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Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

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Alex81
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Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Hallo zusammen,

ich lese seit einiger Zeit mit und habe mich gefreut endlich Mitglied zu werden, um mich mit euch austauschen zu können. :)

Zu meinem Problem....
Anfang Januar hatte ich eine OP. Etwa 3-4 Tage nach der OP bekam ich Herzrasen und am nächsten Tag hatte ich das Gefühl ich bekomme nicht genügend Luft und jede Bewegung war super anstrengend. Daraufhin bin ich natürlich zu meinem Hausarzt. Er vermutete eine Angststörung und gab mir eine Packung Pregabalin mit. Leichtsinnig und unerfahren wie ich damals war, nahm ich das Zeug dankend an und fing an mit 50mg Morgens und 50mg Abends. Nach einigen Tagen ging es mir auch tatsächlich besser und ich bin auch wieder arbeiten gegangen. Nach ca. 3-4 Wochen entschied ich mich leider von heute auf morgen Pregabalin kalt abzusetzen. :frust:
Ca. 3 Tage später konnte ich auf der Arbeit nicht mal eine E-Mail öffnen. Mein Kopf blockierte total. Hatte krampfartige Schmerzen im Kopf und musste mich krankschreiben lassen. Hinzu kamen, starke innere Unruhe und Zittern, Erkältungssymptome und Kopfschmerzen. Ich erkannte meinen Körper nicht wieder. Alles spielte verrückt.
Ich wollte aber nicht mehr Pregabalin nehmen und es durchhalten. Bis ich dann meine erste Depression bekam. Konnte nichts mehr essen und alles war einfach nur noch Sinnlos.
Beim Hausarzt wurde mir geraten wieder Pregabalin einzunehmen und ich bekam Escitaloprame.
Die Depression wurde besser aber ich war nie wieder bis heute bei 100%. Kann mich kaum konzentrieren und bin überhaupt nicht Belastbar.

Schnell fing ich an Escitaloprame wieder abzusetzen und das ging auch problemlos. Hatte mich beim Absetzen an einen Neurologen gehalten.
Das gleiche Absetztempo war beim Pregabalin nicht möglich. Von 100 auf 75mg was easy. Von 75mg auf 50mg war schon schwieriger. Hatte wieder diese innere Unruhe, noch weniger Belastbar, vergesslich, Sehstörung, unkonzentriert, etc.
Dank des Forums habe ich mich mit der Wasserlösemethode an 40mg Pregabalin herangetastet. Bis hierhin war es schwer aber erträglich.
Vor einer Woche konnte ich plötzlich nicht mehr schlafen. Wenn ich mehr als eine Stunde schlafen möchte, brauche ich 2mg Tavor. Das habe ich bisher nur einmal gemacht, weil ich keine Abhängigkeit riskieren möchte. Leider ist seit dem WE auch meine Depression wieder da. DA meine letzte Pregabalin Reduzierung am 8. August war, ist es wohl wohl kein Absetzsymptome. Was meinst ihr?

Auf eigene Faust habe ich gestern mit Laif 900 begonnen um die Depression ohne AD zu bekämpfen. Das Pregabalin wollte ich solange auf 40mg belassen.
Habe meinen Plan meinem Neurologen geschildert. Worauf er rasend vor Wut wurde. Er meinte ich würde mir das Ganze nur einbilden und die Symptome, die ich bei jeder Reduzierung von Pregabalin habe, wären meine Erkrankung und ich soll heute alles kalt absetzen und nach 2 Wochen bekomme ich ein AD(leider habe ich den Namen nicht mehr im Kopf). Des weiteren wäre Laif 900 quatsch und wurde mir nicht helfen.
Was meint ihr dazu? Soll ich es weiterhin mit Laif 900 versuchen oder auf meinen Neurologen hören, Pregabalin kalt entziehen und mir wieder ein AD ans Bein binden. Habe höllisch Angst vor den Pregabalin Entzug. Der Entzug von dem Zeug kostet mich jetzt schon fast ein Jahr meines Lebens.

Ich möchte hier noch erwähnen, dass ich vor Pregabalin lediglich das Problem mit der Luft hatte. Jetzt bin ich kaum Belastbar, habe Depressionen und kann meiner Arbeit kaum noch nachgehen. Woher weiß ich was Erkrankung ist und was das Pregabalin auslöst. Es ist zum verzweifeln.

Sorry das ich noch keine Signatur gemacht habe. Die folgt sobald ich mich besser konzentrieren kann(Einige Tage so gut wie kein Schlaf). :(

Ich hoffe ihr könnt mir einen Rat geben.

VG,
Alex
Zuletzt geändert von Annanas am 23.09.2020 06:33, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Nutzername im Titel ergänzt
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
simonb
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Re: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von simonb »

Hallo Alex- Willkommen hier im Forum

Ich kann dir heute erstmal nur ganz kurz antworten.
Bitte nehme kein Laif mehr , das ist keine gute Idee.
Johanniskraut wirkt ähnlich wie ein synthetisches AD.
Und kann dein ZNS weiter Durcheinander bringen,
und zb auch Unruhe triggern...

Bitte such dir einen empathischen Neurologen/Psychiater, dein Arzt hört sich ja schrecklich an...

LG Simon
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Mit dem Entzug ist es wie mit dem pupsen, wenn man's zwingt ist's Schei :censored: e!

"Weniger ist mehr im Entzug" ( meine Meinung zu Nems)
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Re: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Jara2302 »

Hallo, und bloß nichts kalt absetzen, wenn ich das nochmal beiläufig hinzufügen darf ! Wie kann man zu sowas raten ?!

Lg Jara
2012-2015 Fluoxetin 20mg (aufgr. Magersucht)
2015 kalter Entzug Fluoxetin mit heftigen Brain Zaps, wieder eindosiert 20 mg
2015-2019 Fluoxetin 20mg (ohne NW)
Sep. 2019 10 mg Fluoxetin (keine Symptome)
Okt. 2019 5 mg Fluoxetin (keine Symptome)
Nov. 2019 2,5 mg Fluoxetin (keine Symptome)
30.12.19 0 mg Fluoextin (keine Symptome)
-> erneut und relativ schnell abgesetzt wg. SS


23. - 25.5.20 2mg Amitriptylin (aufgr. Chr. schmerzen) - extrem schwere Unverträglichkeitsreaktion - sofort abgesetzt.
Seitdem Hölle!

8. u. 9.7.20 Quetiapin 50 mg (sediert zu stark, am zweiten Tag vermehrt Unruhe, Herzrasen)

Bedarf: Tavor (26.5.20 - dato ca. 10x 0,5 - 1mg)

Meine Symptome (7 Monate auf 0)
Atemprobleme
Angst (irreale Zustände - alles wirkt gruselig, Angst vor Familie + Gegenständen)
Grippe Symptome (Halsschmerzen, Erschöpfung)
Tinnitus
Innere Unruhe
Extrem schnell überfordert
Missempfindungen Kopf + Körper
Adrenalinschübe
Hoffnungslosigkeit, weinerlich, teilw S-Gedanken, Durchdreh-Gefühl, Gefühl nie wieder gesund zu werden, Unsicherheit, Selbsthass, kein Selbstbewusstsein, innere Anspannung
Schnell Reizüberflutet


Antidepressiva haben mir meine Unbeschwertheit genommen und einen Teil meines Lebens zerstört, wie groß dieser sein wird, weiß ich noch nicht. Der Kampf geht weiter :group:
Sonne27
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Re: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Alex81,

Schön das du hier ins Forum gefunden hast, liege ich richtig in der Annahme das du dich schon ein bisschen in die Thematik eingelesen hast?

Darf ich fragen, was das für eine OP war? Aber egal welche es Schlußendlich war, ich finde es unverantwortlich, dir so kurz nach der OP so ein nicht unbedenkliches Medikament zu verschreiben, zumal man davon ausgeht, das auch Pregabalin genauso wie ein Benzodiazepine abhängig macht.

Ich bin nicht so erfahren diesbezüglich, meine aber aus anderen Beiträgen das Psychopharmaka (PP) zumeist nach 3-4 Wochen fest in den Gehirnstoffwechsel "eingebaut" sind, sodass hier ein langsames und behutsames Ausschleichen empfehlenswert ist um Absetzsymptome zu minimieren oder ganz zu verhindern.

Deine Symptome, die du in deinem Eingangstherad schilderst sind Typische Absetzsymptome, die viele Betroffene hier kennen.

Das dein Hausarzt dir dann Escitaloprame verordnet hat, war sehr ungünstig, wielange hast du
Escitaloprame genommen bevor du es abgesetzt hast?

Leider schreibst du nix darüber, wann du Pregabalin erneut eindosiert hast und in welchen Schritten oder ob du direkt wieder 100mg eingenommen hast?

Weiterhin wäre dann noch wichtig, seit wann du die 100mg auf 75mg ... die 75mg auf 50mg reduziert hast?

Hier im Forum, empfehlen wir ja höchstens 10% der zuletzt eingenommen Dosis alle 4-6 Wochen zu reduzieren (bei Bedarf noch länger). Du hast gehe ich von deiner letzten Reduzierung von 50mg auf 40mg am 08.08.20 die Dosis um 20% reduziert und die Schritte zuvor waren noch größer.

Ich vermute deine Absetzsymptome haben sich aufgrund der doch beachtlichen Reduzierungen kumuliert, dazu wären die ungefähren Zeiten wann du die Absetzschritte gemacht hast von großer Bedeutung.

Absetzsymptome, können mit großer zeitlicher Verzögerung auftreten, deswegen die Empfehlung alle 4-6 Wochen bei Bedarf noch länger auf der gleichen Dosis zu bleiben.

Ich bin mir daher schon ziemlich sicher, das es sich bei deinen Symtomen um Absetzsymptome handelt von den Reduzierungen von Pregabalin gegebenenfalls auch eine Mischung aus Escitaloprame und Pregabalin.

Wie simonb und jara2302, dir bereits geschrieben haben ist die Einnahme vom Laif900 ziemlich kritisch da es ähnlich wirkt wie ein synthetisches Antidepressiva, hier ist also Vorsicht geboten und nicht das du vom Regen in die Traufe kommst.

Laif900 wird deine Absetzsymptome nicht lindern können. Worüber du aber nachdenken solltest ob du anstatt der Einnahme von Laif900 nicht eher Pregabalin geringfügig wieder erhöhst um Absetzsymptome abzufangen.

Leider bin ich diesbezüglich zu unerfahren, wenn ich aber bedenke das du seit dem 08.08.20 auf 40mg bist, würde ich nicht mehr als 2mg aufdosieren, allerdings bitte ich dich da noch die Meinung von einem erfahrenen Mitglied abzuwarten, was die Aufdosierung betrifft.

Weiterhin möchte ich dir ans Herz legen in gar keinem Fall, Pregabalin Kalt abzusetzen, die Anordnung deines Arztes ist mehr als unverantwortlich und ich bin mir auch sicher das du dir die Symptome nicht einbildest und auch deine Erkrankung nicht zurück sei zumal du ja selbst sagst du warst vor der OP Gesund und hattest nach der OP "lediglich" mit der Luft Probleme.

Liebe Grüße 🌞
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Jamie
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Jamie »

Hallo Alex,

kannst du bitte noch schreiben, ob du denn jetzt auch noch das Escitalopram nimmst?
Das kann ich deinem Text nicht entnehmen.
Johanniskraut und SSRI wie Escitalopram dürfen keinesfalls parallel eingenommen werden wegen des Risikos eines Serotoninsyndroms.

Dann habe ich auch noch nicht verstanden, woher aus heiterem Himmel eine Depression kommen soll, die vorher (vor OP und vor Lyrica) nie da war? :shock:
Kannst du denn selber Faktoren ausmachen, dir das also erklären?
Weil in 99,9% fällt eine Depression nicht vom Himmel und dann kann es sich bei dir um eine iatrogene Sache handeln oder du bist schlichtweg fehldiagnostiziert.

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Bittchen »

Hallo Alex,

von mir auch herzlich willkommen.
Es wundert mich auch, denn einfach so ,nach einer OP depressiv zu werden ist mir nicht bekannt.
Das ist jetzt aber müßig zu diskutieren, du bist durch deinen Arzt in die Pharmafalle geraten und willst da wieder raus.
Das funktioniert auch !!!
Hier bekommst du dafür gute Tipps,wie du ganz langsam wieder ausschleichen kannst.
Weiterhin Geduld und bleib am Ball, Schreibe und Lese hier viel, denn es ist schon Selbsthilfe im Austausch zu bleiben mit anderen
Betroffenen .
Nicht dir alleine ist das passiert, dass leichtfertig PPs verschrieben wurden, nur weil es dem Patienten nach einer Krankheit schlecht ging.
PP heilen nicht !!!
Liebe Grüße
Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Brombeerkuechlein
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Brombeerkuechlein »

Hallo ihr lieben und Hallo Alex,

nur ganz kurz - antworte später ausführlich (bin gerade unterwegs).
Zum Thema Depression - ja Pregabalin kann Depressionen auslösen. Steht sogar in der Packungsbeilange unter gelegentliche Nebenwirkungen ;)

Liebe Grüße Brombeerküchlein
Hauptdiagnose: Agoraphobie mit Panikstörung


Juli 2016 Erstkontakt Pregabalin

Juli 2016 Klinik - einstellen auf Pregabalin beginnend mit 25 mg
NW ohne ende die nie weg waren aber besser wurden - Benommenheit, Schläfrig, Sediert, Schwindel,Gangunsicherheit

Zitat Arzt: "Entweder Nebenwirkung ertragen oder Panik".
Nach 10 Jahren Panik wollte ich natürlich endlich mal keine haben ;)
Seltene NW - Regelblutung blieb komplett aus ( 43 Jahre)
---> Prolaktintest
Aussage Arzt: wenn der positiv ist muss Pregabalin sofort abgesetzt werden
War negativ
Aussage Arzt: das pendelt sich in ein paar Monaten wieder ein
Habe meine Periode bis heute nicht wieder bekommen


September 2016 mit 2x75 mg Pregabalin entlassen
von September 2016 bis August 2020 als Nebenwirkung 30 kg Gewichtszunahme


März 2020 --- minus 25 mg abends
April 2020 --- minus 25 mg früh
Mai 2020 --- minus 25 mg abends
Juni 2020 --- minus 25 mg früh
Juli 2020 --- minus 25 mg abends

wenig bis keine Beschwerden - manchmal leichte Übelkeit, etwas Benommenheitsschwindel
war meist nach 3 bis 4 Tagen weg


1. August 2020 --- Tag 1 auf 0 mg Pregabalin

Entzugssymptome:
starke Übelkeit ( lies an Tag 14 nach - jetzt fast weg)
Schwäche vor allem in den Beinen - kann manchmal vor gewackel kaum laufen - Puddingbeine
starkes körperliches Krankheitsgefühl
Muskelschmerzen
Muskelzucken
Brennen in den Fußsohlen (lies nach 7 Tagen deutlich nach - jetzt weg)
die erste Woche laufende Nase - Schnupfensymptome
Schwindel
Wortfindungsstörung bei schnellem Sprechen
kaum Konzentration
null belastbar
wöchentliche Migräne mit Aura ( bin seit 20 Jahren Migränikerin aber nie in der Häufigkeit wie jetzt )
Augendruck - verschwommenes sehen
Gangunsicher wie auf Watte
Hitzewallungen (was bei 36° Außentemperatur sehr toll ist )

21. August 2020 --- Tag 21 auf 0 mg Pregabalin

immer noch sehr wenig belastbar
Schwäche
Puddingbeine
ab und zu Schwindel/Benommen
Migräne mit Aura
Gangunsicher
körperliches Krankheitsgefühl
Hitzewallungen (was bei 36° Außentemperatur sehr toll ist )
alles andere ist weg oder hat stark nachgelassen


ab und an macht sich mal ein Fensterchen auf :party:

27.8.20 --- Tag 27 auf 0 mg Pregabalin

nicht hochdosiert da Entzugssymptome deutlich besser wurden

Tag 34 auf 0 mg Pregabalin ---> ungeplante OP
wurde unwissentlich wieder auf Pregabalin eingestellt wegen Nervenverletzung an der Achillessehne
Abends die ersten 25 mg Pregabalin :frust:

4.9.20 --- Tag 35
2x25 mg Pregabalin
5.9.20 --- Tag 36
2x25 mg Pregabalin
Pregabalin ganz weglassen schlug völlig fehl - heftigste Absetzsymptome - nicht aushaltbar
Pregabalin wieder genommen - nach 2h über die hälfte der Symptome wieder weg - bekannte NW aber auch wieder da

6.9.20 --- 2x25 mg Pregabalin
bis
11.10.20 --- 2x25 mg Pregabalin

------------------------

12.10.20 --- 2x22,5 mg Pregabalin
13.10.20 --- Beginn einer getesteten Influenza A für ca. 2 Wochen mit Fieber
Absetzsymptome oder Grippesymptome kann ich gerade nicht unterscheiden
01.11.20 --- 2x20,0 mg Pregabalin
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Towanda »

Hallo Alex,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
viele Grüße,

Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
Alex81
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Wow mit so vielen Antworten hätte ich garnicht gerechnet. :-)
Ich danke euch so sehr.
Ich beantworte euch all eure Fragen nach der Arbeit.

Zur Ergänzung meine letzte Pregabalin Reduzierung von 45mg auf 40mg war am 8 August, deswegen auch meine Verwunderung über die Schlafstörung und die Depression. Davor ging es mir relativ gut.
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
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Re: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

simonb hat geschrieben: 22.09.2020 22:03 Hallo Alex- Willkommen hier im Forum

Ich kann dir heute erstmal nur ganz kurz antworten.
Bitte nehme kein Laif mehr , das ist keine gute Idee.
Johanniskraut wirkt ähnlich wie ein synthetisches AD.
Und kann dein ZNS weiter Durcheinander bringen,
und zb auch Unruhe triggern...

Bitte such dir einen empathischen Neurologen/Psychiater, dein Arzt hört sich ja schrecklich an...

LG Simon
Hallo Simon,
Danke für die schnelle Rückmeldung. Jetzt habe ich aber das Problem mit der Depression die gefühlt täglich stärker wird. Wie bekämpfe ich diese ohne Laif900. Ich möchte nicht wieder AD nehmen. :-(
Vor der Depression war alles erträglich und ich wollte eigentlich nochmal Pregabalin runterdosieren. Nur ist es jetzt ein ganz schlechter Moment dafür.

VG
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Straycat »

Hallo Alex,

auch von mir herzlich willkommen bei uns im ADFD :)

Bist du denn in Psychotherapie?
Psychopharmaka können maximal die Symptome einer Depression vorübergehend deckeln (manchmal nicht mal das). Das Grundproblem können sie niemals heilen.

Wenn ich das richtig lese in deinem Eingangspost war aber eine Depression nie dein Grundproblem, oder?
Sie kam erst mit dem Kaltentzug von Pregabalin.

Ich kann mich dem was simonb :) geschrieben hat nur anschließen: Johanniskraut wird wie auch andere AD und ist keinesfalls "harmloser", nur weil es ein pflanzliches Produkt ist. Es verursacht uU wie auch andere Antidepressiva starke Absetzsymptome.

Davon ausgehend, dass dein ZNS durch den Kaltentzug von Pregabalin und dem Versuch mit Escitalopram sehr gereizt ist, würde ich es an deiner Stelle keinesfalls noch mehr durch eine Einnahme von Johanniskraut stressen.

Eine Signatur wäre wirklich wichtig, damit wir einen bessere Überblick über deine Medikamenteneinnahme, Dosierungen und Reduktionen haben. Sonst ist es sehr schwer, dir vernünftiges Feedback zu geben.
Die Signatur muss auch nicht ausschweifend lange sein, es reicht, wenn du Medikamente in ungefähren Zeitangaben und Dosierungen angibst (siehe Link, den dir Towanda :) in ihrer Antwort geschrieben hat).

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Re: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Sonne27 hat geschrieben: 22.09.2020 23:23 Hallo Alex81,

Schön das du hier ins Forum gefunden hast, liege ich richtig in der Annahme das du dich schon ein bisschen in die Thematik eingelesen hast?

Darf ich fragen, was das für eine OP war? Aber egal welche es Schlußendlich war, ich finde es unverantwortlich, dir so kurz nach der OP so ein nicht unbedenkliches Medikament zu verschreiben, zumal man davon ausgeht, das auch Pregabalin genauso wie ein Benzodiazepine abhängig macht.

Ich bin nicht so erfahren diesbezüglich, meine aber aus anderen Beiträgen das Psychopharmaka (PP) zumeist nach 3-4 Wochen fest in den Gehirnstoffwechsel "eingebaut" sind, sodass hier ein langsames und behutsames Ausschleichen empfehlenswert ist um Absetzsymptome zu minimieren oder ganz zu verhindern.

Deine Symptome, die du in deinem Eingangstherad schilderst sind Typische Absetzsymptome, die viele Betroffene hier kennen.

Das dein Hausarzt dir dann Escitaloprame verordnet hat, war sehr ungünstig, wielange hast du
Escitaloprame genommen bevor du es abgesetzt hast?

Leider schreibst du nix darüber, wann du Pregabalin erneut eindosiert hast und in welchen Schritten oder ob du direkt wieder 100mg eingenommen hast?

Weiterhin wäre dann noch wichtig, seit wann du die 100mg auf 75mg ... die 75mg auf 50mg reduziert hast?

Hier im Forum, empfehlen wir ja höchstens 10% der zuletzt eingenommen Dosis alle 4-6 Wochen zu reduzieren (bei Bedarf noch länger). Du hast gehe ich von deiner letzten Reduzierung von 50mg auf 40mg am 08.08.20 die Dosis um 20% reduziert und die Schritte zuvor waren noch größer.

Ich vermute deine Absetzsymptome haben sich aufgrund der doch beachtlichen Reduzierungen kumuliert, dazu wären die ungefähren Zeiten wann du die Absetzschritte gemacht hast von großer Bedeutung.

Absetzsymptome, können mit großer zeitlicher Verzögerung auftreten, deswegen die Empfehlung alle 4-6 Wochen bei Bedarf noch länger auf der gleichen Dosis zu bleiben.

Ich bin mir daher schon ziemlich sicher, das es sich bei deinen Symtomen um Absetzsymptome handelt von den Reduzierungen von Pregabalin gegebenenfalls auch eine Mischung aus Escitaloprame und Pregabalin.

Wie simonb und jara2302, dir bereits geschrieben haben ist die Einnahme vom Laif900 ziemlich kritisch da es ähnlich wirkt wie ein synthetisches Antidepressiva, hier ist also Vorsicht geboten und nicht das du vom Regen in die Traufe kommst.

Laif900 wird deine Absetzsymptome nicht lindern können. Worüber du aber nachdenken solltest ob du anstatt der Einnahme von Laif900 nicht eher Pregabalin geringfügig wieder erhöhst um Absetzsymptome abzufangen.

Leider bin ich diesbezüglich zu unerfahren, wenn ich aber bedenke das du seit dem 08.08.20 auf 40mg bist, würde ich nicht mehr als 2mg aufdosieren, allerdings bitte ich dich da noch die Meinung von einem erfahrenen Mitglied abzuwarten, was die Aufdosierung betrifft.

Weiterhin möchte ich dir ans Herz legen in gar keinem Fall, Pregabalin Kalt abzusetzen, die Anordnung deines Arztes ist mehr als unverantwortlich und ich bin mir auch sicher das du dir die Symptome nicht einbildest und auch deine Erkrankung nicht zurück sei zumal du ja selbst sagst du warst vor der OP Gesund und hattest nach der OP "lediglich" mit der Luft Probleme.

Liebe Grüße 🌞
Ja ich hatte mich schon reingelesen. Teilweise mehr als mir gut tut.

Ich hatte eine Routine OP mit Vollnarkose. Die Ob an sich soll gut verlaufen sein. Heute würde alles dafür geben die OP wieder Rückgängig zu machen.

Dann meinst Du meine Depression ist auch nur ein Absetzsymptom und ich müsste nur lange genug abwarten bis es von alleine verschwindet?

Escitaloprame habe ich vom 18.03. Bis zum 03.06. genommen. Das absetzen verlief problemlos. Ob es mir geholfen hat kann ich nicht sagen, da ich das Pregsbalin am 14.04. Wieder auf 100 mg eindosiert habe.

Ab 50mg Pregabalin habe ich mich strikt an die Forumsempfehlung gehalten. Ich habe die Wasserlösliche Methode angewandt. Lief auch alles ok bis wie gesagt vor einigen Tagen die Schlafstörungen(wirklich KEIN Schlaf) und die Depression kamen.
Wann ich angefangen habe die 100mg Prega abzusetzen weiß ich nicht mehr genau aber habe jmir jeweils 4-6 Zeit gelassen. Am 14-Jul habe ich von 50mg auf 45 reduziert und am 9-Aug von 45 auf 40. Ich hatte etwa 7-10 Tage Entzugssymptome aber danach war es erträglich. Ich weiß die Reduzierung von 45 auf 40mg ist mehr als 10%. Ich war leider etwas ungeduldig.

Meinst Du wirklich die Depression kann 6 Wochen nach der Reduzierung ein Absetzsymptom sein?
Ich möchte auf keinen Fall wieder aufdosieren aber die Depression und der Schlafmangel nimmt mir gerade alles. :-(
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Jamie hat geschrieben: 23.09.2020 08:10 Hallo Alex,

kannst du bitte noch schreiben, ob du denn jetzt auch noch das Escitalopram nimmst?
Das kann ich deinem Text nicht entnehmen.
Johanniskraut und SSRI wie Escitalopram dürfen keinesfalls parallel eingenommen werden wegen des Risikos eines Serotoninsyndroms.

Dann habe ich auch noch nicht verstanden, woher aus heiterem Himmel eine Depression kommen soll, die vorher (vor OP und vor Lyrica) nie da war? :shock:
Kannst du denn selber Faktoren ausmachen, dir das also erklären?
Weil in 99,9% fällt eine Depression nicht vom Himmel und dann kann es sich bei dir um eine iatrogene Sache handeln oder du bist schlichtweg fehldiagnostiziert.

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
Nein ich nehme schon seit dem 3-Jun kein Escitaloprame mehr. Das Absetzen verlief zum Glück problemlos. Hatte es etwa 2,5 Monate genommen. Letzte Einnahme war am 2-Jun.

Mein Hausarzt Diagnostizierte in meine Depressiven Phase eine Angststörung mit Depressionen.
Beides hatte ich nicht vor der OP.
Leider kann man das nicht messen aber was blieb mir anderes übrig als den Ärzten zu vertrauen.
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Bittchen hat geschrieben: 23.09.2020 08:35 Hallo Alex,

von mir auch herzlich willkommen.
Es wundert mich auch, denn einfach so ,nach einer OP depressiv zu werden ist mir nicht bekannt.
Das ist jetzt aber müßig zu diskutieren, du bist durch deinen Arzt in die Pharmafalle geraten und willst da wieder raus.
Das funktioniert auch !!!
Hier bekommst du dafür gute Tipps,wie du ganz langsam wieder ausschleichen kannst.
Weiterhin Geduld und bleib am Ball, Schreibe und Lese hier viel, denn es ist schon Selbsthilfe im Austausch zu bleiben mit anderen
Betroffenen .
Nicht dir alleine ist das passiert, dass leichtfertig PPs verschrieben wurden, nur weil es dem Patienten nach einer Krankheit schlecht ging.
PP heilen nicht !!!
Liebe Grüße
Brigitte
Danke Brigitte das macht mir Mut aber ich weiß nicht wie ich mit der Schlafstörung und der Depression umgehen soll. Aussitzen? Habe Angst das es immer schlimmer wird.
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Brombeerkuechlein hat geschrieben: 23.09.2020 09:21 Hallo ihr lieben und Hallo Alex,

nur ganz kurz - antworte später ausführlich (bin gerade unterwegs).
Zum Thema Depression - ja Pregabalin kann Depressionen auslösen. Steht sogar in der Packungsbeilange unter gelegentliche Nebenwirkungen ;)

Liebe Grüße Brombeerküchlein
Hi Brombeerküchlein,
Von dir habe ich viel gelesen, weil es meinen Problemen ähnelt. :-)
Warst Du ebenfalls wegen des Pregabalin Depressiv und was hast Du getan um wieder raus zu kommen?

VG
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
Alex81
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Straycat hat geschrieben: 23.09.2020 15:18 Hallo Alex,

auch von mir herzlich willkommen bei uns im ADFD :)

Bist du denn in Psychotherapie?
Psychopharmaka können maximal die Symptome einer Depression vorübergehend deckeln (manchmal nicht mal das). Das Grundproblem können sie niemals heilen.

Wenn ich das richtig lese in deinem Eingangspost war aber eine Depression nie dein Grundproblem, oder?
Sie kam erst mit dem Kaltentzug von Pregabalin.

Ich kann mich dem was simonb :) geschrieben hat nur anschließen: Johanniskraut wird wie auch andere AD und ist keinesfalls "harmloser", nur weil es ein pflanzliches Produkt ist. Es verursacht uU wie auch andere Antidepressiva starke Absetzsymptome.

Davon ausgehend, dass dein ZNS durch den Kaltentzug von Pregabalin und dem Versuch mit Escitalopram sehr gereizt ist, würde ich es an deiner Stelle keinesfalls noch mehr durch eine Einnahme von Johanniskraut stressen.

Eine Signatur wäre wirklich wichtig, damit wir einen bessere Überblick über deine Medikamenteneinnahme, Dosierungen und Reduktionen haben. Sonst ist es sehr schwer, dir vernünftiges Feedback zu geben.
Die Signatur muss auch nicht ausschweifend lange sein, es reicht, wenn du Medikamente in ungefähren Zeitangaben und Dosierungen angibst (siehe Link, den dir Towanda :) in ihrer Antwort geschrieben hat).

Liebe Grüße,
Cat
Hallo Cat,

Danke für deine Hilfe.
Ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht. Ca. 6 Sitzungen mit dem Fazit mir ginge es doch ganz gut und mehr kann bei mir auch nicht mehr optimieren. Laut seiner Aussage würde ich in ein paar Montagen über die Situation lachen können.
Du hast schon Recht aber was ist das Grundproblem? Das Pregabalin? Zuhause ist alles super. Die Kinder und sogar die Arbeit.... es ist alles bestens. Kein Sterbefall in der Familie usw. Woher also die Depression und soll ich es einfach aussitzen? Hatte all meine Hoffnungen in Laif 900 gesetzt. :(
Nach meinem Prega Kaltenzug hat mich die Depression 7 Kilo und die Wiedereinnahme von Prega + Escitaloprame gekostet. Das möchte ich unbedingt vermeiden.

Signatur folgt :)
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von simonb »

Hallo Alex :)
Alex81 hat geschrieben: 23.09.2020 15:50 Danke Brigitte das macht mir Mut aber ich weiß nicht wie ich mit der Schlafstörung und der Depression umgehen soll. Aussitzen? Habe Angst das es immer schlimmer wird.
Wenn du vorher nie eine Depression gehabt hast, könnte es sein, das diese nur durch das absetzen von Pregabalin hervorgerufen wurde.
Durch die Einnahme wurde in den Gehirnstoffwechsel eingegriffen, und das ZNS hat sich uU an diesen Stoff gewöhnt.
Beim Absetzen treten dadurch Symptome auf, da gewisse Veränderungen erst wieder rückgängig gemacht werden müssen.

Eventuell solltest du auf eine andere Art absetzen. Und dich zunächst erstmal einigermaßen auf einer Dosis stabilisieren.
Es könnte sein , das dann auch die Depression und die Schlafstörungen besser werden.

Es ist unabdingbar das du eine Signatur anlegst, sonst können wir dir nicht helfen.

Gruß Simon
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Mit dem Entzug ist es wie mit dem pupsen, wenn man's zwingt ist's Schei :censored: e!

"Weniger ist mehr im Entzug" ( meine Meinung zu Nems)
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

simonb hat geschrieben: 23.09.2020 16:21 Hallo Alex :)
Alex81 hat geschrieben: 23.09.2020 15:50 Danke Brigitte das macht mir Mut aber ich weiß nicht wie ich mit der Schlafstörung und der Depression umgehen soll. Aussitzen? Habe Angst das es immer schlimmer wird.
Wenn du vorher nie eine Depression gehabt hast, könnte es sein, das diese nur durch das absetzen von Pregabalin hervorgerufen wurde.
Durch die Einnahme wurde in den Gehirnstoffwechsel eingegriffen, und das ZNS hat sich uU an diesen Stoff gewöhnt.
Beim Absetzen treten dadurch Symptome auf, da gewisse Veränderungen erst wieder rückgängig gemacht werden müssen.

Eventuell solltest du auf eine andere Art absetzen. Und dich zunächst erstmal einigermaßen auf einer Dosis stabilisieren.
Es könnte sein , das dann auch die Depression und die Schlafstörungen besser werden.

Es ist unabdingbar das du eine Signatur anlegst, sonst können wir dir nicht helfen.

Gruß Simon
Hi Simon,

Signatur ist angelegt. :-)
Auf eine andere Art absetzen? Was meinst Du damit? Vielleicht morgens 15mg und abends die 25mg einnehmen? Bisher mach ich es umgekehrt.
Ich hatte mich seit 09. August auf einer Dosis(40mg) stabilisiert. Hätte das nicht genügen sollen? :(

VG
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Hallo ihr lieben,

Danke nochmal für alle Beiträge.

Also sind sich hier alle einig das ich Laif 900 jetzt nach 3 Tagen einfach nicht mehr einnehmen soll?
Ich habe wegen der Depression so sehr gehofft das diese durch Laif 900 weg geht oder zumindest erträglich wird. :-(
Ist es wirklich so schlimm wie AD?

VG
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Straycat »

Hallo Alex,

danke für das Anlegen der Signatur :)

Für mich liest es sich so, als hätten viele deiner Probleme erst mit dem Kaltentzug von Pregabalin im Februar begonnen.
Die Einnahme des Escitalopram hat die Situation vermutlich nicht verbessert, sondern dein ZNS noch mehr durcheinander gebracht (das soll kein Vorwurf sein, man weiß es ja leider oft nicht besser und vertraut dem Rat der Ärzte :( ).
Das Absetzen des Escitalopram ist leider auch sehr ungünstig gelaufen. Das tageweise Auslassen von Dosen ist für das ZNS viel Stress - insbesondere wenn es schon zuvor gereizt war!

Deine Absetzschritte beim Pregabalin waren zunächst leider wohl zu groß und deshalb hast du mit Absetzsymptomen darauf reagiert.
Der vorhergehende zu rasche ungünstige Entzug vom Escitalopram könnte da auch noch reinspielen.

Was dein ZNS nun braucht ist vor allem mal Stabilität. Du bist nun seit ca 1,5 Monaten auf der jetzigen Dosis von 40mg. Du könntest evtl. eine minimale Menge wieder aufdosieren und damit würden sich die Absetzsymptome evtl. etwas mildern lassen. Aber mit Sicherheit kann man das nicht sagen.

Das Johanniskraut (Laif) würde ich an deiner Stelle wieder weglassen. Es wirkt tatsächlich wie ein synthetisches AD und es wird die Absetzsymptome (ich vermute die Depression ist auch ein Absetzsymptom, vor allem, wenn du vor PP-Einnahme nie welche hattest) nicht deckeln können.

Der Entzug von PP kann eine langwierige Sache sein, da musst du auch etwas an Geduld mitbringen. Oft versucht man seine Situation mit der Einnahme neuer Präparaten oder mit zu raschem Absetzen zu verbessern und bewirkt damit dann eher das Gegenteil.

Hast du dich in die Grundlagentexte, die dir Towanda :) oben verlinkt hat im Begrüßungstext schon eingelesen?

Liebe Grüße und alles Gute,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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