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Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Laube
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Kimeta, Padma und Mike,

bin unsagbar dankbar für die Unterstützung hier im Forum.

Seit gestern liege ich flach und kann nicht mehr aus dem Bett. Es ist unerträglich. Habe totale Überforderung und weiß nicht, wie ich das noch aushalten soll. Verzweiflung und Nahe am Durchdrehen. Kann mich nicht damit abfinden, dass nichts mehr geht. Alles liegt und stapelt sich, kochen und einkaufen heute nicht möglich.

Ich komme da nicht mehr raus und sehe fürchterlich aus. Mir steht dauernd der Tod vor Augen. Genauso haben mir bereits nahe stehende Menschen kurz vor ihrem Tod ausgesehen. Ich habe so Angst, gehen zu müssen. Ich weine.

Um nicht durchzudrehen bin ich nonstop am recherchieren und im Forum. Bin abgelenkt, jedoch auch nicht positiv, weil ich schwere Verläufe und langwierige Behandlungsformen z. B. in Sachen Nebennierenschwäche lese. Dafür habe ich keine Kraft mehr und keine Zeit mehr. Bin schon mit den drei letzten Jahre ziemlich am Ende.

Habe keine gute Prognose für mich. Habe kein Fenster mehr seit Wochen. Scheint nicht mehr möglich zu sein, dass mein Körper mir Fenster auch nur kurz beschert.

Mein Schlaf ist total zerstört. Das wird nicht mehr. Habe keine Hoffnung mehr. Wieder ein Geburtstag (Stiefmutter) und ich bin nicht dabei. Nichts geht mehr und alle wenden sich ab.
Hey, ich sterbe allmählich auch körperlich, emotional bin ich schon lange gestorben. Und das ohne Betreuung, ohne Fürsorge einfach allein in meiner Rückzugshölle. Ich ertrage es nicht mehr, wie das Leben ohne mich weiter läuft.

Das ist so eine unmenschliche Qual, so lange.

Die Fremdheitsgefühle, diese Übelkeit, diese Angst. Dieses Brummen im Kopf. Alles ist so entfernt von mir. Diese Welt ist nicht mehr meine.

Immer diese Erklärungsversuche, Entschuldigungen.

Es tut mir leid, so leid, für das, wie ich schreibe.

Es grüßt Euch
Laube
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Sunyata
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sunyata »

Liebe Laube,

Das ist sooo schlimm wie es dir gerade geht! Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind fest bei dir! :hug:

Du schreibst, dass du nonstop am recherchieren bist im Forum und wegen NNS. Ich glaube, das ist nicht gut für dich.

Ablenkung ist gut, aber es sollte Entspannung bringen, nicht Streß.

Du musst anerkennen, dass du momentan nicht viel mehr tun kannst als liegen, atmen, entspannen, positive Mantras (ich heile jeden Tag, auch wenn ich es nicht spüre - das versuche ich immer in so schlimmen Zuständen).

Der Körper wird SICH SELBST Stück für Stück heilen, wenn du ihm die nötige Ruhe gibst. DU kannst und musst das NICHT machen!

Durch deine Recherche verbrauchst du nur unnötig energie, die eh schon sehr knapp ist.

Warte deine Blut Ergebnisse ab und lass das Thema erstmal konsequent ruhen.
Weniger ist mehr!

In Gedanken bei dir!
Mike
seit der Pubertät Neigung zu Melancholie und Schwermut

Ab 1997 sehr belastende persönliche Umstände -
führen zu chron. Magenschmerzen und (Erschöpfungs-)Depression

2003 - 2007 Paroxetin 20mg

(2002 - 2009 Pantoprazol wg. ständiger Magenschmerzen)

2007 - 06/2016 Venlafaxin 150mg
In dieser Zeit ab und zu bei Bedarf Zopiclon 7,5mg (meist eine halbe Tablette)

1.naiver Absetzversuch 2009
innerhalb weniger Tage stark reduziert - und wegen unerträglicher NW wieder zurück auf 150mg

2.naiver Absetzversuch ca. 2011
Innerhalb von Wochen runter auf 0,
v.a. Starke Depressionen
Also wieder zurück auf 150mg

3.Absetzen 07/2016 - 07/2017
Ein Jahr Ausschleichen Venlafaxin - über 75 und 37,5mg jeweils immer die Hälfte alle 4 Wochen

ab ca. 37,5mg verstärkte Depressionen und Ängste

SEIT 1.7.2017 AUF NULL UND IM PROTRAHIERTEN ENTZUG

Gravierende anhaltende, v.a. psychische Entzugssymptome

Im Juli 2019 so etwas wie ein Fenster? (3 bessere Tage)
Ansonsten kein Wellen-Fenster-Muster, sondern eine DauerWelle (Depression, Angst), innerhalb der immer wieder schwere Wellen mit starken Symptomen

Oft wird es am Nachmittag oder Abend leichter... Am nächsten Morgen alles wieder da :frust:

Psychische Symptome:
- schwere anhaltende Depression/ ohne Hoffnung oder Antrieb
- Unruhe/ Angst/ Panik - wie "im freien Fall"
- dauerhafte Derealisation
- Überforderung durch fast alles / innere Hilflosigkeitsgefühle wie ein kleines Kind
- kann keine positiven Gefühle empfinden wie zb. Freude (bin wie eingefroren)
- Tinnitus (seit Einnahme Venla)
- Todessehnsucht - alles zuviel...
- sehr wenig Antrieb und Energie, wenn etwas Energie dann sehr schnell erschöpft
- sehr dünnhäutig, schnell reizbar und dann innerlich sehr aggressiv
- starke Hochsensibilität, va. Licht und Geräusche

Körperliche Symptome:
- Sprunggelenksverletzung/ Knorpel heilt nicht
- sog. "Golf-Arm" (ich spiele kein Golf) - Schmerzen im Ellbogen
- Sehstörungen: Problem mit Focus/ Lesen ist sehr anstrengend (v.a. bei der Arbeit mit Bildschirm und Akten)- Sehstärke verändert sich ständig

Jodie13
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Jodie13 »

Liebe Laube,

es tut mir leid, dass du so leiden musst. Der Entzug ist eine Hölle die man nur versteht, wenn man sie selbst durchgemacht hat. Ich glaube ganz fest, dass auch du heilen wirst. Wirklich. Diese Hoffnungslosigkeit, das Unaushaltbare, das Gefühl es wird nie mehr besser - das gehört leider alles dazu. Vieles von deinem Post hätte ich 1:1 so schreiben können - als es akut war, und manchmal noch in den Wellen.

Versuch soweit es geht nicht an einen langen Verlauf zu denken sondern von Tag zu Tag zu leben, wenn nötig von Stunde zu Stunde. Es bleibt nicht so schlimm wie jetzt. Es kann leider dauern, aber es bleibt nicht für immer so.

Viel Zeit, Ruhe, Regelmäßigigkeit, möglichst wenigst Experimente - das braucht das ZNS. Du schaffst das.

Lg Jodie
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Laube
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Mike,

früher als ich noch schlafen konnte, gab es auch Entspannung. Tagsüber geschlafen, 16 Stunden am Tag, egal. Danach hatte ich wieder Kraft und konnte was tun. Heute bin ich gefühlt nur wach und kann garnichts tun. Das macht so einen unglaublichen Druck, dass ich denke durchzudrehen und ich glaube, hier an dieser Stelle ist der Punkt, wo einem Akzeptanz helfen kann. Wenn man es kann. :cry:

Und leider macht mir alles Stress, was sonst auch Beruhigung brachte. Puzzle, musizieren, Fernsehen, Musik hören, Telefonieren, Freunde treffen, Familie treffen. Es gibt nichts mehr, was für Entspannung sorgt, auch nicht eine Autospazierfahrt, das war noch eines der letzten Dinge, auf die ich mich freute. :(

Ich habe das Gefühl, das Durchdrehen so unter Kontrolle zu haben, indem ich mich mit Forum ablenke. Es scheint der einzige Kontakt zu sein, der trägt, weil Verständnis und Gemeinschaftsgefühl gibt kleinwenig Sicherheit, wo ich doch sonst nirgends mehr rein passe. Ganz wichtig für mich.

Du hast Recht, es raubt mir zusätzlich Energie, weil ich ja auch keine positive Info finde oder wenn doch, gleich wieder viel negative, die ich natürlich mehr wahr nehme.

Liegen und atmen, da höre ich das Hässliche Brummen und die Nachbarn wie sie ihr Leben leben, z.b. Saugen, singen, lachen, streiten, Spielen, Rasen mähen usw. So kann ich nicht entspannen, ich will dabei sein. :evil:

Also jetzt höre ich mich an, wie ein bockiges Kind, aber nach 3 Jahren geht mir langsam die Puste aus.

Ich glaube sehr schlimm ist, dass ich einfach nicht mehr zur Ruhe komme. Wenn ich vor Erschöpfung einnicke, wache ich innerhalb von Sekunden schreckhaft auf. Das ist sehr unangenehm. Die Angst überflutet mich und ich wage es nicht, nochmals wegzudösen.

Habe vorher im Kalender geschaut. Mache ein Lachgesicht in den Kalender, wenn ich ein Tag ein Fenster erlebe. Das letzte :) war am 09.06.

Dankeschön Mike, für Deine einfühlsamen Worte.

Grüße herzlichst
Laube
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Laube
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo liebe Jodie,

es freut mich, dass Du mir Deine Zeit schenkst, um zu schreiben und mir Mut zu machen. Es ist immer die gleiche Leier die ich zu berichten habe und trotzdem schreibe ich. Würde soooo gerne anders schreiben und vor allem auch mal andere hier im Forum unterstützen.

Momentan bin ich auf Hilfe angewiesen.

Ich bedauere es sehr, dass hier Betroffene Betroffenen helfen müssen, weil die Welt da draußen bei diesem Thema einfach nur weg schaut.

Bin so dankbar um dieses Forum.

Liebe Grüße
Laube
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Jodie13
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Jodie13 »

Liebe Laube,

wenn es mir schlecht geht, habe ich auch oft ein schlechtes Gewissen, dass ich zB anderen grad nicht helfen kann. Grade geht es mir ganz gut, und ich merke, dass ich solche "Ansprüche" an andere gar nicht habe, die ich an mich selbst habe. Also zB denke ich überhaupt nicht "die Laube schreibt aber immer die gleiche 'Leier' (wie du es formuliert hast), die sollte auch mal anderen 'helfen' etc " Sondern ich empfinde Mitgefühl, etwas Hilflosigkeit, weil ich weiss dass ich ausser Worten/virtuellem Dabeisein nichts tun kann, und ich WEIß, wenn es so schlimm ist kann man grade mal so den Tag überstehen. Dass man sich dann selber auch immer noch Druck macht, ist schlimm.

Ich schreibe auch oft das Gleiche, weil sich halt vieles wiederholt. Du darfst hier auch 1000x das Gleiche schreiben, wenn es dir hilft. Ich weiss nicht, ob dir das was hilft, aber es ist manchmal echt wichtig, sich klarzumachen, dass Gedanken nicht die Realität sind. Ich war sm Anfang absolut überzeugt, dass nur bei mir, in meiner Speziellen Konstellation, Heilung nicht möglich ist. Das es nicht besser werden kann. Hier im Forum wurde und wird unermüdlich das Gegenteil erzählt, aber das ist schwer zu glauben, weil es sich so anders anfühlt. Wir werden diemr trotzdem immer wieder schreiben, dass du heilen wirst. Und dass es ok ist, momentan auf Hilfe angewiesen zu sein.

Lg Jodie
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Laube
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Jodie,

toll was Du sagst. Ich muss weinen.

Und klar, kann man Heilung nur schwer glauben wenn es so lange geht, schlechter geht, kein Fenster kommt. Aber ihr seid da, um uns hier im Forum aufzufangen. Welch Kraft und Mitgefühl, welch Aufwand und welch Verständnis. Mein großen Respekt.

Heute nichtmal zum Abend Erleichterung. Es geht immer noch schlimmer.

Schönen Abend
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Ululu
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Ululu »

Hallo Laube,

ich glaube heute ist irgendwie der Wurm drin.

Ich lese gefühlt überall, dass es heute so schlimm ist.

Mir ist klar, dass das keine Hilfe für dich ist aber vielleicht liegt es auch mit an der Wetterlage oder so.
:(
Ich wünsche dir, dass es morgen etwas leichter wird.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Laube
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Ute,

Danke Dir. Ja, das habe ich auch schon gedacht. Ist wohl dem Wetter geschuldet. Aber wenn dem so ist, na dann gute Nacht um sechse, unser Wetter ist/wird immer unbeständiger.

Vielleicht der Mond?

Liebe Grüße
Laube
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Sabs
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sabs »

Hi,
Also ich habe ja den Eindruck, dass das ganze Jahr 2020 ein großer Horror ist, in meinem Umfeld ist bisher dieses Jahr viel schlimmes leid passiert. Und dann gibt's da ja noch corona..

Ich habs aber in meinem Thread auch schon geschrieben, heute scheints besonders mies zu laufen für viele. Naja, zum Glück ist heute bald überstanden.

Wünsche euch allen einen erträglichen Abend

Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

blumenfeld
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von blumenfeld »

Liebe Silvia,

Kopf hoch ,auch mir ging’s den ganzen Tag elend.War den kompletten Tag auf der Couch,bei diesem herrlichen Wetter.
Ich hatte Schweißausbrüche ohne Ende.

Du weißt,dass auch mein Verlauf sehr schwer und lang ist und seit langer Zeit ohne jegliche Fenster.Wir müssen weiter hoffen!
Gemeinsam sind wir stark!

LG und Gute Nacht Silvia
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Laube
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo zusammen,

es ist vier Uhr in der Nacht. Habe Blasenschmerzen, Krämpfe, Schweißausbrüche. Kann nicht schlafen, in 3,5 Stunden Schlaf drei mal aufgewacht. Wie lange kann man ohne Schlaf leben? Kein Tiefschlaf mehr möglich.

Blase ist eigentlich fast dauernd gereizt. Ist ein altes Thema, aber nun nur noch akut.

Dann habe ich am Rücken seit ungefähr einer Woche einen starken Hautausschlag. Sieht nach Exzem aus. Hatte so etwas noch nie. Breitet sich immer mehr aus.

Da fällt mir noch ein, dass die Endokrinologin mich fragte, ob ich bereits eine Magenspiegelung gemacht hätte. Warum denn das? Weil mir übel ist? Habe überhaupt nichts auf dem Magen, wobei dIe Übelkeit am Abend ja weg ist. Sollte da was sein, wäre es doch nicht spät Nachmittag bzw. abends wieder gut. Es ist unglaublich, mir hört man überhaupt nicht zu.

Mir geht es immer schlechter.

Ich kann einfach nicht mehr. Habe keine Kraft mehr.

Ich habe so Angst es nicht mehr zu schaffen. Habe große große Angst. Was hat man nur aus mir gemacht?

Da lieg ich nun allein und friere und schwitze. Mein Körper kann nicht mehr. Ich bin sehr sehr krank.

Was kann ich noch tun? Dr. Ansari anrufen?

Warum schlafe ich nicht mehr, warum habe ich nachher (am Morgen) wieder Fremdheitsgefühle, Übelkeit, Appetitlosigkeit und jetzt sind die nicht da? Warum kann ich nichts mehr tun, erledigen, machen. Warum halte ich kein Leben mehr aus? Wie kann das sein, dass es mir immer schlechter geht. Wo sind die Fenster.

Ich bin so fürchterlich allein mit dem Zustand. Es kann mir keiner diesen Schmerz abnehmen. Meine Familie kann das auch nicht mehr ertragen.

Es gibt auch keine Option mehr, keine Hoffnung, dass mir irgendetwas helfen kann.

Die Uhr tickt so laut. Ich kann es nicht mehr hören, wie meine Zeit verstreicht. Habe kein Zeitgefühl mehr. Die Tage werden nur noch überlebt. Da will ich, dass er rum geht.

Ich habe Angst vor dem Morgen. Der kommt immer und immer wieder. Ich will einfach wieder schlafen, aufwachen, müde sein und dann Frühstücken können. Alles nur noch eine Qual. Weiß nicht mehr wie sich der gesunde Zustand anfühlt.

Dieser Psychiater, der mir das angetan hat und am Ende aus seiner Praxis geworfen hat, weiß sicher zu gut, was mit mir passiert ist. Ich glaube nicht mehr, dass unser Leid gänzlich unbekannt ist. Er hat neben Opipramol noch diverse andere PP an mir getestet. Unter anderem Tianeurax, Tianeptin, was ja bzgl. Serotonin gegensätzlich wirkt. Die in der Klinik fragten dann verwundert, wer mir das verschrieben habe. Dann die drei verschiedenen Medikamente gegen ADHS, die mir fast das Leben kosteten. Dann wieder in der Klinik Mirtazapin, was mir den Rest gab.

Darf man so etwas tun?

Ich habe schon 2018 in der Klinik gesagt, dass ich glaube, dass mein Gehirn durch die Medikamente zerstört ist. Es war so ein Gefühl. Die Reaktion der Ärzte waren erstaunte Blicke ohne Worte. Leider, leider habe ich dieses Forum erst im Mai diesen Jahres entdeckt.

Dann abgeschoben vom Psychiater in Pia gelandet. Dort im Juni sagte man, ich solle es mit Sertralin versuchen. Bin seither nicht mehr hin gegangen.

Was ich noch nicht erzählt habe, dass ich 2018 bis 2019 Frozen sholder links und später impengement Schulter rechts für 1,5 Jahre hatte. In dieser Zeit bekam ich neben Entzündungshemmer auch Cortison. Diese wurde auch abrupt abgesetzt. Inzwischen habe ich gelesen, dass man auch das nicht tun sollte. :shock:

Mit mir ist nicht zimperlich umgegangen worden. Eigentlich unverantwortlich. So etwas passiert, wenn man nur noch durchgereicht wird und keiner schaut, was der andere tut. Flickenschusterei. Ich bin kaputt behandelt worden. Bin ich selbst schuld?

Ich weiß nicht mehr weiter Ihr Lieben, weiß einfach nicht mehr weiter.

Grüße
Laube
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Clarissa
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Laube.

Mir bricht es das Herz, wenn ich die verzweifelten Berichte im Forum lese.

Ich möchte so gern etwas Mut machen.

Für mich ist das Leben wieder schön, und ich war echt übel dran.

Ich habe vieles an meinem Leben akzeptiert und mit Geduld der Selbstheilung ohne Medikamente vertraut. Ich konnte den ganzen Mist hinter mir lassen, und das mit ü60 und einer langen Psychiatrie-Karriere.

Warum sollte das Dir nicht auch möglich sein? Schließ mit der Vergangenheit ab und versuche, aus dem "Rest" das Beste zu machen. Nur Du allein kannst das für Dich schaffen.

Teilnahmsvolle Grüsse von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Sabs
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sabs »

Hi Laube,

vergiss Herr Ansari!
Der verdient an uns grad gut Geld. Mir hat er ziemlich schlechte Ratschläge gegeben und dafür 90euro verlangt.
Ich kann dir sagen, was es sagen würde: nimm keine medis mehr und greife zu benzos, wenn du es nicht erträgst, nach einem Jahr ist alles vorbei.
Das hat er bisher jedem hier gesagt, als wäre er ein Hellseher.
Mir hat er empfohlen Venlafaxin kalt abzusetzen und Mirtazapin zügig abzudosieren und dafür ein Benzo einzudosieren. Ziemlich blöde Idee, wie ich finde.

Die magenspiegelung würde ich erstmal lassen, deine Übelkeit ist vom absetzen und so ne Spiegelung stresst ja eher fürchterlich.
Du kannst mal versuchen Unverträglichkeits-Atemtests zu machen und dich histaminarm ernähren.

Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

Laube
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Jodie13 hat geschrieben:
25.07.2020 16:39
Liebe Laube,

es tut mir leid, dass du so leiden musst. Der Entzug ist eine Hölle die man nur versteht, wenn man sie selbst durchgemacht hat. Ich glaube ganz fest, dass auch du heilen wirst. Wirklich. Diese Hoffnungslosigkeit, das Unaushaltbare, das Gefühl es wird nie mehr besser - das gehört leider alles dazu. Vieles von deinem Post hätte ich 1:1 so schreiben können - als es akut war, und manchmal noch in den Wellen.

Versuch soweit es geht nicht an einen langen Verlauf zu denken sondern von Tag zu Tag zu leben, wenn nötig von Stunde zu Stunde. Es bleibt nicht so schlimm wie jetzt. Es kann leider dauern, aber es bleibt nicht für immer so.

Viel Zeit, Ruhe, Regelmäßigigkeit, möglichst wenigst Experimente - das braucht das ZNS. Du schaffst das.

Lg Jodie
Hallo liebe Jodie,

ich habe vor, alles mit Ruhe zu ertragen, doch ich fühle mich dauernd so getrieben, kann ja keine Ruhe finden. Das Durchdrehgefühl entsteht ja deshalb, weil ich getrieben bin, aber keine Kraft und keine Nerven habe, irgend etwas zu tun. Ja ich kann mich zurück ziehen, aber dann nur daliegen und aushalten. Werde ich dann so machen.

Regelmäßigkeit fällt mir schwer. Muss ich mir aneignen. Ist nicht leicht, so ohne Struktur im Alltag.

Wenig Experimente versuche ich umzusetzen. Nehme Cimicifuga nicht mehr, weil die Wirkung nachgelassen hat, anfangs hatte ich das Gefühl, es wurde besser. Nahm es fast vier Monate und die Schweißausbrüche in der Nacht kamen in den letzten Wochen wieder verstärkt und ich beobachtete eine Gelbfärbung meiner Haut.

Das Lasea setze ich gerade langsam ab. Mir gefällt nicht, dass es kaum hilft und gleichzeitig anscheinend Aluminiumsalze enthält. Auch erst jetzt erfahren.

Will einfach nichts mehr zuführen.

Grüße Dich und Wünsche einen schönen Sonntag
Laube
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Laube
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Sabs hat geschrieben:
25.07.2020 21:11
Hi,
Also ich habe ja den Eindruck, dass das ganze Jahr 2020 ein großer Horror ist, in meinem Umfeld ist bisher dieses Jahr viel schlimmes leid passiert. Und dann gibt's da ja noch corona..

Ich habs aber in meinem Thread auch schon geschrieben, heute scheints besonders mies zu laufen für viele. Naja, zum Glück ist heute bald überstanden.

Wünsche euch allen einen erträglichen Abend

Sabs
Hallo Sabs,

schön von Dir zu hören, wenn auch eher nicht so Erfreuliches, weil Du auch so drin hängst.
Das tut mir so sehr leid und ich kann nicht aufmuntern oder stützen. Nur danke sagen, dass ihr da seid. <3

Folge Dir in Deinem Thread.

Liebe Grüße
Silvia
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Towanda
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Towanda »

Hallo Laube,

wenn Dir die Wirkung des Lavendel gut tut, kannst Du auch ein ätherisches Lavendelöl aus Bioanbau nehmen und einen Tropfen auf die Zunge geben. Oder je einen Tropfen links und rechts vom Kopf auf das Kopfkissen, sodaß Du es einatmen kannst.

Oder Du besorgst Dir einen Nasenclip: https://aspuraclip.com/blogs/produkte/a ... ator-relax - gibts auch in vielen Drogeriemärkten.
Man kann mit einer Spritze mit dünner Injektionsnadel ätherisches Öl nachfüllen, wenn der Geruch nachläßt.

Das alles ist ohne irgendwelche Zusatzstoffe.


Ich habe gegen die Reizblase von der Gynäkologin Canephron verordnet bekommen, das hat mir gut geholfen.

Viele Grüße, Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Laube
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Silvia :) ,

Gemeinsam sind wir stark! Ja. Dieser Gedanke hilft.
:hug:

Liebe Grüße
Silvia
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Laube
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Clarissa hat geschrieben:
26.07.2020 10:34
Hallo, Laube.

Mir bricht es das Herz, wenn ich die verzweifelten Berichte im Forum lese.

Ich möchte so gern etwas Mut machen.

Für mich ist das Leben wieder schön, und ich war echt übel dran.

Ich habe vieles an meinem Leben akzeptiert und mit Geduld der Selbstheilung ohne Medikamente vertraut. Ich konnte den ganzen Mist hinter mir lassen, und das mit ü60 und einer langen Psychiatrie-Karriere.

Warum sollte das Dir nicht auch möglich sein? Schließ mit der Vergangenheit ab und versuche, aus dem "Rest" das Beste zu machen. Nur Du allein kannst das für Dich schaffen.

Teilnahmsvolle Grüsse von Clarissa
Hallo liebe Clarissa,

Du gibst mir mit Deinen Worten wieder ein klitzekleinwenig Mut, mich da durchzuringen. Es ist halt nicht leicht, wenn man sich selbst fremd geworden ist und auf keinerlei Stärken Zurückgreifen kann. Die Stärken gab es mal, sind nun einfach weg. Alles in mir fühlt sich so schwammig und haltlos an.

Aber ich nehme Deine Geschichte als gutes Beispiel. Danke dafür.

Liebe Grüße
Silvia
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Laube
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Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Sabs hat geschrieben:
26.07.2020 13:20
Hi Laube,

vergiss Herr Ansari!
Der verdient an uns grad gut Geld. Mir hat er ziemlich schlechte Ratschläge gegeben und dafür 90euro verlangt.
Ich kann dir sagen, was es sagen würde: nimm keine medis mehr und greife zu benzos, wenn du es nicht erträgst, nach einem Jahr ist alles vorbei.
Das hat er bisher jedem hier gesagt, als wäre er ein Hellseher.
Mir hat er empfohlen Venlafaxin kalt abzusetzen und Mirtazapin zügig abzudosieren und dafür ein Benzo einzudosieren. Ziemlich blöde Idee, wie ich finde.

Die magenspiegelung würde ich erstmal lassen, deine Übelkeit ist vom absetzen und so ne Spiegelung stresst ja eher fürchterlich.
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Sabs
Nochmal Hallo liebe Sabs,

Dankeschön für Deinen Rat bzgl. Ansari. Bin gewöhnt, dass ich mich auf andere Personen verlasse und denke, der- oder diejenige könnten mich retten.

Habe immer noch nicht begriffen, dass das Leben wohl so nicht funktioniert. Immer mache ich meinen Zustand, mein Befinden von Außen/Anderen abhängig. Glaube, da ist der Knackpunkt. Hat mich heute ein lieber guter Freund drauf hingewiesen.

Nicht andere können mich retten/heilen und aus diesem Dilemma führen. Ich muss auf mich vertrauen, auf meine Selbstheilung. Mich in Zukunft als gesund sehen. Fest daran glauben. Mir vertrauen.

Und Magenspiegelung sowieso nicht. Hab nichts auf dem Magen. Glaube, dass sind die Hormone, die anständig durcheinander geraten sind. Niedriger Blutdruck, niedriger Blutzucker, Cortisolwert, einfach alles Chaos.

Als ich schwanger war, hatte ich morgens so eine Übelkeit bis zum Übergeben, danach war alles gut. Das war okay, das habe ich akzeptiert, weil ja bekannt. Und da hatte auch kein Arzt mich zur Magenspiegelung geschickt.

In meinem Test bei der Endokrinologin wird auch Histaminunverträglichkeit geprüft.

Also Sabs, Du Starke. (den Eindruck habe ich von Dir)
Hab hoffentlich heute einen besseren Tag

Liebe Grüße
Silvia
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