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genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

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genugistgenug
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genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von genugistgenug »

So hallo alle zusammen, mein Name ist Sebastian.

ihr könnt meiner Signatur meine Verlauf nachvollziehen, ich hoffe ich habe ihn so gut wie möglich beschrieben.
Mir ist es aufgrund von Konzentrationsschwierigkeiten und Schwindel kaum möglich klare Gedanken zu fassen geschweige denn
diese nieder zu schreiben.

Ich bin komplett verzweifelt. Ich habe mich durchs Forum gearbeitet und befürchte ein "hoffnungsloser Fall" zu sein.
Ich habe durch Unwissenheit und wenig Eigenverantwortung, geblendet durch Fremdkompetenz einen folgenschweren Fehler begangen.

Mitte Mai (17. Mai 2020) Venlafaxin Retard 150 mg (Marke Efectin) kalt abgesetzt. Ausschleichen und oder absetzen wurden mir nicht Nahegelegt, mir wurde auch gesagt das 150mg die kleinste erhätliche Dosis sei und von daher nicht graduell reduziert werden kann, deshalb setzt man hier einfach ab.

So, nun sind 4 Monate vergangen und ich fühle mich als müsste ich 25 Stunden von nur 24 Std am tag tausend Tode sterben.

Ich habe mir natürlich auch die Rubrik des wiedereindosierens angesehen und sehe darin meine einzige Möglichkeit mir dieses qualvolle Leid etwas zu erleichtern und aushaltbarer zu machen, wohlwissend das nach so einer langen Zeit auf 0 die Chancen eher schlecht als recht sind. Aber um ehrlich zu sein kanns kaum schlimmer sein, somit was gibts zu verlieren.

Ich suche hier den Austausch mit "mitleidenden". Das Unverständnis der Ärzte und dieses Gefühl alleine zu sein, ohne jegliche Hilfe und Aussicht auf Besserung/Alternativen sind sehr lähmend.

Wenn evtl. trotzdem einer der Erfahreren seine Einschätzung des wiedereindosierens dalassen könnte wäre ich zutiefst Dankbar!

Vielen Lieben Dank und allen viel Kraft!
LG Sebastian
Zuletzt geändert von padma am 23.09.2020 13:28, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzernamen ergänzt
2005 mit 15 Jahren Diagnose: rez. Depressionen
Ärztin wollte mit Trittico retard medikamentös behandeln, wurde von mir verweigert.

mit 26 schwere Lebensphase und durch falsche Bekannte zu Drogen gegriffen.
für 2 Jahre on and off auf Kokain und Cannabis. Zu Ende hin sehr intensiv, definitiv
Suchtverlangen.

mit 28 Jahren (Anfang 2019, so ca. Februar) Kokain und Cannabis kalt abgesetzt.
nach 2 Monaten horrende Angstzustände, Panikattacken, starke Unruhe und Hypersensibilität.

Mai 2019 Gang zum Arzt aufgrund der immer stärker zunehmenden Angst und Panikattacken, Zwangsgedanken, Suizidalität, Katastrophisierung, Gewaltvorstellungen und Derealisation.
Diagnose obwohl ich explizit Drogenkonsum und Entzug erwähnte -> rez. Depressionen mit Angststörung

- 25mg Quetiapin bei Bedarf 2x täglich und begleitend Psychotherapie.

sehr geringe Belastbarkeit, starke Unruhe, Angstsymptomatik wurde nachsehens besser über die Monate aber
dennoch weit weg von Normalität.

Da ich das Gefühl hatte das mir das Quetiapin mehr schadet, nach zwei Monaten (Ende Juli 2019) abgesetzt.

Oktober 2019 Aufnahme Tagesklinik
- Auf 150mg Venlafaxin Retard (Efectin) eingestellt.
Sehr schnelle Verbesserung der Angstsymptomatik. Begleitet von ständigem Unwohlsein.
Nach einigen Tagen auch bessere Stimmung, gelöster, wenig Nebenwirkungen.
dennoch zusätzlich
- Seroquel Retard (Nachts, Dosis weiß ich nicht mehr), nach 1 Woche wegen zu starken NW abgesetzt.

Nach einer Woche 150 mg Venlafaxin Retard von Oberärztin "Routinemäßige Aufdosierung" auf 300mg,
nur einmal gemacht, die starke Unruhe war kaum auszuhalten. Wieder reduziert auf 150 mg.

Im anschließenden Therapieverlauf und viel Eigeniniative (Sport, Mediation, gutes Essen) stark verbesserte Symptomatik. Konnte wieder mit Freude am Leben teilnehmen, gelöst von der Angst, wieder Arbeitsfähig.

von November 2019 - Mai 2020 Stabil, fühle mich gut, motiviert, freude und irgendwie angekommen.
Nach Aussage Psychiater, Nach 7 Monaten könnte ich die Einnahme beenden habe ich in Eigenregie die Einnahme
von Venlafaxin kalt abgesetzt (150 mg!!!)
Eine Woche lange horrende Absetzerscheinungen (von heftigen Brain Zaps, bis hin zu Grippeartigen Empfinden, komplett schmerzender Körper, Sensibilitätsstörungen usw.,) danach Besserung. Psychiater meinten auch das die Absetzerscheinungen nur von kurzer Dauer sind warum ich es auch einfach ausgehalten habe.

Seit 17. Mai 2020 Medikamenteneinahme 0mg

Nach Akutem Entzug wohlbefinden durchaus stabil, fühle mich gut und habe keine Schwierigkeiten, hin und wieder kommen Anflüge leichter Angst aber nichts das mich beunruhigt hat.

Im August fingen die Symptome wieder verstärkt zurück zu kommen.
Ende August dann eine Gürtelrose im Gesicht, 10 Tage lang Virustatika und Ibuprofen.

Seit 2 Wochen (Stand 23.09.2020) unerträgliche Symptomatik. Schlimmer als jemals zuvor.
Panikschübe, Schwindel, Grippeartiges Empfinden, Derealisation, Durchfall, schwere depressive Symptomatik, Augenschmerzen, Kurzatmigkeit, Suizidalität, Zwangsgedanken, Schwach und Antriebslos, Null Belastbar und alleine kaum Lebensfähig.
(Einige Symptome nicht angeführt, quer durch die Bank alles dabei)

26.09.20 Wiedereindosierung 1 mg Venlafaxin
für 10 Tage
subtile Verbesserung der Symptome (kleine Fenster)

06.10.20 bis dato Aufdosierung auf 2 mg Venlafaxin
Verschlechterung der Symptome, so gut wie keine Fenster, aktuell Gefühl als wäre ich schwer krank
Towanda
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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von Towanda »

Hallo Sebastian,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum!



Zu Deinem Anliegen: Vielleicht hast Du es ja schon gelesen, nach so einer langen Zeit auf 0 empfiehlt es sich, mit der kleinstmöglichen Dosis einzusteigen. Dazu brauchst Du ein Präparat mit vielen kleinen Kügelchen (bei 75 mg zwischen 130 und 150). Meist sind 3 Kügelchen ein Milligramm Wirkstoff (muß man zählen und ausrechnen), d.h. Du könntest mit einem Kügelchen anfangen. In den Grundlageninfos zum absetzen von Antidepressive findest Du alle Informationen zur Kügelchenmethode.

Es gibt hier einige, die einen Kaltentzug von Venlafaxin hinter sich gebracht haben und nein, Du bist kein hoffnungsloser Fall. Das Nervensystem wird heilen, aber es braucht seine Zeit.

Viele Grüße,

Towanda
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27.07.20 - 0,25 mg Mirtazapin wurde kinesiologisch ausgetestet, deshalb nun ein größerer Schritt, der Test ergab, daß ich absetzen kann, habe ich mich nicht getraut
01.09.20 - 0,15 mg Mirtazapin
09.10.20 - 0,13 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
Sabs
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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von Sabs »

Hi Sebastian,
Du armer!
Die kleinste venlafaxin-Dosis ist übrigens 37,5mg - finde ich krass, dass dir was anderes gesagt wurde!!
Ich habe schlechte Erfahrungen mit dem Eindosieren gemacht, trotzdem würde ich es an deiner Stelle versuchen - denn es ist ein Versuch wert.
Du musst eine sehr kleine Dosis wählen, 1mg vielleicht.
Es werden sich noch andere bei dir melden.
Hoffe die Eindosierung hilft dir, wenn sich die Symptome stark verschlechtern, musst du es nach einigen Tagen "Testphase" wieder abbrechen.
Ein hoffnungsloser Fall bist du sicher nicht,es kann aber eine Weile dauern bis es dir wieder gut geht.
Du hattest schon Fenster, das ist ein tolles Zeichen!
Deine viruserkrankung hat die Symptome vermutlich wieder getriggert, sie werden dann aber auch wieder nachlassen.

Alles Gute Sabs
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loewe55
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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von loewe55 »

Hallo Sebastian,

ich bin auch Venlafaxin- Absetzerin und finde, das Vorgehen der „kompetenten“ Personen grenzt an Körperverletzung. Wie kann man denn so etwas behaupten, das wäre die kleinste Dosis? Da hat aber einer gar keine Ahnung!

Ich war mal für kurze Zeit auf 225 mg Venla und habe auch gedacht, ich drehe ab.

Ich denke, dass ein vorsichtiges Wiedereindosieren sicher richtig ist. Aber dazu bekommst du sicher noch Rat von den Erfahrenen.

Ich dosiere auch ganz langsam ab, bin aber auch seit über 2 Jahren nicht symptomfrei. Ich hoffe, du kriegst es schneller und besser hin.

Ich freue mich schon, wenn wir eine Venlafaxinfrei-Party feiern können. (Humor trotz der Symptomatik nicht verlieren!)

Liebe Grüße und viel Erfolg auf deinem Absetzweg. Die von dir geschilderten Syptome sind wirklich übel, einige davon kenne ich auch.

Gabi
12/2015 wegen PA 30 mg Mirta, 2016 Januar 3 Todesfälle in Familie plus Jobverlust, bestehe nur noch aus Angst, Mai 2016 auf eig. Wunsch 7 Wochen stat., Mirta raus, dafür Cita und Prega: Furchtbare 4 Wochen, kein Schlaf, heißes Körperbrennen. / Juni 2016 langsame Besserung, Schlaf kommt wieder. / August 2016 5 Wo.Tagesklinik, stabilisiere mich. / Wirkverlust Cita, dafür Venla ab Januar 2017 / Juni 2017 Reha, bei Entlassung fast symptomfrei, Venla112,5 mg, Lyrica 100-0-100,
2017 August Venla auf 100 mg, September auf 90 mg, Oktober 75 mg, November 60 mg, Dezember 50 mg
2018 Januar Venla auf 45 mg, Februar 37,5mg, Befinden nicht mehr gut, März 2018 Venla 34 mg, dann wieder hoch auf 37,5, April 2018 auf 31 mg
Befinden schlechter, massive Ängste, finde das Forum
16.05.18 Erhöhung um 2,1 mg
31.05.18 Erhöhung um 1,5 mg, bin jetzt bei 34,6 mg
05.06.18 leichte Besserung, Versuch der Stabilisierung
12.07.18 Erhöhung auf 37,5 mg: keine Veränderung, weiterhin Angst wie gewohnt
24.08.18 immer noch auf 37,5 es geht mir besser, kurze Angstgefühle, aushaltbar
21.09.18 versuche seit 10 Tagen Prega um 10 mg zu reduzieren, gescheitert, Absetzpause
Medikation derzeit: Venla 37,5 mg / Pregabalin 175 mg
29.04.2019: Prega auf Wasserlösmethode, Venla Pause
10.05.19: Pregabalin auf 155 mg
Dieses Mal auch körperliche Symptome wie Brain zaps, Nackenschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Schwäche in den Beinen, Erschöpfung, Schwere
24.06.19: Prega auf 145 mg 16.07.19: Prega auf 137 mg
12.08.19: Prega auf 125 mg 05.09.19: Prega auf 123 mg
16.09.19: Prega auf 120 mg 26.09.19: Prega auf 118 mg
06.10.19: Prega auf 115 mg 27.10.19: Prega auf 110 mg
Starke Symptome: Angst und Panik, Durchdreh- und Zwangsgedanken, Angst vor Angst, Übelkeit, möchte kaum noch rausgehen, fühle mich wie „festgetackert“
11.11.19: erste leichte Verbesserungen/ Fenster
23.11.19: Aufdosierung auf 112 mg wg.starker Ängste
30.11.19: Pregabalin auf 110 zurück, da keine Besserung
07.12.19: Prega auf 100 mg 11.01.20: Prega auf 75 mg
01.02.20: Prega auf 60 mg 19.02.20: Prega auf 57 mg
Symptome zeitweise weniger, nicht mehr festgetackert, depressive Phasen weg, Zwangsgedanken fast weg, ein gutes Fenster von 2,5 Tagen völliger Symptomfreiheit
seit 01.02. Einnahme von Omega 3 und OPC
29.02.2020: Prega auf 55 mg 20.03.2020: Prega auf 53
01.04.2020: Prega auf 52 mg 08.04.2020: Prega auf 50 15.04.2020: Prega auf 49 mg 22.04.2020: Prega auf 46
Jetzt weiter mit Venlafaxin
23.04.2020: Venla auf 35,8 mg (-6 K.)
30.04.2020: Venla auf 34,9 mg (-3 K.)
08.05.2020: ——————————————— Prega auf 44 mg
18.05.2020: ——————————————— Prega auf 42 mg
23.05.2020: Venla auf 34,0 mg (-3 K.)
18.06.2020: ——————————————— Prega auf 40 mg
23.06.2020: Venla auf 33,4 mg (-2K.)
28.06.2020: ——————————————— Prega auf 39 mg
03.07.2020: ——————————————— Prega auf 38 mg
06.07.2020: Venla auf 32,8 mg (-2K.)
10.07.2020: ——————————————— Prega auf 37 mg
17.07.2020: ——————————————— Prega auf 36 mg
19.07.2020: Venla auf 32,2 mg (-2K.)
27.07.2020: ------------------------------ Prega auf 35 mg
29.07.2020: Venla auf 31,9 mg (-1K)
20.08.2020: ——————————————— Prega auf 33 mg
30.08.2020: Venla auf 31,0 mg (-3K)
06.09.2020: ——————————————— Prega auf 30 mg
16.09.2020: Venla auf 30,4 mg (-2K) Prega auf 27 mg
26.09.2020: Venla auf 29,5 mg (-3K) Prega auf 26 mg
06.10.2020: Venla auf 28,6 mg (-3K) Prega auf 25 mg
Absetzpause bis zur Stabilisierung, Symptome zu stark
Sonne27
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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Sebastian,

Vielen Betroffnen die zu schnell oder kalt abgesetzt haben, geht es genauso bescheiden wie Dir. Ich denke nicht das du ein hoffnungsloser Fall bist, das Gehirn kann heilen und ich persönlich habe mir bei starken Symptomen immer gesagt "Symptome sind ein Zeichen der Heilung".

Zwecks deiner Signatur kann ich dich beruhigen, Sie ist vollkommen Okay so!

Das Problem, viele Ärzte sind unzureichend über die Thematik bzgl. des Absetzen / Ausschleichen solcher Substanzen informiert. Das Absetzen von Medikamenten kommt nämlich im Studium überhaupt nicht vor. Ihr "Wissen" bezüglich des Absetzen von Medikamenten, beziehen Ärzte ausschließlich über den jeweiligen Pharmahersteller und der ist natürlich darauf bedacht seine Medikamente nicht ins schlechte Licht zu rücken.

Das man dir nicht mal gesagt hat, das Venlafaxin ausgeschlichen gehört (auch wenn die Angaben der Pharmaindustrie jeglicher Träumerei entspricht) aber dich von 150mg direkt auf 0 Absetzen zu lassen, ist für mich nix anderes als Körperverletzung. Vielleicht magst du mal darüber nachdenken entsprechenden Arzt an die Ärztekammer zu melden, auch wenn es Dir nix mehr bringt aber vielleicht dem nächsten Patient.

Es gab, bezüglich der verleugnung von Nebenwirkungen der Antibaby Pille mal einen interessanten Film, ich persönlich habe mich dann ernsthaft gefragt wenn bei der Pille Nebenwirkungen verleugnet werden, warum dann nicht bei allen anderen Medikamenten auch.

Falls du mal schauen magst, der Film heißt: "Risiko Pille, was wir wussten"

Wie @Towanda 🌻, dir bereits geschrieben hat, ist die Chance innerhalb der ersten 6 Wochen am erfolgreichs versprechenden, mit einer geringen Eindosierung Absetzsymptome abzufangen / zu milder. Bedeutet aber nicht, das nach 4 Monaten garkeine Hoffnung mehr besteht, wichtig ist halt mit einer minimalen Dosis anzutesten ob du das Medikament noch verträgst.

Hast du mal in der Rubrik "Antidepressiva Absetzen" geschaut, dort findest du zb. Quitscheentchen (eine Freundin seit meiner Kindheit), die nach mehreren Monaten auf 0 Escitalopram wieder eindosiert hat. Um den Therad von Quitscheentchen schneller zu finden kannst du den Namen auch oben rechts in die Lupe eingeben.

Ich habe dir mal den Link direkt zu Ihrem Therad hier rein gestellt, weil du geschrieben hast, das du momentan zu kaum was in der Lage bist.

https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 18&t=15930

Liebe Grüße 🌞
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
•LAMOTRIGIN 200mg Morgen - 200mg Abends
•Fosterspray ( 3 * täglich je 2 Hübe)
•bei Bedarf Sabutamol
•Cetritzin 5mg
•Magnesium 300mg
•Omega 3 - in Form von purem kaltgepressten Hochwertigem Leinöl

Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
•Stromschläge im Kopf / Kiefer
•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

[spoil X]
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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von Jamie »

Hallo Sebastian,

willkommen im Forum :).

Au weia, das war ja wirklich ein ordentlicher Kaltentzug, den du da hingelegt hast.
Dass es dir so elend geht, verwundert einen nicht.

Kannst du schreiben, ob du Venlafaxin retard oder unretard eingenommen hast?
Diese Info ist relevant, weil davon die Wiedereindosier-Methode abhängt.

Auch wenn du schon ca 4 Monate auf Null bist, würde ich bei einem so heftigen Entzug auf jeden Fall das Wiedereindosieren wagen, mit 0,5 - max. 1mg für den Anfang.
So kann geprüft werden, ob noch Verträglichkeit besteht.

Was mich noch interessieren würde.
Kannst du in dem Zustand überhaupt arbeiten oder wie komsmt du durch den Tag?
Kannst du dich ablenken? Kannst du schlafen?
Welches sind die deiner Meinung nach belastendsten Symptome?

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von genugistgenug »

Hallo ihr Lieben,

Vielen lieben Dank für euren zahlreichen und raschen Rückmeldungen, das gibt einem doch schon ein gutes Gefühl zu wissen, man ist nicht ganz alleine. So blöd es auch ist, dass es anderen genauso schlecht geht aber geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid.

Da ich keine Medis mehr hatte war ich heute wieder bei meiner Hausärztin, der ich auch mitgeteilt habe das ich von 150 mg abgesetzt habe und die hat so ziemlich gleich reagiert wie alle Ärzte, inkl. meinen "Fachärzten", nämlich nicht mal mit der Wimper gezuckt und war ja quasi zu erwarten, dass es mir ohne PP wieder schlechter gehen würde. Auf jedenfall hat sie mir gleich wieder gefühlte 10 Packungen Venlafaxin Retard von Efectin verschrieben und ich solle doch wieder mit 75mg die ersten zwei Tage eindosieren und danach direkt auf 150mg aufdosieren.

Was ich in meiner Signatur dank meiner teils nicht vorhandenen kognitiven Fähigkeit salopp vergessen habe zu erwähnen war, dass ich über ein halbes Jahr Testosteron supplementiert habe. Man kann sich auch vorstellen, dass das nicht wirklich förderlich war und es mir nach dem absetzen sehr schlecht ging. Zumindest habe ich jetzt meine Hormonwerte bekommen und die sind alle im Normalbereich weshalb ich auch ausschließen kann das die depressiven Schübe davon sind.

Ich war Anfangs sehr skeptisch das es wirklich vom absetzen der PP sein könnte aber es spricht immer mehr dafür. Dieses Gefühl, diese heftige Traurigkeit, Weinkrämpfe aus dem nichts, so als müsste ich auf der Stelle sterben, dieses Zwanghafte grübeln, nichts hat mehr Spaß gemacht, alles wirkt so sinnlos hatte ich davor noch nie. Ich glaube ehrlich gesagt ich war von meinem Drogenmissbrauch in einem akuten und danach protrahiertem Entzug, dieser wurde überdeckt mit PP und somit nur verzögert und gleichzeitig verschlimmert da ich mich jetzt davon erholen muss.

Ich habe teilweise wirklich gute Fenster aber völlig symptomfrei bin ich quasi nie, am schlimmsten für mich sind wie erwähnt diese tiefe Traurigkeit und Gefühl der leere, gefolgt von dem ständigen Schwindel und den Panikschüben die mir ein derzeit normales Leben nicht ermöglichen, ich kann weder arbeiten noch mich frei bewegen obwohl ich gerne würde. Bin null belastbar, Sport geht nur minimal (davor ohne Probleme 5 Tage im Gym).

Ich werde mittels Kügelchenmethode wieder versuchen einzudosieren, vielen Dank nochmal für eure Hilfe! Ich halte euch am laufenden wie sich die Lage entwickelt, obs besser wird oder nicht.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.

PS: bei der Venlafrei-Party wär ich dabei :))))
2005 mit 15 Jahren Diagnose: rez. Depressionen
Ärztin wollte mit Trittico retard medikamentös behandeln, wurde von mir verweigert.

mit 26 schwere Lebensphase und durch falsche Bekannte zu Drogen gegriffen.
für 2 Jahre on and off auf Kokain und Cannabis. Zu Ende hin sehr intensiv, definitiv
Suchtverlangen.

mit 28 Jahren (Anfang 2019, so ca. Februar) Kokain und Cannabis kalt abgesetzt.
nach 2 Monaten horrende Angstzustände, Panikattacken, starke Unruhe und Hypersensibilität.

Mai 2019 Gang zum Arzt aufgrund der immer stärker zunehmenden Angst und Panikattacken, Zwangsgedanken, Suizidalität, Katastrophisierung, Gewaltvorstellungen und Derealisation.
Diagnose obwohl ich explizit Drogenkonsum und Entzug erwähnte -> rez. Depressionen mit Angststörung

- 25mg Quetiapin bei Bedarf 2x täglich und begleitend Psychotherapie.

sehr geringe Belastbarkeit, starke Unruhe, Angstsymptomatik wurde nachsehens besser über die Monate aber
dennoch weit weg von Normalität.

Da ich das Gefühl hatte das mir das Quetiapin mehr schadet, nach zwei Monaten (Ende Juli 2019) abgesetzt.

Oktober 2019 Aufnahme Tagesklinik
- Auf 150mg Venlafaxin Retard (Efectin) eingestellt.
Sehr schnelle Verbesserung der Angstsymptomatik. Begleitet von ständigem Unwohlsein.
Nach einigen Tagen auch bessere Stimmung, gelöster, wenig Nebenwirkungen.
dennoch zusätzlich
- Seroquel Retard (Nachts, Dosis weiß ich nicht mehr), nach 1 Woche wegen zu starken NW abgesetzt.

Nach einer Woche 150 mg Venlafaxin Retard von Oberärztin "Routinemäßige Aufdosierung" auf 300mg,
nur einmal gemacht, die starke Unruhe war kaum auszuhalten. Wieder reduziert auf 150 mg.

Im anschließenden Therapieverlauf und viel Eigeniniative (Sport, Mediation, gutes Essen) stark verbesserte Symptomatik. Konnte wieder mit Freude am Leben teilnehmen, gelöst von der Angst, wieder Arbeitsfähig.

von November 2019 - Mai 2020 Stabil, fühle mich gut, motiviert, freude und irgendwie angekommen.
Nach Aussage Psychiater, Nach 7 Monaten könnte ich die Einnahme beenden habe ich in Eigenregie die Einnahme
von Venlafaxin kalt abgesetzt (150 mg!!!)
Eine Woche lange horrende Absetzerscheinungen (von heftigen Brain Zaps, bis hin zu Grippeartigen Empfinden, komplett schmerzender Körper, Sensibilitätsstörungen usw.,) danach Besserung. Psychiater meinten auch das die Absetzerscheinungen nur von kurzer Dauer sind warum ich es auch einfach ausgehalten habe.

Seit 17. Mai 2020 Medikamenteneinahme 0mg

Nach Akutem Entzug wohlbefinden durchaus stabil, fühle mich gut und habe keine Schwierigkeiten, hin und wieder kommen Anflüge leichter Angst aber nichts das mich beunruhigt hat.

Im August fingen die Symptome wieder verstärkt zurück zu kommen.
Ende August dann eine Gürtelrose im Gesicht, 10 Tage lang Virustatika und Ibuprofen.

Seit 2 Wochen (Stand 23.09.2020) unerträgliche Symptomatik. Schlimmer als jemals zuvor.
Panikschübe, Schwindel, Grippeartiges Empfinden, Derealisation, Durchfall, schwere depressive Symptomatik, Augenschmerzen, Kurzatmigkeit, Suizidalität, Zwangsgedanken, Schwach und Antriebslos, Null Belastbar und alleine kaum Lebensfähig.
(Einige Symptome nicht angeführt, quer durch die Bank alles dabei)

26.09.20 Wiedereindosierung 1 mg Venlafaxin
für 10 Tage
subtile Verbesserung der Symptome (kleine Fenster)

06.10.20 bis dato Aufdosierung auf 2 mg Venlafaxin
Verschlechterung der Symptome, so gut wie keine Fenster, aktuell Gefühl als wäre ich schwer krank
genugistgenug
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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von genugistgenug »

Hey Jamie, um dir deine Fragen noch separat zu beantworten.

Was mich noch interessieren würde.
Kannst du in dem Zustand überhaupt arbeiten oder wie komsmt du durch den Tag?
- Nein leider nicht, ich war aktiv auf Arbeitssuche aber meine Belastbarkeit ist immer weiter gesunken, die Wellen und Fenster wechselten viel häufiger und zurzeit hab ich fast ausschließlich Wellen was mich derzeit auch Arbeitsunfähig macht, was die Situation nicht angenehmer macht.

Kannst du dich ablenken? Kannst du schlafen?
- je nachdem, ich habe kurze Fenster wo es mir gut geht und diese saug ich so gut auf wie möglich! da kann ich auch klar denken und nicht verstehen wie es mir so schlecht gehn kann, bis die nächste minute wieder die Hölle hereinbricht 🤢
- schlafen kann ich zum glück! nur wache ich immer total gerädert auf und meist auch direkt mit grübelzwang und heftiger panik

Welches sind die deiner Meinung nach belastendsten Symptome?
- derealisation ist für mich das ekelhafteste gefolgt von den panikattacken weil die mich am meisten einschränken
schwindel ist sehr belastend und immer wieder mal tinnitus auf beiden ohren
nicht klar denken zu können, sehr langsame Reaktionszeiten, keine konzentration
spontane anflüge von Suizidalität, z.B. beim autofahren, dass gefühl von kontrollverlust und dem zwang ich muss wo dagegen fahren oder am balkon das ich runterspringen muss. (richtig scheiss gefühl das mir heftig angst macht und daher die meiste zeit auf der Couch verbringe)

ich hoffe ich konnte soweit alles verständlich erklären, bin so verpeilt im kopf 🙃

herzliche Grüße
Sebastian
2005 mit 15 Jahren Diagnose: rez. Depressionen
Ärztin wollte mit Trittico retard medikamentös behandeln, wurde von mir verweigert.

mit 26 schwere Lebensphase und durch falsche Bekannte zu Drogen gegriffen.
für 2 Jahre on and off auf Kokain und Cannabis. Zu Ende hin sehr intensiv, definitiv
Suchtverlangen.

mit 28 Jahren (Anfang 2019, so ca. Februar) Kokain und Cannabis kalt abgesetzt.
nach 2 Monaten horrende Angstzustände, Panikattacken, starke Unruhe und Hypersensibilität.

Mai 2019 Gang zum Arzt aufgrund der immer stärker zunehmenden Angst und Panikattacken, Zwangsgedanken, Suizidalität, Katastrophisierung, Gewaltvorstellungen und Derealisation.
Diagnose obwohl ich explizit Drogenkonsum und Entzug erwähnte -> rez. Depressionen mit Angststörung

- 25mg Quetiapin bei Bedarf 2x täglich und begleitend Psychotherapie.

sehr geringe Belastbarkeit, starke Unruhe, Angstsymptomatik wurde nachsehens besser über die Monate aber
dennoch weit weg von Normalität.

Da ich das Gefühl hatte das mir das Quetiapin mehr schadet, nach zwei Monaten (Ende Juli 2019) abgesetzt.

Oktober 2019 Aufnahme Tagesklinik
- Auf 150mg Venlafaxin Retard (Efectin) eingestellt.
Sehr schnelle Verbesserung der Angstsymptomatik. Begleitet von ständigem Unwohlsein.
Nach einigen Tagen auch bessere Stimmung, gelöster, wenig Nebenwirkungen.
dennoch zusätzlich
- Seroquel Retard (Nachts, Dosis weiß ich nicht mehr), nach 1 Woche wegen zu starken NW abgesetzt.

Nach einer Woche 150 mg Venlafaxin Retard von Oberärztin "Routinemäßige Aufdosierung" auf 300mg,
nur einmal gemacht, die starke Unruhe war kaum auszuhalten. Wieder reduziert auf 150 mg.

Im anschließenden Therapieverlauf und viel Eigeniniative (Sport, Mediation, gutes Essen) stark verbesserte Symptomatik. Konnte wieder mit Freude am Leben teilnehmen, gelöst von der Angst, wieder Arbeitsfähig.

von November 2019 - Mai 2020 Stabil, fühle mich gut, motiviert, freude und irgendwie angekommen.
Nach Aussage Psychiater, Nach 7 Monaten könnte ich die Einnahme beenden habe ich in Eigenregie die Einnahme
von Venlafaxin kalt abgesetzt (150 mg!!!)
Eine Woche lange horrende Absetzerscheinungen (von heftigen Brain Zaps, bis hin zu Grippeartigen Empfinden, komplett schmerzender Körper, Sensibilitätsstörungen usw.,) danach Besserung. Psychiater meinten auch das die Absetzerscheinungen nur von kurzer Dauer sind warum ich es auch einfach ausgehalten habe.

Seit 17. Mai 2020 Medikamenteneinahme 0mg

Nach Akutem Entzug wohlbefinden durchaus stabil, fühle mich gut und habe keine Schwierigkeiten, hin und wieder kommen Anflüge leichter Angst aber nichts das mich beunruhigt hat.

Im August fingen die Symptome wieder verstärkt zurück zu kommen.
Ende August dann eine Gürtelrose im Gesicht, 10 Tage lang Virustatika und Ibuprofen.

Seit 2 Wochen (Stand 23.09.2020) unerträgliche Symptomatik. Schlimmer als jemals zuvor.
Panikschübe, Schwindel, Grippeartiges Empfinden, Derealisation, Durchfall, schwere depressive Symptomatik, Augenschmerzen, Kurzatmigkeit, Suizidalität, Zwangsgedanken, Schwach und Antriebslos, Null Belastbar und alleine kaum Lebensfähig.
(Einige Symptome nicht angeführt, quer durch die Bank alles dabei)

26.09.20 Wiedereindosierung 1 mg Venlafaxin
für 10 Tage
subtile Verbesserung der Symptome (kleine Fenster)

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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von genugistgenug »

Huhu,

also in meiner Efectin Retard 150mg Kapsel sind 540 Kügelchen, wenn ich das richtig verstanden habe und mit 1mg wieder eindosiere nehme ich nun 4 Kügelchen? kann ich damit gleich mehrere Leerkapseln mit jeweils 4 Kügelchen befüllen für die nächsten Tage?

War nie so das Mathegenie 😂 das ständige zählen kann ja noch was werden 🤯

Danke für eure Hilfe, ihr seit super 🙏🏻
LG Sebastian
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mit 28 Jahren (Anfang 2019, so ca. Februar) Kokain und Cannabis kalt abgesetzt.
nach 2 Monaten horrende Angstzustände, Panikattacken, starke Unruhe und Hypersensibilität.

Mai 2019 Gang zum Arzt aufgrund der immer stärker zunehmenden Angst und Panikattacken, Zwangsgedanken, Suizidalität, Katastrophisierung, Gewaltvorstellungen und Derealisation.
Diagnose obwohl ich explizit Drogenkonsum und Entzug erwähnte -> rez. Depressionen mit Angststörung

- 25mg Quetiapin bei Bedarf 2x täglich und begleitend Psychotherapie.

sehr geringe Belastbarkeit, starke Unruhe, Angstsymptomatik wurde nachsehens besser über die Monate aber
dennoch weit weg von Normalität.

Da ich das Gefühl hatte das mir das Quetiapin mehr schadet, nach zwei Monaten (Ende Juli 2019) abgesetzt.

Oktober 2019 Aufnahme Tagesklinik
- Auf 150mg Venlafaxin Retard (Efectin) eingestellt.
Sehr schnelle Verbesserung der Angstsymptomatik. Begleitet von ständigem Unwohlsein.
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dennoch zusätzlich
- Seroquel Retard (Nachts, Dosis weiß ich nicht mehr), nach 1 Woche wegen zu starken NW abgesetzt.

Nach einer Woche 150 mg Venlafaxin Retard von Oberärztin "Routinemäßige Aufdosierung" auf 300mg,
nur einmal gemacht, die starke Unruhe war kaum auszuhalten. Wieder reduziert auf 150 mg.

Im anschließenden Therapieverlauf und viel Eigeniniative (Sport, Mediation, gutes Essen) stark verbesserte Symptomatik. Konnte wieder mit Freude am Leben teilnehmen, gelöst von der Angst, wieder Arbeitsfähig.

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Nach Aussage Psychiater, Nach 7 Monaten könnte ich die Einnahme beenden habe ich in Eigenregie die Einnahme
von Venlafaxin kalt abgesetzt (150 mg!!!)
Eine Woche lange horrende Absetzerscheinungen (von heftigen Brain Zaps, bis hin zu Grippeartigen Empfinden, komplett schmerzender Körper, Sensibilitätsstörungen usw.,) danach Besserung. Psychiater meinten auch das die Absetzerscheinungen nur von kurzer Dauer sind warum ich es auch einfach ausgehalten habe.

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Im August fingen die Symptome wieder verstärkt zurück zu kommen.
Ende August dann eine Gürtelrose im Gesicht, 10 Tage lang Virustatika und Ibuprofen.

Seit 2 Wochen (Stand 23.09.2020) unerträgliche Symptomatik. Schlimmer als jemals zuvor.
Panikschübe, Schwindel, Grippeartiges Empfinden, Derealisation, Durchfall, schwere depressive Symptomatik, Augenschmerzen, Kurzatmigkeit, Suizidalität, Zwangsgedanken, Schwach und Antriebslos, Null Belastbar und alleine kaum Lebensfähig.
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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von Jamie »

genugistgenug hat geschrieben: 25.09.2020 15:36 Huhu,

also in meiner Efectin Retard 150mg Kapsel sind 540 Kügelchen, wenn ich das richtig verstanden habe und mit 1mg wieder eindosiere nehme ich nun 4 Kügelchen? kann ich damit gleich mehrere Leerkapseln mit jeweils 4 Kügelchen befüllen für die nächsten Tage?

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Hallo Sebastian :)

Ja, richtig gerechnet, ich komme auf 3,6. Also aufgerundet 4 Kügelchen.
Diese entsprechen 1mg.

Der Dreisatz dazu lautet:

150mg = 450 Kügelchen
1mg = x Kügelchen

x= 3,6

Puuh, also bei 540 Kügelchen hattest du echt ne Menge zu zählen.... :o


Und ja genau, du kannst gleich mehrere Leerkapseln so befüllen.
Das machen viele, auf Vorrat herstellen.
Die Kapseln bitte trocken, kühl (aber kein Kühlschrank) und vor Licht geschützt in einem dicht schließenden Gefäß aufbewahren.

Viele Grüße
Jamie
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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von Towanda »

Hallo Genugistgenug,

1 mg wären 3,6 Kügelchen, Du entscheidest, ob Du 3 oder 4 einnehmen möchtest. Bitte beachten, dass die Kügelchenanzahl pro Kapsel immer unterschiedlich sein kann. Aber mit 540 Kügelchen hast Du ja nun erstmal für die nächste Zeit genug ausgezählten Vorrat.

Ja, Du kannst Kügelchen in Kapseln vorbereiten zur Einnahme. Die Kügelchen müssen immer zusammen mit der Kapsel eingenommen werden, niemals einfach so. Auch die restlichen Kügelchen solltest Du immer in der Kapsel aufbewahren.

Alles Gute,

Towanda

edit: überschnitten mit Jamie :)
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27.07.20 - 0,25 mg Mirtazapin wurde kinesiologisch ausgetestet, deshalb nun ein größerer Schritt, der Test ergab, daß ich absetzen kann, habe ich mich nicht getraut
01.09.20 - 0,15 mg Mirtazapin
09.10.20 - 0,13 mg Mirtazapin

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Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von Straycat »

Hallo Sebastian,

in unserem Thread zur Kügelchenmethode findest du auch ein paar gute Tipps zum Zählen und Portionieren.
Ich schleiche selbst auch mit dieser Methode aus und ich kann dir sagen: Man gewöhnt sich an das regelmäßige Zählen ;-)

Alles Gute,
Cat
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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von genugistgenug »

hallo leute,

also ich habe heute den fünften tag in folge 1mg eindosiert, ich habe bis dato keinen gravierenden unterschied gemerkt, wenn dann eine kleine verbesserung der symptomatik, wie würdet ihr weiter vorgehen da ich es scheinbar noch vertrage? in kleinen schritten höher gehn?

vielen dank für eure hilfe!

liebe Grüße
Sebastian
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Oktober 2019 Aufnahme Tagesklinik
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dennoch zusätzlich
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Nach einer Woche 150 mg Venlafaxin Retard von Oberärztin "Routinemäßige Aufdosierung" auf 300mg,
nur einmal gemacht, die starke Unruhe war kaum auszuhalten. Wieder reduziert auf 150 mg.

Im anschließenden Therapieverlauf und viel Eigeniniative (Sport, Mediation, gutes Essen) stark verbesserte Symptomatik. Konnte wieder mit Freude am Leben teilnehmen, gelöst von der Angst, wieder Arbeitsfähig.

von November 2019 - Mai 2020 Stabil, fühle mich gut, motiviert, freude und irgendwie angekommen.
Nach Aussage Psychiater, Nach 7 Monaten könnte ich die Einnahme beenden habe ich in Eigenregie die Einnahme
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Seit 17. Mai 2020 Medikamenteneinahme 0mg

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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von padma »

hallo Sebastian, :)

du könntest in 1 mg Schritten höher gehen, alle 10 - 14 Tage. Oft reichen sehr kleine Dosierungen zum Stabilisieren aus, daher würde ich dann spätestens auf 5 mg länger verweilen ( mindestens 4 - 6 Wochen). Es kann dauern bis sich eine Besserung einstellt, daher nicht zu schnell hochdosieren.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von genugistgenug »

Hallo Zusammen,

ein kleines update von mir:

nach anfänglicher Eindosierung 10 tage 1 mg Venla aufdosiert auf 2 mg (seit 7 Tagen).

Bei der Eindosierung hatte ich das Gefühl die Symptomatik würde sich leicht verbesseren, zumindest mal 3 Std Fenster.
Seitdem ich auf 2 mg hochdosiert habe fühle ich mich schlechter, die Symptome wurden häufiger und stärker, körperliche Belastbarkeit bei null und seit heute morgen fühle ich mich schwer Krank. Ich habe null Energie, Muskel- und Gelenksschmerzen, pochende Kopfschmerzen, meine Haut brennt am ganzen Oberkörper (bei Berührung), mir ist Übel und starker trockener Husten.

Nun könnte es natürlich sein, dass ich einfach verkühlt bin und durch das ohnehin geschwächte ZNS so stark reagiere oder es liegt am mit am aufdosieren vom Venlafaxin.

Ich wünsch eich dennoch allen einen schönen Abend 🙏🏻☺️

LG
Sebastian
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Mai 2019 Gang zum Arzt aufgrund der immer stärker zunehmenden Angst und Panikattacken, Zwangsgedanken, Suizidalität, Katastrophisierung, Gewaltvorstellungen und Derealisation.
Diagnose obwohl ich explizit Drogenkonsum und Entzug erwähnte -> rez. Depressionen mit Angststörung

- 25mg Quetiapin bei Bedarf 2x täglich und begleitend Psychotherapie.

sehr geringe Belastbarkeit, starke Unruhe, Angstsymptomatik wurde nachsehens besser über die Monate aber
dennoch weit weg von Normalität.

Da ich das Gefühl hatte das mir das Quetiapin mehr schadet, nach zwei Monaten (Ende Juli 2019) abgesetzt.

Oktober 2019 Aufnahme Tagesklinik
- Auf 150mg Venlafaxin Retard (Efectin) eingestellt.
Sehr schnelle Verbesserung der Angstsymptomatik. Begleitet von ständigem Unwohlsein.
Nach einigen Tagen auch bessere Stimmung, gelöster, wenig Nebenwirkungen.
dennoch zusätzlich
- Seroquel Retard (Nachts, Dosis weiß ich nicht mehr), nach 1 Woche wegen zu starken NW abgesetzt.

Nach einer Woche 150 mg Venlafaxin Retard von Oberärztin "Routinemäßige Aufdosierung" auf 300mg,
nur einmal gemacht, die starke Unruhe war kaum auszuhalten. Wieder reduziert auf 150 mg.

Im anschließenden Therapieverlauf und viel Eigeniniative (Sport, Mediation, gutes Essen) stark verbesserte Symptomatik. Konnte wieder mit Freude am Leben teilnehmen, gelöst von der Angst, wieder Arbeitsfähig.

von November 2019 - Mai 2020 Stabil, fühle mich gut, motiviert, freude und irgendwie angekommen.
Nach Aussage Psychiater, Nach 7 Monaten könnte ich die Einnahme beenden habe ich in Eigenregie die Einnahme
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Eine Woche lange horrende Absetzerscheinungen (von heftigen Brain Zaps, bis hin zu Grippeartigen Empfinden, komplett schmerzender Körper, Sensibilitätsstörungen usw.,) danach Besserung. Psychiater meinten auch das die Absetzerscheinungen nur von kurzer Dauer sind warum ich es auch einfach ausgehalten habe.

Seit 17. Mai 2020 Medikamenteneinahme 0mg

Nach Akutem Entzug wohlbefinden durchaus stabil, fühle mich gut und habe keine Schwierigkeiten, hin und wieder kommen Anflüge leichter Angst aber nichts das mich beunruhigt hat.

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Seit 2 Wochen (Stand 23.09.2020) unerträgliche Symptomatik. Schlimmer als jemals zuvor.
Panikschübe, Schwindel, Grippeartiges Empfinden, Derealisation, Durchfall, schwere depressive Symptomatik, Augenschmerzen, Kurzatmigkeit, Suizidalität, Zwangsgedanken, Schwach und Antriebslos, Null Belastbar und alleine kaum Lebensfähig.
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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von Towanda »

Hallo Sebastian,

bitte aktualisiere Deine Signatur. So lange nicht klar ist, wann Du wieder eindosiert hast und wann erhöht, kann niemand was dazu sagen.

Danke!

Viele Grüße, Towanda
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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von genugistgenug »

Hallo Towanda,

hab ich gemacht, danke für den Hinweis! 🙏🏻

Liebe Grüße
Sebastian
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Diagnose obwohl ich explizit Drogenkonsum und Entzug erwähnte -> rez. Depressionen mit Angststörung

- 25mg Quetiapin bei Bedarf 2x täglich und begleitend Psychotherapie.

sehr geringe Belastbarkeit, starke Unruhe, Angstsymptomatik wurde nachsehens besser über die Monate aber
dennoch weit weg von Normalität.

Da ich das Gefühl hatte das mir das Quetiapin mehr schadet, nach zwei Monaten (Ende Juli 2019) abgesetzt.

Oktober 2019 Aufnahme Tagesklinik
- Auf 150mg Venlafaxin Retard (Efectin) eingestellt.
Sehr schnelle Verbesserung der Angstsymptomatik. Begleitet von ständigem Unwohlsein.
Nach einigen Tagen auch bessere Stimmung, gelöster, wenig Nebenwirkungen.
dennoch zusätzlich
- Seroquel Retard (Nachts, Dosis weiß ich nicht mehr), nach 1 Woche wegen zu starken NW abgesetzt.

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nur einmal gemacht, die starke Unruhe war kaum auszuhalten. Wieder reduziert auf 150 mg.

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von November 2019 - Mai 2020 Stabil, fühle mich gut, motiviert, freude und irgendwie angekommen.
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Eine Woche lange horrende Absetzerscheinungen (von heftigen Brain Zaps, bis hin zu Grippeartigen Empfinden, komplett schmerzender Körper, Sensibilitätsstörungen usw.,) danach Besserung. Psychiater meinten auch das die Absetzerscheinungen nur von kurzer Dauer sind warum ich es auch einfach ausgehalten habe.

Seit 17. Mai 2020 Medikamenteneinahme 0mg

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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von padma »

hallo Sebastian, :)

es lässt sich jetzt schwer unterscheiden, ob es ein Infekt ist oder ob die Erhöhung zu gross war. Da Husten dabei ist, hört es sich nach einem Infekt an.
Da man bei solchen Symptomen leider auch immer mit an Covid 19 denken muss, würde ich sicherheitshalber beim Hausarzt anrufen.

liebe Grüsse und gute Besserung,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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genugistgenug
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Re: genugistgenug: Venlafaxin kalt abgesetzt

Beitrag von genugistgenug »

Hallo Padma,

gut, klingt durchaus plausibel, war/ist auch eine Befürchtung meinerseits, da es gefühlt ein Mix aus absetzsymptomen und einem infekt ist. Schöner Cocktail sozusagen 😂

naja, vielen Dank für die Genesungswünsche, ich werde das die nächsten Tage beobachten, natürlich auch ärztlich abklären und vorerst auf 2 mg bleiben.

Liebe Grüße
Sebastian ☀️
2005 mit 15 Jahren Diagnose: rez. Depressionen
Ärztin wollte mit Trittico retard medikamentös behandeln, wurde von mir verweigert.

mit 26 schwere Lebensphase und durch falsche Bekannte zu Drogen gegriffen.
für 2 Jahre on and off auf Kokain und Cannabis. Zu Ende hin sehr intensiv, definitiv
Suchtverlangen.

mit 28 Jahren (Anfang 2019, so ca. Februar) Kokain und Cannabis kalt abgesetzt.
nach 2 Monaten horrende Angstzustände, Panikattacken, starke Unruhe und Hypersensibilität.

Mai 2019 Gang zum Arzt aufgrund der immer stärker zunehmenden Angst und Panikattacken, Zwangsgedanken, Suizidalität, Katastrophisierung, Gewaltvorstellungen und Derealisation.
Diagnose obwohl ich explizit Drogenkonsum und Entzug erwähnte -> rez. Depressionen mit Angststörung

- 25mg Quetiapin bei Bedarf 2x täglich und begleitend Psychotherapie.

sehr geringe Belastbarkeit, starke Unruhe, Angstsymptomatik wurde nachsehens besser über die Monate aber
dennoch weit weg von Normalität.

Da ich das Gefühl hatte das mir das Quetiapin mehr schadet, nach zwei Monaten (Ende Juli 2019) abgesetzt.

Oktober 2019 Aufnahme Tagesklinik
- Auf 150mg Venlafaxin Retard (Efectin) eingestellt.
Sehr schnelle Verbesserung der Angstsymptomatik. Begleitet von ständigem Unwohlsein.
Nach einigen Tagen auch bessere Stimmung, gelöster, wenig Nebenwirkungen.
dennoch zusätzlich
- Seroquel Retard (Nachts, Dosis weiß ich nicht mehr), nach 1 Woche wegen zu starken NW abgesetzt.

Nach einer Woche 150 mg Venlafaxin Retard von Oberärztin "Routinemäßige Aufdosierung" auf 300mg,
nur einmal gemacht, die starke Unruhe war kaum auszuhalten. Wieder reduziert auf 150 mg.

Im anschließenden Therapieverlauf und viel Eigeniniative (Sport, Mediation, gutes Essen) stark verbesserte Symptomatik. Konnte wieder mit Freude am Leben teilnehmen, gelöst von der Angst, wieder Arbeitsfähig.

von November 2019 - Mai 2020 Stabil, fühle mich gut, motiviert, freude und irgendwie angekommen.
Nach Aussage Psychiater, Nach 7 Monaten könnte ich die Einnahme beenden habe ich in Eigenregie die Einnahme
von Venlafaxin kalt abgesetzt (150 mg!!!)
Eine Woche lange horrende Absetzerscheinungen (von heftigen Brain Zaps, bis hin zu Grippeartigen Empfinden, komplett schmerzender Körper, Sensibilitätsstörungen usw.,) danach Besserung. Psychiater meinten auch das die Absetzerscheinungen nur von kurzer Dauer sind warum ich es auch einfach ausgehalten habe.

Seit 17. Mai 2020 Medikamenteneinahme 0mg

Nach Akutem Entzug wohlbefinden durchaus stabil, fühle mich gut und habe keine Schwierigkeiten, hin und wieder kommen Anflüge leichter Angst aber nichts das mich beunruhigt hat.

Im August fingen die Symptome wieder verstärkt zurück zu kommen.
Ende August dann eine Gürtelrose im Gesicht, 10 Tage lang Virustatika und Ibuprofen.

Seit 2 Wochen (Stand 23.09.2020) unerträgliche Symptomatik. Schlimmer als jemals zuvor.
Panikschübe, Schwindel, Grippeartiges Empfinden, Derealisation, Durchfall, schwere depressive Symptomatik, Augenschmerzen, Kurzatmigkeit, Suizidalität, Zwangsgedanken, Schwach und Antriebslos, Null Belastbar und alleine kaum Lebensfähig.
(Einige Symptome nicht angeführt, quer durch die Bank alles dabei)

26.09.20 Wiedereindosierung 1 mg Venlafaxin
für 10 Tage
subtile Verbesserung der Symptome (kleine Fenster)

06.10.20 bis dato Aufdosierung auf 2 mg Venlafaxin
Verschlechterung der Symptome, so gut wie keine Fenster, aktuell Gefühl als wäre ich schwer krank
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