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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Matze48 »

Hallo zusammen,
ich bin der Matze (57) und bin froh, dass das Forum für Neue wieder geöffnet ist. Nach einem schweren Radunfall mit inkomplettem Querschnitt hab ich mich aus dem Rollstuhl gekämpft und war auf dem Weg zur totalen Heilung. Das Unheil begann erst als meine Psychiaterin mir SSRI aufdrängte und ich blauäugig mitmachte. Kribbeln und Ohrpfeifen machen das Leben zur Hölle und jetzt beim Ausschleichen habe ich massivste, teils kaum auszuhaltende Muskelschmerzen. Ich freue mich sehr auf den Austausch hier im Forum.
Zuletzt geändert von Straycat am 20.09.2020 15:19, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
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Re: Matze48: Vorstellung

Beitrag von Straycat »

Hallo Matze,

willkommen bei uns :)
Das liest sich ja schlimm, was du schon durchmachen musstest. Beeindruckend was du schon geschafft hast und umso schlimmer, dass du nun mit den Psychopharmaka solche Probleme hast :(

Die schlimmen Muskelschmerzen, die du beschreibst, können in der Tat ein Absetzsymptom sein. Sie kommen sehr häufig bei Betroffenen vor. Auch ich leide selbst darunter.
Es gibt wohl auch Hinweise, dass der längere Gebrauch von SSRI die Verstoffwechselung in den Muskelzellen verändern soll. Das wäre eine Erklärung, weshalb so viele beim Absetzen unter diesen Muskelschmerzen leiden :(

Es wäre schön, wenn du uns noch etwas mehr über die Psychopharmaka (PP) schreibst, die du eingenommen hast. Und auch in welchen Schritten und Zeitabständen du reduziert hast.
So können wir besser einschätzen, ob du eventuell unter Absetzsymptomen leiden könntest und dir besseres Feedback zur weiteren Vorgehensweise geben.

Ich stelle dir nachfolgend auch noch unseren Begrüßungstext ein. Darin findest du sehr viele hilfreiche und wichtige Informationen. Bitte lies ihn dir unbedingt aufmerksam durch.

Alles Gute und noch einen schönen Sonntag!
Cat
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Re: Matze48: Vorstellung

Beitrag von Straycat »

Wie versprochen hier noch der Begrüßungstext:

Hallo Matze48,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik "Antidepressiva absetzen" verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
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Re: Matze48: Vorstellung

Beitrag von Matze48 »

Hallo Straycat,
lieben Dank für deine aufmunternden Worte.
Ich habe die Signatur diesbezüglich detailliert!
LG Matze
5/2018 Fahrrad-Unfall mit inkomplettem QS - 3 Monate Rollstuhl
Durch viel Wille, Kampf, Meditation zu nahezu „normalem“ Leben gekämpft (Rollstuhl usw. ade)
5/2019 ab 29.05. Sertralin 25 mg für 4 Tage
6/2019 ab 02.06. Sertralin 50 mg (ohne viel Wirkung)
11/2019 am 21.11. auf „Befehl“ Switch zu 10 mg Cipralex über Nacht.

12/2019 seit 04.12.Tinnitus und Kribbeln am ganzen Körper. Psychiaterin sagt, kann nicht vom Cipralex kommen. Weiß sie sicher. Sie hätte genügend „Cipralex-Patienten“. Ich wäre der erste, der sowas hätte.

2/2020 am 14.02. zu einem Neuro-Professor (top 100 im Focus) Er sagt das ebenfalls. Niemals vom SSRI. Fand keine Ursache.

3/2020 Notaufnahme Neurologie - MRT und CT wegen den NW. Finden nichts Organisches, was das Kribbeln auslösen könnte. Titanplatte an der HWS (C3/C4) top-sitzend und sauber verwachsen.

4/2020 am 17.04. in eine Private anthroposophische, psychosomatische Klinik für 4 Monate.
Am 22.04. wird Cipralex von der dortigen Oberärztin von 10 mg auf 20 mg erhöht. Hätte eine schwere Depression! Kribbeln nimmt zu.
Der dortige Chefarzt sagt, Kribbeln und Tinnitus sind psychisch bedingt. Komme nicht vom Cipralex.
Mitpatient (Doc/Sportarzt) sagt mir, das sind NW vom Escitalopram. Kenne er von seinen Patienten.

6/2020 Am 12.06. bestehe ich gegen den Willen der Ärzte auf das Ausschleichen des Cipralex. Am 26.06. durch Ärztin auf 10 mg reduziert.

7/2020 Am 10.07. auf 5 mg reduziert. Brutalste Muskelschmerzen. Konnte mich kaum bewegen und lag nur noch auf dem Bett. Quasi voll ausgeknockt. Den Suizid damals im Kopf. Trotzdem am 24.07. durch Klinikärztin auf 0 abdosiert.

8/2020 am 03.08. trotz Schmerzen nach Hause
8/2020 unaushaltbare Schmerzen - am 12.08. zuhause wieder 5 mg eindosiert. 16.08. sind Schmerzen fast weg. Am 17.08. dann auf 7 mg erhöht - Schmerzen 2 Tage ganz weg. Am 19.08. will Körper mehr - ich will aber nicht.
Zusätzlich CBD-Tropfen. Ebenfalls Magnesium, Selen und B1. Zusätzlich tägliche Meditation und Versuch der Selbstheilung durch Bewusstseinsprozess. Ärzte: nein danke!!

9/2020 Am 01.09. Abdosieren im Tröpfchenbereich (von 7 auf 5 mg). Schmerzen erträglich. Tinnitus immer noch da. Kribbeln wesentlich besser. Tage ohne Schmerzen - Tage mit heftigen Schmerzen.
07.09. noch 4 mg
14.09. noch 3 mg
20.09. noch 2 mg
27.09. auf 0 mg

9/2020 Telefonischer Versuch, in zwei Fach-Kliniken begleitend zu entziehen. Jeweilige Chefärzte sagen unisono, ginge nicht, weil SSRI nicht abhängig machen können!
Bin froh, hier im Forum sein zu dürfen und weiß, ich schaffe es auch dank Eurer Hilfe, ein lohnenswertes Leben ohne Parästhesie, Tinnitus und Schmerzen zu führen!
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Re: Matze48: Vorstellung

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Matze,

Ich finde es toll, das du die Kraft hattest um dich aus dem Rollstuhl zu kämpfen, nach einem schweren Unfall und dein Lebensmut nicht verloren hast.

Zu deinen Reduzierungen, hier im Forum wird empfohlen alle 4-6 Wochen (bei starken Absetzsymptomen noch länger) auf der gleichen Dosierung zu verbleiben um Absetzsymptome zu minimieren.

Soweit ich deiner Signatur, entnehmen kann hast du im November 2019 von Sertralin auf Cipralex gewechselt, ohne Sertralin auszuschleichen, was für dein Zentralenervensystem purer Stress bedeutete und vielleicht noch bedeutet.

Ich glaube daher nicht das, deine Symptome Nebenwirkungen vom Cipralex waren sondern es sich vielmehr um Absetzsymptome vom Sertralin gehandelt hat gegebenenfalls einer Mischung aus beidem.

Kurze Frage du schreibst in deiner Signatur von Escitalopram, nimmst du das auch?

Im April 2020 wird dann Cipraplex von 10mg auf 20mg erhöht und im Juni 2020 nach 8 Wochen auf 20mg wieder auf 10mg reduziert.

Hier im Forum, empfehlen wir ja nur Reduzierungsschritte von 10% oder weniger und du hast um 50% reduziert hast.

Im Juli hast du von 10mg auf 5mg reduziert, was erneut 50% waren und vermutlich Absetzsymptome vom Reduzierungsschritt vom April 2020 und der Reduzierung im Juli, durch eine zu schnelle Reduzierung können Absetzsymptome kumulieren und schlagen dann doppelt und dreifach zu, was in deinem Fall auch geschehen ist, anhand deiner Symptome zu urteilen.

Dann hast du noch im Juli 2020 auf 0 abgesetzt, was deinem Zentralenervensystem vermutlich den Rest gegeben hat.

5mg im August dann nach etwa 3 Wochen wieder eindosiert, was für's Zentralenervensystem abermals enormer Stress bedeutete / bedeutet.

Seit 01.09.2020 bis zum 20.09.2020 hast du 5mg abgesetzt, was sicherlich wieder viel viel zu schnell war.

Ich würde dir empfehlen wieder auf 3mg aufzudosieren und dich darauf dann zu Stabilisieren, bei einer Stabilierungphase mit deinem stark belasteten Zentralenervensystem würde ich da mindestens eine Stabilisierungsphase von 12 Wochen oder länger empfehlen.

Zwecks der von mir angeratenen Aufdosierung, auf 3mg wird sich sicherlich nochmal jemand äußern.

Liebe Grüße 🌞
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
•LAMOTRIGIN 200mg Morgen - 200mg Abends
•Fosterspray ( 3 * täglich je 2 Hübe)
•bei Bedarf Sabutamol
•Cetritzin 5mg
•Magnesium 300mg
•Omega 3 - in Form von purem kaltgepressten Hochwertigem Leinöl

Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
•Stromschläge im Kopf / Kiefer
•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

[spoil X]
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Re: Matze48: Vorstellung

Beitrag von Matze48 »

Liebe Sonne,
danke für Deine netten Worte. Ja, derzeit nehme ich noch Escitalopram in Form von Cipralex-Tropfen. Das von Dir erwähnte Auf- und Abdosieren geschah zuerst durch die Fachärztin und dann runter auf meinen „Druck“ ebenfalls begleitet durch die Ärztin. Ich will das Zeugs loswerden, weil der Mitpatient (ein angesagter Sportmediziner und Mannschaftsarzt eines Handball-Bundesligisten) mir versicherte, dass das NW bzw. Entzugssymptome sind und er der erste Arzt überhaupt war, der diese Problematik nicht in Abrede stellte. Nachdem ich zuhause die Muskelschmerzen kaum aushielt und mein Leben in Frage stellte, sagte mir eine Freundin (Fachärztin Neurologie), ich soll ne kleine Menge einschleichen und wenn der Schmerz nachliese, könnte ich mir doch sicher sein woher er käme. Genau so war es dann auch! Eigentlich zum Glück. Ich habe an allem gezweifelt und den Mut verloren gehabt. Jetzt wird aber weitergekämpft 😁.
LG Matze
5/2018 Fahrrad-Unfall mit inkomplettem QS - 3 Monate Rollstuhl
Durch viel Wille, Kampf, Meditation zu nahezu „normalem“ Leben gekämpft (Rollstuhl usw. ade)
5/2019 ab 29.05. Sertralin 25 mg für 4 Tage
6/2019 ab 02.06. Sertralin 50 mg (ohne viel Wirkung)
11/2019 am 21.11. auf „Befehl“ Switch zu 10 mg Cipralex über Nacht.

12/2019 seit 04.12.Tinnitus und Kribbeln am ganzen Körper. Psychiaterin sagt, kann nicht vom Cipralex kommen. Weiß sie sicher. Sie hätte genügend „Cipralex-Patienten“. Ich wäre der erste, der sowas hätte.

2/2020 am 14.02. zu einem Neuro-Professor (top 100 im Focus) Er sagt das ebenfalls. Niemals vom SSRI. Fand keine Ursache.

3/2020 Notaufnahme Neurologie - MRT und CT wegen den NW. Finden nichts Organisches, was das Kribbeln auslösen könnte. Titanplatte an der HWS (C3/C4) top-sitzend und sauber verwachsen.

4/2020 am 17.04. in eine Private anthroposophische, psychosomatische Klinik für 4 Monate.
Am 22.04. wird Cipralex von der dortigen Oberärztin von 10 mg auf 20 mg erhöht. Hätte eine schwere Depression! Kribbeln nimmt zu.
Der dortige Chefarzt sagt, Kribbeln und Tinnitus sind psychisch bedingt. Komme nicht vom Cipralex.
Mitpatient (Doc/Sportarzt) sagt mir, das sind NW vom Escitalopram. Kenne er von seinen Patienten.

6/2020 Am 12.06. bestehe ich gegen den Willen der Ärzte auf das Ausschleichen des Cipralex. Am 26.06. durch Ärztin auf 10 mg reduziert.

7/2020 Am 10.07. auf 5 mg reduziert. Brutalste Muskelschmerzen. Konnte mich kaum bewegen und lag nur noch auf dem Bett. Quasi voll ausgeknockt. Den Suizid damals im Kopf. Trotzdem am 24.07. durch Klinikärztin auf 0 abdosiert.

8/2020 am 03.08. trotz Schmerzen nach Hause
8/2020 unaushaltbare Schmerzen - am 12.08. zuhause wieder 5 mg eindosiert. 16.08. sind Schmerzen fast weg. Am 17.08. dann auf 7 mg erhöht - Schmerzen 2 Tage ganz weg. Am 19.08. will Körper mehr - ich will aber nicht.
Zusätzlich CBD-Tropfen. Ebenfalls Magnesium, Selen und B1. Zusätzlich tägliche Meditation und Versuch der Selbstheilung durch Bewusstseinsprozess. Ärzte: nein danke!!

9/2020 Am 01.09. Abdosieren im Tröpfchenbereich (von 7 auf 5 mg). Schmerzen erträglich. Tinnitus immer noch da. Kribbeln wesentlich besser. Tage ohne Schmerzen - Tage mit heftigen Schmerzen.
07.09. noch 4 mg
14.09. noch 3 mg
20.09. noch 2 mg
27.09. auf 0 mg

9/2020 Telefonischer Versuch, in zwei Fach-Kliniken begleitend zu entziehen. Jeweilige Chefärzte sagen unisono, ginge nicht, weil SSRI nicht abhängig machen können!
Bin froh, hier im Forum sein zu dürfen und weiß, ich schaffe es auch dank Eurer Hilfe, ein lohnenswertes Leben ohne Parästhesie, Tinnitus und Schmerzen zu führen!
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Re: Matze48: Vorstellung

Beitrag von Matze48 »

Liebe Sonne,
hab vergessen: meine damalige Psychiaterin sagte, ich muss Cipralex nehmen („besser“ gegen Angst) und soll es einfach am Folgetag gegen Sertralin austauschen. Übrigens seit 35 Jahre Fachärztin!! „Absatzschwierigkeiten gibt es nicht“! Soviel zu Profis! LG
5/2018 Fahrrad-Unfall mit inkomplettem QS - 3 Monate Rollstuhl
Durch viel Wille, Kampf, Meditation zu nahezu „normalem“ Leben gekämpft (Rollstuhl usw. ade)
5/2019 ab 29.05. Sertralin 25 mg für 4 Tage
6/2019 ab 02.06. Sertralin 50 mg (ohne viel Wirkung)
11/2019 am 21.11. auf „Befehl“ Switch zu 10 mg Cipralex über Nacht.

12/2019 seit 04.12.Tinnitus und Kribbeln am ganzen Körper. Psychiaterin sagt, kann nicht vom Cipralex kommen. Weiß sie sicher. Sie hätte genügend „Cipralex-Patienten“. Ich wäre der erste, der sowas hätte.

2/2020 am 14.02. zu einem Neuro-Professor (top 100 im Focus) Er sagt das ebenfalls. Niemals vom SSRI. Fand keine Ursache.

3/2020 Notaufnahme Neurologie - MRT und CT wegen den NW. Finden nichts Organisches, was das Kribbeln auslösen könnte. Titanplatte an der HWS (C3/C4) top-sitzend und sauber verwachsen.

4/2020 am 17.04. in eine Private anthroposophische, psychosomatische Klinik für 4 Monate.
Am 22.04. wird Cipralex von der dortigen Oberärztin von 10 mg auf 20 mg erhöht. Hätte eine schwere Depression! Kribbeln nimmt zu.
Der dortige Chefarzt sagt, Kribbeln und Tinnitus sind psychisch bedingt. Komme nicht vom Cipralex.
Mitpatient (Doc/Sportarzt) sagt mir, das sind NW vom Escitalopram. Kenne er von seinen Patienten.

6/2020 Am 12.06. bestehe ich gegen den Willen der Ärzte auf das Ausschleichen des Cipralex. Am 26.06. durch Ärztin auf 10 mg reduziert.

7/2020 Am 10.07. auf 5 mg reduziert. Brutalste Muskelschmerzen. Konnte mich kaum bewegen und lag nur noch auf dem Bett. Quasi voll ausgeknockt. Den Suizid damals im Kopf. Trotzdem am 24.07. durch Klinikärztin auf 0 abdosiert.

8/2020 am 03.08. trotz Schmerzen nach Hause
8/2020 unaushaltbare Schmerzen - am 12.08. zuhause wieder 5 mg eindosiert. 16.08. sind Schmerzen fast weg. Am 17.08. dann auf 7 mg erhöht - Schmerzen 2 Tage ganz weg. Am 19.08. will Körper mehr - ich will aber nicht.
Zusätzlich CBD-Tropfen. Ebenfalls Magnesium, Selen und B1. Zusätzlich tägliche Meditation und Versuch der Selbstheilung durch Bewusstseinsprozess. Ärzte: nein danke!!

9/2020 Am 01.09. Abdosieren im Tröpfchenbereich (von 7 auf 5 mg). Schmerzen erträglich. Tinnitus immer noch da. Kribbeln wesentlich besser. Tage ohne Schmerzen - Tage mit heftigen Schmerzen.
07.09. noch 4 mg
14.09. noch 3 mg
20.09. noch 2 mg
27.09. auf 0 mg

9/2020 Telefonischer Versuch, in zwei Fach-Kliniken begleitend zu entziehen. Jeweilige Chefärzte sagen unisono, ginge nicht, weil SSRI nicht abhängig machen können!
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Re: Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Straycat »

Hallo Matze,

ich habe deinen Titel noch ergänzt - am besten sieht man immer gleich im Titel um welchen Wirkstoff es geht :)

Was du von den Ärzten berichtest, lesen wir hier leider sehr häufig. Viele Ärzte erkennen Absetzsymptome nicht an, leugnen sie und verursachen durch zu rasche Reduktionen oder direkte "kalte" Wechsel von einem Präparat zu einem anderen leidvolle Entzugssymptome oder sogar -syndrome.
Gut, dass du dich dazu entschieden hast, es nun selbst in die Hand zu nehmen.

Was die Geschwindigkeit der Reduktionen angeht, bin ich ganz bei dem, was Sonne :) geschrieben hat.
Ich würde auch nun mal eine Stabilisierungsphase einlegen.
Hast du denn aktuell noch diese Muskelschmerzen? Falls ja, würde ich auch dazu tendieren wieder etwas aufzudosieren an deiner Stelle. Ich denke auch, dass sie vom Kaltentzug im Juli 2020 ausgelöst wurden. Die Besserung durch die Wiedereindosierung spricht auch stark dafür - da hat deine befreundete Neurologin vollkommen recht :)

Was das Kribbeln anbelangt: Das könnte eine NW des Escitalopram sein oder auch Absetzsymptome des Sertralin-Kaltentzugs, wie Sonne :) schon geschrieben hat. Das lässt sich im Nachhinein schwer sagen.
Wenn es durch die Reduktionen des Escitalopram besser wurde, dann würde das eher für NW sprechen.
Dabei gibt es nur einen wichtigen Aspekt: auch wenn du NW vom Escitalopram hast, solltest du es nur langsam ausschleichen (maximal 10% der letzten Dosis alle 4-6 Wochen). Denn auch wenn man NW hat, hat sich das Gehirn und ZNS an eine entsprechende Dosis gewöhnt - dosiert man zu rasch ab, dann kommt es mit der Umstellung nicht nach. Dann überlagern sich uU NW und Absetzsymptome. Deswegen in jedem Fall: Nur sehr langsam reduzieren und erstmal eine Stabilisierungsphase einlegen - du warst im September deutlich zu schnell unterwegs ;-)
Ich weiß es kommt einem schon langsam vor, weil es so viel langsamer ist, als Ärzte es oft empfehlen - dennoch minimiert man das Risiko für Absetzsymptome am besten wenn man max. 10% der letzten Dosis alle 4-6 Wochen reduziert.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!
Liebe Grüße,
Cat
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Re: Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von padma »

hallo Matze, :)

auch von mir willkommen.

Parästhesie (Missempfindungen) zu denen auch Kribbeln gehören sind laut Fachinformation eine häufige NW von Escitalopram. Tinnitus wird als gelegentliche NW aufgeführt.
https://www.ratiopharm.de/assets/produc ... pzn=270484

Es ist immer wieder unglaublich, mit welcher Dreistigkeit manche Ärzte behaupten, diese Symptome könnten nicht von einem SSRI kommen.

Klasse, dass du es geschafft hast, den Rollstuhl hinter dir zu lassen. :D

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Sonne27 »

Hey,

Leider haben 35 Jahre Berufserfahrung im medizinischen Bereich nichts zu bedeuten wie man anhand von Betroffenen sieht, denn sonst würden Ärzte sich mit der Thematik Absetzsymptome intensiv beschäftigen tun Sie aber nicht, denn umsonst kommen ja nicht solche Verordnungen mit den Medikemanten hoch und runter zu jonglieren.

Ich würde bezüglich deiner Symptome eher zu Absetzsymptome tendieren bei dem was dein Zentralenervensystem in den letzten Jahren/Monaten aushalten musste.

Ich würde dir momentan echt raten die Füße bezüglich Escitalopram still zu halten und nix an der Dosierung zu ändern sondern mich an deiner Stelle wirklich erstmal Stabilisieren und deinem Nervensystem eine längere Erholungspause zu gönnen.

Ich weiß aus eigener Leidvoller Erfahrung, das Geduld nicht so leicht auf zubringen ist, aber glaub mir Sie zahlt sich aus.

Liebe Grüße 🌞
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•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
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Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

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•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

[spoil X]
Matze48
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Re: Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Matze48 »

Hallo Padma, Straycat und Sonne,

lieben Dank für Eure ausführliche, fundierte Antworten!
Ja ich habe noch Muskelschmerzen - aber lange nicht mehr so heftig wie die letzten 14 Tage in der Psychosomatischen.

Die dortige Oberärztin sagte, dass 6 Wochen ausschleichen völlig ok sei und mehr als die 4 Wochen, die der Hersteller empfiehlt. 🤷🏻‍♂️

Leider habe ich das Forum hier viel zu spät entdeckt. Ferner war ich zu blauäugig und gutgläubig. Ich kann es leider nicht mehr rückgängig machen. Ich schaue nach vorn. Das ist manchmal nicht einfach und man glaubt oft, das kann nicht von den AD‘s kommen, dass ein solcher „Schaden“ entsteht. Man wird nie heilen.

Dr. Peter Ansari (Unglück auf Rezept) ermutigt mich immer wieder am Telefon, nicht aufzugeben. Er ist erstaunt über die Aussagen meiner „Weisskittel-Koryphäen“ Herren Professoren - aber nicht verwundert.

Ich finde es nahezu skandalös dass diese allesamt nie in Erwägung zogen, dass das Kribbeln und Ohrpfeifen von den SSRI‘s kommen könnte. Es ist teilweise so schlimm, dass ich nicht mal mehr Kochen kann. Noch schlimmer: zur „Linderung“ verschrieben sie mir Pregabalin (Lyrica), Gabapentin, Baclofen und Sirdalud - unfassbar!

Aber wenn jeder Strohhalm Hoffnung bedeutet versucht man sich daran festzuhalten und macht alles. Das ist jetzt vorbei und ich versuche es auf meine Art (und Euren Tipps). Ich weiß, dass ich es schaffen werde!! Ich weiß nur noch nicht bis wann.

LG Matze
5/2018 Fahrrad-Unfall mit inkomplettem QS - 3 Monate Rollstuhl
Durch viel Wille, Kampf, Meditation zu nahezu „normalem“ Leben gekämpft (Rollstuhl usw. ade)
5/2019 ab 29.05. Sertralin 25 mg für 4 Tage
6/2019 ab 02.06. Sertralin 50 mg (ohne viel Wirkung)
11/2019 am 21.11. auf „Befehl“ Switch zu 10 mg Cipralex über Nacht.

12/2019 seit 04.12.Tinnitus und Kribbeln am ganzen Körper. Psychiaterin sagt, kann nicht vom Cipralex kommen. Weiß sie sicher. Sie hätte genügend „Cipralex-Patienten“. Ich wäre der erste, der sowas hätte.

2/2020 am 14.02. zu einem Neuro-Professor (top 100 im Focus) Er sagt das ebenfalls. Niemals vom SSRI. Fand keine Ursache.

3/2020 Notaufnahme Neurologie - MRT und CT wegen den NW. Finden nichts Organisches, was das Kribbeln auslösen könnte. Titanplatte an der HWS (C3/C4) top-sitzend und sauber verwachsen.

4/2020 am 17.04. in eine Private anthroposophische, psychosomatische Klinik für 4 Monate.
Am 22.04. wird Cipralex von der dortigen Oberärztin von 10 mg auf 20 mg erhöht. Hätte eine schwere Depression! Kribbeln nimmt zu.
Der dortige Chefarzt sagt, Kribbeln und Tinnitus sind psychisch bedingt. Komme nicht vom Cipralex.
Mitpatient (Doc/Sportarzt) sagt mir, das sind NW vom Escitalopram. Kenne er von seinen Patienten.

6/2020 Am 12.06. bestehe ich gegen den Willen der Ärzte auf das Ausschleichen des Cipralex. Am 26.06. durch Ärztin auf 10 mg reduziert.

7/2020 Am 10.07. auf 5 mg reduziert. Brutalste Muskelschmerzen. Konnte mich kaum bewegen und lag nur noch auf dem Bett. Quasi voll ausgeknockt. Den Suizid damals im Kopf. Trotzdem am 24.07. durch Klinikärztin auf 0 abdosiert.

8/2020 am 03.08. trotz Schmerzen nach Hause
8/2020 unaushaltbare Schmerzen - am 12.08. zuhause wieder 5 mg eindosiert. 16.08. sind Schmerzen fast weg. Am 17.08. dann auf 7 mg erhöht - Schmerzen 2 Tage ganz weg. Am 19.08. will Körper mehr - ich will aber nicht.
Zusätzlich CBD-Tropfen. Ebenfalls Magnesium, Selen und B1. Zusätzlich tägliche Meditation und Versuch der Selbstheilung durch Bewusstseinsprozess. Ärzte: nein danke!!

9/2020 Am 01.09. Abdosieren im Tröpfchenbereich (von 7 auf 5 mg). Schmerzen erträglich. Tinnitus immer noch da. Kribbeln wesentlich besser. Tage ohne Schmerzen - Tage mit heftigen Schmerzen.
07.09. noch 4 mg
14.09. noch 3 mg
20.09. noch 2 mg
27.09. auf 0 mg

9/2020 Telefonischer Versuch, in zwei Fach-Kliniken begleitend zu entziehen. Jeweilige Chefärzte sagen unisono, ginge nicht, weil SSRI nicht abhängig machen können!
Bin froh, hier im Forum sein zu dürfen und weiß, ich schaffe es auch dank Eurer Hilfe, ein lohnenswertes Leben ohne Parästhesie, Tinnitus und Schmerzen zu führen!
Susanne1978
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Re: Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Susanne1978 »

Hallo Matze, ach ja!!! Unsere lieben Ärzte..... Es wäre zu schön wenn dein Zimmernachbar sich mit vielen zusammen tun könnte, um endlich mal Licht ins Dunkle zu bringen. Aber ich glaube, er würde von seinen Kollegen gelyncht werden.

Wir hatten hier mal einen liebenden Radfahrer, der litt auch so sehr an Muskelschmerzen. Leider hat er sich nicht mehr gemeldet, aber auf seiner HP konnte ich seinen Verlauf lesen. Sein Name hier ist Hasenhirn....

Ich drücke dir die Daumen zum ausschleichen..... Und glaube uns, selbst im Mikrogrammbereich reagiert der Körper und wir müssen langsam machen. Die Ärzte würden so ein körperliches Verhalten gerne wieder als Depression, Rückfall ect. titulieren.

Lg Susanne
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 = abzgl. 5% = 142,50 mg
01.02.2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
01.03.2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg
01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg
11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg
11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg
29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
Einnahme vergessen am 18.12.19!
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg
18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg
01.05.2020 = abzgl. 10% = 67,50 mg
02.07.2020 = abzgl. 7,5% = 62,50 mg
26.08.2020 = abzgl. 10% = 56,25 mg
Matze48
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Re: Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Matze48 »

Hallo Susanne,
genau so ist es! Als in der letzten Ausschleichphase die Schmerzen in den Muskeln auftraten, sagte die behandelnde Oberärztin, die Depression komme zurück. Ich soll doch sofort wieder die Cipralex nehmen! Solche Ärzte wie mein Mitpatient gibt es nicht oft. Was habe ich alles erlebt in den letzten Monaten - unglaublich! Deshalb jetzt besser ohne Arzt. Ich weiß was zu tun ist - glaube ich zumindest!
Liebe Grüße
Walter
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12/2019 seit 04.12.Tinnitus und Kribbeln am ganzen Körper. Psychiaterin sagt, kann nicht vom Cipralex kommen. Weiß sie sicher. Sie hätte genügend „Cipralex-Patienten“. Ich wäre der erste, der sowas hätte.

2/2020 am 14.02. zu einem Neuro-Professor (top 100 im Focus) Er sagt das ebenfalls. Niemals vom SSRI. Fand keine Ursache.

3/2020 Notaufnahme Neurologie - MRT und CT wegen den NW. Finden nichts Organisches, was das Kribbeln auslösen könnte. Titanplatte an der HWS (C3/C4) top-sitzend und sauber verwachsen.

4/2020 am 17.04. in eine Private anthroposophische, psychosomatische Klinik für 4 Monate.
Am 22.04. wird Cipralex von der dortigen Oberärztin von 10 mg auf 20 mg erhöht. Hätte eine schwere Depression! Kribbeln nimmt zu.
Der dortige Chefarzt sagt, Kribbeln und Tinnitus sind psychisch bedingt. Komme nicht vom Cipralex.
Mitpatient (Doc/Sportarzt) sagt mir, das sind NW vom Escitalopram. Kenne er von seinen Patienten.

6/2020 Am 12.06. bestehe ich gegen den Willen der Ärzte auf das Ausschleichen des Cipralex. Am 26.06. durch Ärztin auf 10 mg reduziert.

7/2020 Am 10.07. auf 5 mg reduziert. Brutalste Muskelschmerzen. Konnte mich kaum bewegen und lag nur noch auf dem Bett. Quasi voll ausgeknockt. Den Suizid damals im Kopf. Trotzdem am 24.07. durch Klinikärztin auf 0 abdosiert.

8/2020 am 03.08. trotz Schmerzen nach Hause
8/2020 unaushaltbare Schmerzen - am 12.08. zuhause wieder 5 mg eindosiert. 16.08. sind Schmerzen fast weg. Am 17.08. dann auf 7 mg erhöht - Schmerzen 2 Tage ganz weg. Am 19.08. will Körper mehr - ich will aber nicht.
Zusätzlich CBD-Tropfen. Ebenfalls Magnesium, Selen und B1. Zusätzlich tägliche Meditation und Versuch der Selbstheilung durch Bewusstseinsprozess. Ärzte: nein danke!!

9/2020 Am 01.09. Abdosieren im Tröpfchenbereich (von 7 auf 5 mg). Schmerzen erträglich. Tinnitus immer noch da. Kribbeln wesentlich besser. Tage ohne Schmerzen - Tage mit heftigen Schmerzen.
07.09. noch 4 mg
14.09. noch 3 mg
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27.09. auf 0 mg

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Straycat
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Re: Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Straycat »

Hallo Walter,

die "Zügel selbst in die Hand zu nehmen" kann aus zwei Gründen eine gute Entscheidung sein:
Erstens wissen Ärzte oft nicht genug über Absetzsymptome und so kommt es dann immer zu kontraproduktiven Ratschlägen (zu rasches Abdosieren, kalte Wechsel, Kaltentzüge, Grunderkrankung ist zurück usw.). Da informiert man sich besser selbst genau und weiß dann, wie man vorgeht.
Zweitens ist es im Sinne der Selbstwirksamkeit oft sehr hilfreich, wenn man die Entscheidungen selbst trifft und das auf Basis breiter Information. Man gewinnt wieder mehr Kontrolle über das eigene Leben zurück.

In diesem Sinne: alles Gute weiterhin - du schaffst das :)
Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Re: Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Susanne1978 »

Hallo Walter, aus ganz aktuellen Anlass kann ich folgendes berichten. Ich bin Imkerin. Allerdings habe ich einen Bienengieftallergie, was jetzt erst festgestellt wurde. Ich mache nun eine Therapie um gegen das Gift eine Immunität aufzubauen.
Aber, mir wird ständig bei dem Aufbau mitgeteilt, wie wichtig es ist das Hobby aufzugeben.

Wieso mache ich das denn? Damit ich meinem Hobby weiter nachgehen kann, ausserdem gehe ich nicht schutzlos an die Bienen sondern voll verschleiert.

Das ist immer so Halbwissen von Menschen, wo ich denke, jeder sollte sich erstmal mit einem Imker richtig unterhalten.

LG Susanne
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01.04.2019 = 112,50 mg
01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg
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11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg
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Re: Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Matze48 »

Eine Frage an meine Mitleidende: kann es sein, dass der Cipralex-Entzug, der bei mir massive Muskelschmerzen verursacht, einen fast zum Erlähmen bringen kann? Wenn ich die schmerzenden Arme hochhebe, fühlt es sich an, wie wenn die Muskeln einbetoniert oder vernagelt sind. Ich kann kaum mehr gehen!
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12/2019 seit 04.12.Tinnitus und Kribbeln am ganzen Körper. Psychiaterin sagt, kann nicht vom Cipralex kommen. Weiß sie sicher. Sie hätte genügend „Cipralex-Patienten“. Ich wäre der erste, der sowas hätte.

2/2020 am 14.02. zu einem Neuro-Professor (top 100 im Focus) Er sagt das ebenfalls. Niemals vom SSRI. Fand keine Ursache.

3/2020 Notaufnahme Neurologie - MRT und CT wegen den NW. Finden nichts Organisches, was das Kribbeln auslösen könnte. Titanplatte an der HWS (C3/C4) top-sitzend und sauber verwachsen.

4/2020 am 17.04. in eine Private anthroposophische, psychosomatische Klinik für 4 Monate.
Am 22.04. wird Cipralex von der dortigen Oberärztin von 10 mg auf 20 mg erhöht. Hätte eine schwere Depression! Kribbeln nimmt zu.
Der dortige Chefarzt sagt, Kribbeln und Tinnitus sind psychisch bedingt. Komme nicht vom Cipralex.
Mitpatient (Doc/Sportarzt) sagt mir, das sind NW vom Escitalopram. Kenne er von seinen Patienten.

6/2020 Am 12.06. bestehe ich gegen den Willen der Ärzte auf das Ausschleichen des Cipralex. Am 26.06. durch Ärztin auf 10 mg reduziert.

7/2020 Am 10.07. auf 5 mg reduziert. Brutalste Muskelschmerzen. Konnte mich kaum bewegen und lag nur noch auf dem Bett. Quasi voll ausgeknockt. Den Suizid damals im Kopf. Trotzdem am 24.07. durch Klinikärztin auf 0 abdosiert.

8/2020 am 03.08. trotz Schmerzen nach Hause
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9/2020 Am 01.09. Abdosieren im Tröpfchenbereich (von 7 auf 5 mg). Schmerzen erträglich. Tinnitus immer noch da. Kribbeln wesentlich besser. Tage ohne Schmerzen - Tage mit heftigen Schmerzen.
07.09. noch 4 mg
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Re: Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Rosenrot »

Hallo Walter,

das hört sich schlimm an und geht hoffentlich schnell vorüber.

Mein Escitalopram-Entzug macht sich in den gelähmten Partieen (habe eine linksseitige Hemiparese) bemerkbar - durch verstärkte Spastik und Missempfindungen. Dann fällt es mir auch schwer zu gehen. "Einbetoniert" trifft es gut. Den linken Arm kann ich zur Zeit auch nur mit Mühe heben.

Die Absetz-Symptome finden häufig ihren Weg in unsere schwächsten Körperregionen.

Vielleicht kann Magnesium deine Muskulatur etwas entspannen. Das könntest du vorsichtig ausprobieren. Wir haben dazu einen Thread mit vielen Informationen:

viewtopic.php?f=57&t=11189&start=40

Von Schmerzen bin ich bislang glücklicherweise größtenteils verschont geblieben.

Ich wünsche dir einen baldigen Rückgang der Symptome und ein gutes Gelingen deines Absetzprozesses.

Eine kurze Bitte zum Schluss: Bitte berücksichtige unsere Nettiquette und füge deinen Postings eine kurzes "Hallo" und einen abschließenden Gruß an. Das liest sich gleich viel freundlicher. Danke dir! :)

Viele Grüße
Rosenrot
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Re: Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Matze48 »

Hallo Rosenrot,
ganz lieben Dank für deine beruhigende Antwort. Sorry, ja das mit dem „Hallo“ oder den Grüßen ist mir in meinem psychischen Schmerzleiden total entgangen. Vielmals Entschuldigung. Wird nicht mehr vorkommen.
Ganz liebe Grüße
Walter
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12/2019 seit 04.12.Tinnitus und Kribbeln am ganzen Körper. Psychiaterin sagt, kann nicht vom Cipralex kommen. Weiß sie sicher. Sie hätte genügend „Cipralex-Patienten“. Ich wäre der erste, der sowas hätte.

2/2020 am 14.02. zu einem Neuro-Professor (top 100 im Focus) Er sagt das ebenfalls. Niemals vom SSRI. Fand keine Ursache.

3/2020 Notaufnahme Neurologie - MRT und CT wegen den NW. Finden nichts Organisches, was das Kribbeln auslösen könnte. Titanplatte an der HWS (C3/C4) top-sitzend und sauber verwachsen.

4/2020 am 17.04. in eine Private anthroposophische, psychosomatische Klinik für 4 Monate.
Am 22.04. wird Cipralex von der dortigen Oberärztin von 10 mg auf 20 mg erhöht. Hätte eine schwere Depression! Kribbeln nimmt zu.
Der dortige Chefarzt sagt, Kribbeln und Tinnitus sind psychisch bedingt. Komme nicht vom Cipralex.
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6/2020 Am 12.06. bestehe ich gegen den Willen der Ärzte auf das Ausschleichen des Cipralex. Am 26.06. durch Ärztin auf 10 mg reduziert.

7/2020 Am 10.07. auf 5 mg reduziert. Brutalste Muskelschmerzen. Konnte mich kaum bewegen und lag nur noch auf dem Bett. Quasi voll ausgeknockt. Den Suizid damals im Kopf. Trotzdem am 24.07. durch Klinikärztin auf 0 abdosiert.

8/2020 am 03.08. trotz Schmerzen nach Hause
8/2020 unaushaltbare Schmerzen - am 12.08. zuhause wieder 5 mg eindosiert. 16.08. sind Schmerzen fast weg. Am 17.08. dann auf 7 mg erhöht - Schmerzen 2 Tage ganz weg. Am 19.08. will Körper mehr - ich will aber nicht.
Zusätzlich CBD-Tropfen. Ebenfalls Magnesium, Selen und B1. Zusätzlich tägliche Meditation und Versuch der Selbstheilung durch Bewusstseinsprozess. Ärzte: nein danke!!

9/2020 Am 01.09. Abdosieren im Tröpfchenbereich (von 7 auf 5 mg). Schmerzen erträglich. Tinnitus immer noch da. Kribbeln wesentlich besser. Tage ohne Schmerzen - Tage mit heftigen Schmerzen.
07.09. noch 4 mg
14.09. noch 3 mg
20.09. noch 2 mg
27.09. auf 0 mg

9/2020 Telefonischer Versuch, in zwei Fach-Kliniken begleitend zu entziehen. Jeweilige Chefärzte sagen unisono, ginge nicht, weil SSRI nicht abhängig machen können!
Bin froh, hier im Forum sein zu dürfen und weiß, ich schaffe es auch dank Eurer Hilfe, ein lohnenswertes Leben ohne Parästhesie, Tinnitus und Schmerzen zu führen!
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Matze48: Muskelschmerzen nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Matze48 »

Guten Morgen allerseits,
gibt es hier im Forum aktuell niemanden, der an (starken) Muskelschmerzen nach Absetzen und/oder Kribbeln (Parästhesie) leidet und mir sagen kann, was er dagegen tut? Ich bin mit meiner Kraft und dem eisernen Willen des Durchstehens ziemlich am Ende und fühl mich von der Psychiaterin total allein gelassen. Ich soll wieder eindosieren ist alles was sie dazu weiß. 😭
Über jede noch so kurze Antwort bin ich dankbar. Kann man das echt aushalten?
Schönen Feiertag wünscht
Walter
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12/2019 seit 04.12.Tinnitus und Kribbeln am ganzen Körper. Psychiaterin sagt, kann nicht vom Cipralex kommen. Weiß sie sicher. Sie hätte genügend „Cipralex-Patienten“. Ich wäre der erste, der sowas hätte.

2/2020 am 14.02. zu einem Neuro-Professor (top 100 im Focus) Er sagt das ebenfalls. Niemals vom SSRI. Fand keine Ursache.

3/2020 Notaufnahme Neurologie - MRT und CT wegen den NW. Finden nichts Organisches, was das Kribbeln auslösen könnte. Titanplatte an der HWS (C3/C4) top-sitzend und sauber verwachsen.

4/2020 am 17.04. in eine Private anthroposophische, psychosomatische Klinik für 4 Monate.
Am 22.04. wird Cipralex von der dortigen Oberärztin von 10 mg auf 20 mg erhöht. Hätte eine schwere Depression! Kribbeln nimmt zu.
Der dortige Chefarzt sagt, Kribbeln und Tinnitus sind psychisch bedingt. Komme nicht vom Cipralex.
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7/2020 Am 10.07. auf 5 mg reduziert. Brutalste Muskelschmerzen. Konnte mich kaum bewegen und lag nur noch auf dem Bett. Quasi voll ausgeknockt. Den Suizid damals im Kopf. Trotzdem am 24.07. durch Klinikärztin auf 0 abdosiert.

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9/2020 Am 01.09. Abdosieren im Tröpfchenbereich (von 7 auf 5 mg). Schmerzen erträglich. Tinnitus immer noch da. Kribbeln wesentlich besser. Tage ohne Schmerzen - Tage mit heftigen Schmerzen.
07.09. noch 4 mg
14.09. noch 3 mg
20.09. noch 2 mg
27.09. auf 0 mg

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Re: Matze48: Vorstellung - Absetzsymptome nach zu rascher Escitalopram-Reduktion

Beitrag von Towanda »

Hallo Walter,

wir haben hier einen eigenen Thread dazu: https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 57&t=11493

Viele Menschen hier sind davon betroffen, einfach mal in die Suchfunktion oben rechts eingeben, da findest Du jede Menge Berichte über Muskelschmerzen und Parästhesie.

viele Grüße, Towanda
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27.07.20 - 0,25 mg Mirtazapin wurde kinesiologisch ausgetestet, deshalb nun ein größerer Schritt, der Test ergab, daß ich absetzen kann, habe ich mich nicht getraut
01.09.20 - 0,15 mg Mirtazapin
09.10.20 - 0,13 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
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