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Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Jamie »

Liebe Laube :)

Ich lese ein wenig aus deinen Zeilen heraus, dass du dir mehr Unterstützung wünschst?

Es ist leider nicht möglich auf jeden Beitrag zu reagieren, aber alle sind bemüht.

Selbsthilfe bedeutet auch, bei den anderen reinzuschauen und in deren Threads zu partizipieren.
Ich schreibe das ganz neutral, ich weiß, dass es vielen zu schlecht geht um dies regelmäßig zu tun.

Ich hatte aber im Hinterkopf, dass sich Annanas sehr ausführlich um dich bemühte und ich bin mir sicher, du weißt es zu schätzen.

Selber habe ich beim Lesen deines Threads stets den Eindruck gehabt, einen sehr reflektierten und freundlichen Menschen (dich) vor mir zu haben, der relativ gut die Sachlage einschätzen kann.
Korrigiere mich, falls dem nicht so ist.

Wenn es dir nicht gut geht, dann schreibe einfach drauf los. Das hilft auch beim Verarbeiten.
Nicht immer wird es Reaktionen geben, aber oft genug.
Und wenn man mal übersehen wird, was durchaus vorkommt, dann bitte "hier" rufen und noch mal auf sich aufmerksam machen :roll: .

Viele Grüße, kann ich / können wir aktuell etwas für dich tun?
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Laube
Beiträge: 80
Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Jamie,

vielen Dank für Deine Antwort.
Jamie hat geschrieben:
16.06.2020 14:39
Selbsthilfe bedeutet auch, bei den anderen reinzuschauen und in deren Threads zu partizipieren.
Ich schreibe das ganz neutral, ich weiß, dass es vielen zu schlecht geht um dies regelmäßig zu tun.
Das habe ich heute zum ersten Mal getan. :)
Jamie hat geschrieben:
16.06.2020 14:39
Selber habe ich beim Lesen deines Threads stets den Eindruck gehabt, einen sehr reflektierten und freundlichen Menschen (dich) vor mir zu haben, der relativ gut die Sachlage einschätzen kann.
Korrigiere mich, falls dem nicht so ist.
Tja, freundlich unbedingt. Wenn es im Schreiben dann nicht so rüber kommt, dann liegt es an meiner schlechten Formulierung, eine Schwäche. Bin da des Öfteren schon falsch verstanden worden. Es fehlen Mimik und Gestik.

Entschuldige, wollte nicht fordern. Mir ist eigentlich klar, dass nicht auf jeden Beitrag eine Antwort kommen kann.

Wenn ich von isoliert spreche, dann meine ich mein privates Umfeld.

Jamie hat geschrieben:
16.06.2020 14:39
Viele Grüße, kann ich / können wir aktuell etwas für dich tun?
Danke, sehr lieb. Deine Nachricht tut gut.

Herzliche Grüße an Dich Jamie

Laube
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
09/2011 bis 02/2012 Citalopram 40 mg (hohe Sedierung, Konzentrationsstörung, mangelnd angstlösend)
03/2012 bis 11/2014 Lyrica 300 mg, Pregabalin (22 kg Gewichtszunahme, exessives Schlafen)
11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
09/2019 Medikinet 10 mg, Methylphenidat (Versuch - Rebound-Effekt nach 5 Std.)
09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

Klinikaufenthalte:
2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

Laube
Beiträge: 80
Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo zusammen,

Habe von zwei Ärztemeinungen zu berichten.

Letzte Woche hatte ich einen Termin zum Gesundheitscheck bei meinem langjährigen Hausarzt. Ich fragte ihn, ob er sich vorstellen könnte, dass man beim Absetzen von PP Entzugsprobleme bekommen kann. Zu meiner Überraschung bestätigte er die Problematik anhand eines Vorfalls, welcher in seiner 20 jährigen Laufbahn der bisher einzige war.

Er erinnerte sich gut an einen Patienten, der Citalopram absetzte und unter massiven Beschwerden litt, unter anderem unter elektrische Schläge im Kopf. Er unterstützte den Patienten bei einer Wiedereindosierung und anschließendem Ausschleichen. Seither stünde er dem Verschreiben von PP sehr kritisch gegenüber.

Diese Haltung des Hausarztes war sehr erfreulich, zumal ich eine ganz andere Reaktion erwartet hatte.

Bei der Aufnahmeuntersuchung in der Tagesklinik stellte ich dem jungen Arzt die gleiche Frage bzgl. Absetzproblemen. Er glaubt nicht an Langzeitentzug jedoch sagte er, dass man heute wisse, dass das Absetzen von PP eine Gefahr eines Rebound-Effektes mit sich bringt.

Das wollte ich nicht für mich behalten. :)

Grüße an Alle
Laube
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
09/2011 bis 02/2012 Citalopram 40 mg (hohe Sedierung, Konzentrationsstörung, mangelnd angstlösend)
03/2012 bis 11/2014 Lyrica 300 mg, Pregabalin (22 kg Gewichtszunahme, exessives Schlafen)
11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
09/2019 Medikinet 10 mg, Methylphenidat (Versuch - Rebound-Effekt nach 5 Std.)
09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

Klinikaufenthalte:
2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

Sabs
Beiträge: 385
Registriert: 10.01.2020 09:42

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sabs »

Hi Laube,
Dachte ich schreibe dir auch mal in deinem thread, einfach weil du dich einsam fühlst und ich dir zumindest virtuell etwas Trost spenden will.
Weiß nicht so genau, was ich schreiben soll, habe mir deinen Thread durchgelesen und schreibe einfach mal drauf los, was mir so dazu einfällt..

Durchdreh-Gefühl: als ich letzte Woche versucht habe Duloxetin einzudosieren habe ich am 3. Tag zu meiner Therapeutin gesagt; ich habe das Gefühl, wenn ich dieses medi nicht sofort absetze verliere ich meinen Verstand.
Es war schrecklich! Wirklich! Ich habe mich im Spiegel angesehn und kaum erkannt, in meinem Kopf sprangen die Gedanken völlig irre durcheinander. 'Ich dachte: hey mir geht's doch gut, oder?, oh, mein es geht mir unerträglich schlecht, ich halte keine Sekunde mehr aus!, ach, eigentlich geht's mir doch ganz gut'
Extrem beängstigend, aber es ging wieder weg und ich bin nicht übergeschnappt. So ist es auch bei dir!
Einfach nur völlig überdrehtes ZNS

Die Geschichte im Forum machen mich auch völlig fertig!! Hätte niemals gedacht, dass ich in diesem Zustand auch nur einen Monat aushalten kann, jetzt halte ich ihn schon ein halbes Jahr aus und du schon drei Jahre! Du bist unheimlich stark und hast wahnsinniges Durchhaltevermögen.
Und doch bist du erst 3 Monate auf 0, vorher waren die ständigen erneuten Reizungen, es kann also genauso gut sein, dass du nicht zu den Langzeitbetroffenen gehörst, sondern nur mal einige Monate ganz ohne AD auskommen musst und wieder gesundest.
Hmpf, mir selbst gelingt es übrigens auch nicht, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass ich nicht jahrelang leiden muss. So ist das eben bei Depressiven, oder?!
Was du mal versuchen kannst ist Schlafentzug, ein Tag und eine Nacht wach bleiben, immer so 2 mal die Woche, das hilft bei Depressionen. Dabei werden Endorphine ausgeschüttet.
Ansonsten baldrian/passionsblume.
Ich habe auch diese morgendlichen horrorspitzen, nehme dann immer direkt so ein pflanzliches Mittel, das hilft ein wenig.

Du hast auch geschrieben, dass es dir Abends besser geht. Ich habe mir dazu ein Experiment überlegt, dass leider bei mir nicht so hinhaut, aber vielleicht hilft es dir:
Tag/Nacht - Rhythmus komplett umstellen.
Also tagsüber schlafen und erst Abends wach sein und die symptomarme Zeit genießen.
Bei mir klappt das nicht, denn egal wann ich ins Bett gehe, ich wache spätestens um 8uhr mit Horror auf, da ich aber auch noch medis nehme gestaltet sich das alles recht schwierig.
Du könntest da mal ein paar unkonventionelle Versuche starten, z.B.: erst Schlafentzug und dann den Tag/Nachtrhytmus ändern.
Also ich habe keine Ahnung, wie der Körper das im Entzug verträgt, aber vielleicht ist es ein Versuch wert?

Und weil es mich interessiert, hat dir die TMS garnicht geholfen? War das mit Vollnarkose oder ist es was anderes als EKT?

Ich habe übrigens auch oft das Gefühl, dass ich mich/mein Leben verloren habe.
Weißt du, vor einem halben Jahr war ich noch eine ambitionierte Künstlerin und Musikerin, jetzt bin ich nur noch eine Hülle gefüllt mit Schmerz.
Man denkt immer und immer wieder, das kann alles nicht wahr sein, das darf nicht wahr sein. Aber es ist wahr.
Andere Menschen erfahren, dass sie Krebs haben und das ganze Leben kommt zum Erliegen, wieder Andere kommen jahrelang ins Gefängnis - der Entzug ist unser Kampf. Und die Chance auf Heilung ist laut Forum 100% ist das nicht auch irgendwie ein Glück im Unglück?
Wie oft sagt meine Mutter das zu mir, ich kann es trotzdem beim besten Willen nicht so sehen, wäre aber hilfreich..
Kennst du die Theorie, dass man sich seine Realität selbst erschafft?! Habe viele Bücher darüber gelesen. Wenn das so wäre, habe Depressive echt die A****Karte ;-)

Mir wird auch oft gesagt, 'lies nicht so viel im Forum', 'mach Sport, das hilft gegen Depressionen', 'du musst dich zwingen' und so weiter... Meine Antwort: Schon, dass ich jeden Tag NICHT von der Brücke springe, ist ne große Leistung. Zu mehr bin ich nicht fähig..

So, morgen geh ich zur Hypnose, da keimen natürlich winzige Hoffnungsgedanken, die vermutlich wieder enttäuscht werden. Dann habe ich auch schon einiges versucht und nix hilft..
Würde auch ein neues Medi nehmen, wäre mir alles egal. Sch :censored: , ich würde lieber im Rollstuhl sitzen als das! (Doch das meine ich ernst! Habe mir darüber schon eingehend Gedanken gemacht).

So jetzt hab ich viel und recht unzusammenhängend geschrieben, aber du warst nun vielleicht ein paar Minuten von deinem Leid abgelenkt.

Wünsche dir das Beste. Sabs
Zuletzt geändert von Jamie am 17.06.2020 07:29, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Kraftausdruck mit smiley editiert
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

Laube
Beiträge: 80
Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo liebe Sabs,

herzlichen Dank für Deine Zeilen und die besten Wünsche. Für das, dass Du nicht wusstest, was du schreiben sollst, kam doch ganz schön viel zusammen. Tolle Ausdauer!

Ehrt mich, dass du dich bei mir eingelesen hast. Kostet ja alles sehr viel Zeit und Kraft.
Und Danke für den Trost.

Schade, dass Deine Kreativität Kunst und Musik lahm gelegt ist. Ich kann mir ein wenig vorstellen, was das bedeutet. Hat man solch eine Begabung und kann sie nicht mehr leben, fehlt doch ein Großteil von dem, was einen ausmacht. Es gehört doch zum Seelenleben.

Ich habe/hatte auch viel Freude am Kreativen. Musik ist für mich ein großer Bestandteil meines Lebens. Hab vor fünf Jahre mit Klavierspielen angefangen.

Nun ist alles stumm, keine Klänge mehr, keine Farben und Formen, die mich inspirieren. Ein Teil von mir ist eingeschlafen, ein Teil, der mich ausmacht. Vielleicht ist es auch das, was die Fremdheitsgefühle erzeugt. Man kennt sich so nicht. Geht es dir auch so?

Vor einiger Zeit bei meinem ersten Fenster habe ich den Blick für Schönes wieder erlebt. Habe mich gleich ans Werk gemacht und umdekoriert. Leider waren es nur ein paar Stunden, aber es war eine schöne Erfahrung, zu merken, es ist noch da. Es liegt nur eine schwere Last oben drauf.

Danke, für die Vorschläge wegen Schlaf. Kann leider kaum schlafen und schon garnicht tagsüber, so scheidet der Rhythmus Wechsel aus. Nacht komplett durchmachen tue ich öfters schon zwangsweise. Habe dabei beobachtet, dass es mir damit noch hundsmiserabler geht.

Auch Ausdauersport habe ich vor zwei Monaten betrieben wegen der Depression, leider begriff ich erst zu spät, dass es triggert. Symptome wurden immer schlimmer, musste Training abbrechen. Traue mich kaum noch zum Sport. Wegen Corina war mein Badminton bis heute ausgefallen, morgen das erste mal wieder. Hab schon Sorge, was das mit mir macht.

Zur TMS möchte ich sagen, dass sie mir insofern geholfen hat, dass es der Depression eins übergebraten hat. Habe in der ersten Woche sofort Besserung gespürt, vorallem im kognitiven Bereich. Suizidalität wurde auch besser. Die Entzugsbeschwerden blieben.

Gegen Ängste und Zwänge kommt die TMS nicht an. Aber es war ein Teilerfolg. Jedoch haben wir das Mirtazapin zeitgleich abgesetzt und es ging mir im weiteren Verlauf der Behandlung schlechter wegen den Absetztsymptomen. Null Schlaf, null Appetit, Duchfall, usw.

TMS ist nicht EKT. Es gibt dabei keine Narkose. Es sind elektromagnetische Impulse, die stimulierend wirken. Behandlung dauert pro Sitzung ca. 10 Minuten. Ist nicht ganz angenehm, aber auszuhalten. Vier Wochen nach der Behandlung hatte ich einen Rückfall der Depression. Bin mir heute sicher, Rebound-Effekt wegen Mirtazapin und schnellem Absetzen. Hatte kürzlich nochmals drei Wochen TMS Behandlung.

Zur TMS kam ich durch meine verzweifelte Internetrecherche. Im Klinikaufenthalt letztes Jahr gab man mir zu verstehen, dass es kein sinnmachendes Medikament mehr für mich gäbe, außer Lithium. Ich fühlte mich am Ende.

Jetzt schaue ich mal, ob du etwas über deinen Hypnosetermin berichtest. Das würde mich interessieren. Du bist unglaublich mutig, da habe ich Respekt vor. Hätte auch gerne geschaut, ob es in den Tiefen meines Bewusstsein eine wichtige Information für mich gibt.

Hoffe, dass die Sitzung hilfreich war und du damit was anfangen kannst.

Wünsche Dir einen schönen Abend
Liebste Grüße
Laube
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
09/2011 bis 02/2012 Citalopram 40 mg (hohe Sedierung, Konzentrationsstörung, mangelnd angstlösend)
03/2012 bis 11/2014 Lyrica 300 mg, Pregabalin (22 kg Gewichtszunahme, exessives Schlafen)
11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
09/2019 Medikinet 10 mg, Methylphenidat (Versuch - Rebound-Effekt nach 5 Std.)
09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

Klinikaufenthalte:
2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

Sabs
Beiträge: 385
Registriert: 10.01.2020 09:42

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sabs »

Hey Laube,
die Hypnose war leider nicht hilfreich - braucht vielleicht auch mehrere Sitzungen.
Muss man bei dem TMS medifrei sein oder warum wurde dir Mirtazapin abgesetzt?

Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

Laube
Beiträge: 80
Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Sabs,

nein, man muss bei der TMS nicht Medifrei sein. Ich hatte Mirtazapin und es zeigte keine Wirkung, also wozu dann nehmen. Das einzige war, dass ich 6/7 Stunden schlafen konnte, aber wie abgeschossen, wie Koma, bewegte mich nicht, hatte immer Datschhaare am Kopf. Schwitzte wohl im Schlaf und bewegte mich nicht. Meine Gefühle waren auch erkaltet, spürte mich selbst nicht mehr, Berührungen hatten keine Gefühle mehr erzeugt.

Wollte schon länger von dem Medikament weg, doch mein Psychiater lies es nicht zu. Die Ärzte bei der TMS haben mich in der Sache unterstützt, das Mirtazapin abzusetzen. Leider zu schnell. Ich wusste zu dieser Zeit noch nichts über die Absetztprobleme, kannte das Forum noch nicht.

Schade, dass die Hypnose Dich so schnell nicht weiter bringt. Eine schnelle Lösung gibt es für uns scheinbar nicht. Das ist so schwer zu ertragen.

Bin heute schon wieder mit massiven Ängsten aufgewacht und kann mich nur mit dem Forum ablenken.

Hoffe, Dein Tag wird erträglich.
Liebe Grüße
Silvia
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
09/2011 bis 02/2012 Citalopram 40 mg (hohe Sedierung, Konzentrationsstörung, mangelnd angstlösend)
03/2012 bis 11/2014 Lyrica 300 mg, Pregabalin (22 kg Gewichtszunahme, exessives Schlafen)
11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
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09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

Klinikaufenthalte:
2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

Sabs
Beiträge: 385
Registriert: 10.01.2020 09:42

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sabs »

Hi Silvia,
Danke für die ausführliche Antwort.
Kannst du die TMS empfehlen? Ich überlege das auch zu versuchen. Es geht mir so fürchterlich schlecht, irgendwas muss doch helfen.

Wünsche dir auch einen erträglichen Tag.

Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

padma
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Registriert: 06.01.2013 17:04

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma »

hallo zusammen, :)

hier bitte keine Empfehlungen für TMS. Für solche Verfahren, die ähnlich wie Psychopharmaka direkt und künstlich auf das Gehirn einwirken, ohne dass klar wäre, was sie da möglicherweise anrichten, gilt genau das gleiche, wie für Empfehlungen von Psychopharmaka.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Laube
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Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

padma hat geschrieben:
18.06.2020 10:39
hallo zusammen, :)

hier bitte keine Empfehlungen für TMS. Für solche Verfahren, die ähnlich wie Psychopharmaka direkt und künstlich auf das Gehirn einwirken, ohne dass klar wäre, was sie da möglicherweise anrichten, gilt genau das gleiche, wie für Empfehlungen von Psychopharmaka.

liebe Grüsse,
padma
Hallo Padma,

ah achso, na klar. Entschuldige. Hätte es auch nicht weiter empfohlen.

In Anbetracht dessen, dass ich erst während der Behandlung auf das Forum gestoßen bin, war mir selbst auch sehr unwohl, die Sache durchzuziehen.

Genau wie Du sagst, weiß man nicht, was damit angerichtet wird.

Ich werde nicht mehr darüber sprechen.

Sorry.

:)

Liebe Grüße
Silvia
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
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11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
09/2019 Medikinet 10 mg, Methylphenidat (Versuch - Rebound-Effekt nach 5 Std.)
09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

Klinikaufenthalte:
2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

blumenfeld
Beiträge: 81
Registriert: 15.11.2019 16:29

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von blumenfeld »

Hallo lb.Laube
Habe in 2019 auch die rTMS-Behandlung bekommen,war alles für die Katz,total wirkungslos !

Hatte nach der Behandlung immer sehr starke Kopfschmerzen,so dass ich das ganze Gedöns nach 8Behandlungen von mir aus abgebrochen habe.

Mir gehts mal wieder mega-mies
LG Silvia
Von 2007 bis 2010 verschieden Medikamente - unter anderem:
Trimipramin, Paroxetin, Opipramol, Trevilor, Remergil, Tavor, Abilify, Amioxid, Lyrica, Zolvex, Cymbalta, Mirtazapin, Cipralex, Melperon, Fluspi, Moclobemid, etc.

Ab 2010 bis 2019:
Jatrosom, zeitweise Amisulprid

Seit Anfang November 2019 Jatrosom auf Null.
Dezember 2019 / Januar 2020 Mirtacapin. Januar 2020 Milnacipran für 3 Wochen. Februar 2020 Amineurin. März bis April Escitalopram - war die absolute Hölle/Qual! Seit Mitte April keine PP, nur bei Bedarf Promethazin und Tavor.

Frühere und aktuelle Symptome:
Dauerhafte Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, extreme Körperschwäche, Zittern, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Hitze- und Kälteschübe etc.

Sunshine71
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Registriert: 21.09.2017 13:24

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sunshine71 »

Hallo liebe Silvia :)

Ich möchte mich für deine lieben Wünsche in meinem Threat bedanken <3

Hab ich zwar auch schon in meinem thread aber sicher ist sicher :wink:

Tut mir leid daß du dieses Symptom auch so schlimm hattest :(

Ich wünsche dir alles Gute ☘️☘️☘️☘️❤️

Liebe Grüße :hug:
Elke
[highlight=yellow]Vorgeschichte: [/highlight]
[spoil]1990 Diagnose MS
2003 Mirtazapin wegen Depression durch Angst- und Panikstörung. Baclofen dazu wegen Spastik durch MS laut Arzt ich denke jetzt aber das kam vom Mirta.
2003 - 2011 Lorazepam und Diazepamabhängig
2011 Klinikentzug seitdem Benzodiazepinfrei Baclofen auch kalt weg. Mirta wurde "ausgeschlichen" innerhalb 1 Woche
Zu Hause Deckelung des Benzo Entzugs mit Mirtazapin
Juli 2011 Citalopram dazu (im Nachhinein denke ich das hat's nur schlimmer gemacht)
2016 Mirta von 30mg auf 15mg
Bis Mitte Januar 2017 Citalopram ausgeschlichen dann ganz weg (viel zu schnell)
Juni 2017 Mirta von 15mg auf 7,5mg
Entzugssymtome werden unerträglich[/spoil]

[highlight=yellow]Absetzverlauf nach Anmeldung ADFD Forum: [/highlight]
[spoil]21.9.17 Anmeldung ADFD Forum :party2:
21.9.17 10 mg Mirtazapin
7.10. Runter auf 9 mg wegen zu starken NW
18.11. Es geht mir gut
16.12. 8,7 mg
21.2.18 8,5 mg
26.8. Absetzpause
27.9. 8,4 mg
25.10. 8,3 mg
22.11. 8,2 mg
20.12. 8,0 mg
18.1.19 7,7 mg
15.2. 7,5 mg
16.3. 7,3 mg
12.4. 7,0 mg
10.5. 6,7 mg
7.6. 6,4 mg
4.7. Absetzstop wegen psychischer und physischer Erschöpfung durch zu viele/starke Symtome wegen naivem, direktem Umstieg auf Dampfen/Zigarettenentzug + weiter Mirtazapin reduzieren !!!!
18.1.2020 6,3 mg
6.3. 6,2 mg
4.4 6,1 mg
1.5. 6,0 mg
28.5. 5,9
2.7. 5,8
Leberwerte sehr schlecht muss vorerst zügiger reduzieren als empfohlen. Bitte nicht nachmachen❗❗❗
10.7. 5,0
29.7. 4,0

2.2.19 Zigarettenstop! Direkt Umstellung auf e Zigarette mit Nikotin [/spoil]

Stand Aktuell: 4,0 mg Mirtazapin

[highlight=yellow]Mein Thread:[/highlight] https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 18&t=13691

Cashi
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Registriert: 07.09.2015 21:16

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Cashi »

Hallo Laube... Es tut mir leid zu lesen wie es dir geht.. Ich kann dir nur sagen dass du durch halten musst und kannst.. Ich lebe auch alleine. Zu corona Zeiten konnte ich nicht mal meine Eltern sehen. Ich muß voll arbeiten gehen weil ich einen Kredit für meine Wohnung bedienen muss. Wenn du meinen tread überfliegst siehst du dass ich wie viele hier über 20 Jahre Kämpfe. Allein sein ist Nicht leicht. Ich bin ebenfalls sehr einsam. Weine jede Nacht. Aber ich kann niemand zwingen bei mir zu sein. Oder einen Mann zwingen mich zu lieben. Liebe Grüße Cashi
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16,
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen
Seit 15.03.20 kein Medikament mehr

Laube
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Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Cashi hat geschrieben:
21.06.2020 08:33
Hallo Laube... Es tut mir leid zu lesen wie es dir geht.. Ich kann dir nur sagen dass du durch halten musst und kannst.. Ich lebe auch alleine. Zu corona Zeiten konnte ich nicht mal meine Eltern sehen. Ich muß voll arbeiten gehen weil ich einen Kredit für meine Wohnung bedienen muss. Wenn du meinen tread überfliegst siehst du dass ich wie viele hier über 20 Jahre Kämpfe. Allein sein ist Nicht leicht. Ich bin ebenfalls sehr einsam. Weine jede Nacht. Aber ich kann niemand zwingen bei mir zu sein. Oder einen Mann zwingen mich zu lieben. Liebe Grüße Cashi
Hallo Cashi,

vielen lieben Dank für Deine Zeilen. :)

Du hast ja schon seit fünf Jahren mit dem Absetzen zu tun. Alle Achtung. Bald hast Du es geschafft.

Irgendwie muss Du einen meiner Texte missverstanden haben. Ich lebe nicht allein. Ich habe Familie. Ich fühle mich mit meiner Erkrankung und den Folgen der Medikamente allein gelassen, das wollte ich sagen.

Ich bewundere Deine Kraft und Ausdauer.

Liebe Grüße
Silvia
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
09/2011 bis 02/2012 Citalopram 40 mg (hohe Sedierung, Konzentrationsstörung, mangelnd angstlösend)
03/2012 bis 11/2014 Lyrica 300 mg, Pregabalin (22 kg Gewichtszunahme, exessives Schlafen)
11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
09/2019 Medikinet 10 mg, Methylphenidat (Versuch - Rebound-Effekt nach 5 Std.)
09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

Klinikaufenthalte:
2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

Laube
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Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Ihr Lieben,

will unbedingt mitteilen, wie es mir geht. Nämlich unglaublich schlecht. Ich kämpfe so, versuche den Tag mit irgendwelchen Tätigkeiten zu bewältigen, dabei verzettele ich mich so. Kann einfach nicht ruhig werden. Weiß nicht, was ich zuerst tun soll und fühle mich maßlos überfordert, Tag aus, Tag ein.

Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Gestern zum Beispiel habe ich von 5 Uhr wieder im Forum gelesen. Bisher hat mich das dann so abgelenkt, dass es mir besser ging, jedoch nur, solange ich dort beschäftigt war. Jetzt hilft mir das auch nicht mehr. Meine Angst ist ins unermessliche gestiegen.

Aufgaben die Konzentration erfordern, bringen unsagbaren Stress. Ich schwitze, bekomme Herzrasen und Beklemmungen. Meine Gedanken springen und sind getrieben, von was auch immer.

Hab schon gelesen, manche machen dann leichte Tätigkeiten. Aber das lässt die Angst in mir nur noch größer werden.

Es regelt sich einfach nicht mehr. Jeden Tag aufs neue weine ich, wie im Moment gerade auch, vor Verzweiflung. Jeder Mensch, der mir begegnet bekommt das dann zu hören und doch versteht mich niemand.

Ich habe so Angst vor dem Tag, vor dem Morgen. Mein Leben ist nicht mehr lebenswert. Ich habe Angst vor meinem Erleben. Es ist so schrecklich, ich kann das nicht mehr aushalten. Jetzt geht es ja schon über drei Jahre und leider ändert sich nichts. Und wieder bezweifle ich, dass nicht doch ein irreparabler Schaden entstanden ist.

Und irgendwie kommt das Zeitgefühl abhanden. Der Tag muss irgendwie überstanden werden, die paar Dinge, die ich noch mache, erfüllen den Tag (z.B. Körperpflege, 2-3 Whatsapp, Einkauf, Kochen). Da ist nicht wirklich was getan. Durchs Tag für Tag einfach nur Überstehen, bleibt nichts mehr von einem Tag übrig, was man noch als Erleben bezeichnen kann. So verstreicht mein Leben, meine Tage, meine Wochen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, als läuft die Lebenszeit ab und man erlebt sie nicht. Versteht ihr, was ich meine?

Gestern hatte ich so gegen Nachmittag kurze Erleichterung gespürt und nach Langem mal wieder Appetit bekommen. War zu Besuch bei meinen Eltern. Gleich haben die mir was zu Essen gemacht. Keine drei Bissen später ging es mir plötzlich wieder so schlecht, dass ich in Weinkrämpfe und Verzweiflung kam. Meine Angehörigen/Freunde können das auch nicht mehr länger ertragen. Die hören von mir seit Jahren nichts anderes mehr. Ich werde sie verlieren.

Gerade just in diesem Moment habe ich starke Herzschmerzen vor Angst.

Meine Wahrnehmung ist so verzerrt. Dieses Fremdgefühl verändert mich total. Ich weiß nicht mehr, wie mein Leben früher einmal war, es rückt immer mehr in weite Ferne. Diese Zustände im Entzug fressen mich auf. Von mir ist bald nichts mehr übrig. (Ich weine!) Ich will hier raus. Ich will raus aus diesem Körper, aus diesem Zustand. Ich merke, wie ich auf der Stelle trete, es geht nichts voran.

Mein Körper ist total ausgezehrt. Total ausgetrocknete Haut, kaum noch Kraft, kaum noch Gewicht. Keine Motivation mehr, mich um diesen Körper zu kümmern. Das Leben neben mir läuft weiter. Ich bekomme nichts mehr mit. Kein TV, keine Musik, keine Vorlieben, nichts Erfreuliches. Alles ist irgendwie tot. Mein Gefühl für Schönes ist weg, kein Genuss, keine Freude mehr auf irgend etwas. Ich glaube, ich kann auch nicht mehr lieben. Es sind nur noch diese schrecklichen Gefühle übrig.

Warum nur? Ich habe vertraut. Leider habe ich vertraut und gedacht, die Ärzte helfen mir. Das war sehr naiv.

Ich weiß nicht mehr weiter. Möchte so so gerne wieder leben können.

Es tut mir leid, dass ich gerade nichts besseres von mir gebe. Ich stecke einfach in diesem Zustand, der nicht enden will.

Liebes Forum,
ich Danke Euch, dass ich hier schreiben kann. Was sollte ich sonst tun?

Herzlichst
Silvia
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
09/2011 bis 02/2012 Citalopram 40 mg (hohe Sedierung, Konzentrationsstörung, mangelnd angstlösend)
03/2012 bis 11/2014 Lyrica 300 mg, Pregabalin (22 kg Gewichtszunahme, exessives Schlafen)
11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
09/2019 Medikinet 10 mg, Methylphenidat (Versuch - Rebound-Effekt nach 5 Std.)
09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

Klinikaufenthalte:
2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

Sabs
Beiträge: 385
Registriert: 10.01.2020 09:42

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sabs »

Ohje Laube,
dein Text ist so eindringlich, man liest deinen Schmerz.
Ich kenne diesen Schmerz, ich kenne das Gefühl, dass das Leben einfach vorbeizieht und man sich nur darauf freut, dass der Tag bald rum ist und man wieder schlafen darf, um dann wieder in der Hölle zu erwachen!
Laube, du hattest vor ein paar Tagen ein Fenster, es kommen weitere.
Ich habe gerade meiner Band gesagt, dass ich nicht weiß, ob ich wieder bei Ihnen singen kann und Ihnen frei gestellt, sich eine neue Sängerin zu suchen.
Das bricht mir das Herz :(
Aber ich habe auch gute Momente, die Tage, an denen ich mich etwas besser fühle, werden (viel zu langsam) mehr.
Liebe Laube, vielleicht gehst du auch mal zum heilpraktiker, manchen hier hilft das und mir scheint es auch gut zu tun.
Ich habe am Sonntag den ganzen Tag einfach NICHTS gemacht, garnichts, nur gelitten und mir am Abend gesagt, dass kann so nicht weiter gehen, ich MUSS diesen Zustand akzeptieren und versuchen mir positive Inseln zu schaffen.
In meinem Fall heißt das Gitarre spielen. Oh, ich muss mich extrem dazu zwingen, aber oft tut es mir richtig gut.
Vielleicht kannst du dich auch dazu zwingen irgendwas Schönes zu tun.

Unser Zustand ist eine riesen Katastrophe, aber das ganze Gejammer und Gehader und nicht wahr haben wollen, bringt uns keinen Millimeter weiter, im Gegenteil unsre Familie und Freunde können es nicht mehr hören und uns verschafft es keine Erleichterung.
Vielleicht kannst du versuchen etwas weniger oft vor deinen liebsten zu verzweifeln, so dass sie auch irgendwas positives von dir haben.
Ich habe ja schonmal von meiner Mama erzählt, die für mich kämpft wie eine Löwin. Aber auch furchtbar unter meinem Zustand leidet. Ich will versuchen meine armen Eltern etwas zu schonen. Sie sollen ein schönes Leben haben, wenn sie wg mir auch noch leiden, werde ich davon auch nicht gesünder.
Das ist schwer und ich habe es mir schon oft vorgenommen, aber bin auch oft an der Umsetzung gescheitert, trotzdem bemühe ich mich.
Versuche deiner Familie kleine Freuden zu bereiten, sag ihnen, dass du sie liebst, backe mal einen Kuchen oder so. Aber lass dich auch nicht stressen, wenn halt garnichts geht, dann kommen auch wieder bessere Tage.

Ich glaube mir hat Meditation sehr geholfen, diesen Zustand besser hinzunehmen.

Aber liebe Laube, dir geht es schon so lange schlecht, vielleicht klugscheiße ich hier nur rum.
Ich habe mich gefragt, ob es einem gelingt, sich irgendwann an diesen Zustand zu gewöhnen?
Weil man vergisst, wie sich das Leben früher angefühlt hat.
Du weißt nun endlich was dein Problem ist und dass du nicht verrückt wirst und dass dein Zustand reversibel ist.
Vielleicht hilft das etwas bei der Akzeptanz. Oder auch nicht.
Ach Laube, keine Ahnung, wie ich dich aufheitern könnte.
Manchmal kitzelt mich mein Freund um mich zum Lachen zu nötigen. Außerdem gucken wir oft witzige Animationsfilme. Lachen ist gesund. Tätigkeit ist gesund und Sport.

Joar.

Denke fest an dich. Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 6038
Registriert: 04.05.2017 17:43

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Ululu »

Hallo Silvia,

Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht.

Wir haben viele Betroffene hier, die ähnliches erlebt haben wie du.
Wenn du viel hier liest, hast du das sicher selbst schon gesehen.
Es gibt leider nichts, was du aktiv tun kannst, um die Heilung deines Gehirns voranzutreiben.

Der gangbarste Weg ist wohl Akzeptanz.
Mach dir keine Vorwürfe, dass du das Medikament genommen hast, das bringt dich nicht weiter und du konntest absolut nicht wissen, wie das enden würde.
Dich trifft in keiner Weise Schuld

Versuche auch nicht zu weit in die Zukunft zu denken, sondern Tag für Tag verstreichen zu lassen.

Du kannst noch einkaufen, kochen, deine Eltern besuchen. Versuche diese Dinge positiv zu sehen.
Dir wird es besser gehen, das ist immer so.
Das passiert meistens nach und nach und nicht linear aber es passiert.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Laube
Beiträge: 80
Registriert: 11.05.2020 18:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo liebe Sabs, hallo lieb Ululu,

habt vielen lieben Dank für Eure Zeilen. Mir gehts sehr schlecht, ich werde später antworten, wenn ich wieder in der Lage bin. Ich hab so fürchterliche Angst, es nicht zu schaffen. Es scheint von Tag zu Tag wieder schlimmer zu werden. Meine Angstzustände steigern sich wieder und halten den ganzen Tag an. Nur abends besser. Habe schlimmste Schwitzanfälle und die Nächte kann ich wieder nicht mehr schlafen. Zudem habe ich Herzschmerzen. Es war doch inzwischen besser. Ich kann nicht mehr.

Liebste Grüße
Silvia
[spoil]Diagnosen Psyche:
Rez. depressive Störung; Generalisierte Angststörung; Panikstörung; Zwangsstörung; Komb. Persönlichkeitsstörung; PTBS

Medikation:
10/2002 bis 10/2007 Citalopram 40 mg Umstellung auf Cipralex
10/2007 bis 03/2009 Cipralex 30 mg (10 mg auf 30 mg keine Verbesserung)
12/2009 bis 12/2010 Voldoxan 25 mg (hohe Anspannung)
07/2011 bis 10/2011 Benzodiazepin (wg Panikattacken, Entzug während Klinikaufenthalt)
09/2011 bis 02/2012 Citalopram 40 mg (hohe Sedierung, Konzentrationsstörung, mangelnd angstlösend)
03/2012 bis 11/2014 Lyrica 300 mg, Pregabalin (22 kg Gewichtszunahme, exessives Schlafen)
11/2012 bis 05/2015 Paroxetin 60 mg (Essattacken, Schwitzen, Blasenprobleme)
06/2015 bis 05/2017 Venlafaxin 225 mg, Trevilor (massive kognitive Einschränkungen, dadurch Jobverlust, Unruhe, Kratzen, Schwitzen, Inkontinenz, Blasenprobleme)
12/2017 bis 01/2018 Fluoxetin 20 mg (Versuch - Diarrhöe)

Seit Absetzen Venlafaxin unwissend im Entzug. Es folgen mehrere Klinikaufenthalte und Medikamentenversuche

08/2018 Cymbalta, Duloxetin (Versuch - Schwindel, Ohnmachtsgefühl, Panik, Suiziddruck, evtl. in Kombination mit Tianeurax Serotonin-Syndrom)
07/2018 bis 12/2018 Tianeurax 37,5 mg, Teaneptin (keine ausreichende Wirkung)
07/2018 bis 05/2019 Opipramol 300 mg (trotz steigender Dosis keine ausreichende Wirkung)
11/2018 bis 01/2019 Pregabalin 25 mg (Wiederverordnung. Euphorie, Bauchschmerzen, verschwommen sehen, Libidoverlust, Gangunsicherheit, Gelenkschmerzen, Angstminderung trat nicht ein)
07/2019 Strattera 18 mg, Atomoxetin (Versuch - Suizidal)
09/2019 Medikinet 10 mg, Methylphenidat (Versuch - Rebound-Effekt nach 5 Std.)
09/2019 Elvanse 30 mg, Lisdexamfetamin 2. Versuch 10/2019 (Gewünschte Wirkung trat nicht ein. Euphorische und aufputschende Wirkung war nur kurzzeitig, Suiziddruck! Es bestätigt sich die Verdachtsdiagnose ADHS damit nicht)
06/2019 bis 02/2020 Mirtazapin 30 mg (ca. 6 Std. Tiefschlaf wie Koma, Gefühllosigkeit, Libidoverlust, keine Wirkung auf die Beschwerden)

Klinikaufenthalte:
2008/2009
2011/2012 (6 Mo) Panikattacken, schwere Depression
2014 Schematherapie
2018 wegen morgens Unruhe, Ängste, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schlafstörungen, suizidal (ohne es zu wissen bereits im Entzug)
06/2019 (dito)
11/2019 immer noch gleiche Beschwerden wie 2018/2019 mit Verschlechterung, schwere Depression mit Suiziddruck,
02/2020 (6 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik
06/2020 (3 Wo.) Transkranielle Magnetstimulation mit Tagesklinik

2014 Arbeitslosigkeit bis 2017 Erwerbsminderungsrente

Beschwerden: Schlafstörungen (2-4 Std., mehrmaliges Erwachen, ab 4 Uhr wach),ab Erwachen massive Unruhe, getrieben sein, Ohrwürmer, Angst, Schweißausbrüche, starke Übelkeit, totaler Appetitverlust (47 kg/165 cm), Gedankenzwänge, Gedankenkarusell, sehr niedrige Stresstoleranz, sozialer Rückzug, Interessenlosigkeit, Überforderung, Insuffizienzerleben, unbeschreibliche Gefühlszustände, Gefühl durchzudrehen, DR/DP, "Alles ist fremd", "Mein ICH ist verloren gegangen!", suizidal

Abends keine Symptome!

Sonstige Beschwerden: HWS Syndrom, Degeneration HWS Bandscheibenfächer, Ohrgeräusche (Knacken, Brummen), Blasenbeschwerden, kognitive Einschränkungen, Sehkraftverschlechterung mit Fokusierungsschaden, Fiebergefühl

Lasea und Cimicifuga 04/2020 bis Mitte 07/2020[/spoil]

basic searcher
Beiträge: 76
Registriert: 22.11.2018 17:50

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von basic searcher »

Hallo, liebe Laube

ich weiss, wie schwer dieser elende protahierte Entzug auszuhalten ist :vomit: .

Wie Du jedoch selbst sagst, hattest/hast Du immerhin ein paar winzige Fenster z.B. Abends. Schreib das auf, dann kannst Du in der Summe sehen, das es doch an einer oder der anderen Stelle schon besser geworden ist.

Was mir zu Deinem Gewicht eingefallen ist... ich nutze schon seit mehreren Jahren (seit 2015 nach dem ersten Kaltentzug) Fresubin - eine hochkalorische Trinknahrung- . So 2-3 Flaschen/tgl. trinken hilft das Gewicht wieder hoch zu bringen und zu halten, vor allem wenn man nicht essen kann.

Ansonsten hilft tatsächlich nur aushalten. Du kannst mir glauben, das viele hier anfangs auch dachten das es nie wieder aufhört - tut es aber - wenn bei einigen, wie bei uns, auch etwas langsamer :schnecke:

Ich drück Dir ganz fest die Daumen! Wenn es Dir möglich ist, leg Dich im Garten in die Hängematte und ruh Dich aus, mehr muss im Moment nicht sein.

LG basic-searcher
:!: Meine Signatur ist noch "Baustelle" - bin im protahierten Entzug -

psych. Diagnosen (kumulativ und bestehend):
1995 Epilepsie
1999 Depression
2002 schwere Depression / generalisierte Angststörung / Panikstörung
2005 v.a. kPtBS
2006 PtBS v. Phänotyp Borderline; Derealisation, Depersonalisation, Dissoziative Störung, Amnesie f. große Teile d. Lebens, Alexithymie

Medikation: 1999-2020
02/99 - 07/99 Mirtazapin -kalt entzogen, auf ärztliche Anweisung... 3 Wochen später Crash: schwer depressiv, stark suizidal
07/99 - ...... Citalopram
02/01 - 10/14 Venlafaxin 335mg -mehrmals abgesetzt; zuletzt 10/14 innerhalb 2 Wochen...
(Entzugssymptome: bettlägerig, nicht essen können, Verzweiflung, Schlaflosigkeit, nur noch atmen können, 20kg abgenommen, 24h-Angst -inkl."Körperangst"-, zittern, frieren, schwitzen, Übelkeit, suizidal, massive körperliche Schwäche, "Brainzapps", innere Unruhe)
08/15 - 07/17 Venlafaxin 150mg -nicht ausgeschlichen, nur ersetzt-
07/17 - 10/17 Milnacipran 25mg -zu schnell entzogen-
(Entzugssymptome: s.o. -mit mittlerweile größeren Fenstern; immer nur in Relation zu dem, wie es im Verlauf war;

aktuelle Medikation
1996- lfd. Valproinsäure 900 mg
1999- lfd. Lorazepam 3 mg
2004- lfd. Metoprolol 25 mg
2005- lfd. Pantoprazol 20 mg

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21703
Registriert: 06.01.2013 17:04

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma »

liebe Sylvia, :)

es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht. :hug: Ich wünschte, ich wüsste etwas Hilfreiches.
Ich hab so fürchterliche Angst, es nicht zu schaffen
Du wirst es schaffen, auch wenn es kaum möglich zu sein scheint. Moment für Moment, Tag für Tag, bis es geschafft ist.
Es scheint von Tag zu Tag wieder schlimmer zu werden.
Es kann sein, dass die Symptome aktuell schlimmer werden, sie werden aber auch wieder besser werden. Es kann auch sein, dass du es so wahrnimmst, dass sie schlimmer werden, weil es immer schwieriger wird, damit über den Tag zu kommen.

viel Kraft für den heutigen Tag, :hug:
liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


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