Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->



Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

---

An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
Chahoua
Beiträge: 6
Registriert: 19.09.2020 21:02
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 5 Mal

Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Beitrag von Chahoua »

Hallo zusammen :) ,

erstmal vielen Dank für die Aufnahme im Forum <3 .
Ich hab schon viel hier gelesen und mich informiert. Trotzdem ist ja jeder "Fall" ein wenig anders. Deswegen habe ich mich auch angemeldet, obwohl ich bereits nichtswissend alles viel zu schnell abgesetzt habe, da ich dieses Forum leider zu spät entdeckt habe.

Zu mir: ich bin weiblich, 28 Jahre alt. Die frühere Medikation steht in meiner Signatur und momentan nehme ich keine mehr.

2016 hab ich eine Verhaltenstherapie begonnen, da ich keine Kraft und keinen Antrieb mehr hatte. Ich hab mich jeden Tag zur Arbeit gequält und danach hingelegt. Außerdem hat mich meine Vergangenheit sehr belastet.
Der Psychologe war ziemlich schnell der Meinung, ich sollte einen Termin bei einem Psychiater machen und Medikamente nehmen. Nachdem ich meine Bedenken geäußert habe, hat er mir erklärt, es sorgt nur dafür, dass mehr Serotonin andocken kann.
Der Psychiater hat mir zunächst Escitalopram verschrieben. Nach einem Monat habe ich gemeint ich merke gar nichts und hab dann Venlafaxin genommen. Dort hatte ich die unten beschriebenen Symptome und er meinte, das ist nur anfangs und wir dosieren weiter auf.
Eine Besserung konnte ich nicht wirklich bestätigen. Innerhalb von drei Jahren hat sich mein psychischer Zustand stark verschlechtert, allerdings wurde mir gesagt, das läge an meiner Erkrankung, was ich mittlerweile bezweifle.
Seit 1,5 Jahren ist mir ständig übel, phasenweise mit Erbrechen. Ich war immer wieder beim Arzt, da ich es nicht mehr ausgehalten habe. Es wurde nach unzähligem Nachfragen nach der Ursache eine Magenspiegelung gemacht, ohne Ergebnis. Ich hab dann lediglich die Aussage bekommen, ich muss abnehmen und Sport treiben, dann gehts mir wieder besser, was ich beides schon erfolglos versucht habe.
Genauso war die Aussage nach meinem Krankenhausaufenthalt wegen hohem Blutdruck. Komischerweise ist dieser jetzt nach Absetzen der Psychopharmaka fast wieder in Ordnung :wink: .
Dann habe ich im April die weiteren Termine bei meinem Psychiater abgesagt, da er mir im April ein weiteres Medikament verschreiben wollte (Lamotrigin). Aber auf Nachfragen zu Medikamenten und Einwände hat er noch nie gut reagiert und darauf bestanden, dass ich es nehmen müsse.
Als nächstes musste ich auch die Verhaltenstherapie beenden (ist etwas komplizierter, aber ich weiß nicht was mit dem Therapeuten los war, ist verletzend geworden und wollte auch nur, dass ich einfach ohne Fragen mache, was mir gesagt wurde (zusätzliche Medikamente nehmen, in eine Klinik gehen...). Richtige Hilfe hab ich dort eh nicht bekommen, musste mich immer nur rechtfertigen).
Anfang Juni hab ich dann den Hausarzt gewechselt, da es mit der Übelkeit noch schlimmer wurde.Die Ärztin hat gemeint, ich vertrage das Venlafaxin nicht und es muss so schnell wie möglich abgesetzt werden, da ich es eh kaum noch im Magen halten konnte (nach fünf Minuten kam es wieder hoch und ich hab versucht es wieder runterzuschlucken :sick: ).

Seit dem Absetzen geht es mir psychisch sehr viel besser, allerdings körperlich nicht. Da die Ärzte mich einfach nicht ernst genommen haben (muss ja einen Grund haben), zweifel ich schon selbst dran, ob ich nicht einfach überdramatisiere :cry: . Ich komme mir schon blöd vor sogar anonym in einem Forum über mich zu schreiben.

Jedenfalls stehen die Symptome ganz unten in der Signatur. Aber das schlimmste ist einfach diese Übelkeit. Ich hab schon so viel probiert an Medikamenten, Magenschutz, Tee, aber nichts hilft. Wie geht ihr speziell mit Übelkeit um? Oder wäre es sinnvoll nochmal Venlafaxin oder etwas anderes zu nehmen?

Vielen lieben Dank schonmal

Viele Grüße
Chahoua
Zuletzt geändert von Ululu am 20.09.2020 19:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Namen im Titel zugefügt zur besseren Übersicht im Forum
Zu Diagnosen:
- Verhaltenstherapie: 02/2016 - 05/2020
- in Psychiatrischer Behandlung: 05/2016 - 04/2020
in diesem Zeitraum wurden viele Diagnosen gestellt und wieder verworfen. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob alle oder ob überhaupt eine zutrifft. Deshalb kann ich darüber nichts genaueres sagen als vermutlich Depressionen.
Die Therapien wurden beide sehr unschön beendet.

Medikation:
- Escitalopram: 05/2016 - keine Wirkung und keine Nebenwirkungen
- Venlafaxin: 06/2016 - 07/2020, mit 75mg begonnen und innerhalb von zwei Monaten auf 375mg aufdosiert - beim aufdosieren Schwindel und Brain Zaps, seit 02/2019 starke Übelkeit, außerdem seit Beginn Gewichtszunahme, ständiges Schwitzen und Hypertonie; die weiteren Symptome waren vorher schon da, allerdings nur leicht und haben sich seit der Medikamenteneinnahme massiv verschlechtert, u.a. Dissoziationen, Stimmungsschwankungen, Selbstverletzung, Müdigkeit, Angstzustände und Panikattacken
- Olanzapin: 08/2016 - 04/2020, 10mg - starke Müdikeit, trotzdem Schlafprobleme, Gewichtszunahme
- Lorazepam: 11/2018 - 12/2019, 2,5mg, bei Bedarf - hat nicht jedes mal geholfen, ab
und an half es beim Einschlafen
- Opipramol: 04/2020 - keine Wirkung außer starker Müdigkeit

Die ganzen Symptome haben dazu geführt, dass ich lange krank geschrieben war. Zeitraum: 04/2018 - 01/2019 und von 05/2019 - 11/2019.

Weitere Medikation:
wegen Hypertonie und Krankenhausaufenthalt wegen hypertensiver Krise:
- Amlodipin
- Bisoprolol
- Ramipril
- Torasemid
Zeitraum: 03/2019 - 08/2020

Absetzverlauf:
- Venlafaxin 375mg:
- 01/2020: 225mg
- 05.06.2020: 150mg
- 24.06.2020: 75mg
- 06.07.2020: 37,5mg
- 15.07.2020: 0mg
- Olanzapin 10mg:
- 12.2019: 5mg
- 04/2020: 0mg
Diese Dosierungsschritte wurden mir vom Arzt empfohlen. Beim Venlafaxin musste es sehr schnell gehen, da es nicht "drinnen bleiben wollte"

Die restlichen Medikamente wurden nicht herunterdosiert und wurden so abgesetzt.

Absetzsymptome und aktuelle Symptome (ohne Medikation):
- Übelkeit
- Müdigkeit
- Schwächegefühl
- Konzentrationsprobleme
- Brain Zaps
- Schüttelfrost
- Bauchkrämpfe
- Muskelschmerzen
- Geräuschempfindlichkeit
- Gereiztheit
Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 6419
Registriert: 04.05.2017 17:43
Hat sich bedankt: 4214 Mal
Danksagung erhalten: 2000 Mal

Re: Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Beitrag von Ululu »

Hallo Chahoua,

willkommen im ADFD.

auch wenn du dich schon gut eingelesen hast, hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Ute
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 6419
Registriert: 04.05.2017 17:43
Hat sich bedankt: 4214 Mal
Danksagung erhalten: 2000 Mal

Re: Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Beitrag von Ululu »

Hallo,

jetzt noch zu deinem persönlichen Problem.
:)

Übelkeit ist leider eine sehr häufige Nebenwirkung und Absetzerscheinung vieler Psychopharmaka.

Viele Serotoninrezeptoren befinden sich im Magen-Darm-Trakt, deshalb reagiert dieser oft sehr stark auf die Medikamente.
In deinem Fall scheint es mir so, dass du das Venla von Anfang an nicht vertragen hast.
:(
Deshalb macht es sicher auch wenig Sinn, einen kleinen Teil davon wieder einzudosieren.

Wir haben hier einen Thread zum Thema Übelkeit. Vielleicht findest du dort etwas, das hilfreich für dich ist.
viewtopic.php?f=57&t=10858

LG Ute
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Sonne27
Beiträge: 756
Registriert: 09.03.2019 15:56
Hat sich bedankt: 915 Mal
Danksagung erhalten: 300 Mal

Re: Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Chahoua,

Schön das du ins Forum gefunden hast.

Wie du bereits selbst weißt, hast du viel zu schnell reduziert. Es ist aber typisch das Ärzte/in eine viel zu schnelle Reduzierung empfehlen, eben weil Sie meiner Meinung nach von Absetzsymptomen mal überhaupt keine Ahnung haben.

Zwecks des Escitalopram, hast du das von "Heute auf Morgen" abgesetzt und bist direkt zu Venlafaxin gewechselt?

Wenn dem so war, könnte die Übelkeit und das Erbrechen nicht nur am Venlafaxin liegen sondern es könnte eine Mischung aus Absetzsymptome vom Escitalopram und Nebenwirkungen vom Venlafaxin sein.

Fragwürdig finde ich trotz deiner Symptome, die du ja wie du oben schreibst nicht nur die ersten Wochen hattest immer weiter und weiter aufdosieren solltest.

Eine andere Frage, hat man dir gleich zu Anfang, 2,5mg Lorazepam empfohlen bzw. verordnet?

Du hast also Venlafaxin und Olazipin im Zeitraum vom 12.2019 - 07.2020 gleichzeitig ausgeschlichen, wie du ja weißt viel zu schnell.

Opipramol hast du ohne Auszuschleichen im April 2020 abgesetzt?

Hier im Forum wird ja empfohlen, immer nur 1 Medikament abzusetzen / zu verändern du hast 3 Medikamente ziemlich zeitnah abgesetzt, daher sicherlich auch deine starken Absetzsymptome.

Ob eine geringe Eindosierung von Olazipin und Opipramol Sinn, macht um Absetzsymptome zu mildern ist für mich schwer abzuschätzen, da ich diesbezüglich nicht die Erfahrung habe, aber dazu wird sich sicherlich noch jemand von den Erfahrenen melden, bei Venlafaxin fällt das ja aufgrund der Unverträglichkeit weg.

Zwecks deiner Symptome, kann ich dir versichern das du nicht überdramatiesierst, deine Symptome sind gängige Absetzsymptome und vielen Betroffenen hier im Forum bekannt.

Auch wenn es vermutlich, schwer fällt sich daran festzuhalten, aber mir hat ein Satz hier aus dem Forum immer geholfen, wenn ich unter Absetzsymptomen gelitten habe

"Absetzsymptome sind ein Zeichen der Heilung".

Liebe Grüße 🌞
► Text zeigen
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 20636
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 8179 Mal
Danksagung erhalten: 10719 Mal

Re: Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Beitrag von Jamie »

Hallo Chahoua, :)

also blöd vorkommen musst du dir nicht, in einem solchen Forum zu posten. ;)
Zum einen sind wir hier fachlich sehr versiert, belesen und können auf einen 17jährigen Erfahrungsschatz an AD-Entzügen zurückblicken, zum anderen findest du hier Menschen, denen es auch so geht wie dir und das alleine ist für viele eine ungemeine Hilfe.

Ich möchte aus deiner Signatur zitieren
mit 75mg begonnen und innerhalb von zwei Monaten auf 375mg aufdosiert
Warst du tatsächlich bei 375mg Venlafaxin oder ist das ein Tippfehler?
Die ambulant maximal zugelassene Tageshöchstdosis sind 300mg und das ist schon ein echter Brocken; höhere Dosierungen darf es nicht geben und wenn, dann nur zeitlich begrenzt und innerhalb eines Kliniksettings, wo du überwacht wirst und ggf. der Blutspiegel kontrolliert wird.

Dass du das Zeug quasi rausko*zt ist für mich nichts Anderes als eine Vergiftungsreaktion des Körpers, der es los werden will. Und womit? Mit Recht!
Es ist unverantwortlich, was du da mengenmäßig verordnet bekommen hast.

Ferner scheint mir auch die Sache mit dem Olanzapin nicht ganz koscher.
Du hast es gar nicht erwähnt, nur in der Signatur, aber das Mittel hast du auch knapp 4 Jahre genommen und vermutlich viel zu schnell weggelassen; auch das kann jetzt noch bei deinem Zustand mit reinwirken, wie auch sonne : - ) bereits schrieb.

Ob dein Körper jemals noch mal Venlafaxin akzeptieren würde, auch zb in einer so kleinen Dosis wie 2,5mg, das weiß ich nicht, weshalb ich mir auch über eine Wiedereinnahme nicht sicher bin. Es kann sein, dass du so dermaßen überdosiert warst, dass du immer noch an einer Art Vergiftungserscheinung leidest; dafür spricht auch, dass du die Tablette / Kapsel sofort wieder erbrechen musst. Der Körper will es wohl einfach nicht mehr haben!

Du benötigst kompetentere Hilfe bei deinem Übelkeitsthema.
Stufenschema wäre angesagt, sofern körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können.
Das geht in etwa so
1. Ingwer
2. frei verkäufliche Antiemetika wie Vomex oder Ähnliche
3. MCP (verschreibungspflichtig)
4. Domperidon (verschreibunhgsplfichtig)
und wenn all das nix nützt ein 5HT3 Rezeptor Antagonist wie zB Ondansetron, das man eigentlich nur bei schwerem Erbrechen und Übelkeit bei Chemotherapie gibt, das man aber auch ansonsten bei schwerer, nicht stillbarer Übelkeit verordnen darf.
Suche dir bitte einen kompetenten, mitfühlenden, kooperierenden Arzt.

Da ich bei einer bestimmten Medikamentengruppe (Lokalanästhetika) hochgradig unverträglich reagiere, muss ich, wenn ich beim Zahnarzt mit einem hochspeziellen Lokalanästhetikum behandelt werde, danach meist 2 Wochen Ondansetron schlucken, so schlimm ist die Übelkeit.
Das Mittel ruft bei mir Vergiftungserscheinungen hervor, aber da ich keine Alternativen habe, muss es dann eben mit dem stärksten Mittel gehen.
Ich möchte dir damit nur zeigen, dass auch andere Menschen massive Übelkeitsreaktionen auf Medikamente haben können; jetzt mal fernab der Frage, ob es sich bei dir um NW oder Entzug handelt.

Das als neutrale Informationen in deine Richtung. :)

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
Chahoua
Beiträge: 6
Registriert: 19.09.2020 21:02
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 5 Mal

Re: Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Beitrag von Chahoua »

Hallo,

lieben Dank für die Antworten <3 .

@Ululu: ja es kann gut sein, dass ich es nie vertragen hab. Ich hab schon einiges probiert, aber vielleicht finde ich im Thread noch etwas was hilft. Dankeschön :).

@Sonne27: das Escitalopram sollte ich sofort wieder absetzen. Ich weiß aber leider die Dosierung nicht mehr.
Zum Venlafaxin hat der Psychiater nach einem Bluttest gemeint, meine Leber baut das zu schnell ab und deswegen wirkt es nicht so gut, deswegen wollte er aufdosieren.
Lorazepam sollte ich nur bei Bedarf nehmen und das waren gleich 2,5mg.
Seit 12/2019 arbeite ich wieder und sollte deshalb beides (Venlafaxin auf 225mg und Olanzapin auf 5mg abends) runterdosieren, weil ich viel zu müde war.
Opipramol hab ich nur ein paar Wochen genommen, hat aber außer noch mehr Müdigkeit nichts gebracht. Sollte dann Ende April stattdessen Lamotrigin nehmen, weil mal wieder eine neue "Diagnose" gefunden wurde. Ab da hab ich mich dann geweigert, noch mehr zu nehmen und bin nicht mehr dort hingegangen.
Gerade bin ich wieder sehr geräuschempfindlich und gereizt. Aber es ist schön zu wissen, dass es auch was gutes für sich hat und der Körper heilt. Vielen Dank :).

@Jamie: Venlafaxin sollte ich frühs 225mg nehmen und mittags nochmal 150mg. Ich sollte soviel nehmen weil meine "Leber das Venlafaxin zu schnell abbaut" und "dadurch der Spiegel nicht hoch genug war".
Krass, dass die Ärzte das so lange nicht erkannt haben mit der Unverträglichkeit und ich war auch noch zu blöd mich nicht ausreichend zu informieren. Hab halt einfach drauf vertraut, dass die Ärzte wissen was sie machen.
Folgendes hab ich schon versucht: Ingwer, Tee, Magenschutz (verschiedene), MCP und Ondansetron. Letzteres hat zwar gegen die Übelkeit geholfen, macht aber Verstopfung und Krämpfe, also kann ich das auf Dauer auch nicht nehmen. Meine jetzige Hausärztin weiß langsam auch nicht mehr weiter aber bespricht sich nochmal mit anderen Ärzten bis nächste Woche. Die erste Ärztin die sich bemüht und mir glaubt.
Danke für die Infos :) .

Liebe Grüße
Chahoua
Zu Diagnosen:
- Verhaltenstherapie: 02/2016 - 05/2020
- in Psychiatrischer Behandlung: 05/2016 - 04/2020
in diesem Zeitraum wurden viele Diagnosen gestellt und wieder verworfen. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob alle oder ob überhaupt eine zutrifft. Deshalb kann ich darüber nichts genaueres sagen als vermutlich Depressionen.
Die Therapien wurden beide sehr unschön beendet.

Medikation:
- Escitalopram: 05/2016 - keine Wirkung und keine Nebenwirkungen
- Venlafaxin: 06/2016 - 07/2020, mit 75mg begonnen und innerhalb von zwei Monaten auf 375mg aufdosiert - beim aufdosieren Schwindel und Brain Zaps, seit 02/2019 starke Übelkeit, außerdem seit Beginn Gewichtszunahme, ständiges Schwitzen und Hypertonie; die weiteren Symptome waren vorher schon da, allerdings nur leicht und haben sich seit der Medikamenteneinnahme massiv verschlechtert, u.a. Dissoziationen, Stimmungsschwankungen, Selbstverletzung, Müdigkeit, Angstzustände und Panikattacken
- Olanzapin: 08/2016 - 04/2020, 10mg - starke Müdikeit, trotzdem Schlafprobleme, Gewichtszunahme
- Lorazepam: 11/2018 - 12/2019, 2,5mg, bei Bedarf - hat nicht jedes mal geholfen, ab
und an half es beim Einschlafen
- Opipramol: 04/2020 - keine Wirkung außer starker Müdigkeit

Die ganzen Symptome haben dazu geführt, dass ich lange krank geschrieben war. Zeitraum: 04/2018 - 01/2019 und von 05/2019 - 11/2019.

Weitere Medikation:
wegen Hypertonie und Krankenhausaufenthalt wegen hypertensiver Krise:
- Amlodipin
- Bisoprolol
- Ramipril
- Torasemid
Zeitraum: 03/2019 - 08/2020

Absetzverlauf:
- Venlafaxin 375mg:
- 01/2020: 225mg
- 05.06.2020: 150mg
- 24.06.2020: 75mg
- 06.07.2020: 37,5mg
- 15.07.2020: 0mg
- Olanzapin 10mg:
- 12.2019: 5mg
- 04/2020: 0mg
Diese Dosierungsschritte wurden mir vom Arzt empfohlen. Beim Venlafaxin musste es sehr schnell gehen, da es nicht "drinnen bleiben wollte"

Die restlichen Medikamente wurden nicht herunterdosiert und wurden so abgesetzt.

Absetzsymptome und aktuelle Symptome (ohne Medikation):
- Übelkeit
- Müdigkeit
- Schwächegefühl
- Konzentrationsprobleme
- Brain Zaps
- Schüttelfrost
- Bauchkrämpfe
- Muskelschmerzen
- Geräuschempfindlichkeit
- Gereiztheit
Chahoua
Beiträge: 6
Registriert: 19.09.2020 21:02
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 5 Mal

Re: Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Beitrag von Chahoua »

Hallo zusammen,

ich schreibe nochmal, weil ich einfach nicht weiter weiß.
Das mit der Übelkeit wird einfach nicht besser. Dazu kommt, dass ich einfach wahnsinnig müde bin den ganzen Tag und dauernd gereizt. Die Geräuschempfindlichkeit macht das ganze auch nicht besser. Teilweise sind die kleinsten Geräusche schon eine Qual.
Meine Ärztin wollte mich schon krankschreiben, aber das kann ich mir einfach nicht leisten. Da wird der Arbeitgeber auch nicht mitmachen, nachdem ich bis letzten Dezember mit Unterbrechung bereits 1,5 Jahre krank war.
Also lieg ich nach der Arbeit erstmal heulend im Bett, weil die Bildschirmarbeit die Symptome noch verschlimmert und die Augen auch stark reizt.
Jetzt ist die Frage: kann man da irgendwas machen, bzw. wie geht ihr damit um?

Liebe Grüße
Chahoua
Zu Diagnosen:
- Verhaltenstherapie: 02/2016 - 05/2020
- in Psychiatrischer Behandlung: 05/2016 - 04/2020
in diesem Zeitraum wurden viele Diagnosen gestellt und wieder verworfen. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob alle oder ob überhaupt eine zutrifft. Deshalb kann ich darüber nichts genaueres sagen als vermutlich Depressionen.
Die Therapien wurden beide sehr unschön beendet.

Medikation:
- Escitalopram: 05/2016 - keine Wirkung und keine Nebenwirkungen
- Venlafaxin: 06/2016 - 07/2020, mit 75mg begonnen und innerhalb von zwei Monaten auf 375mg aufdosiert - beim aufdosieren Schwindel und Brain Zaps, seit 02/2019 starke Übelkeit, außerdem seit Beginn Gewichtszunahme, ständiges Schwitzen und Hypertonie; die weiteren Symptome waren vorher schon da, allerdings nur leicht und haben sich seit der Medikamenteneinnahme massiv verschlechtert, u.a. Dissoziationen, Stimmungsschwankungen, Selbstverletzung, Müdigkeit, Angstzustände und Panikattacken
- Olanzapin: 08/2016 - 04/2020, 10mg - starke Müdikeit, trotzdem Schlafprobleme, Gewichtszunahme
- Lorazepam: 11/2018 - 12/2019, 2,5mg, bei Bedarf - hat nicht jedes mal geholfen, ab
und an half es beim Einschlafen
- Opipramol: 04/2020 - keine Wirkung außer starker Müdigkeit

Die ganzen Symptome haben dazu geführt, dass ich lange krank geschrieben war. Zeitraum: 04/2018 - 01/2019 und von 05/2019 - 11/2019.

Weitere Medikation:
wegen Hypertonie und Krankenhausaufenthalt wegen hypertensiver Krise:
- Amlodipin
- Bisoprolol
- Ramipril
- Torasemid
Zeitraum: 03/2019 - 08/2020

Absetzverlauf:
- Venlafaxin 375mg:
- 01/2020: 225mg
- 05.06.2020: 150mg
- 24.06.2020: 75mg
- 06.07.2020: 37,5mg
- 15.07.2020: 0mg
- Olanzapin 10mg:
- 12.2019: 5mg
- 04/2020: 0mg
Diese Dosierungsschritte wurden mir vom Arzt empfohlen. Beim Venlafaxin musste es sehr schnell gehen, da es nicht "drinnen bleiben wollte"

Die restlichen Medikamente wurden nicht herunterdosiert und wurden so abgesetzt.

Absetzsymptome und aktuelle Symptome (ohne Medikation):
- Übelkeit
- Müdigkeit
- Schwächegefühl
- Konzentrationsprobleme
- Brain Zaps
- Schüttelfrost
- Bauchkrämpfe
- Muskelschmerzen
- Geräuschempfindlichkeit
- Gereiztheit
krasiva
Beiträge: 467
Registriert: 21.02.2019 11:59
Hat sich bedankt: 770 Mal
Danksagung erhalten: 273 Mal

Re: Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Beitrag von krasiva »

Hallo Chaoua,

folgende Sachen konnten helfen:
Nanusyn Tabl. Weleda (bei Bedarf jede 3 Std. 1-e Tabl)
Amara Tropf. (1-e Std. e nach d. Essen 10-15 Tropf. in ca. 1/4 Tasse warm.Tee)
Gentiana Magen Globuli Wala (5 Globuli mehrmals täglich in akut. Zustand)
Robinia D6 Glob. DHU (5 Globuli bei Sodbrennen)
Globuli u. Tropf. in mind. 15 Min. Abstand zu essen / trinken nehmen.

Trinken: mind. 1,5 L pro Tag. Am besten: Pfefferminz-, Kamillen-, Fencheltee.

Außerdem Wermuttee (1-e Prise mit gebrüht. heiß. Wasser 3 Sek.!!! ziehen u. schluckweise trinken).

Essen im Akutzustand: zunächst Leichtverdauliches wie Zwieback, zerdrückte Banane, gerieb. Apfel, passierte Möhren, Haferschleimsuppe (ohne Milch).
Bitterstoffe in Essen helfen: Chicoree, Radicchio, Grapefruit, Endivien, Artischocken z.B.
Beim essen ist außerdem aufzupassen: 4 - 5x tägl. in kl. Portionen essen; abds. nur leichte u. fettarme Kost. Wenn möglich nicht nach 19.Uhr essen. Milcprodukte, Kaffe, Alkohol u. fette Lebensmittel meiden.

Rollkur mit Kamill.Tee: 1-e gr. Tasse mit reichl Kamille aufbrühen. Trinken. Warm zugedeckt liegen: 5 Min. auf dem Rücken. 5 Min. nach links, 5 Min. auf d.Bauch, 5 Min. rechts liegen. Morg. auf d. nucht. Magen. Für längere Zeit, bis einem besser geht.

Das war bezüglich Magen / Übelkeit.

Was Erschöpfung betrifft findet man manches, wenn man dazu z.B. Weleda, Wala od. Zentrum der Gesundheit googelt.
Wäre nicht möglich 1 - 2 Wo. sich krank schreiben zu lassen? Dir geht ja nicht gut und hast Recht auf deine Gesundheit.

Falls du einen guten homeopathischen Arzt suchen möchtest hier die Möglichkeit:

Arztsuche - Anthroposophische Ärzte Deutschland www.gaed.de

Wünsche dir erstmal eine gute Besserung.

Herzliche Grüße,

krasiva :)
► Text zeigen
.
Chahoua
Beiträge: 6
Registriert: 19.09.2020 21:02
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 5 Mal

Re: Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Beitrag von Chahoua »

Hallo krasiva,

vielen lieben Dank für deine Antwort.
Mit der Arbeit ist es echt schwierig, aber deine anderen Vorschläge werde ich auf jeden Fall ausprobieren 😘. Irgendwas muss ja helfen 👍.

Liebe Grüße
Chahoua
Zu Diagnosen:
- Verhaltenstherapie: 02/2016 - 05/2020
- in Psychiatrischer Behandlung: 05/2016 - 04/2020
in diesem Zeitraum wurden viele Diagnosen gestellt und wieder verworfen. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob alle oder ob überhaupt eine zutrifft. Deshalb kann ich darüber nichts genaueres sagen als vermutlich Depressionen.
Die Therapien wurden beide sehr unschön beendet.

Medikation:
- Escitalopram: 05/2016 - keine Wirkung und keine Nebenwirkungen
- Venlafaxin: 06/2016 - 07/2020, mit 75mg begonnen und innerhalb von zwei Monaten auf 375mg aufdosiert - beim aufdosieren Schwindel und Brain Zaps, seit 02/2019 starke Übelkeit, außerdem seit Beginn Gewichtszunahme, ständiges Schwitzen und Hypertonie; die weiteren Symptome waren vorher schon da, allerdings nur leicht und haben sich seit der Medikamenteneinnahme massiv verschlechtert, u.a. Dissoziationen, Stimmungsschwankungen, Selbstverletzung, Müdigkeit, Angstzustände und Panikattacken
- Olanzapin: 08/2016 - 04/2020, 10mg - starke Müdikeit, trotzdem Schlafprobleme, Gewichtszunahme
- Lorazepam: 11/2018 - 12/2019, 2,5mg, bei Bedarf - hat nicht jedes mal geholfen, ab
und an half es beim Einschlafen
- Opipramol: 04/2020 - keine Wirkung außer starker Müdigkeit

Die ganzen Symptome haben dazu geführt, dass ich lange krank geschrieben war. Zeitraum: 04/2018 - 01/2019 und von 05/2019 - 11/2019.

Weitere Medikation:
wegen Hypertonie und Krankenhausaufenthalt wegen hypertensiver Krise:
- Amlodipin
- Bisoprolol
- Ramipril
- Torasemid
Zeitraum: 03/2019 - 08/2020

Absetzverlauf:
- Venlafaxin 375mg:
- 01/2020: 225mg
- 05.06.2020: 150mg
- 24.06.2020: 75mg
- 06.07.2020: 37,5mg
- 15.07.2020: 0mg
- Olanzapin 10mg:
- 12.2019: 5mg
- 04/2020: 0mg
Diese Dosierungsschritte wurden mir vom Arzt empfohlen. Beim Venlafaxin musste es sehr schnell gehen, da es nicht "drinnen bleiben wollte"

Die restlichen Medikamente wurden nicht herunterdosiert und wurden so abgesetzt.

Absetzsymptome und aktuelle Symptome (ohne Medikation):
- Übelkeit
- Müdigkeit
- Schwächegefühl
- Konzentrationsprobleme
- Brain Zaps
- Schüttelfrost
- Bauchkrämpfe
- Muskelschmerzen
- Geräuschempfindlichkeit
- Gereiztheit
Chahoua
Beiträge: 6
Registriert: 19.09.2020 21:02
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 5 Mal

Re: Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Beitrag von Chahoua »

Hallo zusammen 😃,

ist ja schon ein bisschen her. Seit dem letzten Beitrag hab ich alles mögliche gegen Übelkeit und Schmerzen ausprobiert.
Nach gefühlt 100 Arztterminen habe ich zumindest etwas gegen die Schmerzen bekommen (Tilidin).
Vor ein paar Wochen hatte ich Termine beim Endokrinologen und habe heute einen Anruf bekommen, dass ich am Donnerstag zu weiteren Tests kommen soll. Die Cortisolwerte vom vorherigen Test waren wohl auffällig.
Habt ihr Erfahrungen damit gemacht? Kann das von den Psychopharmaka kommen? Ich hab ja bereits letzten Juli/August komplett abgesetzt mit heftigen Nebenwirkungen.

Liebe Grüße
Chahoua
Zu Diagnosen:
- Verhaltenstherapie: 02/2016 - 05/2020
- in Psychiatrischer Behandlung: 05/2016 - 04/2020
in diesem Zeitraum wurden viele Diagnosen gestellt und wieder verworfen. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob alle oder ob überhaupt eine zutrifft. Deshalb kann ich darüber nichts genaueres sagen als vermutlich Depressionen.
Die Therapien wurden beide sehr unschön beendet.

Medikation:
- Escitalopram: 05/2016 - keine Wirkung und keine Nebenwirkungen
- Venlafaxin: 06/2016 - 07/2020, mit 75mg begonnen und innerhalb von zwei Monaten auf 375mg aufdosiert - beim aufdosieren Schwindel und Brain Zaps, seit 02/2019 starke Übelkeit, außerdem seit Beginn Gewichtszunahme, ständiges Schwitzen und Hypertonie; die weiteren Symptome waren vorher schon da, allerdings nur leicht und haben sich seit der Medikamenteneinnahme massiv verschlechtert, u.a. Dissoziationen, Stimmungsschwankungen, Selbstverletzung, Müdigkeit, Angstzustände und Panikattacken
- Olanzapin: 08/2016 - 04/2020, 10mg - starke Müdikeit, trotzdem Schlafprobleme, Gewichtszunahme
- Lorazepam: 11/2018 - 12/2019, 2,5mg, bei Bedarf - hat nicht jedes mal geholfen, ab
und an half es beim Einschlafen
- Opipramol: 04/2020 - keine Wirkung außer starker Müdigkeit

Die ganzen Symptome haben dazu geführt, dass ich lange krank geschrieben war. Zeitraum: 04/2018 - 01/2019 und von 05/2019 - 11/2019.

Weitere Medikation:
wegen Hypertonie und Krankenhausaufenthalt wegen hypertensiver Krise:
- Amlodipin
- Bisoprolol
- Ramipril
- Torasemid
Zeitraum: 03/2019 - 08/2020

Absetzverlauf:
- Venlafaxin 375mg:
- 01/2020: 225mg
- 05.06.2020: 150mg
- 24.06.2020: 75mg
- 06.07.2020: 37,5mg
- 15.07.2020: 0mg
- Olanzapin 10mg:
- 12.2019: 5mg
- 04/2020: 0mg
Diese Dosierungsschritte wurden mir vom Arzt empfohlen. Beim Venlafaxin musste es sehr schnell gehen, da es nicht "drinnen bleiben wollte"

Die restlichen Medikamente wurden nicht herunterdosiert und wurden so abgesetzt.

Absetzsymptome und aktuelle Symptome (ohne Medikation):
- Übelkeit
- Müdigkeit
- Schwächegefühl
- Konzentrationsprobleme
- Brain Zaps
- Schüttelfrost
- Bauchkrämpfe
- Muskelschmerzen
- Geräuschempfindlichkeit
- Gereiztheit
Sabs
Beiträge: 972
Registriert: 10.01.2020 09:42
Hat sich bedankt: 29 Mal
Danksagung erhalten: 381 Mal

Re: Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Beitrag von Sabs »

Hey :-)
Wie ist es denn mit der übelkeit mittlerweile? War auch sehr schwer von übelkeit geplagt, deshalb kann ich da total mitfühlen (übrigens vom Venlafaxin-Entzug bei mir - das gute, alte Venla tztztz).
Tatsächlich können die Cortisolwerte iV mit Psychopharmaka und dessen Entzug verrückt spielen, sich aber auch von selbst wieder regulieren.
Ich würde also nur wenn es unbedingt medizinisch notwendig ist mit Medikamenten arbeiten.
Denn auch diese Medikation kann dich wieder aus der Bahn werfen und oft geschehen Rebounds nach absetzen.
Ich weiß nicht, bei welcher Cortisol-Abweichung man dringend medikamentös eingreifen muss (damit habe ich mich nie beschäftigt) - sollte die Abweichung aber moderat sein, gibt es ein paar Maßnahmen die bei dessen regulation hilfreich sein können.
-Gesunde Ernährung
-gesunder Schlaf-Wach-Rhytmus
-Bewegung (!) wirkt stark auf Cortisol
-entspannungstechniken
Und Tulsitee und Ashwaganda sollen auch regulieren wirken (ich nutze beides und scheine davon zu profitieren).

Liebe Grüße und gute Besserung Sabs
► Text zeigen
Chahoua
Beiträge: 6
Registriert: 19.09.2020 21:02
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung erhalten: 5 Mal

Re: Chahoua: Musste Venlafaxin schnell absetzen

Beitrag von Chahoua »

Hallo Sabs 😃,

danke für deine Antwort 😊. Mit der Übelkeit ist es ein wenig besser zur Zeit aber dafür sind die Schmerzen schlimmer.

Ich weiß leider nicht wie stark die Werte abweichen. Morgen wird erstmal die Nebenniere überprüft.
Wäre auch schön, wenn ich endlich abnehmen könnte. Vor den ganzen Medikamenteneinnahmen war ich sehr schlank und hab danach innerhalb von ein paar Jahren 50 kg zugenommen 😢. Habe es mit Sport und Ernährungsumstellung versucht, aber trotzdem zugenommen.

Wie sieht es denn bei dir aus? Hast du noch irgendwelche Nebenwirkungen?

Liebe Grüße
Chahoua
Zu Diagnosen:
- Verhaltenstherapie: 02/2016 - 05/2020
- in Psychiatrischer Behandlung: 05/2016 - 04/2020
in diesem Zeitraum wurden viele Diagnosen gestellt und wieder verworfen. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob alle oder ob überhaupt eine zutrifft. Deshalb kann ich darüber nichts genaueres sagen als vermutlich Depressionen.
Die Therapien wurden beide sehr unschön beendet.

Medikation:
- Escitalopram: 05/2016 - keine Wirkung und keine Nebenwirkungen
- Venlafaxin: 06/2016 - 07/2020, mit 75mg begonnen und innerhalb von zwei Monaten auf 375mg aufdosiert - beim aufdosieren Schwindel und Brain Zaps, seit 02/2019 starke Übelkeit, außerdem seit Beginn Gewichtszunahme, ständiges Schwitzen und Hypertonie; die weiteren Symptome waren vorher schon da, allerdings nur leicht und haben sich seit der Medikamenteneinnahme massiv verschlechtert, u.a. Dissoziationen, Stimmungsschwankungen, Selbstverletzung, Müdigkeit, Angstzustände und Panikattacken
- Olanzapin: 08/2016 - 04/2020, 10mg - starke Müdikeit, trotzdem Schlafprobleme, Gewichtszunahme
- Lorazepam: 11/2018 - 12/2019, 2,5mg, bei Bedarf - hat nicht jedes mal geholfen, ab
und an half es beim Einschlafen
- Opipramol: 04/2020 - keine Wirkung außer starker Müdigkeit

Die ganzen Symptome haben dazu geführt, dass ich lange krank geschrieben war. Zeitraum: 04/2018 - 01/2019 und von 05/2019 - 11/2019.

Weitere Medikation:
wegen Hypertonie und Krankenhausaufenthalt wegen hypertensiver Krise:
- Amlodipin
- Bisoprolol
- Ramipril
- Torasemid
Zeitraum: 03/2019 - 08/2020

Absetzverlauf:
- Venlafaxin 375mg:
- 01/2020: 225mg
- 05.06.2020: 150mg
- 24.06.2020: 75mg
- 06.07.2020: 37,5mg
- 15.07.2020: 0mg
- Olanzapin 10mg:
- 12.2019: 5mg
- 04/2020: 0mg
Diese Dosierungsschritte wurden mir vom Arzt empfohlen. Beim Venlafaxin musste es sehr schnell gehen, da es nicht "drinnen bleiben wollte"

Die restlichen Medikamente wurden nicht herunterdosiert und wurden so abgesetzt.

Absetzsymptome und aktuelle Symptome (ohne Medikation):
- Übelkeit
- Müdigkeit
- Schwächegefühl
- Konzentrationsprobleme
- Brain Zaps
- Schüttelfrost
- Bauchkrämpfe
- Muskelschmerzen
- Geräuschempfindlichkeit
- Gereiztheit
Antworten