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Soulsister75: Probleme beim Ausschleichen von Amisulprid

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Soulsister75
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Soulsister75: Probleme beim Ausschleichen von Amisulprid

Beitrag von Soulsister75 »

Hallo allerseits

Ich bin relativ neu hier und brauche sehr dringend Hilfe.
Ich schleiche seit einigen Monaten Amisulprid aus und leide wie ein Hund.

Meine letzte Reduktion war vor ca 3 Monaten von 18,75 mg auch 17,5 mg und das war am allerschlimmsten.
Ich liege 1 Woche nach der Reduktion 3 Tage durchgehend im Bett mit Migräne, Kotzerrei, Übelkeit im Bett.
Kann 3 Tage nichts essen, kommt alles wieder raus.

Nach 3 Tagen fangen meine Gelenke an tierisch zu brennen, meine Muskeln werden hart wie Stein und nichts hilft dagegen, Meine Knochen tun weh, meine SChilddrüse dreht richtig am Rad, Kloß im Hals, ich schwitze, ich derealisiere sehr stark für ca 2 Monate, bin nur noch müde müde müde, alles schmerzt . es britzelt in meinem Gesicht überall, Brainzaps, und diese Brainzaps kommen ca 2,5 Monate später immer mal wieder worauf ein unglaubliches Tief mit Schläfrigkeit folgt, das macht mich wahnsinnig.

Ich habe solche Schulterschmerzen und Rückenschmerzen und ich habe einen unglaublichen Druck im Kopfund hinter den Augen, als wenn er expodiert.
Ich habe so starke Magen und Darmprobleme, ein stechender Schmerz über dem Magen und ein Unwohlsein. Ich bin einmal fast bei der Arbeit Ohnmächtig geworden. Das kann doch nicht sein.

Ich denke dass ich auch was mit der Schilddrüse habe und das erschwert das reduzieren. Ich denke jedesmal dass ich sterbe.
Meine Niere hat auch einen Weg. Nächste Woche kommen die Ergebnisse von der Endokrinologie. Ich bin von 50 mg auf 25 mg, da war kaum was los. Dann von 25 mg auf 18,75 mg, da kamen dann Panikattacken, Unruhe und all das.

Jetzt beim letzten Schritt von nur 1,25 mg weniger dachte ich , dass es das war. Ich trau mich nicht weiter. Ich nehme in den schlimmsten 3 TAgen anfangs Ass SChmerzmittel. Ca. 6 Stck am Tag. Wenn ich jetzt mal eine davon nehme, habe Nierenschmerzen, und meine Urin riecht danach sehr nach Medikamenten und sieht NEonfarben aus.
ICh habe Angst, weiß nicht mehr weiter.
Möchte nur noch weg von dem Mist.

Was kann ich denn jetzt noch tun? Egal wieviel ich reduziere, ich habe immer die gleichen heftigen Schmerzen und es ist quasi ein Kaltentzug bei Amisulprid.

Kann ich auf ein anderes Medikament schwenken? Oder auf Tropfen , also Solian? Mein Psychiater will mir kein anderes geben, habe auch angst vor den folgen.
Ich habe keine Regelblutung mehr und Milcheinschuss. Das ist doch nicht gesund oder ? Ich verkrafte kein Neuroleptikum, habe soviel schon durch.

Wenn ich auf ein anderes wechsele, wie ist denn die Umrechnung? JEdes Medikament hat ja einen anderen Inhalt.

Nährstoffe werden im Juli geprüft. Eisen ist im Unteren Bereich und fülle schon auf, aber das dauert.
Der Umrechner sagt dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe, was Ärzte ganz und gar nicht so sehen und ich komme da auch nicht weiter.
Habt ihr damit Erfahrung? Sorry den langen Text :( .

Bitte um Hilfe.
LG Nad
Zuletzt geändert von Jamie am 23.06.2020 18:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt, Titel ergänzt

Towanda
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Re: Soulsister75: Probleme beim Ausschleichen von Amisulprid

Beitrag von Towanda »

Hallo Soulsister,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
viele Grüße,

Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Nixe
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Re: Soulsister75: Probleme beim Ausschleichen von Amisulprid

Beitrag von Nixe »

Liebe Nad,

Willkommen hier im Forum. Ich bin ein einfaches Mitglied.
Es ist furchtbar, wie es dir geht und es tut mir sehr leid.

Bitte schreibe zunächst eine Signatur, wie Towanda schon geschrieben hat. Dann können alle dir besser Tipps geben, weil dann deine Voraussetzungen klarer sind. Du schreibst ja, dass du "schon soviel" durch hast. Ich nehme an, du meinst damit andere Medis.

Und nimm einfach die Suchfunktionen oben rechts (Lupe), wie Towanda auch sagte und gib' Suchwörter ein, dann findest du gute Hinweise, die dir sicher weiter helfen.

Liebe Grüße, Nixe
[spoil]Symptome: 10/2012: Zusammenbruch, nicht mehr arbeitsfähig
Diagnose: mittelgradige Depression (Psychotherapeutin)
Medikation: Paroxetin 20 mg - seit 12/2012 (wirkt stimmungsaufhellend nach ca. 6 Wochen)
Wiedereingliederung 2013, reduzierte Arbeitszeit bis Ende 2013

erster Absetzversuch (kann ich nicht mehr genau nachvollziehen):
07/2015 Paroxetin 10 mg (Übelkeit und Magen-Darmprobleme nach einigen Wochen, lassen wieder nach)
ca. 03/2016 5 mg
danach relativ schnell ganz abgesetzt
Symptome Frühsommer/Sommer 2016: erneut nicht mehr arbeitsfähig, Morgentief mit weinen, Übelkeit, Schwindel, Sehstörungen, Schlafstörungen
Wiedereinschleichen Paroxetin (nach Rücksprache mit obiger Therapeutin):
24.08.2016 2,5 mg (leichte Übelkeit)
28.08.2016 5 mg (leichte Kopfschmerzen, zeitweise leichte Übelkeit)
05.09.2016 10 mg (leichte Übelkeit + leichte Schwindel; Stimmung immer mal wieder schlecht, weine, Morgentiefs, Katastrophengedanken, Verspannungen im Gesicht, auf der Kopfhaut))
22.09.2016 15 mg (weiterhin o.g. Symptome in wechselnder Stärke, immer nachmittags besser)
27.09.2016 20 mg (Symptome bessern sich nach und nach)
Diagnose Tagesklinik Herbst 2016: rez. mittelgradige Depression
Jan.-März 2017 Tagesklinik
Mai 2017 Wiedereingliederung, nach 2 Wochen abgebrochen
AU bis Aussteuerung Feb. 2018
Ab April 2018 Aushilfe in einer Bäckerei im Ort
September 2018: kündige meine (super) Stelle

Aktueller Absetzverlauf:
18.07.2018 Paroxetin 18 mg (Bröselmethode mit Feinwaage)
18.09.2018 16,2 mg
18.11.2018 14,4 mg (Migräne, Unruhe, Erschöpfung)
21.11.2018 15 mg
03.12.2018 16 mg (Depri-Symptome halten an: Schlafe schlechter, Unruhe, Magen-Darmprobleme, nächtliches Schwitzen, Kopfkribbeln, trockener Mund, Katastrophengedanken, Stressgedanken), mache verstärkt Entspannungsübungen
Stabiler im Dezember
05.03.2019 14,4 mg
21.04.2019 12,6 mg (Mitte Juni 2019: Zuviel Inputt --> erneut leichter Rückfall mit leichter Übelkeit vormittags bis über Mittag, Magen-Darmproblemen, leichtem Hang zu Katastrophengedanken, etwas schlechterem Schlaf) sage radikal alles an unnötigen Terminen ab, gehe nicht arbeiten
07.09.2019 ca. 11,8 mg (fange an, nur noch 10% vom letzten Wert zu reduzieren; reagier ca, 2 Wochen später mit leichter Übelkeit und Abgeschlagenheit, verändertes Essverhalten; allerdings auch Stress, weil mein Sohn den Wechsel zur weiterführenden Schule nicht gut verkraftet)
17.11.2019 ca. 10,4 mg (Übelkeit und matschig Anfang Dezember für ca. 1 Woche, über Weihnachten wehleidig, kann auch Zyklus sein, weiß ich aber nicht, da keine Gebärmutter mehr)
12.02.2020 ca. 9,4 mg (trotz Corona-Sorge keine Symptome in dieser Phase)
22.04.2020 8,4 mg (Mitte Mai traurig, ca. eine Woche, Mitte Juni nach selbstgemachtem Stress: Schwindel, Sehstörungen, leichtes Ohrensausen, Kribbeln auf der Kopfhaut, Konzentrationsprobleme, morgens bedrückt)[/spoil]

Sonne27
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Re: Soulsister75: Probleme beim Ausschleichen von Amisulprid

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Nad,

Es tut mir leid, das es Dir so arg schlecht geht und das Du nach einer Dosisreduktion so leidest.

Du schreibst, du verkraftest kein Neuroepileptika mehr, du hast schon soviel durch? Liege ich richtig in der Annahme das du bereits vor Amisulprid, andere Neuroepileptika / Psychopharmaka genommen hast?

Vermutlich ist dein Zentralenervensystem so sensibilisiert, das es mit heftigen Absetzsymptomen reagiert.

Ich würde Dir jetzt Raten einfach mal ein halbes Jahr (oder länger) Pause einzulegen.

Towanda, hat Dir verlinkt, wie man eine Signatur erstellt, es wäre lieb wenn du diese erstellen würdest, denn so kann man besser helfen wenn die vorigen Medikamenteneinnahmen, die derzeitigen Medikamenteneinnahmen, Absetzschritte bekannt sind.

Liebe Grüße 🌞
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
•LAMOTRIGIN 200mg Morgen - 200mg Abends
•Fosterspray ( 3 * täglich je 2 Hübe)
•bei Bedarf Sabutamol
•Cetritzin 5mg
•Magnesium 300mg
•Omega 3 - in Form von purem kaltgepressten Hochwertigem Leinöl

Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
•Stromschläge im Kopf / Kiefer
•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

[spoil X]

lollarossa
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Re: Soulsister75: Probleme beim Ausschleichen von Amisulprid

Beitrag von lollarossa »

Hallo Soulsister :)

Ich wollte dir kurz da lassen, dass ich auch Amisulprid reduziere. Bin leider noch viel höher eingestellt als du.
Ich fühle mit dir, du kannst gerne meinen Verlauf in der Signatur nachschauen, ich reduziere in 1mg, oder 0,5mg Schritten, ausgehend von 200mg.

Amisulprid kann sehr kritisch sein beim Reduzieren, das kann ich aus eigener leidvoller Erfahrung sagen.

Ja von Solian gibt es Tropfen. Du kannst das probieren, solltest aber langsam auf die Tropfen umstellen, nicht auf einmal die gesamte Dosis.
Ich persönlich vertrage sie leider nicht.

Dein Körper schreit nach Amisulprid und deswegen wird es wahrscheinlich nicht klappen auf ein anderes Medikament umzustellen.
Dann würdest du einen richtigen Kaltentzug hinlegen und auf dein dann sehr gereiztes zentrales Nervensystem eine weitere Substanz drauf packen.

Du bist nicht alleine. Ich weiß auch nicht, wie weit ich es schaffe, habe gerade erstmal 2,5mg von 200 weg :o
Es ist zermürbend und es ist knüppelhart.

Lies sich gerne erstmal weiter ein und wenn du Fragen hast, melde dich.

Alles Gute, LOLLA
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Soulsister75
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Re: Soulsister75: Probleme beim Ausschleichen von Amisulprid

Beitrag von Soulsister75 »

Vielen Dank für die Antworten-
Ja, ich erstelle die Signatur noch, hatte etliche Probleme mit dieser Seite klarzukommen und überhaupt etwas zu schreiben.
Bin zu schwach zum Lesen und habe Konzentrationsprobleme, werfe schnell das Handtuch dann.
Lolla: Du bist bei 200 mg und reduzierst soo langsam? Das Dauert jahrzehnte bis auf 0 . OMg , Ich bin von 50 auf 25 mg gegangen.
Was hattest du für Auswirkungen von dem Wechsel auf Solian?
LG Nad

lollarossa
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Re: Soulsister75: Probleme beim Ausschleichen von Amisulprid

Beitrag von lollarossa »

Hallo Nad.

Ich habe schon zu viele gescheiterte Versuche. Das hier ist bislang alles was geht.

Ich habe ewig gebraucht alleine eine Methode zum Reduzieren zu finden. In Wasser aufgelöst vertrage ich nicht, Tropfen gehen nicht, eine angefeilte 200 mg Tablette geht nicht.

Ich feile jetzt an und wiege ab, das geht aber nur mit 3 Tabletten, eine 100, eine 50er und eine angefeilte 50.

Selbst den Wechsel auf 2, 100 mg Tabletten, wo eine angefeilt ist spüre ich bitter.. :? Ich bin wohl ein Alien. :shock:

Bei der Lösung, die ich vor 2 Jahren benutzt habe, hatte ich mit schlimmer Übelkeit, Erbrechen, unglaublicher Schwäche und Gelenkschmerzen zu tun.
Das war sehr schlimm und dazu kamen psychische Auswirkungen, die noch schlimmer waren.
Derealisation, schlimme Depression, Schmerzen im Solarplexus, keinen Zugang mehr zum Leben und zu Mitmenschen..
Das konnte ich nicht länger als 8 Wochen aushalten und nahm wieder die Ursprungsdosis..
Selbst beim kompletten Wiedereinnehmen hatte ich noch wochenlang zu kämpfen, übergab mich mehrmals täglich, bis es sich irgendwann regulierte.

Ich habe die Lösung irgendwann erneut angetestet und sie gar nicht mehr vertragen, auch ohne Reduktion.
Bekam gleich am ersten Tag so schlimme Migräne und Übelkeit, dass ich merkte, dass mein Körper sie inzwischen gänzlich ablehnt.

Das muss aber ja nicht für dich gelten. Man kann Tabletten mit Lösung kombinieren und langsam umstellen, ohne zu reduzieren.

Alles Gute, LOLLA
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Jamie
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Re: Soulsister75: Probleme beim Ausschleichen von Amisulprid

Beitrag von Jamie »

Hallo soulsister :)

Willkommen im Forum auch von mir.

Es liest sich wirklich grauenhaft, was du alles für Symptome erdulden musst. :(
Ich kann mir gut vorstellen, dass Du völlig mit den Nerven am Ende bist und auch entmutigt bist, es liest sich wirklich sehr schlimm.

Nichtsdestotrotz möchte ich Dich ermuntern, nicht aufzugeben.
Du hast schon einiges geschafft, das darfst du dir gerne vor Augen halten. :sports:
Du bist sehr tapfer und wie es scheint eine Kämpferin, auch wenn du dich schwach und am Boden fühlst.

Von SSRI wissen wir aus Studien, dass sie in den unteren Dosisbereichen besonders potent sind. Diese Studien wurden leider nicht für ältere Antidepressiva oder auch Neuroleptika gemacht, zumindest sind dem Forum keine bekannt, aber falls dies ebenso bei diesen Substanzgruppen zutrifft (was bei den SSRI belegt ist), dann bist du jetzt ja bei einer niedrigen und womöglich noch besonders potenten Dosis angekommen und viele berichten, dass die niedrigen Dosen ihnen besonders viel Mühe beim Absetzen bereiten.

Es ist sozusagen so, als ob der Körper einfach nicht von den letzten Krümeln lassen will.
Daran kann man gut erkennen, wie sehr der Körper von diesen Medikamenten abhängig gemacht worden ist.

Dass du jetzt nur noch in mini Schritten vorangehen kannst, ist zwar nicht schön, aber notwendig.
Aber das heißt nicht, dass du deswegen nie auf null kommst!
Generell ist zu sagen, dass du dir und deinem Körper durch das Absetzen schon viel Gutes getan hast, auch wenn dir das nicht so erscheint.
Diese Medikamente (Neuroleptika) sind sehr stark und können Langzeitfolgen auslösen, die möglicherweise irreversibel sind.
Jedes Milligramm weniger ist ein Gewinn und eine Entlastung deines Körpers. :fly:

Sieh es daher unter diesem Aspekt, wie toll du das schon gemacht hast und wie weit du schon gekommen bist.

Möglicherweise wäre es jetzt auch ein Ansatzpunkt einfach für den Rest des Jahres das Reduzieren zu beenden und zu pausieren.
So dass sich dein Körper und deine Seele erholen können und du dich stabilisieren kannst.

Manchmal gibt es auch Phasen im Leben, ohne dass man es ganz genau beziffern könnte, da klappt das Absetzen einfach nicht so gut.
Deswegen muss man nicht den Kopf in den Sand stecken.
Man kann es dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder versuchen.

Meine Empfehlung an Dich wäre, auf keinen Fall aufzugeben, sondern jetzt erst einmal zu pausieren und deinem Körper und deinem gebeutelten ZNS Ruhe zu schenken.
Du hast schon sehr viel geschafft, aber dein Körper zeigt dir auch mit den krassen Reaktionen auf diese niedrigen Abdosiermengen, dass er selber jetzt am Limit angekommen ist.
Dies ist zu respektieren.

Sei nicht traurig darüber, sondern wertschätze Dich für das, was du schon geschafft hast, und erhole dich.

Ich wünsche dir alles Gute
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Soulsister75
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Re: Soulsister75: Probleme beim Ausschleichen von Amisulprid

Beitrag von Soulsister75 »

Hey Jamie
Ich hab gerad gelesen, was du alles schon durch hast .
Das macht mich wütend und traurig und hilflos und tut mir total leid.
Das müssen echt qualen sein.
Naja, ich mach immernoch Pause aber es geht mir nicht besser.
Mir ist dauerschwindelig und bin benommen. Alles was entgiftend wirkt, katapultiert mich für 3 Tage mit schlimmster Migräne
und Kotzerrei ins Bett. Werde den Rest wohl in Absetzklinik verbringen.
Mittlerweile hab ich wohl ne Histaminintoleranz entwickelt und hab ständig Entzündungen.
Ich bin zu schwach um eine Signatur anzulegen. Ich probiere wenigstens anzufangen.
LG NAd

padma
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Re: Soulsister75: Probleme beim Ausschleichen von Amisulprid

Beitrag von padma »

hallo Soulsister, :)
Mir ist dauerschwindelig und bin benommen. Alles was entgiftend wirkt, katapultiert mich für 3 Tage mit schlimmster Migräne
Entgiftendes wird im Entzug oft nicht gut vertragen. Der Körper wird durch das Ausschwemmen ja zunächst belastet, das ist im Entzug zu viel
Werde den Rest wohl in Absetzklinik verbringen.
Das ist keine so gute Idee. In einer Klinik reduzieren sie viel zu schnell, ohne Rücksicht darauf, wie man damit zurecht kommt.
Mittlerweile hab ich wohl ne Histaminintoleranz entwickelt und hab ständig Entzündungen.
Das ist durchaus möglich. Dann wäre eine histaminarme Ernährung gut.
Ich bin zu schwach um eine Signatur anzulegen. Ich probiere wenigstens anzufangen
.
Du kannst sie zunächt recht grob machen, das ist besser als nichts. Ausgangsdosis, seit wann, und die einzelnen Absetzschritte sind am wichtigstens. Und kurz aufzählen, was du sonst schon alles genommen hast bzw. noch nimmst. Das genügt fürs erste.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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