Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

 ! Nachricht von: Oliver
Wenn Deine Signatur nicht mehr richtig dargestellt wird, dann geh bitte in Dein Profil und schicke die unveränderte Signatur nochmal ab. Wenn das nicht geht, mache eine kleine Änderung und schick sie nochmal ab.

Wenn irgend etwas nicht in Ordnung ist, oder bei Fragen bitte hier schreiben: viewforum.php?f=17



Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo liebe Sabs,

ich danke Dir sehr, dass Du so viel Zeit für mich aufwendest, um mich zu unterstützen.
Sabs hat geschrieben:
25.06.2020 17:06
Ich habe gerade meiner Band gesagt, dass ich nicht weiß, ob ich wieder bei Ihnen singen kann und Ihnen frei gestellt, sich eine neue Sängerin zu suchen.
Das ist ein großer Verlust. Schau, wie die Sache um sich schlägt. Was bleibt am Ende noch.
Urlaub wird es zum dritten Mal in Folge für mich nicht geben. Meine Lieben gehen wieder ohne mich. Das ist so schwer.

Sehr schön zu hören, dass dir der Heilpraktiker hilft. Da schaue ich gerne noch ein Weilchen zu, bin da nicht mehr so mutig.

Ja, mit dem Gejammer hast Du vollkommen recht. Ich nehme mir ständig vor, niemanden mehr damit zu belasten. Aber ich kann meinen Mund nicht halten. Es liegt wohl daran, dass nicht zu erkennen ist, was ich durch mache. Es ist der Versuch, Verständnis zu bekommen, weil ich nicht mehr die Alte bin. So sehr ich doch will.
Sabs hat geschrieben:
25.06.2020 17:06
Ich habe ja schonmal von meiner Mama erzählt, die für mich kämpft wie eine Löwin. Aber auch furchtbar unter meinem Zustand leidet. Ich will versuchen meine armen Eltern etwas zu schonen. Sie sollen ein schönes Leben haben, wenn sie wg mir auch noch leiden, werde ich davon auch nicht gesünder.
Das ist schwer und ich habe es mir schon oft vorgenommen, aber bin auch oft an der Umsetzung gescheitert, trotzdem bemühe ich mich.
Tja, wie willst das hin bekommen. Meine Eltern sind weit über 80. Habe den sehnlichsten Wunsch, sie zu unterstützen. Tue ich, aber zu wenig und natürlich nicht immer in guter Verfassung. Um sie damit nicht zu belasten, müsste ich mich komplett zurückziehen. Das wäre wie eine Zwangskontaktsperre. Tut nicht gut. Ich bin da immer im Konflikt. Weiß nicht wie lösen.
Sabs hat geschrieben:
25.06.2020 17:06
Aber liebe Laube, dir geht es schon so lange schlecht, vielleicht klugscheiße ich hier nur rum.
Ich habe mich gefragt, ob es einem gelingt, sich irgendwann an diesen Zustand zu gewöhnen?
Weil man vergisst, wie sich das Leben früher angefühlt hat.
Du weißt nun endlich was dein Problem ist und dass du nicht verrückt wirst und dass dein Zustand reversibel ist.
Vielleicht hilft das etwas bei der Akzeptanz. Oder auch nicht.
Ach Laube, keine Ahnung, wie ich dich aufheitern könnte.
Manchmal kitzelt mich mein Freund um mich zum Lachen zu nötigen. Außerdem gucken wir oft witzige Animationsfilme. Lachen ist gesund. Tätigkeit ist gesund und Sport.
Ich muss schmunzeln. Du schreibst so lebendig. :)

Und nein, ich kann mich daran nicht gewöhnen, wenn ich jeden Morgen beim ersten Augenaufschlag das Gefühl habe, als starte im Körper eine Asphaltfräse ihre Arbeit. Dieser psychische Schmerz, diese Aufruhr! Es ist jedesmal Höchstleistung, dies auszuhalten. Erklärt auch die totale Erschöpfung, wenn die Symptome abends abklingen, das Brennen im Kopf, in den Augen. Akzeptanz. Ich versuche, ich versuche.

Ach Sabs, alles nicht so leicht.

Wir schreiben uns hier gegenseitig Ermunterungen, :party:

Grüße Dich herzlich
Silvia
► Text zeigen

Sabs
Beiträge: 405
Registriert: 10.01.2020 09:42
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 70 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sabs »

Meine Liebe Laubi :P

Ich sitz hier grad im Saunabereich und bin tatsächlich halbwegs entspannt (WHAT?!), war brav 45min trainieren und habe schon den 3. Tag nicht geheult <- das ist Rekordverdächtig. Seit 1/2 Jahr habe ich es nicht geschafft 2 Tage nicht zu heulen und heute ist echt der 3. Tag und ich bin guter Dinge, dass ich heute auch nicht mehr heule.
Verstehe mich nicht falsch, will dir nicht vorschwärmen wie gut es mir geht - heute morgen gings mir nämlich furchtbar und diese verdammte taube Zunge begleitet mich grad den ganzen Tag :evil: ich hatte mal ein traumatisches Erlebnis mit allergischem Schock (Zunge angeschwollen, fast erstickt) nunja und diese ständige taube Zunge triggert natürlich Erinnerungen an dieses furchtbare Erlebnis.
Die Unruhe verabschiedet sich seit Vorgestern schon früher am Tag, vielleicht deshalb auch kein völliger Nervenzusammenbruch. Herr Gott Laube, ich bete, dass es jetzt bergauf geht!!!

Übrigens hast du mir mal wieder aus der Seele geschrieben bzgl. Jammern um den anderen klarzumachen, wie sehr man leidet. Das mach ich auch deswegen. Habe das Gefühl die Ausmaße dieses unaussprechlichen Zustandes verdeutlichen zu müssen, mich irgendwie mitzuteilen. Damit meine Familie versteht, dass in meinem Inneren ein Kampf tobt, während ich äußerlich ganz normal wirke..

Bzgl Heilpraktiker, heute 270€ (!!) für eine Behandlung mit dem sagenumwobenen Timewaver ausgegeben.
Manche nennen diese Behandlung völligen Humbug und andere sind wahnsinnig begeistert. Mal sehen, hab jetzt Globuli und noch so paar Anweisungen bekommen... Bin gespannt. Wenns mir hilft, liebe Laube, dann gehste aber brav auch mal zum Heilpraktiker :haha:

Joah, hab dir jetzt hier so bissl durcheinander Quatsch geschrieben, damit de wieder was zu schmunzeln hast :D

Ich bete heute für dich mit ans Universum.

Sag mal, hast du eigentlich Kinder?
Glaubst du nicht, dass der Urlaub dir evtl auch gut tun könnte?? Kannst dich ja zurück ziehen, wenn es zu viel wird, aber bissl Ablenkung kann dir auch helfen und wenns nur Abends ein paar nette Stunden sind, hätt sichs schon gelohnt...

Alles Liebe Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

Straycat
Teamunterstützung
Beiträge: 3717
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 2413 Mal
Danksagung erhalten: 1706 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Straycat »

Liebe Laube,
Liebe Sabs,

bei dem "den anderen erklären, wie es einem geht" kann ich mich bei euch gleich anschließen ;-)
Ich verfalle da auch immer wieder in alte Muster und versuche mich zu erklären. Aber letztlich raubt einem das manchmal auch sehr viel Kraft. Kraft, die man für sich und seinen Heilungsweg braucht.
Aber ich kann leider nicht sagen, dass ich ein "Heilmittel" gegen diesen Erklärungs- und Rechtfertigungsdrang habe.
Ich habe mich auch schon gefragt, wo das wohl herkommen mag. Vielleicht ist es so etwas wie mangelndes Selbstvertrauen. Also, dass man nicht so darauf vertrauen kann, dass das stimmt, was man erfährt und man versucht sich eine Bestätigung von anderen zu holen.
Am besten hat mir noch immer geholfen mich auf Authentizität zu besinnen und achtsam zu spüren, was ich wirklich denke und fühle.
Ich hoffe, das ist halbwegs verständlich, was ich hier schreibe ;-)
Zur Zeit fällt es mir wieder manchmal sehr schwer, mich richtig auszudrücken.

Ich wünsche euch beiden einen schönen Abend - mit möglichst wenig Symptomen!
Alles Liebe,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Zusammen,

@Ute
Ululu hat geschrieben:
25.06.2020 20:37
Dir wird es besser gehen, das ist immer so.
Das passiert meistens nach und nach und nicht linear aber es passiert.
Das tut gut, solch Sätze zu lesen. Diese Bestimmtheit. Es kommt bei mir an. :)

Danke für den Trost, den Zuspruch.

@basic searcher
Danke fürs Daumen drücken.

Es ist bei mir so, dass ich nicht am Anfang stehe. Habe schon drei Jahre Langzeitentzug hinter mir. War leider jetzt erst drauf gekommen. In den drei Jahren hat man mehrere PP eingesetzt, was nicht half. Letztendlich bin ich seit März ohne AD.

Fresubin habe ich letztes Jahr ein paar Wochen in der Klinik erhalten. Hab damit kein Gramm zugenommen. :?


@padma
Danke für die lieben aufmunternden Worte.
Auch wenn Du nichts Hilfreiches für mich weißt, kann ich sagen, dass die Antworten für mich sehr hilfreich sind.
Ich fühle mich gedrückt. :hug:
► Text zeigen

Sunyata
Beiträge: 147
Registriert: 21.09.2018 20:23
Hat sich bedankt: 125 Mal
Danksagung erhalten: 46 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sunyata »

Laube hat geschrieben:
15.06.2020 17:11
... fühle mich sehr einsam mit meinen Beschwerden.
Das schwierigste sind die Fremdheitsgefühle, die unbegründete Angst ab dem Augenaufschlag am Morgen (wie Prüfungsangst), das komische Gefühl, nicht richtig zu sein, wie im Traum. Halt fremd und ohne Vertrautheit, Geborgenheit. Mir ist, als hätte ich alles verloren. Alles in mir, was mich aus macht. Ich kann einfach keine innere Sicherheit mehr in mir finden.

Ich glaube, ich habe mich verlassen, verloren.
Liebe Laube,

Ich bin hier zufällig über deine Geschichte gestolpert und wollte dir nur einen lieben Gruß schicken.

Ich bin selbst seit 3 Jahren auf Null vom Venlafaxin und erlebe vieles was du beschreibst ebenso... Dieser Cocktail des Horrors aus angst, Fremdheit, Depression, Überforderung... Das Gefühl, sich selbst verloren zu haben, sich verzweifelt zu suchen, einfach irgend etwas zum festhalten..etc. Es gibt eigentlich keine Worte für diese Zustände. :zombie:

Und die daraus folgende Einsamkeit, weil einen niemand versteht. Und je länger das anhält, umso schlimmer wird das..

Ich versuche, den Experten zu glauben, die sagen es wird besser werden mit der Zeit, aber oft bin ich auch sehr hoffnungslos und apathisch.. Wer wäre das nicht in unserer Situation?

Viel Kraft dir weiterhin und herzliche Grüße :hug:
Mike
seit der Pubertät Neigung zu Melancholie und Schwermut

Ab 1997 sehr belastende persönliche Umstände -
führen zu chron. Magenschmerzen und (Erschöpfungs-)Depression

2003 - 2007 Paroxetin 20mg

(2002 - 2009 Pantoprazol wg. ständiger Magenschmerzen)

2007 - 06/2016 Venlafaxin 150mg
In dieser Zeit ab und zu bei Bedarf Zopiclon 7,5mg (meist eine halbe Tablette)

1.naiver Absetzversuch 2009
innerhalb weniger Tage stark reduziert - und wegen unerträglicher NW wieder zurück auf 150mg

2.naiver Absetzversuch ca. 2011
Innerhalb von Wochen runter auf 0,
v.a. Starke Depressionen
Also wieder zurück auf 150mg

3.Absetzen 07/2016 - 07/2017
Ein Jahr Ausschleichen Venlafaxin - über 75 und 37,5mg jeweils immer die Hälfte alle 4 Wochen

ab ca. 37,5mg verstärkte Depressionen und Ängste

SEIT 1.7.2017 AUF NULL UND IM PROTRAHIERTEN ENTZUG

Gravierende anhaltende, v.a. psychische Entzugssymptome

Im Juli 2019 so etwas wie ein Fenster? (3 bessere Tage)
Ansonsten kein Wellen-Fenster-Muster, sondern eine DauerWelle (Depression, Angst), innerhalb der immer wieder schwere Wellen mit starken Symptomen

Oft wird es am Nachmittag oder Abend leichter... Am nächsten Morgen alles wieder da :frust:

Psychische Symptome:
- schwere anhaltende Depression/ ohne Hoffnung oder Antrieb
- Unruhe/ Angst/ Panik - wie "im freien Fall"
- dauerhafte Derealisation
- Überforderung durch fast alles / innere Hilflosigkeitsgefühle wie ein kleines Kind
- kann keine positiven Gefühle empfinden wie zb. Freude (bin wie eingefroren)
- Tinnitus (seit Einnahme Venla)
- Todessehnsucht - alles zuviel...
- sehr wenig Antrieb und Energie, wenn etwas Energie dann sehr schnell erschöpft
- sehr dünnhäutig, schnell reizbar und dann innerlich sehr aggressiv
- starke Hochsensibilität, va. Licht und Geräusche

Körperliche Symptome:
- Sprunggelenksverletzung/ Knorpel heilt nicht
- sog. "Golf-Arm" (ich spiele kein Golf) - Schmerzen im Ellbogen
- Sehstörungen: Problem mit Focus/ Lesen ist sehr anstrengend (v.a. bei der Arbeit mit Bildschirm und Akten)- Sehstärke verändert sich ständig

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Mike,

ich danke Dir sehr, dass Du mir schreibst und freue mich sehr, über Deinen Gruß. :)

Habe gestern Deinen Thread gelesen, das hat mich sehr betroffen gemacht. Beim Lesen hoffte ich mit jeder neuen Seite, dass es bei Dir besser wird. Doch leider war bis zum letzten Eintrag keine Veränderung. Also kein Happy End! :(

Du bist wie ich schon so lange am Leiden. Es macht mich traurig, weil ich weiß, was das bedeutet, weil ich weiß, was auf der Strecke bleibt. Ich weine gerade während ich schreibe.

Weiß nicht, was die Medikamente aus uns gemacht haben. Und ja, Du hast recht, es gibt fast keine Worte für diesen Zustand. Ich versuche auch, Worte zu finden, es zu beschreiben. Trotzdem ist es schwer anderen verständlich zu machen.

Es tut gut, jemand zu wissen, der das nachempfinden kann. Das ist das Gute hier im Forum. Aber leider lebe ich nicht mit den Leuten aus dem Forum zusammen. In meinem Umfeld gibt es niemanden, der sowas kennt, geschweige denn, so etwas nachvollziehen kann bzw. nachvollziehen will.

Ich möcht aber, dass man mir nachempfindet, damit klar ist, dass ich nicht aus Faulheit, Unlust oder Desinteresse am Leben nicht mehr teilnehme. Es muss klar werden, dass ich nicht mehr kann. Soll keine Rechtfertigung sein. Will einfach, dass sie verstehen. Meine Familie, Freunde, Nachbarn, Bekannte, Verwandte sollen verstehen, warum ich nicht mehr da bin.
Nicht mehr ich bin. Ich wäre so gerne wieder da.

Ich vermisse das ins Leben eingebettet sein, das von anderen gesehen, gefühlt, geliebt sein. Ich kann nichts mehr sein, außer ein Häufchen Elend.

Habe schon zu einigen gesagt, sie sollen mich nicht vergessen, wie ich war. Ich spüre, das Entfernen von mir und verstehe den Prozess. Mir geht es ja selbst so. Bin mir ja selbst fremd.

Das ist eins der schrecklichsten Dinge an dieser Krankheit.

Tja, leider kann ich im Moment nur so traurig schreiben. Sorry.

Ich schicke Dir, lieber Mike, ganz liebe Grüße!

Und bleib stark wie bisher.

Herzlichst Silvia
► Text zeigen

houelle1
Beiträge: 425
Registriert: 30.12.2017 18:39
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 46 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von houelle1 »

Liebe Laube :)

Ich lese auch immer still mit bei dir seit du da bist.
Es tut mir weh, Deine Zeilen zu lesen - aber so, wie Du sie heute formuliert hast, könnten sie auch von mir sein.
Es gibt doch etwas Kraft, sich wiederzuerkennen und nicht allein zu wissen...

Wie wahr: 'bitte vergesst mich nicht, wie ich war' - fast flehentlich habe ich letztens ein Mail an einen mir lieben Menschen genau so formuliert.

Die Spätnachmittage / Abende sind oft besser.... Aber bis dahin?!
Und es schwankt so sehr... Hatte selbst grad wieder drei gute Tage. Aber heute?!
Bin selbst seit zwei Jahren und 'a bissi was' auf 0. Es ist so schwer bisweilen.

Du bist nicht allein!
Ein aufrichtiger Dank für Deine Zeilen, liebe Silvia. Das musste ich unbedingt loswerden!

Viel Mut, Courage und Kraft von

Houelle
Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

Seit dem: gute und schlechte Phasen im Wechsel. Seit Mai 2019 eher schwierig. Unruhe- und Depressionsphasen (mit Appetitlosigkeit, Erschöpfung, großer Angst). Ca. 2x im Monat Tavor 1 mg. (Allerdings mit Buchführung, um zu kontrollieren.)

Mit ADs und NLs nach wie vor auf 0 :)

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo Houelle,

das ist unglaublich lieb von Dir, mich wissen zu lassen, dass Du Dich in meinen Zeilen wieder findest. Es tut mir gut, was aber gleichzeitig bedeutet, dass da noch jemand so leidet. Schade, unglaublich schade!

Und eben laß ich im Forum von den morgens/abends Gegensätzen, unter denen auch andere im Forum leiden. Du schreibst auch darüber. Man kann ja nicht sein Leben auf Spätnachmittag/Abend verlegen, zumal ich immer beim Abklingen der Cortisolschübe total erschöpft bin. Psychisch geht es mir dann gut, nur physisch am Ende. Einfach total gemein. Ich bekomme dann einen heißen Kopf, der mir sagt, dass der Spuk vorbei ist, für heute. Morgen aufs Neue.

Alles bleibt liegen, stehen, stapelt sich. Bei Jahren ist das irgendwann nicht mehr aufzuholen. Auch die anderen Dinge, die vorbei fließen. Zuschauen zu müssen, wie das Leben weiter geht, ohne mich, ist sehr belastend.
houelle1 hat geschrieben:
30.06.2020 16:32
Du bist nicht allein!
Ein aufrichtiger Dank für Deine Zeilen, liebe Silvia. Das musste ich unbedingt loswerden!


Vielen vielen Dank liebste Houelle.

Ich fühle mich ein klein wenig getragen.

Eine hoffentlich geruhsame Nacht wünsche ich Dir

Silvia
► Text zeigen

Straycat
Teamunterstützung
Beiträge: 3717
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 2413 Mal
Danksagung erhalten: 1706 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Straycat »

Liebe Silvia,

ich kann mich Houelle :) nur anschließen, auch mich berühren deine Zeilen immer sehr. Du hast auch eine sehr schöne Ausdrucksweise und ich finde - auch wenn du schreibst du findest keine Worte für deinen Zustand - dass du es sehr gut in Worte fassen kannst.

Ich weiß nicht, ob dir das schon verlinkt wurde, aber vielleicht wäre der Text für Angehörige und Freunde auch etwas zum Lesen für deine Nächsten? viewtopic.php?f=50&t=12279
Darin steht beschrieben, was mit dir beim Entzug passiert und wie sie damit umgehen können. Vielleicht würde das ja helfen?

Hoffentlich hast du jetzt einen Abend, an dem deine Symptome gelindert sind und du etwas zur Ruhe kommst :hug:
Alles Gute,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Liebe Cat,

Dankeschön für Deinen Zuspruch. Es tut mir gut. Die Unsicherheit, hier zu schreiben, legt sich. :)

Ich halte mich oft zurück zu schreiben. In einen Moment kann ich es und im nächsten fehlt mir die Kraft. Es passiert, dass ich einen Text absetze und Stunden später meine Lage eine andere ist, so dass ich nicht mehr zum Antworten komme. Das ist dann nicht schön.

Diese dauernde Überforderung! Ich glaube, das macht Angst. Zu sehen, man möchte und kann aber nicht.

Ich weiß nicht. Könnte ja froh sein, im Wechsel zu sein, so erlebe ich phasenweise gute Momente. Auf der anderen Seite ist es wie Zuckerbrot und Peitsche. Auf der Hut, nichts verkehrt zu machen und trotzdem kommt er, der nächste Peitschenhieb.

Schon allein dieser ständige Wechsel kostet sehr viel Kraft und ist eigentlich auch wieder Stress, den man ja vermeiden sollte.

So wünsche ich, dass wir alle genug Kraft haben, diesen steinigen Weg zu gehen.

Grüße Dich liebe Cat!
Silvia
► Text zeigen

Sunyata
Beiträge: 147
Registriert: 21.09.2018 20:23
Hat sich bedankt: 125 Mal
Danksagung erhalten: 46 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Sunyata »

Hallo Laube,

weil du ja auch davon schreibst, dass du das Gefühl hast dich (dein Ich) verloren zu haben...

Bin hier auf einen interessanten Artikel gestoßen, den ich gerne teile:

viewtopic.php?f=50&t=9703

Herzliche Grüsse
Mike
seit der Pubertät Neigung zu Melancholie und Schwermut

Ab 1997 sehr belastende persönliche Umstände -
führen zu chron. Magenschmerzen und (Erschöpfungs-)Depression

2003 - 2007 Paroxetin 20mg

(2002 - 2009 Pantoprazol wg. ständiger Magenschmerzen)

2007 - 06/2016 Venlafaxin 150mg
In dieser Zeit ab und zu bei Bedarf Zopiclon 7,5mg (meist eine halbe Tablette)

1.naiver Absetzversuch 2009
innerhalb weniger Tage stark reduziert - und wegen unerträglicher NW wieder zurück auf 150mg

2.naiver Absetzversuch ca. 2011
Innerhalb von Wochen runter auf 0,
v.a. Starke Depressionen
Also wieder zurück auf 150mg

3.Absetzen 07/2016 - 07/2017
Ein Jahr Ausschleichen Venlafaxin - über 75 und 37,5mg jeweils immer die Hälfte alle 4 Wochen

ab ca. 37,5mg verstärkte Depressionen und Ängste

SEIT 1.7.2017 AUF NULL UND IM PROTRAHIERTEN ENTZUG

Gravierende anhaltende, v.a. psychische Entzugssymptome

Im Juli 2019 so etwas wie ein Fenster? (3 bessere Tage)
Ansonsten kein Wellen-Fenster-Muster, sondern eine DauerWelle (Depression, Angst), innerhalb der immer wieder schwere Wellen mit starken Symptomen

Oft wird es am Nachmittag oder Abend leichter... Am nächsten Morgen alles wieder da :frust:

Psychische Symptome:
- schwere anhaltende Depression/ ohne Hoffnung oder Antrieb
- Unruhe/ Angst/ Panik - wie "im freien Fall"
- dauerhafte Derealisation
- Überforderung durch fast alles / innere Hilflosigkeitsgefühle wie ein kleines Kind
- kann keine positiven Gefühle empfinden wie zb. Freude (bin wie eingefroren)
- Tinnitus (seit Einnahme Venla)
- Todessehnsucht - alles zuviel...
- sehr wenig Antrieb und Energie, wenn etwas Energie dann sehr schnell erschöpft
- sehr dünnhäutig, schnell reizbar und dann innerlich sehr aggressiv
- starke Hochsensibilität, va. Licht und Geräusche

Körperliche Symptome:
- Sprunggelenksverletzung/ Knorpel heilt nicht
- sog. "Golf-Arm" (ich spiele kein Golf) - Schmerzen im Ellbogen
- Sehstörungen: Problem mit Focus/ Lesen ist sehr anstrengend (v.a. bei der Arbeit mit Bildschirm und Akten)- Sehstärke verändert sich ständig

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo liebes Forum!

Ich brauche Eure Hilfe.

@Mike

Vielen Dank für die Nachricht mit dem Link. Ich schätze es sehr.


Es ist folgendes gewesen:
Beim alljährlichen Gesundheitscheck war Blut und sonstige Untersuchung wieder mal Top. Ich sei super gesund. :(
Haha. Bin abgemagert bis auf die Knochen, schlafe keine 2 Stunden am Stück mit Schweißnassem Erwachen, Übelkeit, kann kaum was Essen, stehe ab 4 Uhr mit Unruhe und Unwohlsein auf und kann wegen totaler Überforderung mein Leben nicht mehr bewältigen. Fühle mich getrieben und kann dem Druck nicht mehr stand halten. Mehrfach war ich schon bei meinem Hausarzt diesbezüglich vorstellig, worauf er mich immer und immer wieder zum Psychiater verwies.

Dann sagte ich meinem Arzt, während der Untersuchung Gesundheitscheck, dass ich vermute, mein Cortisol wäre morgens zu hoch. Und bat ihn, dies mal zu prüfen. Gesagt, getan, Blut genommen! Beim Ergebnisgespräch gestern war ich sehr verwundert. Mein Arzt betrat das Zimmer mit den Worten:
"Punktlandung! Mit Ihrem Cortisolspiegel ist was nicht in Ordnung. Woher wußten Sie dass, wie kamen Sie darauf?" Tja, wie komme ich da wohl drauf :(

Und jetzt kommts:
Er sagte: "Ihr Cortisolwert ist viel zu niedrig!" :party:

Ich verstehe gar nichts mehr. Das kann nicht sein, sage ich. Und er: "doch doch"!

Nun schildere ich meine Beschwerden erneut. Er meinte, das wäre bei einem Cortisolmangel eigentlich genau anders. Man würde sich abgeschlagen und müde fühlen und käme morgens nicht aus dem Bett. Abgeschlagen und müde fühle ich mich ja schon, jedoch Schlaf, Ruhe und Entspannung ist nicht möglich. Irgendwie sehr sehr komisch.

Er erklärte noch grob den Produktionsablauf beim Bilden von Cortisol. Meine Frage, ob es mit dem Absetzen von Medikamenten zu tun haben könnte verlief ins Leere. Sonst habe ich keine Info bekommen, was da jetzt los sein könnte.

Ich habe Angst. Jetzt sind wohl meine Nebennieren nicht mehr auf der Höhe. Ich mache mir Sorgen.

Er sagte, ich solle zum Endokrinologen. War ich doch erst im Herbst, jedoch am späten Nachmittag. Außer Vitamin B12 Mangel und Postmenopause nichts feststellbar.

Gestern habe ich dann noch im Internet versucht, mich zu informieren, aber das ist garnicht so einfach. Ich bekomme da keine klare Antwort und verliere mich dort. Nach den Wertelisten die ich dort finde, passt das alles irgendwie nicht zusammen. Mein Wert von 22 yg/dl liegt dabei in der Norm bzw. ist am oberen Anschlag. ???????? Ich verstehe nichts mehr.

Nun vermute ich, dass wegen der jahrelangen Cortisolüberproduktion jetzt eine Nebennierenerschöpfung eingetreten ist.

Was meint ihr? Ist das möglich?

Ich bin mit dieser Sache total überfordert. Weiß nicht, was da auf mich zu kommt bzw. was das jetzt heißt. Ich lese so Schauerliches darüber.

Kennt sich irgendjemand damit aus?

In Wartungshaltung und Sorge grüße ich Euch

Silvia
► Text zeigen

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21783
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 11390 Mal
Danksagung erhalten: 7081 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma »

liebe Sylvia, :)

ich kann dir nur sehr kurz antworten, ich bin heute so sehr erschöpft.
Nun vermute ich, dass wegen der jahrelangen Cortisolüberproduktion jetzt eine Nebennierenerschöpfung eingetreten ist.
Genau so ist es. Vermutlich haben sehr viele Langzeitbetroffene eine vorübergehende Nebennierenschwäche. In der Suche gibt es viele Treffer dazu: search.php?keywords=nebennierenschw%C3%A4che

Ich denke deswegen brauchst du dir keine Sorgen zu machen. :hug:

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

padma hat geschrieben:
04.07.2020 19:52
liebe Sylvia, :)

ich kann dir nur sehr kurz antworten, ich bin heute so sehr erschöpft.
Nun vermute ich, dass wegen der jahrelangen Cortisolüberproduktion jetzt eine Nebennierenerschöpfung eingetreten ist.
Genau so ist es. Vermutlich haben sehr viele Langzeitbetroffene eine vorübergehende Nebennierenschwäche. In der Suche gibt es viele Treffer dazu: search.php?keywords=nebennierenschw%C3%A4che

Ich denke deswegen brauchst du dir keine Sorgen zu machen. :hug:

liebe Grüsse,
padma
Oh Padma,

Du bist so lieb, gleich zu Antworten. Du glaubst nicht, wie gut mir Deine Antwort tut. Mehr braucht es erstmal nicht.

Danke Dir sehr.

Erhole Dich gut.

Sei herzlich gegrüßt

Silvia
► Text zeigen

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo liebes Forum,

danke, dass es Euch gibt und ich hier schreiben darf.

Nun versuche ich mich kurz zu fassen.

Es geht mir nicht besser, vielleicht ein wenig anders. Zu meiner Schlaflosigkeit gesellen sich jetzt schwere Schweißausbrüche. Der Tiefschlaf scheint nicht mehr zu funktionieren. Da das schon so lange geht, zehrt es sehr an meinen Kräften.

Mein Gewicht fällt weiterhin. Nur noch 46 kg. Mein Mann sagt, ich müsse wieder in die Klinik.
Übelkeit ist immer noch vorhanden, doch dazwischen ist wenigstens wieder ein Hungergefühl, welches ich auch stille. Ich esse, wie ich kann. Trotzdem nehme ich weiter ab. Ich habe so Angst, dass ich das alles nicht mehr schaffe. Entschuldigt bitte.

Eine Untersuchung beim Endokrinologen steht noch aus. Es ist schwer, einen Termin zu bekommen.

Meine Körpertemperatur kann irgendwie nicht mehr aufrecht gehalten werden. Friere und schwitze im Wechsel.

Die Depersonalisation und Derealisation setzen mir am meisten zu. Vielleicht ist dadurch auch
mein Zeitgefühl abhanden gekommen. :( Die Stunden vergehen im Flug.

Es fühlt sich so an, als könnte ich nicht mehr einschätzen, wie spät es ist. Mein Tag war früher immer durchgetaktet. Jetzt läuft alles sehr konfus ab. Bringe keine Arbeit zu Ende. Drehe mich im Kreis und weiß nicht, was ich zu erst tun soll. Liegt vermutlich an der totalen Überforderung.

Den Alltag kann ich nicht bewältigen. Jeder Termin ist zu viel, dabei habe ich schon alles reduziert. Hobbys, Freunde, Garten.

Haushalt, Einkauf, Kochen, einfach die Grundversorgung kann ich kaum aufrecht halten.

Ich kämpfe so sehr. Und ich habe so unglaubliche Angst, dass es nicht mehr besser wird. So unglaubliche Angst.

Am Montag ist meine Nachbarin verstorben. Meine Liebste hier im Haus. Irgendwie habe ich versucht im Verlauf ihrer schweren Krankheit, sie ein wenig zu begleiten. Ich wäre gerne präsenter gewesen, doch Corona und mein eigener Zustand hatten es erschwert.

Das Leben läuft weiter, es hält nicht an und wartet, bis ich wieder gesund bin. Die Herausforderungen des Lebens kommen, wie sie kommen und machen vor mir nicht halt.

Ich bemühe mich, so gut ich kann, mit meinen letzten Kräften, dem Allem stand zu halten.

Nochmals lieben Dank für diese große große Stütze hier im Forum. Ich wüsste nicht, wo ich heute wäre, wenn es Euch nicht gäbe.

Liebste Grüße
Silvia
► Text zeigen

Straycat
Teamunterstützung
Beiträge: 3717
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 2413 Mal
Danksagung erhalten: 1706 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Straycat »

Liebe Silvia,

es tut mir sehr leid zu lesen, wie es dir geht :(
Ich weiß nicht, ob dir schon mal jemand den Thread verlinkt hat (vielleicht sogar ich? :?), aber wir haben einen zur unfreiwilligen Gewichtsabnahme: viewtopic.php?f=57&t=17045
Vielleicht findest du dort auch etwas, das dir hilft. 46kg sind ja echt schon sehr wenig :( Ich hoffe, du bist nicht sehr groß. aber auch dann ist es natürlich schon sehr wenig!

Diese Temperaturschwankungen habe ich auch immer wieder. Auch sehr häufig nachts. Da schwitze und friere ich abwechselnd und manchmal fühlt es sich so an, als ob ich gleichzeitig vor Kälte zittere und literweise schwitze. Das Bett ist zT richtig durchgeschwitzt und ich muss mitten in der Nacht die Decke austauschen und mich umziehen.
Das war bei mir im akuten Entzug so und ist teilweise immer noch so. Also das begleitet mich auch schon länger.

Ich möchte dir ein dickes Kraftpaket hierlassen :fly:
Du schaffst das, liebe Silvia!! Du hast recht, das Leben lässt sich nicht auf Pause schalten, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass du es wieder genießen kannst. Es kann nur leider echt einige Zeit dauern :(
Lass dich nicht unterkriegen :hug:

Alles Liebe,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Hallo liebe Cat,

so lieb, dass Du schreibst.

Ich bin 165 cm groß. Mit dem Gewicht war ich in meinem ganzen Leben noch nie so weit unten. Danke für den link. Ich schaue es mir an.

Gerade habe ich trotz Übelkeit was gegessen. Und jetzt geht es wieder los mit dem „ich kann nicht mehr“ Gefühl. Ich weiß dann nicht, was ich tun soll. Ich habe dabei immer das Gefühl, es entgleitet mir alles.

Deine aufmunternden Worte muss ich aufnehmen. Unbedingt.

Weißt, ich kämpfe doch schon seit ungefähr drei Jahren. Und dann soll es noch eine Weile dauern. :(

Ich muß mein Schicksal annehmen.

Danke für Dein Kraftpaket. <3

Herzlichst
Silvia
► Text zeigen

Straycat
Teamunterstützung
Beiträge: 3717
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 2413 Mal
Danksagung erhalten: 1706 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Straycat »

Hallo Silvia,

ich kann verstehen, dass es sich endlos anfühlt.
Aber wenn ich deine Signatur richtig lese, hast du erst im Februar Mirtazapin abgesetzt oder?
Das könnte auch noch Auswirkungen haben.

Da sind wir genau gleich groß... Puh da sind 46kg wirklich enorm wenig :(
Hast du es schon mal mit so etwas wie Astronautennahrung probiert um schnell möglichst viele kcal zu dir zu nehmen?

Gib nicht auf! Es wird sich lohnen, ganz bestimmt! :hug:
Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

Laube
Beiträge: 90
Registriert: 11.05.2020 18:50
Hat sich bedankt: 127 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Laube »

Nochmal hallo Cat, hallo Forum,

habe vorhin bei meinem Hausarzt angerufen, ob es sowas auf Rezept gibt. Nach Resource 2.0 habe ich gefragt. Habe ich letztes Jahr in der Klinik bekommen. Konnte damit auch nicht zunehmen, aber wenigstens habe ich nicht noch mehr abgenommen.

Habe erst mit Mirtazapin wieder 50 Kilo gewogen. Aber mehr auch nicht. Übelkeit war trotzdem.

Heute eben geht es ganz schlimm. Hab mich gerade zu meinem Sohn ins Zimmer gelegt. Der macht homeoffice. Hab so unglaubliche Angst und Verlassenheitsgefühle. Es zerreißt mich fast. Ich war ganz leise bei ihm.

Kann es im Moment kaum aushalten. Da tut es gut, hier im Forum halt zu bekommen.

Bin gerade sehr belastend, tschuldigung dafür. Ich kann mich nicht zusammenreißen.

Ja, und sicher hat das Absetzen zusätzlich Auswirkungen, obwohl es mir mit Mirtazapin auch sehr schlecht ging. Deshalb ja die dauernden Klinikaufenthalte, der Versuch mit TMS. Alles nichts gebracht. Konnte kein Heilungsprozess anlaufen, weil immer noch Medis. Wusste ja nicht, dass es Entzug ist. Und die Ärzte machen nichts anderes.

Habe schon in der Klinik auf Verdacht Fehlfunktion Schilddrüse Blut nehmen lassen. Und wie mir der Arzt schon vorher ankündigte, kam dabei nichts heraus.

Ich konnte das nicht verstehen, weil sich die Symptome anders anfühlen/anfühlten, als bisher irgendeine Depression in meinem Leben. Ich spürte, dass körperlich etwas nicht in Ordnung sein muss. Aber sie fanden nichts und suchten auch nicht wirklich, weil ich doch sowieso den psychostempel weg hatte.

Ich habe so einen tollen Sohn, den ich nicht mehr lange bei mir habe. Er wird bald ausziehen. Die letzten drei Jahre hatte er nichts von mir. Bin fremd geworden. Das tut unglaublich weh. Hab so Angst ihn zu verlieren.

Bitte Cat, schütze Dich, wenn Dir das hier von mir zu viel wird, ja!

Was für eine schreckliche Sache.

Ich grüße Euch alle Ihr Lieben, haltet durch.
Viel viel Kraft dafür.
Silvia
► Text zeigen

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21783
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 11390 Mal
Danksagung erhalten: 7081 Mal

Re: Laube: Langzeitentzugssyndrom seit Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von padma »

liebe Sylvia, :)

das ist sehr schwer, was du durchmachst. 3 Jahre sind eine lange Zeit und ein Ende ist noch nicht absehbar. :hug:
Doch dein Körper ist dabei zu heilen, auch wenn es noch nicht spürbar ist. Daran kannst du dich festhalten.

Dein Gewicht ist zwar sehr niedrig, aber noch nicht bedrohlich. In ein Krankenhaus musst du deswegen noch nicht. Ich hatte ein ähnliches Gewicht und bin ein klein bißchen grösser.
Gut wäre es, auf ausreichend Mineralstoffe zu achten, soweit möglich. Calcium wäre gut, falls du es verträgst. Oder mineralstoffreiches Mineralwasser trinken. (anhaltendes Untergewicht ist ein Risikofaktor für Osteoporose)

Ich sehe gerade deinen neuen post:

Bekommst du das Rezept? Oft stellen die Kassen sich da an, wenn man nicht beispielsweise eine Schluckstörung hat. Hochkalorische Flüssignahrung ist freiverkäuflich, aber leider teuer. Wenn du damit dein Gewicht halten könntest, wäre das schon sehr gut.

Du brauchst dich hier nicht zusammenzureissen, schreib, wenn es dir auf der Seele brennt. :hug:

Ich glaube nicht, dass du deinen Sohn verlieren wirst. Altersgemäß wird er jetzt sowieso seine eigene Wege gehen. Ihr werdet später wieder an eurer guten Beziehung anknüpfen können, wenn es dir auch wieder besser geht.
. Aber sie fanden nichts und suchten auch nicht wirklich, weil ich doch sowieso den psychostempel weg hatte.
Das ist wirklich ein Elend, diese Erfahrung haben wohl die allermeisten hier schon gemacht. Ist bei mir auch so.

Fühl dich lieb :hug: und ganz viel Kraft,
liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Antworten