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tulpe32: Sertralin und Aripiprazol absetzen

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tulpe32
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tulpe32: Sertralin und Aripiprazol absetzen

Beitrag von tulpe32 »

Hallo an alle!

Ich hatte vor rund 7 Jahren einen Kreislaufzusammenbruch und war danach im Krankenhaus. Dort wurde mir dann angeboten, einen Psychiater zu sehen, weil ich sagte, dass es mir schlecht ging, als hätte ich etwas genommen. Dieses Gefühl hatte ich damals nicht das erste Mal, aber zu diesem Zeitpunkt war es besonders heftig.

Als ich in einem anderen Krankenhaus war, erhielt ich erst einmal Levomepromazin (Nozinan) als Beruhigungsmittel über das Wochenende, ohne dass mich ein Arzt gesehen hat. Ich hatte dann über eine Woche Depersonalisation und Derealisation. Eine Krankenschwester meinte zu mir, dass der viele Stress wegen der "Krankheit" sei, worauf ich nicht antworten konnte, weil ich keine Sätze mehr formulieren konnte wegen dem Stress. Ich hatte auch Zuckungen, aber die Ursachen konnten von den Ärzten nicht herausgefunden werden.

Eine Woche später war ich dann in der Psychiatrie und diese fanden dann auch nicht über zwei Monate heraus, was ich haben könnte. Einen Monat bevor die Ärzte mir ihre Diagnose gaben, wurde mir Risperidon (Risperdal) gegeben. In dieser Zeit konnte ich wegen dem Stress nicht still sitzen. Wegen geringem Blutdruck bekam ich Propranolol (Inderal) und weiterhin Nozinan, allerdings schon in erhöhter Dosis.

Danach fragten sie mich jede Woche, ob ich Stimmen hören würde. Einmal hörte ich beim Einschlafen tatsächlich welche, worauf mir die Ärzte die Diagnose Schizophrenie stellten, allerdings waren sie sich davor nicht sicher. Abgesehen davon, wurde jede Woche mit mir über meine Symptome geredet und ich musste psychologische Fragebögen ausfüllen. Ich bekam Benzodiazepine, wenn ich es gar nicht mehr aushielt.

Nach 5 Monaten wurde ich dann entlassen, der Stress war immer noch da, aber ich konnte mich zumindest schon wieder im Spiegel erkennen, allerdings funktionierte mein Gedächtnis damals schlecht. Beides wurde durch den Stress ziemlich mitgenommen. Ich hatte dann noch zweieinhalb Jahre Dauerstress, erst danach ging dieser ganz langsam weg bis zu heute, wo er nur noch in Attacken kommt.

In der Zeit danach nahm ich Aripiprazol (Abilify) und Sertralin, wovon ich 100 mg Sertralin heute immer noch nehme und 400 mg Aripiprazol monatlich injiziert bekomme.

Ich möchte nun beide absetzen. Der nächste Schritt wäre für mich, Aripiprazol wieder als Tabletten von meinem Psychiater zu bekommen. Weil ich aber weiß, dass "normalerweise" schon viel zu schnell vonseiten der Ärzte abgesetzt wird, wäre ich dankbar, wenn ich unabhängige Informationen über die Umstellung zu Tabletten bekommen könnte, damit ich diese dann im nächsten Schritt absetzen kann.

Mittlerweile weiß ich auch, dass es nicht Schizophrenie ist, sondern eine komplexe Traumaerkrankung. Da möchte ich mal als Nächstes eine richtige Diagnose bei einem Arzt, bei dem ich schon weiß, dass er zumindest kritisch gegenüber Psychopharmaka eingestellt ist, bekommen.

Bei der Wasserlösemethode bin ich mir nicht sicher, welche Spritze mit welcher ml-Skala ich nehmen sollte.

Liebe Grüße,
tulpe32
Ausgangssymptome: Zuckungen, Stress seit Jänner 2013
Diagnose: Fehldiagnose Schizophrenie März 2013, warte noch auf richtige Diagnose
Medikation:
-Levomepromazin dauernd geänderte Dosis Jänner 2013 bis Mai 2013 – Erwünschte Wirkung: Beruhigung - Nebenwirkung: Akathisie
-Risperidon 4 mg Februar 2013 bis April 2013 – Erwünschte Wirkung: Weggehen der Symptome - Nebenwirkung: Symptomverstärkung, Akathisie
-Propranolol 20mg-20mg-10mg-10mg bei Akathisie Februar 2013 bis April 2013 – Erwünschte Wirkung: keine Akathisie - Nebenwirkung: weitere Reizung des ZNS
-Biperiden ret. 4mg bei Akathisie Februar 2013 bis April 2013 – Erwünschte Wirkung: keine Akathisie

-Aripiprazol dauernd geänderte Dosis Mai 2013 bis Mai 2017
-Zolpidem 10 mg täglich ab Mai 2017 für 3 Wochen
-Aripiprazol 15 mg ab Mai 2017 bis September 2019
-Aripiprazol monatlich Injektion ab September 2019 bis 25.06.2020

aktuell:
-Sertralin täglich 100 mg ab Mai 2017
-Aripiprazol täglich 30 mg ab 25.06.2020

Frühere Absetzversuche: keine

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Schlafstörungen – 2 Tabletten Dr.Böhm Ein- und Durchschlaf Dragees mit Baldrian, Passionsblume und Melisse bei Bedarf
Nahrungsergänzung – 1 Kapsel MegaRot Krill-Omega-3 täglich

Aktueller Absetzverlauf: Auszuschleichender Wirkstoff mit Dosis in mg
in Bearbeitung
-Tag.Monat.Jahr Wirkstoff xy mg - (Absetz)Symptome
Annanas
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Re: tulpe32: Sertralin und Aripiprazol absetzen

Beitrag von Annanas »

Hallo tulpe32 :) ,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

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Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

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Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße von Anna
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Sonne27
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Re: tulpe32: Sertralin und Aripiprazol absetzen

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Tulpe,

Schön, das du hier ins Forum gefunden hast, soweit ich es verstehe hast du noch keines der beiden Medikamente in der Vergangenheit versucht Abzusetzen sondern, was natürlich für das jetzige Absetzen vom Vorteil wäre, wenn du es langsam und schonend machst.

Beim Lesen bzw. erklären der Situation, bezüglich "1mal in der Woche, wurde, ich gefragt ob ich Stimmen hören würde", klingt für mich so als wenn man Dir eine Diagnose aufdrängen wollte, weil man keine andere Ursache deiner Symptome fand. 🤔

Meinst du der Dauerstress, war der Auslöser deines Kreislaufszusammenbruch?

Wegen dem Aripiprazol, ist es wie du schon selbst richtig erkannt hast, wichtig das du dir für das langsame Ausschleichen Tabletten verordnen tust.

Allerdings bin ich persönlich überfragt, da du schreibst das du einmalig Monatlich 400mg per Injektion bekommst, wie man das am besten in eine täglich Dosis umrechnet.

Allerdings muss ich gestehen, das ich noch nicht allzu viel Erfahrung habe, in Sachen ausschleichen und deswegen würde ich dich bitten lieber auf die Erfahrenen zu warten.

Wegen der Spritzen, ich persönlich habe mir die Größen 20ml, 10ml und 5ml gekauft.

Grüße 🌞
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
•LAMOTRIGIN 200mg Morgen - 200mg Abends
•Fosterspray ( 3 * täglich je 2 Hübe)
•bei Bedarf Sabutamol
•Cetritzin 5mg
•Magnesium 300mg
•Omega 3 - in Form von purem kaltgepressten Hochwertigem Leinöl

Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
•Stromschläge im Kopf / Kiefer
•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

[spoil X]
padma
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Re: tulpe32: Sertralin und Aripiprazol absetzen

Beitrag von padma »

hallo Tulpe, :)

auch von mir willkommen.

Es tut mir sehr leid, was du durchgemacht hast. Wir erleben es hier immer wieder, dass sehr leichfertig Diagnosen erstellt werden, ohne dass wirklich genau abgeklärt wird. Auf die Fehldiagnose folgt dann eine Fehlbehandlung mit Psychopharmaka mit teils schwerwiegenden Folgen :frust:
Als ich in einem anderen Krankenhaus war, erhielt ich erst einmal Levomepromazin (Nozinan) als Beruhigungsmittel über das Wochenende, ohne dass mich ein Arzt gesehen hat. Ich hatte dann über eine Woche Depersonalisation und Derealisation. Eine Krankenschwester meinte zu mir, dass der viele Stress wegen der "Krankheit" sei, worauf ich nicht antworten konnte, weil ich keine Sätze mehr formulieren konnte wegen dem Stress. Ich hatte auch Zuckungen, aber die Ursachen konnten von den Ärzten nicht herausgefunden werden.
Ich denke, es werden Nebenwirkungen von Levomepromazin gewesen sein. Es ist ein Neuroleptikum mit schwerwiegenden NW, Zuckungen gehören da mit dazu. https://psylex.de/psychopharmaka/psycho ... mazin.html

Was genau meinst du mit "Stress"? Könnte es Akathisie gewesen sein, eine extreme Unruhe körperlich und/oder mental? Das ist eine mögliche NW von Neuroleptika und auch von AD.
Mittlerweile weiß ich auch, dass es nicht Schizophrenie ist, sondern eine komplexe Traumaerkrankung. Da möchte ich mal als Nächstes eine richtige Diagnose bei einem Arzt, bei dem ich schon weiß, dass er zumindest kritisch gegenüber Psychopharmaka eingestellt ist, bekommen.
Gut, dass du nun weisst, was dein Problem ist. Eine offizielle Diagnose wäre schon hilfreich, am besten mit dem Zusatz, dass du nicht an einer Schizophrenie leidest.
Ich möchte nun beide absetzen. Der nächste Schritt wäre für mich, Aripiprazol wieder als Tabletten von meinem Psychiater zu bekommen. Weil ich aber weiß, dass "normalerweise" schon viel zu schnell vonseiten der Ärzte abgesetzt wird, wäre ich dankbar, wenn ich unabhängige Informationen über die Umstellung zu Tabletten bekommen könnte, damit ich diese dann im nächsten Schritt absetzen kann.
Zunächst auf Tabletten umzustellen halte ich auch für den ersten Schritt. Mit dieser Umstellung haben wir, soweit ich weiss bisher keine Erfahrung. Ich habe hier eine Tabelle gefunden, nach der 400 mg Aripiprazol Depotinjektion 20 mg als Tablette täglich entspricht. https://psychiatrietogo.de/2013/03/28/d ... pot-dosis/

Das Problem ist, dass die entsprechende Dosis individuell unterschiedlich ist, d.h. die Dosis muss gffs. dann noch angepasst werden.

Zeitgleich mit der Umstellung sollte nicht auch schon reduziert werden.
Bei der Wasserlösemethode bin ich mir nicht sicher, welche Spritze mit welcher ml-Skala ich nehmen sollte.
Das dauert noch bis du damit beginnen kannst. Wie Sonne :) schreibt, sind 20 ml, 10 ml, gut geeignet, im unteren Dosisbereich braucht man dann 2 ml und evtl 1 ml.
Es hängt auch davon ab, in welcher Menge Wasser du auflöst. Aber das können wir dann noch schauen, wenn du soweit bist.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



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tulpe32
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Re: tulpe32: Sertralin und Aripiprazol absetzen

Beitrag von tulpe32 »

Hallo!
Was genau meinst du mit "Stress"? Könnte es Akathisie gewesen sein, eine extreme Unruhe körperlich und/oder mental? Das ist eine mögliche NW von Neuroleptika und auch von AD.
Akathisie hatte ich auch, allerdings erst nachdem ich AD genommen habe, jetzt weiß ich wieso. Der Stress allerdings, den ich jetzt noch habe, fühlt sich anders an. Ich habe nicht Stress vor etwas, sondern einen allgemeinen Stress und weiß teilweise nicht wovor oder warum der jetzt gerade auftritt.

Die Zuckungen hatte ich schon, bevor ich irgendetwas genommen hatte. Manchmal habe ich auch was "automatisch" gemacht, an das ich mich nachher nicht mehr erinnern kann. Nachdem ich soviel darüber gelesen habe, erscheint es mir total typisch für das, was ich weiß, dass es ist. Ich habe noch immer Befürchtungen, dass es mir keiner glaubt und dann sagt, dass ich "uneinsichtig" bin.
Meinst du der Dauerstress, war der Auslöser deines Kreislaufszusammenbruch?
Das könnte gut sein.

Heute schau ich mal, dass ich mir die Tabletten holen kann und dabei nicht den ganzen Tag schlafen muss.

Liebe Grüße,
tulpe
Ausgangssymptome: Zuckungen, Stress seit Jänner 2013
Diagnose: Fehldiagnose Schizophrenie März 2013, warte noch auf richtige Diagnose
Medikation:
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-Risperidon 4 mg Februar 2013 bis April 2013 – Erwünschte Wirkung: Weggehen der Symptome - Nebenwirkung: Symptomverstärkung, Akathisie
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-Biperiden ret. 4mg bei Akathisie Februar 2013 bis April 2013 – Erwünschte Wirkung: keine Akathisie

-Aripiprazol dauernd geänderte Dosis Mai 2013 bis Mai 2017
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-Aripiprazol monatlich Injektion ab September 2019 bis 25.06.2020

aktuell:
-Sertralin täglich 100 mg ab Mai 2017
-Aripiprazol täglich 30 mg ab 25.06.2020

Frühere Absetzversuche: keine

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Re: tulpe32: Sertralin und Aripiprazol absetzen

Beitrag von Sonne27 »

Hallo
Die Zuckungen hatte ich schon, bevor ich irgendetwas genommen hatte. Manchmal habe ich auch was "automatisch" gemacht, an das ich mich nachher nicht mehr erinnern kann. Nachdem ich soviel darüber gelesen habe, erscheint es mir total typisch für das, was ich weiß, dass es ist. Ich habe noch immer Befürchtungen, dass es mir keiner glaubt und dann sagt, dass ich "uneinsichtig" bin.
Darf ich fragen, was du denkst was dies ist?

Liebe Grüße 🌞
Zuletzt geändert von Towanda am 02.06.2020 23:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
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Re: tulpe32: Sertralin und Aripiprazol absetzen

Beitrag von Jamie »

Hallo tulpe, :)
Der Stress allerdings, den ich jetzt noch habe, fühlt sich anders an. Ich habe nicht Stress vor etwas, sondern einen allgemeinen Stress und weiß teilweise nicht wovor oder warum der jetzt gerade auftritt.
Psychopharmaka, AD wie NL wie Benzos, können als Nebenwirkung als auch beim Absetzen die Stressachse beeinflussen und völlig außer Kontrolle bringen.

Das kann zu Zuständen führen, als sei man ständig in Lebensgefahr, was man aber nicht ist.
Der Körper schüttet dann trotzdem Unmengen Stresshorme aus, viele fühlen sich dann andauernd angespannt, unter Strom, ängstlich, "gestresst".
Und irgendwann gipfelt das auch in völlige Erschöpfung.

Betroffen sind u.a. zahlreiche Neurotransmitter, zusätzlich auch das GABAerge System und das glutamerge System, welche eigentlich Spannung - Entspannung mitsteuern (GABA beruhigt, Glutamat wirkt exzitatorisch)

Womöglich ist es das, was dir so zu schaffen macht.

Alles Gute, PS an deiner Antwort an sonne zu ihrer Frage bin ich auch interessiert :)

Jamie
...........SIGNATUR...............


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Re: tulpe32: Sertralin und Aripiprazol absetzen

Beitrag von tulpe32 »

Hallo!
Darf ich fragen, was du denkst was dies ist?
Ja klar, ich habe es nur nicht nochmal geschrieben. Es ist eine komplexe Traumaerkrankung (C-PTSD: Complex Post-Traumatic Stress Disorder). Das lasse ich mir natürlich nochmal von dem anderen Arzt bestätigen, ohne dass ich C-PTSD explizit erwähne.

Der Begriff C-PTSD ist 1992 erstmals detailliert beschrieben worden, leider gibt es aber noch immer nicht die Möglichkeit, dass mir ein Arzt genau diese Diagnose stellt, weil es erst in der nächsten Version in dem Diagnostikhandbuch "ICD" drin steht. Diese Version ist erst 2022 vorgesehen, dass einzelne Staaten sie nehmen und es kann auch noch locker 10 Jahre dauern, bis alles umgestellt ist. Daher frage ich mich auch, was ich dann als Diagnose bekommen werde.
Psychopharmaka, AD wie NL wie Benzos, können als Nebenwirkung als auch beim Absetzen die Stressachse beeinflussen und völlig außer Kontrolle bringen.
Das komische dran ist, dass ich sowohl die Zuckungen, als auch den Stress beides vorher schon hatte, vor irgendeinem Psychopharmakon und den Stress sehr stark noch dazu.

Nebenwirkungen hatte ich in den letzten Jahren (ab 2016) vergleichsweise wenige. Ich hatte auch bis vor kurzem permanent bis phasenweise dissoziative Zustände wie Derealisation und Depersonalisation. Währenddessen hatte ich immer das Gefühl, als ob die AD gar nicht wirken würden. Dann gab es eine Zeit, wo ich plötzlich ziemlich starke Entzugssymptome bekam, obwohl die Dosis immer gleich blieb und ich die Tabletten auch jeden Tag nahm.

Wenn man psychisch mit etwas nicht zurecht kommt, das heißt weder fliehen noch kämpfen kann und "es nicht aushält", zieht man sich zurück. Das kann entweder physischer Rückzug und/oder in sich selbst (psychisch) sein. Bei mir war es das Zweite, wo ich mich in mich zurückgezogen habe und "betäubt" (auf Englisch wird das als 'numbing' bezeichnet) gefühlt habe.

Jetzt, wo ich die Derealisation und Depersonalisation zumindest derzeit länger nicht habe, bekomme ich plötzlich Nebenwirkungen, Hautausschläge und der Stress wird mehr. Soll heißen, dass der Stress jetzt nicht ursächlich von den AD und NL kommt, aber verstärken tun sie ihn seit ich mich nicht mehr in mir selbst zurückziehe.

> Das kann zu Zuständen führen, als sei man ständig in Lebensgefahr, was man aber nicht ist.
> Der Körper schüttet dann trotzdem Unmengen Stresshorme aus, viele fühlen sich dann andauernd angespannt, unter Strom, ängstlich, "gestresst".

Das beschreibt es ganz gut, was ich hier mit "Stress" meine.
Ausgangssymptome: Zuckungen, Stress seit Jänner 2013
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-Aripiprazol dauernd geänderte Dosis Mai 2013 bis Mai 2017
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Re: tulpe32: Sertralin und Aripiprazol absetzen

Beitrag von tulpe32 »

Hallo!

Ich warte derzeit noch mit dem Absetzen, weil ich mir neben den Symptomen, die ich derzeit habe, nicht auch noch Entzugssymptome zumuten kann. Ich plane erst abzusetzen, wenn ich die Symptome mal halbwegs im Griff habe. Dazu suche ich mir in der nächsten Zeit Hilfe und Therapie.

Liebe Grüße,
tulpe
Ausgangssymptome: Zuckungen, Stress seit Jänner 2013
Diagnose: Fehldiagnose Schizophrenie März 2013, warte noch auf richtige Diagnose
Medikation:
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-Aripiprazol dauernd geänderte Dosis Mai 2013 bis Mai 2017
-Zolpidem 10 mg täglich ab Mai 2017 für 3 Wochen
-Aripiprazol 15 mg ab Mai 2017 bis September 2019
-Aripiprazol monatlich Injektion ab September 2019 bis 25.06.2020

aktuell:
-Sertralin täglich 100 mg ab Mai 2017
-Aripiprazol täglich 30 mg ab 25.06.2020

Frühere Absetzversuche: keine

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Schlafstörungen – 2 Tabletten Dr.Böhm Ein- und Durchschlaf Dragees mit Baldrian, Passionsblume und Melisse bei Bedarf
Nahrungsergänzung – 1 Kapsel MegaRot Krill-Omega-3 täglich

Aktueller Absetzverlauf: Auszuschleichender Wirkstoff mit Dosis in mg
in Bearbeitung
-Tag.Monat.Jahr Wirkstoff xy mg - (Absetz)Symptome
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