann an diesem Leben nicht mehr teilnehmen. Das ist doch einfach nur zum heulen.

Liebe Grüße,
Avalou
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Clarissa
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Clarissa »

Aber, liebe Avalou, das wird doch wieder besser!

Es wird wieder überwiegend normale Momente in Deinem Leben geben.

Sorg Dich nicht so deswegen. Im Moment mußt Du aber wahrscheinlich noch eine Weile einen Gang runterschalten.

VG von Clarissa.
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Avalou
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Avalou »

Liebe Clarissa,

ich glaube da nicht mehr dran. Es gab die letzten Jahre keine guten Momente. Der Kopf ist seit der Zeit so benebelt. Ich konnte die letzten Jahre keine Erleichterung diesbezüglich erfahren. Das macht es mir schwer, an eine Heilung zu glauben. Die anderen Symptome fühlen sich anders an. Da weiß ich, dass sie verschwinden können. Jedoch diese Benommenheit und die Sehstörungen sind wie ein gemeißelt.

Liebe Grüße,
Avalou
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Clarissa
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von Clarissa »

Liebe Avalou.

Du bist noch nicht lange genug auf Null, glaub mir.
Versuche, Dein System nicht mit erneuten PP-Versuchen zu irritieren. Überlaste Dich nicht. Sieh das jetzt als einen Lebensabschnitt an, der vorübergehen wird. Im Moment bist Du krank. Ich finde: Entzug ist eine Krankheit.

VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

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Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

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NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

RebelHeart75
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Re: Avalou: Mirtazapin und Opipramol kalt abgesetzt. Benommenheit und Sehstörungen seit Jahren.

Beitrag von RebelHeart75 »

Hallo Avalou,
Ich habe auch 11 Monate nach null sehr mit Schwindel (kommt irgendwie aus den Augen und wenn ich fokussiere) und Sehstörung zu kämpfen. Habe viel zu schnell abgesetzt.
Ich halte mich derzeit auch mit den Aussagen über Wasser, dass so ein Entzug eben wirklich sehr lange dauern kann und man viel Geduld braucht. Nicht unbedingt meine Stärke 🤔.
Hatte mal in einen Bericht gelesen bzw in einer Studie, dass dort die Rede von durchschnittlich ca 90 Wochen Entzugsdauer war. Auch mir fällt es immer schwerer, so länger es dauert ,an Heilung zu glauben, aber ich gehe trotzdem ganz fest davon aus, dass sich jedes ZNS vollständig erholen wird. Irgendwann haben wir es überstanden!
Viele Grüsse,
MX
06/2018: Beginn der Depression
07/2018 - Anfang 10/2018: 20mg Escitalopram - leider schlug Escitalopram nicht an, dann 2wöchige Umstellung auf Paroxetin, d.h. im Wechsel einen Tag 20mg Escitalopram, dann nächster Tag 20mg Paroxetin etc
10/2018 - 15.07.2019: 20mg Paroxetin
Ab 16.07.2019 abgesetzt nach Rücksprache Hausarzt
3 Wochen 10mg, dann 3 Wochen lang jeden 2 Tag 10mg Paroxetin,Absetzdauer somit 7 Wochen
Letzte Einnahme: 30.08.19
Ende September 2019: Absetzsymptome wie Brainzaps (nur beim Einschlafen), Schwindel,seltsames Körperempfinden (vor allem im Nackenbereich), Probleme Sehen / Fokussieren, dadurch Gangunsicherheit, vermehrt Schwindel beim Herunterschauen z.B. auf den Boden sehen.
Keine Symptomverbesserung in den letzten Monaten, außer bei den Brainzaps, die sind verschwunden
Anfang 07/20: Für 2,5 Wochen kaum spürbare Symptome
Seit 26.07. Schwindel, Sehstörung wieder verstärkt da

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