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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Anni83 »

Hallo,

Symptome habe ich zittern und krampfen, schreckliche Unruhe, ein ganz ganz schlimmes Körpergefühl, Schmerzen überall,das Gefühl ich halte diese Zustände nicht aus...
Und zusätzlich heute Nacht das schlimme ganz Laute rauschen in einem Ohr.

Weiß nicht ob ich das Pipamperon heute noch einmal nehmen soll.

LG Anne
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10 MG Pipamperon

September 20 Beide Medikamente auf 0 wegen starker Zuckungen im ganzen Körper
15.09.20 Quetiapin abgesetzt
15.09.20 Pipamperon abgesetzt
Starke Absetzerscheinungen


18.09.20 Quetiapin 25 MG morgends 50 MG abends
21.09.20 Pipamperon 2,5 mg abends
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Straycat »

Hallo Anne,

hattest du diese Symptome auch vor der Einnahme von Piamperon gestern? Also in den letzten Tagen?
Oder sind die nur diese Nacht hinzu gekommen?

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Anni83 »

Hallo,

die Symptome hatte ich vorher auch schon. Nur heute Nacht hatte ich das Gefühl es war stärker und vor allem das Ohr hatte ich noch nicht vorher.
Hab dann um 6.30 Uhr 25 MG Quetiapin genommen und konnte darauf einschlafen.

LG Anne
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Straycat »

Liebe Anne,

wenn du die Symptome schon vorher hast, spricht es nicht dafür, dass sie durch Pipamperon ausgelöst wurden.
Vielleicht kam da auch viel Erwartungsangst dazu, weil du die Sorge hattest, es nicht mehr zu vertragen?
Die Symptome lesen sich für mich eher wie Absetzsymptome, die durch das kalte Absetzen ausgelöst wurden.
Nun braucht es auch wieder einige Zeit, bis die Wiedereinnahme auch in deinem Gehirn ankommt und sich dein ZNS stabilisieren kann.

Ich würde die Dosis der beiden Präparate an deiner Stelle mal einige Wochen stabil halten und beobachten, wie es sich weiter entwickelt.

Ich wünsche dir viel Geduld für deine aktuelle Situation - es kann wirklich anstrengend sein :(
Gut, dass du dann morgens zumindest etwas schlafen konntest.

Gönn dir möglichst viel Ruhe, so dass auch dein ZNS zur Ruhe kommen kann.

Alles Gute,
Cat
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Anni83 »

Hallo Cat,
Vielen Dank für deine tolle Hilfe.
Würdest du die 50 MG so beibehalten auch wenn es mir nach 25 MG besser geht tagsüber?
Ist das wieder eine Reizung wenn ich die 50 MG aufteile ?
Hab die letzten Tage beobachtet das es mir nachts nach den 50 MG viel schlechter geht.

LG Anne
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Straycat »

Hallo Anni,

das ist schwer zu beurteilen. Ja, jede Veränderung ist auch Stress für das ZNS... Allerdings sehe persönlich kein allzu großes Risiko, wenn du die Dosis nicht änderst, sondern nur etwas aufsplittest und das schrittweise tust (also die Einnahme eines Teils der Dosis stundenweise verschiebst).
Aber ich habe selbst auch nur wenig Erfahrung mit NL - vielleicht meldet sich auch noch jemand mit einer anderen Meinung :)
Vielleicht ist die Einnahme von 50mg auf einmal auch sinnvoll, weil es dann eine besser sedierende Wirkung hat? Aber wenn du es eher umgekehrt empfindest, also nach 25mg Einnahme eher ruhiger wirst und es dir nach der 50mg Einnahme eher schlechter geht, dann wäre vielleicht eine Aufsplittung wirklich einen Versuch wert.
Hach, das ist wirklich schwer zu sagen :-o

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Anni83 »

Hallo,

Ich kann es ja nur falsch machen 😥
Es fühlt sich an wie ein langsamer qualvoller Tod

Gruß Anne
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Karel »

Hey Anni,

Gib nicht auf.

Vor knapp 2 Jahren ging es mir dauerhaft schlecht. Meine Tochter wurde geboren, meine Oma starb, ich verlor wegen der Depression oder den vielen Jahren Antidepressiva meinen geliebten Job. An Sport als Ausgleich war aufgrund von Knieschmerzen in Folge einer OP nicht zu denken. 3 Monate stationär und 2 Monate teilstationäre Behandlung incl. Medikamentenexperimenten seitens der Ärzte.
Angefangen hat es mit dem zuschnellen absetzen seitens meines Psychiaters vom Venlafaxin Ende 2017. 2018 dann ein Rückfall oder der Beginn des Entzugs.

Seitdem hatte ich viele Tiefpunkte im Leben aber auch gutes was ich erst so langsam wieder wahrnehme, fühle. Du glaubst nicht wie viele eklige Wellen mich erfassten. Anfangs eine Dauerwelle, so richtig schön mit Locken und viel Haarspray. War überhaupt nicht cool. Dann die ersten Fenster, Stundenweise. Wie eine kleine Auszeit vom Wahnsinn fühlte sich dies an.
Dann irgendwann sogar Mal ein Tag. Es folgten Tage. Dies Jahr sogar fast 2 Monate ein Fenster am Stück. Okay ich hatte Nebenwirkungen von den aktuellen Tabletten die ich hoffentlich irgendwann auch los bin. Aber was ich Dir eigentlich sagen will....

Gib nicht auf.

Liebe Grüße
Karel
1997 bis 2008 Cannabis
08/2008 Panikattacken und Angstzustände
08/2008 3 Tage Krisenintervention in Klinik - Diagnose Depression und Angst, Abhängigkeit Cannabis - Doxepin 100mg
01/2011 8 Wochen stat. Therapie - Diagnose Depression - Cipralex 20mg
06/2013 5 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung - Venlafaxin 225mg
09/2017 Reduzierung von Venlafaxin auf ärztlichen Rat binnen 6 Monaten auf 37,5mg
05/2018 6 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung, Borderline - Aufdosierung Venlafaxin von 37,5mg auf 225mg
bis Anfang 2019 ambulante Aufdosierung Venlafaxin auf 337,5mg
02/2019 4 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. Depr. Störung, Borderline- Umstellung 90mg Cymbalta
04/2019 13 Wochen stat. Therapie - Diagnose Rez. depr. Störung, Borderline - Umstellung kurzfristig auf 150mg Venlafaxin, 100mg Seroquel und 0,5mg Tavor bei Bedarf, nach 7 Wochen auf 1350mg Quillonium und 100mg Amitriptylin umgestellt
07/2019 9 Wochen teilstationäre Therapie - Diagnose Rez. Depr. Störung, Borderline - Umstellversuch auf anderes AD, Reduktion Amitriptylin auf 50mg, Lieferengpass anderes AD, Aufdosierung auf 75mg Amitriptylin

Medikation Stand 10/2019
75mg Amitriptylin und 1125mg Quilonium
Medikation Stand 11/2019
75mg Amitriptylin und 900mg Quilonium
Medikation Stand 12/2019
75mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 02/2020
68,75mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 03/2020
62,5mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 04/2020
56,25mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 05/2020
50mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 06/2020
62,5mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 07/2020
50mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 08/2020
43,25mg Amitriptylin und 675mg Quilonium
Medikation Stand 09/2020 (15.09)
50mg Amitriptylin und 675mg Quilonium

AB 23.09. 75mg Amitriptylin und 675mg Quilonium nach gescheiterten Reduktionsversuch
leichte Stabilisierung mit starken Aggressionen

Ab 05.10 62,5mg Amitriptylin und 675mg Quilonium wegen starken Agressionen

6.10. Gute Stimmung

7.10 bis 14.10 Antrieb ist okay, Aggressionen weg, ab und an weinen, leicht Niedergeschlagen und ab und an auch normale Stimmung, leichte Durchschlafprobleme aber dafür insgesamt 8 Stunden Schlaf, Mittagsschlaf leider nicht möglich da Unruhe und Gedankenrasen


Absatzpause bis 2021 :bettzeit:

Fazit 2020:
Lithium um 450mg und Amitriptylin um 25mg reduziert. Längere Fenster, langsame Rückkehr von Emotionen, viel trotz psychischer und medikamentöser Einschränkungen gewuppt.

Ich danke dem Forum, meinem Körper und meiner Familie das es dies mitgetragen hat. :pillowtalk:




Medikamentenebenwirkung: Tremor hat aufgehört, schlechte Schilddrüsenwerte wieder normal,
Leber und Nierenwerte trotz gesunder Ernährung, kein Alkohol, Nikotin o.ä. weiterhin nicht so gut,
Gewichtszunahme von 12 Kilo binnen 8 Wochen, Angst vor Lithium ist schwächer

Absetzsymhome Venlafaxin: protrahierter Entzug, Wellen und Fenster, Wechseln alle 3 Wochen, zumeist Weinkrämpfe, Neuroemotionen, Unruhe und Veränderte Selbst- und Umweltwahrnehmung
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Anni83 »

Hallo Karel,
Vielen lieben Dank für deine Nachricht.
Es macht Hoffnung das von dir zu lesen.
Momentan fühlt es sich so schlimm an. Ich müsste aufgrund der starken Nebenwirkungen weg von den Medikamenten so schnell es geht aber es geht ja nicht. Es ist so eine Zwickmühle...

Ich fühle mich durch das Quetiapin so sehr getrieben seit dem ersten Tag als ich es genommen hab. Aber mir wurde gesagt das wird alles besser.
Aktuell beruhigen mich 25 MG viel mehr als die 50 MG abends aber ich darf ja nichts mehr weg lassen...

Es ist zum verrückt werden...

Alles liebe für dich

Gruß Anne
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von padma »

hallo Anne, :)

eine Nachfrage, du hast unretardiertes Quetiapin? Das darfst du aufteilen, retardiertes nicht.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Anni83 »

Hallo padma,
Ja ich hab unretardiertes Quetiapin.
LG Anne
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von padma »

hallo Anne, :)

dann kannst du es mit dem Splitten versuchen.
Siehe auch hier: viewtopic.php?p=314220#p314220

liebe Grüsse,
padma
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Anni83 »

Hallo ihr Lieben,

Gibt es eigentlich eine Chance das ich von den Medikamenten weg komme nach so heftigen Symptomen?
Ist das reduzieren und absetzen jetzt schon viel schwieriger weil ich solche Symptome hatte und habe?

Hab Angst weil ich doch eigentlich sofort davon weg sollte...
Viele Grüße Anne
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Straycat »

Liebe Anne,

es spricht mMn nichts dagegen, dass du die PP vollkommen loswirst.
Aber es wird wohl nicht ganz so rasch gehen (direkt auf 0mg), wie du gehofft hast, da ein schrittweises Reduzieren eben seine Zeit dauert.
Auch wenn man die PP schnell weghaben möchte, kann man solche Absetzsymptome nur durch behutsames Ausschleichen (Reduktionen von maximal 10% der Ursprungsdosis maximal alle 4-6 Wochen) am besten vermeiden.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Anni83 »

Hallo,
Vielen Dank für deine Antwort.
Habe richtig Angst vor dem ausschleichen weil ich ja jetzt weiß wie schlimm es werden kann. Und wahrscheinlich noch schlimmer.
Und wenn man dann irgendwann auf 0 ist und es beginnt dann trotzdem nach einer Zeit das die Symptome so stark werden?

Ich hab Angst...

Viele Grüße Anne
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Straycat »

Hallo Anne,

also ich habe 2016 Escitalopram quasi kalt abgesetzt und hatte schlimme Absetzsymptome. 4 Monate nach dem ich dachte es wäre vorbei schlug bei mir der protrahierte Entzug zu und ich habe Venlafaxin verschrieben bekommen.

Nun setze ich das Venlafaxin maximal in 10% Schritten mit genügend Pausen von mindestens 4 Wochen zwischen den Reduktionen ab und ich habe nur sehr milde Absetzsymptome. Es muss also definitiv nicht so schlimm sein, wie du es jetzt erlebt hast, als du den Kaltentzug versucht hast. Der geht bei sehr vielen schief und äußert sich in starken Symptomen.
Durch das langsame Ausschleichen kann man die Symptome manchmal komplett vermeiden und häufig zumindest auf einem milden erträglichem Maß halten.
Versuche dich nicht zu arg unter Druck zu setzen, sondern gehe es langsam und behutsam an und hör auf dich und deinen Körper. Dann ermöglichst du deinem ZNS am allerbesten, sich langsam wieder umzustellen.

Alles Gute,
Cat
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Anni83 »

Hallo,
Ist es eigentlich wichtig die Tabletten immer vom selben Hersteller zu nehmen?
LG Anne
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Towanda »

Hallo Anni,

das kann man pauschalnicht sagen. Es gibt hier einige,die mit einem Herstellerwechsel Probleme haben, weil sie wohl die anderen Zusatzstoffe wegen der gesteigerten Empfindlichkeit im Entzug nicht vertragen. Andere kommen gut damit klar.

Ich würde auf Nummer sicher gehen und den Arzt bitten, auf dem Rezept das Kreuzchen zu machen, damit Du immer den gleichen Hersteller bekommst.

Viele Grüße, Towanda
► Text zeigen

27.07.20 - 0,25 mg Mirtazapin wurde kinesiologisch ausgetestet, deshalb nun ein größerer Schritt, der Test ergab, daß ich absetzen kann, habe ich mich nicht getraut
01.09.20 - 0,15 mg Mirtazapin
09.10.20 - 0,13 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Anni83 »

Hallo Towanda,
Vielen Dank für deine Antwort
LG Anne
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Re: Anni83: Quetiapin und pipamperon Kaltenzug

Beitrag von Anni83 »

Hallo,
Ich hätte noch eine Frage. Ich nehme jeden Abend 1,25 mg bisoprolol. Schon über eine lange Zeit. Nun hab ich aber über den Tag starkes Herzrasen. Ist es eine schlimme Reizung wenn ich morgens auch noch 1,25 MG bisoprolol dazu nehme?
Vielen Dank und viele Grüße Anne
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