Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

 ! Nachricht von: Oliver
Wenn Deine Signatur nicht mehr richtig dargestellt wird, dann geh bitte in Dein Profil und schicke die unveränderte Signatur nochmal ab. Wenn das nicht geht, mache eine kleine Änderung und schick sie nochmal ab.

Wenn irgend etwas nicht in Ordnung ist, oder bei Fragen bitte hier schreiben: viewforum.php?f=17



Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Zusammen,

ich bin weiblich, 55 Jahre alt und seit 1992 in psychischer Behandlung. Seit 2002 bekomme ich Medikamente. Viele Therapien und Klinikaufenthalte und doch war mein Leben immer sehr schwierig. Deshalb gab es immer wieder Medikamentenwechsel.

Im Vergleich zu den Absetzempfehlungen hier im Forum waren die Vorgehensweisen beim Absetzen wenig zimperlich. Die letzte Absetzaktion durch die Klinik im März: vier Wochen von 30 mg runter.

Ich wußte bis jetzt nicht, dass das ein Fehler ist/war. Nun könnte sich meine Lage damit vielleicht erklären. Mir geht es nämlich sehr sehr schlecht und das nun ungefähr seit Absetzen von Venlafaxin 2017. Danach gab es noch etliche Medikamentenwechsel, -versuche, um dem Absturz entgegen zu halten. Doch ohne Erfolg. Eventuell hat es zum jetzigen Zustand noch beigetragen.

Seit nun schon drei Jahren ist alles verändert und schwer erträglich. Ich hatte bis dato meine Probleme einfach wegschlafen können. Rückzug, Kraft tanken und weiter gings. Doch nun sollte das vorbei sein. Ich kann seither nicht mehr schlafen, wache mehrmals in der Nacht auf, so dass ich in 5 Stunden noch 2-3 mal aufwache. Morgens frühes Aufwachen und nicht mehr einschlafen können.

Wenn ich erwache, ist sofort ein Unbehagen da. Eine innere Unruhe (habe es immer als Angst bezeichnet), eine große Übelkeit und ein innerlicher Druck. Das war anfangs nur morgens, inzwischen zieht sich das über den Tag hinweg. Dazu kommt eine Appetitlosigkeit, dass ich nichts mehr essen kann. Bin nur noch Haut und Knochen.

Eine Überlagerte Depression hat sich durch eine TMS Behandlung im März bessern können, doch der o. g. Zustand hat sich nicht gebessert.

Es fühlt sich ganz schrecklich an. Ich bekomme es von Ärzten nicht erklärt und habe schon sehr viel im Internet nachgeforscht. War sogar bei einer Endokrinologin. Außer Vitamin B12 mangel, der inzwischen behoben ist, hat sie nichts gefunden.

Jeder Tag ist ein Kampf, ich bin keine Partnerin und keine Mutter mehr, weil ich am Leben nicht mehr teilnehmen kann und mich dauernd in diesem Zustand befinde. Alles ist inzwischen Fremd, meine Wohnung, meine Familie, ich selbst. Meine Familie meldet mir zurück, dass sich mein Wesen verändert hat.

Der Zustand normalisiert sich einfach nicht.

Was komisch ist, dass es abends besser wird. Da kann ich auch etwas Essen. Es gibt auch in großen Abständen mal einen Tag, an dem das alles weg ist, wie weggeblasen, ein kurzes Zurück in mein ICH. Am nächsten Tag ist dann der kranke Zustand wieder da.

Ich bin total verzweifelt und suche den Austausch. Ich habe keine Kraft mehr und suche Trost. Vielleicht kann mir jemand Mut und Hoffnung machen. Und vielleicht bestätigt sich meine Annahme, dass das Langzeitentzugserscheinungen sein könnten.

Ich grüße ganz herzlich

PS: Die Ärzte haben inzwischen keine Idee mehr, in Sachen Medikamente. Da sei ich austherapiert.
Zuletzt geändert von padma am 31.05.2020 19:13, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel aktualisiert
► Text zeigen

Straycat
Teamunterstützung
Beiträge: 3714
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 2412 Mal
Danksagung erhalten: 1706 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Straycat »

Hallo Laube,

willkommen im ADFD.
Ich habe leider gerade nur kurz Zeit, weshalb ich dir mal nur unseren Begrüßungstext poste.
Es wird aber sicherlich noch eine detailliertere Antwort von mir oder jemand anderem folgen - bitte um etwas Geduld :)

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva und Neuroleptika ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21783
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 11389 Mal
Danksagung erhalten: 7081 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von padma »

hallo Laube, :)

auch von mir willkommen.

Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. :hug:
Bei dir haben sie ja Unmengen an Psychopharmaka ausprobiert, das ist schockierend zu lesen. Die meisten hast du nicht vertragen, die anderen waren wirkungslos.

Dein Nervensystem wurde durch alle diese Medikamentenversuche extremem Stress ausgesetzt, ich würde wirklich davon ausgehen, dass deine schlechte Verfassung zu grossen Teilen dadurch bedingt ist.
Mir geht es nämlich sehr sehr schlecht und das nun ungefähr seit Absetzen von Venlafaxin 2017. Danach gab es noch etliche Medikamentenwechsel, -versuche, um dem Absturz entgegen zu halten. Doch ohne Erfolg. Eventuell hat es zum jetzigen Zustand noch beigetragen.
Das viel zu schnelle Absetzen von Venlafaxin war vermutlich dann das, was das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Irgendwann streikt auch das robusteste Nervensystem und die weiteren Medikamente haben sicherlich mit zu deinem Zustand weiter beigetragen.

Was du an Symptomen beschreibst, kennen wir alles als Absetzsymptome, oder du kannst auch sagen, als Symptome eines durch all diese Medikamente, Wechsel, Entzüge völlig überreiztes Nervensystem.
Wenn ich erwache, ist sofort ein Unbehagen da. Eine innere Unruhe (habe es immer als Angst bezeichnet), eine große Übelkeit und ein innerlicher Druck
Das kennen wir hier, viele erleben ähnliches. Es liegt wahrscheinlich an der frühmorgendlichen Cortisolausschüttung, von der ein gereiztes ZNS überfordert ist.
Alles ist inzwischen Fremd, meine Wohnung, meine Familie, ich selbst. Meine Familie meldet mir zurück, dass sich mein Wesen verändert hat.
Auch das kennen wir hier. Es nennt sich Depersonalisation/Derealisation und ist eine Art Schutzreaktion des ZNS. Dein Wesen hat sich dadurch nicht bleibend verändert, aber es wirkt erstmal so.
Eine Überlagerte Depression hat sich durch eine TMS Behandlung im März bessern können, doch der o. g. Zustand hat sich nicht gebessert.
Ob das wirklich eine "überlagerte Depression" war, würde ich in Frage stellen. Solche Diagnosen werden gerne gestellt, wenn die Ärzte nicht mehr weiterwissen. Ich denke, es waren Absetzsymptome.

Mit TMS haben wir noch nicht so die Erfahrung, aber auch da besteht das Risiko, dass durch diesen Eingriff das ZNS weiter gereizt wird.
Was komisch ist, dass es abends besser wird. Da kann ich auch etwas Essen. Es gibt auch in großen Abständen mal einen Tag, an dem das alles weg ist, wie weggeblasen, ein kurzes Zurück in mein ICH. Am nächsten Tag ist dann der kranke Zustand wieder da.
Auch das ist ganz typisch. Der Cortisolspiegel sinkt abends ab, dann wird es besser.
Dass zwischendurch sämtliche Symptome weg sind, ist auch typisch. Wir nennen das hier Wellen (die Zeiten mit Symptomen) und Fenster (Zeiten ohne oder mit weniger Symptomen)
Es fühlt sich ganz schrecklich an. Ich bekomme es von Ärzten nicht erklärt und habe schon sehr viel im Internet nachgeforscht. War sogar bei einer Endokrinologin. Außer Vitamin B12 mangel, der inzwischen behoben ist, hat sie nichts gefunden.
Wir kennen hier alles. Ich denke, du kannst wirklich davon ausgehen, dass du an einem Langzeitentzugssyndrom bzw. unter der Folge all dieser Psychopharmaka leidest.
Ich bin total verzweifelt und suche den Austausch. Ich habe keine Kraft mehr und suche Trost. Vielleicht kann mir jemand Mut und Hoffnung machen.
Deine Verzweiflung kann ich sehr gut verstehen :hug:
Ich kann dir insofern Mut und Hoffnung machen, dass die Schädigungen wieder heilen. Das ZNS hat die Fähigkeit sich selbst zu heilen, es braucht dafür Zeit und Ruhe. Und keinesfalls weitere Eingriffe in sein System durch Psychopharmaka.

Zu vielem was du ansprichst haben wir extra threads, aber das wäre jetzt sicher zu viel, wenn ich dir das alles verlinke.
Lies am besten zunächst die Grundlageninfos. Die threads zu den weiteren Themen findest du alle über diese Übersicht viewtopic.php?f=66&t=16653

Auch wenn wir kein Geheimrezept haben (ein solches gibt es nicht), hoffe ich, dass es dir etwas hilft, nun zu wissen, dass das was du durchmachst erklärbar ist und dass du nicht die einzige mit dieser Symptomatik bist. Und vor allem, dass du heilen wirst.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Laube »

Hallo padma,

Dankeschön, dass ich hier so schnell Antwort bekomme. Ich schätze das sehr. Ich musste weinen, als ich Deine Antwort gelesen habe. Das heißt, ich muß nicht mehr suchen. Jahrelange suche. Immer nur suchen suchen suchen. Ich bin so müde.

Bin mit meiner Signatur und meinem Beitrag Stunden beschäftigt gewesen. Ich bin nicht gut im Schreiben und kenne mich mit Foren nicht aus. Bin zum erstenmal in einem Forum unterwegs. Es braucht sicher ein Weilchen, bis ich mich hier zurecht finden werde. Aber ich denke, das wird mir verziehen.

Schön ist, dass ich dabei sein darf und vorallem, dass Ihr Euch kümmert. :D

Ich werde jetzt noch einiges lesen, damit ich besser informiert bin. Es gibt bestimmt einiges, was mir helfen wird.

Vielleicht traue ich mich auch mal, an einem Thema teilzunehmen.

Schade ist zu lesen, dass bei mir die "Kapp verschnitten" ist. Ist alles schon gelaufen. Kann nicht mehr repariert werden. Muß auf Heilung warten.

Wenn man sich vorstellt, dass mein Facharzt mich letztens einfach an die hießige PIA abgegeben hat, nachdem er mit mir nicht mehr weiter wußte. Seit 2009 ist er mein Arzt. Ich habe ihm über die Jahre vertraut. Jetzt möchte er mich nicht mehr behandeln.

Ich fühle mich mit meiner Sache allein gelassen. Ärzte sind da schnell fertig: "Aha, Angsterkrankung, na dann!" Ich werde nicht ernst genommen.

Dabei blieb mein Selbstwert auf der Strecke. Auch die Berufsunfähigkeit und das fehlende Verständnis macht sehr mir zu schaffen.

Vielleicht tut mir das Forum gut und kann mich stützen. Das wäre schön.

Ich danke Dir, padma

Grüße herzlichst
Laube
► Text zeigen

Maria__
Beiträge: 86
Registriert: 01.10.2018 11:05
Hat sich bedankt: 58 Mal
Danksagung erhalten: 38 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Maria__ »

Liebe Laube,

herzlich Willkommen. Alle was Du beschreibst klingt auch für mich sehr genau nach überreiztem Nervensystem/Entzug. So erlebe ich es selbst und lese es immer wieder bei vielen anderen hier. Es stimmt mich fassungslos, wie naiv die Ärzte einen mit Psychopharmaka zuballern und einen damit, früher oder später, geradewegs in die Hölle schicken.
Ich hoffe, Du findest einen Weg für Dich heraus aus dem Elend. Mir hilft oft schon zu wissen, was das ist was mit mir los ist, um es ein wenig besser zu ertragen.

Alles Gute und viel Erfolg
Maria
05/2004 Beginn Fluxetin 40mg wegen Angststörung & Problemen nach Pfeifferschem Drüsenfieber.
2009-2015 drei Absetzversuche, jedes Mal nach einigen Monaten wieder eindosieren müssen, da zahlreiche Symptome (Ängste,Grübelgedanken,Anspannung,Unwohlsein,Desinteresse,Verzweiflung,Heulattacken,massive Verstopfung etc.); Dann hab ich erstmalig versucht, das Ganze etwas langsamer anzugehen:
12/2015-08/2018 runter auf 5mg (Einnahme 10mg jeden zweiten Tag).
09/2018 plötzlich der Crash: extreme Angst, nicht mehr aufhören können zu weinen, Zittern, völlige Appetitlosigkeit (-8kg), Gedankenrasen,Grübelzwang, DR/DP, extreme Anspannung & "verrückte" Gedanken & Gefühle wie: Nähe nicht ertragen können,ich drehe durch etc.,Schuldgefühle, Verzweiflung + Suizidgedanken, Ohrwürmer, komisches Zeitgefühl...Horror!
10/2018 schnelles Wiedereindosieren Fluox.auf 10mg, dann nach drei Wochen auf 20mg - "Wackel-Gefühl" im Kopf, Unwohlsein, kein EInfluss auf Angstsymptomatik, also zuzügl. Opipramol 150mg vom Arzt bekommen - hat die körperlichen Angstsymptome zunächst gedämpft, nach 2 Wochen jedoch Rückkehr der Symptome...völlig unverständlich für mich - Entsetzen!
12/2018 auf 30mg Fluoxetin, Opipramol innerhalb von 2 Wochen in Klinik ausgeschlichen und zeitgleich Quetiapin eindosiert. Rückkehr starke Anspannung, frühes Aufwachen mit Angst im Bauch, Unruhe, Unwohlsein, Verzweiflung..vermutl. Absetzen des Opipramols + Fluoxetinproblematik; unaufhörlich starke innere Anspannung, v.a. morgens beim Aufwachen mit gestörtem Schlaf,Unruhe,ganzer Körper dauerangespannt,DR/DP, Neurogedanken,Neuroemos,schwerdepressiv, nur geweint, nicht-essen-können, Dauerangst, Endlosgrübeln...
26.02.2019 Fluox.25mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wellenartig heftige Neuroemotionen, Neurogedanken, Angst,Gefühl von Instabilität,rasche Schwankungen
27.03.19 Fluox.20mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wie bei 25mg nur ab und an klare Fenster
16.05.19 Fluox. 18mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wie bei 20mg nur ab und an klare Fenster
07.08.19 Dosis wie oben: Sehr depressiv, Angst, DR/DP,rasche Stimmungswechsel, Neuro-Emotionen &-Gedanken,krasse Wut&Durchdrehgefühl,Appetitlosigkeit
17.08.19 Fluox.18,5mg...keine wirkliche Veränderung
25.08.19 20mg-siehe oben
07.09.19 23mg-nach einiger Zeit etwas Besserung, mehr Wellen und ein paar Fenster
Ansonsten:
20.10.19Quetiapin 200mg - 12,5mg = 187,5;
06.11.19Quetiapin 200mg - 18,5mg = 181,5mg
03.12.19Quetiapin wieder hoch auf 187,5mg...wegen Aggression, starkem DR/DP,Angst,Depressiven Schüben, furchtbares Gefühl in Träumen & bei Aufwachen...Grauen
15.02.20 Quetiapin 181,5mg 05.03.20 wieder hoch auf 187,5mg da Schlaflosigkeit, Panikattacken nachts
Notfallmed: Tavor, ab 07.02.20 wieder gelegentlich 0,25mg (nach 68 tagen Abstinenz)
09.05.-16.05.20 Fluoxetin 22mg, hat nicht funktioniert, starke Symptome, zurück auf 23mg und Beginn WLM
07.07.Fluoxetin 22,5mg; Quetiapin 183,5mg
***
Ggw. Med:
Fluoxetin 22,5mg WLM
Quetiapin 183,5mg

Symptome: Angst, Anspannung, schlimmes Endlosgrübeln, stark intensivierte Gefühle/Neuroemotionen,rasche Stimmungswechsel,Horrorgefühle,DR, DP, nur im Kopf sein, Durchdrehgefühle,Unwohlsein,Grauen,Terror, Übelkeit, Gedankendrängen, Zwangsgedanken,irrationale Gedanken uvm

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Laube »

Hallo Maria,

lieben Dank, dass Du schreibst. Wenn ich Deine Signatur lese und da die Beschwerden, werde ich immer erstaunter darüber, dass es anderen auch so geht.

Hallo Zusammen,

In meinen vielen Klinikaufenthalten hat es weder bei dem Personal noch bei Mitpatienten irgend einen Hinweis darauf gegeben, dass es anderen auch so geht. Und ich hab mich immer versucht zu erklären.

Die Erkenntnis, dass es mir seit Jahren sehr schlecht geht und dass es so einen Zustand bei mir früher in dem Ausmaß und in solch einer Form nie gab, lies mich zu dem Entschluss kommen, dass ich psychisch total kaputt wäre, meine Psyche gänzlich zerstört wäre und ich unrettbar krank sei. Ich dachte nur noch ans Ende, weil keine Erklärung und nichts mehr half, keine Medikation und keine Therapien, Achtsamkeit, Meditation, Ergo, Sport, Entspannungstechniken, Qi Gong. Alles was man mir in der Klinik an die Hand gab, führte zu keiner Besserung.

Nun bin ich überaus dankbar, hier gelandet zu sein. Ich fühle mich gerettet.

Jetzt hier durch ADFD kann ich verstehen, fühle mich nicht mehr so verlassen und bekomme wieder Hoffnung.

Aber jetzt muss ich sagen:
Hier gibt es so viele Betroffene. Wie kann es sein, dass es Jahre braucht, bis ich von Entzugsproblemen erfahre. Das kann mir keiner erzählen, dass die Ärzteschaft davon nichts weiß. Ist das so ein gefährliches Thema, darf man dem keinen Glauben schenken? Darf man darauf nicht aufmerksam machen?

Wie kann man die vielen Betroffenen so im Stich lassen. Das ist nicht zu akzeptieren. Es ist ein Skandal.

Wenn ich hier lese, und das tue ich seit Tagen, dann tut es mir so leid, für all die hier im Forum, welch Leid sie ertragen und für all diejenigen, die wie ich bis heute nicht wissen was los ist.

Das Leben in diesem Zustand ist schwer erträglich. Alle Beschwerden sind nicht messbar, nicht sichtbar, nicht nachfühlbar für Nichtbetroffene. Und doch ist es eine schwere Behinderung.

Dafür gibt es keinen Schadenersatz. Nichtmal einen Trost und natürlich auch kein Eingeständnis.

Unglaublich!

Aber vielleicht sollten ich erstmal froh sein, hier Klärung gefunden zu haben. Ich hoffe dadurch mit der Belastung besser umgehen zu können und leben zu können.

Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft. Bin sehr dankbar für die Unterstützung hier im Forum.

Herzliche Grüße
Laube
► Text zeigen

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21783
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 11389 Mal
Danksagung erhalten: 7081 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von padma »

liebe Laube, :)
Ich musste weinen, als ich Deine Antwort gelesen habe. Das heißt, ich muß nicht mehr suchen. Jahrelange suche. Immer nur suchen suchen suchen. Ich bin so müde.
Ja, man zweifelt immer mehr an sich selbst, wemm man scheinbar der einzige ist, dem es so geht, mit all diesen unerklärlichen Symptomen. Ich weiss noch gut, wie erleichtert ich war, als ich das Forum gefunden hatte und endlich wusste, was mit mir los war. Ich hatte es glücklicherweise schon nach ein paar Monaten gefunden.
Bin mit meiner Signatur und meinem Beitrag Stunden beschäftigt gewesen. Ich bin nicht gut im Schreiben und kenne mich mit Foren nicht aus. Bin zum erstenmal in einem Forum unterwegs. Es braucht sicher ein Weilchen, bis ich mich hier zurecht finden werde. Aber ich denke, das wird mir verziehen.
Deine Signatur ist geradezu vorbildlich :D , danke dir, dass du dir diese Mühe gemacht hast. Es ist kein Problem, wenn du mit dem Zurechtfinden etwas brauchst. Frag einfach nach, wenn was unklar ist.
Schade ist zu lesen, dass bei mir die "Kapp verschnitten" ist. Ist alles schon gelaufen. Kann nicht mehr repariert werden. Muß auf Heilung warten.
Rückgängig machen kann man die Psychopharmakaeinnahme etc. leider nicht. Dennoch gbt es auch die gute Nachricht, dass Heilung passiert. Vielleicht magst du in den Ermutigungsnachrichten von Balyssa lesen? viewtopic.php?p=232144#p232144
Ich fühle mich mit meiner Sache allein gelassen. Ärzte sind da schnell fertig: "Aha, Angsterkrankung, na dann!" Ich werde nicht ernst genommen.
Das geht uns fast allen so. Dieses Alleingelassen werden ist eine Art zweite Traumatisierung (die Entzugssymptomatik ist die erste)
Ich dachte nur noch ans Ende, weil keine Erklärung und nichts mehr half, keine Medikation und keine Therapien, Achtsamkeit, Meditation, Ergo, Sport, Entspannungstechniken, Qi Gong. Alles was man mir in der Klinik an die Hand gab, führte zu keiner Besserung.
Bei diesen medikamentenbedingten Symptomen greifen diese Verfahren oft nur sehr wenig. Die Symptome sind ja neurophysiologisch bedingt und nicht psychisch. Und solange man weiter in der Psychopharmakaspirale steckt, werden die Symptome immer weiter angeheizt.
Hier gibt es so viele Betroffene. Wie kann es sein, dass es Jahre braucht, bis ich von Entzugsproblemen erfahre. Das kann mir keiner erzählen, dass die Ärzteschaft davon nichts weiß. Ist das so ein gefährliches Thema, darf man dem keinen Glauben schenken? Darf man darauf nicht aufmerksam machen?
Ja, das ist wirklich kaum erklärbar. Ein Punkt ist schon, dass die Ärzte in ihrer Ausbildung nichts über den Entzug lernen und dass die Fortbildungen überwiegend von der Pharmaindustrie gemacht werden.
Es ist, glaube ich, generell schwer schwierig und langwierig, für die negativen Folgen und Risiken von Medikamenten Gehör zu finden. Im Bereich Psychopharmaka kommt hinzu, dass die Betroffenen ja angeblich alle "psychisch krank" sind und da ist es noch schwieriger ernst genommen zu werden. :(

Es bewegt sich ganz langsam was, die kritischen Stimmen mehren sich. Dazu findest du Material in den "Hintergrundinformationen über Psychopharmaka"
Aber vielleicht sollten ich erstmal froh sein, hier Klärung gefunden zu haben. Ich hoffe dadurch mit der Belastung besser umgehen zu können und leben zu können.
Ich hoffe es und wünsche es dir sehr :hug: .

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


loewe55
Beiträge: 704
Registriert: 15.05.2018 19:19
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung erhalten: 64 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von loewe55 »

Liebe Laube,

ein paar tröstliche Worte von mir. Schön, dass du hierher gefunden hast. Du wirst lesen, dass nicht wenige von uns auch schon mehrere Jahre mit ähnlichen Symptomen zu tun haben. Wir sind alle im Vertrauen auf unsere Ärzte in diesen Schlamassel reingeschlittert.

Mein schlimmstes Symptom ist auch die innere Unruhe und das morgendliche Erwachen mit einem „Angstschub“, der inzwischen sogar von Schmerzen begleitet wird. Ich weiß mittlerweile, dass das morgens das anflutende Cortisol ist. Das macht es nicht besser, erklärt mir aber den Hintergrund.

Ich wünsche dir hier einen guten Austausch und die Gewissheit, dass es irgendwann mal besser wird und aufhört.

Liebe Grüße 🍀🍀🍀
Gabi
Dezember 2015 wegen Panik und Angst 30 mg Mirtazapin
2016 Januar 3 Todesfälle in der Familie innerhalb von 3 Wochen, außerdem Jobverlust
Nichts geht mehr, ich bestehe nur noch aus Angst
Mai 2016 auf eig. Wunsch in Klinik, 7 Wochen stat., Mirta raus, dafür Cita und Prega
Furchtbare 4 Wochen, kein Schlaf, heißes Körperbrennen
Langsame Besserung, Medis helfen, Schlaf kommt wieder
August 2016 5 Wochen Tagesklinik, stabilisiere mich
Wirkverlust Citalopram, dafür Venlafaxin ab Januar 2017, es geht bergauf
Mai/ Juni 2017 Reha, bei Entlassung fast symptomfrei, Venla112,5 mg, Lyrica 100-0-100,
2017 August Venla auf 100 mg, September auf 90 mg, Oktober 75 mg, November 60 mg, Dezember 50 mg
2018 Januar Venla auf 45 mg, Februar 37,5mg, Befinden nicht mehr gut, März 2018 Venla 34 mg, dann wieder hoch auf 37,5, April 2018 auf 31 mg
Befinden schlechter, massive Ängste
16.05.18 Erhöhung um 2,1 mg nach Anmeldung im Forum: Venla jetzt 33,1 mg
31.05.18 Erhöhung um 1,5 mg, bin jetzt bei 34,6 mg
05.06.18 leichte Besserung, Versuch der Stabilisierung
12.07.18 Erhöhung auf 37,5 mg: keine Veränderun, weiterhin Angst wie gewohnt
24.08.18 immer noch auf 37,5 es geht mir besser, kurze Angstgefühle, aushaltbar
21.09.18 versuche seit 10 Tagen Prega um 10 mg zu reduzieren, gescheitert, Absetzpause
Medikation derzeit: Venla 37,5 mg / Pregabalin 175 mg
29.04.2019: Pregabalin auf Wasserlösmethode, Venlafaxin Absetzpause (37,5 mg)
10.05.19: Pregabalin auf 155 mg
Dieses Mal auch körperliche Symptome wie Brain zaps, Nackenschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Schwäche in den Beinen, Erschöpfung, Schwere
24.06.19: Prega auf 145 mg 16.07.19: Prega auf 137 mg
12.08.19: Prega auf 125 mg 05.09.19: Prega auf 123 mg
16.09.19: Prega auf 120 mg 26.09.19: Prega auf 118 mg
06.10.19: Prega auf 115 mg 27.10.19: Prega auf 110 mg
Starke Symptome: Angstattacken und Panik, Horrorspitzen, Durchdrehgefühl, Zwangsgedanken, Angst vor der Angst, Übelkeit, Appetitlosigkeit, möchte kaum noch rausgehen, fühle mich wie „festgetackert“
11.11.19: erste leichte Verbesserungen/ Fenster
23.11.19: Aufdosierung auf 112 mg wg.starker Ängste
30.11.19: Pregabalin auf 110 zurück, da keine Besserung
07.12.19: Prega auf 100 mg 11.01.20: Prega auf 75 mg
01.02.20: Prega auf 60 mg 19.02.20: Prega auf 57 mg
Symptome zeitweise weniger, nicht mehr festgetackert, depressive Phasen weg, Zwangsgedanken fast weg, ein gutes Fenster von 2,5 Tagen völliger Symptomfreiheit
seit 01.02. Einnahme von Omega 3 und OPC
29.02.2020: Prega auf 55 mg 20.03.2020: Prega auf 53
01.04.2020: Prega auf 52 mg 08.04.2020: Prega auf 50 15.04.2020: Prega auf 49 mg 22.04.2020: Prega auf 46
Jetzt weiter mit Venlafaxin
23.04.2020: Venla auf 35,8 mg (-6 K.)
30.04.2020: Venla auf 34,9 mg (-3 K.)
08.05.2020: ——————————————— Prega auf 44 mg
18.05.2020: ——————————————— Prega auf 42 mg
23.05.2020: Venla auf 34,0 mg (-3 K.)
18.06.2020: ——————————————— Prega auf 40 mg
23.06.2020: Venla auf 33,4 mg (-2K.)
28.06.2020: ——————————————— Prega auf 39 mg
03.07.2020: ——————————————— Prega auf 38 mg
06.07.2020: Venla auf 32,8 mg (-2K.)
10.07.2020: ——————————————— Prega auf 37 mg
17.07.2020: ——————————————— Prega auf 36 mg
19.07.2020: Venla auf 32,2 mg (-2K.)
27.07.2020: ------------------------------ Prega auf 35 mg
29.07.2020: Venla auf 31,9 mg (-1K)

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Laube »

Liebe Gabi,

Dankeschön für deine Antwort und deinen Trost.

Heute Abend habe ich ein so genanntes Fenster seit 19:30 Uhr. Möchte gar nicht einschlafen. Morgen ist es vorbei, ich weiß es, es war schon oft so. Ich danke Gott dafür, dass ich solche Momente erleben darf, sonst wüsste ich nicht mehr, wie es sich eigentlich im gesunden Zustand anfühlt.

Wir saßen beim Abendessen und ich führte ganz gelassen eine Konversation mit Witz und klaren Verstand, mit Aufmerksamkeit, mit Gefühl und Blickkontakt. Ich war im Hier und Jetzt, habe mich am Leben beteiligen können. Ich war da und meine Familie hatte mich für einen kurzen Moment zurück.

Mein Sohn starrte mich entsetzt an, er bemerkte den krassen Unterschied zum sonst kranken Zustand. Meine Familie hätte mich so gerne zurück. Schade. Sie leiden. Sie vermissen mich. Ich bin physisch da, aber nicht mehr die selbe. Eine leere Hülle. Und es ist anstrengend, mit mir zu leben. Schon oft war der Gedanke, dass ich meine Familie von mir befreie. Ich muss irgendwie weg, dachte ich.

Festgetackert ist ein ganz passender Ausdruck für dieses empfinden. Es fühlt sich an wie lebendig begraben. Ich möchte gerne leben und kann es nicht. Ich möchte mich kümmern, ich möchte mich freuen, ich möchte Teil haben, ich möchte lachen, ich möchte frei sein von den quälenden Gedankenzwängen, dem getrieben sein, dem Druck, der Angst, der Überforderung, dem schrecklich befremdeten Gefühl.

Die Wahrnehmung ist verzerrt. Angst und Unruhe, wo keine Gefahr. Es kehrt keine Ruhe mehr ein. Der Körper hört nicht mehr auf den Verstand.

Das Vögelgezwitscher am Morgen ist gruselig geworden weil es der Beginn eines erneuten gruseligen Tages ist. Ich mag sie nicht mehr hören.

Ich muss mich hier mitteilen, es ist ein starkes Bedürfnis. Alle bisherigen Versuche mich zu erklären, stießen auf Unverständnis.

Wieder so viel geschrieben, wer soll das alles lesen?

Bin unglaublich Dankbar für Nachrichten, die ich bekomme. Es kostet Zeit und Mühe. Herzlichen Dank. 😊

Liebste Grüße
Silvia
► Text zeigen

Maria__
Beiträge: 86
Registriert: 01.10.2018 11:05
Hat sich bedankt: 58 Mal
Danksagung erhalten: 38 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Maria__ »

Liebe Silvia,

wenn ich Deine Zeilen lese, ist es als hätte ich sie selber geschrieben. Genauso erlebe ich vieles auch. Es ist unfassbar, was ein Mensch da durchmacht und keiner kann sich das vorstellen, der da nicht selbst durchgekrochen ist. Und so sehr die Angehörigen und Freunde versuchen, einen zu verstehen - irgendwann wünschen sie sich dann doch, dass man da rauskommt, sich selbst aufrichtet und endlich wieder dem normalen Leben zuwendet. Bevor ich wusste, was mit mir loswar, hatte ich selber immer wieder den Anspruch an mich noch mehr Kraft aufzubringen, noch mehr an mir zu arbeiten um wieder gesund zu werden. Aber es ist willentlich nicht möglich, alles wofür man seinen Willen in dieser Lage gebrauchen kann ist Durchhalten, Weitermachen, Aushalten.

All diese Gefühle und drängenden, kreiselnden Gedanken sind so unglaublich schlimm und quälend. Dieses sich-nicht-mehr-spüren, diese Entfremdung, diese schlimme Angst... es ist einfach fürchterlich und unmenschlich. Diese Schieflage, emotional, kognitiv, einfach auf allen Ebenen des Seins erzeugt einen Lebenszustand der eigentlich nicht auszuhalten ist.

Sehe ich richtig, dass Du Mirtazapin im Februar abgesetzt hast und seit dem nichts mehr nimmst? Wenn sich Deine Lage seit dem spürbar verschlechtert hat, könnte es sinnvoll sein, wieder eine kleine Menge einzudosieren um den Entzug abzufangen, was denkst Du?
Das Du so stark abgenommen hast ist auch schlimm, ich kenne auch diese schwere Appetitlosigkeit :-(

Manche Betroffene finden die EInnahme von Omega-3 Präparaten und Magnesiumglycinat hilfreich, es gibt dazu eigene Threads die Du dir mal anschauen kannst.

Sei Dir gewiss, Du bist nicht alleine mit dem ganzen Irrsinn und mit viel Geduld und Ruhe wird es einen Weg heraus geben.

Ich wünsche Dir, dass sich das Fenster bald wiederholt.

alles Liebe
Maria
05/2004 Beginn Fluxetin 40mg wegen Angststörung & Problemen nach Pfeifferschem Drüsenfieber.
2009-2015 drei Absetzversuche, jedes Mal nach einigen Monaten wieder eindosieren müssen, da zahlreiche Symptome (Ängste,Grübelgedanken,Anspannung,Unwohlsein,Desinteresse,Verzweiflung,Heulattacken,massive Verstopfung etc.); Dann hab ich erstmalig versucht, das Ganze etwas langsamer anzugehen:
12/2015-08/2018 runter auf 5mg (Einnahme 10mg jeden zweiten Tag).
09/2018 plötzlich der Crash: extreme Angst, nicht mehr aufhören können zu weinen, Zittern, völlige Appetitlosigkeit (-8kg), Gedankenrasen,Grübelzwang, DR/DP, extreme Anspannung & "verrückte" Gedanken & Gefühle wie: Nähe nicht ertragen können,ich drehe durch etc.,Schuldgefühle, Verzweiflung + Suizidgedanken, Ohrwürmer, komisches Zeitgefühl...Horror!
10/2018 schnelles Wiedereindosieren Fluox.auf 10mg, dann nach drei Wochen auf 20mg - "Wackel-Gefühl" im Kopf, Unwohlsein, kein EInfluss auf Angstsymptomatik, also zuzügl. Opipramol 150mg vom Arzt bekommen - hat die körperlichen Angstsymptome zunächst gedämpft, nach 2 Wochen jedoch Rückkehr der Symptome...völlig unverständlich für mich - Entsetzen!
12/2018 auf 30mg Fluoxetin, Opipramol innerhalb von 2 Wochen in Klinik ausgeschlichen und zeitgleich Quetiapin eindosiert. Rückkehr starke Anspannung, frühes Aufwachen mit Angst im Bauch, Unruhe, Unwohlsein, Verzweiflung..vermutl. Absetzen des Opipramols + Fluoxetinproblematik; unaufhörlich starke innere Anspannung, v.a. morgens beim Aufwachen mit gestörtem Schlaf,Unruhe,ganzer Körper dauerangespannt,DR/DP, Neurogedanken,Neuroemos,schwerdepressiv, nur geweint, nicht-essen-können, Dauerangst, Endlosgrübeln...
26.02.2019 Fluox.25mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wellenartig heftige Neuroemotionen, Neurogedanken, Angst,Gefühl von Instabilität,rasche Schwankungen
27.03.19 Fluox.20mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wie bei 25mg nur ab und an klare Fenster
16.05.19 Fluox. 18mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wie bei 20mg nur ab und an klare Fenster
07.08.19 Dosis wie oben: Sehr depressiv, Angst, DR/DP,rasche Stimmungswechsel, Neuro-Emotionen &-Gedanken,krasse Wut&Durchdrehgefühl,Appetitlosigkeit
17.08.19 Fluox.18,5mg...keine wirkliche Veränderung
25.08.19 20mg-siehe oben
07.09.19 23mg-nach einiger Zeit etwas Besserung, mehr Wellen und ein paar Fenster
Ansonsten:
20.10.19Quetiapin 200mg - 12,5mg = 187,5;
06.11.19Quetiapin 200mg - 18,5mg = 181,5mg
03.12.19Quetiapin wieder hoch auf 187,5mg...wegen Aggression, starkem DR/DP,Angst,Depressiven Schüben, furchtbares Gefühl in Träumen & bei Aufwachen...Grauen
15.02.20 Quetiapin 181,5mg 05.03.20 wieder hoch auf 187,5mg da Schlaflosigkeit, Panikattacken nachts
Notfallmed: Tavor, ab 07.02.20 wieder gelegentlich 0,25mg (nach 68 tagen Abstinenz)
09.05.-16.05.20 Fluoxetin 22mg, hat nicht funktioniert, starke Symptome, zurück auf 23mg und Beginn WLM
07.07.Fluoxetin 22,5mg; Quetiapin 183,5mg
***
Ggw. Med:
Fluoxetin 22,5mg WLM
Quetiapin 183,5mg

Symptome: Angst, Anspannung, schlimmes Endlosgrübeln, stark intensivierte Gefühle/Neuroemotionen,rasche Stimmungswechsel,Horrorgefühle,DR, DP, nur im Kopf sein, Durchdrehgefühle,Unwohlsein,Grauen,Terror, Übelkeit, Gedankendrängen, Zwangsgedanken,irrationale Gedanken uvm

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Laube »

Liebe Marie,

Dankeschön für Deine Antwort und die tollen Tipps Omega 3 und so...

Mirtzapin wieder einzunehmen würde mir nicht helfen. Ich habe die Entzugssymptome schon seit drei Jahre. 2017 wurde Venlafaxin abgesetzt, eventuell war das der Auslöser.

Letztendlich habe ich seither viele andere Psychopharmaka bekommen, um dem entgegenzuwirken. Hat aber alles nicht geholfen. Wahrscheinlich verschlimmbessert.

Heute, nach gestrigem 3 Std.-Fenster, geht es mir wieder gruselig. Kann kaum schreiben.

Bitte entschuldige die kurze Antwort.

Lieben Dank und herzliche Grüße
Silvia
► Text zeigen

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21783
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 11389 Mal
Danksagung erhalten: 7081 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von padma »

liebe Sylvia, :)

wie schön, dass du ein Fenster hattest. Auch wenn es nur kurz war und jetzt der gruselige Zustand wieder da ist, so zeigt es dir doch ganz klar, dass du keinen irreperablen Schaden erlitten hast. Dein Wesen ist noch da, nur wird es zumeist überlagert durch diese Symptome.

Hier noch ein ermutigender Text für dich und deine Angehörigen viewtopic.php?f=50&t=11992

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Laube »

Hallo Padma,

es ist unglaublich, wie mir hier geholfen wird. Dankeschön. Und wieder eine Antwort von dir. Auch zu meiner Frage bezüglich der „markierten gelesenen Threads“. Du bist ja überall 😁

Bin sehr unbeholfen hier unterwegs und habe über Umwege deine Antwort erst jetzt entdeckt. Dafür auch viele herzlichen Dank. Die Tipps sind gut angekommen.

Liebe Grüße, Laube
► Text zeigen

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Laube »

Hallo zusammen,

Seit heute bin ich in einer Tagesklinik. Bei der Eingangsuntersuchung sprach ich den Arzt an bezüglich Absetzsymptome, die eventuell für längere Zeit bestehen bleiben können. Es ist ein frisch ausgebildeter Arzt. Seine Meinung interessierte mich sehr.

Er sagte, dass inzwischen davon ausgegangen wird, dass beim abrupten absetzen von antidepressiva die Gefahr besteht, eine rezidive Depression zu bekommen. Absetzsymptome die längere Zeit anhalten, bestätigte er nicht.

Der Verlust der Wirksamkeit eines Medikaments, wenn es wieder verordnet werden würde, erklärte er mir so: Man wird älter, die Krankheit verändert sich, so kann es sein, dass ein Medikament nicht mehr wirksam ist.

Und beim mich erklären bzgl. „Fenstern“, die ich so nicht benannte, erhielt ich keine brauchbare Antwort, außer geschicktes Ablenken von meiner Frage und außerdem werde die Depression abends besser.

So. Das war ernüchternd.

Tja, dann bleibt man am Ende allein mit seiner Sache.

Grüße alle da draußen. Haltet durch.
Laube

PS: Die Tage waren wieder fast nicht zum aushalten, heute, trotz Schlafdefizit mal weniger belastend. Möchte nicht schildern, wie schlimm es war. Kann nur sagen, dass ich mich beim Lesen im Forum wieder finde. Es kommt mir vor, als gäbe es meine Geschichte irgendwo auf dieser Welt mehrfach. Das ist echt erstaunlich.
► Text zeigen

Jodie13
Beiträge: 331
Registriert: 21.09.2018 17:59
Hat sich bedankt: 131 Mal
Danksagung erhalten: 172 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Jodie13 »

Hallo Laube,

deine Geschichte und Signatur ist wirklich erschütternd. Das ist für mich keine Therapie, sondern herumexperimentieren an einem Menschen, weil man nicht zugeben kann, dass man etwas nicht weiß / keine Lösung hat. Es tut mir sehr leid, dass du das mitmachen musstest und jetzt die Folgen trägst.

Dass du von dem neuen Arzt keine befriedigenden / bestätigenden Antworten bekommen hast, ist enttäuschend, aber leider zu erwarten. Du schreibst du bist jetzt in der Tagesklinik. Worum geht es da, Tagesstruktur? Hast du auch richtig Therapie? Gibt es da Angebote, die dir gut tun? Ich fürchte, du wirst jetzt sehr stark und resistent sein müssen, weil womöglich wird man irgendwann wieder versuchen, dir Medikamente anzudrehen. Und wenn man sehr verzweifelt ist, greift man jeden Strohhalm. Es ist aber zu befürchten, dass jedes weitere Medikament das ZNS noch mehr stresst. Langes Aushalten, warten und Geduld ermöglicht es dem ZNS hingegen, sich selbst zu heilen. So wie ich das verstanden habe nimmst du im Moment gar nichts mehr?

Ich würde dir gerne sagen, dass es ab hier leichter wird, aber ich befürchte - ohne es natürlich zu wissen - dass es bei deiner Vorgeschichte noch eine ganze Weile schwer sein wird. Das bedeutet aber nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt, oder dass du Medikamente brauchst. Dein Körper muss sich nur erholen und selbst neu „erfinden“. Tu deinem Körper und Geist alles Gute was geht, auch wenn es erstmal vielleicht nicht hilft. Schreib dir hier deinen Frust vom Leib wenn es dir hilft. Wir kennen das alle, in unterschiedlichen Ausprägungen. Ich hänge auch grad selber wieder voll „drin“, aber ich glaube dass wir das alle schaffen können!

Lg Jodie
Mein Thread

Vorgeschichte
► Text zeigen
Absetzen aktuell
► Text zeigen

Maria__
Beiträge: 86
Registriert: 01.10.2018 11:05
Hat sich bedankt: 58 Mal
Danksagung erhalten: 38 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Maria__ »

Liebe Laube,

ich freue mich von Dir zu hören. Vielleicht kann der Alltag in einer Tagesklinik etwas ablenken und strukturieren und vielleicht kannst Du dich auch auf die therapeutischen Angebote dort einlassen. Ich habe gute Erinnerungen an einen tagesklinischen Aufenthalt, v.a. an die Kunsttherapie. Ansonsten ist das, was der Arzt Dir im Eingangsgespräch gesagt hat nur typisch und zeugt von großer Ahnungslosigkeit, aber das war - genau wie Jodie bereits sagte - ja leider zu erwarten. Man kann es immer nicht glauben, wie ungebildet Ärzte trotz ihrer umfassenden medidzinischen Ausbildung hinsichtlich der Absetzthematik sind...das kann ja eigentlich nur daran liegen, dass sie hinsichtlich ihres "Medikamentenwissens" überwiegend durch die Pharmafirmen aus- und weitergebildet werden. Dabei gibt es neben der Masse an Betroffenen auch längst wissenschaftliche Studie die ganz klar sagen, dass das Absetzen ein immenses Problem darstellt. Aber was soll man den Ärzten entgegen halten, wenn es einem so schlecht geht und man nur mehr überleben möchte, da hat man ja kaum mehr Kraft ggü. einem Behandler/in eine große Diskussion vom Zaun zu brechen.

Ich wünsche Dir sehr, dass der Aufenthalt Dich ein bisschen stabilisiert und Du dir viel Positives herausziehen kannst.

Alles LIebe für Dich,
Maria
05/2004 Beginn Fluxetin 40mg wegen Angststörung & Problemen nach Pfeifferschem Drüsenfieber.
2009-2015 drei Absetzversuche, jedes Mal nach einigen Monaten wieder eindosieren müssen, da zahlreiche Symptome (Ängste,Grübelgedanken,Anspannung,Unwohlsein,Desinteresse,Verzweiflung,Heulattacken,massive Verstopfung etc.); Dann hab ich erstmalig versucht, das Ganze etwas langsamer anzugehen:
12/2015-08/2018 runter auf 5mg (Einnahme 10mg jeden zweiten Tag).
09/2018 plötzlich der Crash: extreme Angst, nicht mehr aufhören können zu weinen, Zittern, völlige Appetitlosigkeit (-8kg), Gedankenrasen,Grübelzwang, DR/DP, extreme Anspannung & "verrückte" Gedanken & Gefühle wie: Nähe nicht ertragen können,ich drehe durch etc.,Schuldgefühle, Verzweiflung + Suizidgedanken, Ohrwürmer, komisches Zeitgefühl...Horror!
10/2018 schnelles Wiedereindosieren Fluox.auf 10mg, dann nach drei Wochen auf 20mg - "Wackel-Gefühl" im Kopf, Unwohlsein, kein EInfluss auf Angstsymptomatik, also zuzügl. Opipramol 150mg vom Arzt bekommen - hat die körperlichen Angstsymptome zunächst gedämpft, nach 2 Wochen jedoch Rückkehr der Symptome...völlig unverständlich für mich - Entsetzen!
12/2018 auf 30mg Fluoxetin, Opipramol innerhalb von 2 Wochen in Klinik ausgeschlichen und zeitgleich Quetiapin eindosiert. Rückkehr starke Anspannung, frühes Aufwachen mit Angst im Bauch, Unruhe, Unwohlsein, Verzweiflung..vermutl. Absetzen des Opipramols + Fluoxetinproblematik; unaufhörlich starke innere Anspannung, v.a. morgens beim Aufwachen mit gestörtem Schlaf,Unruhe,ganzer Körper dauerangespannt,DR/DP, Neurogedanken,Neuroemos,schwerdepressiv, nur geweint, nicht-essen-können, Dauerangst, Endlosgrübeln...
26.02.2019 Fluox.25mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wellenartig heftige Neuroemotionen, Neurogedanken, Angst,Gefühl von Instabilität,rasche Schwankungen
27.03.19 Fluox.20mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wie bei 25mg nur ab und an klare Fenster
16.05.19 Fluox. 18mg;Quetiapin 150 ret+ 50 unretard - wie bei 20mg nur ab und an klare Fenster
07.08.19 Dosis wie oben: Sehr depressiv, Angst, DR/DP,rasche Stimmungswechsel, Neuro-Emotionen &-Gedanken,krasse Wut&Durchdrehgefühl,Appetitlosigkeit
17.08.19 Fluox.18,5mg...keine wirkliche Veränderung
25.08.19 20mg-siehe oben
07.09.19 23mg-nach einiger Zeit etwas Besserung, mehr Wellen und ein paar Fenster
Ansonsten:
20.10.19Quetiapin 200mg - 12,5mg = 187,5;
06.11.19Quetiapin 200mg - 18,5mg = 181,5mg
03.12.19Quetiapin wieder hoch auf 187,5mg...wegen Aggression, starkem DR/DP,Angst,Depressiven Schüben, furchtbares Gefühl in Träumen & bei Aufwachen...Grauen
15.02.20 Quetiapin 181,5mg 05.03.20 wieder hoch auf 187,5mg da Schlaflosigkeit, Panikattacken nachts
Notfallmed: Tavor, ab 07.02.20 wieder gelegentlich 0,25mg (nach 68 tagen Abstinenz)
09.05.-16.05.20 Fluoxetin 22mg, hat nicht funktioniert, starke Symptome, zurück auf 23mg und Beginn WLM
07.07.Fluoxetin 22,5mg; Quetiapin 183,5mg
***
Ggw. Med:
Fluoxetin 22,5mg WLM
Quetiapin 183,5mg

Symptome: Angst, Anspannung, schlimmes Endlosgrübeln, stark intensivierte Gefühle/Neuroemotionen,rasche Stimmungswechsel,Horrorgefühle,DR, DP, nur im Kopf sein, Durchdrehgefühle,Unwohlsein,Grauen,Terror, Übelkeit, Gedankendrängen, Zwangsgedanken,irrationale Gedanken uvm

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Laube »

Hallo zusammen,

heute möchte ich mich mal wieder melden. Inzwischen habe ich schon sehr viel im Forum gelesen. Es ist für mich schwierig, die Kraft aufzubringen und zu schreiben. Bin darin auch nicht gut, so dauert eine Nachricht zu verfassen ewig.

Vielleicht kann mir jemand eine Antwort geben. Ich bin total verzweifelt. Mein Zustand ist ja schon längere Zeit anhaltend. Kann sagen, ungefähr seit drei Jahren. Seit letztem Jahr ist es unerträglich. Da war ich deswegen auch zweimal in der Psychiatrie. Geholfen hat es nicht.

Mein Zustand ist so: In meinem Kopf kommt es nicht zur Ruhe, wenn ich diese Wellen habe. Ich bin wie getrieben, möchte mich um Sachen kümmern und fühle mich aber gleichzeitig von den Tätigkeiten dermaßen überfordert, dass ich es nicht bewältigen kann. Dadurch entsteht eine Angst, ein Druck, weil ich nichts mehr tun kann.

Dabei sehe ich dann überall Dinge, die ich tun müsste (weil schon seit Jahren nicht mehr in der Lage, mich zu kümmern, ist da ne Menge aufgelaufen). Auch Einkaufen, Essen kochen, einfach das Normale ist nicht mehr möglich. Ich bekomme Panik, weil es nicht geht.

Dann versuche ich etwas zu tun. Sofort entsteht Angst. Alles zieht so vieles nach sich und schongleich fühle ich mich überfordert. Gut, das kann jetzt Depression sein. Aber dass mein Kopf dann schier durchdreht! Weil ich dann alles sehe, was getan werden muss. Jeder Blick im Raum gibt den Gedanken: Das musst Du tun und das musst Du tun und das musst Du tun usw.
Es hört nicht auf. Und wenn es mich nicht visuell daran erinnert, dann ist es trotzdem in meinem Kopf. Das musst Du tun und das musst du tun.....

Ich drehe dabei beinahe durch. Es ist auch nicht, dass dann der Gedanke fertig gedacht wird. Es sind immer nur angerissene Themen (Aufgaben), die nicht fertig gedacht werden können, weil schon der nächste Gedanke kommt. Gedankenfetzen. Ich bin dadurch so getrieben und kann am Ende doch nichts tun. Ich bin am verzweifeln. Ich weine und bin dicht am Nervenzusammenbruch.

Und dann wird alles fremd, ich fühle mich fremd und der Rest der Welt auch.

Ich dachte schon, ob ich manisch bin.

Das alles ist so unerträglich, dass ich nicht mehr will. Sorry.

Da habe ich noch eine Frage. Seit es mir so befremdlich und schlecht geht, könnte das vielleicht ein Langzeitentzug sein. Seit drei Jahren ungefähr. Dem bin ich mir fast sicher den Symptomen nach.

Jetzt wurden mir in dieser Zeit mehrer Psychopharmakons verabreicht.
Als letztes Mirtazapin, schnell abgesetzt durch Klinik. Eigentlich immer alles schnell rein/raus gewechselt. Diese Behandlungsversuche scheiterten. Muss ich jetzt davon ausgehen, dass die Heilung erst jetzt beginnt, sprich dass der Langzeitentzug ab jetzt noch Jahre dauern wird?

Meine Angst merkt ihr. Ich möchte gesagt bekommen, dass ich jetzt schon drei Jahre gelitten habe, dann wird es bald vorbei sein. Das will ich hören. :) Aber es wird wohl nicht so sein.
Was meint ihr.

Vielleicht antwortet mir jemand, bin so verzweifelt. Hab keine Kraft mehr. Mein Leben ist seither die Hölle. Die Jahre ziehen an mir vorbei und ich Versuche nur irgendwie den Tag zu durchstehen. Abends ist alles wieder gut, aber ich zu erschöpft, dann noch was zu tun. Schlafe ja kaum noch, was mich natürlich auch schwer belastet.

Dankeschön, an alle Leser. Wünsche Euch schnelle Besserung. Es tut mir so leid für alle hier im Forum, dass wir von der Welt nicht gesehen werden und mit diesem Gräul allein gelassen werden. Haltet durch.

Liebste Grüße
Silvia
► Text zeigen

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21783
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 11389 Mal
Danksagung erhalten: 7081 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von padma »

liebe Sylvia, :)

es tut mir so sehr leid, wie schlecht es dir geht und wie verzweifelt du verständlicherweise bist :hug:
Mein Zustand ist so: In meinem Kopf kommt es nicht zur Ruhe, wenn ich diese Wellen habe. Ich bin wie getrieben, möchte mich um Sachen kümmern und fühle mich aber gleichzeitig von den Tätigkeiten dermaßen überfordert, dass ich es nicht bewältigen kann. Dadurch entsteht eine Angst, ein Druck, weil ich nichts mehr tun kann.
Das kann ich sehr gut verstehen :hug: . Bei mir ist es zwar nicht so schlimm wie bei dir, aber ich habe auch diesen Drang, Dinge zu erledigen bei gleichzeitig völliger Überforderung. Bei mir führt das zur Verzweiflung.
Ich drehe dabei beinahe durch. Es ist auch nicht, dass dann der Gedanke fertig gedacht wird. Es sind immer nur angerissene Themen (Aufgaben), die nicht fertig gedacht werden können, weil schon der nächste Gedanke kommt. Gedankenfetzen.
Ich denke, dass das eine Art "Unruhe im Kopf" ist und man kann es mit zur Akathisie zählen. Eine sehr quälende Unruhe, Getriebenheit (muss nicht körperlich sein), gegen die man nicht wirklich was tun kann was tun kann.
Ich bin am verzweifeln. Ich weine und bin dicht am Nervenzusammenbruch.

Und dann wird alles fremd, ich fühle mich fremd und der Rest der Welt auch.
Das Gehirn schaltet aufgrund der Überforderung quasi ab, um sich selbst zu schützen. Das führt zu diesem Fremdheitsgefühl (Depersonalisation/Derealsation). Darunter leiden viele hier.
Seit es mir so befremdlich und schlecht geht, könnte das vielleicht ein Langzeitentzug sein. Seit drei Jahren ungefähr. Dem bin ich mir fast sicher den Symptomen nach.
Ich bin mir da auch sicher. Sollen wir deinen Threadtitel entsprechend ändern in "Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin" oder so ähnlich?
Muss ich jetzt davon ausgehen, dass die Heilung erst jetzt beginnt, sprich dass der Langzeitentzug ab jetzt noch Jahre dauern wird?
Meine Angst merkt ihr. Ich möchte gesagt bekommen, dass ich jetzt schon drei Jahre gelitten habe, dann wird es bald vorbei sein. Das will ich hören. :) Aber es wird wohl nicht so sein.
Was meint ihr.
Man kann es wirklich nicht sagen. Ich wünschte, ich könnte sagen, bald ist alles wieder gut. Ehrlich gesagt, glaube ich das jedoch eher nicht. Aber jeder Verlauf ist anders. Man kann nicht voraussagen, wie lange es dauern wird.
Die Medikamente, die du in den letzten Jahren genommen hast, haben dein ZNS weiter gestresst, das ist leider so. :(
Vielleicht antwortet mir jemand, bin so verzweifelt. Hab keine Kraft mehr. Mein Leben ist seither die Hölle. Die Jahre ziehen an mir vorbei und ich Versuche nur irgendwie den Tag zu durchstehen.
Auch wenn der Heilungsprozess wahrscheinlich noch dauern wird, heisst das nicht, dass es dir durchgehend so schlecht geht. Es können Fenster kommen, zumindest Phasen, in denen die Symptome schwächer sind.

Ich würde dir gerne die Angst nehmen, aber das kann ich leider nicht. Die Verläufe zeigen aber, dass auch bei so Schwerbetroffenen wie bei dir, Heilung stattfindet.

ganz liebe Grüsse und ein dickes Kraftpaket :fly: :group:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Laube »

Hallo Padma,

freut mich sehr, dass Du schreibst. Ja, Du darfst den Thread ändern. War ja anfangs nicht klar, in welche Richtung es geht.

Du meinst evtl. Symptom der Akathisie. Das Thema Akathisie schaue ich mir nochmals an.
Es ist für mich sehr belastend. Ich bin immer eine strebsame, ordentliche Schafferin gewesen, mit Talent zum Organisieren. Jetzt geht nichts mehr (außer Abends, und da bin ich dann total kaputt, kann aus Müdigkeit nichts mehr tun, im Kopf hingegen ist abends endlich Ruhe).

Mein Schlaf ist weiterhin mit 4/5 Stunden zu wenig. Punkt vier ist die Nacht vorbei. Keine Müdigkeit am Morgen. Fehlt total. Ich muss nichtmal gähnen. Wie angeknipst. Das war auch bereits unter Mirtazapin so, was schon sehr ungewöhnlich war.

Nun. Keine gute Prognose für mich bzgl. der Dauer der Beschwerden. Das macht mich sehr traurig. Ich will einfach nur leben. Einfach nur leben. Ich bettel so darum.

Wen ich alles bereits mit meinen Symptomen verstört habe. Einige gehen mir schon aus dem Weg. Verständlich. Dieses Jammern, Flehen, Heulen. Und immer wieder nur diese Thema.

Übrigens. Meist habe ich bei den Zuständen gleichzeitig ein fiebriges Gefühl. Beim Temperaturmessen ist dann aber keine erhöhte Temperatur. :(

Kann nur sehr dankbar sein, dass mich jemand hört und mich versteht. Sonst kenne ich niemanden, dem es so geht wie mir. Mein Hirn ist einfach zerstört. Dieses tolle Konstrukt. Schade um mich, um die Person, die verloren gegangen ist. Einfach nur schade.

Ich grüße dich Padma
Silvia
► Text zeigen

Rap
Beiträge: 161
Registriert: 31.01.2019 09:58
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 14 Mal

Re: Laube: Könnten meine Beschwerden Absetzfolgen sein? (Venlafaxin u.a.)

Beitrag von Rap »

Hallo Silvia,

ich kann nachvollziehen wie du dich fühlst mir geht es genauso. Bzw sogar noch schlimmer ich hoffe ich verärge dich mit der aussage nicht.
Den dir geht es auf jeden Fall ziemlich schlecht.

Wenn ich deine Signatur richtig lese dann nimmst du jetzt gar nichts mehr hast aber erst im Januar mirtazapin auch zu schnell abgesetzt.
Das heißt es kann dir nicht gut gehen denn alleine schon davon steckst du im entzug ganz abgesehen von den anderen medikamenten.

Wenn ich jedoch richtig gelesen habe nimmst du jetzt garnix mehr und das heißt du bist auf dem richtigen Weg. Auch wenn es sich anders anfühlt.
Du heilst jeden Tag ich versuche auch daran zu glauben es ist verdammt schwer und niemand kann einem beantworten wie lange so was dauern kann.
Aber die Schäden die durch die medikamente entstanden sind müssen behoben werden und das dauert auch ich kann das schwer akzeptieren.

Aber wir müssen dran glauben wir haben gar keine andere Wahl sonst geben wir uns auf das darf nicht sein.

Wie gesagt du bist auf dem richtigen Weg wenn du keine AD mehr anrührst. Pass auch auf mit allen anderen Arten von Medikamenten egal welche am besten gar keine nicht mal Homöopathie alles spuckt ins ZNS.

Magnesium und Fischöl kennst du ja wahrscheinlich und ansonsten können wir nur hoffen !

Alles gute wünsche ich dir !

Grüsse
Rap
2003 paroxetin 20mg Depression Diagnose vom Hausarzt ohne Aufklärung über das Mittel
2004 gescheiterter absetzversuch Hausarzt meinte einfach weglassen
2004-2018 versucht immer mal wieder zu reduzieren Unwissenheit bei Absetzerscheinungen
Immer wieder Magen Probleme. Keine weiteren Absetzversuche da einige Schicksale in der Familie
2013 Gesprächstherapie bei einer Psychotherapheutin
Seit ca. 2017 starke Magen Probleme, Übelkeit, über 15Kg Gewichtsverlust, schlechte Blutwerte, Brummen im Kopf, immer hibbelig und gestresst, frieren von innen
Absetzen:
14.08.18 20mg auf 10mg , Übelkeit
11.09.18 10mg auf ca 7,5mg , Schwindel, Brainzaps, Übelkeit, nicht stressresistent
16.10.18 7,5mg auf ca 5mg, Schwindel, Brainzaps, Übelkeit, nicht stressresistent
15.11.18 5mg auf ca 2.5mg, Schwindel, Brainzaps, Übelkeit, nicht stressresistent
13.12.13 ca.2.5mg auf 0 alles in Pillenform, Lösung war mir nicht bekannt
Schwindel, Übelkeit, absolute schlaflosigkeit, Panik, Angst, Herzrasen, Nachtschwitzen, weinerlich
3.02.19 0,25mg Lösung Schwindel, Zittern, Schwitzen, Angst
17.02.19 0,38mg Lösung schlafloseigkeit, Wahrnehmungs und Sehprobleme, Panik, Angst, zittern, frieren eigentlich ganze Palette
23.02.19 1,7 mg in Pillen (errechnet schwierig zu dosieren bei 40mg Wirkstoff Pillen) erst minimale Besserung dann starke Veschlimnerung aller Symptome.
13.03.19 2mg fast unverändert, Hauptsymptom schlafstörung
23.03 19 2,5mg
Ende März 2019 5mg
Ende April 2019 10mg Paroxetin 40mg Dominal
11. Juni 2019 10mg Paroxetin 60mg Dominal
4. Aug 2019 10mg Paroxetin 52,5mg Dominal
31.Aug 2019 9,7mg paroxetin 52,5mg Dominal
30.Sep 2019 9,7mg Paroxetin 47,5mg Dominal
13.Okt 2019 9,2mg Paroxetin 47,5mg Dominal
10.Nov 2019 8,5mg Paroxetin 45mg Dominal
21.Dez 2019 8,3mg Paroxetin 45 mg Dominal
Ab jetzt jede Woche um 2,5% reduzieren
15. Jan 2020 7,7mg Paroxetin, 45mg Dominal
Ab Februar alle 5 Tage um 0,5mg reduziert (wahnnsin viel zu schnell)
12.April 2020 0mg paroxetin, 45mg Dominal) in Woche 4 0,35mg eindosiert (Anfall mit delirium) in der 5. Woche 0,25mg eindosiert ( akhathisie, um sich schlagen, total außer Rand und Band. Seitdem kein paroxetin mehr
Bei Bedarf alle 2 Tage 0,5mg Tavor
schlafstörung, zittern und vibrieren , wahnnsinige Angst, Unruhe und Panik meist morgends oft den ganzen Tag, Schwitzen und frieren, seh und wahrnehmungstörungen DP, DR, Trance Zustände (gilt alles seit Ende März)

Antworten