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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Fermin
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Fermin »

Hallo zusammen,

mich beschäftigt gerade eine Frage zum Thema Herstellerwechsel beim AD. Bei mir steht in wenigen Tagen ein Wechsel beim Mirtazapin an. Bislang nehme ich das Medi von Heunet/Heumann. Nun hatte mir die Apotheke nur noch das Präparat von Zentiva MirtaLich anbieten können. Ich habe das Mirtazapin noch nicht reduziert, da ich noch beim Reduzieren des Cipralex bin. Kann es durch den Herstellerwechsel bei noch unreduzierten 15 mg Mirtazapin trotzdem zu Komplikationen kommen?

LG Fermin
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Towanda
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Towanda »

Hallo Fermin,

das ist ganz unterschiedlich. Es gibt hier Mitglieder, die damit keine Probleme haben, aber auch welche, bei denen ein Wechsel Symptome macht.

Viele Grüße, Towanda
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27.07.20 - 0,25 mg Mirtazapin wurde kinesiologisch ausgetestet, deshalb nun ein größerer Schritt, der Test ergab, daß ich absetzen kann, habe ich mich nicht getraut
01.09.20 - 0,15 mg Mirtazapin
09.10.20 - 0,13 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
Niemandsland
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Fermin,

einen Herstellerwechsel habe ich noch nicht hinter mir, nehme aber auch MirtaLich von Zentiva 15mg (mein Hausarzt meinte, ich soll immer das gleiche Präparat nehmen, wenigstens hier ist er eine kleine Hilfe). Diese lassen sich mit Feinwaage und Pfeile ganz gut bearbeiten ohne zu bröseln. Habe auch mal eine als Test in einem Glas Wasser aufgelöst und das scheint gut zu funktionieren. Die Tabletten sind mit einem orangenem Überzug versehen (kein Retard!) und wiegen immer so im Bereich 146 - 157 mg. Die Zusatzstoffe unterscheiden sich nur ein wenig würde ich sagen... Du kannst die Tabletten bei Apotheken-Umschau auch vergleichen und die Inhaltsstoffe einsehen. Mach dir nicht zu viele Sorgen! :)

Liebe Grüße

Niemandsland
Zuletzt geändert von Niemandsland am 08.10.2020 16:03, insgesamt 1-mal geändert.
Vorgeschichte:
seit vielen Jahren Übelkeit, Schwindel bei Essen in Gemeinschaft, anfangs einzelne Episoden, ab Ende 2019
starke Verschlechterung, nun auch ausserhalb des Essens (davor 3-4 Monate mit Reisetabletten "behandelt").

Hausarzt findet keine Ursache, Arbeit beeinträchtigt, depressive Grundstimmung, Gewichtsverlust
-> Psychosomatisch bedingte Übelkeit -> In der Not zur PIA gegangen -> Mirtazapin

Medikation:

Seit 03.03.2020 Mirtazapin 15mg
03.03. bis 06.04. 15mg über 7,5 mg bis 0 (ziemlich blöde Idee, etwa 5 Tage auf 0) aber 2 gute Wochen auf 7,5mg
-> danach plötzlich drastische Verschlechterung der Depression, Übelkeit/Schwindel, Ängste, die ich nie so hatte.

06.04. bis 20.04. -> ~ 7,5 mg
21.04. bis 31.04. -> 15 mg
01.05. bis 13.05. -> ~ 10 mg (alles sehr ungenau)
14.05. bis 19.07. -> 15 mg (da Aufenthalt in psychosomatischer Klinik)

Absetzstart mit Feinwaage und Pfeile:

19.07. -> 14 mg (-6,6%)
08.08. -> 12 mg (-14,3 %)
27.08. -> 10 mg (-16,6 %)
15.09. -> 8 mg (-20 %, nach 7 Tagen massive Unruhe, Übelkeit, Appetitsverlust, Schwindel)
23.09. -> 10 mg (+20 %)

NEM:

250 mg (=elementar) Magnesiumbiglycinat am Tag (~ seit 12.06.2020)
Vitamin C (seit 09.10.2020)


04.10.2020 Beginn histaminärmere Ernährung (als Test)

"Alt ist man erst, wenn man mehr Freude an der Vergangenheit hat als an der Zukunft!"

Mein Thread: viewtopic.php?f=35&t=17576
Fermin
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Fermin »

Hallo,

danke ich versuche künftig auch bei diesem Hersteller zu bleiben. Manchmal hat man ja leider keinen Einfluss darauf. Ich hoffe mal, dass ich bei meiner Dosis da noch nichts Gravierendes merken werde.

In den letzten beiden Wochen scheint es mir, dass sich mein Zustand etwas stabilisiert hat. Ich habe zwar seit vorletztem Sonntag fast täglich Symptome. Aber bis auf einen Vormittag blitzen sie oftmals nur auf oder bleiben nur für wenige Minuten. Insgesamt fühlt es sich zumindest erstmal besser an und ich bin alltagstauglicher als in den Wochen davor. Zur Zeit ist es eher so, dass es nachmittags oder zum frühen Abend hin immer wieder leicht instabil wird und Symptome anfliegen. Ich beobachte das noch ein,zwei Wochen bevor ich beim Cipralex vielleicht wieder einen kleinen Schnitt auf 1.35 oder 1.3 mg wage.

LG Fermin
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AntiAD
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von AntiAD »

Hallo zusammen.

Bei mir wurde während der Einnahme auch der Hersteller gewechselt. Hatte das wegen den Nebenwirkungen gar nicht so auf dem Schirm, dass ich es im Nachhinein noch nachvollziehen könnte. Aber meine Unverträglichkeit war definitiv während der Einnahme von einem Hersteller. Ging relativ schnell und äußerte sich in einer Panikattacke während dem Spaziergang, dass ich dachte ich schaffe es nicht mehr nach Hause.

Liebe Grüße
Oktober 2018 Diagnose Burnout, Depression
Seitdem arbeitsunfähig und in Therapie (einzel und Gruppe)

Meine Medikamentengeschichte:
Ab 10/2018 7,5 mg Mirtazapin
Ab 12/2018 15 mg Mirtazapin
Ab 3/2019 Schlafprobleme, Herzneurose
4/2019 Reduziert, nach Rücksprache mit Psychologen auf 7,5
5/2019 auf Null
Unruhe, Herzneurose, Panikattacken
6/2019 7,5 mg Mirtazapin, nach Rücksprache mit Hausarzt
7/2019 15 mg Mirtazapin
3/2020 auf 7,5 reduziert
4/2020 0
Unruhe, Angst
5/2020 wieder 7,5 und dann 15 mg Mirtazapin
Unverträglichkeitssymptome im Juni 2020, Herzrythmusstörungen, zittrig, schwach
Daraufhin reduziert auf 7,5 mg und als die Brustschmerzen zu heftig wurden am 24.08.2020 abgesetzt.

Andere PP: Escitalopram, Citalopram, Pipamperon,... kurz bzw. versuchsweise

Seitdem (24.08.2020) frei von Medikamenten.

September 2020 das Forum entdeckt und gesehen, dass ich zu viel hin und her gesprungen bin. Die Ärzte und Psychiater hatten mich dahin gehend nicht gewarnt, sondern sprachen von "kleiner Dosis" usw.

Mein thread:
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Susanne1978
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Susanne1978 »

AntiAD hat geschrieben: 08.10.2020 18:48 Aber meine Unverträglichkeit war definitiv während der Einnahme von einem Hersteller. Ging relativ schnell und äußerte sich in einer Panikattacke während dem Spaziergang, dass ich dachte ich schaffe es nicht mehr nach Hause.
Liebe Fermin, lass dich durch solche Erfahrungen nicht beunruhigen. Ich reagiere auf einen Wechsel gar nicht. Und momentan muss ich mir meine Dosis von 2 verschiedenen zusammen stellen.
LG Susanne
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 = abzgl. 5% = 142,50 mg
01.02.2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
01.03.2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg
01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg
11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg
11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg
29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
Einnahme vergessen am 18.12.19!
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg
18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg
01.05.2020 = abzgl. 10% = 67,50 mg
02.07.2020 = abzgl. 7,5% = 62,50 mg
26.08.2020 = abzgl. 10% = 56,25 mg
23.10.2020 = abzgl. 10% = 50,00 mg
AntiAD
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von AntiAD »

Liebe Fermin,

wollte dich nicht verunsichern. Ich hatte die Unverträglichkeit beim Mirtazapin bei beiden Herstellern.

Liebe Grüße
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Meine Medikamentengeschichte:
Ab 10/2018 7,5 mg Mirtazapin
Ab 12/2018 15 mg Mirtazapin
Ab 3/2019 Schlafprobleme, Herzneurose
4/2019 Reduziert, nach Rücksprache mit Psychologen auf 7,5
5/2019 auf Null
Unruhe, Herzneurose, Panikattacken
6/2019 7,5 mg Mirtazapin, nach Rücksprache mit Hausarzt
7/2019 15 mg Mirtazapin
3/2020 auf 7,5 reduziert
4/2020 0
Unruhe, Angst
5/2020 wieder 7,5 und dann 15 mg Mirtazapin
Unverträglichkeitssymptome im Juni 2020, Herzrythmusstörungen, zittrig, schwach
Daraufhin reduziert auf 7,5 mg und als die Brustschmerzen zu heftig wurden am 24.08.2020 abgesetzt.

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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Fermin »

Hallo Susanne,

danke dir für deine Worte. Mir ist heute auch noch eingefallen, dass ich beim Mirta vor ein paar Monaten bereits einen Wechsel beim Hersteller hatte. Ich kann mich nicht erinnern, dass es dabei irgendwelche Probleme gab.

LG Fermin
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Fermin »

AntiAD hat geschrieben: 08.10.2020 19:17 Liebe Fermin,

wollte dich nicht verunsichern. Ich hatte die Unverträglichkeit beim Mirtazapin bei beiden Herstellern.

Liebe Grüße
Hallo AntiAD, :)

kein Problem. Uns ist ja irgendwie schon allen bewusst, dass es ein Restrisiko bei den Pillen gibt.

Gruß
Fermin
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AntiAD
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von AntiAD »

Fermin hat geschrieben: 08.10.2020 19:20
Hallo AntiAD, :)

kein Problem. Uns ist ja irgendwie schon allen bewusst, dass es ein Restrisiko bei den Pillen gibt.

Gruß
Fermin
Liebe Fermin,

danke für deinen post. Deswegen ja mein nutzername. Antidepressiva sind für mich nichts, sie halfen mir nicht, sondern machten eine Krise zu einem Dauerzustand.

Liebe Grüße
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4/2019 Reduziert, nach Rücksprache mit Psychologen auf 7,5
5/2019 auf Null
Unruhe, Herzneurose, Panikattacken
6/2019 7,5 mg Mirtazapin, nach Rücksprache mit Hausarzt
7/2019 15 mg Mirtazapin
3/2020 auf 7,5 reduziert
4/2020 0
Unruhe, Angst
5/2020 wieder 7,5 und dann 15 mg Mirtazapin
Unverträglichkeitssymptome im Juni 2020, Herzrythmusstörungen, zittrig, schwach
Daraufhin reduziert auf 7,5 mg und als die Brustschmerzen zu heftig wurden am 24.08.2020 abgesetzt.

Andere PP: Escitalopram, Citalopram, Pipamperon,... kurz bzw. versuchsweise

Seitdem (24.08.2020) frei von Medikamenten.

September 2020 das Forum entdeckt und gesehen, dass ich zu viel hin und her gesprungen bin. Die Ärzte und Psychiater hatten mich dahin gehend nicht gewarnt, sondern sprachen von "kleiner Dosis" usw.

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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Fermin »

Hallo zusammen, :group:

wollte mal ein kleines Update hier hinterlassen.
Seit dem 26.09. hatte ich keine Tage mehr mit stärkeren Symptomen. Es fühlt sich jetzt endlich so an, als würde sich mein Zustand wirklich ganz langsam stabilisieren. Unterschwellig kommt hier und da immer wieder diese Unruhe oder Angst durch, meistens blitzt es nur auf oder bleibt für ein paar Minuten. Tage mit ausgeprägter Appetitlosigkeit am Vormittag habe ich in den letzten zwei Wochen vielleicht noch ein oder zweimal gehabt.

Gestern hatte ich mein erstes Gespräch mit dem Psychotherapeuten. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Ich habe ja auch keine Erfahrung darin. Ich bin jetzt weder positiv noch negativ raus gegangen. Leider hält auch eher Antidepressiva für"harmlose" Medikamente, die man zwar ausschleichen sollte, aber beim Stichwort "Entzugssymptome" hat er schon ziemlich komisch geguckt. Ich hatte dann auch keine Lust dieses Thema zu vertiefen. Mein Ziel ist es auch eher herauszufinden, wie ich in Zukunft mit Situationen besser umgehen kann, die mich Anfang des Jahres, ausgelöst durch Corona, zum Mirta gebracht haben. Ein wenig hat mich das Gespräch gestern noch beschäftigt, so dass immer mal wieder Zweifel und Angst leicht durchkamen. Aber insgesamt nicht so stark, wie noch vor einigen Wochen.

Heute Abend nehme ich das Mirta von einem anderen Hersteller. Aus diesem Grund warte ich auch erstmal noch eine weitere Woche ab, bevor ich beim Escitalopram einen kleinen Schnitt wage.

Ich hoffe sehr, dass sich der Trend bei mir fortsetzt. Ich wünsche euch allen hier viel Kraft und Heilung und gute Stunden.

Euer Fermin
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Fermin
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Fermin »

Hallo zusammen,

da war ich bei meinem letzten Update noch so zuversichtlich. Seit gestern hat mich wieder eine Welle gepackt, mit der ich ziemlich zu tun habe. Es fing nach dem Aufstehen an, dass ich zunehmend Unruhe verspürte und sofort war auch der Appetit dahin. Dafür viel Durst und den Drang ständig aufs Klo zu müssen. Mittags konnte ich eine Kleinigkeit essen und Nachmittags ging es dann zunehmend besser. Zum Abend hin war dann jedoch wieder unterschwellig die Unruhe da. Schlafen konnte ich wenigstens ganz gut und mit 7 bis 8 h ausreichend lange. Heute nach dem Aufwachen kamen die bekannten Symptome jedoch sofort wieder hoch. An Frühstück ist im Moment leider noch nicht zu denken, versuche mir aber irgendwas reinzuquälen. Ich hoffe diese Welle geht bald vorüber. :(

Ich frage mich jetzt auch die ganze Zeit, ob es vielleicht doch mit dem Herstellerwechsel beim Mirtazapin am Mittwoch vor eine Woche zu tun haben könnte. Kann es denn bei unterschiedlichen Herstellern zu Dosisschwankungen im Wirkstoff kommen, sind nicht immer die 15 mg Mirtazapin enthalten?

Es ist wirklich zum verrückt werden, die Tage zuvor waren schon ziemlich gut und selbst in den letzten Wochen hatte ich nicht mehr solche starken Symptome mehr. Es fühlt sich jetzt wieder wie ein Rückschlag an. Beim Reduzieren komme ich so einfach nicht vorwärts. Ich habe vor drei Tagen gerade mal 0,05 mg beim Escitalopram reduziert. Ob das jetzt auch schon mit reinspielt?

LG Fermin
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padma
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von padma »

hallo Fermin, :)

es tut mir leid, dass dich wieder eine Welle gepackt hat.
Ich frage mich jetzt auch die ganze Zeit, ob es vielleicht doch mit dem Herstellerwechsel beim Mirtazapin am Mittwoch vor eine Woche zu tun haben könnte. Kann es denn bei unterschiedlichen Herstellern zu Dosisschwankungen im Wirkstoff kommen, sind nicht immer die 15 mg Mirtazapin enthalten?
Ein Herstellerwechsel kann Probleme machen. Es ist zwar immer die angegebene Wirkstoffmenge enthalten, aber die Bioverfügbarkeit kann je nach Generika unterschiedlich sein. Das führt zur Abweichungen der zur Verfügung srehenden Wirkstoffmenge.

Schau mal unter "Bioverfügbarkeit in unserem Lexikon viewtopic.php?f=66&t=16631 (unter B und dann runter scrollen)

Ein weiterer Punkt der Probleme machen kann, sind die unterschiedlichen Hifs- und Füllstoffe.
Könntest du wieder das gewohnte Präparat erhalten?
Beim Reduzieren komme ich so einfach nicht vorwärts. Ich habe vor drei Tagen gerade mal 0,05 mg beim Escitalopram reduziert. Ob das jetzt auch schon mit reinspielt?
Auch das ist denkbar. Wenn die Reduktion erst 3 Tage her ist, könntest du auf die alte Dosis zurückgehen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Fermin
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Fermin »

Hallo Padma,

ich danke dir für deine Nachricht.

Zurückwechseln wird leider etwas schwierig, da ich jetzt 2 Packungen von dem neuen Hersteller habe. Das letzte Rezept hatte ich Anfang Oktober bekommen. Davor hatte ich im August schon den neuen Hersteller bekommen. Leider habe ich da noch nicht darauf geachtet, wieder das Präparat von Heumann zu bekommen. Jetzt stehe ich wie gesagt mit zwei mal MirtaLich von zentiva da. Da mein Arzt sowieso nichts von der Absetzproblematik hält, fürchte ich, wird er mir wegen meiner jetzigen Probleme kein neues Rezept ausstellen.

Das mit der Bioverfügbarkeit könnte bei mir wohl tatsächlich reinspielen. Leider ist dies bereits mein dritter Herstellerwechsel. Vielleicht hatte ich auch schon vorher damit Probleme. Ich kann allerdings nicht mehr genau sagen, ab wann ich auf das Heumann Präparat gewechselt bin. Davor hatte ich auch schon einen anderen Hersteller. :(

Ich versuche jetzt die nächsten ein, zwei Tage durchzuhalten. Wenn es dann nicht besser wird, gehe ich beim Escitalopram auf die alte Dosis zurück.

LG Fermin
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UHE
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von UHE »

Hallo Fermin,

genauso würde ich jetz auch agieren, vielleicht stabilisiert sich die Welle in den nächsten 1-2 Tagen, wenn nicht kannst du erstmal wieder zurück auf die 1,4 mg. Soweit ich das mitbekommen habe, machen sich in den unteren mg-Bereichen selbst kleinste Reduktionen (bei dir gerade 0,05 mg) teils stark bemerkbar. Es ist ein Zeichen, dass sich dein zentrales Nervensystem weiter anpasst. :)

Viele Grüße
- Seit Juni 2019 Escitalopram 15 mg und Doxepin 25 mg (1-0-1-1) aufgrund von Panikattacken.

- August 2019 Doxepin selbst abgesetzt, erster Versuch scheiterte weil zu schnell, beim zweiten Versuch keine Probleme7

- bis Oktober 2019 extrem stabiler Zustand, habe mich sehr gut gefühlt und wollte keine Medikamente mehr nehmen.. alles in Eigenregie, ich hatte nicht vor jemals nochmal einen Psychiater aufzusuchen.

Mein Plan nach halbherziger Recherche: alle 3 Wochen 2,5 mg reduzieren

-> November 2019: 15 mg auf 12,5 mg = keine Probleme
12,5 mg auf 10 mg = keine Probleme

-> Dezember 2019: 10 mg auf 7,5 = ein Tag innere Unruhe
7,5 mg auf 5 mg = auch ein Tag innere Unruhe, sonst keinerlei Probleme

-> Anfang Januar wurde ich ungeduldig und ging zu übermütig von 5 mg auf 0

Nach etwa 4 Wochen setzten plötzlich multiple Symptome ein..

Symptome:
- starke Brainzaps (die ersten Wochen nach "0"mittlerweile verschwunden)
- penetrante Zwangsgedanken (kurzzeitig Suizid, ansonsten Katastrophendenken)
- nahezu unerträglicher Grübelzwang (hat sich, Stand heute, mittlerweile wieder gelegt)
- starke Reizbarkeit bis hin zu Wutanfällen in banalen Situationen
- emotionale Labilität, teilweise Hoffnungslosigkeit und/oder Weinattacken
- Stressanfälligkeit -> "dünnes Nervenkostüm"
- Unruhe, Angst und natürlich teils Panik
- kurzzeitig Herzstolpern
- einmalig (!) Halluzinationen
- wiederkehrender Schwindel
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Fermin »

Hallo UHE,

ich danke dir für deine Zeilen. Es ist heute wirklich schon etwas besser als in den beiden Tagen zuvor. Dieses Muster habe ich in den vergangenen zwei, drei Monaten schon beobachtet. Wenn mich eine stärkere Welle erfasst, dauerte diese immer so zwei bis drei Tage. Ich hoffe, dass es auch dieses Mal so ist und die Welle am abklingen ist.

Von den Emotionen her geht es mir heute Vormittag schon besser. Die letzten beiden Tage hatte ich vor allem vormittags zu tun. Zum Nachmittag und Abend wurde es besser. Heute konnte ich mir wenigstens schon zwei Scheiben Brot reinquälen. Fehlender Appetit ist neben starker Unruhe oder Angstgefühl mein Hauptproblem. Mal sehen, was der Tag noch so bringt.

Wünsche allen Betroffenen hier einen schönen Freitag und guten Start ins Wochenende

Fermin
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Fermin
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Fermin »

Hallo zusammen,

im Moment ist es leider doch eher ein auf und ab. Gestern Abend ging es wieder los mit zunehmender Unruhe. Diese hat mich dann auch früher aus dem Schlaf geholt. Vermutlich so gegen 5 Uhr (alte Zeit) war die Nacht zu Ende. Das war ich in letzter Zeit garnicht mehr gewohnt. Der Morgen verlief dann weiter mit dieser Unruhe, leichter Übelkeit und ausgeprägter Appetitlosigkeit. Ich habe mir dann irgendwie eine Scheibe Brot reingequält. Ich fürchte der Herstellerwechsel macht mir wohl doch mehr zu schaffen oder es ist einfach immer noch die Welle seit Mittwoch. Wobei es mir Mittwoch und Donnerstag immer nur Vormittags schlechter ging. Ich hoffe es wird die kommenden Tage wieder besser. :cry:

resignierte Grüße
Fermin
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Susanne1978
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Susanne1978 »

Hi Fermin, lese ich das Richtig, dass du vor ca. 10 Wochen das Cita um knapp 90% reduziert hast?
Lg Susanne
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 = abzgl. 5% = 142,50 mg
01.02.2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
01.03.2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg
01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg
11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg
11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg
29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
Einnahme vergessen am 18.12.19!
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg
18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg
01.05.2020 = abzgl. 10% = 67,50 mg
02.07.2020 = abzgl. 7,5% = 62,50 mg
26.08.2020 = abzgl. 10% = 56,25 mg
23.10.2020 = abzgl. 10% = 50,00 mg
Fermin
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Fermin »

Hallo Susanne,

ich fürchte leider siehst du das richtig. Ich habe leider erst im August in dieses Forum gefunden. Mitte Juli hatte ich angefangen, dass Escitalopram zu reduzieren, da ich das Gefühl hatte, dass es bei mir die Entzugsymptome des Mirtazapin (Anfang Juni von 15 mg auf 7,5 mg reduziert) verstärkte. Ich hatte gehofft, dass ich noch schnell vom Escitalopram wegkommen könne, daher habe ich es wie von meinem Arzt empfohlen zunächst auf 5 mg halbiert. In den Wochen darauf einfach eine halbe Tablette in Wasser gelöst und nach Augenmaß reduziert. Ziemlich blöd, aber wenn ich da noch der Empfehlung meines Arztes gefolgt wäre, hätte ich das innerhalb von zwei Wochen abgesetzt. Inzwischen habe ich hier viel gelesen und glaube, es hätte im Juli noch gereicht das Mirtazapin wieder etwas höher zu dosieren.

Leider hat das gleichzeitige Hochdosieren beim Mirta und das Abdosieren beim Escitalopram seit dem viel Chaos in meine Gefühlswelt gebracht. Deshalb habe ich auch die Handbremse gezogen. Ab dem 27.09. bis diesen MIttwoch (21.10.) hatte ich wohl ein ziemlich gutes Fenster. Ich war zwar selten symptomlos, aber es war defintiv besser als vorher und gut auszuhalten.

Seit heute Mittag geht es mir wieder etwas besser. Leider war es die beiden letzten Abende wieder wackelig und gestern mit zunehmend starker Unruhe. Ich hoffe die kommende Nacht wird besser.

LG Fermin
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Susanne1978
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Re: Fermin: Mirtazapin / Escitalopram Absetzversuche mit Problemen

Beitrag von Susanne1978 »

Hallo Fermin, puh, da ist aber allerhand bei dir im Jahr 2020 zusammen gekommen.

Aber überlege mal rein objektiv, seit 8 Monaten wird dein Körper mit Substanzen geflutet, die er noch nie zuvor gesehen hat.

Daher ist es ja ein auf und ab momentan für ihn, damit klar zu kommen. Ich denke, das dein Körper hier auch "komisch" reagieren darf.

Das Schöne ist ja das wir alle diese Schwankungen haben und somit wissen wir das wir nicht "doof" sind oder sterbenskrank.

LG Susanne
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 = abzgl. 5% = 142,50 mg
01.02.2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
01.03.2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg
01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg
11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg
11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg
29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
Einnahme vergessen am 18.12.19!
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg
18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg
01.05.2020 = abzgl. 10% = 67,50 mg
02.07.2020 = abzgl. 7,5% = 62,50 mg
26.08.2020 = abzgl. 10% = 56,25 mg
23.10.2020 = abzgl. 10% = 50,00 mg
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