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Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Jasminii
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Hallo Padma,

Vielen Dank. Ja, sehr doof gelaufen mit der starken Hochdosierung. Hätte ich mich vorher mal hier angemeldet🙄.

Wenn ich mir deinen Absetzverlauf so anschaue, könnte mich das Jahre dauern, davon runter zu kommen😤.

Wie schön, dass du es geschafft hast!! Ich hoffe, es geht dir gut damit!

Liebe Grüße,

Jasmin
Diagnose: rezidivierende Depression

Medikation:
- Citalopram von 2002 bis 2013. Zunächst 20 mg, später 40 mg.
- Duloxetin seit 2013

Pflanzliche/Homeopathische Mittel:
- Calmedoron 30-40 Tropfen zur Nacht

Aktueller Absetzverlauf: Duloxetin 120 mg
- ab Juli 2019 innerhalb von fünf Monaten im Zwei-Wochen-Takt komplett ausgeschlichen: 120 mg- 105 mg - 90 mg - 80 mg - 70 mg - 60 mg - 50 mg - 40 mg - 30 mg - 20 mg - 10 mg - 0 mg ab 01.11.2019

- 27.05.2020 Duloxetin 30 mg
- 31.05.2020 Duloxetin 60 mg
- 15.06.2020 Duloxetin 90 mg
- 28.07.2020 Duloxetin 120 mg
- 31.07.2020 Duloxetin 90 mg

Jasminii
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Guten Morgen,
Gibt es etwas, was ich statt dem aktuellen Calmedoron eurer Erfahrung nach zum schlafen nehmen könnte? Ich schlafe sehr schlecht und habe das Gefühl, dass das nicht grad zur Regeneration meines Körpers beiträgt. Oder könnten Dinge wie Baldrian oder Lasea noch mehr Unruhe ins ZNS bringen?
Vielen Dank mal wieder😉.
Jasmin
Diagnose: rezidivierende Depression

Medikation:
- Citalopram von 2002 bis 2013. Zunächst 20 mg, später 40 mg.
- Duloxetin seit 2013

Pflanzliche/Homeopathische Mittel:
- Calmedoron 30-40 Tropfen zur Nacht

Aktueller Absetzverlauf: Duloxetin 120 mg
- ab Juli 2019 innerhalb von fünf Monaten im Zwei-Wochen-Takt komplett ausgeschlichen: 120 mg- 105 mg - 90 mg - 80 mg - 70 mg - 60 mg - 50 mg - 40 mg - 30 mg - 20 mg - 10 mg - 0 mg ab 01.11.2019

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- 15.06.2020 Duloxetin 90 mg
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padma
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von padma »

hallo Jasmin, :)

zu Schlafproblemen haben wir hier einen thread mit vielen Tipps, auch was du an Pflanzlichen nehmen kannst. viewtopic.php?f=57&t=9278

Baldrian, Passionsblume, Melisse, Hopfen wird zumeist gut vertragen; Lasea nur, wenn du keinen empfindlichen Magen hast.

Alles immer vorsichtig antesten, da indiividuell alles triggern kann. Was nicht heisst, dass man gar nichts probieren kann, nur eben vorsichtig antesten.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Ajnevs
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Ajnevs »

Hey.

Was genau ist das Problem?
Einschlafen? Durchschlafen? Zu früh Aufwachen? Alpträume?

Hast du Unruhe?

LG
Svenja
Diagnose: Wochenbettdepression (Juli 2015)

Einnahme von Duloxetin und Fluanxol ab Aug 2015
ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

Reduktion ab Frühjahr 2017: Duloxetin jeweils um 30 mg alle 3 Wochen nach Absprache mit der Ärztin, Fluanxol um je 0.5 mg

im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
- 3 Monate 90 mg
- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
08.07.2019 Reduktion auf 35 mg
05.08.2019 Reduktion auf 31 mg
23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
Entzugssymptome vorhanden, aushaltbarer, kürzere und mildere Wellen bekannter Symptome, getriggert durch den Hormonstatus (Tage über den Eisprung waren furchtbar!)

07.07.2020 26 mg

Ajnevs
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Ajnevs »

Huhu,

zu folgender Aussage von dir:

Wenn ich mir deinen Absetzverlauf so anschaue, könnte mich das Jahre dauern, davon runter zu kommen😤.

eine Anmerkung von mir/ein Gedanke.

Ich muss im Schneckentempo absetzen - seit 45 mg ist es schwierig, seit rund 30mg noch viel schwerer.

Aktuell mache ich sehr kleine Schritte - das letzte Mal 0.5 mg. Denn nur so ist der Entzug aushaltbar.

Ich habe es mir von meinem Mann ausrechnen lassen mittels Excel und brauche bestimmt noch 10 Jahre in dem Tempo - denn am Ende wird es ja immer langsamer.

Erstmal war ich völlig schockiert, hab gekämpft innerlich, wollte es nicht wahrhaben (2. Kind ade)...

Und dann habe ich irgendwann angefangen loszulassen, zu akzeptieren.

Jetzt gehe ich so langsam vor wie es mein Körper braucht. Und wenn ich dann 15 Jahre brauche - dann ist es eben so.

Ich merke schon deutliche Verbesserungen - neben dem Entzug. Ich empfinde wieder mehr, bin nicht mehr so wattig und gefühllos.
Die Sexualität ist wieder spürbarer....

Der Druck, schnell das Medikament loszuwerden, hat mich zu zu schnellen und hohen Reduktionen verleitet.

Jetzt, mit der geringeren Reduktion, merke ich immer noch Entzug, aber viel aushaltbarer. Ich bin zb auf der Arbeit leistungsfähig trotz Entzug. Die Wellen sind milder - bei 1.5 mg Reduktion zb war es gruselig schlimm.

Daher meine Botschaft, mein Ratschlag: lieber langsam, aber aushaltbarer Entzug und Lebensqualität im Hier und Jetzt....als zu schneller Entzug mit schlimmstenfalls jahrelangem Leid.

Ich möchte runter von dem Medikament, aber eben nicht um jeden Preis...mein Keben findet jetzt statt und ich hoffe, dass mein Körper mit meinem Vorgehen klar kommt.

Lg
Diagnose: Wochenbettdepression (Juli 2015)

Einnahme von Duloxetin und Fluanxol ab Aug 2015
ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

Reduktion ab Frühjahr 2017: Duloxetin jeweils um 30 mg alle 3 Wochen nach Absprache mit der Ärztin, Fluanxol um je 0.5 mg

im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
- 3 Monate 90 mg
- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
08.07.2019 Reduktion auf 35 mg
05.08.2019 Reduktion auf 31 mg
23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
Entzugssymptome vorhanden, aushaltbarer, kürzere und mildere Wellen bekannter Symptome, getriggert durch den Hormonstatus (Tage über den Eisprung waren furchtbar!)

07.07.2020 26 mg

FineFinchen
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von FineFinchen »

Hallo Jasmin,

auch von mir herzlich willkommen. :-)

Du schreibst:
Jasminii hat geschrieben:
28.06.2020 21:31
Hhm. Da ich in den letzten Monaten so viele verschiedene Medikamente genommen und wieder abgesetzt habe, kann ich nicht mehr hundertprozentig für alle Symptome sagen, seit wann sie da sind.
Weißt Du noch welche Medikamente Du genommen hast und über welchen Zeitraum? Solche Informationen sind sehr wichtig, um Deinen aktuellen Zustand besser einschätzen zu können. Es kann z.B. zu Interaktionen gekommen sein, die scheinbar auf den ersten Blick nicht ins Gewicht fallen, aber dennoch einen gewaltigen Einfluss auf Deinen Absetzverlauf haben.
Bitte notiere alles genau in Deiner Signatur. :-)
Jasminii hat geschrieben:
28.06.2020 21:31
Sicher ist: Das nächtliche Schwitzen und die Gelenkschmerzen sind erst nach der Wiedereindosierung aufgetreten. Sie kenne ich auch vom Duloxetin.

Die Benommenheit ist jeweils beim Ein- und Höherdosieren von Duloxetin (aber auch teils anderen Medikamenten) verstärkt aufgetreten. Ich könnte jetzt aber nicht mehr sagen, seit wann sie insgesamt da ist.

Unscharfes Sehen und Mundtrockenheit sind mir erst ab der Höherdosierung auf 90 mg aufgefallen.

Im Beipackzettel von Duloxetin werden Mundtrockentheit, Schwitzen, Gelenkschmerzen, verschwommenes Sehen (und noch jede Menge mehr :( ) als Nebenwirkungen aufgeführt. https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... 02114.html
Jasminii hat geschrieben:
28.06.2020 21:31
Das Nicht-aus-dem-Bett-kommen ist auch seit Duloxetin wieder verstärkt, aber toll aufstehen konnte ich in den letzten Monaten eigentlich nie. Ich habe lange gar nicht ohne weitere Medikamente schlafen können. Jetzt geht das zumindest etwas besser, dafür bin ich halt morgens dauermüde ... egal.
Wie hilfst Du Dir selbst, zur Ruhe zu kommen und zu entspannen und damit eigenständig zu schlafen? Hast Du Skills an der Hand, die Dir helfen? Machst Du Sport, um für Ausgleich zu sorgen? Ernährst Du Dich gesund und ausgewogen?
Ich kann mir vorstellen, dass es eine große Belastung ist, wenn Du jetzt in Deiner Weiterbildung krankgeschrieben bist. Kann Dein Arbeitgeber mit der Situation umgehen, oder besorgt Dich das Verhältnis zu ihm?

Jasminii hat geschrieben:
28.06.2020 21:31
Naja, und das fehlende Sättigungsgefühl macht mir grad mit am meisten zu schaffen. Ich hatte es in den letzten Monaten bei verschiedenen Medikamenten. Unter Duloxetin hatte ich es vorher nie. Nachdem das letzte AD, das ich probiert habe, abgesetzt und Duloxetin eindosiert wurde, trat das mit dem fehlenden Sättigungsgefühl wieder auf. Das bringt mich immer etwas in Panik, weil ich aufgrund einer Essstörung in der Vergangenheit echt darauf angewiesen bin, mich auf mein normales Sättigungsgefühl verlassen zu können. Jetzt hab ich schon 2-3 kg zugenommen in den letzten vier Wochen und mache mir Sorgen wie das weitergeht. Vorhin hatte ich schon den Impuls, Duloxetin wieder abzudosieren und einfach gar nichts mehr zu nehmen. Hab aber natürlich Angst vor den Konsequenzen und weiß auch, dass ich jetzt nicht unüberlegt handeln sollte. Aber auf Dauer ohne Sättigungsgefühl geht einfach gar nicht für mich. Kann das auch sein, dass sowas plötzlich auftritt, obwohl es vorher nie war?
PPs nehmen umfassende Änderungen in unserem ZNS vor. Viele Betroffene berichten von den unterschiedlichsten Symptomen. Ich glaube es gibt nichts, was nicht möglich ist und daher bejahe ich Deine Frage, dass so etwas plötzlich auftreten kann, obwohl es vorher nicht da war.
Deinem fehlenden Sättigungsgefühl kannst Du aktuell wohl nur mit konsequenter, rationaler Haltung begegnen, indem Du soviel isst, wie Du es aufgrund Deiner Essstörung definierst und einhalten möchtest.
Jasminii hat geschrieben:
28.06.2020 21:31
Ich vermute, die Klinik wird ein Problem damit haben, wenn ich statt 90 mg jetzt nur noch 60 mg nehmen will, weil die mich ja eigentlich sogar auf 120 mg aufdosieren wollen. Am besten wäre es deshalb vielleicht bei 90 mg zu bleiben, die Ruhe zu bewahren und zu schauen, was weiter passiert.
Hat sich deine Befürchtung bestätigt oder bist Du auf Verständnis gestoßen, was Deinen Medikamentierungswunsch angeht?

Ich wünsche Dir, dass Du Dich gut stabilisieren kannst und Deine Balance findest, um einen guten, neuen Absetzprozess zu beginnen. PPs sind (so mein Erleben) nur Krücken, die wir irgendwann wieder weglegen sollten, um auf unseren eigenen starken Beinen durchs Leben zu gehen.

Viele Grüße
Finchen
[spoil]PPs: Lyrica, Trimipramin, Mirtazapin / Benzodiazepin: Alprazolam. Seit 2016 medikamentenfrei und alltagskompatibel :-) [/spoil]

Jasminii
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Liebe Svenja,

Vielen Dank für deine hilfreichen Worte! Ich bin momentan noch in der Phase des Ärgers und Widerstands dagegen, dass ich von so einem „Sch...zeug“ jetzt körperlich abhängig bin und nur so enorm mühsam eine Chance habe, wieder davon wegzukommen.

Du hast aber völlig recht mit dem, was du sagst: Lieber langsam, nachhaltig und im Hier und Jetzt aushaltbar, statt schnell und um jeden Preis.

Ich bin so wütend, dass man mir das vor so vielen Jahren einfach verschrieben hat und mich damit erst in diese Situation gebracht hat. Ich fühle mich so in der Klemme, weil ich so gerne „frei“ sein will, gleichzeitig aber natürlich auch stabil. Für mich ist es schwierig in eine Partnerschaft zu finden, weil ich die sexuellen Nebenwirkungen als so einschränkend erlebe. Das erhöht den Leidensdruck enorm. Natürlich habe ich auch Angst, dass sie dauerhaft, auch nach dem Absetzen bleiben könnten.

Es wird aber kein Weg daran vorbei führen, Frieden zu schließen. Mit den Tabletten, die ich zurzeit jeden Morgen erneut in meinen Körper befördern muss. Ich freue mich darauf, wenn ich demnächst damit starten kann, mich zumindest erneut in Richtung „Freiheit“ zu bewegen.

Der Austausch mit euch hilft mir sehr. Vielen Dank dafür.

Bzgl. der Schlafstörungen: Vor allem das Durchschlafen gelingt nicht so gut, ich werde zudem erst recht spät müde. Die letzten zwei Tage war es aber besser. Ich habe von 0 Uhr bis 7 Uhr geschlafen, da kann ich mich nicht beschweren. Es könnte sein, dass es sich etwas normalisiert. Das wäre toll. Unruhe habe ich zum Glück keine.

Ganz liebe Grüße und dir einen schönen Abend

Jasmin
Diagnose: rezidivierende Depression

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- Citalopram von 2002 bis 2013. Zunächst 20 mg, später 40 mg.
- Duloxetin seit 2013

Pflanzliche/Homeopathische Mittel:
- Calmedoron 30-40 Tropfen zur Nacht

Aktueller Absetzverlauf: Duloxetin 120 mg
- ab Juli 2019 innerhalb von fünf Monaten im Zwei-Wochen-Takt komplett ausgeschlichen: 120 mg- 105 mg - 90 mg - 80 mg - 70 mg - 60 mg - 50 mg - 40 mg - 30 mg - 20 mg - 10 mg - 0 mg ab 01.11.2019

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- 31.05.2020 Duloxetin 60 mg
- 15.06.2020 Duloxetin 90 mg
- 28.07.2020 Duloxetin 120 mg
- 31.07.2020 Duloxetin 90 mg

simonb
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von simonb »

Hallo Jasminii,

wichtig ist jetzt glaube ich vor allem das du dich erstmal auf einer Dosis stabilisierst, auf der du die Absetzsymptome und die NW einigermaßen aushalten kannst.

Hast du dich entschieden auf 90 mg zu bleiben?
Was sagt die Klinik dazu? Und wie geht es dir damit?

Ja das mit der Abhängigkeit kann echt wütend machen,
ich finde vor allem, da diese Tatsache in der Medizin ja auch überhaupt kein Konsens ist.

Gruß Simon
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nadelwaldfichte
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von nadelwaldfichte »

Liebe Jasminii,

du machst ja gerade eine Weiterbildung zur Psychotherapeutin und ich finde es gut, dass du dann sicherlich in diesem Berufsfeld jemand sein wirst, die ihren Patienten Absetzerscheinungen glaubt und sie ggf. vor voreiliger Medikation bewahren wird, da du selbst erlebt hast, wie das ist.
Es ist natürlich dennoch schade, dass du das alles erleben musstest und musst, doch für deinen weiteren Berufsweg hat es dich sicherlich geprägt.

Ich wünsche dir alles Gute!
nadelwaldfichte
Now let me feel high when I'm sober - Let me feel young when I'm older - Let me feel proud when it's over - I finally realized - All of this time it was in me - All along, it was in me... (Avril Lavigne)

seit ca. März 2014:
Escitalopram 10 mg (kurz Citalopram, aber wegen der Nebenwirkungen wurde dann relativ schnell umgestellt), wegen leichterer/mittelschwerer Depression und Selbstunsicherheit (und Ängsten – was ich vergessen hatte) --> ich wurde mit den Jahren recht stabil, daher Beginn des Absetzens

Ende Oktober 2018: Reduktion von 10 mg auf 5 mg Escitalopram

21.03.2019: quasi kaltes Absetzen der 5 mg (nach Rat meines Arztes) / alle paar Tage 5 mg, wenn ich den Schwindel nicht aushielt

03.04.2019: Tja... Mein Arzt sagt mir, dass es auch Tropfen gibt, mit denen man milligrammweise reduzieren kann. Alle paar Tage 2, dann alle paar Tage 1 Tropfen.

18.04.2019: Letzter Tropfen Escitalopram. Seitdem im protrahierten Entzug...

Einige gesundheitliche Probleme. Einige haben sich über die letzten 1-2 Jahre eingeschlichen, einige sind spontan genau zu dieser Zeit aufgetreten. Ich verstehe lange nicht, was mit mir los ist.
Erst Ende Juli finde ich dieses Forum und mir wird vieles klar!

Entzugssymptome (einiges hat sich relativiert, mit anderem kämpfe ich noch):
Körperlich: Erschöpfung / Probleme, zu schlafen / Probleme mit der Stimme, Fehlspannung der vorderen Halsmuskulatur, Druck im Hals / Magen/Darm-Probleme / Allergien, hyperreagible Bronchien, Atemprobleme / Probleme mit den Augen / Unterleibsschmerzen / unangenehme Hitze zwischen den Oberschenkeln / Herzstolpern / erhöhte Entzündungswerte / Hautprobleme, hauptsächlich am Kinn / Inneres Vibrieren / Schwindel (im akuten Entzug)
Psychisch: Unsicherheit / Emotionale Instabilität, Labilität / Schlechte Belastbarkeit / Zittrigkeit, innere Unruhe / Depression / Konzentrationsprobleme

Jasminii
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehenn deutlich

Beitrag von Jasminii »

Hallo Finchen,

Vielen Dank für deinen Beitrag und deine Wünsche!

Ich versuche, die zwischenzeitlich eingenommenen Medìˋs nachzupflegen. Da wird einiges zusammen kommen🙄.

Der Chef der Praxis, im der ich gearbeitet habe, ist auf jeden Fall verständnisvoll, ich bin da nur leider nicht angestellt sondern freiberuflich tätig gewesen, was es finanziell gerade leider noch mal schwerer macht. Naja, jetzt muss ich erst mal wieder auf die Beine kommen.

Ich habe in der letzten Visite gesagt, dass ich bei 90 mg bleiben und nicht auf 120 mg erhöhen möchte. Das wurde akzeptiert, auch wenn man mir zur Erhöhung rät.

Mir geht es nicht wirklich gut unter den 90 mg. Zuerst ging es mir nach der Erhöhung von 60 auf 90 mg vor ca. drei Wochen deutlich besser, dann flachte es wieder ab. Zurzeit setze ich mich ziemlich unter Druck, weil ich nicht ewig hier in der Klinik bleiben kann (auch aus finanziellen Gründen), aktuell zu Hause aber auch noch nicht klar käme.
Sodass ich jetzt gerade doch wieder in Erwägung ziehe, ob ich nicht noch mal auf 120 mg erhöhe. Ich weiß, es wäre auch riskant, aber ich habe so Sorge, dass ich in der verfügbaren Zeit hier nicht ausreichend auf die Beine komme. Ich hänge schon so viele Monate in Kliniken rum (Feb. 2020), das muss endlich mal ein Ende haben.

Es kotzt mich natürlich an, dass ich dann von 120 mg irgendwann wieder ausschleichen müsste, aber vielleicht geht es doch vor, mich jetzt erst mal so gut und schnell wie möglich zu stabilisieren.

Hier wäre dann auch die Antwort auf deine Nachfrage, Simon. Vielen Dank dafür!

Liebe Grüße,

Jasmin
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- 27.05.2020 Duloxetin 30 mg
- 31.05.2020 Duloxetin 60 mg
- 15.06.2020 Duloxetin 90 mg
- 28.07.2020 Duloxetin 120 mg
- 31.07.2020 Duloxetin 90 mg

Towanda
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Towanda »

Hallo Jasminii,

es gibt keine Garantie, dass Du Dich auf 120 mg stabilisieren kannst. Dass es nach der Erhöhung von 60 auf 90 mg erst besser ging und dann sehr schnell abgeflacht ist, spricht eher dagegen.

Du hast erst Ende Mai mit Duloxetin wieder angefangen, das ist für eine Stabilisierung nicht sehr lange. Und die Medikamentenversuche davor haben das ZNS auch sicher sehr gereizt. Das braucht seine Zeit, bis sich das wieder beruhigt, das geht nicht in 4 Wochen.

Ich denke, Du brauchst in erster Linie Ruhe, Finchen hat es ja auch schon geschrieben.

Viele Grüße, Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Jasminii
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Guten Morgen Jamie,

Ich habe versucht, dir eine private Nachricht zu schicken, da ich hier im Forum gelesen habe, dass ihr wohl eine Liste mit absetzerfahrenen Psychiatern habt und wissen möchte, ob da jemand aus dem Raum Köln/Bonn dabei ist (PLZ 53721). Die Nachricht geht allerdings nicht raus, sie bleibt im Postausgang. Woran könnte das liegen?
Liebe Grüße,
Jasmin
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- ab Juli 2019 innerhalb von fünf Monaten im Zwei-Wochen-Takt komplett ausgeschlichen: 120 mg- 105 mg - 90 mg - 80 mg - 70 mg - 60 mg - 50 mg - 40 mg - 30 mg - 20 mg - 10 mg - 0 mg ab 01.11.2019

- 27.05.2020 Duloxetin 30 mg
- 31.05.2020 Duloxetin 60 mg
- 15.06.2020 Duloxetin 90 mg
- 28.07.2020 Duloxetin 120 mg
- 31.07.2020 Duloxetin 90 mg

Towanda
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Towanda »

Hallo Jasmin,

Jamie hat die PN-Funktion deaktiviert, es ist also nicht möglich, ihr Pas zu schicken - siehe die Signatur von Jamie. Du müßtest Dich also an ein anderes Teammitglied wenden.

Viele Grüße, Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Jasminii
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Hallo Towanda,

Vielen Dank.

Ich habe inzwischen versucht, private Nachrichten, an dich, padma und straycat zu schicken.

Bleiben alle im Postausgang hängen. Kann das sein?

Lieber Gruß
Jasmin
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Medikation:
- Citalopram von 2002 bis 2013. Zunächst 20 mg, später 40 mg.
- Duloxetin seit 2013

Pflanzliche/Homeopathische Mittel:
- Calmedoron 30-40 Tropfen zur Nacht

Aktueller Absetzverlauf: Duloxetin 120 mg
- ab Juli 2019 innerhalb von fünf Monaten im Zwei-Wochen-Takt komplett ausgeschlichen: 120 mg- 105 mg - 90 mg - 80 mg - 70 mg - 60 mg - 50 mg - 40 mg - 30 mg - 20 mg - 10 mg - 0 mg ab 01.11.2019

- 27.05.2020 Duloxetin 30 mg
- 31.05.2020 Duloxetin 60 mg
- 15.06.2020 Duloxetin 90 mg
- 28.07.2020 Duloxetin 120 mg
- 31.07.2020 Duloxetin 90 mg

Murmeline
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Murmeline »

Hallo Jasmin,

sie sind im Postausgang, bis sie gelesen werden. Erst dann sind sie im gesendet Ordner.

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Jasminii
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Oh, danke, Murmeline, für die Info!😃

Dann schreibe ich wohl nächstes Mal nur eine Nachricht😉🙈.

Lieber Gruß,

Jasmin
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- 31.05.2020 Duloxetin 60 mg
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Straycat
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Straycat »

Hallo Jasminii,

kein Problem mit der Dreifach-Nachricht ;-) Das geht vielen so, dass sie das mit dem Postausgang am Anfang nicht wissen. Mir war das am Anfang auch nicht klar, dass die Nachricht so lange im PA bleibt, bis sie gelesen wurde :)
Die Ärzteliste haben allerdings nur die Moderatoren (nicht die Mitglieder der Teamunterstützung, also Towanda :) und ich können nicht nachsehen). Es wird sich sicher einer der Moderatoren bei dir per PN melden. Es kann allerdings etwas dauern, da viele derzeit verhindert sind.

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
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Jasminii
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Jasminii »

Hallo zusammen,

Ich muss mich noch mal melden ... weil ich mich in den letzten Tagen so hilflos fühle.

Kennt ihr das, dass ihr Tabletten am liebsten in die Mülltonne schmeißen würdet, weil ihr sie und das, was sie euch bescheren, so hasst... und es gleichzeitig nicht könnt, weil euer Körper abhängig von ihnen ist? Ihr wollt sie weglassen und ihr könnt es nicht, jedenfalls nicht ohne massive und zeitlich nicht absehbare Konsequenzen. Völlig unfrei und eingeschränkt in eurer Autonomie zu sein. Sich gefangen zu fühlen.

Und kennt ihr es auch, an einem Tag voll davon überzeugt zu sein, dass es sich um eine Absetzproblematik handelt und es deshalb Sinn macht „auszuharren” und medikamentös nichts zu tun/zu verändern ... und ihr am nächsten Tag innerlich Panik kriegt, weil sich eure Situation nicht ändert und ihr Angst habt, dass die Ärzte mit ihren Blutspiegeln und Empfehlungen zur Dosiserhöhung usw. doch Recht haben könnten? Dass es doch gerade eine massive depressive Episode ist, der es (erst mal wieder) gilt, mit der ausreichenden Dosis entgegenzutreten?

Ich fühle mich als Alleinkämpferin im dieser Klinik, zumindest medikamentenbezogen. Die Schwestern sagen oft „dann folgen Sie doch ihrer inneren Stimme und setzen die Medikamente ab, wenn sie solch einen Widerstand dagegen haben“ und ich weiß, das geht aber nicht. Und die Ärzte und Psychologen sagen „dann dosieren Sie doch endlich auf, damit es Ihnen besser geht“ und ich denke, „Ja, vielleicht habt ihr doch Recht, aber eigentlich dachte ich, etwas anderes zu glauben.“

Ich habe so Angst einen Fehler zu machen, indem ich gerade alles unverändert lasse (90 mg). Meiner Genesung (doch) im Wege zu stehen, wenn ich nicht aufdosiere. Und meine Situation zu verschlimmern, wenn ich es tue.

Der eigenen Stimme/Überzeugung zu vertrauen in Zeiten, in denen man hin- und her gewirbelt wird ist (mir) manchmal kaum möglich. Wie sehr würde ich mir wünschen, mich einfach anvertrauen und fallen lassen zu können, vertrauen zu können, dass man hier das Richtige für mich tut. Mich wirklich den Ärzten ANvertrauen zu können.

Ich danke euch für eure Unterstützung,

Jasmin
Zuletzt geändert von Jasminii am 05.07.2020 15:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Ululu
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Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Ululu »

Hallo Jasmin,

du bist doch schon auf 90 mg Duloxetin.
:?
Sollst du noch weiter aufdosieren ?

Wenn dir 90 mg nicht helfen, werden es 120 mg auch nicht tun. Du riskierst nur noch mehr Nebenwirkungen.

Ich möchte dich aber auch nicht weiter verunsichern. Entscheiden musst du das sowieso für dich.
Ein Krankenhaus wird nach den hier gemachten Erfahrungen immer Medikamente ansetzen.

LG Ute
[spoil]Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen

2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04.2017 Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.

Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen, hilft zuerst sehr gut, dann treten Zyklusstörungen wieder auf, ist aber normal, da sicher Wechseljahrsbedingt
zeitweise Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg, daher wieder weggelassen

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg
31.01.2018 Mirtazapin auf 12,0 mg
24.03.2018 Mirtazapin auf 10,5 mg ab 06.04. Vitamin B12 für vier Wochen, keine Auswirkung
19.04.2018 Mirtazapin auf 9,0 mg
19.05.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg
02.06.2018 Mirtazapin auf 8,25 mg wegen Schwindel, Angst, Verzweiflung und Migräne

Pause.
Hitze triggert Schwindel und Migräne.

27.08.2018 Mirtazapin auf 7,5 mg


aktuelle Einnahme: Duloxetin 60 mg
Mirtazapin 7,5 mg
Seroquel prolong 50 mg

1.7.19 Mirta auf 6,75 mg
17.8.19 Mirta auf 6 mg
1.9.19 Mirta auf 5,25 mg
21.9.19 Mirta auf 4,5 mg
11.11.19 Mirta auf 3,75 mg
Pause bis mindestens Weihnachten, Leberwerte besser, Schlaf zerhackt, dauermüde :bettzeit:
[/spoil]7

Hinweis:
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Towanda
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Danksagung erhalten: 1447 Mal

Re: Jasminii: Gescheiterter Absetzversuch von Duloxetin- Weiteres Vorgehen

Beitrag von Towanda »

Hallo Jasmin,

glaubst Du wirklich, daß ADs zu Deiner Heilung beitragen? Es ist inzwischen ziemlich gut erforscht, daß ADs nicht besser wirken wie Placebo und bestenfalls die Symptome deckeln, indem sie die normalen Gefühle und Empfindungen dämpfen und je nachdem, einschläfernd oder aktivierend wirken. Aber eben alles künstlich erzeugt und nicht natürlich und dem Leben angemessen.

Bei vielen Menschen geht auch das nur eine begrenzte Zeit, irgendwann wirken die Mittel nicht mehr so wie sie nach Mediziner-Ansicht sollen, dann wird die Dosis erhöht, auf ein anderes Mittel gewechselt oder ein zweites/drittes Mittel dazugegeben. All das hat nicht mit Genesung zu tun.

Ich habe Dir mal zwei Links herausgesucht, da kannst Du ein wenig nachlesen, vielleicht bestärkt Dich das in Deinem Absatz-Weg. In den Hintergrundinformationen findest Du noch einiges mehr zu diesem Thema.

viewtopic.php?f=6&t=14540

viewtopic.php?f=6&t=10055

Viele Grüße, Towanda
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13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

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