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Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
houelle1
Beiträge: 425
Registriert: 30.12.2017 18:39

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von houelle1 »

Liebe Laube,

bitte keine Sorgen darüber, dass Du hier irgendjemandem zur Last fällst.
Du darfst sein, wie du bist.
Hier ist immer jemand da..

Viele mitfühlende Gedanken - kann leider nicht viel schreiben gerade,

Houelle
Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

Seit dem: gute und schlechte Phasen im Wechsel. Seit Mai 2019 eher schwierig. Unruhe- und Depressionsphasen (mit Appetitlosigkeit, Erschöpfung, großer Angst). Ca. 2x im Monat Tavor 1 mg. (Allerdings mit Buchführung, um zu kontrollieren.)

Mit ADs und NLs nach wie vor auf 0 :)

Straycat
Teamunterstützung
Beiträge: 3656
Registriert: 10.10.2016 16:51

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Straycat »

Liebe Silvia,

wie schon Houelle :) und padma :) schrieben musst du dich hier nicht zurückhalten. Schreibe alles nieder, wenn es dir hilft dich davon etwas zu befreien.
Jeder von uns liest hier freiwillig und kann auch eine Auszeit nehmen, wenn es ihr oder ihm zuviel wird. Wenn es mir sehr schlecht geht, dann bin ich zB gar nicht online und schreibe auch nicht. Und der Austausch hier ist wichtig - so kann man sich gegenseitig etwas unterstützen :hug:

Gut, dass du mal mit deinem Hausarzt gesprochen hast. ich hoffe du bekommst das Rezept.

Hast du ein enges Verhältnis zu deinem Sohn?
Ich habe ein sehr enges und gutes Verhältnis zu meinen Eltern und auch zu meiner Schwester. Anfangs machte ich mir auch Sorgen, als ich mit 18 auszog, ob sich das ändert. Hat es aber nicht im geringsten. Wir stehen uns alle heute noch genauso nahe wie damals.

Alles Liebe :hug:
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

Laube
Beiträge: 80
Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Ihr Lieben,

So ein Käse, habe meinen geschriebenen Text verloren.

@padma

Es tut gut, dass Du sagst, es wäre schwer, was ich durch mache. Genau das weiß im Grunde keiner, der es nicht selbst kennt und schon allein deshalb ist das Forum Gold wert.

Es braucht kein Mitleid, aber Verständnis und Anteilnahme um diesen Kraftakt zu bewältigen.

Dein Rat wegen den Mineralstoffen werde ich mir zu Herzen nehmen.

@houelle

Danke auch Dir <3

@straycat

Ja, wir haben ein sehr gutes Verhältnis und ich bin froh darüber, dass er noch bei uns wohnt. Nur kann ich diese wertvolle Zeit nicht wirklich erleben. Bin ja täglich mit mir beschäftigt. Eigentlich wäre es wohl besser für ihn, wenn er Abstand hätte, so lange es mir so schlecht geht.

Es beruhigt mich sehr, wenn Du schreibst, wie bei Dir und Deiner Familie das geklappt hat, mit Deinem Auszug und dem guten Verhältnis.


Ihr Lieben,
Danke Euch sehr
Silvia
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
09/2011 bis 02/2012 Citalopram 40 mg (hohe Sedierung, Konzentrationsstörung, mangelnd angstlösend)
03/2012 bis 11/2014 Lyrica 300 mg, Pregabalin (22 kg Gewichtszunahme, exessives Schlafen)
11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
09/2019 Medikinet 10 mg, Methylphenidat (Versuch - Rebound-Effekt nach 5 Std.)
09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

Klinikaufenthalte:
2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

Sunyata
Beiträge: 147
Registriert: 21.09.2018 20:23

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sunyata »

Liebe Sylvia,

Ich lasse dir auch einen lieben Gruß und eine Umarmung hier. :hug:

Ich weiß genau, wovon du schreibst.. Es ist so schwer! Und dann noch der Tod eines lieben Menschen... Das tut weh! (mein Therapeut ist ja auch kürzlich gestorben). Ich muss weinen beim schreiben...Ich lass es einfach laufen..

Weißt du, dass du sehr stark und tapfer bist? Ich habe großen Respekt vor dir!

Ich hoffe sehr, Wir werden es irgendwie schaffen.

Liebe Grüße
Mike
seit der Pubertät Neigung zu Melancholie und Schwermut

Ab 1997 sehr belastende persönliche Umstände -
führen zu chron. Magenschmerzen und (Erschöpfungs-)Depression

2003 - 2007 Paroxetin 20mg

(2002 - 2009 Pantoprazol wg. ständiger Magenschmerzen)

2007 - 06/2016 Venlafaxin 150mg
In dieser Zeit ab und zu bei Bedarf Zopiclon 7,5mg (meist eine halbe Tablette)

1.naiver Absetzversuch 2009
innerhalb weniger Tage stark reduziert - und wegen unerträglicher NW wieder zurück auf 150mg

2.naiver Absetzversuch ca. 2011
Innerhalb von Wochen runter auf 0,
v.a. Starke Depressionen
Also wieder zurück auf 150mg

3.Absetzen 07/2016 - 07/2017
Ein Jahr Ausschleichen Venlafaxin - über 75 und 37,5mg jeweils immer die Hälfte alle 4 Wochen

ab ca. 37,5mg verstärkte Depressionen und Ängste

SEIT 1.7.2017 AUF NULL UND IM PROTRAHIERTEN ENTZUG

Gravierende anhaltende, v.a. psychische Entzugssymptome

Im Juli 2019 so etwas wie ein Fenster? (3 bessere Tage)
Ansonsten kein Wellen-Fenster-Muster, sondern eine DauerWelle (Depression, Angst), innerhalb der immer wieder schwere Wellen mit starken Symptomen

Oft wird es am Nachmittag oder Abend leichter... Am nächsten Morgen alles wieder da :frust:

Psychische Symptome:
- schwere anhaltende Depression/ ohne Hoffnung oder Antrieb
- Unruhe/ Angst/ Panik - wie "im freien Fall"
- dauerhafte Derealisation
- Überforderung durch fast alles / innere Hilflosigkeitsgefühle wie ein kleines Kind
- kann keine positiven Gefühle empfinden wie zb. Freude (bin wie eingefroren)
- Tinnitus (seit Einnahme Venla)
- Todessehnsucht - alles zuviel...
- sehr wenig Antrieb und Energie, wenn etwas Energie dann sehr schnell erschöpft
- sehr dünnhäutig, schnell reizbar und dann innerlich sehr aggressiv
- starke Hochsensibilität, va. Licht und Geräusche

Körperliche Symptome:
- Sprunggelenksverletzung/ Knorpel heilt nicht
- sog. "Golf-Arm" (ich spiele kein Golf) - Schmerzen im Ellbogen
- Sehstörungen: Problem mit Focus/ Lesen ist sehr anstrengend (v.a. bei der Arbeit mit Bildschirm und Akten)- Sehstärke verändert sich ständig

Laube
Beiträge: 80
Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Lieber Mike,

habe wieder einen mit großer Mühe verfassten Text verloren. :frust:
Ich weiß nicht, was mir da ständig passiert.

Ich drücke dich auch ganz feste :hug:

Der große Respekt gilt auch Dir Mike.

Was wir alles schon hinter uns haben und kämpfen jeden Tag aufs Neue.

Habe diese Beschreibung auf MindDoc by Schön Klinik gefunden:

„ Kaum eine Krankheit beeinträchtigt das Leben eines Menschen stärker als eine Depression. Da sich eine Depression auf Gefühle, Gedanken, Verhalten und Körper auswirken kann, betrifft sie den Menschen als Ganzes. Das gesamte Wohlbefinden ist betroffen.„

So gesehen haben wir ein großes Päckchen zu tragen und wir können stolz auf uns sein, dieser Krankheit täglich zu trotzen.

Liebste Grüße
Silvia
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
09/2011 bis 02/2012 Citalopram 40 mg (hohe Sedierung, Konzentrationsstörung, mangelnd angstlösend)
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11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
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11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
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Klinikaufenthalte:
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11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

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Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21703
Registriert: 06.01.2013 17:04

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma »

liebe Sylvia, :)
habe wieder einen mit großer Mühe verfassten Text verloren. :frust:
Ich weiß nicht, was mir da ständig passiert.
Das kann am System liegen, das verliert öfters Texte :( . Am besten speichere längere Texte zwischen (Markieren und dann "Speichern" mit rechter Maustaste). Dann kannst du über "Einfügen" ihn wieder reinsetzen, wenn er verloren geht.

Manchmal hilft auch die Rücksetztaste um den Text wieder zu bekommen.

Grundsätzlich ist es so, dass das System dich ausloggt, wenn du länger als eine Stunde nirgends drauf klickst. Dass du an einem Text schreibst, erkennt es nicht.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Laube
Beiträge: 80
Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Zusammen,

jetzt wird’s echt immer schwerer.

Kann einfach überhaupt nicht mehr schlafen. Kann eh nicht schlafen und jetzt geht fast nichts mehr. 2 - 3 Stunden. Ende!

Es wird immer schlimmer.

Ich schwitze nur noch und die Blase ist ein einziger Krampf.

Seit letzter Woche Freitag weiß ich, dass das Cortisol zu wenig produziert wird. Mein Arzt hat die ganze Woche versucht, für mich einen Termin beim Endokrinologen zu bekommen, ohne Erfolg.

Nun glaube ich, dass ich ganz schwer krank bin. Mein Körper schafft das nicht mehr.

Hab hier schon über Nebennierenschwäche geforscht, ebenso im Netz. Alles so kompliziert und für mich einfach keine Antwort auf meine Beschwerden.

Hab so Angst. Da ist was im Argen und ich muss zusehen, wie es immer mehr Berg ab geht.

So allein damit und voller Sorge

Herzlichst
Silvia

@padma

Danke für die Erklärung bezüglich des „Textverlustes“. Arbeite vom Tablett ohne Mouse. Muss schauen, wie es da mit dem Zwischenspeichern geht. :wink:
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07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
09/2019 Medikinet 10 mg, Methylphenidat (Versuch - Rebound-Effekt nach 5 Std.)
09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

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2008/2009
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06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
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Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

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padma
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma »

liebe Sylvia, :)

ich glaube nicht, dass du schwerkrank bist. Ich meine abgesehen von dem schweren Entzugssyndrom.Das kann wirklich schlimme Symptome und Funktionsstörungen aller Art machen.

Dass du kaum mehr schlafen kannst, ist natürlich sehr belastend. Jamie :) schreibt immer aus ihrer eigenen Erfahrung, dass man lernen kann, durch Entspannung/Ruhe etwas von dem Schlafdefizit zu "ersetzen", zumindest so, dass man einigermaßen über die Runden kommen kann.

liebe Grüsse, :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
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blumenfeld
Beiträge: 81
Registriert: 15.11.2019 16:29

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von blumenfeld »

Liebe Laube,

Ist alles okay? Du hast lange nicht geschrieben.

Das mit dem Endokrinologen habe ich auch alles durch!
LG Blumenfeld
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Laube
Beiträge: 80
Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

blumenfeld hat geschrieben:
18.07.2020 10:31
Liebe Laube,

Ist alles okay? Du hast lange nicht geschrieben.

Das mit dem Endokrinologen habe ich auch alles durch!
LG Blumenfeld
Hallo Blumenfeld, hallo zusammen,

sehr nett, dass Du nach mir fragst. Aber okay ist es leider nicht. Ich habe lange nicht geschrieben, weil mich das so unglaublich anstrengt.

Es würde mich sehr interessieren, wie das bei Dir war mit dem Endokrinologen. Ich mache mir diesbezüglich unglaubliche Sorgen und suche im Internet nach Erklärungen, was der niedrige Cortisolwert zu bedeuten hat. Und seit einiger Zeit muss ich ständig Wasser lassen. Meine Haut sieht aus, wie bei einer Hundertjährigen. Das erschreckt mich sehr. Nicht nur, dass ich nur noch Haut und Knochen bin. Nun ist kein Wasserspeichern mehr möglich.

Ich hatte für mein Alter immer eine so tolle Spannkraft in meiner Haut. Echt schlimm, wie ich jetzt aussehe. Die ganze Sache ist so beängstigend, weil ich nunmehr immer mehr an den Tod denke. Wahrscheinlich komme ich da nicht durch.

Wegen meiner Gewichtsabnahme habe ich nun Recouce 2.0 Trinknahrung besorgt. Leider habe ich nach der ersten Einnahme fürchterlichen Durchfall bekommen. Da weiß ich nun nicht, wie ich mir noch helfen kann.

Einen Endokrinologentermin konnte mein Arzt mir erst Ende Oktober vermitteln. Das konnte ich so nicht akzeptieren und bemühte mich nochmals selbst. Nächste Woche habe ich nun einen Termin in 75 km Entfernung. Vor diesem Termin habe ich nun so unglaubliche Angst. Was, wenn etwas Schlimmes dabei heraus kommt, was, wenn nichts dabei heraus kommt.

Alles in Allem geht es mir weiterhin schlecht und mein Umfeld kann mich nicht mehr länger so ertragen. Täglich überlege ich, wie ich diesem Zustand entrinnen kann.

Wie ich schon mehrfach schilderte, habe ich meine Persönlichkeit verloren und das ist wohl das Schlimmste an dieser Sache.

Ich kenne sehr viele liebe Menschen und alle muss ich abweisen. Kann mich nicht verabreden, telefonieren, whatsappen geschweige denn helfen, kümmern. Ich merke, wie die Leute das nicht verstehen und von mir enttäuscht sind. Keiner kann glauben, dass man so lange in so einem Zustand sein kann. Das macht mich so unsagbar traurig und kann aufgrund dessen keine Akzeptanz bilden.

Ich vermisse mein Leben, war gerne mit Menschen zusammen und habe sie gerne erheitert. Was soll ich sagen, die Person ist weg und ich glaube nicht, dass diese wieder zurück kommt. Dafür geht das schon viel zu lange.

Leider war ich sehr naiv, mich auf die Medikamente einzulassen. Weiß aber noch ganz gut, wie schwer die Psychiater es hatten, ein Medikament an mich heran zu bringen. Und dann war ich gefangen in der Maschinerie der Verschreibungswut.

So bin ich verseucht und geschädigt mit den vielen Medikamenten. Mein Hirn ist zerstört. Meine Seele ist verloren und ich dachte immer, dies ist etwas, was einem bleibt bis zum Lebensende. Sich selbst zu verlieren ist ein Verlust, der nicht überwunden werden kann.

Alles was mich in meinem Leben geprägt hat, geformt hat. Alles was ich Schlimmes überwunden habe, hat mich zu der Person gemacht, die ich war. Dachte immer, dass ist des Lebens Sinn. Zu lernen, zu verstehen, zu verzeihen, zu wertschätzen, zu lieben, zu vertrauen. Mit all meinen Erfahrungen mich spüren und mit mir vertraut sein. Unglaublich, dass man das verlieren kann. Das ist der größte Schatz, den ein jeder hat. Ohne, ist Leben nur vegetieren. Sorry, aber so fühlt es sich an.

Schade um uns alle, kann ich nur wieder sagen. Und wenn Heilung, dann schade um die verlorene Zeit. So gern ich auch daran glauben möchte, es fällt mir mit jedem Tag schwerer, zu hoffen. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass man aus dieser Leidenszeit gestärkt heraus geht, glaube ich ebenso, dass es einen schwer traumatisiert und der Körper nicht unbeschadet davon kommt.

Nun möchte ich mich für meinen Text entschuldigen. Es gibt nichts Besseres zu berichten. Leider!

Allen, die hier so unsagbar kämpfen, möchte ich viel Kraft wünschen. Gut, dass ihr Euch hier gefunden habt. Es ist ein sehr großer Halt.
Dafür kann man sich nicht oft genug bedanken. Mein großen Respekt an alle, die dieses Forum am Laufen halten.

Herzlichen Dank
Laube
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
09/2011 bis 02/2012 Citalopram 40 mg (hohe Sedierung, Konzentrationsstörung, mangelnd angstlösend)
03/2012 bis 11/2014 Lyrica 300 mg, Pregabalin (22 kg Gewichtszunahme, exessives Schlafen)
11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
09/2019 Medikinet 10 mg, Methylphenidat (Versuch - Rebound-Effekt nach 5 Std.)
09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

Klinikaufenthalte:
2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

padma
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Beiträge: 21703
Registriert: 06.01.2013 17:04

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma »

liebe Laube, :)

du brauchst dich nicht zu entschuldigen, du schreibst, wie es gerade bei dir ist. Und dafür ist das Forum da.

Gut, dass du es geschafft hast für nächste Woche den Endokrinologentermin zu bekommen. Wenn etwas dabei herauskommt, dann kann man es hoffentlich behandeln. Wenn nichts dabei heraus kommt, weisst du, dass es entzugsbedingt ist und wieder vergehen wird.
Was soll ich sagen, die Person ist weg und ich glaube nicht, dass diese wieder zurück kommt. Dafür geht das schon viel zu lange.
Doch sie wird wieder kommen. Sie ist da, quasi im Hintergrund, dein Gehirn hat sie vorübergehend ausgeblendet, um sich selbst zu schützen. Sie ist nicht weg.
Mein Hirn ist zerstört. Meine Seele ist verloren und ich dachte immer, dies ist etwas, was einem bleibt bis zum Lebensende. Sich selbst zu verlieren ist ein Verlust, der nicht überwunden werden kann.
Dein Gehirn ist nicht zerstört, auch wenn es sich so anfühlt. Und auch deine Seele hast du nicht verloren. Du hast zurzeit keine Verbindung zu ihr, aber sie ist da und wartet bis auch du "wieder da bist"
Alles was mich in meinem Leben geprägt hat, geformt hat. Alles was ich Schlimmes überwunden habe, hat mich zu der Person gemacht, die ich war. Dachte immer, dass ist des Lebens Sinn. Zu lernen, zu verstehen, zu verzeihen, zu wertschätzen, zu lieben, zu vertrauen. Mit all meinen Erfahrungen mich spüren und mit mir vertraut sein. Unglaublich, dass man das verlieren kann
Das kann nicht verloren gehen. Es ist alles noch da und du wirst wieder Zugang dazu finden.
Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass man aus dieser Leidenszeit gestärkt heraus geht, glaube ich ebenso, dass es einen schwer traumatisiert und der Körper nicht unbeschadet davon kommt.
Es ist eine Traumatisierung, aber sobald es dir wieder gut geht, heilt sie und anscheinlich erstaunlich schnell. Es wird ja oft beschrieben, dass quasi ein Schalter umgelegt wird und man kaum mehr fassen kann, wie schlecht es einem ging.

Das wird auch bei dir so sein, Heilung passiert, in jedem Augenblick

liebe Grüsse, :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
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Laube
Beiträge: 80
Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo liebe Padma, hallo an Alle,

wieder einmal hast Du mir so einfühlsam und aufmunternde Worte geschickt. Es ist so, als würde ich immer wieder um diese Worte betteln. Es ist Trost und Aufmunterung. So wertvoll. Danke sehr. <3

Nun habe ich noch eine Frage. Bei all dem Tablettenchaos der letzten Zeit bin ich ganz abgeneigt, irgend etwas zu mir zu nehmen. Bei der Recherche bezüglich Nebennierenfunktionsstörung habe ich natürlich Berichte gefunden, wo es um Unterstützung der Nebennieren geht. Ihr nennt das NEMs glaube ich.

Bis vor ein paar Tagen habe ich Cimicifuga abgesetzt, weil es mir nicht mehr geholfen hat. In den ersten Monaten dachte ich, seien die Schwitzattacken bei Nacht zurück gegangen und seit ungefähr einem Monat ist es wieder ganz schlimm mit dem nächtlichen Schwitzen. Weil ich auch ein gelbliche Haut bekam und sonst alles im argen ist, habe ich gedacht, lieber lasse ich das Cimicifuga. Steht auch in der Packung nicht länger wie 6 Monate ohne Arzt einnehmen.

Jetzt ist es gerade so, seit ungefähr 2-3 Nächten, dass ich nicht so schwitze. Eigenartig oder einfach nur Zufall.

Meine Frage, wie ist es mit Awashanga, das soll doch die Nebennieren gut unterstüzen. Jedoch habe ich gelesen, dass man es nicht nehmen soll, wenn der Östrogenspiegel unten ist. Das ist bei mir so. Bin schon in der Postmenopause. Was meinst Du dazu bzw. wo kann ich dazu was erfahren.

Eigentlich würde ich am liebsten überhaupt nichts mehr einnehmen. Aber wenn ich dann in den Signaturen lese, was die Forumsmitglieder alles so verzehren, dann denke ich, selbst schuld, wenn es Dir so schlecht geht. Ich bin da echt am Hin und Her denken.

Auch das Lasea nehme ich noch. Habe es mal abgesetzt und nach ner Woche ging es mir sehr schlecht. Aber so einen Wechsel gibt es doch laufend und man kann damit kaum eine Wirkung von NEMs zuordnen. Das sehe ich alles sehr sehr schwierig.

Es grüßt ganz herzlich
Laube
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
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11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
09/2019 Medikinet 10 mg, Methylphenidat (Versuch - Rebound-Effekt nach 5 Std.)
09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

Klinikaufenthalte:
2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

padma
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Registriert: 06.01.2013 17:04

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma »

liebe Laube, :)

ich bin froh, dass meine Worte dir ein wenig helfen konnten. Ich fühle mich oft so hilflos angesichts des Leides, dass du und andere Schwerstbetroffene durchmachen.

Bei NEM und Unterstützung für die Nebeniere gehen die Meinungen und Erfahrungen sehr auseinander. Tendenziell ist es jedoch so, dass gerade die Schwerstbetroffenen so gut wie nichts vertragen. Es gibt Menschen, die darauf schwören, ich persönlich wäre sehr vorsichtig.
Meine Frage, wie ist es mit Awashanga, das soll doch die Nebennieren gut unterstüzen. Jedoch habe ich gelesen, dass man es nicht nehmen soll, wenn der Östrogenspiegel unten ist. Das ist bei mir so. Bin schon in der Postmenopause. Was meinst Du dazu bzw. wo kann ich dazu was erfahren.
Mit Östrogenmangel kenne ich mich leider nicht aus. Anna :) weiss da sehr viel darüber, aber sie macht gerade eine Forumspause. Du kannst mal über die Suche Beiträge von ihr zu Nebennieren und niedriger Östrogenspiegel suchen.

Es hängt im Körper ja alles irgendwie zusammen. Wenn du das so gelesen hast, würde ich persönlich Ashwanga nicht nehmen, es sei denn jemand der wirklich was davon versteht, rät dir zu einem Versuch. Und auch dann nur sehr vorsichtig.

Du könntest evtl. über die Ernährung etwas unterstützen. Ich habe es gerade gegoogelt, da gibt es diverse Empfehlungen. Hier z.B. https://www.nebennieren.org/nebennieren ... rnaehrung/
Wobei man immer noch genau schauen muss. Da werden z.B. Algen/Spirulina empfohlen, was im Entzug aufgrund der entgiftenden Wirkung ungünstig ist.

Zunächst würde ich den Endokrinologentermin abwarten.
Eigentlich würde ich am liebsten überhaupt nichts mehr einnehmen. Aber wenn ich dann in den Signaturen lese, was die Forumsmitglieder alles so verzehren, dann denke ich, selbst schuld, wenn es Dir so schlecht geht. Ich bin da echt am Hin und Her denken.
Geh da am besten nach deinem Gefühl. Viele im Forum nehmen auch gar nichts. Ich habe so eine Abneigung gegen alles pillenartige, dass ich nur das Allernötigste nehme, das ich wegen meiner Osteoporose brauche.
Auch das Lasea nehme ich noch. Habe es mal abgesetzt und nach ner Woche ging es mir sehr schlecht.
Es gibt zumindest eine Einzelerfahrung, dass auch Lasea Absetzsymptome machen kann.
Aber so einen Wechsel gibt es doch laufend und man kann damit kaum eine Wirkung von NEMs zuordnen. Das sehe ich alles sehr sehr schwierig.
Das ist in der Tat sehr schwierig.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Kimeta
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Registriert: 07.09.2012 17:07

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Kimeta »

Liebe Laube,

bei mir besteht auch Verdacht auf Nebennierenschwäche, ich habe einen Tag lang entsprechende Speicheltests gemacht. Mein Arzt hat mir das Buch "Grundlos erschöpft" und NEMs empfohlen, ich habe auch allerhand genommen, fast alles vertragen, aber so richtig geholfen hat es bislant nicht. Ich habe manchmal den Eindruck, dass NEMs eine Zeitlang gut sind, dann aber kontraproduktiv, nach einer Pause wieder gut. Beweisen kann ich das aber nicht, es ist ein Verdacht.

Annanas hat u.a. etwas in meinem Thread geschrieben: viewtopic.php?f=18&t=7422&start=260#p331112.

Ich wollte immer mal einen Thread zur NNS-Problematik erstellen, aber ich habe die Energie momentan nicht. Heute ist es wieder besonders schlimm. Glücklicherweise habe ich sehr gute Arbeitsbedingungen mit Gleitzeit und der Möglichkeit, zuhause zu arbeiten, ich kann mich also zwischendurch ausruhen, trotzdem konnte ich heute meine Arbeit nicht vollständig erbringen. Haushalt ist komplett liegengeblieben, ich habe geschlafen oder Spiele auf dem Smartphone gespielt. Seltsamerweise gibt es aber auch Tage, an denen ich fit bin und viel leisten kann. Was ich besonders hasse ist, wenn meine geistige Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, und das ist inzwischen sehr oft der Fall. Nur Matsch im Hirn, viele Tippfehler, ich vergesse alles sofort.

Viele Grüße und alles Gute
Kimeta
Zuletzt geändert von Kimeta am 23.07.2020 19:16, insgesamt 1-mal geändert.
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
- Aktuell seit 12.07.2020: 1,65 mg

Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:

Kimeta
Beiträge: 902
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Kimeta »

P.S.
Der Thread "Histamin-Intoleranz im Entzug" ist vielleicht auch interessant für Dich. Es hängt ja irgendwie alles zusammen....
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
- Aktuell seit 12.07.2020: 1,65 mg

Hintergründe und Absetzverlauf:
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:schnecke: Mein Thread :schnecke:

Laube
Beiträge: 80
Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Padma,

Dankeschön für Deine Hilfe.

Heute war ich bei der Endokrinologin. Habe mir Notizen gemacht, damit ich nichts vergesse zu erwähnen. Habe gefühlt zwei Minuten mit der Ärztin verbracht. Sie war sehr Wortkarg, so war die Sprechstunde sehr einseitig. Letztendlich Blutentnahme und im August telefonisches Ergebnisgespräch.

Nicht hilfsbereit, nicht klärend, nicht beruhigend, einfach teilnahmslos. Massenabfertigung.
Bin total traurig. So ist das heute wohl. Bat um Zusendungen der Laborergebnisse. Musste 1,80 Euro bezahlen, weil die Kasse das wohl nicht zahle. :shock:

Noch nie gehört.

So wie Du sagst, werde ich nun das Ergebnis abwarten.

Liebe Grüße
Laube
[spoil]Diagnosen Psyche:
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10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
09/2011 bis 02/2012 Citalopram 40 mg (hohe Sedierung, Konzentrationsstörung, mangelnd angstlösend)
03/2012 bis 11/2014 Lyrica 300 mg, Pregabalin (22 kg Gewichtszunahme, exessives Schlafen)
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06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
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07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
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09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

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2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

Laube
Beiträge: 80
Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Kimeta,

Lieb von dir, dass du mir schreibst. Ich war heute bei meinem Endokrinologischen Termin. Was hast du denn für einen tollen Arzt. Buchempfehlung und NEMs Empfehlung. Echt hilfsbereit.

Kurzes Gespräch meinerseits mit Symptombeschreibung. Dann Blutabnahme und warten auf Ergebnis. Leider wenig bis keine Information bis jetzt.

Blutdruck war wieder bei 97/72. Sei zu niedrig. Weiß ich. Schon lange so.

Danke für den Buchtip. :)

Liebe Grüße
Laube
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
09/2011 bis 02/2012 Citalopram 40 mg (hohe Sedierung, Konzentrationsstörung, mangelnd angstlösend)
03/2012 bis 11/2014 Lyrica 300 mg, Pregabalin (22 kg Gewichtszunahme, exessives Schlafen)
11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
09/2019 Medikinet 10 mg, Methylphenidat (Versuch - Rebound-Effekt nach 5 Std.)
09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

Klinikaufenthalte:
2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

Kimeta
Beiträge: 902
Registriert: 07.09.2012 17:07

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Kimeta »

Liebe Laube,

den Arzt bezahle ich privat.... und so richtig was gebracht hat es bislang auch nicht, dass ich zu ihm gehe. Verschiedene Tests, verschiedene Versuche, aber keine Besserung.

Ich habe mir Deinen Link (Nebennieren.org) angesehen und finde die Seite nicht gut oder gar hilfreich. Sie ist wenig aussagekräftig, eine Zusammenstellung kleiner Infohäppchen, die überall verfügbar sind. Vielleicht einfach nur eine Werbeseite für das angepriesene Produkt.

Diese Seite ist umfassender, aber trotzdem verständlich, ohne vereinfachend zu sein: https://www.hashimoto-info.de/nebennier ... se-wirkung. Für "einfach" und "schnell" halte ich die Therapie der NNS allerdings nicht, zumindest nicht, wenn sie schon stark ausgeprägt ist.

Und hier habe ich eine weitere Seite empfohlen: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... ne#p114015

Manchmal würde ich einfach gern Cortison-Tabletten nehmen und mich wieder gut fühlen. Aber damit bringt man die körpereigene Cortisol-Produktion offenbar total zum erliegen. Ich möchte nicht abhängig von Medikamenten sein, wir sehen ja hier im Forum, gerade dieses Jahr, dass es plötzlich einen Engpass geben kann, und was dann? Wir haben es mit Doxepin und anderen ADs erlebt, und jetzt soll auch mein Migränemittel vorübergehend nicht mehr verfügbar sein. Das ist nicht so schlimm, da kann ich auf ein anderes ausweichen, aber es macht mir meine Abhängigkeit bewusst.

Ich würde also gerne meinen Körper dabei unterstützen, sich zu erholen, aber das ist vermutlich komplex und braucht Zeit.

Viele Grüße
Kimeta
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
- Aktuell seit 12.07.2020: 1,65 mg

Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:

padma
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Beiträge: 21703
Registriert: 06.01.2013 17:04

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma »

liebe Laube, :)

es tut mir leid, dass diese Endokrinologin so desinteressiert war und dich so abgefertig hat. Wenn es einem so schlecht geht, wie dir, kann man doch wirklich erwarten, dass Zeit genommen wird für eine ausgiebige Anamnese und ein empatischer Umgang sollte auch drin sein.

Man hat manchmal wirklich den Eindruck, dass manchen Fachärzten gar nicht bewusst ist, dass sie mit empfindenden Menschen zu tun haben.

Ich hoffe, dass sie fachlich das Laborergebnis wenigstens gut auswerten kann.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Sunyata
Beiträge: 147
Registriert: 21.09.2018 20:23

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sunyata »

Liebe Laube,

Das Buch "Grundlos erschöpft" hab ich vor Jahren schon gelesen und manches ausprobiert (zb. Wird Süßholz Wurzel empfohlen, als Tee). Ich hab aber keine Verbesserung festgestellt.

Beim Endokrinologen war ich letztes Jahr, hat mich wohl umfassend untersucht und gemeint, alle Werte in Ordnung. Super..

Ich vermute vermute inzwischen, dass Venlafaxin als Nebenwirkung und Absetz Syndrom hinter der Erschöpfung steckt. Aber wer weiß das schon...

Ein kompetenter arzt, der sich auch noch Zeit nimmt erscheint mir immer mehr wie ein Sechser im Lotto.

Herzliche Grüsse :hug:
Mike
seit der Pubertät Neigung zu Melancholie und Schwermut

Ab 1997 sehr belastende persönliche Umstände -
führen zu chron. Magenschmerzen und (Erschöpfungs-)Depression

2003 - 2007 Paroxetin 20mg

(2002 - 2009 Pantoprazol wg. ständiger Magenschmerzen)

2007 - 06/2016 Venlafaxin 150mg
In dieser Zeit ab und zu bei Bedarf Zopiclon 7,5mg (meist eine halbe Tablette)

1.naiver Absetzversuch 2009
innerhalb weniger Tage stark reduziert - und wegen unerträglicher NW wieder zurück auf 150mg

2.naiver Absetzversuch ca. 2011
Innerhalb von Wochen runter auf 0,
v.a. Starke Depressionen
Also wieder zurück auf 150mg

3.Absetzen 07/2016 - 07/2017
Ein Jahr Ausschleichen Venlafaxin - über 75 und 37,5mg jeweils immer die Hälfte alle 4 Wochen

ab ca. 37,5mg verstärkte Depressionen und Ängste

SEIT 1.7.2017 AUF NULL UND IM PROTRAHIERTEN ENTZUG

Gravierende anhaltende, v.a. psychische Entzugssymptome

Im Juli 2019 so etwas wie ein Fenster? (3 bessere Tage)
Ansonsten kein Wellen-Fenster-Muster, sondern eine DauerWelle (Depression, Angst), innerhalb der immer wieder schwere Wellen mit starken Symptomen

Oft wird es am Nachmittag oder Abend leichter... Am nächsten Morgen alles wieder da :frust:

Psychische Symptome:
- schwere anhaltende Depression/ ohne Hoffnung oder Antrieb
- Unruhe/ Angst/ Panik - wie "im freien Fall"
- dauerhafte Derealisation
- Überforderung durch fast alles / innere Hilflosigkeitsgefühle wie ein kleines Kind
- kann keine positiven Gefühle empfinden wie zb. Freude (bin wie eingefroren)
- Tinnitus (seit Einnahme Venla)
- Todessehnsucht - alles zuviel...
- sehr wenig Antrieb und Energie, wenn etwas Energie dann sehr schnell erschöpft
- sehr dünnhäutig, schnell reizbar und dann innerlich sehr aggressiv
- starke Hochsensibilität, va. Licht und Geräusche

Körperliche Symptome:
- Sprunggelenksverletzung/ Knorpel heilt nicht
- sog. "Golf-Arm" (ich spiele kein Golf) - Schmerzen im Ellbogen
- Sehstörungen: Problem mit Focus/ Lesen ist sehr anstrengend (v.a. bei der Arbeit mit Bildschirm und Akten)- Sehstärke verändert sich ständig

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