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Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

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Straycat
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Straycat »

[offtopic]Hallo Jaden,
Jadenfit hat geschrieben:
05.06.2020 16:53
Gehst du denn auch darüber hinaus zu anderen Diagnosen wie etwa "Bipolare Störung" auf Ursachen ein? Oder gibt es dazu andere Erfahrungen.

Ich bin dir über deine persönliche Meinung sehr dankbar. Ich habe ja auch mal ein AD bekommen, obwohl wohl die Kriterien für eine "F 32.2" niemals erreicht gewesen wären...
Ich gehe davon aus, dass die Diagnose Bipolar II bei mir eine Fehldiagnose war. Ich hatte damals die Antibabypille abgesetzt und das löste bei mir ein ziemliches Hormonchaos (begleitet von Hochgefühlen und stärkerem Antrieb) aus. Ich habe daher nie dauerhaft Medikamente gegen diese angebliche Bipolare Störung genommen (einige Wochen Lamotrigin und einige Wochen Aripiprazol haben mir mit den NW gereicht) und diese Phasen sind so auch nie wieder gekommen.

Liebe Grüße,
Cat
[/offtopic]
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
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Hunter0011
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hey cat,

Vielen Dank für deine Meinung, stimme dir da voll zu.
Bin in der Klinik um mich zu stabilisieren. Derzeit hab ich im Wechsel sch..Tage und dann eigentlich wieder ganz gute.
Heute hätte ein schlechter kommen müssen, bekomm ich aber ganz gut rum bis dato. Appetit ist auch wieder mehr da. Danke für deinen Rat!

Lg
Mehrere depr. Episoden (meist immer Frühjahr)

Diagnose schwere Depression 04/13
6 Wochen Klinik 50 mg Sertralin
Ab ca 08/13 75 mg Sertralin
Ab ca 03/14 100 mg Sertralin
Ab ca 03/15 150 mg Sertralin

Entzug von 11/15 - 01/16 von 150 mg and 0
Heftige entzgssymptome ab 03/16 wiedereinnehme
Von 150 mg Sertralin (stufenweise Begleitung Arzt),
Diagnose erneute Depression - niemals Absetzungssympzome...

10/17 Reduzierung von 150 auf 100 mg ohne Probleme

04/18 Reduktion von 100 mg auf 50 mg
-> heftige Symptome wiedereinnahme 100 mg nach 3 Wochen,
Nach 2 Wochen wieder arbeitsfähig

04/20 Reduktion von 100 mg auf 87,5 (tablettenteiler, daher
Wohl oft ungenaue Dosis)
Anfangs leichte Symptome, die sich stark steigerten, Rückkehr
Zu 100 mg nach 6 Wochen (7.5.)

Juni 20 stationärer Aufenthalt
20.6.20 Sertralin 50 mg Bupropion 150 mg

Hunter0011
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hallo liebes Forum,

Nach genau 5 wiedereinnahme der Dosis von 100 mg hat sich
Bei mir alles relativ stabilisiert.

Ich hätte mal eine Frage an euch, ob ich den absetzbersuch
Evtl hätte durchziehen sollen:

Reduktion von 100 mg auf 87,5 Anfang April.
Nach relativ kurzer Zeit aufkommende Müdigkeit, aber
Auch schon wieder realitätsbezug (Gefühl für Elternhaus, etc).
Anschließend körperliche Symptome, schwitzen, frieren, Durchfall, weinen (ständig), Unkonzentriertheit, Nervosität,
Verringerte Belastbarkeit, Müdigkeit zunehmend. Zum Schluss
Konnte ich nicht mehr allein auf meine Tochter aufpassen,
War total neben mir, unkonzentriert und kraftlos.

Danach Erhöhung am 8.5.
danach ca 2-3 Wochen hielt sich alles im Rahmen, hatte zwar 2-3x heftige Attacken mit weinen, Nervosität, brutalen körperlichen Schmerzen (Beine, Kopf), grübeln, Erschöpfung und auch deftigen zwangsgedanken, die mich eine Zeitlang von meiner Tochter
Fernhielten, gleichzeitig aber so viel Spaß in den guten Stunden,
Im Filme angucken, mit Freunden telefonieren, etc - das war schon fast Zuviel des guten.
Dann ging’s richtig los in Woche 4. absolute hilfslosigkeit,
Angst, Panik, Depression und körperliche Schmerzen, dazu immer
Nervös, wie unter Strom. In aber such hier gab es Wellen und Fenster. In der Hilflosigkeit fällt mir dann blöderweise immer
Ein Freunde anzurufen und ihnen von meinem Zustand - meist heulend zu erzählen, bei Leuten die zuvor gar nichts davon wussten! Im Nachhinein bin ich da immer geschickt und würde es
Am liebsten rückgängig machen, aber in diesen Momenten
Erhoffte ich mir Erleichterung.
Die Woche darauf - und deshalb ging ich in die Klinik - war der Höhepunkt, ich wusste mir nicht mehr zu helfen, hatte körperlich brutalste schmerzen, hatte Panik und ständig nervös, prometazin war täglich angesagt, verschaffte aber kaum Linderung.
Dazu kamen noch die Schuldgefühle, weil ich mich nicht um die kleine kümmern konnte.

Gefühlstechnisch ging’s bis gestern sehr emotional zu, tiefe Gefühle für Frau und Tochter, auch die Erinnerungen an frühere Situationen (Urlaube, vergangene Freundschaften, Spaß) hab ich noch.

Nun, ich befürchte langsam wieder der AD-Hunter, zu werden, Interesse schwindet wieder, Lust am Sex wieder weg, etc.
Der absetzversuch war zwar wirklich nicht umsonst, so tiefe Gefühle für Personen, Heimatort, etc hatte ich seit Beginn der Einnahme und weit davor nicht mehr, aber das hat mir jetzt 4 Wochen Krankheit eingebracht, allzuoft kann ich mir sowas im
Job nicht leisten...

Meint ihr ich hätte es durchziehen sollen? So richtig
Ekelhaft wurde es erst nach der Erhöhung.
Psychiaterin meinte übrigens sofort auf 150mg, dir Klinik konnte
Das aber ganz gut als absetzungssymptome eingeschätzt.

Aber jetz ist erst mal stabilisieren angesagt, zudem möchte ich mal ne Hypnose wagen um dem Ursprung meiner Ängste auf den Grund zu kommen.

Noch was: vor 21 Jahren hat sich meine erste Freundin im mai von mir getrennt. Ich liebte sie abgöttisch und ich fiel in ein tiefes Loch, das fast ein halbes Jahr andauerte. Seitdem erlebe ich oftmals im Zeitraum mai - Mitte Juni schwierige Phasen. Meint ihr da könnte ein Zusammenhang bestehen? Zudem bin ich pollenallergiker, auch hier ist Belastung vorhanden.

Lg der Hunter
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Ab ca 08/13 75 mg Sertralin
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Entzug von 11/15 - 01/16 von 150 mg and 0
Heftige entzgssymptome ab 03/16 wiedereinnehme
Von 150 mg Sertralin (stufenweise Begleitung Arzt),
Diagnose erneute Depression - niemals Absetzungssympzome...

10/17 Reduzierung von 150 auf 100 mg ohne Probleme

04/18 Reduktion von 100 mg auf 50 mg
-> heftige Symptome wiedereinnahme 100 mg nach 3 Wochen,
Nach 2 Wochen wieder arbeitsfähig

04/20 Reduktion von 100 mg auf 87,5 (tablettenteiler, daher
Wohl oft ungenaue Dosis)
Anfangs leichte Symptome, die sich stark steigerten, Rückkehr
Zu 100 mg nach 6 Wochen (7.5.)

Juni 20 stationärer Aufenthalt
20.6.20 Sertralin 50 mg Bupropion 150 mg

Jamie
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Jamie »

Hallo Hunter, :)
Ich hätte mal eine Frage an euch, ob ich den absetzbersuch
Evtl hätte durchziehen sollen
meiner Beobachtung nach war dein Verhalten richtig.
Ich habe keine Glaskugel und ein Restfragezeichen wird bleiben, ob es doch geklappt hätte, wenn du es durchgezogen hättest, aber ich vermute, das wäre weiterhin schlimm geblieben oder sogar noch schlimmer geworden. :o

Es ist beim Absetzen nicht so, dass es vergleichbar wie mit einer Krankheit ist, wo es zum Beispiel eine Krise gibt (Fieberkrise), und wenn man das überlebt und geschafft hat, ist man überm Berg und kann genesen.
Diesen "kritischen Hochfieberpunkt" gibt es beim PP-Absetzen nicht.
Krisen ja, aber keine, nach der man sagt, jetzt hast du das Schlimmste geschafft und es geht nun bergauf.

Es ist beim Absetzen (falschen) eher sogar so, dass man schon denkt, es kann nicht schlimmer werden und dann wird es noch schlimmer :oops:.
So leid mir das tut das schreiben zu müssen, aber das ist öfters unsere Erfahrung.

Es gibt natürlich auch Fälle, wo die Leute die Kurve kriegen, aber wer das ist und wann das passiert, das steht in den Sternen.

Auch die Heftigkeit deiner Symptome und dass diese so gravierend waren, dass es dich in die Psychiatrie verschlagen hat, lässt nichts Gutes erahnen für den weiteren Verlauf ohne Intervention.

Wenn es dir immer im Mai / Juni schlechter geht und das ein Muster ist und du zudem auch noch benennen kannst, ein emotional traumatisches Erlebnis damals gehabt zu haben, dann finde ich das glaubhaft und kann mir einen Zusammenhang vorstellen.
Das würde ich mal bei einem Therapeuten ansprechen.
Möglichkeit 2: Wir haben hier sehr sonnen- und hitzeempfindliche Menschen, denen der Sommer nicht bekommt und Symptome triggert. Bist du da betroffen oder eher ein Sonnenfreund?

Gute Nacht :bettzeit:
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Hunter0011
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hi Jamie,

Vielen Dank für die Antwort. In der Tat, mit dem Sommer
Kann ich wenig anfangen, die Hitze macht mir auch immer sehr zu schaffen. Dementsprechend hatte ich gestern auch nen
Schlechten Tag. Wellen und Fenster wechseln sich meist im 4-Std. Rhythmus ab, gestern war stressig, Friseur, bei bekannten zu Besuch. Danach war ich körperlich erschlagen und hatte einen
Extremen grübelanfall, weil ich dir Gefühle für meine kleine
Nicht abrufen konnte. Gefolgt von extremen verzweifelten
Heulattacken weshalb ich schließlich eine prometazin nahm.

Der heutige Tag war viel besser, zwar durchweg auf der Couch, aber wirklich erholt, nur einmal ne 30-minütige grübelattacke,
Betreffend meinen Krankheitsverlauf.
Abends sogar mit der Kleinen gespielt und produktiv gewesen,
Bei der Verabschiedung dann geweint 😢

Lg hunter
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Entzug von 11/15 - 01/16 von 150 mg and 0
Heftige entzgssymptome ab 03/16 wiedereinnehme
Von 150 mg Sertralin (stufenweise Begleitung Arzt),
Diagnose erneute Depression - niemals Absetzungssympzome...

10/17 Reduzierung von 150 auf 100 mg ohne Probleme

04/18 Reduktion von 100 mg auf 50 mg
-> heftige Symptome wiedereinnahme 100 mg nach 3 Wochen,
Nach 2 Wochen wieder arbeitsfähig

04/20 Reduktion von 100 mg auf 87,5 (tablettenteiler, daher
Wohl oft ungenaue Dosis)
Anfangs leichte Symptome, die sich stark steigerten, Rückkehr
Zu 100 mg nach 6 Wochen (7.5.)

Juni 20 stationärer Aufenthalt
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**Elke-Maria
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von **Elke-Maria »

Hallo, das mit der Sonne kenne ich leider auch. Es regnet und ich denke, was soll dieses Regenwetter das schlägt aufs Gemüt.
Wenn dann aber wieder Sonne kommt geht es mir eigentlich viel schlechter da ich direkt in die Sonne gar nicht gehen möchte
und auch im Schatten ist es mir immer zu warm, auch Kreislauf etc. - einfach ein Unwohlsein. Ich denke dass das wohl auch an
den Medies liegt !?

Dass Du noch ein wenig die Zeit mit der Kleinen verbringen konntest ist schön............

Ich wünsche Dir alles Gute und schicke Dir Freude und Kraft
Elke-Maria
Diazepam seit 20 Jahren immer schwankend zwischen 5 und 7,5 mg
Seroquel abgesetzt ............seit 4 Monaten auf NULL
Cipralex 10 mg 1 - 0,5 - 0 - 0,
Concor 5 1 - 0 - 1/2 - 0 -

Diazepam Entzug 27.10.2018:
Heute abgesetzt von 16 Tropfen auf 15 Tropfen - 8 mg auf 7,5 mg
04.12.2018
Heute abgesetzt von 15 auf 14 Tropfen - 7,5 auf 7 mg
02.03.2019
Heute abgesetzt von 14 auf 13 Tropfen - 7 mg auf 6,5 mg
22.04.2019
Heute abgesetzt von 13 auf 12 Tropfen - 6,5 mg auf 6 mg
06.07.2019
abgesetzt von 12 auf 11 Tropfen - 6 mg auf 5,5 mg
10.09.2019
Heute abgesetzt von 11 auf 10 Tropfen - 5,5 mg auf 5 mg
22.10.2019
Heute abgesetzt von 10 Tropfen auf 9,5 - 5 mg auf 4,75 mg
08.11.2019
Heute leider von 9,5 auf 10 Tropfen erhöht - es geht nicht mehr momentan
18.11.2019
Heute von 10 auf 11 Tropfen erhöht - ich bin am verzweifeln - 5,5 mg
Hoffe es ändert etwas...........
22.11.2019
Soooo, heute leider von 11 auf 14 Tropfen bzw. auf 7 mg per Tabletten erhöht
Morgens 2,5 - Mittags 2 - Abends 2,5
Ich werde dies nun so beibehalten bis ich stabiler bin und dann weiter und noch laaaaaaaaangsamer reduzieren

11.12.2019
Arzt hat zurück auf Tropfen wegen Nervenzusammenbruch
4 Tropfen - 4 Tropfen - 4 Tropfen - 4 Tropfen
wieder auf 16 Tropfen ................... ohne Worte

28.01.2020 - beginne von neu
4 - 4 - 4 - 3 - von 16 auf 15 Tropfen
24.03.2020
4 - 3 - 4 - 3 - von 15 auf 14 Tropfen
08.06.2020
4 - 3 - 3 - 3 - von 14 auf 13 Tropfen

Hunter0011
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hallo Forum,

Nachdem ich das Sertralin wieder von 87.5 auf 100 erhöht habe,
Bin ich nicht zufrieden! Die Erhöhung war vor 5,5 Wochen.
Seit der Erhöhung gehts mir zunehmend schlechter, zwar pusht
Mich die Erhöhung, aber mir fehlt total dieses tiefe Empfinden
Das ich Davor hatte - auch wenn ich natürlich auch da Beschwerden hatte, vor der Erhöhung va körperlicher Art.
Seit ein paar Tagen fehlt mir wieder der klare Blick, komme mir
Wie vernebelt vor, auch ist die Stimmung sehr schwankend.
Zwar habe ich seit Unterbrechung der 100 mg langzeitwinnahme
Diesen automatismus nicht mehr - hab mich gefühlt
Wie ne Maschine, aber gut gehts mir jetzt auch nicht.
Was würdet ihr mir raten? Stabilisieren? Hab zeitweise echt
Depressive Phasen, weil ich mich wieder an das schöne,
Lebenswerte Leben erinnern konnte...
Bin unruhig und nervös wie lange nicht mehr, habe sogar
Wieder zu rauchen angefangen.
Iwie hab ich das Gefühl mein Körper und Geist wehrt sich
Gegen die Erhöhung, vielleicht ist es auch nur die Anspannung
Nach der langen Stabilität. Jedenfalls ändere ich mehrmals täglich die Meinung von stabilisieren, runter- oder hochgehen,
Wobei letzteres nicht infrage kommt.

Lg hunter
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padma
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von padma »

hallo Hunter, :)

es kann sein, dass der Schritt gleich wieder auf 100 mg zu gross war. Auch hochdosieren stresst das ZNS und es können jetzt natürlich auch wieder verstärkt NW sein.

Könntest du in deiner Signatur bitte noch das genaue Datum der Hochdosierung eintragen?
Iwie hab ich das Gefühl mein Körper und Geist wehrt sich
Gegen die Erhöhung, vielleicht ist es auch nur die Anspannung
Du bist jetzt wieder seit 5,5 Wochen auf der aktuellen Dosis und es wäre auch wichtig, dass mal Ruhe reinkommt damit du dich stabilisieren kannst. Ich würde daher höchstens ganz leicht reduzieren, wenn du das Gefühl hast, die Dosis ist jetzt zu hoch, vielleicht um 2 mg.

Teilst du denn immer noch nur mit dem Tablettenteiler oder mittlerweilen mit Feinwaage oder Wasserlösemethode? Ungenaue Dosen können auch dazu führen, dass dein ZNS nicht zur Ruhe kommt.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hi Padma,
Die Erhöhung war am 7.5.
Generell bin ich der Meinung, dass das hochdosieren
Größere Probleme als die Reduzierung gemacht hat.
Auf jeden Fall ist es noch sehr wechselhaft, die depressiven
Schübe habe ich jetzt vermehrt, weil ich erstmals
Seit vielen Jahren in Phasen das Leben genießen konnte
Und Spaß hatte! Jetzt bin ich wieder gedämpfter und in meiner Stimmung trotzdem sehr wechselhaft. In der einen Phase denk ich
„Boah k... hätte ich bloß nicht reduziert“, danach „es ist so toll
Solche Gefühle zu erleben und in der Realität zu sein“.
Is echt schwierig, aber ich komme zumindest wieder besser
Durch den Tag, zumindest der Antrieb ist gesteigert...

Derzeit teile ich ja nicht, zukünftig will ich die wasserlösmthode
Anwenden. Ich finde nur keinen Messbecher, der 1ml Markierungen hat.

Lg
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von padma »

hallo Hunter, :)

diese Stimmungsschwankungen sind im Entzug ganz typisch.
Auf jeden Fall ist es noch sehr wechselhaft, die depressiven
Schübe habe ich jetzt vermehrt, weil ich erstmals
Seit vielen Jahren in Phasen das Leben genießen konnte
Und Spaß hatte!
Nach der Zeit in der es dir endlich mal gut ging, ist es jetzt natürlich schwer zu verkraften, dass du dich wieder depressiver fühlst. Versuche auch das Positive zu sehen, du weisst jetzt, dass es dir möglich ist, das Leben zu geniessen. Das wird wieder kommen, darauf arbeitest du ja hin.
Derzeit teile ich ja nicht, zukünftig will ich die wasserlösmthode
Anwenden. Ich finde nur keinen Messbecher, der 1ml Markierungen hat.
Du brauchst dafür Einmalspritzen (können mehrfach verwendet werden), die gibt es mit ml Skalierung.
Lies dir die threads zur Wasserlösemethode nochmal durch, da ist es genau erklärt. Ein Video dazu gibt es auch.

liebe Grüsse
padma
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Hunter0011
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hi padma,
padma hat geschrieben:
17.06.2020 18:50
diese Stimmungsschwankungen sind im Entzug ganz typisch.
Irgendwie hab ich die im mai/Juni immer :cry:

Am krassesten finde ich diese Gedanken/Erinnerungen
Von früher, die mir in den Kopf kommen,
Fahre ich bspw durch den Ort an dem ich aufgewachsen bin,
Kommen mir Gedanken über meine Großmutter, bestimmte Ereignisse, die wir erlebt haben, Szenen/Gefühle, wie ich bei
Meinem Onkel war, wie ich da empfunden habe... das gleiche
Über vergangene Urlaube, wie wir am Gadasee gingen,
Wie toll da alles geduftet hat und wie gut und geerdet
Ich mich da gefühlt habe. Unter der stetigen medikation
Hab ich nach diesen Gefühlen immer gesucht, aber nichts
Gefunden...

Lg hunter
Zuletzt geändert von Straycat am 25.06.2020 21:45, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert
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Diagnose schwere Depression 04/13
6 Wochen Klinik 50 mg Sertralin
Ab ca 08/13 75 mg Sertralin
Ab ca 03/14 100 mg Sertralin
Ab ca 03/15 150 mg Sertralin

Entzug von 11/15 - 01/16 von 150 mg and 0
Heftige entzgssymptome ab 03/16 wiedereinnehme
Von 150 mg Sertralin (stufenweise Begleitung Arzt),
Diagnose erneute Depression - niemals Absetzungssympzome...

10/17 Reduzierung von 150 auf 100 mg ohne Probleme

04/18 Reduktion von 100 mg auf 50 mg
-> heftige Symptome wiedereinnahme 100 mg nach 3 Wochen,
Nach 2 Wochen wieder arbeitsfähig

04/20 Reduktion von 100 mg auf 87,5 (tablettenteiler, daher
Wohl oft ungenaue Dosis)
Anfangs leichte Symptome, die sich stark steigerten, Rückkehr
Zu 100 mg nach 6 Wochen (7.5.)

Juni 20 stationärer Aufenthalt
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padma
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von padma »

hallo Hunter, :)

das ist mehr oder weniger Sinn der Medikation, dass sie Gefühle betäubt und alles abstumpft. Nicht nur die unangenehmen, sondern auch die angenehmen Gefühle, schau mal hier: viewtopic.php?f=6&t=11134

Viele berichten, dass bereits beim Absetzen sich die Sinne wieder verfeinern und wieder viel lebendiger wahrgenommen werden kann.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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Hunter0011
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hallo Leute,

Die wechselhafte Stimmung hält an,
Neben einer großen Nervosität, hab ich brutale Unruhe,
Unruhige Beine, zittern in Händen und im ganzen
Körper. Sowas brutales hatte ich noch nie. Dazu heftiges
Schwitzen und ab und zu ziemlich fahrig, Müdigkeit und
Totale Erschöpfung. Gleichzeitig gehts mir in einigen
Phasen so toll wie lange nicht mehr, Erinnerungen, intensive
Düfte und ein total realer Blick.
Glaubt ihr die Unruhe kann von der Sertralin Erhöhung kommen?
Ich mein ich hab die 100 lange konstant genommen, der
Schritt zurück hat wohl einiges durcheinander geworfen.
In den schlechten Phasen grüble ich immer, ob das vielleicht
Nicht doch ne neue Depression sein könnte. Aber dann wärs doch
Durchgehend schlecht, oder?

Lg hunter
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Heftige entzgssymptome ab 03/16 wiedereinnehme
Von 150 mg Sertralin (stufenweise Begleitung Arzt),
Diagnose erneute Depression - niemals Absetzungssympzome...

10/17 Reduzierung von 150 auf 100 mg ohne Probleme

04/18 Reduktion von 100 mg auf 50 mg
-> heftige Symptome wiedereinnahme 100 mg nach 3 Wochen,
Nach 2 Wochen wieder arbeitsfähig

04/20 Reduktion von 100 mg auf 87,5 (tablettenteiler, daher
Wohl oft ungenaue Dosis)
Anfangs leichte Symptome, die sich stark steigerten, Rückkehr
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Seit kurzem fühl ich mich auch noch dermaßen
Benebelt und so richtig stoned. Bin gerade auch
Völlig emotionslos und zu keinem klaren Gedanken
Mehr fähig. Außerdem kann ich nix essen und mir ist übel.
Diese Wirkung hätte ich nicht erwartet.
Dazu Schwindel, wacklige und schmerzende Beine, totaler libidoverlust,
Naja immerhin nicht depressiv
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-> heftige Symptome wiedereinnahme 100 mg nach 3 Wochen,
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Guten Morgen,

Heute morgen aufgewacht, total antriebslos, keine
Gefühle für Frau und Tochter, Gleichgültigkeit. Dann etwas besser. Bin viel am grübeln, ob nicht doch Depression,
Bin gestern aus der Klinik raus, überlege, ob ich wieder reingehen soll. Evtl doch Medikamentenumstellung, weil ich Sertralin nicht mehr packe?? Kein Appetit, liege im Bett und hoffe der
Tag geht bald rum.

Lg hunter
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von **Elke-Maria »

Hinter......hier.......eine handvoll Kraft um eine gute Entscheidung zu treffen.......Glg von Elke-Maria
Diazepam seit 20 Jahren immer schwankend zwischen 5 und 7,5 mg
Seroquel abgesetzt ............seit 4 Monaten auf NULL
Cipralex 10 mg 1 - 0,5 - 0 - 0,
Concor 5 1 - 0 - 1/2 - 0 -

Diazepam Entzug 27.10.2018:
Heute abgesetzt von 16 Tropfen auf 15 Tropfen - 8 mg auf 7,5 mg
04.12.2018
Heute abgesetzt von 15 auf 14 Tropfen - 7,5 auf 7 mg
02.03.2019
Heute abgesetzt von 14 auf 13 Tropfen - 7 mg auf 6,5 mg
22.04.2019
Heute abgesetzt von 13 auf 12 Tropfen - 6,5 mg auf 6 mg
06.07.2019
abgesetzt von 12 auf 11 Tropfen - 6 mg auf 5,5 mg
10.09.2019
Heute abgesetzt von 11 auf 10 Tropfen - 5,5 mg auf 5 mg
22.10.2019
Heute abgesetzt von 10 Tropfen auf 9,5 - 5 mg auf 4,75 mg
08.11.2019
Heute leider von 9,5 auf 10 Tropfen erhöht - es geht nicht mehr momentan
18.11.2019
Heute von 10 auf 11 Tropfen erhöht - ich bin am verzweifeln - 5,5 mg
Hoffe es ändert etwas...........
22.11.2019
Soooo, heute leider von 11 auf 14 Tropfen bzw. auf 7 mg per Tabletten erhöht
Morgens 2,5 - Mittags 2 - Abends 2,5
Ich werde dies nun so beibehalten bis ich stabiler bin und dann weiter und noch laaaaaaaaangsamer reduzieren

11.12.2019
Arzt hat zurück auf Tropfen wegen Nervenzusammenbruch
4 Tropfen - 4 Tropfen - 4 Tropfen - 4 Tropfen
wieder auf 16 Tropfen ................... ohne Worte

28.01.2020 - beginne von neu
4 - 4 - 4 - 3 - von 16 auf 15 Tropfen
24.03.2020
4 - 3 - 4 - 3 - von 15 auf 14 Tropfen
08.06.2020
4 - 3 - 3 - 3 - von 14 auf 13 Tropfen

Hunter0011
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Ok, die wollen das Sertralin jetzt innerhalb 3 Wochen
Absetzen, dafür soll ich bupopirol bekommen.
Gut, ich mein ich bin in der Klinik, mal sehen was drauß
Wird
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von padma »

hallo Hunter, :)

bist du jetzt wieder zurück in der Klinik?
Glaubt ihr die Unruhe kann von der Sertralin Erhöhung kommen?
Ich mein ich hab die 100 lange konstant genommen, der
Schritt zurück hat wohl einiges durcheinander geworfen.
Das hört sich nach Akathisie an. Ich vermute schon, dass das von der Erhöhung kommt.
Ok, die wollen das Sertralin jetzt innerhalb 3 Wochen
Absetzen, dafür soll ich bupopirol bekommen.
Das halte ich für eine ganz schlechte Idee :shock: . Das kann komplett schief gehen. Der Entzug vor Sertralin wäre viel zu schnell und kann massive Entzugssymptome nach sich ziehen. Bupropion wird das nicht abfangen können.

Bupropion ist sehr aufputschend, verwandt mit Amphetamin. Da du sowieso schon unter massiver Unruhe leidest, ist es mir rätselhaft, wieso sie dir das geben wollen.Ich halte es für kontraindiziert.

Hinzu kommt, dass es Bupropion nur als Retardform gibt und es daher nicht ausgeschlichen werden kann.

Hier die Bewertung des Arzneimittel Telegramms zu Bupropion:
Wir raten von der offenbar wirkschwachen und nebenwirkungsreichen Scheininnovation ab.
https://www.arznei-telegramm.de/html/20 ... 45_01.html

Ich würde mich auf diesen Wechsel nicht einlassen. Ich habe hier auch schon zu oft erlebt, was für schlimme Folgen diese Experimente haben können. Aber natürlich ist es deine Entscheidung.

Ich würde, wie oben geschrieben, mit Sertralin ein wenig runter gehen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von Hunter0011 »

Hi padma,

Ja bin heute wieder rein, ich konnte einfach nicht mehr.
Ich weiß nicht, was ich machen soll, einerseits will ich
Unbedingt weg vom Sertralin, habe aber auch Angst
Vor dem Entzug. So wie die letzten Jahre kann’s jedenfalls
Nicht mehr weitergehen.

Lg
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Re: Hunter0011: Sertralin seit 7 Jahren

Beitrag von padma »

hallo Hunter, :)

ich verstehe, dass es dir sehr schlecht geht. Da neigt man dazu, sich auf alles einzulassen.
Nur kann eine solche Umstellung deine Symptomatik deutlich verschlechtern," schlimmer geht immer",das ist leider so.

liebe Grüsse,
padma
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