Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->



Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
Katniss
Beiträge: 16
Registriert: 30.12.2019 16:49
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Katniss »

Hallo Zusammen,
ich nehme seit 2009 Venlafaxin wegen einen Depression major. Nach erfolgreicher Verhaltenstherapie, dem Studienabschluss und Start ins Berufleben 2012 habe ich einen Abestzversuch unternommen und nach der Vorgabe meine Neurologen und Psychaters zuerst auf 37,5 mg reduziert und dann innerhalb von zwei Wochen auf 0 mg. Es war kaum zu ertragen sowohl physisch als auch psychisch. Am schlimmsten waren die Brain zaps. Diesen Ausdruck kannte ich damals noch nicht, mein Neurologe auch nicht - er hatte davon noch nie gehört und wollte mir einreden diese Art Schwindel käme von der Halswirbelsäule :shock: :x - von Absetzsymptomen wollt er nix wissen
Ich war mir sicher, dass es vom Venla kommt, denn das gleiche erlbete ich ja schon, wenn ich die Kapsel 1 Tag vergass nach wenigen Stunden. Da es mir psychsich dann auch nicht so toll ging, und die körperlichen Erscheinungen nach 3 Wochen immer noch nicht besser wurden, habe ich wieder 75 mg Venla genommen....bis jetzt...Denn ich mich all die Jahre nicht mehr getraut einen Absetzversuch zu machen, obwohl ich seit 2012 eingermaßen fest in Leben und Beruf stehe. Nun, nachdem ich selbst viele (Erfahrunsg)berichte und Berchte von Studien zum Absetzen und den Versuchen gelesen habe, macht mich das schon echt sauer... .
Mir geht es zwar gut, ich habe einen guten Job und mache berufsbegleitend den Master, aber ich habe dann auch, nach dem ich von der "Kügelchenmethode" wusset und dass man langsam auschleichen muss, den Beginn des Absetzens wieder verschoben, da ich auf einen Zeitpunkt wartete "bei dem alles passt"...Musste dann auch feststellen "irgendwas ist immer" - kenn ihr das? oder das nur bei mir so. Tatsächlich habe ich dann mit dem Ausschleichen begonnen, als ich viele Belastungen gleichzeitig hatte. Mit Vollzeitsjob und antehende Masterarbeit kurz vorm Burnout. Ich habe aber auch gemerkt, dass mich das Einnehmen des Medikaments und mein Kinderwunsch mit zunehmenm Alter auch so stark belastet, dass das eigentlich auch ein grund meiner Ausgebranntheit ist. Also begann ich it dem Auschleichen. Ich habe nun auch gemerkt, dass eine max 5% Reduzierung der beste Weg für mich ist.
Nach meinem langen Vorstellungstext kommt nun auch noch meine Fragen. Habet ihr trotz mini-Schritten beim Absetzten trotzdem Symtome. Und könnt ihr immer gut einordnen ob das Absetzsymptome sind odder von was anderem. Ich bin zum Besipiel seit der letzten Reduzierung letzte Woche unglaublich müde und habe fast nur noch geschlafen....Ich kann gar nicht einordnen ob das nun von der Reduzierung kommt. Allerdings habe ich das auch so öfters vor Beginn des Ausschleichens - und hatte mich da auch schon gefragt ob das nach einer langen Einnahme vielleicht auch als Nebenwirkung auftreten kann... oder von der Überarbeitung/Burn-Out kommt. Es gibt bestimmte Erscheinungen, die kann ich eindeutig zuorden (z.B. bestimmte Arten von Schwindel(matshcig im Kopf). Andere wie Müdigkeit oder Bauchschmerzen/komisch im Bauch sind halt so unspezifisch. Irgendwie würde ich das gerne besser zuorden können - aber nur weil etwas gleichzeitig auftritt, heißt ja noch nicht, dass es da auch einen Zusammenhang gibt.... Wie geht ihr damit um ? Ist das für euch auch ein Thema?
Zuletzt geändert von Ululu am 05.07.2020 15:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Namen im Titel zugefügt zur besseren Übersicht im Forum
[highlight=yellow]Venlafaxin 75 mg seit Ende 2009[/highlight]
(Absetzversuch 2013 - schreckliche Symptome, jahrelang nicht mehr getraut abzusetzen)
Ausschleichen seit Dez 2019, da 6 Pellets in Kapsel nur 12,5 mg Schritte möglich
28.12. 2019 Venlafaxin 62,5 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
01.02.2020 - 50 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
08.06.2020 - 47,5 mg
(--umgestiegen auf Trevilor, da Kügelchen, abe jetzt Reduktion un 3-5% Schritten)
30.06.2020 - 46 mg
Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 6216
Registriert: 04.05.2017 17:43
Hat sich bedankt: 4034 Mal
Danksagung erhalten: 1859 Mal

Re: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Ululu »

Hallo Katniss,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Ute
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 6216
Registriert: 04.05.2017 17:43
Hat sich bedankt: 4034 Mal
Danksagung erhalten: 1859 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Ululu »

Hallo Katniss,

jetzt noch zu deinen Fragen :)
Katniss hat geschrieben: 05.07.2020 15:12 Musste dann auch feststellen "irgendwas ist immer" - kenn ihr das? oder das nur bei mir so
Da sagst du was.
:whistle:
Ich glaube, das kennt fast jeder hier. Manchmal muss man es dann wohl einfach wagen, sonst wird es nie was.
:x

Man kann nicht immer deutlich zuordnen, was Absetzerscheinung ist und was nicht.
Bei mir ist es so, dass alle potenziellen Nebenwirkungen auch als Absetzerscheinungen auftreten.

Brainzaps sind absolut typische Absetzerscheinungen. Viele kennen sie auch von einer zu späten Einnahme, gerade von Venla, das eine eher kurze Halbwertszeit hat.

Starke Müdigkeit ist auch sehr typisch. Dein Gehirn gestaltet sich um, das kostet Kraft, die dann für andere Dinge nicht mehr vorhanden ist, also reagiert dein Körper mit Erschöpfung, um dich auszubremsen.

Wenn du dir die von mir verlinkten Infos durchliest, wird sich vieles sicher selbst erklären.
Wenn du Fragen hast, stelle sie hier in deinem Thread.


Liebe Grüße Ute
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Sonne27
Beiträge: 681
Registriert: 09.03.2019 15:56
Hat sich bedankt: 559 Mal
Danksagung erhalten: 234 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Katniss,

Schön das du ins Forum gefunden hast und du dich bereits über die Kügelchenmethode belesen hast, das du entsprechendes Präperat hast, erleichtert das Ausschleichen enorm, denn es besteht soweit ich weiß bei Venlafaxin noch immer ein Lieferengpass.

Diese schleiernde Müdigkeit habe ich auch gehabt sowohl während des gesamten Entzug's als auch jetzt nach 0. Ich denke so wie Ute bereits schrieb das, dass Gehirn quasi Zwangsruhe verordnet. 🤔

Ich habe Anfangs nach falschem Absetzen mit Trinkpausen fast 2 Tage / Nächte durchgeschlafen, ich war so Müde ich hätte nix mehr auf die Reihe bekommen.

Deswegen kann ich Dir empfehlen, nimm das Signal deines Körpers ernst und gönne Dir Erholungspausen und sofern möglich lege ein Mittagschläfchen 😉 ein.

Liebe Grüße 🌞
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
•LAMOTRIGIN 200mg Morgen - 200mg Abends
•Fosterspray ( 3 * täglich je 2 Hübe)
•bei Bedarf Sabutamol
•Cetritzin 5mg
•Magnesium 300mg
•Omega 3 - in Form von purem kaltgepressten Hochwertigem Leinöl

Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
•Stromschläge im Kopf / Kiefer
•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

[spoil X]
Katniss
Beiträge: 16
Registriert: 30.12.2019 16:49
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Katniss »

Können Impfungen eigentlich auch triggern, also Absetzsymtome verstärken? Ich hab auf der Suche nur 1Beitrag dazu gefunden.Denke über ne FSME-Impfung nach, aber hab irgendwie n komisches Gefühl dabei! Habt ihr Erfahrungen?
[highlight=yellow]Venlafaxin 75 mg seit Ende 2009[/highlight]
(Absetzversuch 2013 - schreckliche Symptome, jahrelang nicht mehr getraut abzusetzen)
Ausschleichen seit Dez 2019, da 6 Pellets in Kapsel nur 12,5 mg Schritte möglich
28.12. 2019 Venlafaxin 62,5 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
01.02.2020 - 50 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
08.06.2020 - 47,5 mg
(--umgestiegen auf Trevilor, da Kügelchen, abe jetzt Reduktion un 3-5% Schritten)
30.06.2020 - 46 mg
Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 3638
Registriert: 16.01.2018 18:23
Wohnort: Bayern
Hat sich bedankt: 370 Mal
Danksagung erhalten: 1666 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Towanda »

Hallo Katniss,

ja, Impfungen jeder Art können triggern. Wenn Du oben rechts in die Suchfunktion "FSME-Impfung" oder auch nur "Impfungen" eingibst, bekommst Du jede Menge Erfahrungsberichte.

Eine Möglichkeit ist, den Titer bestimmen zu lassen, dann weißt Du, ob Du noch einen Schutz hast.

Bitte beachte unsere Forumsnettiquette - siehe Begrüßungstext - und beginne und beende Deine Beiträge mit einem Hallo oder einem anderen Gruß - Danke!

Viele Grüße, Towanda
► Text zeigen

27.07.20 - 0,25 mg Mirtazapin wurde kinesiologisch ausgetestet, deshalb nun ein größerer Schritt, der Test ergab, daß ich absetzen kann, habe ich mich nicht getraut
01.09.20 - 0,15 mg Mirtazapin
09.10.20 - 0,13 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
Katniss
Beiträge: 16
Registriert: 30.12.2019 16:49
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Katniss »

Hallo 🤗,
Boah ich so starke Regelschmerzen - schon seit 2,5 Tagen und dabei Kreislaufprobleme, dass ich mich wie im Delirium fühlt...
Habe gelesen, dass das auch mit dem Absetzen zu tun tun haben kann.
So stark und vor allem mit Kreislaufproblemen kenne ich das nur aus meiner Jugend und meiner Studienzeit bis vor über 10 Jahren, also vor der Einnahme von Venla.
Das finde ich jetzt schon komisch.
Was habt ihr da so für Erfahrungen, liebe Frauen in dieser Gruppe?
LG Katniss
[highlight=yellow]Venlafaxin 75 mg seit Ende 2009[/highlight]
(Absetzversuch 2013 - schreckliche Symptome, jahrelang nicht mehr getraut abzusetzen)
Ausschleichen seit Dez 2019, da 6 Pellets in Kapsel nur 12,5 mg Schritte möglich
28.12. 2019 Venlafaxin 62,5 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
01.02.2020 - 50 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
08.06.2020 - 47,5 mg
(--umgestiegen auf Trevilor, da Kügelchen, abe jetzt Reduktion un 3-5% Schritten)
30.06.2020 - 46 mg
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 4714
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 3108 Mal
Danksagung erhalten: 2174 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Straycat »

Liebe Katniss,

auch bei mir kommen die Wellen mit den Absetzsymptomen zur Zeiten der Periode (und dann nochmal um den Eisprung herum) stärker.
Da gibt es vermutlich durchaus auch einen Zusammenhang - Neurotransmitter und Hormone hängen ja vielfach auch zusammen.
Auch die klassischen "Menstruationsbeschwerden" erscheinen mir seit dem Absetzen eine Spur heftiger (Krämpfe, Weinerlichkeit, usw.)

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Katniss
Beiträge: 16
Registriert: 30.12.2019 16:49
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Katniss »

Hallo ihr Lieben,
ich bin seit über ner Woche Zuhause krankgeschrieben mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, etwas Schwindel und Rückenschmerzen.
Ich bin schon seit einigen Wochen stabil auf der Dosis von.46 MG Venlafaxin und pausiere erst mal ein bisschen mit dem Absetzen, da ich mich auf Arbeit/Studium konzentrieren muss.
Trotzdem Frage ich mich ob das ggfs. ein Absetzsymtom sein kann? Das wäre dann aber sehr verzögert. Oder ob das Nebenwirkungen sein können. Allerdings nehme ich Venla schon über 10 Jahre und hatte noch nie so ne lange Kopfschmerzphase.
Allerdings nehme ich seit das Original Tervilor, statt wie vorher das von Heumann, damit ich besser Abdosieren kann (Kügelchen statt Pellets). Aber der Wechsel klappte problemlos.
Freue mich über Erfahrungen und Meinungen.
LG Katniss
[highlight=yellow]Venlafaxin 75 mg seit Ende 2009[/highlight]
(Absetzversuch 2013 - schreckliche Symptome, jahrelang nicht mehr getraut abzusetzen)
Ausschleichen seit Dez 2019, da 6 Pellets in Kapsel nur 12,5 mg Schritte möglich
28.12. 2019 Venlafaxin 62,5 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
01.02.2020 - 50 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
08.06.2020 - 47,5 mg
(--umgestiegen auf Trevilor, da Kügelchen, abe jetzt Reduktion un 3-5% Schritten)
30.06.2020 - 46 mg
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19834
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 7270 Mal
Danksagung erhalten: 9707 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Jamie »

Hallo Katniss, :)

es könnte beides sein, Absetzsymptome als auch Nebenwirkungen.
Man kann auch nach jahrelanger Einnahme NW entwickeln, selbst wenn man es vorher gut vertrug; sie treten - Achtung Wink :!: - interessanterweise oft dann auf, wenn das ZNS durch Absetzsymptome angefangen wurde gereizt zu werden, sodass die Betroffenen dann an beidem herum laborieren.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass es schon eher tendenziell nachgelagerte Absetzsymptome sind.
Sie kommen manchmal erst 3 Monate später und von der Beschreibung her sind sie typisch.
Für dich wird es wahrscheinlich körperlich keinen Unterschied machen, woher es rührt, aber kognitiv finde ich es selber auch sehr wichtig, zumindest eine Idee zu haben, was die Ursache sein könnte.

Ich hoffe, du kannst dich noch weiter stabilisieren :hug:

Alles Gute
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 4714
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 3108 Mal
Danksagung erhalten: 2174 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Straycat »

Liebe Katniss,

ich setze auch Venla ab und habe nun seit Mitte Mai nicht reduziert.
Dennoch hatte ich letzte Woche eine Welle mit ganz typischen Absetzsymptomen. Bei mir kommen die also auch manchmal um Monate zeitversetzt. Das ist nicht ungewöhnlich.

Ich denke daher auch wie Jamie :), dass es sich sehr wahrscheinlich um Absetzsymptome handeln könnte.
Die Stabilisierungspause noch zu verlängern würde ich daher auch als sinnvoll sehen!

Alles Gute,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Katniss
Beiträge: 16
Registriert: 30.12.2019 16:49
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Katniss »

Hallo ihr Lieben,
ja dass was ihr beide schreibt, Cat und Jamie, klingt schon plausibel bzw. könnte gut passen. Und ja es ist schon gut zu wissen woher das kommt, schließlich kann es bei so "unspezifischen" Symptomen ja auch mal was schlimmes sein. Bei mir wurde jetzt auch z.B. FSME getestet, da ich immer viele Zecken habe.

Meine starken Kopfschmerzen sind jetzt schon über einer Woche da, wenn auch phasenweise etwas besser. übel ist es mir nicht mehr so sehr.
Aber ich habe jetzt bemerkt, dass die Kopfschmerzen immer nach der Einnahme von Venla am Morgen auftreten und am Abend weggehen. Das sieht für mich schon nach Nebenwirkungen aus. Ich meine für mich war es auch überhaupt ein Anlass Absetzen zu wollen, weil ich das Gefühl hatte, dass ich die Dinger nimmer so gut vertrage und Nebenwirkungen habe...
Klar Cortisolspiegel ist morgens auch höher....
Aber ich habe die Woche auch schon manchmal erst gemütlich lange gefrühstückt - schmerzfrei- und dann erst das Venla genommenen.. Und 15 -30 min danach ging's los mit den Schmerzen. Vorher schmerzfrei.

Aber mal angenommen meine Theorie ist richtig...was mach ich dann jetzt? :? :?
Wenn das jetzt so bleibt, kann ich ja nimmer Arbeiten geschweige denn nebenher noch studieren :-(
Klar noch Studieren ist vll. jammern auf hohem Niveau, aber Arbeiten wär schon essentiell. Bin grade Krankgeschrieben.

Das beunruhigt mich schon sehr :-( :-( :cry:

Liebe Grüße
Katniss
[highlight=yellow]Venlafaxin 75 mg seit Ende 2009[/highlight]
(Absetzversuch 2013 - schreckliche Symptome, jahrelang nicht mehr getraut abzusetzen)
Ausschleichen seit Dez 2019, da 6 Pellets in Kapsel nur 12,5 mg Schritte möglich
28.12. 2019 Venlafaxin 62,5 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
01.02.2020 - 50 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
08.06.2020 - 47,5 mg
(--umgestiegen auf Trevilor, da Kügelchen, abe jetzt Reduktion un 3-5% Schritten)
30.06.2020 - 46 mg
Katniss
Beiträge: 16
Registriert: 30.12.2019 16:49
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Katniss »

Hallo ihr Lieben,
hier weiß wohl niemand eine Antwort gerade...
Meine Kopfschmerzen sind wenigstens schon etwas besser geworden. Morgen gehe ich wieder arbeiten :fly:

Jetzt aber noch eine andere Frage, ich habe NEM genommen seit dem Beginn des Absetzens... Omega 3, Vitamin B Komplex, Magnesium, Vitamin D3.
Ich habe jetzt nicht speziell gemerkt, dass ich das nicht vertrage...
Dann habe ich aber hier gelesen, dass man damit eher vorsichtig sein soll und es wegelassen. Heute habe ich jetzt wieder damit angefangen...
Und Frage mich woran man eigentlich merkt, dass das nicht gutut? Außer dass es einem vllt. unmittelbar nach der Einnahme nicht gut geht !?
Ich meine, können ja auch wieder Nebenwirkungen oder Absetzsymtome sein.
LG Katniss
[highlight=yellow]Venlafaxin 75 mg seit Ende 2009[/highlight]
(Absetzversuch 2013 - schreckliche Symptome, jahrelang nicht mehr getraut abzusetzen)
Ausschleichen seit Dez 2019, da 6 Pellets in Kapsel nur 12,5 mg Schritte möglich
28.12. 2019 Venlafaxin 62,5 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
01.02.2020 - 50 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
08.06.2020 - 47,5 mg
(--umgestiegen auf Trevilor, da Kügelchen, abe jetzt Reduktion un 3-5% Schritten)
30.06.2020 - 46 mg
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19834
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 7270 Mal
Danksagung erhalten: 9707 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Jamie »

Hallo guten Morgen Katniss, :)
hier weiß wohl niemand eine Antwort gerade...
Nein, an Ahnungslosigkeit liegt es nicht ;).
Das Forum wird freiwillig und ehrenamtlich in ihrer Freizeit von Menschen betrieben, denen es selber teilweise sehr schlecht geht.
Wir versuchen nacheinander zu schauen, aber nicht immer klappt es, zumal bei schlechter Besetzung und wenn es denjenigen, die dann normalerweise zurück schreiben, selber nicht gut geht.
Da muss man bitte etwas Geduld aufbringen und wenn es wirklich brennt und man den Eindruck bekommt vergessen worden zu sein, dann gerne noch mal melden und fragen, ob jemand nicht doch noch mal schreiben könnte. :)

Wenn du eine Beziehung zwischen der Einnahme und dem Einsetzen der Kopfschmerzen herstellen kannst, spricht das natürlich in der Tat für Nebenwirkungen. Die Frage ist, wie stark sind die NW und kann man es aushalten, oder geht da nichts mehr?
Wenn nichts mehr geht, muss man über Abdosieren nachdenken.

Wenn du NEM einnimmst und noch einmal die Verträglichkeit prüfen willst, darfst du keinesfalls alles gleichzeitig einnehmen; dann musst du dir noch mal vier-fünf Wochen nehmen und alles weglassen und darin dann mal 5 TAGE Omega 3 antesten, dann das weglassen und 5 Tage Vit B antesten usw.
Man erkennt Unverträglichkeiten daran, dass nach der Einnahme Unwohlsein auftritt, zB Unruhe oder Nervosität oder Anspannung oder körperliche Symptome. Wenn das nicht bei dir passiert, dann verträgst du es.
Wenn du dich so durchgetestet hast, wirst du wissen, ob deine Kombi passt oder du ggf. was weglassen musst.
Zur Erinnerung. Vitamin D alleine hilft nicht, wenn man es nicht zusammen mit K2 und Magnesium nimmt. Diese drei bedingen sich gegenseitig und bilden einen wichtigen Kreislauf.
Hast du das bislang so eingenommen?

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
Katniss
Beiträge: 16
Registriert: 30.12.2019 16:49
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Katniss »

Liebe Jamie,
Danke für Deine ausführliche Antwort.."hier weiß wohl niemand eine Antwort gerade" war nicht als Vorwurf oder drängelnd gemeint. Sondern eher so als Übergangsformulierung um an meinem Thread weiterzuschreiben. Entschuldigung für meine etwas unbedachte Formulierung...

Meine Kopfschmerzen sind immer noch da und phasenweise bzw stundenweise sehr stark. Jetzt sind es schon 2 Wochen am Stück. Es war diese Woche grenzwertig am Spätnachmittag von der Arbeit die fast 40 km nach Hause zu kommen, also sicher mit dem Auto zu fahren, trotz Schmerztablette.
Allerdings ging es mit starken Schmerzen immer erst zwischen 13 und 16 Uhr los.Und nicht wie in der ersten Woche so im Anschluss an die Venlafaxin-Einahme. Also deutet das doch nicht so sehr auf eine Nebenwirkung hin. Ist echt schwierig. Am besten wäre es es ginge einfach wieder weg.
Liebe Grüße
Katniss
[highlight=yellow]Venlafaxin 75 mg seit Ende 2009[/highlight]
(Absetzversuch 2013 - schreckliche Symptome, jahrelang nicht mehr getraut abzusetzen)
Ausschleichen seit Dez 2019, da 6 Pellets in Kapsel nur 12,5 mg Schritte möglich
28.12. 2019 Venlafaxin 62,5 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
01.02.2020 - 50 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
08.06.2020 - 47,5 mg
(--umgestiegen auf Trevilor, da Kügelchen, abe jetzt Reduktion un 3-5% Schritten)
30.06.2020 - 46 mg
Katniss
Beiträge: 16
Registriert: 30.12.2019 16:49
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Katniss »

:) Hallo ihr Lieben,
bei meinem Kopfschmerzen tut sich immer noch nichts. Ich werde jetzt mal versuchen mich Histaminarm zu ernähren um rauszufinden ob es dann auch besser wird. Einige Symptome würden schon sehr gut passen. Insbesondere, da ich seit ein paar Zyklen auch ungewöhnlich starke Regelschmerzen habe. Und etwas anders als das zu probieren oder Abzuwarten fällt mir im Moment auch nicht ein.
Wünscht mir Glück :hug:
LG Katniss
[highlight=yellow]Venlafaxin 75 mg seit Ende 2009[/highlight]
(Absetzversuch 2013 - schreckliche Symptome, jahrelang nicht mehr getraut abzusetzen)
Ausschleichen seit Dez 2019, da 6 Pellets in Kapsel nur 12,5 mg Schritte möglich
28.12. 2019 Venlafaxin 62,5 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
01.02.2020 - 50 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
08.06.2020 - 47,5 mg
(--umgestiegen auf Trevilor, da Kügelchen, abe jetzt Reduktion un 3-5% Schritten)
30.06.2020 - 46 mg
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 4714
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 3108 Mal
Danksagung erhalten: 2174 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Straycat »

Liebe Katniss,

Eine histaminarme Ernährung ist auf jeden Fall einen Versuch wert!
Verhütest du eigentlich hormonell bzw. hast du daran kürzlich etwas geändert? Kopfschmerzen stehen ja häufig auch in Zusammenhang mit hormoneller Verhütung.

Auch Verspannungen im Nacken können uU zu starken dauerhaften Kopfschmerzen führen. Vielleicht auch eine Idee?

Ansonsten würde ich es mal mit deinem Hausarzt besprechen. Dann kann er dich ggf. gründlich durchchecken falls kein Auslöser auf Anhieb gefunden wird und solche lange anhaltenden Kopfschmerzen für dich untypisch sind.

Ich drücke die Daumen, dass es bald besser wird :hug:
Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Katniss
Beiträge: 16
Registriert: 30.12.2019 16:49
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Katniss »

Hallo ihr Lieben,

ich habe nun mittlerweile seit 6,5 Wochen diese Dauerkopfschmerzen und bin deswegen krankgeschrieben. Weder im MRT noch im Blutbild wurde etwas auffälliges gefunden.
Meine Hausärztin und mein Neurologe haben auch keine Idee mehr.
Laut Neurologe kommt es nicht vom Absetzen des Venlas...
Mein Neurologe hat nur noch die Idee mir aufgrund der Schmerzen Amitriptylin zu verordnen. Als er das erwähnt habe, habe ich aber so entsetzt die Augen aufgerissen :shock: :vomit: , so dass er die Idee erstmal wieder verworfen hat.

Das die Schmerzen bei mir mir Psyche/Depression/ Stress zu tun hat, denkt er aber nicht.

Nach Erfahren mit Dauerkopfschmerzen aufgrund von AD-Entzug und AD-Nebebwirkungen habe ich ja schon gefragt...und auch beim Stöbern hier habe ich nicht wirklich viel gefunden. Von daher gehe ich davon aus, dass es nicht wirklich mit den ADs zusammenhängt (wobei wissen kann man es nie).

Ich weiß daher auch nicht so genau, was ich mir von diesem Beitrag erwarte
...von euch erwarte .. vielleicht einfach ein paar nette Worte, etwas Zuspruch... :pillowtalk: :group: :hug:

Mit dem Abdosieren pausiere ich ja leider auch gerade wegen der Schmerzen. Und Frage mich wann ich da weiter machen kann. Das macht nicht schon alles etwas traurig, :cry: auch wenn ich versuche, alles irgendwie so zu akzeptieren wie es ist und das Beste daraus zu machen. :party2: :sports:
LG Katniss
[highlight=yellow]Venlafaxin 75 mg seit Ende 2009[/highlight]
(Absetzversuch 2013 - schreckliche Symptome, jahrelang nicht mehr getraut abzusetzen)
Ausschleichen seit Dez 2019, da 6 Pellets in Kapsel nur 12,5 mg Schritte möglich
28.12. 2019 Venlafaxin 62,5 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
01.02.2020 - 50 mg - > 10 Tage Absetzsymptome
08.06.2020 - 47,5 mg
(--umgestiegen auf Trevilor, da Kügelchen, abe jetzt Reduktion un 3-5% Schritten)
30.06.2020 - 46 mg
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19834
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 7270 Mal
Danksagung erhalten: 9707 Mal

Re: Katniss: Venlafaxin ausschleichen - Zuordung von Absetzsymtopmen

Beitrag von Jamie »

Hallo Katniss, :)

Dauerkopfschmerzen können sehr wohl PP-bedingt und entzugsbedingt auftreten.
Das ist nicht so selten, aber halt extrem einschränkend.
Wenn du früher keine hattest und sie im Rahmen eines Absetzprozesses auftreten, dann ist da eine gewisse Wahrscheinlichkeit gegeben, dass es da eine Relation gibt, auch wenn dein Neurologe dies ausschließt - mit Verlaub, das hat nicht viel zu heißen. :?

Wurde eine Schmerzanalyse vorgenommen, also zu welcher Art der Kopfschmerz gehört? Konnte das überhaupt definiert werden?
Sind Nackenverspannungen und Kieferprobleme und Zähneknirschen ausgeschlossen worden?
Oft sind solche Dinge auch multifaktoriell, also zB Entzug, Verspannungen, vielleicht noch was mit dem Kiefer usw., aber oft findet man auch nicht so einen alleinigen "Supergrund". Ist frustrierend, aber dafür spricht auch, dass die organische Abklärung bislang nichts erbrachte :roll: .

Natürlich möchte ich dir gut zureden :hug:.
Im Entzug ist es so, dass sich bei fast jedem gewisse Schwachpunkte zeigen, aber eben verlagert. Der eine leidet furchtbar unter den morgendlichen Panikattacken und Unruhezuständen, der andere hat permanent Magen-Darm-Probleme, ein dritter leidet vorrangig unter Zaps und Muskelzuckungen und bei einem vierten ist es dann eben der Dauerkopfschmerz.
Alles schon gehabt, alles in der Regel nicht durch Zusatzuntersuchungen auf eine organische Erkrankung rückführbar. Insofern spricht Vieles für eine Entzugskomponente.

Wichtig ist, dass du für dich Perspektiven findest, wie es damit weitergehen kann. Dass du den Kopf nicht in den Sand steckst und dich doch noch mal umtust, zB ob Massagen entspannend wirken können oder zB das Einreiben mit ätherischen Ölen, und sei es nur 5% weniger Schmerz.
Dazu Akzeptanz und nicht in Panik geraten.

Ganz liebe Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
Antworten