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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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lena0053
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lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von lena0053 »

Hallo ihr Lieben,
das wird ein langer Text! Entschuldigt.

2008 habe ich aufgrund einer Panikstörung Citalopram bekommen. Da immer wieder neu diese Störung aufkam habe ich dieses Medikament bis Mitte April dieses Jahr genommen (zwischen 10 und 30mg in der längsten Zeit 20mg). Ohne mir was dabei zu denken. Da mir alle Psychiater versicherten das sei überhaupt kein Problem.

Mitte April setzte ich Citalopram ab. 10 Tage 10mg dann auf Null. Ich war wieder schwanger. Da es bei meinem 1,5 Jährigen Sohn Probleme bei der Geburt gab (Gott sei Dank keine gravierenden) und ich trotz der Versicherung der Ärzte dass das nicht an Citalopram liegen könne kein Risiko eingehen wollte setzte ich so schnell ab. Dachte mir aber auch nichts dabei. Hatte keinerlei Symptome.

Schnell wurde leider bei unseren kleinen das Turner Syndrom festgestellt und sie starb in der 16 SSW. Ich hatte eine Ausschabung. Natürlich ging es mir nicht gut aber ich war stabil.

Und dann ging es ab Mitte Juni los. Hier ein Text den ich damals geschrieben habe:

pillowtalk: Ziemlich gleich danach bekam ich fiese körperliche die mich stark an meinen Verstand zweifeln liesen.

Beim spazieren gehen hatte ich furchtbar schwere Beine, das Gefühl jemand drückt dagegen. Die Bäume kamen auf mich zu! In mir drin kribbelte es überall und wenn ich mich hingelegt habe hatte ich gefühlt eine Adrenalinwelle nach der anderen. Außerdem hatte ich so komische Schauer die mir über den Rücken liefen.
Da ich in schweren Zeiten immer mit Panikattacken und somatischen Beschwerden zu tun habe habe ich vier Wochen pure Hölle durchgehalten. Ständig völlig Situationsunabhängige Angstattacken. Ich hatte die ganze Zeit Todesangst. Konnte weder alleine sein noch groß das Haus verlassen.

Nach Blutuntersuchung beim Arzt bekam ich eine Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert (Habe Hashimoto-„so schlimm könnten die Symptome davon aber eigentlich nicht sein“) und dachte ok das war’s jetzt kann es nur noch besser werden.

Das wurde es aber nicht. Mittlerweile fühle ich mich körperlich furchtbar schwach! Morgens beim aufwachen habe ich furchtbar Angst vorm aufstehen, will nicht aufstehen weil ich mir sicher bin wegen den schlimmen körperlichen und psychischen Symptomen den Tag nicht zu schaffen! Ich bin so erschöpft. Mir ist die ganze Zeit Schwindelig, bin völlig dumpf und noch ganz vieles mehr. Manchmal bin ich richtig apathisch- irgendwo in mir komm kaum raus. Als würde ich träumen.

Meine ganze Gedankenwelt dreht sich nur noch darum was mit meinem Kopf ( alles irreal kann mich nicht mehr konzentrieren wie Watte im Kopf, derealisiere- kann nicht mal mehr Tv schauen- erinnere mich kaum noch an ein paar Stunden zuvor) und meinem Körper nicht stimmt. Habe furchtbare Angst. Wenn Angehörige mich zwingen spazieren zu gehen habe ich durchgehend das Gefühl keinen weiteren Schritt zu schaffen. Danach fühle ich mich noch schlimmer.

Ich gehe so ungern raus weil ich dann merke dass sich an meiner Wahrnehmung soviel verändert hat! Autofahren geht nicht mehr

Mindestes ein Mal am Tag habe ich ein ganz schlimmes schreckliches Gefühl in mir das mir sagt das jetzt nicht mehr aushalten zu können. Dieses Gefühl ist nicht zu beschreiben. Alles fühlt sich anders an.

Kann mich nicht mehr um meinen Sohn kümmern. Nicht mehr alleine sein. Jeder Tag ist eine Riesen Qual. Gleichzeitig habe ich auch das Gefühl das jetzt alles einfach aufhört es eh kein Morgen gibt.

Besuch und mehrere Menschen kann ich nicht ertragen. Bin dann wie in einem Tunnel und habe das Gefühl es nicht aushalten zu können. Sehe und höre nicht richtig alle sind weit weg und fremd. Ich werde unendlich müde. Fühlt sich wie ein Traum an. Habe Angst verrückt zu werden

Ich will nicht einsehen dass das ‚NUR’ etwas psychisches ist. Obwohl mir das alle sagen. Ich habe mich selbst völlig verloren. Und das innerhalb von Wochen! Habe Angst an einer Gehirnerkrankung oder sowas zu leiden

Wenn ich Beschreibungen von Depressionen lese denke ich dass es zu mir nicht passt. Die Bettoffenen bekommen wenigstens noch irgendwas auf die Reihe. Ich bekomme so gut wie nichts mehr hin



Bin dann im Krankenhaus gelandet- alles gut! Psychiater diagnostizierte
mir schwere Depression und komplexe Angsterkrankung. Verschrieb mir Duloxetin. Was ich nicht angerührt habe.

Habe lange gehofft es sei einfach die Schilddrüse. Meine Ernährung völlig umgestellt und mit einer Selleriesaft Entgiftung angefangen. Nichts hat geholfen.

Und plötzlich sind mir die Citalopram wieder eingefallen. Letztendlich bin ich auf eure Seite gestoßen. Was irgendwie meine letzten Hoffnungen zerstört hat. Über Jahre?? Irgendwo auf eurer Seite steht man solle es nach 10 Jahren lieber ganz mit dem absetzen lassen da es nie wieder besser werden würde. Nie wieder???

Zurzeit Pflegen mich praktisch meine Eltern. Meine Mutter kocht für mich baut mich nach meinen täglichen Zusammenbrüchen wieder auf und hilft mir dabei mich noch irgendwie um meinen Sohn zu kümmern. Das Haus verlasse ich nicht. Wenn ich es doch tue habe ich ständig das Gefühl das alles andere ist und sich anfühlt. Im Auto mitzufahren oder in Supermarkt zu gehen scheint einen Kurzschluss in meinem Hirn zu verursachen... Panikattacken habe ich aber keine mehr.

Ich habe so furchtbare Zustände für die ich keine Worte habe. Alles in meinem Körper sagt mir dann dass ich nicht mehr aufstehen kann das es keine nächste Minute gibt. Ich sehe anders, fühle mich nicht mehr und nehme emotional nicht mehr am Leben teil. Bin in meinem Kopf hinter einer dicken Wand eingesperrt.

Meinen Sohn ins Bett zu bringen ist die Hölle. Und das für immer???

Körperliche Symptome wechseln täglich. Hitzewallungen, Schwindel, kribbeln und vibrieren, extremste Schwäche, komische Schwere in meinen Gliedern.

Schlimmer ist der völlige Verlust von Identitätsgefühl oder Lebensgefühl und das was auch immer in meinem Kopf.

Euer Forum war geschlossen ich wusste keinen Rat. Also habe ich für meinen Sohn versucht wieder einzudosieren. 2 Tage jeweils 1mg. Ich habe es nicht länger geschafft alles in mir hat sich dagegen gewehrt. Hoffe habe dadurch nicht noch mehr kaputt gemacht.

Ich will wieder mit meinem Sohn spielen können ohne dabei nicht anwesend zu sein und nur zu spüren dass in mir was ganze gewaltiges nicht stimmt und mein Hirn nicht funktioniert. Ich will ihn nicht mehr zu Hause einsperren weil ich nicht in der Lage bin nach draußen zu gehen. Ich will meinen Wunsch nach einem zweiten Kind nicht aufgeben.

Keine Sekunde in meinem Leben ist noch aushaltbar. Ich möchte nur noch sterben und habe keinerlei Hoffnung dass sich das wieder ändern wird. Bitte ich brauche dringend Hilfe
2008 Diagnose Panikstörung Agoraphobie

Medikamente:
2008- April 2020 Einnahme Citalopram (Zumeist 20mg, auch mal 10mg und 30mg). Innerhalb von 10 Tagen abgesetzt.

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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo lena,

willkommen im Forum :).

Du leidest an einem schweren Entzugssyndrom, alles was du schilderst, spricht dafür.
Wenn es dir möglich ist, auch emotional, weil du von großem Widerwillen schreibst, würde ich über die Wiedereinnahme noch einmal nachdenken.
2 Tage sind zu wenig, um etwas beurteilen zu können und 1mg war meines Erachtens auch schon zu hoch gewählt. Ich würde mit 0,25mg beginnen und dann bei Verträglichkeit steigern.
Die Alternative ist die Zähne zusammenzubeißen und die Sache auszusitzen.
Dieser Zustand wird nicht für den Rest des Lebens so sein, aber er kann lange andauern!
12 Jahre AD sind eine lange Zeit und dein ganzes ZNS / dein ganzer Körper muss sich umbauen; das ist Schwerstarbeit, produziert viele Symptome und braucht einfach sehr lange.
Und plötzlich sind mir die Citalopram wieder eingefallen. Letztendlich bin ich auf eure Seite gestoßen. Was irgendwie meine letzten Hoffnungen zerstört hat. Über Jahre?? Irgendwo auf eurer Seite steht man solle es nach 10 Jahren lieber ganz mit dem absetzen lassen da es nie wieder besser werden würde. Nie wieder???
Das möchte ich gerne korrigieren.
Du beziehst dich auf einen einzigen Artikel, wo wir die Meinung eines einzelnen Arztes (ich meine es war Dr. Shipko) aus den USA widergeben, die wir aber im Grundsatz nicht teilen, weswegen dieser Artikel von uns auch mehrfach kommentiert wurde.

Wir sind der Meinung, dass man - egal wie lange die Einnahme war - zu jedem Zeitpunkt seines Lebens die Entscheidung treffen kann, Psychopharmaka abzusetzen, wenn dies der Wunsch der betreffenden Person ist.
Es gibt extrem wenige Konstellationen, wo dies ggf. nicht sinnvoll oder möglich ist.
Voraussetzung ist, dass man sich stabil fühlt, über das Vorgehen und den langen Zeitraum eines PP-Entzugs informiert ist und sich vorbereitet.

Es tut mir sehr leid, dass du das Citalopram so abrupt abgesetzt hast (in den Beipackzetteln wird davor gewarnt; auch bei einer Schwangerschaft sollte man ausschleichen und nicht direkt auf 0 gehen) und dann in einen so schweren Entzug gefallen bist und auch keine kompetente ärztliche Begleitung gehabt hast.
Ich möchte dir auch mein Mitgefühl zum Tod deines Babies aussprechen; das ist ein hartes Jahr, was du da gerade erlebst. :hug:

Trotzdem möchte ich dir auch Mut machen, nicht den Kopf hängen zu lassen, zumal du jetzt den "Feind" kennst und weißt, woher diese Zustände rühren.
Eine SD Unter- oder Überfunktion können zusätzlich massive Symptome auslösen, das kam und kommt erschwerend dazu - ich hoffe, die Einstellung stimmt jetzt.

Das Gefühl im Kopf, das dir so zusetzt, hat übrigens eine ganz eigene Bezeichnung: brain fog.
Es ist wie sich anhaltend vernebelt und dumpf zu fühlen, manche haben auch große kognitive Einbußen.
Du schilderst auch emotionale Abgestumpftheit und Abgetrenntheit - das könnte auf Formen von Derealisation (DR) und Depersonalisation (DP) hinweisen, wie sie bei schweren Entzügen auch bekannt sind
Zudem reagierst du gleichermaßen komplett überreizt auf jegliche Form von Reizen; das zB nicht mehr einkaufen gehen können ohne das Gefühl zu haben die Sicherungen brennen durch, ist auch einigen hier bekannt.
Dein Gehirn und ZNS sind völligst hypersensitiv; es ist dann ein Schutzmechanismus, brain fog, DP und DR zu erzeugen, um es vor weiteren Eindrücken abzuschirmen, aber es fühlt sich gleichzeitig sehr schlimm an.

Dies für´s Erste, ich verlinke dir noch unseren Begrüßungstext und unsere Absetzsymptomliste.
Du wirst dich mit vielen deiner Symptome dort wiederfinden:
viewtopic.php?f=18&t=12534

Viele Grüße
Jamie
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von Jamie »

Hallo lena :)

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Jamie
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von lena0053 »

Liebe Jamie!

Vielen Dank für deine schnelle Antwort! Ich habe hier sehr oft gelesen das eine Wiedereindosierung nur in den ersten Monaten sinnvoll ist? Soll ich es also tatsächlich trotzdem wagen? Bei mir wechseln die Symptome so massiv, dass ich eine Verschlechterung kaum noch bemerken würde...

Also wirklich nochmal versuchen? Wie lange erst Mal die 0,25mg? Und wenn sie nicht wirken und ich es wieder weg lasse fängt dann alles wieder von vorne an?

Auch wenn ich meinen Feind kenne er ist einfach tausendmal stärker als ich...

Lieben Dank für deine ausführliche Antwort!!

Grüße Anna-Lena
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von padma »

hallo Lena, :)

auch von mir willkommen.

Es tut mir sehr leid, was dir da widerfahren ist und wie schlecht es dir geht. :hug:

Eine Wiedereindosierung greift am besten innerhalb von 6 Wochen nach dem Absetzen. Je länger das Absetzen zurück liegt umso geringer sind die Chancen, dass es hilft und das Risiko einer Unverträglichkeit nimmt zu.

Auf der anderen Seite ist es so, dass es die einzige Möglichkeit ist, noch etwas an Symptomen abzufangen.

Aufgrund der Schwere deines Entzugssyndroms könnte es auch nach nun 5 Monaten noch einen Versuch wert sein. Leider lässt sich überhaupt nicht vorraussagen, ob es etwas bringen würde.

Bei einer so kleinen Dosis würde sich eine Unverträglichkeit nicht so massiv auswirken und du könntest es dann ggfs. sofort wieder weg lassen.

Der Entzug würde nicht wieder komplett von vorne beginnen, aber es wäre schon eine erneute Reizung des Nervensystems.

Ohne Wiedereindosierung ist damit zu rechnen, dass dein Zustand sich nur sehr langsam bessert.
Ich kann dir da weder zu- noch abraten, dein Bauchgefühl ist vielleicht ein ganz guter Ratgeber.

Hat sich denn seit dem Absetzen was an deinen Symptomen geändert, ist eine Tendenz zur Besserung erkennbar?

Du wirst wieder gesund werden, da das ZNS in der Lage ist, sich selbst wieder zu heilen. Dieser Zustand ist nicht für immer!

Verträgst du denn das L Thyroxin? Es gibt auch Betroffene, die es nicht vertragen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



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Infoartikel: Antidepressiva absetzen
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von lena0053 »

Liebe Padma,
padma hat geschrieben: 19.09.2020 22:58 Hat sich denn seit dem Absetzen was an deinen Symptomen geändert, ist eine Tendenz zur Besserung erkennbar?
Meinst du nach den 2 Tagen 1mg? An den beiden Tagen hatte ich furchtbare Angst. Was aber eher mit meinem dem zusammenhängenden Katastrophengedanken zu tun hat. Hatte aber auch kurz mal das Gefühl etwas klarer zu sein. Nach dem Absetzen habe ich eigentlich keine Veränderung bemerkt. 4 Tage danach hatte ich Abends eine üble Panikattacke was ich eigentlich nicht mehr habe. War aber einmalig und mit Hilfe meines Mannes habe ich es ganz gut überstanden.

Heute Abend geht es verhältnismäßig recht gut! (Einnahme war Sonntag und Montag)


Das Problem ist das ich nicht in der Lage bin mich alleine um meinen Sohn zu kümmern. Mein Mann arbeitet tagsüber. Ich kann nicht auf lange Dauer so von meinen Eltern abhängig sein. Nur der Gedanke mit meinem Sohn völlig allein im Haus zu sein lösen bei mir alle Alarmglocken aus. „Was wenn...“
Ich muss also irgendwas tun! Auch will ich ihm die Mutter sein die er verdient und nicht seine ganzen Kinderjahre im Nebel und Angst verbringen.
L Thyrox nehme ich seit Jahren und hatte Bisher keine Probleme damit. Am Dienstag habe ich einen Termin beim Facharzt und die Einstellung zu verbessern. Schon jetzt wird mir schlecht wenn ich daran denke! Alles was sich außerhalb des Hauses abspielt ist noch schlimmer als eh schon...

LG
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von lena0053 »

Liebe Padma,
jetzt habe ich es verstanden. Nein seit dem absetzen im April wird es eher immer schlimmer nicht besser!!
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von Karel »

Hallo Lena,

Habe Deinen Beitrag bzw. die Schilderung Deiner Situation gelesen. ich weiß wie sich einige Deiner Beschwerden anfühlen da ich, so wie viele andere sie auch hatten bzw. noch haben. Das tut mir leid für Dich das Du sowas durchmachen musst.

Ich drücke Dir die Daumen das die Eindosierung einer Kleinstdosis Erleichterung bringt. Einige konnten sich darunter stabilisieren.

Versuch so gut es geht den Kopf etwas abzulenken. Kleine Dinge wie Kreuzworträtsel reichen da schon. Versuch auch ausreichend gesund zu essen und einen festen Schlafrhythmus einzuhalten. Gerade zählen die kleinen Dinge, kleinen Schritte.

Nimm die Unterstützung Deiner Eltern an. Es ist nicht schön als Erwachsener abhängig zu sein aber Deine Notsituationen lässt es nicht anders zu. Es kommen wieder bessere Zeiten.

Dir einen sympthomarmen Sonntag

Liebe Grüße

Karel
Zuletzt geändert von Karel am 20.09.2020 11:46, insgesamt 1-mal geändert.
1997 bis 2008 Cannabis
08/2008 Panikattacken und Angstzustände
08/2008 3 Tage Krisenintervention in Klinik - Diagnose Depression und Angst, Abhängigkeit Cannabis - Doxepin 100mg
01/2011 8 Wochen stat. Therapie - Diagnose Depression - Cipralex 20mg
06/2013 5 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung - Venlafaxin 225mg
09/2017 Reduzierung von Venlafaxin auf ärztlichen Rat binnen 6 Monaten auf 37,5mg
05/2018 6 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung, Borderline - Aufdosierung Venlafaxin von 37,5mg auf 225mg
bis Anfang 2019 ambulante Aufdosierung Venlafaxin auf 337,5mg
02/2019 4 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. Depr. Störung, Borderline- Umstellung 90mg Cymbalta
04/2019 13 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung, Borderline - Umstellung kurzfristig auf 150mg Venlafaxin, 100mg Seroquel und 0,5mg Tavor bei Bedarf, nach 7 Wochen auf 1350mg Quillonium und 100mg Amitriptylin umgestellt
07/2019 9 Wochen teilstationäre Therapie - Diagnose Rez. Depr. Störung, Borderline - Umstellversuch auf anderes AD, Reduktion Amitriptylin auf 50mg, Lieferengpass anderes AD, Aufdosierung auf 75mg Amitriptylin

Medikation Stand 10/2019
75mg Amitriptylin und 1125mg Quilonium
Medikation Stand 11/2019
75mg Amitriptylin und 900mg Quilonium
Medikation Stand 12/2019
75mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 02/2020
68,75mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 03/2020
62,5mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 04/2020
56,25mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 05/2020
50mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 06/2020
62,5mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 07/2020
50mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 08/2020
43,25mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 09/2020 (15.09)
50mg Amitriptylin und 675mg Quilonium

AB 23.09. 75mg Amitriptylin und 675mg Quilonium nach gescheiterten Reduktionsversuch
leichte Stabilisierung mit starken Aggressionen

Ab 05.10 62,5mg Amitriptylin und 675mg Quilonium wegen starken Agressionen

6.10. Gute Stimmung

7.10 bis 14.10 Antrieb ist okay, Aggressionen weg, ab und an weinen, leicht Niedergeschlagen und ab und an auch normale Stimmung, leichte Durchschlafprobleme aber dafür insgesamt 8 Stunden Schlaf, Mittagsschlaf leider nicht möglich da Unruhe und Gedankenrasen


Absatzpause bis 2021 :bettzeit:

Fazit 2020:
Lithium um 450mg und Amitriptylin um 25mg reduziert. Längere Fenster, langsame Rückkehr von Emotionen, viel trotz psychischer und medikamentöser Einschränkungen gewuppt.

Ich danke dem Forum, meinem Körper und meiner Familie das es dies mitgetragen hat. :pillowtalk:




Medikamentenebenwirkung: Tremor hat aufgehört, schlechte Schilddrüsenwerte wieder normal,
Leber und Nierenwerte trotz gesunder Ernährung, kein Alkohol, Nikotin o.ä. weiterhin nicht so gut,
Gewichtszunahme von 12 Kilo binnen 8 Wochen, Angst vor Lithium ist schwächer

Absetzsymhome Venlafaxin: protrahierter Entzug, Wellen und Fenster, Wechseln alle 3 Wochen, zumeist Weinkrämpfe, Neuroemotionen, Unruhe und Veränderte Selbst- und Umweltwahrnehmung
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von Straycat »

Liebe Anna-Lena,

auch von mir herzlich willkommen bei uns im Forum :hug:
Was du bereits durchmachen musstest liest sich schlimm :(
lena0053 hat geschrieben: 19.09.2020 23:14 Das Problem ist das ich nicht in der Lage bin mich alleine um meinen Sohn zu kümmern. Mein Mann arbeitet tagsüber. Ich kann nicht auf lange Dauer so von meinen Eltern abhängig sein. Nur der Gedanke mit meinem Sohn völlig allein im Haus zu sein lösen bei mir alle Alarmglocken aus. „Was wenn...“
Ich muss also irgendwas tun! Auch will ich ihm die Mutter sein die er verdient und nicht seine ganzen Kinderjahre im Nebel und Angst verbringen.
Ich verstehe deinen Wunsch nach sofortiger Besserung und die Hoffnungslosigkeit in Bezug auf deine nächste Zukunft - dass du es alleine schaffen willst und unbedingt etwas zu deiner Besserung tun willst.
Allerdings ist es so, dass beim Absetzen Zeit das allerbeste Heilmittel ist. Und auch wenn man gerne "etwas tun will", damit sich rasch etwas besser, kann man sich mit blindem Aktionismus oft die eigene Situation noch "verschlimmbessern".

Auch wenn es immens schwer fällt - versuche nicht zu weit in die Zukunft zu denken und wie du was schaffen willst. Ich weiß, das ist unsagbar schwer, weil man sich ja eine Perspektive wünscht. Ich würde jedoch eher versuchen in kleinen Schritten und kleinen Zeiträumen zu denken: Einen Tag nach dem anderen irgendwie meistern, eine Stunde nach der nächsten.

Heilung brauch leider wirklich viel Zeit (wie Jamie :) auch schon geschrieben hat) - und man selbst braucht dafür schier unendlich viel Geduld. Leider bleibt einem auch nicht viel anderes übrig, weil man weder durch Medikamente, noch durch Behandlungen seine Heilung beschleunigen kann. Man kann maximal etwas daran ändern, wie man Entzugssymptome wahrnimmt und damit umgeht. Aber auch dieser Prozess (der Akzeptanz und des Umgangs mit Symptomen) braucht viel Zeit.

Wie auch immer du dich bezüglich der Wiedereindosierung entscheidest: Versuche möglichst viel Geduld mit dir selbst und deinem Körper zu haben. Er leistet im Entzug Schwerstarbeit - gönne ihm möglichst viel Ruhe und übernimm dich nicht.

Ich schicke dir viel Kraft für die nächste Zeit - du schaffst das :hug:
Liebe Grüße,
Cat
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von Luisa1974 »

<3 Liebe Lena,

ich habe einmal eine Fehlgeburt gehabt und die Panikattacken kamen circa 8 Monate später, so schlimm, dass ich danach über 3 Monate in einer Klinik war, aber alles ohne Medikamente dort. Das ist eine so furchtbare Erfahrung, und dann hast du ja noch einen Sohn um den du dich kümmern musstest.. . sicherlich bist du dadurch auch sehr geschwächt, sowas steckt man nicht so schnell weg...

Ich habe Citalopram erst später begonnen und es sehr lange genommen. Habe es auch viel zu schnell abgesetzt und war danach total verzweifelt wegen all der Absetzsymptome... ich dachte, ich schaffe es nie... habe es dann wieder aufdosiert, aber erst sehr spät, weil ich auch erst sehr spät hier auf das Forum gestoßen bin. Mir ging es gleich besser, hatte mit 5 mg begonnen und hätte da auch bleiben sollen. Leider hatte ich damals eine neue Psychiaterin, die mich so gedrängt hat, dies weiter auf zu dosieren, bis 30 mg, da habe ich dann Atemnot und Panik bekommen, weil das viel zu viel und zu schnell war und bin dann auf 20 mg.
Und dann habe ich begonnen ganz langsam wie hier im Forum beschrieben zu reduzieren. Der Tinnitus ist geblieben, aber ich bemerke ihn oft kaum.
Ich hätte nie gedacht, dass ich es schaffe, aber habe es geschafft. Ich nehme noch Mirtazapin . Leider. aber nach dem Tod meiner Mutter und dem Selbstmord eines Freundes und jetzt wird mein Hund vielleicht noch sterben, schaffe ich es im Moment nicht weiter zu reduzieren.
Aber irgendwann mache ich weiter. und du schaffst es auch mit dem Citalopram. Mir ging es wirklich so übel mit dem Entzug des Citaloprams und ich habe es geschafft. Du auch <3 <3

liebe Grüße
Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise
Januar 2017: Existenzangst ->Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Tinnitus macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser
25.01.2017: denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: neue Psychiaterin: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg durch Psychiaterin angeordnet
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: auf 30mg erhöht - Panikattacken Atemnot, bin sicher das Citalopram löst dies aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten v. Psychiaterin - Androhung Einweisung in Klinik gegen eigenen Willen, ab jetzt bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15 - Klinik abgesagt weil wegen meinem Hund keine Selbstmordgefahr besteht sagt Psychiaterin
*******************
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg , Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 -schrittweise langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg
2018 - 2019 - Citalopram abgesetzt bis 0 gm in Mini-Schritten, ab 5mg Wasserlösemethode - durch die Krankheit und dem Tod meiner Mutter konnte ich dies nicht dokumentieren, Tinnitus ist leider geblieben, aber erträglich, oft leise

aktuell: Mirtazapin 30 mg, musste nach dem Tod meiner Mutter erhöht werden, da Panik und Atemnot extrem wiederkamen und ich beinahe meine Arbeit verloren hätte (kein Kündigungsschutz..)
mein neuer Psychiater setzte mich unter Druck Venlafaxin zusätzlich zu nehmen, lüge ihn an, es zu nehmen, nehme es aber nicht, habe Angst dass er die Behandlung abbricht. Suche Therapieplatz bisher vergeblich.
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von lena0053 »

Ihr Lieben,
erst Mal ganz ganz lieben Dank für eure Antworten und Unterstützung!!

Ihr schreibt über einige Zeit, lange Zeit. Von was von einer Zeit sprechen wir? Sehr viele Jahre? Wird es denn irgendwann wenigstens ein bisschen besser? Anfangs waren die Abende wenigstens ein bisschen besser. Das ist nun kaum noch so. Gestern Abend hatte ich ein zwei Stunden an denen ich mich wenigstens etwas normal, wie ich selbst, gefühlt habe. Heute war wieder der ganze Tag einfach nur Horror und ich bin wieder fernab von jeglicher Realität.

Cat du schreibst von einer Stunde zur nächsten aber keine ist aushaltbar...
Ich habe hier von Fenstern und Wellen gelesen. Ich habe vllt eine Stunde Fenster in der Woche. Und das seit ca drei Monate. Bin jetzt schon völlig zerstückelt wie soll das über Jahre machbar sein?

Ich hatte die Panikstörung weil ich die totale Hypochonderin bin. Ihr könnt euch also vorstellen wie ich auf all diese Symptome reagiere... Täglich sterbe ich 10 000 Tode.

Ich frage mich wie viel ich mit meiner Psyche aufgrund meiner Grunderkranung und der Fehlgeburt verschlimmere. Früher bin ich gegen die Panikattacken angegangen hab mir gesagt die Symptome machen deine Angst. Jetzt habe ich keine Ahnung wie damit umgehen außer Schreckensstarr auszuharren.

Luisa würdest du mir also empfehlen wieder einzudosieren? Ich bin so hin und her gerissen. Die Vorstellung alles noch schlimmer zu machen macht mich starr.

Mehr schaffe ich momentan nicht zu schreiben...

Danke!!!
2008 Diagnose Panikstörung Agoraphobie

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2008- April 2020 Einnahme Citalopram (Zumeist 20mg, auch mal 10mg und 30mg). Innerhalb von 10 Tagen abgesetzt.

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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von Ululu »

Hallo Lena,

du klingst extrem verzweifelt und ich kann das sehr gut verstehen. :hug:
Es ist sehr typisch für Absetzerscheinungen, dass sie sich mörderisch anfühlen und man das Gefühl hat, dass es einem nie wieder gut gehen wird.
Viele hier kennen das. :x
Ich habe schon oft von so tiefer Verzweiflung gelesen, wie du sie gerade verspürst.
Dein Gehirn strukturiert sich gerade um, dabei bleiben leider viele andere Prozesse auf der Strecke, was dazu führt, dass du dich nicht mehr wie du selbst fühlst.

Das wird aber nicht so bleiben. Es wird besser werden. Das passiert meistens nicht plötzlich, sondern eben im Wellen und Fenster Muster.
Es ist absolut typisch, dass am Anfang die Wellen überwiegen.

Wir haben leider kein Geheimrezept für dich. Nach den hier gemachten Erfahrungen ist Akzeptanz und von Moment zu Moment zu leben der gangbarste Weg damit umzugehen. Ich weiß auch, dass das schwer ist aber leider kann man die Heilung nicht beschleunigen.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dein schlechtes Gewissen, was du deinem Sohn und deiner Familie gegenüber hast, deine Situation noch verschlimmert.

Vielleicht lässt du deinen Mann oder / und deine Eltern mal hier im Forum lesen. :?
Dann können sie vielleicht besser einordnen, wie schlecht es dir gerade geht.
Es ist schön, dass du Hilfe hast. Das ist leider längst nicht bei jedem so.
Ich denke, deine Familie hilft gerne, versuch das ohne schlechtes Gewissen anzunehmen.
:group:
Vielleicht hilft es dir, in unseren Erfolgsgeschichten zu stöbern.
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LG Ute
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von Straycat »

Hallo Lena,
lena0053 hat geschrieben: 20.09.2020 20:10 Ihr schreibt über einige Zeit, lange Zeit. Von was von einer Zeit sprechen wir? Sehr viele Jahre? Wird es denn irgendwann wenigstens ein bisschen besser?
Das lässt sich sehr schwer pauschal beantworten. Bei manchen ist es nach einigen Wochen deutlich besser, bei anderen nach einigen Monaten und bei schlimmen Fällen hält es sich einige Jahre. Allerdings möchte ich gleich hinzufügen: Bitte nicht vom schlimmsten Fall ausgehen! Es muss definitiv nicht jahrelang so sein, wie es jetzt ist. Bei vielen verbessern sich die Symptome auch und dann gibt es noch eine Restsymptomatik, die sich länger hält.
Es ist wirklich sehr individuell, weshalb keine fixen Zeiträume angegeben werden können.
lena0053 hat geschrieben: 20.09.2020 20:10 Anfangs waren die Abende wenigstens ein bisschen besser. Das ist nun kaum noch so. Gestern Abend hatte ich ein zwei Stunden an denen ich mich wenigstens etwas normal, wie ich selbst, gefühlt habe. Heute war wieder der ganze Tag einfach nur Horror und ich bin wieder fernab von jeglicher Realität.

Cat du schreibst von einer Stunde zur nächsten aber keine ist aushaltbar...
Ich habe hier von Fenstern und Wellen gelesen. Ich habe vllt eine Stunde Fenster in der Woche. Und das seit ca drei Monate. Bin jetzt schon völlig zerstückelt wie soll das über Jahre machbar sein?
Ja, das sind Wellen und Fenster, wie du schon selbst vermutet hast. Das Gehirn heilt nicht linear, sondern quasi wellenförmig. Deswegen kann es immer wieder Wellen mit Symptomen und dann auch symptomfreie Fenster (oder Fenster in denen die Symptome besser sind) geben.
Auch dieses Muster verändert sich mit der Zeit manchmal. Viele Betroffene haben zunächst erst sehr kurze Fenster und mit der Zeit werden sie auch wieder länger.

Ich hoffe, du hast bald wieder bessere Stunden, damit du wieder etwas Hoffnung schöpfen kannst :hug:
Liebe Grüße,
Cat

überschnitten mit Ute :)
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von lena0053 »

Liebe Ute,
Ich glaube meine Verzweiflung rührt daher, dass ich mich als schlimmst möglichsten Fall einschätze. Langzeiteinnahme+Kaltentzug = 100% langwierigster Entzug.

Ich bin so dankbar für meine Eltern und meinen Mann die mir soviel Geduld, Liebe und Verständnis entgegenbringen!!! Ohne sie hätte ich keinerlei Chance!!!

LG
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von lena0053 »

Ha ha Cat, gerade lese ich dein „bitte nicht vom schlimmsten ausgehen“ 😏
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von Straycat »

Hallo Lena,

das tun leider viele - und wenn du schreibst, dass du unter Hypochondrie leidest, ist es wohl ziemlich nahe liegend, dass du bei diesen doofen Symptomen jetzt auch vom schlimmsten ausgehst.
Aber es ist sehr häufig nicht der Fall und es wird wieder besser!

Lass den Kopf nicht hängen und versuche auf deine Heilung zu vertrauen :hug:
Liebe Grüße,
Cat
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von nadelwaldfichte »

Hallo Anna-Lena,

Nur damit du hier vielleicht auch noch die andere Seite liest: Ich habe das Forum auch erst relativ spät nach Kaltentzug gefunden und nicht wieder eindosiert.

Es ging mir lange Zeit nicht sehr gut und heute, nach knapp 1,5 Jahren, ist auch noch nicht alles gut. Aber in der Tendenz wird es nach und nach besser und ich bin um meinen heutigen Zustand dankbar, weiß ich doch, wie es z.B..vor einem Jahr noch war.

Wahrscheinlich würde ich für mich wieder so entscheiden. Aber was man dir raten sollte, das kann ich nicht beantworten, denn es steckt eben nur jeder selbst in seinem Körper.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute! :hug:
nadelwaldfichte
Now let me feel high when I'm sober - Let me feel young when I'm older - Let me feel proud when it's over - I finally realized - All of this time it was in me - All along, it was in me... (Avril Lavigne)

seit ca. März 2014:
Escitalopram 10 mg (kurz Citalopram, aber wegen der Nebenwirkungen wurde dann relativ schnell umgestellt), wegen leichterer/mittelschwerer Depression und Selbstunsicherheit (und Ängsten – was ich vergessen hatte) --> ich wurde mit den Jahren recht stabil, daher Beginn des Absetzens

Ende Oktober 2018: Reduktion von 10 mg auf 5 mg Escitalopram

21.03.2019: quasi kaltes Absetzen der 5 mg (nach Rat meines Arztes) / alle paar Tage 5 mg, wenn ich den Schwindel nicht aushielt

03.04.2019: Tja... Mein Arzt sagt mir, dass es auch Tropfen gibt, mit denen man milligrammweise reduzieren kann. Alle paar Tage 2, dann alle paar Tage 1 Tropfen.

18.04.2019: Letzter Tropfen Escitalopram. Seitdem im protrahierten Entzug...

Einige gesundheitliche Probleme. Einige haben sich über die letzten 1-2 Jahre eingeschlichen, einige sind spontan genau zu dieser Zeit aufgetreten. Ich verstehe lange nicht, was mit mir los ist.
Erst Ende Juli 2019 finde ich dieses Forum und mir wird vieles klar!

Entzugssymptome (einiges hat sich relativiert, mit anderem kämpfe ich noch):
Körperlich: Erschöpfung / Probleme, zu schlafen / Probleme mit der Stimme, Fehlspannung der vorderen Halsmuskulatur, Druck im Hals / Magen/Darm-Probleme / Allergien, hyperreagible Bronchien, Atemprobleme / Probleme mit den Augen / leichterer Tinnitus / Unterleibsschmerzen / unangenehme Hitze zwischen den Oberschenkeln / Herzstolpern / erhöhte Entzündungswerte / Hautprobleme, hauptsächlich am Kinn / Inneres Vibrieren / Schwindel (im akuten Entzug)
Psychisch: Unsicherheit / Emotionale Instabilität, Labilität / Schlechte Belastbarkeit / Zittrigkeit, innere Unruhe / Depression / Konzentrationsprobleme
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von lena0053 »

Liebe nadelwaldfichte,
danke für deine Worte! Ich lese hier bisher nur Berichte die über Jahre gehen. Das ist einfach sehr entmutigend!!

LG
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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von Straycat »

Liebe Anna-Lena,

du musst bedenken, dass sich in diesem Forum vordergründig Menschen anmelden, die bereits Probleme beim Absetzen haben oder Kaltentzüge hatten. Da dauert es häufig etwas länger.
Viele haben auch keine Probleme oder die Probleme legen sich bald wieder - aber von denen hört man in einem Absetzforum eher seltener.
Außerdem wird es auch bei vielen besser und es bleiben nur mildere Symptome zurück, die dann länger anhalten.
Es muss also definitiv nicht jahrelang so bleiben, wie es jetzt gerade ist :hug:

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Re: lena0053: Kaltentzug nach 12 Jahren Citalopram

Beitrag von lena0053 »

Liebe Cat,
Ich hatte einen Kaltentzug 🥴

Danke für eure Unterstützung. Werde mich jetzt wohl darin üben müssen einen Tag nach dem anderen nehmen zu müssen. Eindosieren werde ich wohl eher nicht mehr...

Eine Frage: Mache ja seit ca. sechs Wochen so ne Sellerie Entgiftung und habe komplett meine Ernährung umgestellt. So wie ich es hier lese ist das aber nicht unbedingt empfehlenswert?

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