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Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Jasminii
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Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Guten Abend.
Ich bin neu hier und hoffe, dass ich an der richtigen Stelle schreibe.
Ich nehme seit insgesamt 18 Jahren Antidepressiva (von 2002 bis 2013 Citalopram, ab 2013 Duloxetin) und habe seit mehreren Jahren den großen Wunsch, medikamentenfrei zu leben - ganz besonders weil ich mich durch die Medikamente in meiner Sexualität beeinträchtigt fühle, aber auch, weil ich nicht daran glauben kann und will, dass mein Körper „von Natur aus“ Tabletten braucht, um zurechtzukommen.

Ich bin 39 Jahre alt und stecke mitten in der Weiterbildung zur Psychotherapeutin ... und aktuell selbst in einer psychosomatischen Klinik, nachdem ich Duloxetin zum 1.11.2019 über fünf Monate von 120 mg auf Null ausgeschlichen habe.

Ich war im Nachhinein zu schnell, ganz besonders im Niedrigdosisbereich. Bis ca. 30 mg lief das Absetzen recht problemlos, ab da waren positive Gefühle irgendwie gedämpft und blieben es auch nach dem Absetzen. Nachdem ich von 10 mg auf Null reduziert hatte, fühlte ich mich für ca. eine Woche leicht konfus und „taumelig“, hatte verstärkt Ängste, wieder „abzustürzen“.
Es folgte dann eine Phase mit vermehrten Kopfschmerzen und deutlich reduzierter Belastbarkeit, was sich ebenfalls innerhalb der nächsten Wochen besserte. Ende November hatte ich kurzzeitig das Gefühl, dass ich es jetzt „geschafft“ habe, ich fühlte mich wieder positiver gestimmt und zuversichtlicher. Dann kamen die verminderten positiven Gefühlen zurück.

Ab Mitte Dezember (6 Wochen nach dem Absetzen) stellten sich nach und nach weitere depressive Symptome ein: eine vermehrte Zögerlichkeit/Unentschlossenheit, Ängste bzgl. des Nichtgewachsen-Seins beruflicher Anforderungen (ich war für den gesamten Absetzprozess krank geschrieben, wollte im Januar aber meine Weiterbildung fortsetzen), gedrückte Stimmung bis in den Nachmittag hinein, Einschränkungen von Konzentration und Gedächtnis, vermehrte Müdigkeit. Ich dachte, das seien Anzeichen eines Rezidivs, im Nachhinein glaube ich, dass es doch noch Absetzsymptome gewesen sein könnten.

Als ich nun im Januar 2020 beruflich wieder einstieg und begann, erstmalig selbstständig Patienten in einer Praxis zu behandeln (= große Herausforderung und damit erst mal enormer Stressor für mich), führten mich v.a. meine Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, gemeinsam mit einem grundsätzlichen Überforderungsgefühl angesichts der neuen Situation, in einen enormen Abwärtsstrudel.

Innerhalb von drei Wochen musste ich mich krank schreiben lassen und hatte alle Anzeichen einer schweren Depression inkl. starker Suizidgedanken.
Es begann eine Tortur in der Psychiatrie, wo ich diverse andere Antidepressiva ausprobierte, weil ich total verunsichert war und dachte, wohl doch Antidepressiva zu brauchen, Duloxetin aber wegen der sexuellen Nebenwirkungen unbedingt vermeiden wollte. Nichts half. Im Gegenteil. Es wurde immer schlimmer und ich entwickelte vorher nicht gekannte zwanghafte Symptome.

Erst nachdem ich mich vor vier Wochen zur Wiedereinnahme von Duloxetin überreden ließ, besserte sich meine Lage etwas. Zurzeit nehme ich 90 mg Duloxetin, die Klinik will auf 120 mg erhöhen, weil ich noch nicht wieder symptomfrei bin und der Blutspiegel deutlich zu niedrig ist.

Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, dass ich völlig frustriert bin, nach so langer Strapaze nun doch wieder bei Duloxetin gelandet zu sein. Gleichzeitig habe ich nach der Erfahrung der letzten Monate mit teils akuter Suizidalität enorme Angst, aktuell keine Medikamente zu nehmen, auch weil es mir wichtig ist, meine Ausbildung zu Ende bringen zu können und ich gefühlt gerade für die Anfangszeit in der Praxis eine Unterstützung (bzw. zumindest keine erneute Destabilisierung) gebrauchen kann. Ich denke, wenn ich beruflich erst mal mehr Routine habe, schaffe ich es eher ohne Medikamente.
Grundsätzlich würde ich Duloxetin daher erst mal für die nächsten Monate oder vielleicht sogar 1-2 Jahre weiternehmen- wenn da nicht die sexuellen Nebenwirkungen wären. Ich wäge deshalb gerade permanent zwischen unterschiedlichen Varianten ab und komme zu keiner Lösung. Könntet ihr mir vielleicht mal eure Meinung dazu sagen?

Die von mir überlegten Alternativen sind:

1. Umstellung auf Lamotrigin (Idee der Klinik). Reizen tut mich daran die Chance auf eine noch mal vorübergehende medikamentöse Unterstützung ohne (im besten Fall) gravierende Nebenwirkungen, speziell sexuelle Nebenwirkungen sollen hier wohl nicht auftreten. Und dass ich dann nach so vielen Jahren möglicherweise zumindest schon mal von den so schwer abzusetzenden SSRI/SNRI runter wäre. Sorgen habe ich bzgl. eines „neuen Eingriffs“ in mein ZNS und davor, dass ich - wenn das Ausschleichen von Duloxetin unter Lamotrogin nicht klappen sollte - am Ende mit zwei Medikamenten dastehen könnte. Und natürlich davor, wie schwierig dann wohl das Absetzen von Lamotrigin werden wird.

2. Umstellung auf Tianeurax. Das einzige Antidepressivum, unter dem meine sex. Empfindsamkeit sich zu normalisieren schien (vermutlich weil es den Serotoninspiegel senkt). Hier habe ich aber Angst vor dem möglicherweise noch höherem Abhängigkeitspotenzial (mit entsprechend noch stärkeren Entzugserscheinungen) sowie dem weiteren Eingriff ins ZNS.

3. rTMS als Unterstützung beim Reduzieren von Duloxetin. Hier mache ich mir Hoffnung auf eine (mit der Zeit) möglicherweise medikamentenfreie Rezidivprophylaxe durch Erhaltungs-rTMS, habe aber auch Angst vor einem weiteren unkontrollierten Eingriff in mein ZNS. Außerdem ist da noch der Kostenaspekt.

4. Umstellung auf Johanniskraut. Auch ein Eingriff ins ZNS, aber zumindest pflanzlich. Hab da aber Sorge, dass es für meine schwere rezidivierende Depression aktuell zu schwach sein könnte. Wenn ich falle, falle ich richtig tief.

5. Duloxetin so bald wie möglich wieder ausschleichen wegen neuen Gewöhnungseffekten. Hier die Sorge, beim beruflichen Einfinden in der Praxis nicht stabil genug zu sein und einen erneuten Rückfall zu erleiden.

6. Duloxetin weiternehmen und erst noch mal ausschleichen, wenn ich beruflich in „ruhigeren Fahrwassern“ bin, also in einigen Monaten oder den nächsten 1-2 Jahren. Sicherlich die schonendste Variante für mein ZNS, allerdings Nachteil der zunächst mal weiter bestehenden sexuellen Einschränkungen (wobei die sich nach dem Absetzen auch erst mal nicht erledigt hatten). Hier bestünde theoretisch noch die Möglichkeit, speziell diese Nebenwirkung zu versuchen, mit einem Dopamin-Agonisten, aufzuheben. Aber: Noch mehr Chaos im ZNS...

Ich möchte unendlich gerne medikamentenfrei sein, habe, wie man hört, aber auch große Angst vor weiteren Abstürzen bzw. davor, dass das mit einer so langjährig bestehenden rezidivierenden Depression (bzw. entsprechenden Medikamenteneinnahme) nicht möglich ist. Ich bin bereit, für ein Leben ohne Antidepressiva viel zu tun, z.B. ein gesünderes Gleichgewicht in meinem Leben zu schaffen und habe auch schon damit begonnen. Allerdings bin ich nicht bereit, jeden erdenklichen Preis zu zahlen, bspw. langfristig nicht mehr arbeiten gehen zu können.

Ich danke euch schon mal für eure Unterstützung. :)

Liebe Grüße,
Jasmin
Zuletzt geändert von Annanas am 27.06.2020 21:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nutzername im Titel ergänzt, Absätze eingefügt
Diagnose: rezidivierende Depression

Medikation:
- Citalopram von 2002 bis 2013. Zunächst 20 mg, später 40 mg.
- Duloxetin seit 2013

Pflanzliche/Homeopathische Mittel:
- Calmedoron 30-40 Tropfen zur Nacht

Aktueller Absetzverlauf: Duloxetin 120 mg
- ab Juli 2019 innerhalb von fünf Monaten im Zwei-Wochen-Takt komplett ausgeschlichen: 120 mg- 105 mg - 90 mg - 80 mg - 70 mg - 60 mg - 50 mg - 40 mg - 30 mg - 20 mg - 10 mg - 0 mg ab 01.11.2019

- 27.05.2020 Duloxetin 30 mg
- 31.05.2020 Duloxetin 60 mg
- 15.06.2020 Duloxetin 90 mg
- 28.07.2020 Duloxetin 120 mg
- 31.07.2020 Duloxetin 90 mg

Straycat
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Straycat »

Hallo Jasminii,

Mir fehlt leider gerade die Zeit und Möglichkeit detailliert auf deinen Beitrag einzugehen. Deshalb stelle ich dir erstmal unsren Begrüßungstext ein, dann kannst du schon beginnen dich etwas einzulesen.
Es wird sich auf jeden Fall noch jemand von uns mit einer detaillierteren Antwort bei dir melden. Aufgrund der Überlastung des Teams im Moment kann es allerdings etwas dauern - bitte um Geduld :)

Alles Liebe,
Cat


Begrüßungstext:

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Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

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Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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simonb
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von simonb »

Hallo Jasminii :)

Du hast ja das Duloxetin seit ca 7 Jahren genommen,
und dein ZNS ist an genau diesen Stoff gewöhnt.
Du hast/hattest mE definitiv Absetzsymptome.

Dafür spricht auch, daß die Versuche mit anderen Medis überhaupt nichts gebracht haben, das ZNS wollte eben den ihm bekannten Stoff wieder haben.

Verträgst du denn das Duloxetin in der 90 er Dosierung gut? Es ist ja sehr antriebssteigernd.
Nimmst du jetzt schon ganze 4 Wochen die 90 mg?
Du hast sehr schnell abgesetzt hier im Forum wird empfohlen nur alle 4-6 Wochen 10%abzusetzen (also im Schneckentempo).

Wenn du das Gefühl hast, das du dich auf 90 mg einigermaßen stabilisieren kannst, und es verträgst?,
würde ich erstmal auf dieser Dosis bleiben.

Auf keinen Fall würde ich andere Experimente mit anderen PP, JK oder rtMS machen.
Im schlimmsten Fall verstärkst und verlängerst du dein Leiden , und hast weitere PP an der Backe.

Auch zu weiteren Dosissteigerungen des Duloxetin würde ich mich nicht überreden lassen.
Es wäre wichtig das du jetzt eine Stabilisierungsphase machst, und wenn die Symptome weitgehend abgeklungen sind weiter langsam reduzierst.

Also Lösungsweg 6 :)
Andere Teammitglieder werden werden sich hier sicher auch noch melden , und meinen Vorschlag ggf noch korrigieren.

Viele Grüße Simon
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Kaenguru
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Kaenguru »

Liebe Jasmin,

Zunächst auch von mir herzlich willkommen im Forum :hug: . Es tut mir leid, dass es sich bei dir so schwierig entwickelt hat. Es ist ernüchternd sich krank schreiben lassen zu müssen und ich kann gut verstehen, dass du deine Ausbildung zu Ende bringen möchtest.

Könntest du bitte eine Signatur anlegen, damit man immer sofort sehen kann, wie bei dir der Medikamentenverlauf war :) .

Meiner Meinung nach ist es für dein gereiztes ZNS am sinnvollsten bei dem zuletzt genommenen Medikament zu bleiben, falls es bis auf die eine Nebenwirkungen verträglich ist .
Bei allen Überlegungen muss man ja immer Risiko und Nutzen abwägen und da muss jeder für sich persönlich die Entscheidung treffen.
Ob die Probleme in der Sexualität sich mit der Einnahme eines anderen Medikament legen , ist ja schwer vorhersehbar.
Jasminii hat geschrieben:
27.06.2020 20:55
Umstellung auf Lamotrigin (Idee der Klinik
Ich selber nehme Lamotrigin schon seit langer Zeit und weiß nicht mal, ob es mir geholfen hat.
Nebenwirkungen hat das Medikament auch, ich habe z,B Akkomodationsstörungen der Augen, also scharf stellen der Pupillen ist bis zu einigen Stunden nach der Einnahme schwierig. Schwindel, Kopfschmerzen und Reizbarkeit können auftreten.
Es ist ein Medikament, was sich eher nachteilig auf die Leber auswirkt und bei jahrelanger Einnahme ist dies bestimmt ein wichtiger Aspekt.
In seiner Wirkung ist es ja ein Stimmungsstabilisierer und wird oft zur Augmentation, also Wirkverstärkung eingesetzt. Es betrifft Glutamatrezeptoren im Gehirn, hat demzufolge eine ganz andere Wirkung als ein SSRI.
Ich habe gelesen, dass es auch sehr schwer abzusetzen sein kann, aber natürlich schreiben die, bei denen es keine Probleme macht dies nicht in Foren. So findet man hier ja auch niemanden, dem es total leicht fällt Teil AD abzusetzen. Wieviele Probleme es also wirklich beim Absetzen macht, kann ich nicht beurteilen.
Ich würde es nicht einfach leichtfertig nehmen, es kann auch eine sehr heftige NW haben, ein Hautausschlag wird sehr gefürchtet, der auch eine sofortige Indikation zum Absetzen darstellt.
Jasminii hat geschrieben:
27.06.2020 20:55
Umstellung auf Johanniskraut
Johanniskraut hat wohl ähnliche Wirkmechanismen wie ein SSRI und man sollte nicht davon ausgehen, dass ein pflanzliches Präparat generell verträglicher ist,auch bei Johanniskraut las ich schon von Problemen beim Absetzen.

Ich wurde mich Simons Meinung anschließen und dem Körper das Medikament geben, welches er gewohnt ist. Eine Stabilisierung kann durchaus auch mal länger dauern, leider haben Ärzte dafür wenig Geduld und Verständnis, es wird meist sofort zu einer Erhöhung oder Umstellung auf ein anderes Präparat geraten. Ob eine Erhöhung Sinn macht wage ich zu bezweifeln, weil AD oft im niedrigen Dosisbereich schon sehr potent sind und da immer noch überproportional viele Rezeptoren belegt sind.
Diese Tatsache hast du beim Absetzen zu spüren bekommen, du schreibst ja, dass es erst so richtig schwierig wurde, als du unter 30 mg gekommen bist.

Inwieweit es möglich hist, die NW zu tolerieren, kannst nur du beurteilen.
Man darf nie aus den Augen verlieren, dass es einem noch schlechter gehen könnte und zumindest schränkt diese eine NW nicht deine Arbeitsfähigkeit ein. Damit möchte ich das Problem aber nicht kleinreden, bitte nicht falsch verstehen.

Hast du denn selber schon Psychotherapie gemacht, um zu schauen, was die Auslöser für deine jahrelangen Depressionen sein könnten, diese treten ja meist nicht einfach nur so auf.
Ich z.B. habe Jahre gebraucht, um zu verstehen, was bei mir die Problematik ausgelöst hat,ich leide auch schon Jahrzehnte unter Depressionen. Es gibt einen Ansatz, dass psychische Probleme bei sehr vielen Menschen auf schwierige Ereignisse im Leben zurückzuführen sind. Oftmals ist man sich dessen garnicht bewusst, oder denkt sich, das Erlebte ist ja nicht so schlimm.
Aber du bist ja vom Fach und hast dich sicher damit schon intensiv auseinandergesetzt :wink:.

Schau dich ein wenig im Forum um, du kannst über die Suchmaschine (oben rechts) z.B. nach Johanniskraut oder nach Lamotrigin suchen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch,

Viele Grüße
Sarah
[spoil]

Ca ab 2013 regelmässige Einnahme von Alprazolam (0,25 -0,375 mg) aufgrund schwieriger Lebensumstände . Ich wusste um die Abhängigkeit und habe nicht die Dosis erhöht.
Ab Nov 2017 konstante Dosis von 0,25 mg Alprazolam
8.1. 2018 1/4 davon reduziert
19.1.2018 weiteres 1/4 somit nun 0,125 mg
7.2.2018 Wechsel auf 2,5 mg Diazepam
wegen Schwierigkeit mit der Müdigkeit Versuch alles wegzulassen, nach 7 Tagen wieder eindosiert. Hatte Entzugsprobleme und Angst zu schnell zu sein.
13.3.2018 auf 2 mg Diazepam
3.4.2018 auf 1,5 mg Diazepam
10.4.2018 auf 1,25 mg Diazepam (geschätzt)
17.4.2018 auf 1,0 mg Diazepam
28.4.2018 auf 1,36 mg Diazepam erhöht
12.5.18 auf 1,22 mg Diazepam reduziert
Seit 2.6. auf 1,08 mg (2 Tage)
Seit 4.6. auf 1,22 mg (2 Tage)
Seit 6.6. auf 1,08 mg ( 5 Tage)
Seit 12.6. auf 1,15 mg wegen schweren Depressionen
6.7. und 7.7. Umstellung auf Alprazolam

8.7.18 0,0625 mg Alprazolam
11.7.18 : 0,05 mg Alprazolam
4.8.18 0,045 mg Alprazolam
5.8.18 0,040 mg Alprazolam
Zwischenentzüge anstrengend, Alprazolam hat Nebenwirkungen

6.8.18 0,0000000!!!!

6.4.19 Beginn Reduzierung Lamotrigin wegen NW
15 % weniger 170 mg
17.4. auf 150 mg
23.4. Zurück auf 170 mg starke Entzugssymptome
27.4. Zurück auf 180 mg (langsam ist besser)
7.5. zurück auf 200 mg Zwischenentzüge am Tag

Ich nehme Vitamin D 2000iE (manchmal)
Ferritin -Infusion 5x
- 29.11.18 - 1.4.2019

Regelmäßige Einnahme :
Sertralin 100 mg
Bupropion 300 mg
Lamotrigin 150 mg in Reduktion siehe oben [/spoil]
Seit 6.8.2018 Alprazolam auf Null
Werde bald anfangen Lamotrigin abzusetzen
HIT !

Jasminii
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Hallo Simon, hallo Sarah
vielen Dank für eure Anteilnahme, die Einschätzungen und Infos!

Krass, wenn ich vor ein paar Monaten gewusst hätte, dass es noch Absetzsymptome sind, hätte ich mir so einiges ersparen können... und wäre zudem nicht wieder bei 90 mg gelandet. Dadurch, dass es erst nach 6 Wochen losging und dann so massiv wurde, dachte ich zuerst wirklich an ein Rezidiv. Eine genaue zeitliche Grenze kann man nicht ziehen, ab wann man von einer Rückkehr der Grunderkrankung ausgehen kann, oder? Habe hier was gelesen, dass man dafür „Monate nach dem Absetzen stabil gewesen sein müsste“. Finde es schwer zu differenzieren.

Ich bin bin erst seit 14 Tagen bei 90 mg. Leider gibt es zurzeit noch weitere Nebenwirkungen, wie Gelenkschmerzen, teils unscharfes Sehen, Mundtrockenheit, reduziertes Sättigungsgefühl und immer mal wieder Benommenheit. Komme zudem morgens schwer aus dem Bett und schwitze nachts verstärkt. Bin mir nicht sicher, was sich davon noch legt. Hatte sonst immer „nur“ neben der sexuellen Einschränkungen Gelenkschmerzen, nächtliches Schwitzen, teils Benommenheit und das schlechte Aus-dem-Bett-Kommen. Es gibt aber von daher leider weitere Nebenwirkungen, die mir das Medikament beschert.

Ich bin mir leider auch nicht sicher, ob es noch so gut wie vorher wirkt. Nachdem ich auf 90 mg hoch gegangen bin, ging es mir auffallend ein paar Tage besser. Gerade ist es eher wieder so wie unter 60 mg, also keine so sonderlich spürbare Wirkung. Jetzt habe ich irgendwie Angst, dass es noch nicht mal mehr richtig wirkt. In der Vergangenheit war ich unter 120 mg am stabilsten. Vielleicht müsste ich das doch probieren? Abwarten fällt mir echt immer schwer, ist aber wahrscheinlich mit das Wichtigste.

Therapeutisch habe ich schon viel aufgearbeitet, bin da aber noch nicht am Ende :wink: .

Signatur pflege ich später noch ein!

Liebe Grüße,
Jasmin
Diagnose: rezidivierende Depression

Medikation:
- Citalopram von 2002 bis 2013. Zunächst 20 mg, später 40 mg.
- Duloxetin seit 2013

Pflanzliche/Homeopathische Mittel:
- Calmedoron 30-40 Tropfen zur Nacht

Aktueller Absetzverlauf: Duloxetin 120 mg
- ab Juli 2019 innerhalb von fünf Monaten im Zwei-Wochen-Takt komplett ausgeschlichen: 120 mg- 105 mg - 90 mg - 80 mg - 70 mg - 60 mg - 50 mg - 40 mg - 30 mg - 20 mg - 10 mg - 0 mg ab 01.11.2019

- 27.05.2020 Duloxetin 30 mg
- 31.05.2020 Duloxetin 60 mg
- 15.06.2020 Duloxetin 90 mg
- 28.07.2020 Duloxetin 120 mg
- 31.07.2020 Duloxetin 90 mg

simonb
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von simonb »

Hallo Jasminii :)
Krass, wenn ich vor ein paar Monaten gewusst hätte, dass es noch Absetzsymptome sind, hätte ich mir so einiges ersparen können... und wäre zudem nicht wieder bei 90 mg gelandet. Dadurch, dass es erst nach 6 Wochen losging und dann so massiv wurde, dachte ich zuerst wirklich an ein Rezidiv.
Es ist schon häufig, das Absetzsymptome erst ein paar Wochen oder Monate stark auftreten.
Eine genaue zeitliche Grenze kann man nicht ziehen, ab wann man von einer Rückkehr der Grunderkrankung ausgehen kann, oder? Habe hier was gelesen, dass man dafür „Monate nach dem Absetzen stabil gewesen sein müsste“. Finde es schwer zu differenzieren.
Es gibt hier glaube ich einen Link zu diesem Thema im Forum. Wenn du zb. u.a. auch ganz neue Symptome hast, die sich von deiner Grunderkrankung unterscheiden, sind es wahrscheinlich! Absetzsymptome.
Ich bin bin erst seit 14 Tagen bei 90 mg. Leider gibt es zurzeit noch weitere Nebenwirkungen, wie Gelenkschmerzen, teils unscharfes Sehen, Mundtrockenheit, reduziertes Sättigungsgefühl und immer mal wieder Benommenheit. Komme zudem morgens schwer aus dem Bett und schwitze nachts verstärkt. Bin mir nicht sicher, was sich davon noch legt. Hatte sonst immer „nur“ neben der sexuellen Einschränkungen Gelenkschmerzen, nächtliches Schwitzen, teils Benommenheit und das schlechte Aus-dem-Bett-Kommen. Es gibt aber von daher leider weitere Nebenwirkungen, die mir das Medikament beschert.
Welche Symptome hattest du denn durch den Kaltententzug schon, und welche kamen erst durch die Wiedereindosierung bzw bei der Höherdosierung?

Ich bin mir leider auch nicht sicher, ob es noch so gut wie vorher wirkt. Nachdem ich auf 90 mg hoch gegangen bin, ging es mir auffallend ein paar Tage besser. Gerade ist es eher wieder so wie unter 60 mg, also keine so sonderlich spürbare Wirkung. Jetzt habe ich irgendwie Angst, dass es noch nicht mal mehr richtig wirkt. In der Vergangenheit war ich unter 120 mg am stabilsten. Vielleicht müsste ich das doch probieren? Abwarten fällt mir echt immer schwer, ist aber wahrscheinlich mit das Wichtigste.
Bei einem gereizten ZNS ist es relativ wahrscheinlich,
daß PP nicht mehr wie gewohnt wirken, das musste ich auch erleben.

Wichtig ist, das du jetzt nichts überstürzt, sondern in Ruhe zu Entscheidungen kommst.
Und eine Dosis findest, auf der du dich zunächst für eine Weile stabilisieren kannst.
Damit das ZNS sich beruhigen kann, Höherdosierungen vor allem von antreibenden Medis wie Duloxetin
sind da oft problematisch.

Dein Gehirn hat ja während deinem Entzug schon einige Dinge zurückgebaut. Deshalb brauchst du nicht unbedingt auf deine Ursprungsdosis zurückgehen.
Es ist sogar ein gewisses Risiko noch höher zu dosieren,
vor allem wenn du ja jetzt schon eine Mischung aus NW und Entzugssymptomen beschreibst.

Eher würde ich überlegen, ob du dich sogar auf einer niedrigeren Dosis stabilisieren kannst, da du das Duloxetin ja erst seit 2 Wochen in der 90 mg Dosierung einnimmst.Auch wegen den NW.
Oder bei 90 mg bleiben...

Mal schauen was die anderen dazu sagen :)
Wünsche dir noch einen schönen Abend.

Gruß Simon
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simonb
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von simonb »

Hey Jasminii

Ich habe den Link gefunden:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=9345

Gruß Simon
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Jasminii
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Hallo Simon,
vielen Dank für deine noch mal so ausführliche Antwort und den Link😊.

Hhm. Da ich in den letzten Monaten so viele verschiedene Medikamente genommen und wieder abgesetzt habe, kann ich nicht mehr hundertprozentig für alle Symptome sagen, seit wann sie da sind.

Sicher ist: Das nächtliche Schwitzen und die Gelenkschmerzen sind erst nach der Wiedereindosierung aufgetreten. Sie kenne ich auch vom Duloxetin.

Die Benommenheit ist jeweils beim Ein- und Höherdosieren von Duloxetin (aber auch teils anderen Medikamenten) verstärkt aufgetreten. Ich könnte jetzt aber nicht mehr sagen, seit wann sie insgesamt da ist.

Unscharfes Sehen und Mundtrockenheit sind mir erst ab der Höherdosierung auf 90 mg aufgefallen.

Das Nicht-aus-dem-Bett-kommen ist auch seit Duloxetin wieder verstärkt, aber toll aufstehen konnte ich in den letzten Monaten eigentlich nie. Ich habe lange gar nicht ohne weitere Medikamente schlafen können. Jetzt geht das zumindest etwas besser, dafür bin ich halt morgens dauermüde ... egal.

Naja, und das fehlende Sättigungsgefühl macht mir grad mit am meisten zu schaffen. Ich hatte es in den letzten Monaten bei verschiedenen Medikamenten. Unter Duloxetin hatte ich es vorher nie. Nachdem das letzte AD, das ich probiert habe, abgesetzt und Duloxetin eindosiert wurde, trat das mit dem fehlenden Sättigungsgefühl wieder auf. Das bringt mich immer etwas in Panik, weil ich aufgrund einer Essstörung in der Vergangenheit echt darauf angewiesen bin, mich auf mein normales Sättigungsgefühl verlassen zu können. Jetzt hab ich schon 2-3 kg zugenommen in den letzten vier Wochen und mache mir Sorgen wie das weitergeht. Vorhin hatte ich schon den Impuls, Duloxetin wieder abzudosieren und einfach gar nichts mehr zu nehmen. Hab aber natürlich Angst vor den Konsequenzen und weiß auch, dass ich jetzt nicht unüberlegt handeln sollte. Aber auf Dauer ohne Sättigungsgefühl geht einfach gar nicht für mich. Kann das auch sein, dass sowas plötzlich auftritt, obwohl es vorher nie war?

Ich vermute, die Klinik wird ein Problem damit haben, wenn ich statt 90 mg jetzt nur noch 60 mg nehmen will, weil die mich ja eigentlich sogar auf 120 mg aufdosieren wollen. Am besten wäre es deshalb vielleicht bei 90 mg zu bleiben, die Ruhe zu bewahren und zu schauen, was weiter passiert.

Ach so, Symptome, die ich seit dem Absetzen beinahe unverändert habe, sind typisch depressiv: Antriebsmangel, Freud- und Interessenverlust, neg. Zukunftssicht usw. Als körperliche Entzugssymptome hatte ich zuletzt noch Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie Schlafstörungen.

Alles ziemlich verworren mittlerweile. Blicke selbst nicht mehr durch langsam.

Dass das Wichtigste ist, meinem ZNS Zeit zur Stabilisierung zu geben, stimmt wohl nach der ganzen Tortur...

Dir auch noch einen schönen Abend😊.

Jasmin
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- Duloxetin seit 2013

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Aktueller Absetzverlauf: Duloxetin 120 mg
- ab Juli 2019 innerhalb von fünf Monaten im Zwei-Wochen-Takt komplett ausgeschlichen: 120 mg- 105 mg - 90 mg - 80 mg - 70 mg - 60 mg - 50 mg - 40 mg - 30 mg - 20 mg - 10 mg - 0 mg ab 01.11.2019

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Svenja
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Svenja »

Hallo Jasmin,

ich nehme seit 2006 Duloxetin, zuerst in Verbindung mit Mirtazapin, nach dessen Absetzen dann als alleiniges AD. Ich hatte viele Absetzversuche. 60mg - 30 mg dann auf 0. Das ging eine Weile gut, aber spätestens nach 3 Monaten war ich wieder depressiv. Dann wieder krank geschrieben, erneut beide Medikamente, wieder rauspaddeln aus der Depression , stabilisieren und von vorn beginnen mit reduzieren.

2013 kam ich zu meiner jetzigen Ärztin. Sie wollte das Duloxetin durch Lamotrigin ersetzen. Es musste ganz langsam eingeschlichen werden, das lief über Monate. Dann das Ausschleichen von Duloxetin. Der letzte Schritt von 30 auf 0 mg funktionierte auch nicht, ich wurde wieder depressiv. :frust: Das Lamotrigin wirkte nicht. Also wieder Duloxetin, Lamotrigin ausgeschlichen. Im nachhinein bin ich froh dass es nicht geklappt hat, denn unter Lamotrigin habe ich mich nicht wohl gefühlt. Ich hatte das Gefühl dass es in meinem Gehirn was blockierte. Ich fühlte mich nicht wie ich selbst.
Im Herbst letzten Jahres fand ich dieses Forum, habe ganz viel hier gelesen und mich entschlossen Duloxetin gaaaaaaaaanz langsam auszuschleichen. Ich hoffe irgendwann bin ich das Zeug los.

Mein sexuelles Verlangen ist seit Jahren gleich Null, das ist besch....., aber ich möchte keine Experimente mit anderen ADs machen, die dann vielleicht nicht wirken. Zumal man nicht weiß, wie lange es nach dem Absetzen von Duloxetin dauert bis sich das Sexuelle wieder normalisiert hat.

Ich wünsche dir, das du eine Dosis findest die dich stabilisiert, vielleicht reichen ja 60 mg aus, so wie Simon schreibt. Ich habe nie mehr davon gebraucht. Dann sind die Nebenwirkungen vielleicht auch schwächer.

Sei gedrückt :hug: Alles Gute und liebe Grüße
Svenja
1998 erste Depression - Tiefenpsychologische Therapie - keine Medikamente
2005 mittelschwere Depression - Mirtazapin und Venlaflaxin
2006 Depression - Verhaltenstherapie - Mirtazapin und Duloxetin
Im weiteren Verlauf Mirtazapin abgesetzt. Duloxetin 30 mg - etliche Absetzversuche gescheitert- erneute Depression wenn nicht schnell genug wieder eindosiert
2013 Lamotrigin soll Dulocetin ersetzen - funktioniert nicht - Lamotrigin wieder abgesetzt
2017: MBSR-Kurs, seitdem tägliche Meditation

bis 02.10.2019: 30 mg Duloxetin
ab 03.10.2019: 27 mg - keine Symptome
ab 24.11.2019: 24,3 mg - nach ca. 3 Wochen Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafprobleme, hält ca. 2 Wochen an
ab 24.01.2020: 23,1 mg - nach 2 Wochen sehr gereizt, schlechte Laune, übersteigertes Schmerzempfinden, hält den ganzen Februar an
ab 30.05.2020: 22,0 mg

Towanda
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Towanda »

Jasminii hat geschrieben:
28.06.2020 21:31
Das Nicht-aus-dem-Bett-kommen ist auch seit Duloxetin wieder verstärkt, aber toll aufstehen konnte ich in den letzten Monaten eigentlich nie. Ich habe lange gar nicht ohne weitere Medikamente schlafen können. Jetzt geht das zumindest etwas besser, dafür bin ich halt morgens dauermüde ... egal.
Hallo Jasmin,

nimmst Du immer noch Medikamente zum schlafen? Wenn ja, kannst Du bitte angeben, welche? Das ist sehr wichtig, da es oft auch Wechselwirkungen gibt zwischen den Medikamenten.

Es ist wirklich wichtig, dass Du sehr bald eine Signatur erstellst. Alle hier sind selber betroffen und es ist sehr mühsam, immer Deinen Eingangspost durchzulesen, um zu wissen, wo Du stehst. Wie man eine Signatur erstellt und was darin stehen soll steht im Begrüßungstext, den Dir Straycat :) geschrieben hat.

Vielen Dank und viele Grüße,

Towanda
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von simonb »

Hallo

Dein Körper ist an das Duloxetin von früher gewohnt,
und du nimmst es jetzt bereits wieder knapp 4 Wochen,
das ist so ungefähr die Grenze ab dem das Medi fest in den Gehirnstoffwechsel "eingebaut" wird.

Ab diesem Zeitpunkt muss man meistens langsamer ausschleichen, da es nun zum Entzug kommt.
Auch deshalb: ist weglassen keine gute Idee.

Du kannst den Ärzten immer als Notlüge sagen,
das die NW zu stark sind, und du nicht weiter aufdosieren möchtest....

Gruß Simon
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Jasminii
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Liebe Svenja,

Ich danke dir! Genau davor habe ich u.a. Angst bzgl. des Lamotrigins: Dass ich eindosiere und dann das Ausschleichen von Duloxetin nicht klappt. Hattest du denn dann beim Absetzen von Lamotrigin Probleme?

Mit den sexuellen NW hast du Recht: Ich wüsste nicht mal, ob sie nach dem Absetzen wirklich weg wären. In den zwei Monaten, wo ich nach dem Absetzen von Duloxetin gar keine AD genommen habe, waren sie es nicht😕.

Ich weiß nicht, ob mich die Ärzte hier in der Klinik auf 60 mg gehen lassen. Unter 60 mg war ich auch in der Vergangenheit oft instabiler als unter 90 oder 120 mg. Aber klar, das ZNS hat sich schon wieder was zurückgebaut, wie Simon schreibt.

Mir kam gerade noch die Idee, dass auch der Vitamin-B-Komplex, den ich wieder angefangen habe zu nehmen, auf das Sättigungsgefühl einwirken könnte. Ich lasse den mal weg und schaue, was bis zur nächsten Oberarztvisite am Do bzgl. Sättigung so passiert. Wenn wenigstens das wieder normal wäre, würde es mir zumindest etwas leichter fallen, ruhig zu bleiben.

Du hast echt auch eine ganz schöne Tortur hinter dir mit den Absetzversuchen. Ich drücke dir so fest die Daumen, dass es diesmal klappt😊. Du bist schon so weit!!

Wir müssen wohl geduldig sein.

Ganz lieber Gruß,

Jasmin
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Svenja »

Liebe Jasmin,

Lamotrigin wurde erst ausgeschlichen als ich unter Duloxetin wieder stabil war. Das ging dann problemlos.

LG Svenja
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Liebe Towanda,

Ich habe die Signatur zumindest gerade schon mal angefangen einzupflegen. Mehr Details kommen😉.


Lieber Simon,

Ja, ich denke, gegen das weitere Aufdosieren (von 90 auf 120 mg) werde ich mich wehren können. Nur nochmal reduzieren wäre wohl schwierig.

Euch allen schon mal danke! Auch dir, Svenja!

LG Jasmin
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Hallo zusammen,

Ich hätte grad mal noch eine andere Frage: Mein ursprünglich abgesetztes Duloxetin war von der Firma Lilly. Ich bekomme hier in der Klinik jetzt Duloxetin von der Firma Stada. Könnte der unterschiedliche Hersteller irgendwie problematisch sein? Also dass mein ZNS Lilly gewöhnt ist und ich jetzt Stada wiedereinnehme?

Ich danke euch.

Liebe Grüße,

Jasmin
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Towanda »

Hallo Jasmin,

ja, das ist möglich. Manche merken den Herstellerwechsel, anderen macht es nichts aus, das ist ganz individuell.

Gruß, Towanda
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Hallo Simon,
Ich muss jetzt doch noch mal fragen: Was meinst du denn, auf wie viel ich theoretisch wieder runter gehen könnte? Auf 60 mg oder lieber nur auf 75 mg (andere Dosierungen werden die in der Klinik nicht haben)? Oder könnte das zu viel Unruhe reinbringen, wenn ich jetzt schon 14 Tage auf 90 mg bin?
Danke😊.
Jasmin
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Ajnevs »

Hallo Jasmin,

ich nehme ebenfalls Duloxetin und hab ähnliches erlebt wie du.

Ich würde aufgrund meiner Erfahrung jetzt möglichst nichts ändern, sondern abwarten.
Bei mir hat es damals mindestens 3 Monate gedauert wieder stabil zu werden (unter 120 mg Duloxetin) nach dem zu schnellen Entzug.

D.h. meine Empfehlung an dich wäre, jetzt 90 mg zu lassen und abzuwarten, bis du dich stabilisiertst.

Und dann von 90 mg aus zu reduzieren.

Klar, die Nebenwirkungen sind blöd. Aber Entzug ist mindestens genauso schlimm...

Alles Gute wünsche ich Dir
Svenja
Diagnose: Wochenbettdepression (Juli 2015)

Einnahme von Duloxetin und Fluanxol ab Aug 2015
ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

Reduktion ab Frühjahr 2017: Duloxetin jeweils um 30 mg alle 3 Wochen nach Absprache mit der Ärztin, Fluanxol um je 0.5 mg

im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
- 3 Monate 90 mg
- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
08.07.2019 Reduktion auf 35 mg
05.08.2019 Reduktion auf 31 mg
23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
Entzugssymptome vorhanden, aushaltbarer, kürzere und mildere Wellen bekannter Symptome, getriggert durch den Hormonstatus (Tage über den Eisprung waren furchtbar!)

07.07.2020 26 mg

Jasminii
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Liebe Svenja,

Ich danke dir! Dann mache ich das.

Ganz liebe Grüße😊.

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- 31.07.2020 Duloxetin 90 mg

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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von padma »

hallo Jasmin, :)

ich würde jetzt tendenziell auch an der Dosis erstmal nichts ändern, damit Ruhe in das ZNS kommt. Ist halt blöd gelaufen mit der starken Hochdosierung, aber jetzt ist es halt so.

Zumal es in der Klinik ja auch schwierig ist, kleine Reduktionen zu machen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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