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Foxly: Mut machen

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Foxly
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Foxly: Mut machen

Beitrag von Foxly »

Liebe Forumsmitglieder,

zunächst einmal möchte ich Euch sagen, dass ich unendlich dankbar bin, dass ich dieses Forum vor einiger Zeit gefunden habe! Und dankbar, dass hier ein so reger Austausch stattfindet!

Eigentlich hatte ich mich letzten Monat angemeldet, weil ich nach Nutzung der hier gefundenen Beiträge und Informationen etwas zurückgeben wollte, nämlich eine Nachricht, die überwiegend Mut machen sollte.
Leider kam es dann etwas anders und die "Sache mit dem Mut machen" muss wohl noch ein wenig warten, die "Sache mit dem Danke sagen" aber, die geht schon wieder. :)

Leider habe ich Euch erst gefunden, als ich mich schon mitten im protrahierten Entzug befand. Es gibt hier so viele Informationen, die mir viel Leid hätten ersparen können. Meine "Geschichte" könnt Ihr unten in groben Zügen der Signatur entnehmen. Da ich schon etwas älter bin, musste ich das sehr knapp halten (und es ist dennoch lang geworden)

Für heute aber erst einmal: ein herzliches Dankeschön und gaaaanz viel Durchstehvermögen für Euch alle, die Ihr so tapfer seid!

Wir alle schaffen das - gemeinsam! :schnecke: :schnecke: :schnecke: :schnecke:
Zuletzt geändert von Annanas am 13.05.2020 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nutzername im Titel ergänzt
[spoil]-> Ab 2003 wechselnd Zoloft, Cipralex, Cymbalta und einige trizyklische AD wurden probiert wegen chronischer Schmerzen und weiterer körperlicher Symptome, die nicht zugeordnet werden konnten…..
-> 2009 kommen noch Lyrica, Seroquil zum Einsatz, iwann dauerhaft Cipralex
-> 2010 Cortison in Intervallen, Methotrexat, Azathioprin wegen Verdacht auf Autoimmunerkrankung
->2012/13 „Chronisch entzündliche Erkrankung des ZNS“, die
-> 2014 „nicht klassische MS“ heißt, iwann ein „überwiegend schubförmiger Verlauf einer MS“ ist……

Soviel zur Vorgeschichte, genauere Aufzeichnungen bezüglich Absetzversuche Psychopharmaka gibt es aus dieser Zeit nicht, nur dass ich 2015 wohl das Cipralex ausgeschlichen habe und ab Februar 2016 bis Dezember 2016 OHNE war
2016
7.12.2016 auf 10mg Escitalopram (warum weiß ich nicht mehr)
2017
-> 09.03.2017 auf 5 mg weil keine Besserung der Symptome
->16.03.2017 auf 2,5 mg
->23.03.2017 raus
Sechseinhalb Monate OHNE
->21.10.2017 5mg will ängstlich und depri wegen der nicht endenden Symptomatik (des Entzugs?)
->18.12.2017 10mg
2018
->26.03.2018 auf 5 mg weil weiterhin schlimme Symptome (es wirkt nicht mehr!)
->14.04.2018 auf 2,5mg
->24.04.2018 raus
->Juli2018 5 Tage Doxicyclin wegen Kehlkopfentzündung und ca. 14 Tage später zusätzlich zu allen Beschwerden des Entzugs starke Migräne, erhöhter Hirndruck (kenn ich aus der Neurologie und ist unter Nebenwirkungen aufgeführt), wellenartige Übelkeit aus dem Kopf, Ohren belegt, zu, höre schlecht, 4 Wochen volle Hölle
->August 2018 4 Wochen positive!!! „“Belastung“ durch Geburt des 1. Enkelkindes, schaffe ich aber anschließend totaler Zusammenbruch mit extremster Müdigkeit und erstmalig Schluck-Sprech-Atemprobleme
->27.09.2018 5mg weil zunehmende Angst (wegen der Symptome)
->27.10.2018 10 mg
->12.12.2018 15 mg (auf ärztliches Anraten, weil alle Symptome bleiben, es wirkt nicht mehr, weder gegen die Absetzsymptome noch gegen die Angst und Depression)
2019
->13.01.2019 wieder runter auf 10 mg
->22.03.2019 auf 5 mg (übrigens alle Untersuchungen beim Hausarzt immer alle bestens! Bin labortechnisch kerngesund!)
->12.04.2019 wieder auf 10 mg (weil unerträgliche Angst und „Hirnzustände“)
->21.05.2019 auf 5 mg (weil die Angst bleibt und alle Absetzsymptome auch)
->14.06.2019 auf 2,5 mg
->23.06.2019 raus
->25.06.2019 5 mg (Hoffnung auf etwas mildere Absetzsymptome)
->27.06.2019 wieder 2,5 mg (ich will aus dem Dreck unbedingt raus!!! Man sieht, wie verunsichert ich bin)
->29.07.2019 1mg in Tropfenform, freu mich, die entdeckt zu haben, Ärztin schreibt sie mir auch auf
->26.08.2019 raus

2020

Seither ohne Medikamente (11 Monate!!!!) aber auch ohne normales Leben. Jeweils starke Verschlimmerung
der Symptomatik nach Infekten im Herbst 2019 und ab

->23.2.2020 ganz tiefer Absturz nach Antibiotikum für 7 Tage (ähnlich wie 2018) „Depersonalisierung“ trifft es vielleicht am ehesten, wieder „inlocked-Syndrom“ nach Antibiotikum (ich nenne das so, wohlwissend, dass es medizinisch natürlich nicht korrekt ist, aber ich fühle mich in meinem Kopf „eingesperrt“, mir ist buchstäblich hören und sehen vergangen und diesmal hält es sehr lange an[/spoil]

Annanas
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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Annanas »

Hallo Foxly :) , herzlich willkommen im ADFD und ein großes Dankeschön für das Lob u die guten Wünsche an uns alle.

Leider ist die Signatur nicht übermittelt worden - hoffentlich hast du die gespeichert und kannst sie nochmal erstellen?!

Oder du schreibst deine Geschichte im Text u hältst in der Signatur nur ganz knapp den Medikamenten- bzw Absetzverlauf fest (so ist es eigentlich angedacht).

Deine Erfahrungen sind mit Sicherheit von Interesse.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Foxly
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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Foxly »

Liebe Anna,

danke für Deine Nachricht. Ja ich habe die Signatur noch gespeichert, werde es erneut versuchen, diese anzufügen.

Leider gibt mein Hirn aktuell keine längeren Texte her. Es war mir aber wichtig, das Dankeschön schon einmal auf die Reise zu schicken.
Ich versuche es gleich noch einmal mit der Signatur.
Liebe Grüße
[spoil]-> Ab 2003 wechselnd Zoloft, Cipralex, Cymbalta und einige trizyklische AD wurden probiert wegen chronischer Schmerzen und weiterer körperlicher Symptome, die nicht zugeordnet werden konnten…..
-> 2009 kommen noch Lyrica, Seroquil zum Einsatz, iwann dauerhaft Cipralex
-> 2010 Cortison in Intervallen, Methotrexat, Azathioprin wegen Verdacht auf Autoimmunerkrankung
->2012/13 „Chronisch entzündliche Erkrankung des ZNS“, die
-> 2014 „nicht klassische MS“ heißt, iwann ein „überwiegend schubförmiger Verlauf einer MS“ ist……

Soviel zur Vorgeschichte, genauere Aufzeichnungen bezüglich Absetzversuche Psychopharmaka gibt es aus dieser Zeit nicht, nur dass ich 2015 wohl das Cipralex ausgeschlichen habe und ab Februar 2016 bis Dezember 2016 OHNE war
2016
7.12.2016 auf 10mg Escitalopram (warum weiß ich nicht mehr)
2017
-> 09.03.2017 auf 5 mg weil keine Besserung der Symptome
->16.03.2017 auf 2,5 mg
->23.03.2017 raus
Sechseinhalb Monate OHNE
->21.10.2017 5mg will ängstlich und depri wegen der nicht endenden Symptomatik (des Entzugs?)
->18.12.2017 10mg
2018
->26.03.2018 auf 5 mg weil weiterhin schlimme Symptome (es wirkt nicht mehr!)
->14.04.2018 auf 2,5mg
->24.04.2018 raus
->Juli2018 5 Tage Doxicyclin wegen Kehlkopfentzündung und ca. 14 Tage später zusätzlich zu allen Beschwerden des Entzugs starke Migräne, erhöhter Hirndruck (kenn ich aus der Neurologie und ist unter Nebenwirkungen aufgeführt), wellenartige Übelkeit aus dem Kopf, Ohren belegt, zu, höre schlecht, 4 Wochen volle Hölle
->August 2018 4 Wochen positive!!! „“Belastung“ durch Geburt des 1. Enkelkindes, schaffe ich aber anschließend totaler Zusammenbruch mit extremster Müdigkeit und erstmalig Schluck-Sprech-Atemprobleme
->27.09.2018 5mg weil zunehmende Angst (wegen der Symptome)
->27.10.2018 10 mg
->12.12.2018 15 mg (auf ärztliches Anraten, weil alle Symptome bleiben, es wirkt nicht mehr, weder gegen die Absetzsymptome noch gegen die Angst und Depression)
2019
->13.01.2019 wieder runter auf 10 mg
->22.03.2019 auf 5 mg (übrigens alle Untersuchungen beim Hausarzt immer alle bestens! Bin labortechnisch kerngesund!)
->12.04.2019 wieder auf 10 mg (weil unerträgliche Angst und „Hirnzustände“)
->21.05.2019 auf 5 mg (weil die Angst bleibt und alle Absetzsymptome auch)
->14.06.2019 auf 2,5 mg
->23.06.2019 raus
->25.06.2019 5 mg (Hoffnung auf etwas mildere Absetzsymptome)
->27.06.2019 wieder 2,5 mg (ich will aus dem Dreck unbedingt raus!!! Man sieht, wie verunsichert ich bin)
->29.07.2019 1mg in Tropfenform, freu mich, die entdeckt zu haben, Ärztin schreibt sie mir auch auf
->26.08.2019 raus

2020

Seither ohne Medikamente (11 Monate!!!!) aber auch ohne normales Leben. Jeweils starke Verschlimmerung
der Symptomatik nach Infekten im Herbst 2019 und ab

->23.2.2020 ganz tiefer Absturz nach Antibiotikum für 7 Tage (ähnlich wie 2018) „Depersonalisierung“ trifft es vielleicht am ehesten, wieder „inlocked-Syndrom“ nach Antibiotikum (ich nenne das so, wohlwissend, dass es medizinisch natürlich nicht korrekt ist, aber ich fühle mich in meinem Kopf „eingesperrt“, mir ist buchstäblich hören und sehen vergangen und diesmal hält es sehr lange an[/spoil]

Foxly
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Re: nadelwaldfichte: Protrahierter Entzug Escitalopram

Beitrag von Foxly »

Hallo Ihr Lieben,

hier finde ich mich zu 100% wieder, speziell auch in DIESEM Thread, ganz ähnlicher Verlauf der Absetzsymptomatik, ganz ähnliche Fragestellungen meinerseits ("was ist DAS jetzt wieder?", "Grunderkrankung", die es bei mir in der Form nie gab? "Sollte ich das jetzt doch abklären lassen?" etc.) und auch ganz ähnliche Erfahrungen mit dem lieben medizinischen Betrieb (angeblich ja einer der besten der Welt).

Was mich sehr erstaunt und wofür ich mal ein dickes LOB und Bewunderung ausdrücken möchte, ist, mit welcher Klarheit und Präzision Ihr hier über alles schreiben könnt. Und wie liebevoll sich hier ausgetauscht wird!

Ich hatte mich schon vor mehreren Monaten hier angemeldet, weil ich durch Zufall auf dieses Forum gestoßen bin und SOFORT begeistert war von der Arbeit, die hier geleistet wird. Leider befand ich mich da bereits (nach mehreren Absetzversuchen) im protrahierten Entzug. Ich hatte damals das Gefühl, dass es jetzt gaaaaanz langsam aufwärts geht und ich mich alsbald sinnvoll würde einbringen können, hinterließ spontan zunächst ein *Dankeschön*, um mich dann ausführlicher zu melden.

Leider hat das nicht so geklappt, denn ich bekam am 23. Februar einen heftigen grippalen Infekt, von dem ich mich einfach nicht mehr erhol(t)e. Die gesamte Symptomatik und der atypische Verlauf waren schon sehr heftig, sodass ich nach Wochen!!! u.a. sowohl auf Influenza- als auch auf Coronaviren getestet wurde. Beides negativ, was an dem üblen Zustand nichts änderte. Da sich eine eitrige Angina obenauf setzte, bekam ich dann doch ein Antibiotikum (und das trotz sehr vieler Unverträglichkeiten). Leider brachte das nicht nur keine Besserung, sondern eher eine weitere Verschlechterung. (Bei Interesse kann ich den Verlauf gerne demnächst mal einstellen)

Was allerdings viel schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass sich dadurch meine Entzugsproblematik praktisch wieder auf Tag 1 zurückgesetzt hat. Ich fühle mich schlechter denn je und das nach nunmehr bald einem ganzen Jahr OHNE SSRI. Augenblicklich bin ich ziemlich mutlos, stelle mir - wie viele im Forum - die Frage, ob es sinnvoll ist, am Entzug festzuhalten, wie wohl die nächsten Jahre aussehen werden (sooo viele wie wohl die meisten hier habe ich leider nicht mehr) und was um alles in der Welt die Alternative sein soll. In den wenigen klaren Momenten (von denen ich aktuell einen nutze, um mich hier endlich mal einzubringen und nicht nur zu profitieren, respektive zu lesen) bin ich mir sicher, dass es jedenfalls KEIN PP mehr sein sollte. In den leider häufigeren benebelten, unerträglichen Momenten denke ich, "Ich nehme ALLES, wenn es nur diese fürchterlichen Zustände beendet". Ich denke, auch das kennen viele von Euch hier........

Sehr schwer wiegt für mich auch das Alleingelassenwerden unseres medizinischen Systems. So brauche ich mir wirklich KEINEN Arzt mehr zu "gönnen", das hab ich alles mehrfach durch und gehe jedesmal kranker aus der Praxis wieder raus als ich rein gegangen bin, nämlich wieder mit einem "Psychostempel". Ich habe sehr üble Erfahrungen auch bezüglich einer iwann diagnostizierten MS, bei der ich in ein und demselben Jahr zwei sich komplett widersprechende Diagnosen ein und derselben Klinik bekommen habe (die zweite einfach, weil man da besser Medikamente "draufwerfen" kann, sage ich heute). Auch da konnte ich mich nach leidvollen medikamentösen "trial and error" Versuchen erst selbst ganz langsam wieder aufrappeln, als ich alle weiteren Therapieversuche abgelehnt habe.

Einziger Lichblick sind meine beiden erwachsenen Kinder und mein knuffiges Enkelkind, denen ich aber auch nicht ständig die ganze Last dieser furchtbaren Geschichten aufbürden kann und bei denen ich leider auch sehr viele schöne Verabredungen etc. absagen muss. Aber sie glauben an mich!!!! Ansonsten hat sich das Umfeld doch sehr ausgedünnt (immerhin versuche ich seit 2015 vom Escitalopram wegzukommen mit entsprechenden Schwankungen). Allerdings habe ich eine Therapeutin, die mit mir in diese Problematik "reingewachsen" ist, sehr viel dazu liest und sich bemüht auf dem Laufenden zu bleiben. Auch wenn sie mir nicht wirklich helfen kann - wer kann das schon? - tut es gut, einen weiteren Menschen zu haben, der einem glaubt!!! Der/die sich bemüht, diese Phasen irgendwie durchzustehen und mich ermuntert, dass ich doch jetzt schon einen so langen Zeitraum geschafft (na ja ) habe.

Jetzt ist es doch sehr lang geworden, wo ich mich doch eigentlich nur bedanken und Euch allen Mut zusprechen wollte. Aber das musste (und konnte vor allem) jetzt mal raus. Ich hoffe, dass sich mein Zustand zeitnah so weit verbessern wird, dass ich mich hier öfter beteiligen kann, im Moment kann ich das leider überhaupt nicht absehen.

Bitte bleibt alle zuversichtlich, "hartnäckig" (übel in diesem Kontext, weil ich neben vielem anderen eben auch mit massiven Verspannungen im Nacken- und Halsbereich zu kämpfen habe), sanft zu Euch und liebevoll miteinander.

Liebe Grüße für heute und auf hoffentlich bald
Gabs
[spoil]-> Ab 2003 wechselnd Zoloft, Cipralex, Cymbalta und einige trizyklische AD wurden probiert wegen chronischer Schmerzen und weiterer körperlicher Symptome, die nicht zugeordnet werden konnten…..
-> 2009 kommen noch Lyrica, Seroquil zum Einsatz, iwann dauerhaft Cipralex
-> 2010 Cortison in Intervallen, Methotrexat, Azathioprin wegen Verdacht auf Autoimmunerkrankung
->2012/13 „Chronisch entzündliche Erkrankung des ZNS“, die
-> 2014 „nicht klassische MS“ heißt, iwann ein „überwiegend schubförmiger Verlauf einer MS“ ist……

Soviel zur Vorgeschichte, genauere Aufzeichnungen bezüglich Absetzversuche Psychopharmaka gibt es aus dieser Zeit nicht, nur dass ich 2015 wohl das Cipralex ausgeschlichen habe und ab Februar 2016 bis Dezember 2016 OHNE war
2016
7.12.2016 auf 10mg Escitalopram (warum weiß ich nicht mehr)
2017
-> 09.03.2017 auf 5 mg weil keine Besserung der Symptome
->16.03.2017 auf 2,5 mg
->23.03.2017 raus
Sechseinhalb Monate OHNE
->21.10.2017 5mg will ängstlich und depri wegen der nicht endenden Symptomatik (des Entzugs?)
->18.12.2017 10mg
2018
->26.03.2018 auf 5 mg weil weiterhin schlimme Symptome (es wirkt nicht mehr!)
->14.04.2018 auf 2,5mg
->24.04.2018 raus
->Juli2018 5 Tage Doxicyclin wegen Kehlkopfentzündung und ca. 14 Tage später zusätzlich zu allen Beschwerden des Entzugs starke Migräne, erhöhter Hirndruck (kenn ich aus der Neurologie und ist unter Nebenwirkungen aufgeführt), wellenartige Übelkeit aus dem Kopf, Ohren belegt, zu, höre schlecht, 4 Wochen volle Hölle
->August 2018 4 Wochen positive!!! „“Belastung“ durch Geburt des 1. Enkelkindes, schaffe ich aber anschließend totaler Zusammenbruch mit extremster Müdigkeit und erstmalig Schluck-Sprech-Atemprobleme
->27.09.2018 5mg weil zunehmende Angst (wegen der Symptome)
->27.10.2018 10 mg
->12.12.2018 15 mg (auf ärztliches Anraten, weil alle Symptome bleiben, es wirkt nicht mehr, weder gegen die Absetzsymptome noch gegen die Angst und Depression)
2019
->13.01.2019 wieder runter auf 10 mg
->22.03.2019 auf 5 mg (übrigens alle Untersuchungen beim Hausarzt immer alle bestens! Bin labortechnisch kerngesund!)
->12.04.2019 wieder auf 10 mg (weil unerträgliche Angst und „Hirnzustände“)
->21.05.2019 auf 5 mg (weil die Angst bleibt und alle Absetzsymptome auch)
->14.06.2019 auf 2,5 mg
->23.06.2019 raus
->25.06.2019 5 mg (Hoffnung auf etwas mildere Absetzsymptome)
->27.06.2019 wieder 2,5 mg (ich will aus dem Dreck unbedingt raus!!! Man sieht, wie verunsichert ich bin)
->29.07.2019 1mg in Tropfenform, freu mich, die entdeckt zu haben, Ärztin schreibt sie mir auch auf
->26.08.2019 raus

2020

Seither ohne Medikamente (11 Monate!!!!) aber auch ohne normales Leben. Jeweils starke Verschlimmerung
der Symptomatik nach Infekten im Herbst 2019 und ab

->23.2.2020 ganz tiefer Absturz nach Antibiotikum für 7 Tage (ähnlich wie 2018) „Depersonalisierung“ trifft es vielleicht am ehesten, wieder „inlocked-Syndrom“ nach Antibiotikum (ich nenne das so, wohlwissend, dass es medizinisch natürlich nicht korrekt ist, aber ich fühle mich in meinem Kopf „eingesperrt“, mir ist buchstäblich hören und sehen vergangen und diesmal hält es sehr lange an[/spoil]

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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Annanas »

Hallo Gabs :) ,
Kurzinfo: ich habe deinen letzten Beitrag deinem Ursprungsthread hinzugefügt, weil er zum größten Teil deine Geschichte beinhaltet.
Jeder User hat hier einen persönlichen Thread dafür - damit der Zusammenhang erhalten bleibt.
Ansonsten kann man sich natürlich auch in jedem Thread am Austausch beteiligen.

Wenn du möchtest, können wir den Thread-Titel auch aussagekräftiger, in Bezug auf dein Absetzen, gestalten.
Gib bitte hier Bescheid, wenn du einen anderen Titel wünschst.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
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Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von nadelwaldfichte »

Hallo Foxly,

auch wenn dein Thread von meinem wieder weggetrennt wurde (er hätte auch bleiben dürfen ;-) ), wollte ich mich kurz bei dir bedanken! Für deine Erfahrungen und auch fürs Lesen meiner Geschichte! Ja es ist erschreckend, wie sich Verläufe gleichen - aber gleichzeitig hilft es auch, sich immer wieder bewusst zu machen: "ja, ich leide wirklich unter Entzugserscheinungen"

Alles Liebe,
nadelwaldfichte
Now let me feel high when I'm sober - Let me feel young when I'm older - Let me feel proud when it's over - I finally realized - All of this time it was in me - All along, it was in me... (Avril Lavigne)

seit ca. März 2014:
Escitalopram 10 mg (kurz Citalopram, aber wegen der Nebenwirkungen wurde dann relativ schnell umgestellt), wegen leichterer/mittelschwerer Depression und Selbstunsicherheit (und Ängsten – was ich vergessen hatte) --> ich wurde mit den Jahren recht stabil, daher Beginn des Absetzens

Ende Oktober 2018: Reduktion von 10 mg auf 5 mg Escitalopram

21.03.2019: quasi kaltes Absetzen der 5 mg (nach Rat meines Arztes) / alle paar Tage 5 mg, wenn ich den Schwindel nicht aushielt

03.04.2019: Tja... Mein Arzt sagt mir, dass es auch Tropfen gibt, mit denen man milligrammweise reduzieren kann. Alle paar Tage 2, dann alle paar Tage 1 Tropfen.

18.04.2019: Letzter Tropfen Escitalopram. Seitdem im protrahierten Entzug...

Einige gesundheitliche Probleme. Einige haben sich über die letzten 1-2 Jahre eingeschlichen, einige sind spontan genau zu dieser Zeit aufgetreten. Ich verstehe lange nicht, was mit mir los ist.
Erst Ende Juli finde ich dieses Forum und mir wird vieles klar!

Entzugssymptome (einiges hat sich relativiert, mit anderem kämpfe ich noch):
Körperlich: Erschöpfung / Probleme, zu schlafen / Probleme mit der Stimme, Fehlspannung der vorderen Halsmuskulatur, Druck im Hals / Magen/Darm-Probleme / Allergien, hyperreagible Bronchien, Atemprobleme / Probleme mit den Augen / Unterleibsschmerzen / unangenehme Hitze zwischen den Oberschenkeln / Herzstolpern / erhöhte Entzündungswerte / Hautprobleme, hauptsächlich am Kinn / Inneres Vibrieren / Schwindel (im akuten Entzug)
Psychisch: Unsicherheit / Emotionale Instabilität, Labilität / Schlechte Belastbarkeit / Zittrigkeit, innere Unruhe / Depression / Konzentrationsprobleme

Annanas
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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Annanas »

Liebe Gabs :) , ich nochmal, jetzt etwas ausführlicher.

Zuerst lieben Dank für dein Lob für das Forum u seine Mitglieder.
Foxly hat geschrieben:
10.07.2020 17:07
Was allerdings viel schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass sich dadurch meine Entzugsproblematik praktisch wieder auf Tag 1 zurückgesetzt hat. Ich fühle mich schlechter denn je und das nach nunmehr bald einem ganzen Jahr OHNE SSRI.
Das ist leider nicht ungewöhnlich, du hattest anfangs sehr viele PP-Wechsel, dazu noch andere, stark wirksame Medikamente u im Endeffekt hast du zu schnell u großschrittig abgesetzt - das ist kein Vorwurf an dich, sondern nur eine Faktenaufzählung.

Es kann nach einem schnellen Absetzen sehr lange dauern, bis sich das ZNS wieder stabilisiert.
Äußerst ungünstig ist dabei auch die Einnahme des AB gewesen - diese Medikamente können im Entzug stark triggern, zu einer Symptomverstärkung u vorübergehenden Destabilisierung des ZNS führen.

Das ist auch nur eine Erklärung, weil man es manchmal nicht umgehen kann, diese Medikamente einnehmen zu müssen u deine Infektion war ja schon sehr heftig.
Weißt du zufällig noch, welches AB du bekommen hattest?

Ich denke aber nicht, daß das einen Rückschritt auf Tag 1 nach dem Absetzen bedeutet.
Leider ist die Dauer der Heilung sehr individuell, so daß man nicht vorhersagen kann, wie lang der Zeitraum bis zu einer erneuten Stabilisierung sein wird.

Für eine Wiedereindosierung ist es im Grunde zu spät, da mit der vergehenden Zeit nach Null die Gefahr einer Unverträglichkeit wächst u man ggf auch die Fortschritte der letzten Zeit zunichte macht.

Du könntest im Prinzip nur versuchen, es auszusitzen u eine Linderung der Symptomatik durch verschiedene Maßnahmen zu erreichen.
Es gibt im Forum sehr viele Tipps dazu - ich stelle dir zum Schluß noch unseren Begrüßungstext ein, er enthält viele Links, so daß man sich schneller in den einzelnen Rubriken des Forums zurechtfinden kann.
Foxly hat geschrieben:
10.07.2020 17:07
Allerdings habe ich eine Therapeutin, die mit mir in diese Problematik "reingewachsen" ist, sehr viel dazu liest und sich bemüht auf dem Laufenden zu bleiben. Auch wenn sie mir nicht wirklich helfen kann - wer kann das schon? - tut es gut, einen weiteren Menschen zu haben, der einem glaubt!!! Der/die sich bemüht, diese Phasen irgendwie durchzustehen und mich ermuntert, dass ich doch jetzt schon einen so langen Zeitraum geschafft (na ja ) habe.
Das ist so wertvoll u leider nicht selbstverständlich :cry:


Ich habe noch eine Frage zur MS-Diagnose, auch aus persönlichem Interesse - ich habe diese Verdachtsdiagnose im Januar 2019 bekommen - mein Bedarf an Diagnosen u weiteren Untersuchungen war aber mehr als gedeckt, so daß ich dem nicht weiter nachgegangen bin.

Jetzt meine Frage: wurde die MS mittels MRT u anschließender Liquoruntersuchung bestätigt?
Weil ich mir vorstellen könnte, daß deine ganzen damaligen Symptome evtl auch durch die vielen Medikamente u deren Wechsel u mit Sicherheit nicht ausgeschlichen (?), aufgetreten sein können.

NW u Absetzsymptome bei PP können frappierend den Symptomen einer MS ähneln.

Ich hatte auch gerade nochmal in deine Signatur geschaut - da steht schon für 2010 der Verdacht auf eine Autoimmunerkrankung - war das nur ein Verdacht?
Normalerweise müßte die eigentlich genau festgestanden haben, wenn man dir diese aufgeführten, starken Medikamente verordnet hat.
Foxly hat geschrieben:
10.07.2020 17:07
Ich hoffe, dass sich mein Zustand zeitnah so weit verbessern wird, dass ich mich hier öfter beteiligen kann, im Moment kann ich das leider überhaupt nicht absehen.
Das ist nicht schlimm, schreibe hier, wenn dein Zustand es erlaubt.
Ich wünsche dir, daß du zeitnah eine Verbesserung der Symptomatik erfährst.

Liebe Grüße von Anna


So, jetzt kommt aber noch der Begrüßungstext:
Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

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Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Foxly
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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Foxly »

Liebe Nadelwaldfichte,
danke für Deine Rückmeldung.......
Ich fand mich in der Darstellung Deines Verlaufs und Deiner Absetzsymptomatik so sehr wieder, dass ich dort in Deinem thread geschrieben habe.

Wie geht es Dir mittlerweile? Ich freue mich über jeden (auch kleinen) Fortschritt, den ich auch bei anderen lesen/mitbekommen darf. Das macht immer ein wenig Hoffnung und bereitet vor allem auch Freude.

Ich denke an alle hier im Forum, die so tapfer kämpfen und an Dich heute ganz besonders!

Liebe Grüße
Gabs
[spoil]-> Ab 2003 wechselnd Zoloft, Cipralex, Cymbalta und einige trizyklische AD wurden probiert wegen chronischer Schmerzen und weiterer körperlicher Symptome, die nicht zugeordnet werden konnten…..
-> 2009 kommen noch Lyrica, Seroquil zum Einsatz, iwann dauerhaft Cipralex
-> 2010 Cortison in Intervallen, Methotrexat, Azathioprin wegen Verdacht auf Autoimmunerkrankung
->2012/13 „Chronisch entzündliche Erkrankung des ZNS“, die
-> 2014 „nicht klassische MS“ heißt, iwann ein „überwiegend schubförmiger Verlauf einer MS“ ist……

Soviel zur Vorgeschichte, genauere Aufzeichnungen bezüglich Absetzversuche Psychopharmaka gibt es aus dieser Zeit nicht, nur dass ich 2015 wohl das Cipralex ausgeschlichen habe und ab Februar 2016 bis Dezember 2016 OHNE war
2016
7.12.2016 auf 10mg Escitalopram (warum weiß ich nicht mehr)
2017
-> 09.03.2017 auf 5 mg weil keine Besserung der Symptome
->16.03.2017 auf 2,5 mg
->23.03.2017 raus
Sechseinhalb Monate OHNE
->21.10.2017 5mg will ängstlich und depri wegen der nicht endenden Symptomatik (des Entzugs?)
->18.12.2017 10mg
2018
->26.03.2018 auf 5 mg weil weiterhin schlimme Symptome (es wirkt nicht mehr!)
->14.04.2018 auf 2,5mg
->24.04.2018 raus
->Juli2018 5 Tage Doxicyclin wegen Kehlkopfentzündung und ca. 14 Tage später zusätzlich zu allen Beschwerden des Entzugs starke Migräne, erhöhter Hirndruck (kenn ich aus der Neurologie und ist unter Nebenwirkungen aufgeführt), wellenartige Übelkeit aus dem Kopf, Ohren belegt, zu, höre schlecht, 4 Wochen volle Hölle
->August 2018 4 Wochen positive!!! „“Belastung“ durch Geburt des 1. Enkelkindes, schaffe ich aber anschließend totaler Zusammenbruch mit extremster Müdigkeit und erstmalig Schluck-Sprech-Atemprobleme
->27.09.2018 5mg weil zunehmende Angst (wegen der Symptome)
->27.10.2018 10 mg
->12.12.2018 15 mg (auf ärztliches Anraten, weil alle Symptome bleiben, es wirkt nicht mehr, weder gegen die Absetzsymptome noch gegen die Angst und Depression)
2019
->13.01.2019 wieder runter auf 10 mg
->22.03.2019 auf 5 mg (übrigens alle Untersuchungen beim Hausarzt immer alle bestens! Bin labortechnisch kerngesund!)
->12.04.2019 wieder auf 10 mg (weil unerträgliche Angst und „Hirnzustände“)
->21.05.2019 auf 5 mg (weil die Angst bleibt und alle Absetzsymptome auch)
->14.06.2019 auf 2,5 mg
->23.06.2019 raus
->25.06.2019 5 mg (Hoffnung auf etwas mildere Absetzsymptome)
->27.06.2019 wieder 2,5 mg (ich will aus dem Dreck unbedingt raus!!! Man sieht, wie verunsichert ich bin)
->29.07.2019 1mg in Tropfenform, freu mich, die entdeckt zu haben, Ärztin schreibt sie mir auch auf
->26.08.2019 raus

2020

Seither ohne Medikamente (11 Monate!!!!) aber auch ohne normales Leben. Jeweils starke Verschlimmerung
der Symptomatik nach Infekten im Herbst 2019 und ab

->23.2.2020 ganz tiefer Absturz nach Antibiotikum für 7 Tage (ähnlich wie 2018) „Depersonalisierung“ trifft es vielleicht am ehesten, wieder „inlocked-Syndrom“ nach Antibiotikum (ich nenne das so, wohlwissend, dass es medizinisch natürlich nicht korrekt ist, aber ich fühle mich in meinem Kopf „eingesperrt“, mir ist buchstäblich hören und sehen vergangen und diesmal hält es sehr lange an[/spoil]

Foxly
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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Foxly »

Liebe Anna,

danke für Deine ausführliche Antwort!

Viele der von Dir für mich noch einmal zusammengetragenen Infos hatte ich schon nach und nach im Forum gelesen. Dennoch lieben Dank für Deine Mühe.

Das mit den threads blicke ich noch nicht wirklich (Oh Herr, lass Hirn regnen!), es sind ja auch wirklich sehr viele. Ich habe keine Ahnung ob ich jemals wieder an mein altes Potenzial werde anschließen können. Auch wenn ich meinen Job als Projektmanagerin nicht unbedingt wieder ausfüllen kann/muss/will und auch keine weitere Dissertation anfertigen möchte, so wünsche ich mir doch, technisch wieder einigermaßen aufs Laufende zu kommen (wie hier im Forum), wieder analytisch (oder überhaupt iwie) denken und auch komplexere Texte wieder lesen und erfassen zu können……. Von den körperlichen Beeinträchtigungen will ich an dieser Stelle mal gar nicht schreiben.

Nun zu Deiner Frage, liebe Anna
Annanas hat geschrieben:„Jetzt meine Frage: wurde die MS mittels MRT u anschließender Liquoruntersuchung bestätigt?Weil ich mir vorstellen könnte, daß deine ganzen damaligen Symptome evtl auch durch die vielen Medikamente u deren Wechsel u mit Sicherheit nicht ausgeschlichen (?), aufgetreten sein können.“
Mir ging es ja schon längere Zeit nicht so wirklich prickelnd und in diesem Sommer bin ich mehrfach gestürzt, weil das rechte Bein einfach irgendwie „hängenblieb“. Daraufhin bekam ich eine Überweisung zum Neurologen, von dort zum MRT, das Auffälligkeiten (allerdings an für MS nicht unbedingt typischen Stellen) zeigte und anschließend eine Überweisung in die Neurologie zur Liquorpunktion. Der Befund war jedenfalls eindeutig positiv, einig war man sich nur nicht, ob ich denn nun einen „überwiegend schubförmigen“ oder einen „primär progredienten“ Verlauf hätte. However……die „Therapieangebote“ hielt ich allesamt für fragwürdig (und in meinem Fall für äußerst unverträglich!!!), habe aber doch das ein oder andere Medikament genießen dürfen, bis es mir zu bunt wurde (weil ich eigentlich immer kranker wurde), ich mich „schlau“ gemacht habe, mir u.a. das Buch „Diagnose unheilbar – Therapie selbstbestimmt“ von Sven Böttcher (selbst betroffener Journalist) gekauft habe und mir fortan einen eigenen Behandlungsplan verordnet habe (Ernährungsumstellung, NEM, moderaten Sport u.a. mehr). Meine Ärzte waren „not really amused“ aber mir geht es so einfach besser.

Das war ja auch mit ein Grund, dass ich dachte, endlich die „Fehlverordnung“ der SSRI hinter mir lassen zu können…….Wo ich damit stehe, liest Du hier gerade……Aber auch diesbezüglich werde ich nicht aufgeben, auch wenn es sehr schwer ist, wie Ihr ALLE hier wisst.

Es lief ja eigentlich auch schon ganz gut bis eben zu diesem blöden heftigen Infekt. Ganz aktuell von gestern: meine Hausärztin, die ich wegen bestimmter Blutwerte (Fe, B12,D3) und zwecks Dokumentation meiner Erkrankung noch einmal aufgesucht habe, meinte, sie sei sich ziemlich sicher, dass ich wohl doch COVID-19 durchgemacht habe. So what???..... Ein Test macht wenig Sinn, weil (noch) nicht sicher aussagekräftig und man (mal wieder) ohnehin nichts machen kann. Das muss der Körper auch noch allein schaffen……Ich werde jedenfalls mal die Berichterstattung bezüglich der Spätfolgen weiter verfolgen soweit mein Hirn das zulässt……
Und jetzt – liebe Anna – schicke ich Dir mit den allerliebsten Grüßen noch einen Spruch mit:
„Wäre mein Leben ein Film, hätte ich das Kino schon verlassen“
(Aus „Sag den Wölfen ich bin zuhause“ von Carol Rifka Brunt)
Gabs
Zuletzt geändert von Towanda am 21.07.2020 19:42, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Zitat repariert
[spoil]-> Ab 2003 wechselnd Zoloft, Cipralex, Cymbalta und einige trizyklische AD wurden probiert wegen chronischer Schmerzen und weiterer körperlicher Symptome, die nicht zugeordnet werden konnten…..
-> 2009 kommen noch Lyrica, Seroquil zum Einsatz, iwann dauerhaft Cipralex
-> 2010 Cortison in Intervallen, Methotrexat, Azathioprin wegen Verdacht auf Autoimmunerkrankung
->2012/13 „Chronisch entzündliche Erkrankung des ZNS“, die
-> 2014 „nicht klassische MS“ heißt, iwann ein „überwiegend schubförmiger Verlauf einer MS“ ist……

Soviel zur Vorgeschichte, genauere Aufzeichnungen bezüglich Absetzversuche Psychopharmaka gibt es aus dieser Zeit nicht, nur dass ich 2015 wohl das Cipralex ausgeschlichen habe und ab Februar 2016 bis Dezember 2016 OHNE war
2016
7.12.2016 auf 10mg Escitalopram (warum weiß ich nicht mehr)
2017
-> 09.03.2017 auf 5 mg weil keine Besserung der Symptome
->16.03.2017 auf 2,5 mg
->23.03.2017 raus
Sechseinhalb Monate OHNE
->21.10.2017 5mg will ängstlich und depri wegen der nicht endenden Symptomatik (des Entzugs?)
->18.12.2017 10mg
2018
->26.03.2018 auf 5 mg weil weiterhin schlimme Symptome (es wirkt nicht mehr!)
->14.04.2018 auf 2,5mg
->24.04.2018 raus
->Juli2018 5 Tage Doxicyclin wegen Kehlkopfentzündung und ca. 14 Tage später zusätzlich zu allen Beschwerden des Entzugs starke Migräne, erhöhter Hirndruck (kenn ich aus der Neurologie und ist unter Nebenwirkungen aufgeführt), wellenartige Übelkeit aus dem Kopf, Ohren belegt, zu, höre schlecht, 4 Wochen volle Hölle
->August 2018 4 Wochen positive!!! „“Belastung“ durch Geburt des 1. Enkelkindes, schaffe ich aber anschließend totaler Zusammenbruch mit extremster Müdigkeit und erstmalig Schluck-Sprech-Atemprobleme
->27.09.2018 5mg weil zunehmende Angst (wegen der Symptome)
->27.10.2018 10 mg
->12.12.2018 15 mg (auf ärztliches Anraten, weil alle Symptome bleiben, es wirkt nicht mehr, weder gegen die Absetzsymptome noch gegen die Angst und Depression)
2019
->13.01.2019 wieder runter auf 10 mg
->22.03.2019 auf 5 mg (übrigens alle Untersuchungen beim Hausarzt immer alle bestens! Bin labortechnisch kerngesund!)
->12.04.2019 wieder auf 10 mg (weil unerträgliche Angst und „Hirnzustände“)
->21.05.2019 auf 5 mg (weil die Angst bleibt und alle Absetzsymptome auch)
->14.06.2019 auf 2,5 mg
->23.06.2019 raus
->25.06.2019 5 mg (Hoffnung auf etwas mildere Absetzsymptome)
->27.06.2019 wieder 2,5 mg (ich will aus dem Dreck unbedingt raus!!! Man sieht, wie verunsichert ich bin)
->29.07.2019 1mg in Tropfenform, freu mich, die entdeckt zu haben, Ärztin schreibt sie mir auch auf
->26.08.2019 raus

2020

Seither ohne Medikamente (11 Monate!!!!) aber auch ohne normales Leben. Jeweils starke Verschlimmerung
der Symptomatik nach Infekten im Herbst 2019 und ab

->23.2.2020 ganz tiefer Absturz nach Antibiotikum für 7 Tage (ähnlich wie 2018) „Depersonalisierung“ trifft es vielleicht am ehesten, wieder „inlocked-Syndrom“ nach Antibiotikum (ich nenne das so, wohlwissend, dass es medizinisch natürlich nicht korrekt ist, aber ich fühle mich in meinem Kopf „eingesperrt“, mir ist buchstäblich hören und sehen vergangen und diesmal hält es sehr lange an[/spoil]

Foxly
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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Foxly »

Liebe Anna,

ich nochmal kurz :)
Du fragtest nach einem anderen Titel für meinen thread. ..... Ich weiß es nicht so recht, Mut machen möchte ich weiterhin, aber vielleicht passt auch ein anderer Titel, um manche Informationen oder auch den ein oder anderen gewünschten Austausch eher zu finden. Da habt Ihr sicher die weitaus größere Erfahrung hier im Forum, was da Sinn macht.

Es steht Dir also vollkommen frei, da etwas Sinnvolles vorzuschlagen ;) Danke für Deine Arbeit

gemütlichen Abend
Gabs

P.S.: ich finde es nicht, wie ich meinen "Rattenschwanz" an Signatur einklappen kann 8-) . Tipp bei Gelegenheit? Danke :whistle:
[spoil]-> Ab 2003 wechselnd Zoloft, Cipralex, Cymbalta und einige trizyklische AD wurden probiert wegen chronischer Schmerzen und weiterer körperlicher Symptome, die nicht zugeordnet werden konnten…..
-> 2009 kommen noch Lyrica, Seroquil zum Einsatz, iwann dauerhaft Cipralex
-> 2010 Cortison in Intervallen, Methotrexat, Azathioprin wegen Verdacht auf Autoimmunerkrankung
->2012/13 „Chronisch entzündliche Erkrankung des ZNS“, die
-> 2014 „nicht klassische MS“ heißt, iwann ein „überwiegend schubförmiger Verlauf einer MS“ ist……

Soviel zur Vorgeschichte, genauere Aufzeichnungen bezüglich Absetzversuche Psychopharmaka gibt es aus dieser Zeit nicht, nur dass ich 2015 wohl das Cipralex ausgeschlichen habe und ab Februar 2016 bis Dezember 2016 OHNE war
2016
7.12.2016 auf 10mg Escitalopram (warum weiß ich nicht mehr)
2017
-> 09.03.2017 auf 5 mg weil keine Besserung der Symptome
->16.03.2017 auf 2,5 mg
->23.03.2017 raus
Sechseinhalb Monate OHNE
->21.10.2017 5mg will ängstlich und depri wegen der nicht endenden Symptomatik (des Entzugs?)
->18.12.2017 10mg
2018
->26.03.2018 auf 5 mg weil weiterhin schlimme Symptome (es wirkt nicht mehr!)
->14.04.2018 auf 2,5mg
->24.04.2018 raus
->Juli2018 5 Tage Doxicyclin wegen Kehlkopfentzündung und ca. 14 Tage später zusätzlich zu allen Beschwerden des Entzugs starke Migräne, erhöhter Hirndruck (kenn ich aus der Neurologie und ist unter Nebenwirkungen aufgeführt), wellenartige Übelkeit aus dem Kopf, Ohren belegt, zu, höre schlecht, 4 Wochen volle Hölle
->August 2018 4 Wochen positive!!! „“Belastung“ durch Geburt des 1. Enkelkindes, schaffe ich aber anschließend totaler Zusammenbruch mit extremster Müdigkeit und erstmalig Schluck-Sprech-Atemprobleme
->27.09.2018 5mg weil zunehmende Angst (wegen der Symptome)
->27.10.2018 10 mg
->12.12.2018 15 mg (auf ärztliches Anraten, weil alle Symptome bleiben, es wirkt nicht mehr, weder gegen die Absetzsymptome noch gegen die Angst und Depression)
2019
->13.01.2019 wieder runter auf 10 mg
->22.03.2019 auf 5 mg (übrigens alle Untersuchungen beim Hausarzt immer alle bestens! Bin labortechnisch kerngesund!)
->12.04.2019 wieder auf 10 mg (weil unerträgliche Angst und „Hirnzustände“)
->21.05.2019 auf 5 mg (weil die Angst bleibt und alle Absetzsymptome auch)
->14.06.2019 auf 2,5 mg
->23.06.2019 raus
->25.06.2019 5 mg (Hoffnung auf etwas mildere Absetzsymptome)
->27.06.2019 wieder 2,5 mg (ich will aus dem Dreck unbedingt raus!!! Man sieht, wie verunsichert ich bin)
->29.07.2019 1mg in Tropfenform, freu mich, die entdeckt zu haben, Ärztin schreibt sie mir auch auf
->26.08.2019 raus

2020

Seither ohne Medikamente (11 Monate!!!!) aber auch ohne normales Leben. Jeweils starke Verschlimmerung
der Symptomatik nach Infekten im Herbst 2019 und ab

->23.2.2020 ganz tiefer Absturz nach Antibiotikum für 7 Tage (ähnlich wie 2018) „Depersonalisierung“ trifft es vielleicht am ehesten, wieder „inlocked-Syndrom“ nach Antibiotikum (ich nenne das so, wohlwissend, dass es medizinisch natürlich nicht korrekt ist, aber ich fühle mich in meinem Kopf „eingesperrt“, mir ist buchstäblich hören und sehen vergangen und diesmal hält es sehr lange an[/spoil]

simonb
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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von simonb »

Hallo Foxly,

Anna nimmt derzeit eine Pause vom Forum.
Ich würde dir den Ball gerne wieder zurück spielen, da ich es als deine Aufgabe sehe, dir einen Titel zu überlegen.

Vielleicht nimmst du deinen Namen+ das wieso du dich hier angemeldet hast.
Das Team hat viel zu tun.

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Lieben
Gruß Simon
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nadelwaldfichte
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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von nadelwaldfichte »

Liebe Gabs,

das ist sehr lieb von dir, dass du an mich gedacht hast und nach mir fragst, hab vielen Dank! :hug:

Ehrlich gesagt geht es mir zur Zeit leider nicht so gut...
Ich habe schon seit 2,5 Wochen irgendwie unterschwellig einen Infekt o.ä., fast 2 Wochen hatte ich Halsweh, nun schlägt es mir auf die Bronchien. Es kann auch sein, dass es Allergiesymptome sind (zumindest das jetzt mit den Bronchien), denn seit letzten Jahr wurden bei mir Allergien diagnostiziert. So ein bisschen zweifelt man ja auch immer an Corona rum. Ach, manchmal hängt man dann so an einem Symptom und konzentriert sich darauf - und dann macht einen das ganz verzweifelt und man denkt, dass es nie wieder weg geht. Dass solang dann andere Symptome weggehen, hat man dann gar nicht gemerkt...
Das bringt mich dann psychisch auch irgendwie an eine Grenze, weil ich eben immer jemand war, der anpacken konnte und der das Leben genossen, und nun liege ich oft einfach vor dem TV und warte, bis ich wieder ins Bett kann...
Insgesamt aber - sorry, das hört sich nun so jammerig an :roll: - geht es mir durchaus besser als vor einem halben Jahr oder vor einem Jahr. Und ich habe die Kraft, die ich momentan habe, in den letzten Wochen und Monaten auch etwas überfordert. Da brauche ich mich eigentlich nicht wundern, wenn es nun körperlich einen Rückschlag gibt.

Aber nun nicht nur zu mir:

Es tut mir leid, dass du gerade auch so viele Baustellen hast... Das mit der MS-Diagnose stelle ich mir nicht so leicht zu verarbeiten vor; wie geht es dir damit? Ich kenne mich in der Materie zu wenig aus, aber ich habe hier auch schon von Menschen gelesen, die den Verdacht auf ALS oder ich glaube auch MS hatten und bei denen dann mit Fortschreiten des Entzugs die Symptome plötzlich doch wieder weggingen. Aber ich denke, so etwas muss eben die Zeit zeigen...

Musst du zur Zeit arbeiten; oder bist du krank geschrieben? Ich habe gesehen, dass du auch promoviert hast - ich auch, vor ein paar Jahren erst, und wenn ich so zurückdenke ist mir manchmal wirklich unklar, wie ich das geschafft habe. Momentan stehe ich auf und setz mich an den PC und bin dann oft schon so platt, dass ich am liebsten wieder ins Bett gehen würde... (Aber gut, ich hatte auch im Entzug schon andere Zeiten und ich bin zuversichtlich, dass es sich wieder ändert (und dankbar, dass ich gerade nicht so ganz leistungsfähig sein muss...))

Ich finde es gut, dass du nicht erneut an PP denkst! Seit ich das Forum hier gefunden habe, ist für mich auch glasklar, dass ich mir das nie wieder antun würde!

Ich wünsche dir, dass du dich schnell von dem Infekt, ob Corona oder nicht, erholst und dein Körper seine Kraft dann wieder vollständig dem Entzug widmen kann!

Liebe Grüße,
nadelwaldfichte
Now let me feel high when I'm sober - Let me feel young when I'm older - Let me feel proud when it's over - I finally realized - All of this time it was in me - All along, it was in me... (Avril Lavigne)

seit ca. März 2014:
Escitalopram 10 mg (kurz Citalopram, aber wegen der Nebenwirkungen wurde dann relativ schnell umgestellt), wegen leichterer/mittelschwerer Depression und Selbstunsicherheit (und Ängsten – was ich vergessen hatte) --> ich wurde mit den Jahren recht stabil, daher Beginn des Absetzens

Ende Oktober 2018: Reduktion von 10 mg auf 5 mg Escitalopram

21.03.2019: quasi kaltes Absetzen der 5 mg (nach Rat meines Arztes) / alle paar Tage 5 mg, wenn ich den Schwindel nicht aushielt

03.04.2019: Tja... Mein Arzt sagt mir, dass es auch Tropfen gibt, mit denen man milligrammweise reduzieren kann. Alle paar Tage 2, dann alle paar Tage 1 Tropfen.

18.04.2019: Letzter Tropfen Escitalopram. Seitdem im protrahierten Entzug...

Einige gesundheitliche Probleme. Einige haben sich über die letzten 1-2 Jahre eingeschlichen, einige sind spontan genau zu dieser Zeit aufgetreten. Ich verstehe lange nicht, was mit mir los ist.
Erst Ende Juli finde ich dieses Forum und mir wird vieles klar!

Entzugssymptome (einiges hat sich relativiert, mit anderem kämpfe ich noch):
Körperlich: Erschöpfung / Probleme, zu schlafen / Probleme mit der Stimme, Fehlspannung der vorderen Halsmuskulatur, Druck im Hals / Magen/Darm-Probleme / Allergien, hyperreagible Bronchien, Atemprobleme / Probleme mit den Augen / Unterleibsschmerzen / unangenehme Hitze zwischen den Oberschenkeln / Herzstolpern / erhöhte Entzündungswerte / Hautprobleme, hauptsächlich am Kinn / Inneres Vibrieren / Schwindel (im akuten Entzug)
Psychisch: Unsicherheit / Emotionale Instabilität, Labilität / Schlechte Belastbarkeit / Zittrigkeit, innere Unruhe / Depression / Konzentrationsprobleme

Foxly
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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Foxly »

Lieber Simon,
danke für die technische Schützenhilfe!!! :wink:
Ja, ich weiß, dass Ihr vom Team ungeheuerliches leistet und bin sehr dankbar dafür!
Augenblicklich fällt mir kein anderer Name für den thread ein und Deiner Anregung folgend, würde ich den Titel "Mut machen" einfach mal so stehen lassen, denn das war ja anfangs durchaus der Hauptgrund, mich diesem Forum anzuschließen.
Ich bleibe also zuversichtlich, dass genau DAS mir auch in absehbarer Zeit gelingen wird. :)
Liebe Grüße
Gabs
[spoil]-> Ab 2003 wechselnd Zoloft, Cipralex, Cymbalta und einige trizyklische AD wurden probiert wegen chronischer Schmerzen und weiterer körperlicher Symptome, die nicht zugeordnet werden konnten…..
-> 2009 kommen noch Lyrica, Seroquil zum Einsatz, iwann dauerhaft Cipralex
-> 2010 Cortison in Intervallen, Methotrexat, Azathioprin wegen Verdacht auf Autoimmunerkrankung
->2012/13 „Chronisch entzündliche Erkrankung des ZNS“, die
-> 2014 „nicht klassische MS“ heißt, iwann ein „überwiegend schubförmiger Verlauf einer MS“ ist……

Soviel zur Vorgeschichte, genauere Aufzeichnungen bezüglich Absetzversuche Psychopharmaka gibt es aus dieser Zeit nicht, nur dass ich 2015 wohl das Cipralex ausgeschlichen habe und ab Februar 2016 bis Dezember 2016 OHNE war
2016
7.12.2016 auf 10mg Escitalopram (warum weiß ich nicht mehr)
2017
-> 09.03.2017 auf 5 mg weil keine Besserung der Symptome
->16.03.2017 auf 2,5 mg
->23.03.2017 raus
Sechseinhalb Monate OHNE
->21.10.2017 5mg will ängstlich und depri wegen der nicht endenden Symptomatik (des Entzugs?)
->18.12.2017 10mg
2018
->26.03.2018 auf 5 mg weil weiterhin schlimme Symptome (es wirkt nicht mehr!)
->14.04.2018 auf 2,5mg
->24.04.2018 raus
->Juli2018 5 Tage Doxicyclin wegen Kehlkopfentzündung und ca. 14 Tage später zusätzlich zu allen Beschwerden des Entzugs starke Migräne, erhöhter Hirndruck (kenn ich aus der Neurologie und ist unter Nebenwirkungen aufgeführt), wellenartige Übelkeit aus dem Kopf, Ohren belegt, zu, höre schlecht, 4 Wochen volle Hölle
->August 2018 4 Wochen positive!!! „“Belastung“ durch Geburt des 1. Enkelkindes, schaffe ich aber anschließend totaler Zusammenbruch mit extremster Müdigkeit und erstmalig Schluck-Sprech-Atemprobleme
->27.09.2018 5mg weil zunehmende Angst (wegen der Symptome)
->27.10.2018 10 mg
->12.12.2018 15 mg (auf ärztliches Anraten, weil alle Symptome bleiben, es wirkt nicht mehr, weder gegen die Absetzsymptome noch gegen die Angst und Depression)
2019
->13.01.2019 wieder runter auf 10 mg
->22.03.2019 auf 5 mg (übrigens alle Untersuchungen beim Hausarzt immer alle bestens! Bin labortechnisch kerngesund!)
->12.04.2019 wieder auf 10 mg (weil unerträgliche Angst und „Hirnzustände“)
->21.05.2019 auf 5 mg (weil die Angst bleibt und alle Absetzsymptome auch)
->14.06.2019 auf 2,5 mg
->23.06.2019 raus
->25.06.2019 5 mg (Hoffnung auf etwas mildere Absetzsymptome)
->27.06.2019 wieder 2,5 mg (ich will aus dem Dreck unbedingt raus!!! Man sieht, wie verunsichert ich bin)
->29.07.2019 1mg in Tropfenform, freu mich, die entdeckt zu haben, Ärztin schreibt sie mir auch auf
->26.08.2019 raus

2020

Seither ohne Medikamente (11 Monate!!!!) aber auch ohne normales Leben. Jeweils starke Verschlimmerung
der Symptomatik nach Infekten im Herbst 2019 und ab

->23.2.2020 ganz tiefer Absturz nach Antibiotikum für 7 Tage (ähnlich wie 2018) „Depersonalisierung“ trifft es vielleicht am ehesten, wieder „inlocked-Syndrom“ nach Antibiotikum (ich nenne das so, wohlwissend, dass es medizinisch natürlich nicht korrekt ist, aber ich fühle mich in meinem Kopf „eingesperrt“, mir ist buchstäblich hören und sehen vergangen und diesmal hält es sehr lange an[/spoil]

Foxly
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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Foxly »

Liebe nadelwaldfichte,

zunächst einmal herzlichen Dank für Deine Antwort. Ich weiß jede Antwort zu schätzen, weil ich mir jederzeit vorstellen kann, wie schwer oder schwerer oder noch schwerer es manchmal ist, auch "nur" ein paar Zeilen zu schreiben.

Du klingst überhaupt nicht jammerig und selbst wenn das so wäre, hättest Du vermutlich einfach auch allen Grund dazu! Dieses Auf und Ab kann einen wirklich zermürben! Auch immer (mal wieder) nicht zu wissen, ist es jetzt der Entzug oder doch iwas anderes, etwas Ernstes, etwas zu Vernachlässigendes und manchmal fühlt es sich auch einfach richtig bedrohlich an.

Aber vor allem habe ich heraus gelesen, dass Du schreibst, es ginge Dir besser als vor einem halben oder gar einem Jahr!!!! :party2: Und genau DA liegt der Fokus! Für uns ALLE, IMMER.......und immer WIEDER! Genau deshalb hatte ich meinen thread ja auch "Mut machen" genannt, weil das das erklärte Ziel für Euch, für mich, für uns alle war und noch immer ist.

Ich weiß genau, wovon Du schreibst, wenn Du es richtig blöd findest, ganze Tage nur öde vor der Glotze zu verbringen, wohl wissend, dass Du fähig warst (und mit Sicherheit auch wieder sein wirst!!) ganz andere Dinge anzupacken und zu bewältigen. Vielleicht ist sogar dieses Arrangement mit sich selbst eine der größten Herausforderungen........

Ich finde diese Tage schrecklich, an denen ich mich nicht einmal mit iwas ablenken kann, nicht walken kann (oder sonst ein körperliches "Programm" absolvieren kann), nicht lesen, nicht denken, nicht schlafen - einfach nichts, nur "blöd" rumliegen, weil das Hirn wieder mit Schwerstarbeit im Sinne einer - wann auch immer zu erwartenden - Heilung beschäftigt ist. Ich habe bis vor noch nicht allzu langer Zeit ca. drei Bücher unterschiedlicher Genres in einer Woche gelesen (und mitunter auch rezensiert), jetzt habe ich seit März kein einziges zu Ende gebracht und die wenigen Kapitel, die ich immer wieder versuche (ja!! immer schön dranbleiben!! :haha: ) habe ich binnen kürzester Frist wieder vergessen, bzw kann sie zumindest nicht sinnvoll wiedergeben. Richtig frustrierend z.B. auch, dass ich letzte Woche die ZEIT komplett ungelesen nach 14 Tagen zum Papiercontainer getragen habe.
Rate, wer sie gestern erneut käuflich erworben hat? :lol:

Noch einmal kurz zur MS-Diagnose: die bekam ich ja schon vor ca 10 Jahren (müsste jetzt selbst in meiner Signatur nachlesen :roll: ), hatte also schon genug Zeit, mich iwie damit zu arrangieren. Die Frage ist dennoch, warum manche Menschen so vieles anziehen und zu bewältigen haben und andere scheinbar locker-flockig durchs Leben stiefeln und im E-fall auch noch die ganze Chemie, die für gewöhnlich auf jedes Problem drauf geworfen wird, gut bis sehr gut vertragen. Das bleibt mir bis heute schleierhaft, wenngleich ich zumindest für mich da schon einige mögliche Faktoren ausgemacht habe. Ab und an darf man darüber auch ruhig einmal nachdenken, aber eigentlich ist es müßig, wenn man es ohnehin nicht mehr ändern kann. Da nehmen wir doch lieber den manchmal mickrigen Rest und manchmal riesigen Batzen an Kraft zum Gesunden und für den Blick nach vorne!!

Jetzt wünsche ich Dir erst einmal, dass der dümpelnde Infekt oder die nervige Allergie sich rasch wieder verziehen, Du Dich wieder vom Sofa erheben kannst wie Phönix aus der Asche, um die nächste Etappe der Heilung zu packen und in eine Phase freudvollen Erlebens wechseln darfst!

Alles Liebe
Gabs
[spoil]-> Ab 2003 wechselnd Zoloft, Cipralex, Cymbalta und einige trizyklische AD wurden probiert wegen chronischer Schmerzen und weiterer körperlicher Symptome, die nicht zugeordnet werden konnten…..
-> 2009 kommen noch Lyrica, Seroquil zum Einsatz, iwann dauerhaft Cipralex
-> 2010 Cortison in Intervallen, Methotrexat, Azathioprin wegen Verdacht auf Autoimmunerkrankung
->2012/13 „Chronisch entzündliche Erkrankung des ZNS“, die
-> 2014 „nicht klassische MS“ heißt, iwann ein „überwiegend schubförmiger Verlauf einer MS“ ist……

Soviel zur Vorgeschichte, genauere Aufzeichnungen bezüglich Absetzversuche Psychopharmaka gibt es aus dieser Zeit nicht, nur dass ich 2015 wohl das Cipralex ausgeschlichen habe und ab Februar 2016 bis Dezember 2016 OHNE war
2016
7.12.2016 auf 10mg Escitalopram (warum weiß ich nicht mehr)
2017
-> 09.03.2017 auf 5 mg weil keine Besserung der Symptome
->16.03.2017 auf 2,5 mg
->23.03.2017 raus
Sechseinhalb Monate OHNE
->21.10.2017 5mg will ängstlich und depri wegen der nicht endenden Symptomatik (des Entzugs?)
->18.12.2017 10mg
2018
->26.03.2018 auf 5 mg weil weiterhin schlimme Symptome (es wirkt nicht mehr!)
->14.04.2018 auf 2,5mg
->24.04.2018 raus
->Juli2018 5 Tage Doxicyclin wegen Kehlkopfentzündung und ca. 14 Tage später zusätzlich zu allen Beschwerden des Entzugs starke Migräne, erhöhter Hirndruck (kenn ich aus der Neurologie und ist unter Nebenwirkungen aufgeführt), wellenartige Übelkeit aus dem Kopf, Ohren belegt, zu, höre schlecht, 4 Wochen volle Hölle
->August 2018 4 Wochen positive!!! „“Belastung“ durch Geburt des 1. Enkelkindes, schaffe ich aber anschließend totaler Zusammenbruch mit extremster Müdigkeit und erstmalig Schluck-Sprech-Atemprobleme
->27.09.2018 5mg weil zunehmende Angst (wegen der Symptome)
->27.10.2018 10 mg
->12.12.2018 15 mg (auf ärztliches Anraten, weil alle Symptome bleiben, es wirkt nicht mehr, weder gegen die Absetzsymptome noch gegen die Angst und Depression)
2019
->13.01.2019 wieder runter auf 10 mg
->22.03.2019 auf 5 mg (übrigens alle Untersuchungen beim Hausarzt immer alle bestens! Bin labortechnisch kerngesund!)
->12.04.2019 wieder auf 10 mg (weil unerträgliche Angst und „Hirnzustände“)
->21.05.2019 auf 5 mg (weil die Angst bleibt und alle Absetzsymptome auch)
->14.06.2019 auf 2,5 mg
->23.06.2019 raus
->25.06.2019 5 mg (Hoffnung auf etwas mildere Absetzsymptome)
->27.06.2019 wieder 2,5 mg (ich will aus dem Dreck unbedingt raus!!! Man sieht, wie verunsichert ich bin)
->29.07.2019 1mg in Tropfenform, freu mich, die entdeckt zu haben, Ärztin schreibt sie mir auch auf
->26.08.2019 raus

2020

Seither ohne Medikamente (11 Monate!!!!) aber auch ohne normales Leben. Jeweils starke Verschlimmerung
der Symptomatik nach Infekten im Herbst 2019 und ab

->23.2.2020 ganz tiefer Absturz nach Antibiotikum für 7 Tage (ähnlich wie 2018) „Depersonalisierung“ trifft es vielleicht am ehesten, wieder „inlocked-Syndrom“ nach Antibiotikum (ich nenne das so, wohlwissend, dass es medizinisch natürlich nicht korrekt ist, aber ich fühle mich in meinem Kopf „eingesperrt“, mir ist buchstäblich hören und sehen vergangen und diesmal hält es sehr lange an[/spoil]

Sabs
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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Sabs »

Hi gabs,

Es ist wunderbar wie hoffnungsvoll du schreibst.
Wünsche dir baldige Heilung

Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

Foxly
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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Foxly »

Liebe/r/s Sabs,

danke für Deine Rückmeldung und dass Dich mein Schreibstil bislang erfreuen konnte. :)

Ich sehe gerade in Deiner Signatur, dass Du ähnlich "nervös" und unstet mit Deinen Dosierungen jongliert hast wie ich. In meinem Fall aus Unwissenheit, denn ich hatte keinerlei Informationen, was diese SSRI langfristig anrichten können und der "Tanz" erst so richtig Fahrt aufnimmt, wenn man versucht, diese Medikamente wieder loszuwerden. Ich hätte wirklich sehr gerne sehr viel früher dieses Forum hier gefunden.......

Ähnlich ist auch der Versuch, mit NEM und/oder anderen Maßnahmen den zunächst völlig unverständlichen Entzug mit seinen schrecklichen Symptomen iwie abschwächen, mildern zu wollen. Ich dachte immer, iwas MUSS doch jetzt mal greifen, zumal ich ja durch die MS schon sehr positive Erfahrungen mit alternativen Behandlungsversuchen machen konnte. Leider habe ich dann plötzlich NICHTS mehr davon vertragen. Ich stand da wie der buchstäbliche "Ochs vorm Berg" (und hab vermutlich die meiste Zeit auch genau soo geschaut). :shock:

Selbst jetzt - wo ich durch dieses Forum - um einiges "klüger" bin, verfalle ich gelegentlich der Ungeduld (weil die Symptome wirklich streckenweise einfach unerträglich sind und noch immer den gesamten Alltag beeinträchtigen können) und halte mich für das einzige Exemplar in diesem Zirkus, das doch nochmal einen Versuch mit XYZ (alles, außer Antidepressiva oder sonstige Medikamente!!![/b]) wagen kann, dieses dann auch vertragen wird und dann HIER wieder einen Teil einer wundervollen Erfolgsgeschichte schreiben kann, die dann fortan ausnahmslos ALLEN helfen wird........

Na ja, träumen darf man ja........auch wenn die Realität mich dann wieder sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurück holt. So habe ich im Augenblick beschlossen, nahezu alles einfach mal wegzulassen (einige wenige "basics" wie Magnesium,Kalium, Omega3 und Ashwaganda in niedrigen Dosierungen vertrage ich und behalte ich dauerhaft bei).

Vielleicht besteht ja so die Chance, erst einmal "Entzug normal" - den Ausdruck habe ich hier gefunden - zu erreichen. Geduld ist nicht eben mein zweiter Vorname, aber wohl einer der skills, die in diesem Fall mit am nötigsten sind. Denn soviel habe ich kapiert: es geht hier in meinem Fall nicht um einen Sprint, wohl eher um einen Marathon, ob mir das nun gefällt oder nicht......

Der letzte Versuch bestand in der Einnahme von Vitamin D3 und hat mir sehr schnell eine Verbesserung der Muskelschmerzen und eine Abschwächung der fürchterlichen fatigue gebracht, leider aber auch wieder Gedankenkarussell, geistige Benommenheit und solche weniger schönen Dinge....
Ich müsste das D eigentlich nehmen, weil mein Spiegel für MS zu niedrig ist. Das habe ich bislang auch immer gut vertragen, aber aktuell ist eben alles anders, alles eine Herausforderung, die wir ALLE - ganz nebenbei bemerkt - angenommen haben und bewältigen werden!!!! :whistle:

Für heute alles Liebe für Dich, liebe Sabs und für alle, die das hier gelesen haben auch. :hug:

Und hier noch der Spruch zum Wochenende für alle, die in einer Gedankenschleife hängen:

"Ich grübele nicht, mir laufen die Gedanken vielmehr zu wie streunende Hunde" (original "Gabs" aus "Philosophie aus dem Wald")
Zuletzt geändert von Straycat am 08.08.2020 22:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Formatierung repariert
[spoil]-> Ab 2003 wechselnd Zoloft, Cipralex, Cymbalta und einige trizyklische AD wurden probiert wegen chronischer Schmerzen und weiterer körperlicher Symptome, die nicht zugeordnet werden konnten…..
-> 2009 kommen noch Lyrica, Seroquil zum Einsatz, iwann dauerhaft Cipralex
-> 2010 Cortison in Intervallen, Methotrexat, Azathioprin wegen Verdacht auf Autoimmunerkrankung
->2012/13 „Chronisch entzündliche Erkrankung des ZNS“, die
-> 2014 „nicht klassische MS“ heißt, iwann ein „überwiegend schubförmiger Verlauf einer MS“ ist……

Soviel zur Vorgeschichte, genauere Aufzeichnungen bezüglich Absetzversuche Psychopharmaka gibt es aus dieser Zeit nicht, nur dass ich 2015 wohl das Cipralex ausgeschlichen habe und ab Februar 2016 bis Dezember 2016 OHNE war
2016
7.12.2016 auf 10mg Escitalopram (warum weiß ich nicht mehr)
2017
-> 09.03.2017 auf 5 mg weil keine Besserung der Symptome
->16.03.2017 auf 2,5 mg
->23.03.2017 raus
Sechseinhalb Monate OHNE
->21.10.2017 5mg will ängstlich und depri wegen der nicht endenden Symptomatik (des Entzugs?)
->18.12.2017 10mg
2018
->26.03.2018 auf 5 mg weil weiterhin schlimme Symptome (es wirkt nicht mehr!)
->14.04.2018 auf 2,5mg
->24.04.2018 raus
->Juli2018 5 Tage Doxicyclin wegen Kehlkopfentzündung und ca. 14 Tage später zusätzlich zu allen Beschwerden des Entzugs starke Migräne, erhöhter Hirndruck (kenn ich aus der Neurologie und ist unter Nebenwirkungen aufgeführt), wellenartige Übelkeit aus dem Kopf, Ohren belegt, zu, höre schlecht, 4 Wochen volle Hölle
->August 2018 4 Wochen positive!!! „“Belastung“ durch Geburt des 1. Enkelkindes, schaffe ich aber anschließend totaler Zusammenbruch mit extremster Müdigkeit und erstmalig Schluck-Sprech-Atemprobleme
->27.09.2018 5mg weil zunehmende Angst (wegen der Symptome)
->27.10.2018 10 mg
->12.12.2018 15 mg (auf ärztliches Anraten, weil alle Symptome bleiben, es wirkt nicht mehr, weder gegen die Absetzsymptome noch gegen die Angst und Depression)
2019
->13.01.2019 wieder runter auf 10 mg
->22.03.2019 auf 5 mg (übrigens alle Untersuchungen beim Hausarzt immer alle bestens! Bin labortechnisch kerngesund!)
->12.04.2019 wieder auf 10 mg (weil unerträgliche Angst und „Hirnzustände“)
->21.05.2019 auf 5 mg (weil die Angst bleibt und alle Absetzsymptome auch)
->14.06.2019 auf 2,5 mg
->23.06.2019 raus
->25.06.2019 5 mg (Hoffnung auf etwas mildere Absetzsymptome)
->27.06.2019 wieder 2,5 mg (ich will aus dem Dreck unbedingt raus!!! Man sieht, wie verunsichert ich bin)
->29.07.2019 1mg in Tropfenform, freu mich, die entdeckt zu haben, Ärztin schreibt sie mir auch auf
->26.08.2019 raus

2020

Seither ohne Medikamente (11 Monate!!!!) aber auch ohne normales Leben. Jeweils starke Verschlimmerung
der Symptomatik nach Infekten im Herbst 2019 und ab

->23.2.2020 ganz tiefer Absturz nach Antibiotikum für 7 Tage (ähnlich wie 2018) „Depersonalisierung“ trifft es vielleicht am ehesten, wieder „inlocked-Syndrom“ nach Antibiotikum (ich nenne das so, wohlwissend, dass es medizinisch natürlich nicht korrekt ist, aber ich fühle mich in meinem Kopf „eingesperrt“, mir ist buchstäblich hören und sehen vergangen und diesmal hält es sehr lange an[/spoil]

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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Foxly »

.......kurzer Nachtrag:

zum Glück wenige Fehler, aber komische Formatierung..... ist teilweise meinem doch mitunter etwas desolatem Zustand geschuldet, vor allem aber heute der "Mäuseklaviatur" des Notebooks, denn ich habe draußen im Freien an Euch geschrieben, zwecks Vitamin D tanken - Ihr wisst schon........
:lol: :lol: :lol: :lol:

Gabs
[spoil]-> Ab 2003 wechselnd Zoloft, Cipralex, Cymbalta und einige trizyklische AD wurden probiert wegen chronischer Schmerzen und weiterer körperlicher Symptome, die nicht zugeordnet werden konnten…..
-> 2009 kommen noch Lyrica, Seroquil zum Einsatz, iwann dauerhaft Cipralex
-> 2010 Cortison in Intervallen, Methotrexat, Azathioprin wegen Verdacht auf Autoimmunerkrankung
->2012/13 „Chronisch entzündliche Erkrankung des ZNS“, die
-> 2014 „nicht klassische MS“ heißt, iwann ein „überwiegend schubförmiger Verlauf einer MS“ ist……

Soviel zur Vorgeschichte, genauere Aufzeichnungen bezüglich Absetzversuche Psychopharmaka gibt es aus dieser Zeit nicht, nur dass ich 2015 wohl das Cipralex ausgeschlichen habe und ab Februar 2016 bis Dezember 2016 OHNE war
2016
7.12.2016 auf 10mg Escitalopram (warum weiß ich nicht mehr)
2017
-> 09.03.2017 auf 5 mg weil keine Besserung der Symptome
->16.03.2017 auf 2,5 mg
->23.03.2017 raus
Sechseinhalb Monate OHNE
->21.10.2017 5mg will ängstlich und depri wegen der nicht endenden Symptomatik (des Entzugs?)
->18.12.2017 10mg
2018
->26.03.2018 auf 5 mg weil weiterhin schlimme Symptome (es wirkt nicht mehr!)
->14.04.2018 auf 2,5mg
->24.04.2018 raus
->Juli2018 5 Tage Doxicyclin wegen Kehlkopfentzündung und ca. 14 Tage später zusätzlich zu allen Beschwerden des Entzugs starke Migräne, erhöhter Hirndruck (kenn ich aus der Neurologie und ist unter Nebenwirkungen aufgeführt), wellenartige Übelkeit aus dem Kopf, Ohren belegt, zu, höre schlecht, 4 Wochen volle Hölle
->August 2018 4 Wochen positive!!! „“Belastung“ durch Geburt des 1. Enkelkindes, schaffe ich aber anschließend totaler Zusammenbruch mit extremster Müdigkeit und erstmalig Schluck-Sprech-Atemprobleme
->27.09.2018 5mg weil zunehmende Angst (wegen der Symptome)
->27.10.2018 10 mg
->12.12.2018 15 mg (auf ärztliches Anraten, weil alle Symptome bleiben, es wirkt nicht mehr, weder gegen die Absetzsymptome noch gegen die Angst und Depression)
2019
->13.01.2019 wieder runter auf 10 mg
->22.03.2019 auf 5 mg (übrigens alle Untersuchungen beim Hausarzt immer alle bestens! Bin labortechnisch kerngesund!)
->12.04.2019 wieder auf 10 mg (weil unerträgliche Angst und „Hirnzustände“)
->21.05.2019 auf 5 mg (weil die Angst bleibt und alle Absetzsymptome auch)
->14.06.2019 auf 2,5 mg
->23.06.2019 raus
->25.06.2019 5 mg (Hoffnung auf etwas mildere Absetzsymptome)
->27.06.2019 wieder 2,5 mg (ich will aus dem Dreck unbedingt raus!!! Man sieht, wie verunsichert ich bin)
->29.07.2019 1mg in Tropfenform, freu mich, die entdeckt zu haben, Ärztin schreibt sie mir auch auf
->26.08.2019 raus

2020

Seither ohne Medikamente (11 Monate!!!!) aber auch ohne normales Leben. Jeweils starke Verschlimmerung
der Symptomatik nach Infekten im Herbst 2019 und ab

->23.2.2020 ganz tiefer Absturz nach Antibiotikum für 7 Tage (ähnlich wie 2018) „Depersonalisierung“ trifft es vielleicht am ehesten, wieder „inlocked-Syndrom“ nach Antibiotikum (ich nenne das so, wohlwissend, dass es medizinisch natürlich nicht korrekt ist, aber ich fühle mich in meinem Kopf „eingesperrt“, mir ist buchstäblich hören und sehen vergangen und diesmal hält es sehr lange an[/spoil]

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Re: Foxly: Mut machen

Beitrag von Straycat »

Hallo Foxly,

Ich habe die Formatierung repariert ;-)
Das passiert schnell mal, dass dann etwas durcheinander kommt :)

Diese Ungeduld und Hoffnung doch etwas hilfreich wirksames zu finden, kennen wir hier gut. Leider ist nur gegen Entzug "kein Kraut gewachsen" - da kann man leider oft nur Zeit vergehen lassen und dem ZNS so die Chance geben zu heilen.
Was NEM wie Vitamin D betrifft würde ich im Bedarfsfall nur mal eine kleine Dosis antesten und schauen wie du es verträgst. Vieles verträgt man im Entzug - und oft auch noch danach - nicht so gut.

Alles Gute dir weiterhin :)
Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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