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Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Brombeerkuechlein
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Brombeerkuechlein »

Hallo Finchen,
sicher hast du recht. Auf keinen Fall wollte ich irgendwas empfehlen. Nur Fakt ist auch eins - Alex scheint ein sehr ungeduldiger Typ zu sein (nicht böse gemeint Alex) - und jetzt eine übereilte Entscheidung wie einen stationären Entzug zu treffen - wo im Prinzip nichts anderes gemacht wird wie ich schon geschrieben habe - halte ich eben für fragwürdig.
Aber wenn ich jemanden fälschlicherweise was ans Herz gelegt habe - dann entschuldige ich mich natürlich.
Gruß Brombeerküchlein
Hauptdiagnose: Agoraphobie mit Panikstörung


Juli 2016 Erstkontakt Pregabalin

Juli 2016 Klinik - einstellen auf Pregabalin beginnend mit 25 mg
NW ohne ende die nie weg waren aber besser wurden - Benommenheit, Schläfrig, Sediert, Schwindel,Gangunsicherheit

Zitat Arzt: "Entweder Nebenwirkung ertragen oder Panik".
Nach 10 Jahren Panik wollte ich natürlich endlich mal keine haben ;)
Seltene NW - Regelblutung blieb komplett aus ( 43 Jahre)
---> Prolaktintest
Aussage Arzt: wenn der positiv ist muss Pregabalin sofort abgesetzt werden
War negativ
Aussage Arzt: das pendelt sich in ein paar Monaten wieder ein
Habe meine Periode bis heute nicht wieder bekommen


September 2016 mit 2x75 mg Pregabalin entlassen
von September 2016 bis August 2020 als Nebenwirkung 30 kg Gewichtszunahme


März 2020 --- minus 25 mg abends
April 2020 --- minus 25 mg früh
Mai 2020 --- minus 25 mg abends
Juni 2020 --- minus 25 mg früh
Juli 2020 --- minus 25 mg abends

wenig bis keine Beschwerden - manchmal leichte Übelkeit, etwas Benommenheitsschwindel
war meist nach 3 bis 4 Tagen weg


1. August 2020 --- Tag 1 auf 0 mg Pregabalin

Entzugssymptome:
starke Übelkeit ( lies an Tag 14 nach - jetzt fast weg)
Schwäche vor allem in den Beinen - kann manchmal vor gewackel kaum laufen - Puddingbeine
starkes körperliches Krankheitsgefühl
Muskelschmerzen
Muskelzucken
Brennen in den Fußsohlen (lies nach 7 Tagen deutlich nach - jetzt weg)
die erste Woche laufende Nase - Schnupfensymptome
Schwindel
Wortfindungsstörung bei schnellem Sprechen
kaum Konzentration
null belastbar
wöchentliche Migräne mit Aura ( bin seit 20 Jahren Migränikerin aber nie in der Häufigkeit wie jetzt )
Augendruck - verschwommenes sehen
Gangunsicher wie auf Watte
Hitzewallungen (was bei 36° Außentemperatur sehr toll ist )

21. August 2020 --- Tag 21 auf 0 mg Pregabalin

immer noch sehr wenig belastbar
Schwäche
Puddingbeine
ab und zu Schwindel/Benommen
Migräne mit Aura
Gangunsicher
körperliches Krankheitsgefühl
Hitzewallungen (was bei 36° Außentemperatur sehr toll ist )
alles andere ist weg oder hat stark nachgelassen


ab und an macht sich mal ein Fensterchen auf :party:

27.8.20 --- Tag 27 auf 0 mg Pregabalin

nicht hochdosiert da Entzugssymptome deutlich besser wurden

Tag 34 auf 0 mg Pregabalin ---> ungeplante OP
wurde unwissentlich wieder auf Pregabalin eingestellt wegen Nervenverletzung an der Achillessehne
Abends die ersten 25 mg Pregabalin :frust:

4.9.20 --- Tag 35
2x25 mg Pregabalin
5.9.20 --- Tag 36
2x25 mg Pregabalin
Pregabalin ganz weglassen schlug völlig fehl - heftigste Absetzsymptome - nicht aushaltbar
Pregabalin wieder genommen - nach 2h über die hälfte der Symptome wieder weg - bekannte NW aber auch wieder da

6.9.20 --- 2x25 mg Pregabalin
bis
11.10.20 --- 2x25 mg Pregabalin

------------------------

12.10.20 --- 2x22,5 mg Pregabalin
13.10.20 --- Beginn einer getesteten Influenza A für ca. 2 Wochen mit Fieber
Absetzsymptome oder Grippesymptome kann ich gerade nicht unterscheiden
01.11.20 --- 2x20,0 mg Pregabalin
Alex81
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Brombeerkuechlein hat geschrieben: 25.09.2020 13:50 Hallo Finchen,
sicher hast du recht. Auf keinen Fall wollte ich irgendwas empfehlen. Nur Fakt ist auch eins - Alex scheint ein sehr ungeduldiger Typ zu sein (nicht böse gemeint Alex) - und jetzt eine übereilte Entscheidung wie einen stationären Entzug zu treffen - wo im Prinzip nichts anderes gemacht wird wie ich schon geschrieben habe - halte ich eben für fragwürdig.
Aber wenn ich jemanden fälschlicherweise was ans Herz gelegt habe - dann entschuldige ich mich natürlich.
Gruß Brombeerküchlein

Hallo zusammen,
Sorry für Aufregung die ich verursacht habe.
Ich glaube nicht ganz das es wirklich Absetzsymptome ist. Ich habe das Gefühl ich dreh durch.

Liebe Grüße
Alex
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
Towanda
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Towanda »

Alex81 hat geschrieben: 25.09.2020 14:31
Ich glaube nicht ganz das es wirklich Absetzsymptome ist. Ich habe das Gefühl ich dreh durch.
Hallo Alex,

auch das ist ein Absetzsymptom - das haben viele hier.

Du wirst Dir eine gewisse Leidensfähigkeit, vor allem aber Geduld und Akzeptanz aneignen müssen, wenn Du wirklich dauerhaft ohne PP leben willst. Entzug ist ein schwerer Weg, der sich aber lohnt. Das setzt voraus, dass in schwierigen Zeiten auf andere Mechanismen (siehe den Beitrag von Finchen) zurückgegriffen wird ohne den Einsatz von den kleinen runden „Helferlein“. Hier im Forum findest Du jede Menge Tips, was man alternativ tun kann, wenn es einem schlecht geht. Schau Dich um, probiere aus, akzeptiere Deinen Zustand.

Grüße, Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

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Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
Jamie
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Jamie »

Hallo Alex, :)

bevor du "durchdrehst" (was heißt das denn?), such dir bitte Hilfe.
Und sei es jemandem zum Reden, Herz ausschütten. Das hilft manchmal auch schon.

Was für Symptome hast du denn und wie gefragt - was verstehst du unter durchdrehen?
Weil manchmal sagt man das ja so und wenn man es ernst meint - tust du dir oder jemand anderem jetzt was an? :o :o
Oder bist du völlig panisch und überreizt und denkst, deine Sicherungen fliegen gleich raus; Gehirn quasi vor der Selbstabschaltung.

Durchdrehen assoziiere ich auch mit psychotisch werden, aber psychotisch werden wenige Menschen und wenn, dann diejenigen, die eine Prädisposition haben.
Soweit ich deinen Verlauf im Kopf habe, hast du mit Depressionen zu kämpfen; da liegen Psychosen nicht sonderlich nahe, wenngleich durch falsches Absetzen in seltenen Fällen psychoseähnliche Zustände ausgelöst werden können, aber auch die kommen nicht einfach so, in der Regel hat man dann schon Vorboten wie Halluzinationen etc.

Du musst dich auch nicht entschuldigen für die Aufregung, alles gut, das wird geregelt.
Wichtig wäre mir jetzt zu wissen, dass du dir vielleicht heute noch Hilfe beschaffen kannst (jemanden zum Reden, nicht alleine zuhause sein?) und was du denkst, was dir helfen könnte oder würde?

Wenn es dir hilft, deinen Kummer hier niederzuschreiben, dann gerne auch das, aber bedenke bitte, dass wir alle keine Ärzte und Therapeuten sind.

PS. Ich selber habe auch unzählige Male gedacht "durchzudrehen", weil ich so reizüberflutet war und dachte, jetzt fliegen gleich die Sicherungen raus: Brain fog, Akathisie, Tinnitus, schwappendes Gehirn beim Augen bewegen, Zaps, zittern, vibrieren, alles zum Zerreißen angespannt, so schlimm hochakut (und chronisch) schlaflos, dass die Zellen alle nur noch vor Übermüdung gebrüllt haben, Panik, Verzweiflung, Erschöpfung...
Ich bin noch hier, das Durchhalten hat sich gelohnt... und es geht mir besser :)

Viele Grüße :group:
Jamie
Zuletzt geändert von Jamie am 25.09.2020 15:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: ergänzt
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Jamie hat geschrieben: 25.09.2020 15:39 Hallo Alex, :)

bevor du "durchdrehst" (was heißt das denn?), such dir bitte Hilfe.
Und sei es jemandem zum Reden, Herz ausschütten. Das hilft manchmal auch schon.

Was für Symptome hast du denn und wie gefragt - was verstehst du unter durchdrehen?
Weil manchmal sagt man das ja so und wenn man es ernst meint - tust du dir oder jemand anderem jetzt was an? :o :o
Oder bist du völlig panisch und überreizt und denkst, deine Sicherungen fliegen gleich raus; Gehirn quasi vor der Selbstabschaltung.

Durchdrehen assoziiere ich auch mit psychotisch werden, aber psychotisch werden wenige Menschen und wenn, dann diejenigen, die eine Prädisposition haben.
Soweit ich deinen Verlauf im Kopf habe, hast du mit Depressionen zu kämpfen; da liegen Psychosen nicht sonderlich nahe, wenngleich durch falsches Absetzen in seltenen Fällen psychoseähnliche Zustände ausgelöst werden können, aber auch die kommen nicht einfach so, in der Regel hat man dann schon Vorboten wie Halluzinationen etc.

Du musst dich auch nicht entschuldigen für die Aufregung, alles gut, das wird geregelt.
Wichtig wäre mir jetzt zu wissen, dass du dir vielleicht heute noch Hilfe beschaffen kannst (jemanden zum Reden, nicht alleine zuhause sein?) und was du denkst, was dir helfen könnte oder würde?

Wenn es dir hilft, deinen Kummer hier niederzuschreiben, dann gerne auch das, aber bedenke bitte, dass wir alle keine Ärzte und Therapeuten sind.

PS. Ich selber habe auch unzählige Male gedacht "durchzudrehen", weil ich so reizüberflutet war und dachte, jetzt fliegen gleich die Sicherungen raus: Brain fog, Akathisie, Tinnitus, schwappendes Gehirn beim Augen bewegen, Zaps, zittern, vibrieren, alles zum Zerreißen angespannt, so schlimm hochakut (und chronisch) schlaflos, dass die Zellen alle nur noch vor Übermüdung gebrüllt haben, Panik, Verzweiflung, Erschöpfung...
Ich bin noch hier, das Durchhalten hat sich gelohnt... und es geht mir besser :)

Viele Grüße :group:
Jamie
Hallo Jamie,

Es fühlt sich an als hätte ich einen Stein im Magen. Kann nichts essen. Mich nicht erfreuen. Kann nicht schlafen. Glaube nicht an einen Erfolg. Fühle mich hilflos. So schlimm war es noch nie. Ich hoffe das sich mein Zustand am Abend etwas stabilisiert. Gestern Abend hatte ich ein kurzes Fenster. :(

Liebe Grüße,
Alex
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Hallo ihr Lieben,
Ich wollte mich mal melden und euch meinen Zusrand mitteilen.
Abends scheint die Depression oder was auch immer ich habe zurückzufahren. Ich hoffe immer noch das es ein Absetzsymptom ist aber in meinem Kopf sag ich mir immer, was wenn nicht und wie lange muss ich das noch aushalten? Ich habe heute Zoplicon genommen, um wenigstens mal 6 Stunden schlafen zu können. Vielleicht löst ja auch der Schlafmangel die Depression aus. Wenn nur diese dämliche Depression nicht wäre wäre der Entzug erträglich.
Ich hoffe der heutige Tag wird nicht ganz so schlimm.

Danke für eure Unterstützung. Eure Erfahrungen helfen mir sehr.

Beste Grüße,
Alex
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
Bittchen
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Bittchen »

Hallo Alex,

wenn du absetzt gerätst du oft in eine psychische Situation ,in der du vor den PP warst.
Das die Symptome sich oft noch Mal verstärken, das ist Entzug, auch oft noch nach null.
Das Gehirn muss sich erst wieder regulieren und dein Stoffwechsel muss sich wieder daran gewöhnen ohne die Substanzen auszukommen.
Das ist nicht schön und kann auch dauern, dazu brauchst du Geduld.
Um das auszuhalten zu können, helfen keine weiteren, evtl. mit der Zeit süchtig machenden Subtanzen.
An zu wenig Schlaf ist noch Niemand gestorben, das ist wirklich nicht schön ,aber auch das geht mit der Zeit wieder besser.
Es ist ein Symptom deiner jetzigen depressiven Welle.

Leider ist der nächste Morgen oft nicht angenehm, wenn es am Abend besser war, macht das so viel Hoffnung.
Dann ist die Enttäuschung leider um so größer.
Da du schon ein Fenster hattest, bist du auf dem Wege der Besserung.
Rückschläge gehören leider dazu, aber du fängst nie wieder ganz von vorne an, sondern bist auch schon ein Stück weiter.
Sei zuversichtlich, es wird besser.

Liebe Grüße
Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .
Alex81
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Bittchen hat geschrieben: 26.09.2020 11:04 Hallo Alex,

wenn du absetzt gerätst du oft in eine psychische Situation ,in der du vor den PP warst.
Das die Symptome sich oft noch Mal verstärken, das ist Entzug, auch oft noch nach null.
Das Gehirn muss sich erst wieder regulieren und dein Stoffwechsel muss sich wieder daran gewöhnen ohne die Substanzen auszukommen.
Das ist nicht schön und kann auch dauern, dazu brauchst du Geduld.
Um das auszuhalten zu können, helfen keine weiteren, evtl. mit der Zeit süchtig machenden Subtanzen.
An zu wenig Schlaf ist noch Niemand gestorben, das ist wirklich nicht schön ,aber auch das geht mit der Zeit wieder besser.
Es ist ein Symptom deiner jetzigen depressiven Welle.

Leider ist der nächste Morgen oft nicht angenehm, wenn es am Abend besser war, macht das so viel Hoffnung.
Dann ist die Enttäuschung leider um so größer.
Da du schon ein Fenster hattest, bist du auf dem Wege der Besserung.
Rückschläge gehören leider dazu, aber du fängst nie wieder ganz von vorne an, sondern bist auch schon ein Stück weiter.
Sei zuversichtlich, es wird besser.

Liebe Grüße
Brigitte
Hallo Brigitte,

Danke für die warmen und aufmunternden Worte. Der Schlaf heute war wirklich Balsam für meine Seele und all euer Zuspruch hilft mir weiterzumachen. Sollte ich die Phase überstehen, ist es für das nächste Mal leichter, weil ich mir dann wirklich bewusst bin, das es nur eine Phase ist und irgendwann endet.

Danke danke danke :group:

Liebe Grüße,
Alex
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
Towanda
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Towanda »

Hallo Alex,

es ist gut, ein Befindlichkeitstagebuch zu führen, wo Du täglich kurz notierst, wie es Dir geht. So kannst Du, wenn es Dir schlechter geht, nachlesen, dass das schon mal so war und wieder vergangen ist. Mir hilft das immer noch sehr.

Viele Grüße, Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Towanda hat geschrieben: 26.09.2020 12:47 Hallo Alex,

es ist gut, ein Befindlichkeitstagebuch zu führen, wo Du täglich kurz notierst, wie es Dir geht. So kannst Du, wenn es Dir schlechter geht, nachlesen, dass das schon mal so war und wieder vergangen ist. Mir hilft das immer noch sehr.

Viele Grüße, Towanda
Hallo Towanda,

Das hatte ich mir auch überlegt. Bisher war es nur einmal so stark und das etwa 2-3 Wochen nach meinem kalt Entzug. Das vergesse ich nie.

Heute geht es mir viel besser. Ich hoffe das schlimmste ist jetzt überstanden aber vielleicht ist es auch nur ein Fenster. :(

Liebe Grüße,
Alex
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Hallo ihr Lieben,

Ich habe mal eine "dumme" Frage zu der Wasserlösemethode. Darf man Wasser nachtrinken?


Liebe Grüße,
Alex
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Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Towanda »

Hallo Alex,

darf man. Ich spüle die Spritze/das Glas immer noch mit Wasser nach und trinke das, damit habe ich wirklich alles an Wirkstoff aufgenommen.

Grüße, Towanda
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Towanda hat geschrieben: 26.09.2020 20:27 Hallo Alex,

darf man. Ich spüle die Spritze/das Glas immer noch mit Wasser nach und trinke das, damit habe ich wirklich alles an Wirkstoff aufgenommen.

Grüße, Towanda
Hallo Towanda,

Das nachspülen der Spritze ist eine gut Idee.

Danke

Viele Grüße,
Alex
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Am 20.02. Kaltentzug :frust:
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Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
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Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Towanda »

Hallo Alex,

ich antworte Dir auf Deine PN hier in Deinem Thread:

Mirtazapin ist im unteren Dosisbereich ein sehr stark sedierendes AD, siehe den Medikamentensteckbrief: viewtopic.php?p=376796#p376796

Deine Schlafstörungen sind ziemlich sicher Entzugssymptome vom Pregabalin. Dein Nervensystem verlang nach genau diesem einen Stoff und sonst nichts. Natürlich kann man versuchen, das mit immer neuen Mitteln zu deckeln, bringen wird Dir das nicht viel, abgesehen davon, dass damit ein neuer Entzug vorprogrammiert ist. Wenn Du in meiner Signatur schaust, setze ich nach einer Einnahme von 5 Monaten nun seit 2 1/2 Jahren Mirtazapin ab und habe trotz dem langsamen Tempo immer wieder starke Symptome. Auch die Nebenwirkungen waren kein Zuckerschlecken.

Du hast Escitalopram im Juni nahezu kalt abgesetzt nach immerhin 3 Monaten Einnahme. Nun hast Du auch Pregabalin im Turbotempo reduziert. Das alles spielt in Deinen Zustand mit herein. Dein Nervensystem ist sehr stark gereizt und reagiert deshalb mit vielen Symptomen. Alle Mittel, die Du nun obendrauf nimmst, werden das Problem vielleicht erstmal vordergründig etwas abmildern (sicher ist das keineswegs), bescheren Dir aber langfristig viele neue Probleme.

Wieviele Dinge aus unserem Thread gegen Schlafstörungen hast Du schon ausprobiert? Das sind alles Sachen, die nicht helfen, wenn man sie nur einmalig oder ein paar Tage macht, da muss man dranbleiben und mal ein paar Wochen durchhalten.
Dasselbe gilt für die vielen Empfehlungen im Thread „Umgang mit dem Entzug“ - es erfordert Geduld, aber es lohnt sich, dranzubleiben.

Wir sind hier ein pharmakritisches Forum und geben keine Empfehlungen für die Einnahme immer neuer PP, auch nicht per PN.

Viele Grüße, Towanda
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Hallo Towanda,

Danke für deine Rückmeldung.
Ich habe einfach Angst das die Schlafstörungen bleiben und damit auch die Depression. Ich habe einiges an Schlaf Hygiene ausprobiert und jeden Abend trinke ich Schlaf und Nerventees. Baldrian macht mich irgendwie unruhig und Johanniskraut soll ich laut vielen Mitgliedern nicht einnehmen.
Darf ich fragen was dir in deiner Schlaflosenphase geholfen hat?

Liebe Grüße,
Alex
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Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
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Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
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Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
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25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
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28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Towanda »

Hallo Alex,

bei mir war die Schlaflosigkeit nicht entzugsbedingt, sondern eine Fluorchinolonevergiftung, also Antibiotika.

Geholfen hat mir Akzeptanz und mein Mann hat mich auf meinen Wunsch hin beobachtet und festgestellt, dass ich sehr wohl immer dazwischen eine kurze Zeit geschlafen habe, insgesamt 1-3 Stunden waren es dann doch, damit kann man eine Weile überleben und es hat mich sehr beruhigt, zu wissen, dass ich nicht komplett schlaflos war, auch wenn es sich so angefühlt hat. Es gibt auch Schlaftracker, mit denen man das überprüfen kann. Vielleicht wäre es für Dich wichtig, zu wissen, wie Deine Nacht wirklich aussieht, denn die Angst davor fördert natürlich die Schlaflosigkeit.

Als ich es geschafft habe, mit Meditation, Heilströmen, ätherischen Ölen, Schlafhygiene ect. ect. die Angst vor der Schlaflosigkeit zu minimieren, hat sich die Schlafenszeit wieder nach oben reguliert. Heute kann ich meist wieder 6 Stunden schlafen wenn auch oft mit kurzem Aufwachen. Wichtig war für mich, die Angst davor zu überwinden, nun macht mir eine schlaflose Nacht, die es nach den Reduzierungen durchaus noch gibt, keine Angst mehr.

Viele Grüße, Towanda
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Brombeerkuechlein
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Brombeerkuechlein »

Alex81 hat geschrieben: 27.09.2020 09:00 Hallo Towanda,

Danke für deine Rückmeldung.
Ich habe einfach Angst das die Schlafstörungen bleiben und damit auch die Depression. Ich habe einiges an Schlaf Hygiene ausprobiert und jeden Abend trinke ich Schlaf und Nerventees. Baldrian macht mich irgendwie unruhig und Johanniskraut soll ich laut vielen Mitgliedern nicht einnehmen.
Darf ich fragen was dir in deiner Schlaflosenphase geholfen hat?

Liebe Grüße,
Alex
Lieber Alex,

vielleicht kann ich dir mal antworten, da ich ja dasselbe Problem mit Pregabalin habe - und der dazugehörigen Schlaflosigkeit.
In deinen Posts merkt man, das du zwanghaft aufs Schlafen "müssen" fixiert bist.
Ich hatte diese Phase auch, denn ich wusste wenn ich nicht ordentlich schlafe, geht es mir am nächsten Tag noch :censored: als so schon ;)
Aber das ist eine Sache die man im Entzug akzeptieren muss und da hilft nur viel Geduld, denn irgendwann wird das vergehen.
Bei dem einen nach ein paar Monaten und bei den anderen nach Jahren. Das klingt hart - ist aber die Realität.
Wie Towanda schon schrieb - ständig neue Mittel dazu nehmen bringt außer einem neuen Entzug garnix.
Ich lag auch nächtelang wach und musste morgens um 6 Uhr aufstehen um mein Kind schulfertig zu machen. Gott sei Dank habe ich eine tolle Familie die immer dann einspringt wenn nichts mehr geht.
Ich denke das ist auch der Grund, warum viele erstmal einen Krankenschein oder Urlaub nehmen müssen weil so eine Doppelbelastung natürlich schlaucht. Bei mir führte die Schlaflosigkeit sogar zur berentung.
Wann immer es tagsüber geht lege ich mich mit einer Meditation im Ohr hin und ruhe. Schlafe ich ein - super. Wenn nicht dann habe ich mich wenigstens ausgeruht. Vom zwanghaft schlafen müssen bin ich längst weg - denn ich weiß man stirbt nicht nur weil man mal paar Nächte nicht schläft oder nur ein paar Stunden. Ja ich weiß es ist nicht erholsam - aber ich weiß irgendwann wirds besser ;) Und irgendwann wird das auch bei dir besser wenn du durchhältst.
Versuch doch mal in schlaflosen Nächten ein Hörbuch. Im dunkeln liegen und der Stimme lauschen ... oder Meeresrauschen - sehr beruhigend. Einfach hören und sich wegträumen an einen Sandstrand und azurblauen Meer ;)
Aber versuch wirklich von dem Gedanken wegzukommen schlafen zu müssen weil dann irgendwas schlimmer wird oder zurück kommt.
Es wird besser ;)

LG Brombeere
Hauptdiagnose: Agoraphobie mit Panikstörung


Juli 2016 Erstkontakt Pregabalin

Juli 2016 Klinik - einstellen auf Pregabalin beginnend mit 25 mg
NW ohne ende die nie weg waren aber besser wurden - Benommenheit, Schläfrig, Sediert, Schwindel,Gangunsicherheit

Zitat Arzt: "Entweder Nebenwirkung ertragen oder Panik".
Nach 10 Jahren Panik wollte ich natürlich endlich mal keine haben ;)
Seltene NW - Regelblutung blieb komplett aus ( 43 Jahre)
---> Prolaktintest
Aussage Arzt: wenn der positiv ist muss Pregabalin sofort abgesetzt werden
War negativ
Aussage Arzt: das pendelt sich in ein paar Monaten wieder ein
Habe meine Periode bis heute nicht wieder bekommen


September 2016 mit 2x75 mg Pregabalin entlassen
von September 2016 bis August 2020 als Nebenwirkung 30 kg Gewichtszunahme


März 2020 --- minus 25 mg abends
April 2020 --- minus 25 mg früh
Mai 2020 --- minus 25 mg abends
Juni 2020 --- minus 25 mg früh
Juli 2020 --- minus 25 mg abends

wenig bis keine Beschwerden - manchmal leichte Übelkeit, etwas Benommenheitsschwindel
war meist nach 3 bis 4 Tagen weg


1. August 2020 --- Tag 1 auf 0 mg Pregabalin

Entzugssymptome:
starke Übelkeit ( lies an Tag 14 nach - jetzt fast weg)
Schwäche vor allem in den Beinen - kann manchmal vor gewackel kaum laufen - Puddingbeine
starkes körperliches Krankheitsgefühl
Muskelschmerzen
Muskelzucken
Brennen in den Fußsohlen (lies nach 7 Tagen deutlich nach - jetzt weg)
die erste Woche laufende Nase - Schnupfensymptome
Schwindel
Wortfindungsstörung bei schnellem Sprechen
kaum Konzentration
null belastbar
wöchentliche Migräne mit Aura ( bin seit 20 Jahren Migränikerin aber nie in der Häufigkeit wie jetzt )
Augendruck - verschwommenes sehen
Gangunsicher wie auf Watte
Hitzewallungen (was bei 36° Außentemperatur sehr toll ist )

21. August 2020 --- Tag 21 auf 0 mg Pregabalin

immer noch sehr wenig belastbar
Schwäche
Puddingbeine
ab und zu Schwindel/Benommen
Migräne mit Aura
Gangunsicher
körperliches Krankheitsgefühl
Hitzewallungen (was bei 36° Außentemperatur sehr toll ist )
alles andere ist weg oder hat stark nachgelassen


ab und an macht sich mal ein Fensterchen auf :party:

27.8.20 --- Tag 27 auf 0 mg Pregabalin

nicht hochdosiert da Entzugssymptome deutlich besser wurden

Tag 34 auf 0 mg Pregabalin ---> ungeplante OP
wurde unwissentlich wieder auf Pregabalin eingestellt wegen Nervenverletzung an der Achillessehne
Abends die ersten 25 mg Pregabalin :frust:

4.9.20 --- Tag 35
2x25 mg Pregabalin
5.9.20 --- Tag 36
2x25 mg Pregabalin
Pregabalin ganz weglassen schlug völlig fehl - heftigste Absetzsymptome - nicht aushaltbar
Pregabalin wieder genommen - nach 2h über die hälfte der Symptome wieder weg - bekannte NW aber auch wieder da

6.9.20 --- 2x25 mg Pregabalin
bis
11.10.20 --- 2x25 mg Pregabalin

------------------------

12.10.20 --- 2x22,5 mg Pregabalin
13.10.20 --- Beginn einer getesteten Influenza A für ca. 2 Wochen mit Fieber
Absetzsymptome oder Grippesymptome kann ich gerade nicht unterscheiden
01.11.20 --- 2x20,0 mg Pregabalin
Alex81
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Brombeerkuechlein hat geschrieben: 27.09.2020 10:27
Alex81 hat geschrieben: 27.09.2020 09:00 Hallo Towanda,

Danke für deine Rückmeldung.
Ich habe einfach Angst das die Schlafstörungen bleiben und damit auch die Depression. Ich habe einiges an Schlaf Hygiene ausprobiert und jeden Abend trinke ich Schlaf und Nerventees. Baldrian macht mich irgendwie unruhig und Johanniskraut soll ich laut vielen Mitgliedern nicht einnehmen.
Darf ich fragen was dir in deiner Schlaflosenphase geholfen hat?

Liebe Grüße,
Alex
Lieber Alex,

vielleicht kann ich dir mal antworten, da ich ja dasselbe Problem mit Pregabalin habe - und der dazugehörigen Schlaflosigkeit.
In deinen Posts merkt man, das du zwanghaft aufs Schlafen "müssen" fixiert bist.
Ich hatte diese Phase auch, denn ich wusste wenn ich nicht ordentlich schlafe, geht es mir am nächsten Tag noch :censored: als so schon ;)
Aber das ist eine Sache die man im Entzug akzeptieren muss und da hilft nur viel Geduld, denn irgendwann wird das vergehen.
Bei dem einen nach ein paar Monaten und bei den anderen nach Jahren. Das klingt hart - ist aber die Realität.
Wie Towanda schon schrieb - ständig neue Mittel dazu nehmen bringt außer einem neuen Entzug garnix.
Ich lag auch nächtelang wach und musste morgens um 6 Uhr aufstehen um mein Kind schulfertig zu machen. Gott sei Dank habe ich eine tolle Familie die immer dann einspringt wenn nichts mehr geht.
Ich denke das ist auch der Grund, warum viele erstmal einen Krankenschein oder Urlaub nehmen müssen weil so eine Doppelbelastung natürlich schlaucht. Bei mir führte die Schlaflosigkeit sogar zur berentung.
Wann immer es tagsüber geht lege ich mich mit einer Meditation im Ohr hin und ruhe. Schlafe ich ein - super. Wenn nicht dann habe ich mich wenigstens ausgeruht. Vom zwanghaft schlafen müssen bin ich längst weg - denn ich weiß man stirbt nicht nur weil man mal paar Nächte nicht schläft oder nur ein paar Stunden. Ja ich weiß es ist nicht erholsam - aber ich weiß irgendwann wirds besser ;) Und irgendwann wird das auch bei dir besser wenn du durchhältst.
Versuch doch mal in schlaflosen Nächten ein Hörbuch. Im dunkeln liegen und der Stimme lauschen ... oder Meeresrauschen - sehr beruhigend. Einfach hören und sich wegträumen an einen Sandstrand und azurblauen Meer ;)
Aber versuch wirklich von dem Gedanken wegzukommen schlafen zu müssen weil dann irgendwas schlimmer wird oder zurück kommt.
Es wird besser ;)

LG Brombeere

Hallo Brombeere,

Den Tipp mit dem Hörbuch werde ich heute mal anwenden. Danke

Ich muss da kurz mal nachhaken. Hattest Du wirklich durch Pregabalin Jahrelang Schlafstörungen oder erst beim Absetzen?

Das ist genau mein Problem. Ich muss funktionieren um arbeiten zu können. Meine Familie ist auf mich angewiesen und ich glaube nicht das mich mit 39 Jahren ein Arzt in die Rente schickt. :(

Ich sitze es jetzt erstmal eine Woche aus und dann sehe ich weiter. Wenn es wirklich Absetzsymptome sind muss es doch eigentlich bald zumindest besser werden.

Liebe Grüße,
Alex
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
Brombeerkuechlein
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Brombeerkuechlein »

Hattest Du wirklich durch Pregabalin Jahrelang Schlafstörungen oder erst beim Absetzen?
Huhu Alex,
ab einer gewissen Dosis von ich glaub 2x 50 mg hab ich geschlafen wie ein Baby.
Problem war, das ich auch tagsüber hundemüde war und mich kaum auf den Beinen halten konnte. 3 Stunden Mittagschlaf waren da keine Seltenheit.
Das hielt so ca. 4 bis 5 Monate an und dann merkte ich wie die Wirkung nach lies.
Der Schlaf wurde immer weniger und auch alles andere wurde wieder schlechter. Also hoch auf 2x 75 mg. Wieder für Monate super geschlafen und alles war halbwegs gut. Als es wieder nach lies sagte mein Psychiater ich soll weiter hoch dosieren aber da hatte ich mich schon etwas belesen.
Irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht und man ist bei der Höchstdosis angelangt. Das wollte ich nicht also hab ich mich auf der Dosis 2x 75 mg ein paar Jahre gehalten. Der Schlaf war grotten schlecht und es kamen immer mehr Nebenwirkungen dazu. Also hab ich abdosiert.
Wenn ich mit Tabletten nicht schlafen kann, kann ich sie auch weglassen ;)
Beim letzten Schritt von 25 auf 0 wars dann ganz vorbei mit schlafen. Hat fast 4 Wochen gedauert bis ich auf 3 Stunden am Stück kam.
Im moment schlafe ich wieder halbwegs gut, weil ich ja in der Klinik wieder eindosiert wurde.

LG Brombeere
Hauptdiagnose: Agoraphobie mit Panikstörung


Juli 2016 Erstkontakt Pregabalin

Juli 2016 Klinik - einstellen auf Pregabalin beginnend mit 25 mg
NW ohne ende die nie weg waren aber besser wurden - Benommenheit, Schläfrig, Sediert, Schwindel,Gangunsicherheit

Zitat Arzt: "Entweder Nebenwirkung ertragen oder Panik".
Nach 10 Jahren Panik wollte ich natürlich endlich mal keine haben ;)
Seltene NW - Regelblutung blieb komplett aus ( 43 Jahre)
---> Prolaktintest
Aussage Arzt: wenn der positiv ist muss Pregabalin sofort abgesetzt werden
War negativ
Aussage Arzt: das pendelt sich in ein paar Monaten wieder ein
Habe meine Periode bis heute nicht wieder bekommen


September 2016 mit 2x75 mg Pregabalin entlassen
von September 2016 bis August 2020 als Nebenwirkung 30 kg Gewichtszunahme


März 2020 --- minus 25 mg abends
April 2020 --- minus 25 mg früh
Mai 2020 --- minus 25 mg abends
Juni 2020 --- minus 25 mg früh
Juli 2020 --- minus 25 mg abends

wenig bis keine Beschwerden - manchmal leichte Übelkeit, etwas Benommenheitsschwindel
war meist nach 3 bis 4 Tagen weg


1. August 2020 --- Tag 1 auf 0 mg Pregabalin

Entzugssymptome:
starke Übelkeit ( lies an Tag 14 nach - jetzt fast weg)
Schwäche vor allem in den Beinen - kann manchmal vor gewackel kaum laufen - Puddingbeine
starkes körperliches Krankheitsgefühl
Muskelschmerzen
Muskelzucken
Brennen in den Fußsohlen (lies nach 7 Tagen deutlich nach - jetzt weg)
die erste Woche laufende Nase - Schnupfensymptome
Schwindel
Wortfindungsstörung bei schnellem Sprechen
kaum Konzentration
null belastbar
wöchentliche Migräne mit Aura ( bin seit 20 Jahren Migränikerin aber nie in der Häufigkeit wie jetzt )
Augendruck - verschwommenes sehen
Gangunsicher wie auf Watte
Hitzewallungen (was bei 36° Außentemperatur sehr toll ist )

21. August 2020 --- Tag 21 auf 0 mg Pregabalin

immer noch sehr wenig belastbar
Schwäche
Puddingbeine
ab und zu Schwindel/Benommen
Migräne mit Aura
Gangunsicher
körperliches Krankheitsgefühl
Hitzewallungen (was bei 36° Außentemperatur sehr toll ist )
alles andere ist weg oder hat stark nachgelassen


ab und an macht sich mal ein Fensterchen auf :party:

27.8.20 --- Tag 27 auf 0 mg Pregabalin

nicht hochdosiert da Entzugssymptome deutlich besser wurden

Tag 34 auf 0 mg Pregabalin ---> ungeplante OP
wurde unwissentlich wieder auf Pregabalin eingestellt wegen Nervenverletzung an der Achillessehne
Abends die ersten 25 mg Pregabalin :frust:

4.9.20 --- Tag 35
2x25 mg Pregabalin
5.9.20 --- Tag 36
2x25 mg Pregabalin
Pregabalin ganz weglassen schlug völlig fehl - heftigste Absetzsymptome - nicht aushaltbar
Pregabalin wieder genommen - nach 2h über die hälfte der Symptome wieder weg - bekannte NW aber auch wieder da

6.9.20 --- 2x25 mg Pregabalin
bis
11.10.20 --- 2x25 mg Pregabalin

------------------------

12.10.20 --- 2x22,5 mg Pregabalin
13.10.20 --- Beginn einer getesteten Influenza A für ca. 2 Wochen mit Fieber
Absetzsymptome oder Grippesymptome kann ich gerade nicht unterscheiden
01.11.20 --- 2x20,0 mg Pregabalin
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Re: Alex81: Bitte um Rat - Absetzen von Pregabalin mit Depression

Beitrag von Alex81 »

Brombeerkuechlein hat geschrieben: 27.09.2020 12:16
Hattest Du wirklich durch Pregabalin Jahrelang Schlafstörungen oder erst beim Absetzen?
Huhu Alex,
ab einer gewissen Dosis von ich glaub 2x 50 mg hab ich geschlafen wie ein Baby.
Problem war, das ich auch tagsüber hundemüde war und mich kaum auf den Beinen halten konnte. 3 Stunden Mittagschlaf waren da keine Seltenheit.
Das hielt so ca. 4 bis 5 Monate an und dann merkte ich wie die Wirkung nach lies.
Der Schlaf wurde immer weniger und auch alles andere wurde wieder schlechter. Also hoch auf 2x 75 mg. Wieder für Monate super geschlafen und alles war halbwegs gut. Als es wieder nach lies sagte mein Psychiater ich soll weiter hoch dosieren aber da hatte ich mich schon etwas belesen.
Irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht und man ist bei der Höchstdosis angelangt. Das wollte ich nicht also hab ich mich auf der Dosis 2x 75 mg ein paar Jahre gehalten. Der Schlaf war grotten schlecht und es kamen immer mehr Nebenwirkungen dazu. Also hab ich abdosiert.
Wenn ich mit Tabletten nicht schlafen kann, kann ich sie auch weglassen ;)
Beim letzten Schritt von 25 auf 0 wars dann ganz vorbei mit schlafen. Hat fast 4 Wochen gedauert bis ich auf 3 Stunden am Stück kam.
Im moment schlafe ich wieder halbwegs gut, weil ich ja in der Klinik wieder eindosiert wurde.

LG Brombeere
Hallo Brombeere,

Oh je das hört sich ja garnicht gut an. Macht es dann nicht mehr Sinn wenn ich die letzten 40mg ganz weg lasse und dann 4 Wochen die Hölle aushalte als bei jeder Reduzierung erneut Depressionen und Schlafstörungen zu riskieren?

Meine letzte Reduzierung war am 9.August von 45 auf 40mg und erst nach mitte September treffen mich so starke Absetzsymptome wie nach meinem Kaltentzug.
Sorry wenn ich ungeduldig wirke aber es gibt Symptome mit denen man leben kann aber kein Schlaf und depressive Phasen ein Jahr auszuhalten will ich mir nicht vorstellen.


Viele Grüße,
Alex
Anfang Januar 2020 Routine OP mit Vollnarkose. Tage später Herzrasen und starke Erschöpfung bei jeder Bewegung.
Arzt verschrieb mir Pregabalin.

Am 31.01. mit Pregabalin angefangen - 50mg morgens und 50mg abends
Am 20.02. Kaltentzug :frust:
Einige Tage danach totaler Zusammenbruch. Zittern, Hirnkrämpfe, Herzklopfen, Herzrasen, Ängste, Schlafstörung etc.
Am 14.03. Wieder 100mg eingenommen, weil noch eine Depression hinzu kam. Hatte in kurzer Zeit 7 Kilo verloren.

Ein Arzt auf der Notaufnahme empfahl mir Escitalopram.
Am 18.03. Angefangen Escitalopram einzuschleichen. Habe nie mehr als 10 mg täglich genommen.
Am 06.05 Escitalopram von 10 auf 5mg reduziert. Anfang des Absetzens.
Ab dem 21.05. jeden zweiten Tag 5mg Escitalopram eingenommen.
Ab dem 03.06. Escitalopram komplett abgesetzt.
Fazit: keine Absetzsymptome - Zum Glück

Am 16.04. (also noch vor dem Absetzen von Escitaloprame) versucht Prega abzusetzen von 100 auf 75mg - lief gut
Am 26.04. Prega Reduzierung von 75 auf 50mg - Lief nicht gut und deswegen angefangen Escitaloprame abzusetzen
Am 14.Jul. Reduzierung mit der Wasserlöslichen Methode von 50mg auf 45mg
Am 09.Aug. Reduzierung von 45mg auf 40mg. --> starkes zittern und Belastbarkeit gleich null.

Ab 01. Nov. Pregabalin von 32,5 auf 25mg reduziert.

16.Sep. Plötzlich wieder Schlafstörung. Wirklich kein Schlaf und kurz darauf ist die Depression/Angststörung wieder da.
Wenn ich mal schlafen möchte, also 5-6 Stunden, benötige ich 2mg Tavor(bisher erst zweimal eingenommen).
Nehme Tavor 2mg bei Bedarf wenn ich mal 3 Tage am Stück nicht schlafen kann.
Einnahmen am 18. und am 21. Sep. davor mind. 2 Monate keine Tavor Einnahme.

Am 21.09. Einnahme von Laif 900 um die Depression/Angststörung zu bekämpfen.
Am 24.09. Laif wieder abgesetzt
Immer noch Depressiv/Angststörung - hoffe das es ein Entzugssymptom ist :(

25.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
26.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
27.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
28.09. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
29.09. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

23.10. wieder kein Schlaf.
24.10. Tavor(2mg) - 7 Stunden Schlaf
26.10. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
27.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf

Seit 27.10. Einnahme von 5-HTP(2x 100mg)
Am 28.10. Einnahme wieder eingestellt

28.10. Tavor(2mg), da total verängstigt - 7 Stunden Schlaf
29.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
30.10. Zoplicon(7,5mg) - 5 Stunden Schlaf

31.10. Angefangen mit 15mg Mirtazapin, kein Schlaf, deswegen am 31.10. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf.

01.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf
02.11. Zoplicon(7,5mg) - 6 Stunden Schlaf
03.11. Zoplicon(7,5mg) - 7 Stunden Schlaf

Ab 02.Nov. Mirtazapin raus Amitriptylin rein. Wegen schwerer Depression und Schlaflosigkeit.
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