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Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

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Rosa37: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Rosa37
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Rosa37: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Beitrag von Rosa37 »

Hallo,

2010 habe ich zusätzlich zu rez. Depressionen und Essstörung die Diagnose Borderline erhalten.
Die letzten Jahre ging es mir weitestgehend gut, habe in gutes soziales Umfeld und war auf 3 Medikamente gut eingestellt.
Das Escitalopram habe ich vor 10 Wo. abgesetzt (Infos siehe Signatur). Als es 2 Wochen aus meinem Körper draußen war, ging es mir sehr schlecht.
Meine Symptome sind wieder voll ausgebrochen, wie jahrelang schon nicht mehr! Ich war voller Anspannung, Aggression und Depression, hätte am liebsten alles kaputt geschlagen und mich selbst zerstört, habe meinen armen Freund beschimpft und geschubst. Ich war schockiert von mir selbst. Am nachsten Tag war es etwas besser. Immer wieder treten seitdem solche Tage auf und das macht mich fertig.
Gestern war ich am absoluten Tiefpunkt und dachte mir Escit. hat den Kampf gewonnen und ich muss es wieder nehmen. Aber das will ich eigentlich nicht mehr :-(
Mein Psychiater meint, das sind keine Absetzsymptome, sondern mein impulsiver Charakter, der letztendlich auch vom Borderline kommt und das wird sich auch nicht mehr ändern und ich muss halt entscheiden, ob ich es so haben will oder wieder etwas gedämpfter mit dem Escit., er überlässt mir die Entscheidung.
Hat jemand von euch auch Borderline und ergeht/erging es euch ähnlich?
Ich frage mich halt die ganze Zeit: Sind es Absetzsymptome oder bin ich einfach so?? Ich halte mich ja selbst nicht mehr aus! Vielleicht ist das wirklich mein Charakter, denn im Jugendalter, als ich noch keine Medikamente nahm, hatte ich ständig solche schlimmen Tage und da waren es ja keine Absetzsymptome, weil ich da noch nie was genommen hatte.
Ich hoffe es kann mir jemand helfen, ich bin am verzweifeln... :-(
Ich wollte künftig alle Medikamente absetzen, um endlich frei zu sein davon, wieder sexuelle Lust zu empfinden und endlich schwanger zu werden...

Liebe Grüße
Rosa
Zuletzt geändert von Towanda am 06.07.2020 12:28, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Namen im Titel ergänzt
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Beginn mit Cipramil, dann mehrere SSRIs nacheinander ausprobiert, keines richtig geholfen oder Nebenw.

Seit 2004 bis 3.5.2020

Citalopram/Escitalopram in versch. Dosen (mehrere Absetzversuche gescheitert)

Seit 2010 zusätzlich

200mg Lamotrigin

Seit 2013 zusätzlich
300mg Elontril (Bupropion)

Escitalopram ausgeschlichen von 20 mg auf 0 mg von Dezember 2019 bis 3.5.2020
(jede Woche 1 mg weniger)

Straycat
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Re: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Beitrag von Straycat »

Hallo Rosa,

willkommen im ADFD.

Dein Ausschleichen vom Escitalopram war wohl etwas zu schnell. Das soll kein Vorwurf sein, man weiß es oft ja nicht besser.
Lies dich am besten in die Links unten im Begrüßungstext etwas ein, dann wirst du schnell sehen, dass ein langsameres Vorgehen oft sinnvoller ist und das Risiko für Absetzsymptome minimiert.
Diese starken Emotionen, die aus dem Nichts zu kommen scheinen, sind auch ein häufiges Absetzsymptom (Neuroemotionen).
AD deckeln maximal Symptome, sie werden dich nie von Grundproblematiken heilen. Es ist häufig etwas schwer zu unterscheiden, was jetzt Absetzsymptome sind und was die Grunderkrankung.

Nun hier der Begrüßungstext:

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

[highlight=yellow][highlight=yellow][highlight=yellow]Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).[/highlight][/highlight][/highlight]

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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Rosa37
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Re: Rosa37: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Beitrag von Rosa37 »

Hallo,

ist hier jemand mit der Diagnose Borderline, der keine Antidepressiva oder andere Psychopharmaka einnimmt?
Mich würde interessieren ob das überhaupt möglich ist!
Ich nehme mein halbes Leben schon Medikamente und kann mir nicht vorstellen, dass es jemals ohne geht, obwohl ich es mir so sehr wünsche frei davon zu sein :-(

LG
Rosa
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(jede Woche 1 mg weniger)

lionel
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Re: Rosa37: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Beitrag von lionel »

Hallo Rosa,

hast schon Therapie(n) gemacht die dir geholfen haben bzw. hast du Techniken gelernt, um Impulse kontrollieren zu können? Vielleicht kann dir bereits gelerntes wieder etwas helfen.

Ich war 2018 auf Reha wo ich die Verdachtsdiagnose Borderline bekommen habe, was aber von meiner Psychiaterin zu Hause nicht bestätigt wurde und ich denke auch nicht, dass ich Borderline habe. Allerdings habe ich mich mit meiner Psychiaterin darüber unterhalten und sie meinte, dass Personen bei denen Borderline diagnostiziert wird ein (schweres) Trauma bzw. mehrere dahinter stecken.

Also ich denke nicht, dass Menschen so einen "Charakter" haben, hinter Persönlichkeitsstörungen liegen eigentlich immer Träumst, hoffe du hattest schon die Chance dich damit auseinanderzusetzen.

Hoffe meine Nachricht ist nicht zu wirr...

Gute Nacht,
lionel
Anfang 2017:
Angstzustände, Schlafstörungen, Depression, Panikattacken.
März 2017:
Von meiner Psychiaterin verschrieben und genommen ab 10. März:
15mg Praxiten (Benzo) 2mal
25mg Sertralin für eine Woche...danach auch 50mg hochdosiert.
NW: große nicht aushaltbare Anspannung in der Nacht, Kopfschmerzen, starke Verspannung beim Genick und Hals, psychosomatische Symptome (Zuckendes Auge, Sprachstörungen, Verkrampfung der linken Gesichtshälfte, Muskeltonus links nicht kontrollierbar, Schwierigkeiten zu stehen.

Ab Ende März: Aufentahlt in der Psychiatrie, 6 Wochen. Benzo wird innerhalb von 2 Wochen abgesetzt und nur noch bei Bedarf, Lyrica wird eindosiert, täglich um 25mg mehr bis zu 200mg und etwas später auf 300mg.

Ab Mai: 50mg Sertralin und 300mg Lyrica und bei Bedarf 15mg Oxazepam

Ab November 2017: 75mg Sertralin und 300mg Lyrica
NW: Einschlafprobleme, lebhafte Träume und Nachtschweiß
Libido kaum vorhanden...

10.3.18: weniger 25mg Sertralin, nun 50mg
NW: sehr trockener Hals -> Halsschmerzen, trockene Lippen, Nase und Augen; Muskelschmerzen am Rücken, sehr lebhafte Träume, dazwischen Kopfschmerzen und Verspannungen beim Hals.

28.3.18: etwas mehr Angstzustände, aber noch im Rahmen, Halsschmerzen und Trockenheit viel besser, Nachtschweiß ubd lebhafte Träume weiterhin vorhanden...

Sertralin wird erstmals nicht weiter abgesetzt!

10.6.18: Lyrica 125-0-150 (25mg am Vm reduziert)
NW: Muskelschmerzen, Darmprobleme und Schmerzen, Verspannungen.

9.7.18: Lyrica 100-0-150 (25mg am Vm reduziert)

10.10.18: Lyrica 100-0-125 (25mg am Abend weniger)

28.12.18: Lyrica 100-0-100 (25mg am Abend weniger)

April und Mai 2019: Unruhe und funktional neurologische "Anfälle" mehrmals wöchentlich. Ab Ende April nehme ich ca. 3mal die Woche Oxazepam 15 mg.

Juni und Juli 2019: Für beide Monate nur insgesamt 45mg Oxazepam.

02.08.19: Sertralin 25mg (25mg weniger)

30.9-8.10.19: mehrmalige funktional neurologische "Anfälle" + 1×7,5mg Oxazepam.

6.12.2019: Reduzierung der Abenddosis Lyrica auf 75mg (um 25mg weniger)

11.4.2020: Reduktion Vormittagsdosis von Lyrica auf 75mg (um 25mg weniger)

08.06.20: Reduktion der Abenddosis Lyrica auf 50mg (um 25mg weniger)

Aktuell

Sertralin 25mg und Lyrica 75-0-50mg

Bedarfsmedikation: 7,5mg Praxiten (Oxazepam)

Nahrungsergänzungsmittel
Mönchspfeffer 20mg/Tag, Magnesium 150mg/Tag
Vitamin D3 2000 I.E./Tag + Vitamin K2

Annanas
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Re: Rosa37: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Beitrag von Annanas »

Guten Morgen, Rosa :) ,
Rosa37 hat geschrieben:
06.07.2020 11:45
Mein Psychiater meint, das sind keine Absetzsymptome, sondern mein impulsiver Charakter, der letztendlich auch vom Borderline kommt und das wird sich auch nicht mehr ändern und ich muss halt entscheiden, ob ich es so haben will oder wieder etwas gedämpfter mit dem Escit., er überlässt mir die Entscheidung.
ME handelt es sich sehr wohl um Absetzsymptome, so wie auch Cat :) schon schrieb - sie können den Symptomen ähneln, wegen deren man die Medikamente verordnet bekam.
Nur leider kennen sich die meisten Ärzte damit nicht aus.

Ein auf "borderline" basierender Charakter ist mir neu :evil: - erstens sind wir nicht unsere Diagnosen und zweitens bin ich da bei lionel :): derartige Störungen haben zumeist erlittene Traumata oder auch ein ungünstiges vergangenes oder gegenwärtiges Lebensumfeld als Ursache.

Wichtig wäre da eine Therapie, um diese ggf herauszuarbeiten u Strategien für den Umgang damit zu erlernen.
Psychopharmaka deckeln nur die Symptomatik, heilen aber nicht, im Gegenteil, sie stumpfen zudem oft ab u haben noch andere gravierende Nebenwirkungen.
Rosa37 hat geschrieben:
06.07.2020 11:45
Ich frage mich halt die ganze Zeit: Sind es Absetzsymptome oder bin ich einfach so?? Ich halte mich ja selbst nicht mehr aus! Vielleicht ist das wirklich mein Charakter, denn im Jugendalter, als ich noch keine Medikamente nahm, hatte ich ständig solche schlimmen Tage und da waren es ja keine Absetzsymptome, weil ich da noch nie was genommen hatte.
Gerade im Jugendalter kann es schon allein durch die hormonelle Umstellung zu derartigen Gefühlsausbrüchen kommen.
Lebte man dazu u.U. in einem destruktiven Umfeld potenzierte sich das noch.
Letzteres müßte dann aufgearbeitet werden - es ist mMn absolut keine Charakterfrage, mich machen derartige Arzt-Aussagen einfach nur wütend....!

Aber jetzt zum praktischen Teil:
Du bist jetzt 10 Wochen auf Null mit dem Escitalopram - das ist zwar für eine Wiedereindosierung nicht gerade der optimale Zeitraum, der liegt bei ca 4 - 6 Wochen nach dem endgültigen Absetzen, aber trotzdem wäre es einen Versuch wert, denke ich.

Du könntest mit ca 0,5 mg starten, wenn du das möchtest - es wäre eine Möglichkeit, zu schauen, ob die Absetzsymptome aufgefangen werden u es dir wieder etwas besser geht.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Murmeline
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Re: Rosa37: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Beitrag von Murmeline »

Hallo Rosa,

du könntest dir den Bericht von Lukas durchlesen, der inzwischen keine Medikamente mehr nimmt.
viewtopic.php?f=51&t=11506

Andere Mitglieder, die dieser Beschreibung Borderline zugeordnet wurden, findest du über das stöbern in den Ergebnissen der Suchfunktion oben rechts.

Murmeline mit Grüßen
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Karel
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Re: Rosa37: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Beitrag von Karel »

Hallo,

gehöre auch zu den Menschen welche neben einer Rez. Depression auch Borderline haben.

Meine Erfahrungen in dem Kontext ist das ein Absetzen aber selbst die Einnahme von AD zu Symptomen führen kann die auch einer psychiatrischen Erkrankung wie Borderline PKS oder Bipolar zugeordnet werden können.

Turlich kann auch das AD einige Symptome der Borderline PKS gedeckelt hat. Der Oberarzt einer Tagesklinik meinte das kein AD bei der Behandlung einer Borderline PKS was nützt. Er schwört auf DBT.

Schau Dich einfach in Ruhe hier um. Du bist nicht allein und viele sind mit dem Forum schon ein gutes Stück weiter gekommen.

LG Karel
1997 bis 2008 Cannabis
08/2008 Panikattacken und Angstzustände
08/2008 3 Tage Krisenintervention in Klinik - Diagnose Depression und Angst, Abhängigkeit Cannabis - Doxepin 100mg
01/2011 8 Wochen stat. Therapie - Diagnose Depression - Cipralex 20mg
06/2013 5 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung - Venlafaxin 225mg
09/2017 Reduzierung von Venlafaxin auf ärztlichen Rat binnen 6 Monaten auf 37,5mg
05/2018 6 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung, Borderline - Aufdosierung Venlafaxin von 37,5mg auf 225mg
bis Anfang 2019 ambulante Aufdosierung Venlafaxin auf 337,5mg
02/2019 4 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. Depr. Störung, Borderline- Umstellung 90mg Cymbalta
04/2019 13 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung, Borderline - Umstellung kurzfristig auf 150mg Venlafaxin, 100mg Seroquel und 0,5mg Tavor bei Bedarf, nach 7 Wochen auf 1350mg Quillonium und 100mg Amitriptylin umgestellt
07/2019 9 Wochen teilstationäre Therapie - Diagnose Rez. Depr. Störung, Borderline - Umstellversuch auf anderes AD, Reduktion Amitriptylin auf 50mg, Lieferengpass anderes AD, Aufdosierung auf 75mg Amitriptylin

Medikation Stand 10/2019
75mg Amitriptylin und 1125mg Quilonium
Medikation Stand 11/2019
75mg Amitriptylin und 900mg Quilonium
Medikation Stand 12/2019
75mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 02/2020
68,75mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 03/2020
62,5mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 04/2020
56,25mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 05/2020
50mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 06/2020
62,5mg Amitriptylin und 675mg Quilonium


Medikamentenebenwirkung: Tremor hat aufgehört, schlechte Schilddrüsenwerte wieder normal,
Leber und Nierenwerte trotz gesunder Ernährung, kein Alkohol, Nikotin o.ä. weiterhin nicht so gut,
Gewichtszunahme von 12 Kilo binnen 8 Wochen, Angst vor Lithium ist schwächer

Absetzsymhome Venlafaxin: protrahierter Entzug, Wellen und Fenster, Wechseln alle 2 Wochen, zumeist Weinkrämpfe, Neuroemotionen, Unruhe und Veränderte Selbst- und Umweltwahrnehmung

Rosa37
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Re: Rosa37: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Beitrag von Rosa37 »

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure hilfreichen und ermutigenden Antworten!
Die letzte Dosis Escitalopram ist nun fast 12 Wochen her. In den letzten Tagen ging es mir ganz ok/gut, aber die 2 Wochen davor waren richtig schlimm!
Aber wenigstens "nur" eher depressiv als in Hochspannung und Aggressivität. Aber Essattacken dafür wieder schlimmer...
Ich habe 2013 das DBT-Programm gemacht, 2015 die Auffrischung. Ich bin jetzt nochmal für eine Auffrischung angemeldet, aber natürlich mit Wartezeit, ca. 6 Monate.
Ich muss mich bemühen/aufraffen mir wieder selbst mit Skills zu helfen. In letzter Zeit schaffe ich das gar nicht, ich liege dann nur rum und hoffe, dass es von alleine besser wird. Aber ich habe mir vorgenommen, mich bald intensiv damit zu beschäftigen, damit ich fürs nächste Tief gleich besser vorbereitet bin.
Ich hab etwas Angst vorm Wochenende - letzten Sa bin ich wieder nur rum gelegen... Hab mir aber schon 2 Sachen eingeplant und hoffe, dass ich die dann auch mache (Kuchen backen und zum Sport)...
War am Dienstag bei der Homöopathin, sie hat mir Globuli verschrieben, die ich 1x pro Woche nehmen soll. Vielleicht hilfts ja was, wäre schön!
Noch zur Info: Ich hab ein paarmal CBD Öl ausprobiert, manchmal hab ich das Gefühl es hilft ein bisschen ruhiger zu werden...

LG
Rosa
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200mg Lamotrigin

Seit 2013 zusätzlich
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Karel
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Re: Rosa37: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Beitrag von Karel »

Hey,

hoffe Dein Kuchen ist was geworden!? Hab neulich auch einen mit Johannes- und Stachelbeeren aus dem Garten gemacht. Was für Sport machst Du?

LG Karel
1997 bis 2008 Cannabis
08/2008 Panikattacken und Angstzustände
08/2008 3 Tage Krisenintervention in Klinik - Diagnose Depression und Angst, Abhängigkeit Cannabis - Doxepin 100mg
01/2011 8 Wochen stat. Therapie - Diagnose Depression - Cipralex 20mg
06/2013 5 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung - Venlafaxin 225mg
09/2017 Reduzierung von Venlafaxin auf ärztlichen Rat binnen 6 Monaten auf 37,5mg
05/2018 6 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung, Borderline - Aufdosierung Venlafaxin von 37,5mg auf 225mg
bis Anfang 2019 ambulante Aufdosierung Venlafaxin auf 337,5mg
02/2019 4 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. Depr. Störung, Borderline- Umstellung 90mg Cymbalta
04/2019 13 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung, Borderline - Umstellung kurzfristig auf 150mg Venlafaxin, 100mg Seroquel und 0,5mg Tavor bei Bedarf, nach 7 Wochen auf 1350mg Quillonium und 100mg Amitriptylin umgestellt
07/2019 9 Wochen teilstationäre Therapie - Diagnose Rez. Depr. Störung, Borderline - Umstellversuch auf anderes AD, Reduktion Amitriptylin auf 50mg, Lieferengpass anderes AD, Aufdosierung auf 75mg Amitriptylin

Medikation Stand 10/2019
75mg Amitriptylin und 1125mg Quilonium
Medikation Stand 11/2019
75mg Amitriptylin und 900mg Quilonium
Medikation Stand 12/2019
75mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 02/2020
68,75mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 03/2020
62,5mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 04/2020
56,25mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 05/2020
50mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 06/2020
62,5mg Amitriptylin und 675mg Quilonium


Medikamentenebenwirkung: Tremor hat aufgehört, schlechte Schilddrüsenwerte wieder normal,
Leber und Nierenwerte trotz gesunder Ernährung, kein Alkohol, Nikotin o.ä. weiterhin nicht so gut,
Gewichtszunahme von 12 Kilo binnen 8 Wochen, Angst vor Lithium ist schwächer

Absetzsymhome Venlafaxin: protrahierter Entzug, Wellen und Fenster, Wechseln alle 2 Wochen, zumeist Weinkrämpfe, Neuroemotionen, Unruhe und Veränderte Selbst- und Umweltwahrnehmung

Rosa37
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Re: Rosa37: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Beitrag von Rosa37 »

Hallo Karel,

am Samstag bin ich wieder fast nur rum gelegen und hatte keinen Antrieb... Die Torte für meine Omi zum Geb. hab ich geschafft, aber war anstengend. Gestern mit Familie gefeiert, war gut, aber so viele Leute, da reagiere ich in letzter Zeit manchmal empfindlich drauf. Kaffee hab ich auch getrunken, darauf reagiere ich auch manchmal empfindlich - brauchte dann länger zum Einschlafen...
Ich gehe 2x pro Woche ins Fitness-Studio und mache Kursstunden. Ab und zu gehe ich spazieren. Nordic Walking auch mal, aber eher selten.

Liebe Grüße
Rosa
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Re: Rosa37: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Beitrag von Karel »

Hey,

kenn das mit dem rumliegen. Habe dann oft ein schlechtes gewissen da ich irgendwie darauf programmiert bin immer was zu machen bzw. zu tun. Wäre dann gern ein Löwe in der Savanne der ohne schlechtes Gewissen einfach in der Sonne chillt. Kaffee vermeide ich auch. Verträgt sich mit Lithium nicht. Obwohl er sogut schmeckt.

Hast Du eigentlich schon für Dich Antworten auf Deine Eingangs gestellten Fragen gefunden?

Liebe Grüße Karel
1997 bis 2008 Cannabis
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01/2011 8 Wochen stat. Therapie - Diagnose Depression - Cipralex 20mg
06/2013 5 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung - Venlafaxin 225mg
09/2017 Reduzierung von Venlafaxin auf ärztlichen Rat binnen 6 Monaten auf 37,5mg
05/2018 6 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung, Borderline - Aufdosierung Venlafaxin von 37,5mg auf 225mg
bis Anfang 2019 ambulante Aufdosierung Venlafaxin auf 337,5mg
02/2019 4 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. Depr. Störung, Borderline- Umstellung 90mg Cymbalta
04/2019 13 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung, Borderline - Umstellung kurzfristig auf 150mg Venlafaxin, 100mg Seroquel und 0,5mg Tavor bei Bedarf, nach 7 Wochen auf 1350mg Quillonium und 100mg Amitriptylin umgestellt
07/2019 9 Wochen teilstationäre Therapie - Diagnose Rez. Depr. Störung, Borderline - Umstellversuch auf anderes AD, Reduktion Amitriptylin auf 50mg, Lieferengpass anderes AD, Aufdosierung auf 75mg Amitriptylin

Medikation Stand 10/2019
75mg Amitriptylin und 1125mg Quilonium
Medikation Stand 11/2019
75mg Amitriptylin und 900mg Quilonium
Medikation Stand 12/2019
75mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 02/2020
68,75mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 03/2020
62,5mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 04/2020
56,25mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 05/2020
50mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 06/2020
62,5mg Amitriptylin und 675mg Quilonium


Medikamentenebenwirkung: Tremor hat aufgehört, schlechte Schilddrüsenwerte wieder normal,
Leber und Nierenwerte trotz gesunder Ernährung, kein Alkohol, Nikotin o.ä. weiterhin nicht so gut,
Gewichtszunahme von 12 Kilo binnen 8 Wochen, Angst vor Lithium ist schwächer

Absetzsymhome Venlafaxin: protrahierter Entzug, Wellen und Fenster, Wechseln alle 2 Wochen, zumeist Weinkrämpfe, Neuroemotionen, Unruhe und Veränderte Selbst- und Umweltwahrnehmung

Rosa37
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Re: Rosa37: Escitalopram vor 10 Wo. abgesetzt (Borderline wieder ausgebrochen)

Beitrag von Rosa37 »

Hallo Karel,

so geht's mir auch - wenn ich nur rum liege fühle ich mich auch schlecht, denn ich sollte doch was tun! Etwas sinnvolles, was mir Spaß macht oder was im Haushalt, was dann mal wieder liegen bleibt :-(
Ja, es hat mir schon bisschen geholfen, dass du und noch ein paar mir geantwortet haben!
Danke nochmal! :-)

LG
Rosa
Seit 2001

Beginn mit Cipramil, dann mehrere SSRIs nacheinander ausprobiert, keines richtig geholfen oder Nebenw.

Seit 2004 bis 3.5.2020

Citalopram/Escitalopram in versch. Dosen (mehrere Absetzversuche gescheitert)

Seit 2010 zusätzlich

200mg Lamotrigin

Seit 2013 zusätzlich
300mg Elontril (Bupropion)

Escitalopram ausgeschlichen von 20 mg auf 0 mg von Dezember 2019 bis 3.5.2020
(jede Woche 1 mg weniger)

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