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grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

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grisu
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

Ja, ich hab ja keine andere Wahl, da ich ja auch nicht zu lange von meiner Wohnung wegbleiben sollte. Dort krieg ich aber erst Unterstützung wenn ich stabiler bin.
Klinik ist ja aufgrund der Rhythmus-Störung noch keine Option.
Und der einzige Weg bald stabiler zu werden ist ein anderes Medi, damit ich das jetzige Zuhause weiter ausschleichen kann.

Ich sehe grad keine andere Option wenn das ganze sich nicht auf dem Level verfestigen soll.

Grüße
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

Diagnose: Panikstörung 11/2005

Medikation:
-Escitalopram seit 11/2005- 01/2010 Dosis weiss ich nicht mehr – Erwünschte Wirkung: Stabilisierung, obwohl mir die Erfahrung noch monatelang nachhing.

-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
Aber am 06.10.2020 wieder zu meinen Eltern.

08.10.2020 5,85 mg Duloxetin
Ajnevs
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von Ajnevs »

Hey Grisu,

ein Medikament neu zu nehmen, damit ein anderes ausgeschlichen werden kann...da hab ich leider keine Erfahrungswerte.

Allerdings birgt das ja auch wieder Risiken (Nebenwirkungen). Und wie willst du dann das zweite Medikament loswerden?

Viele Grüße
Svenja
Diagnose: Wochenbettdepression (Juli 2015)

Einnahme von Duloxetin und Fluanxol ab Aug 2015
ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

Reduktion ab Frühjahr 2017: Duloxetin jeweils um 30 mg alle 3 Wochen nach Absprache mit der Ärztin, Fluanxol um je 0.5 mg

im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
- 3 Monate 90 mg
- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
08.07.2019 Reduktion auf 35 mg
05.08.2019 Reduktion auf 31 mg
23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
Entzugssymptome vorhanden, aushaltbarer, kürzere und mildere Wellen bekannter Symptome, getriggert durch den Hormonstatus (Tage über den Eisprung waren furchtbar!)

07.07.2020 26 mg
09.09.2020 26.5 mg
grisu
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

Ja, das weiss ich.
Allerdings hätte es wohl noch schlimmere Auswirkungen, wenn ich dieses Jahr gar nicht mehr nach Hause könnte. Und das betrifft halt leider nicht nur mich.
Anders kann ich das leider nicht lösen, solange noch keine Klinik in Deutschland barrierefrei für Leute mit Schlaf-Wach Rhythmus-Störungen ist. Bzw. es sonst keine Einrichtungen gibt, die darauf eingestellt sind.

Grüße,
Zuletzt geändert von grisu am 30.10.2020 20:47, insgesamt 1-mal geändert.
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

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-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
Aber am 06.10.2020 wieder zu meinen Eltern.

08.10.2020 5,85 mg Duloxetin
Ajnevs
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von Ajnevs »

Hey,

Tatsächlich war es in meinen Klinikaufenthalten so, dass da viele Leute mit Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen waren...und behandelt wurden. Nicht medikamentös, sondern mit gezielten Programmen.

Wie auch immer, du hast die Entscheidung ja getroffen, das finde ich völlig in Ordnung. Da du ja sehr konkrete Vorstellungen hast sprich deinen Arzt doch Tatsächlich gezielt darauf an.

Viel Erfolg.

Viele Grüße
Diagnose: Wochenbettdepression (Juli 2015)

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ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

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im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
- 3 Monate 90 mg
- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
08.07.2019 Reduktion auf 35 mg
05.08.2019 Reduktion auf 31 mg
23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
Entzugssymptome vorhanden, aushaltbarer, kürzere und mildere Wellen bekannter Symptome, getriggert durch den Hormonstatus (Tage über den Eisprung waren furchtbar!)

07.07.2020 26 mg
09.09.2020 26.5 mg
grisu
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

mussten die dann einem Tagrhythmus folgen oder wurden die auch nachts, bzw. wenn sie wach waren versorgt?
Hätte großes Interesse, wenn du für den zweiten Fall Kliniken kennst.
Aufgezwungener Tagrhythmus wirkt bei mir ja leider psychisch belastend, da meine Störung organischer Natur ist :-(

Grüße,
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

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-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von Ajnevs »

Hey,

Also, du hast diese Störung, bei der du nicht so wirklich weißt, wodurch sie ausgelöst ist, richtig?
Im Raum steht, dass es eine Nebenwirkung ist vom Medikament.

Daher hast du reduziert. Das wurde bei geringer Dosis schwieriger.

Daher warst du in der Klinik zur Stabilisierung und bist jetzt, im Anschluss daran , bei deinen Eltern, weil du allein nicht zurecht kommst.

Das geht aber nicht so gut mit Euch, du möchtest nach Hause, schaffst es aber nicht allein.

Jetzt überlegst du, was du tun kannst.

Hab ich das jetzt richtig verstanden?

D.h. du willst nicht, das deine Schlafstörung behandelt wird in einer Klinik, sondern, dass damit umgegangen und du auch nachts betreut wirst? Ist das so richtig?

Du möchtest, dass deine Stimmung besser wird. Und du möchtest weiter Duloxetin absetzen.

Ich hoffe, ich habe es jetzt einigermaßen wiedergegeben.

Eine schwierige Situation. Denn egal, ob neues Medikament oder ggf. aufdosieren Duloxetin: bis du dich stabilisieren wirst braucht es Zeit.
Zeit, die du nach deinen Ausführungen nicht hast.
Aber ggf. reizen Medikamente dein ZNS noch mehr...macht dir das keine Sorgen? Insbesondere wenn im Raum steht, dass das Non 24 dadurch ausgelöst wurde.

Was passiert, wenn du allein bist?

Viele Grüße
Diagnose: Wochenbettdepression (Juli 2015)

Einnahme von Duloxetin und Fluanxol ab Aug 2015
ab Januar 2016 insgesamt 120 mg Duloxetin, 2mg Fluanxol

Reduktion ab Frühjahr 2017: Duloxetin jeweils um 30 mg alle 3 Wochen nach Absprache mit der Ärztin, Fluanxol um je 0.5 mg

im Juni 17 Duloxetin auf 30 mg reduziert und Fluanxol auf 0 mg; heftige Absetzsymptome ; Klinikaufenthalt erforderlich

Dortige Aufdosierung auf 120 mg Duloxetin und 1 mg Fluanxol

Nach Absprache mit meiner Ärztin zunächst Fluanxol erfolgreich abgesetzt zum Ende 2017

Beginn der Reduktion des Duloxetin Ende 17
- 3 Monate 105 mg
- 3 Monate 90 mg
- 3 Monate 75 mg
- 3 Monate 60 mg

ab Dez 18 Reduktion auf 45 mg - stärkere Entzugssymptome als vorher

19.12.18 Erhöhung auf 46 mg Duloxetin

30.12.18 Erhöhung auf 48 mg Duloxetin - Einschlafprobleme, Reizbarkeit, Ohrgeräusche

08.01.2019 Erhöhung auf 50 mg

01.03.2019 Reduktion auf 47.5 mg
14.04.2019 Reduktion auf 45 mg
02.06.2019 Reduktion auf 40 mg
08.07.2019 Reduktion auf 35 mg
05.08.2019 Reduktion auf 31 mg
23.09.2019 Reduktion auf 28 mg
10.10.2019 Erhöhung auf 28.5 mg

November 2019 Absetzen der Anti-Baby-Pille

27.03.2020 Reduktion auf 27 mg
Seit Woche 5 verstärkt Entzugssymptome; neu dabei: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen

Ab Mai über 3 Wochen 0.5 mg reduziert (3 Kügelchen, wöchentlich eins weggelassen) - 26.5 mg
Entzugssymptome vorhanden, aushaltbarer, kürzere und mildere Wellen bekannter Symptome, getriggert durch den Hormonstatus (Tage über den Eisprung waren furchtbar!)

07.07.2020 26 mg
09.09.2020 26.5 mg
grisu
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

ja, stimmt recht gut, wie du das skizziert hast. Bei meinen Eltern würde es mittlerweile wohl schon funktionieren, ich hab nur Bedenken sie in ihrem Alter zu lange zu belasten und zum anderen, tue ich mich wohl umso schwerer Zuhause je länger ich weg bin.

Wegem dem ZNS habe ich weniger Angst, wenn ich auf eine ausreichende (Frage ist wie hoch die sein muss) Dosis aufdosieren kann.
Bei Venlafaxin hatte ich damals kaum Probleme ein Kügelchen pro Tag auszuschleichen und gleich auf Duloxetin zu wechseln. Auch die Reduzierung von 60 auf 20 mg letztes Jahr hat mir wenig Probleme gemacht. Ich denke, das große Problem für meinen Körper ist die Unterschreitung meiner minimalen stabilen Wirkdosis, sprich ich habe den Punkt zu schnell gerissen an dem zuviele Synapsen frei geworden sind und kämpfe jetzt mit den Folgen, da meine Wiedereindosierung diesen Punkt nicht erreicht hat. Diesen Punkt hätte ich einfach über ein paar Jahre nach unten überschreiten müssen.
Ich denke aber, nach der ersten Wechselerfahrung, würde ein Sprung oberhalb dieses Punktes mich recht schnell psychisch wieder stabilisieren.
Aus obigen Gründen würd ich das halt ungern mit Duloxetin machen und noch länger warten müssen, bis ich rausfinde ob die Störung eine Nebenwirkung ist oder nicht. Ein möglicher Wiedereinstieg ins Berufsleben würde ja dann auch immer schwerer bis unmöglich je länger das dauert.
Ich bin auch gerade am rumfragen, ob es eine diagnostische Möglichkeit gibt das bei mir festzustellen, aber da die Wirkungswege der Krankheit ja noch völlig unbekannt sind, denke ich, das wird wohl schwierig analytisch aufzuschlüsseln sein.

Zuhause bin ich psychisch einfach noch zu instabil und mein Zustand schaukelt sich schnell zur Panik hoch.
Kann sein, dass das mittlerweile handelbar wäre und vielleicht gar nicht mehr auftritt, aber jeder Versuch mit Rückschlag macht halt den nächsten unnötig umso schwerer :-( Solange es hier noch kribbelt, wird das dort halt auch noch so sein.

Grüße,
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

Diagnose: Panikstörung 11/2005

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-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
Aber am 06.10.2020 wieder zu meinen Eltern.

08.10.2020 5,85 mg Duloxetin
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

Das Kribbeln nach dem Aufstehen tritt grad wieder stärker auf.
Das trifft mich dann härter, wenn es zwischendurch schon mal besser war.
Ich hasse den Sch :censored: .

Grüße,
Zuletzt geändert von Straycat am 02.11.2020 09:39, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Kraftausdruck mit Smiley ersetzt
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

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Medikation:
-Escitalopram seit 11/2005- 01/2010 Dosis weiss ich nicht mehr – Erwünschte Wirkung: Stabilisierung, obwohl mir die Erfahrung noch monatelang nachhing.

-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
Aber am 06.10.2020 wieder zu meinen Eltern.

08.10.2020 5,85 mg Duloxetin
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von Straycat »

Hallo grisu,

ich verstehe, dass dich das fertig macht :(

Dennoch die Bitte unsere Netiquette zu beachten, vor allem:
Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored:
Danke :)

Ich habe den Kraftausdruck in deinem Beitrag jetzt mit einem :censored: ersetzt.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

Upps, sorry war mir gar nicht bewusst ;-)

weiß zufällig jemand den Unterschied zwischen:
-Arzt für Psychotherapie
-Facharzt für Psychotherapeutische Medizin
und
-Psychotherapeutisch tätiger Arzt
?

Grüße,
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

Diagnose: Panikstörung 11/2005

Medikation:
-Escitalopram seit 11/2005- 01/2010 Dosis weiss ich nicht mehr – Erwünschte Wirkung: Stabilisierung, obwohl mir die Erfahrung noch monatelang nachhing.

-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von Jamie »

Hallo grisu, :)

ich glaube das ist alles in etwa das gleiche.
Ein approbierter Mediziner (med.) mit Zusatzausbildung Psychotherapie.

siehe auch hier:
https://www.therapie.de/psyche/info/fra ... therapeut/

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von grisu »

Hallo,

Das Kribbeln und die Unruhe wurden jetzt jeden Tag leicht schlimmer. Auch reagiere ich wieder empfindlicher mit dem Bauch und dessen Erscheinungen.
Anscheinend reagiert da bei mir auch das Enterische Nervensystem recht empfindlich ohne, dass ich jetzt einen typischen Reizdarm hätte.
Sind da Neurogastroentologen die passenden Spezialisten dafür, die genau checken können, was da auch hormonell abläuft?
Oder würdet ihr da was anderes empfehlen?

Grüße,
Ausgangssymptome: plötzliches Körperkribbeln für drei Tage und Gedankenumfall zu Sinn- und hoffnungslosen Gedanken in 11/2005

Diagnose: Panikstörung 11/2005

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-Venlafaxin seit 01/2010-11/2011 nach einem Rückfall, Dosis weiss ich nicht mehr– Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Aggressionen und Bluthochdruck.

-Duloxetin 60mg seit 11/2011. Erwünschte Wirkung: Erneute Stabilisierung Nebenwirkung: Bluthochdruck und möglicherweise Non-24.

Frühere Absetzversuche:
- Das erste Absetzen von Venlafaxin vor dem Wechsel auf Duloxetin war zu schnell 05/2011. Zurück auf Normaldosis und dann ein Kügelchen pro Tag was funktioniert hat.

Weitere Erkrankungen/Beschwerden/Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel:
Bluthochdruck seit Mitte 2010- Telmisartan 20-40mg pro Tag
Non-24 seit ca. Ende 2011, diagnostiziert in 2015.
Tinnitus seit 2002, 2010 und 2019.
Anosmie nach Viruserkrankung in 2010.
Nach Jobverlust in 2014 mit redizivierender Depression diagnostiziert.

Aktueller Absetzverlauf:
Duloxetin 60mg
-Von Frühjahr bis Herbst 2019 in drei Schritten auf 40, 30 und 20mg reduziert. Beim ersten Schritt für 10 Tage leicht unruhigen Magen beim Einschlafen. Über den Winter 20mg beibehalten ohne Auffälligkeiten.

-Ende März bis 12. Juli 2020 von 20mg jeden Tag ein Kügelchen bis auf 0 reduziert. Unklar ob Sehprobleme damit zusammenhingen.

-18.07.2020 plötzlich hoher Blutdruck

-ab 19.07.2020 Stimmungsverschlechterung

- 22.07.2020 Gedankenabfall in Hoffnungslosigkeit. 15mg Opipramol als Notfall und ca. 10mg Duloxetin.

23.-24.07.2020 ca. 10-15mg Duloxetin. Körperkribbeln, Kloß im Hals, nichts Essen können, Verzweiflung und Angst zu schwach zu werden. Schwere Gedanken.

Ab 25.07.2020 5mg Duloxetin mit Kügelchen Methode.

26.- 27.07.2020 noch je 7,5mg Opipramol zum Einschlafen.

Ich bin danach zu meinen Eltern da ich kaum noch selber für Essen sorgen konnte und ab 04.08.-25.09.2020 in einer psychotherapeutischen Klinik gewesen. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde die Stimmung dort besser, aber nach einer einwöchigen Zimmerquaratäne wieder schlechter. Da nochmal 15mg Opipramol genommen (Ungefähr am 08.09.2020). Stimmung danach wieder besser aber kurz vor Ende des Aufenthaltes wieder anfälliger.

Nach der Entlassung 10 Tage zu meinen Eltern, wo ab dem ersten Tag die Verfassung täglich schwankt. Nach dem Aufstehen anfällig, abends fast normal.

Am 05.10.2020 nach Hause gefahren, wo es mir noch schlechter ging. Unwohlsein, Kribbeln, leichte Panik, Angst nicht genug essen zu können. 7,5mg Opipramol zum Runterkommen.
Aber am 06.10.2020 wieder zu meinen Eltern.

08.10.2020 5,85 mg Duloxetin
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Re: grisu: Brauche Hilfe bei Frage zur Wiedereindosierung mit Duloxetin (Cymbalta)

Beitrag von Ululu »

Hallo grisu,

viele Serotoninrezeptoren sitzen im Darm.

Das ist wohl der Grund, warum um Magen--Darm Beteich sehr häufig Probleme beim Absetzen entstehen .

Du kannst damit natürlich zu einem Arzt gehen, ich bezweifele nur, dass das irgendeine Erleuchtung bringt.
:? Absetzerscheinungen lassen sich äußerlich leider nicht irgendwie messen oder anderweitig diagnostizieren.
Wenn sich also nichts ergibt bei den Untersuchungen, kann man davon ausgehen, dass es Absetzerscheinungen sind
:cry:

LG Ute
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