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RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

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RebelHeart75
Beiträge: 16
Registriert: 03.05.2020 17:19

Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von RebelHeart75 »

Guten Morgen Nixe,
Nein,Deine Gedanken kommen nicht besserwisserisch rüber, im Gegenteil, ich bin dazu ganz bei Dir und kann Deine Meinung absolut nachvollziehen.
Besonders Dein Tip, meinen Fokkus von "Dauerschäden" wegzulenken und mich auf Verbesserungen zu konzentrieren, hat mich tatsächlich zum Nachdenken bewegt und ich muss sagen, Du hast Recht damit.
Ja, was wäre, wenn es zu einem Dauerschaden kommt? Eine erneute AD Einnahme kommt für mich jedenfalls nicht mehr in Frage.
Im Grunde bin der gleichen Meinung wie Du, nämlich das es sich um protrahierten Entzug handelt, der nach völlig falschem Absetzen, einfach sehr lange braucht, um wieder ins Gleichgewicht zukommen.
Ja, wenn ich hier lese, was manche Betroffene für eine Odyssee bezgl. der Symptome durchmachen müssen, dann sind Schwindel etc wohl noch die harmlosesten Erscheinungen.
Habe gestern Abend einen sehr interessanten Bericht über Opiat-und Rauschmittelabhängige gelesen. Dort wurde ganz klar gesagt, dass sich, dass ZNS von diesen Einnahmen definitiv erholen kann, es aber dauert.
Wenn man nun diese illegalen Drogen, die ja ein ähnlichen Wirkmechanismus auf das ZNS und die Neurotransmitter haben sollen wie legal verschriebene Psychopharmka, dann werden wir uns auch alle wieder vollständig erholen. Das nehme ich zumindest für mich daraus mit.

Das Du Deinen vorherigen Job derzeit nicht mehr ausüben kannst, tut mir leid. Zumal wenn es auch noch kollegial und arbeitstechnisch super gepasst hat. Heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich...
Hättest Du, wenn es Dir in absehbarer Zeit besser geht, die Möglichkeit Deinen alten Arbeitgeber nochmals anzusprechen und evtl. stundenweise zu arbeiten?

Verstehe ich es richtig, dass Du auch schlechter mit stressigen Situationen umgehen kannst? Kann ich sehr gut nachvollziehen, habe ich an mir auch festgestellt.Ich versuche mir dann immer zu sagen: Halt, was ist denn jetzt so schlimm daran, entspann Dich und mach langsam! Hilft mir meist...

An den Wochenende ist es meist von der Stimmung und den Symptomen her ähnlich wie unter der Woche. Merke keinen wesentlichen Unterschied.
Eine Reha kommt erstmal nicht für mich in Frage, da ich erstmal "im Alltag" bleiben möchte und nicht "schon wieder" auf der Arbeit ausfallen will. 2018 hatte ich ja die Depression und war 5 Wochen krank geschrieben, als ich dann wieder im Büro war, durfte ich mir erstmal eine Mega-Standpauke von meinem Chef anhören...Absolut befremdlich für mich. Mein Chef ist und bleibt ein A....!
Hat sich vermutlich geärgert, dass er mich nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit nich einfach so rausschmeißen kann (Abfindung). Das macht er nämlich sehr gerne mit "Kranken" im Unternehmen.

So, das waren soweit meine Gedanken.
Ich drück Dir die Daumen, dass das weitere Reduzieren möglichst reibungslos funktioniert und ich danke Dir/Euch für den Austausch.

Schönes Wochenende
LG MX
06/2018: Beginn der Depression
07/2018 - Anfang 10/2018: 20mg Escitalopram - leider schlug Escitalopram nicht an, dann 2wöchige Umstellung auf Paroxetin, d.h. im Wechsel einen Tag 20mg Escitalopram, dann nächster Tag 20mg Paroxetin etc
10/2018 - 15.07.2019: 20mg Paroxetin
Ab 16.07.2019 abgesetzt nach Rücksprache Hausarzt
3 Wochen 10mg, dann 3 Wochen lang jeden 2 Tag 10mg Paroxetin,Absetzdauer somit 7 Wochen
Letzte Einnahme: 30.08.19
Ende September 2019: Absetzsymptome wie Brainzaps (nur beim Einschlafen), Schwindel,seltsames Körperempfinden (vor allem im Nackenbereich), Probleme Sehen / Fokussieren, dadurch Gangunsicherheit, vermehrt Schwindel beim Herunterschauen z.B. auf den Boden sehen.
Keine Symptomverbesserung in den letzten Monaten, außer bei den Brainzaps, die sind verschwunden
Anfang 07/20: Für 2,5 Wochen kaum spürbare Symptome
Seit 26.07. Schwindel, Sehstörung wieder verstärkt da

RebelHeart75
Beiträge: 16
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Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von RebelHeart75 »

Hallo zusammen,
Was mich kurz interessieren würde, hat jmd Kenntnis darüber, wie lange im Durchschnitt Entzugssymptome anhalten? Hat mal jmd sich die Mühe gemacht, dass zu recherchieren?
Ich habe mal etwas von ca 90 Wochen gelesen, bin aber nicht sicher.
Demnach würde mein Entzug noch bis ca März/April 2021 dauern🤔. Ich feiere Ende August mein erstes Jahr nach Null und leider immer noch Symptome.Ob das noch normal ist?
Ich hoffe, dass alle Recht behalten die der Meinung sind, dass sich das ZNS vollständig (auch nach falschem oder zu schnellem absetzen) und ohne Restsymptomatik, regeneriert.
Viele Grüße
MX
06/2018: Beginn der Depression
07/2018 - Anfang 10/2018: 20mg Escitalopram - leider schlug Escitalopram nicht an, dann 2wöchige Umstellung auf Paroxetin, d.h. im Wechsel einen Tag 20mg Escitalopram, dann nächster Tag 20mg Paroxetin etc
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Ab 16.07.2019 abgesetzt nach Rücksprache Hausarzt
3 Wochen 10mg, dann 3 Wochen lang jeden 2 Tag 10mg Paroxetin,Absetzdauer somit 7 Wochen
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Straycat
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Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von Straycat »

Hallo MX,

Pauschal kann man das schwer beantworten, da es individuell sehr unterschiedlich ist. Es gibt auch verschiedene Einflussfaktoren, die Auswirkungen haben können.
Hier findest du mehr Infos zur Länge des Entzugs: viewtopic.php?f=50&t=17088
Aber bitte beachte, dass man keinesfalls Zeiten zu sehr verallgemeinern kann.

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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RebelHeart75
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Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von RebelHeart75 »

Hallo liebes Team,
könntet ihr mir bitte sagen, ob mein Absetzen einen Kaltentzug nahe kommt und ob ich tatsächlich von einem protahierten Verlauf ausgehen muss?
Mein Arzt behauptet nach wie vor, dass ich in einer guten Zeit (6 Wochen) ausgeschlichen hätte und das ich nun immer noch im Entzug sein soll, hält er für "nicht möglich".
Vielen Dank und viele Grüße
MX
06/2018: Beginn der Depression
07/2018 - Anfang 10/2018: 20mg Escitalopram - leider schlug Escitalopram nicht an, dann 2wöchige Umstellung auf Paroxetin, d.h. im Wechsel einen Tag 20mg Escitalopram, dann nächster Tag 20mg Paroxetin etc
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Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von Straycat »

Hallo MX,

ja, du hast sehr sehr schnell abgesetzt. Das kommt beinahe einem Kaltentzug gleich.
Das ist sehr üblich, dass Ärzte es nicht für möglich halten, dass Entzug so lange anhält. Aber leider ist es deswegen nicht weniger wahr.
Ich befinde mich auch im protrahierten Entzug von Escitalopram nachdem ich ähnlich schnell wie du abgesetzt habe.

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
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RebelHeart75
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Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von RebelHeart75 »

Hallo Straycat,
Danke für die schnelle Antwort.
Oh je, das hatte ich befürchtet!
Darf ich Dich fragen, ob Du wirklich davon ausgehst, dass man sich wieder regeneriert?
Manchmal, vor allem je länger es dauert, glaube ich, dass die Rezeptoren, die fürs Gucken und Schwindel zuständig sind, dauerhaft kaputt sind und sich nicht mehr erholen!
Oder bin ich vielleicht aus eurer Sicht noch gar nicht lange im Entzug?
Viele Grüße
MX
06/2018: Beginn der Depression
07/2018 - Anfang 10/2018: 20mg Escitalopram - leider schlug Escitalopram nicht an, dann 2wöchige Umstellung auf Paroxetin, d.h. im Wechsel einen Tag 20mg Escitalopram, dann nächster Tag 20mg Paroxetin etc
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Straycat
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Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von Straycat »

Hallo MX,

ja ich gehe zu 100% davon aus, dass wir alle uns wieder regenerieren. Aber es kann leider einige Zeit dauern. Und das Quälende ist, dass man nicht genau vorhersagen kann, wie lange.

Aber auch wenn es länger dauert, müssen die Symptome auch nicht immer gleich stark und fies bleiben.
Bei mir haben sich die Symptome zum Beispiel im Laufe sehr verändert. Immer mehr Symptome sind weggefallen oder nur noch sehr milde geblieben.
Und bei mir muss man auch dazu sagen, dass ich ja das Venlafaxin während des protrahierten Entzugs auf's Aug gedrückt bekommen habe und das nun bei mir vermutlich auch mit reinspielt.

Liebe Grüße,
Cat
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RebelHeart75
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Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von RebelHeart75 »

Hallo Cat,
Bei mir halten sich auch nur der Schwindel und die Sehstörung hartnäckig...reicht mir aber auch schon!
Ich tue mich auch immer schwer mit der Begrifflichkeit " kann einige Zeit dauern". In meiner Vorstellung bedeutet das höchstens 6 Monate, aber das es so ewig dauern kann... wer hätte das gedacht.
Also erscheint Dir mein Verlauf noch als "Entzug normal",richtig?
Bestimmt spielt Venlafaxin bei Dir noch zusätzlich mit ein. Von dem Medi habe ich ähnliche Geschichten gehört wie vom Paroxetin was das Absetzen angeht.
LG
MX
06/2018: Beginn der Depression
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Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von Straycat »

Hallo MX,

Kennst du diesen Text schon? viewtopic.php?f=50&t=17088
Darin wird ein Überblick gegeben, wie lange Entzug dauern kann. Aber bitte beachten, dass es nicht immer so lange dauern MUSS. Nicht jeder Fall muss ein sehr schlimmer sein.
Dass ein Jahr nach einem so raschen Absetzen noch Symptome auftreten ist mMn durchaus nicht ungewöhnlich. Die Heilung des ZNS, vor allem nach einem Quasi-Kaltentzug, dauert nach null noch einige Zeit an. Dem ZNS wurde ja keine Möglichkeit gegeben, sich langsam an die Reduktion zu gewöhnen. Also muss es das nach null erst mühsam nachholen.
Wenn ich deine Signatur richtig lese, waren die Symptome bei dir schon besser und sind dann im Juli wieder stärker geworden?

Liebe Grüße,
Cat
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RebelHeart75
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Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von RebelHeart75 »

Hall Cat,
Danke für die Info!
Grundsätzlich sind meine Symptome immer da, manchmal spüre ich sie nicht so doll. Wellen und Fenster habe ich eher nicht, finde ich.
Ist das ungewöhnlich bzw. ein schlechtes Zeichen?
LG,
MX
06/2018: Beginn der Depression
07/2018 - Anfang 10/2018: 20mg Escitalopram - leider schlug Escitalopram nicht an, dann 2wöchige Umstellung auf Paroxetin, d.h. im Wechsel einen Tag 20mg Escitalopram, dann nächster Tag 20mg Paroxetin etc
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Straycat
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Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von Straycat »

Hallo MX,

Entzüge sind individuell unterschiedlich. Manche haben Wellen und Fenster, die häufig wechseln, bei anderen ist es eher dauerhaft und wird langsam besser usw usf. Da kann man auch nicht qualitativ unterscheiden, was besser und was schlechter ist.

Es ist jedenfalls nicht ungewöhnlich, so wie du es beschreibst.
Bei mir gibt es auch Symptome die praktisch dauerhaft da sind und die nur in der Intensität schwanken.

Liebe Grüße,
Cat
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RebelHeart75
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Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von RebelHeart75 »

Hey Cat,
Danke, dass Du Dir soviel Zeit für mich nimmst.
Ich drück uns beiden die Daumen, dass wir zeitnah den Entzug hinter uns lassen können.
Inzwischen ist es für mich ok, dass es länger dauert Die Hauptsache ist, dass es irgendwann überstanden ist.
LG,
MX
06/2018: Beginn der Depression
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Ende September 2019: Absetzsymptome wie Brainzaps (nur beim Einschlafen), Schwindel,seltsames Körperempfinden (vor allem im Nackenbereich), Probleme Sehen / Fokussieren, dadurch Gangunsicherheit, vermehrt Schwindel beim Herunterschauen z.B. auf den Boden sehen.
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Straycat
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Re: RebelHeart75: Seit 10 Monaten Absetzsymptome / Paroxetin

Beitrag von Straycat »

Hallo MX,

Ja, so sehe ich es auch. Auch eine :schnecke: kommt irgendwann an ihr Ziel ;-)

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
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