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ena78: Venlafaxin

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ena78
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ena78: Venlafaxin

Beitrag von ena78 »

Hallo Truppe, ich bin neu hier und habe seit 18 Jahren Erfahrungen mit schweren Depressionen, AD und auch zum Teil Benzos. Ich nehme derzeit 300 mg Venlafaxin und bin beim Versuch, seeeehr laaaaangsaaam auszuschleichen.

Mit Nahrungsergänzungesmitteln beschäftige ich mich ebenfalls seit Jahren und ich befinde mich in einer sehr guten Therapie. Ich habe immer Wert darauf gelegt, produktiv zu sein und zu bleiben und bin VZ berufstätig.

Meine erste Frage wäre, ob es außer mir noch jemanden gibt, der die AD angeblich auch arg verstoffwechselt. Meinem Prof nach zu urteilen rechtfertigt das die immer recht hohe Dosis, die ich einnehme. Vorher, beim Paroxetin, kam fast gar nichts in meinem Blutstoffwechsel an. Geht es noch jemandem so?

Ich bin hier, um zu helfen, selbst Hilfe und Tipps anzunehmen und freue mich auf den Austausch. Heute Mittag habe ich einen Termin beim Psychiater. Ich traue mich seit einer Woche, nur 262,5 mg Venla zu nehmen und mir gehts soweit gut:)
Viele Grüße Verena
Zuletzt geändert von Annanas am 28.05.2020 09:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nutzername im Titel ergänzt, Absätze eingefügt
Verena
Beginn 2004 Unruhe, Panikschübe: Hausarzt Oxazepam 10 mg(Tranquilizer)
Mitte 2004 schlimme Panikattacken: ZUM Psychiater, Insidon probiert, kein Erfolg, alles wurde schlimmer,
dann Citalopram vom Hausarzt per Infusion für 2 Wochen, danach per Tabletten(genaue Dosis vergessen),
nach etwa 1 Jahr Absetzversuch, rückfällig geworden, neue Neurologin gesucht, jetzt
Paroxetin( meist etwa 30 - 40 mg, diese Prozedur ging 11 Jahre, ich war eigentlich immer depressiv, habe zigtausend Alternativen probiert; obwohl Blut- und Leberwerte regelmäßig gecheckt wurden, nie eine Aussage der Ärztin,
das ganze Jahr 2015 abgebaut, in tiefe schwere Depression gerutscht, Neurologenwechsel, Spiegel vom Paroxetin im Blut war 11, lange und langsam ausgeschlichen und Venlafaxin eingeschlichen, das Ganze bis zu 375mg und zusätzlich 60 mg Duloxetin, am 25.3.19 8 Wochen in Tagesklinik(runter auf 225 Venla), schlechte Therapeutin durch gute ausgetauscht; jetzt seit längerem 300 mg Venla und gerade der Versuch, mit 262,5 zurechtzukommen...chaCKAHHHH
Annanas
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Re: ena78: Venlafaxin

Beitrag von Annanas »

Hallo Verena :)

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

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Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
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Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.


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padma
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Re: ena78: Venlafaxin

Beitrag von padma »

hallo Verena, :)

auch von mir willkommen.

Ich gehe jetzt gleich auf deine Frage ein:
Meine erste Frage wäre, ob es außer mir noch jemanden gibt, der die AD angeblich auch arg verstoffwechselt. Meinem Prof nach zu urteilen rechtfertigt das die immer recht hohe Dosis, die ich einnehme. Vorher, beim Paroxetin, kam fast gar nichts in meinem Blutstoffwechsel an.
Es gibt in der Tat unterschiedliche Verstoffwechslungtypen, das liegt an Genvarianten bei den Enzymen, die die AD verstoffwechseln. Infos findest du hier viewtopic.php?f=66&t=16470

Es gibt auch einige Betroffene im Forum.
Paroxetin und Venlafaxin werden über die gleiche Enzyme verstoffwechselt, daher kann es schon sein, dass beide bei dir sehr schnell abgebaut werden

Siehe https://www.seele-und-gesundheit.de/the ... a.html#enz
Ich traue mich seit einer Woche, nur 262,5 mg Venla zu nehmen und mir gehts soweit gut:)
Wir empfehlen hie Reduktionen um höchstens 10 % der letzten Dosis. Du hast jetzt ein wenig mehr reduziert, bei deiner sehr hohen Dosis ist dies zumeist jedoch verkraftbar.

Was die weiteren Reduktionen anbelangt, lies dich am besten im Forum gut ein. Die allermeisten Psychiater verstehen leider nicht sehr viel von risikominimierendem langsamen Ausschleichen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



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ena78
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Re: ena78: Venlafaxin

Beitrag von ena78 »

Liebsten Dan Euch beiden. Ich fühl mich jetzt schon wohl hier.

Habe nur noch Probleme, diese Seite vollständig zu vestehen, aber das bekomme ich auch noch hin.
Ich habe vor einem jahr in der TK schonmal geschafft, 60 mg Duloxetin auszuschleichen und bin dann auch runter auf 225 mg Venla, von 300.
Durch die Tagesklinik hatte ich natürlich einen sehr geschützten Raum....

Ich werde ja gleich mal mit meinem Prof sprechen (er ist ein absoluter Medikamentenbefürworter).
Ich merke auch jetzt hier und da Gedankenwirrwarr und bin ziemlich verdattert im Hirn, aber es ist absolut nicht zu schlimm und im Allgemeinen geht es mir gut.

Bin bei Facebook auch einer Absetz-Gruppe beigetreten.

Haltet alle die Ohren steif!!!!!

Greetz
ena
Verena
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Mitte 2004 schlimme Panikattacken: ZUM Psychiater, Insidon probiert, kein Erfolg, alles wurde schlimmer,
dann Citalopram vom Hausarzt per Infusion für 2 Wochen, danach per Tabletten(genaue Dosis vergessen),
nach etwa 1 Jahr Absetzversuch, rückfällig geworden, neue Neurologin gesucht, jetzt
Paroxetin( meist etwa 30 - 40 mg, diese Prozedur ging 11 Jahre, ich war eigentlich immer depressiv, habe zigtausend Alternativen probiert; obwohl Blut- und Leberwerte regelmäßig gecheckt wurden, nie eine Aussage der Ärztin,
das ganze Jahr 2015 abgebaut, in tiefe schwere Depression gerutscht, Neurologenwechsel, Spiegel vom Paroxetin im Blut war 11, lange und langsam ausgeschlichen und Venlafaxin eingeschlichen, das Ganze bis zu 375mg und zusätzlich 60 mg Duloxetin, am 25.3.19 8 Wochen in Tagesklinik(runter auf 225 Venla), schlechte Therapeutin durch gute ausgetauscht; jetzt seit längerem 300 mg Venla und gerade der Versuch, mit 262,5 zurechtzukommen...chaCKAHHHH
Annanas
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Re: ena78: Venlafaxin

Beitrag von Annanas »

Hallo Ena :) ,
ganz wichtig wäre für alle zukünftig Antwortenden, daß du eine Signatur mit dem Einnahme-/Absetzverlauf der Medikamente anlegst.
Wie das geht, ist im Begrüßungstext von mir verlinkt.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
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ena78
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Re: ena78: Venlafaxin

Beitrag von ena78 »

:) ich kann hier noch nichts, aber ich werde da jetzt dran arbeiten.

Viele Grüße
ena
Verena
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Re: Oxonium: Escitalopram, Mirtazapin und Lithium absetzen - wer ist noch dabei?

Beitrag von ena78 »

Aaaalso, ich bin wohl auch so ein rapid metabolizer. Kennt sich da jemand aus? Wen betrifft es noch?

Ich verstoffwechsele ansich nichts schnell, Medikamente aber scheinbar schon....?!
Habe ich durch die hohen Dosen auch automatisch mehr Nebenwirkungen?

Würd mich gern mal drüber austauschen!
Verena
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Re: ena78: Venlafaxin

Beitrag von Annanas »

Hallo Ena :) ,
habe deinen letzten Beitrag hier in deinen Thread verschoben.

Zum Thema Verstoffwechslungstyp haben wir einen Thread: du kannst dort ja mal hineinlesen, vllt klärt sich dann schon Einiges.

Wenn weitere Fragen zu diesem speziellen Thema auftauchen, kannst du sie dann auch dort stellen:
viewtopic.php?f=15&t=7754&hilit=Rapid+metabolizer

Liebe Grüße von Anna

PS: Bitte auch unsere Netiquette beachten - es liest sich freundlicher, wenn die Beiträge mit Gruß begonnen u beendet werden, danke!
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Re: ena78: Venlafaxin

Beitrag von Jamie »

Hallo ena, :)

es kommt darauf an, auf welchem Enzymsystem du rapid metabolizer bist.
Ist das CYP2D6?

Durch die rasche Metabolisierung können einerseits oft (nicht immer!) für die Wirksamkeit nötige Spiegel nicht erreicht werden, weswegen die Ärzte dann die Dosis raufsetzen.
Das allerdings kann dann wiederum zu vermehrten Nebenwirkungen führen.
Überhaupt ist es möglich, dass durch das schnelle Metabolisieren vorrangig nur die Nebenwirkungen spürbar sind, nicht aber die erwünschte Präparatewirkung.
Da braucht es viel Fingerspitzengefühl.

Für Prodrugs gelten bei rapid metabolizer noch einmal andere Regeln.
Prodrugs werden erst dann in den aktiven Wirkstoff überführt, nachdem erste Metabolisierungen in der Leber statt gefunden haben.
Hier stellt der Körper also extrem schnell extrem viel des aktiven WStoffs zur Verfügung, was zu Überdosierungen führen kann.
Da ist äußerste Vorsicht geboten.
Gefährlich werden kann das beispielsweise bei dem Hustenstiller Codein, der als Prodrug Codein ist und nachdem es in die Leber gelangt dort in Morphin umgewandelt wird.
Während das bei den meisten langsam vonstatten geht (otto normal Metabolisierungstypen), kann dies beim (ultra-)rapid metabolizer schnell zu großen Substanzmengen im Blut führen und das kann bei sehr stark wirksamen Mitteln natürlich gefährlich werden (bei Morphin würde bei Kumulation irgendwann Atemdepression / Koma drohen).

Letztlich gehörst du in eine genetische Beratung, wir im Forum können da nur am Rande helfen.
Die genetische Beratung ist auch deswegen nötig, weil du in deinem Leben irgendwann wahrscheinlich noch eine Reihe anderer Medikamente (außer Psychopharmaka) einnehmen wirst und da aufgeklärt sein musst, was geht und was nicht und wo die Ärzte unbedingt mitgucken müssen (Stichpunkt Prodrug, unwissentliche Intoxifikationen dazu etc.).

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: ena78: Venlafaxin

Beitrag von ena78 »

Hi Jamie, was für eine tolle Antwort. Danke:) Ich war sehr lange nicht hier; ich habe damals nach 11 jahren den Psychiater gewechselt und trotz konstanter Paroxetin-Einnahme betrug mein Spiegel nur 11....daraufhin hat mein Prof gesagt, ich müsste da wohl öfter drauf achten, z.B. bei Antibiotika-Einnahme.
Wo gibt es eine genetische Beratung? Vielleicht hast Du recht und ich sollte mich da mal drum kümmern...
Liebe Grüße
V.
Verena
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Re: ena78: Venlafaxin

Beitrag von padma »

hallo Ena, :)

Jamie ist zurzeit in einer Reha und daher aktuell nichtim Forum aktiv.
Ich denke, du könntest dich bei der Krankenkasse oder der kassenärztlichen Vereinigung erkundigen, wo es bei dir in der Gegend, eine genetische Beratung gibt. Die müssten das eigentlich wissen.

liebe Grüsse,
padma
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