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caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

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caturdayfreedom
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caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von caturdayfreedom »

Hallo liebes Forum,

fange diesen Thread zur Vorstellung jetzt schon ein 6. mal an, habe dann immer wieder Angst ihn abzuschicken.. Gleichzeitig hoffe ich auf ein paar ermutigende Worte und Verständnis :cry:

ich lese schon länger still mit, weil ich im Sommer endlich realisiert habe, dass ich trotz relativ langsamem Ausschleichens des Venlafaxins Absetzsymptome habe.
Ich bin jetzt in Woche 11 nach meiner letzten und bisher schlimmsten Reduktion und frage mich, ob sich meine Zustände gerade nicht doch wieder durch eine Welle erklären lassen würden.... das hatte ich eigentlich ausgeschlossen, weil ich das Gefühl hatte, was noch kam an psychischen Sachen war eher "normal schlimm" / hat sich einfach anders angefühlt als während der schlimmen Absetzphase.
Das hat sich in den letzten 24 Std nochmal geändert.... ich kann mir die Sachen, die inzwischen noch passiert sind, einfach nicht anders erklären. (Trotzdem weiterhin leichte Angst es sind Symptome eines Schlaganfalls, Hirntumors, etc....) aber mit dem zusammen was davor schon psychisch passiert ist, denke ich, es wäre schon ein heftiger Zufall, wenn zu den Absetzsymptomen (?) auch noch was organisches dazu käme.


Vorgeschichte:

Diagnosen:
2006 Mittelschwere Depression gemischt mit Angststörung (bestand jedoch viel länger schon)
2006-2008 Paroxetin
2008 wegen Krise umgestellt auf Venlafaxin ret., beim Einschleichen und während der Einnahme keine Probleme. Weiß nicht mehr in welchen Abständen erhöht wurde, weiß nur, dass ich zuletzt bei 187,5mg war die letzten Jahre über. Geholfen hat es mir glaub ich nie, aber ich hatte immer mal wieder probiert ne 37,5mg Dosis wegzulassen und jedes Mal gings mir so mies damit, dass ich es gelassen habe... und hatte auch Angst, wenns mit den Tabletten schon so mies ist, wie solls dann ohne erst sein.
2016 erste Panikattacke
2020 Diagnose Panikstörung
Seit Jahren Einnahme / Missbrauch von Bromazepam. In den letzten 4 Jahren mit Hilfe meiner Therapeutin (seit 2019 leider in Rente) erkannt, dass ich ein Abhängigkeitsproblem habe und den chaotischem Konsum auf 6mg stabilisiert. Vor 2 Jahren innerhalb von mehreren Wochen langsam runter auf 4,5mg. Immer mal wieder mehr genommen, aber stets wieder zu dieser Dosis zurück. Momentan sehr stabil auf 4,5mg.

Absetzverlauf Venlafaxin:
Herbst 2019 durch Lieferengpass beschlossen, das Zeug loszuwerden. Start mit Reduktion um 10% (Kügelchenmethode) alle 4-6 Wochen bzw. um 2,5% jede Woche, weil mir die 10% ein zu großer Schritt waren. Lief anfangs alles bis auf kleine Symptome auch noch sehr gut.
Erste Schwierigkeiten im Sommer 2020. Rückblickend erklären sich mir auch davor schon viele merkwürdige Symptome, was ich aber erst durch das Forum hier verstanden habe.... Habe also bis zum Sommer jede Woche um 2,5% der Startdosis reduziert, also um ca. 4,68mg (war blöd, weiß ich heute).
Zwischendurch hatte ich mal pausiert, weil ich im März eine ziemlich heftige Panikattacke hatte.
Erst im Juni wurde alles so merkwürdig und seltsam von den Symptomen her, dass ich auf einmal kapiert habe, dass das Absetzsymptome sind. Pausiert für 5 Wochen.
Der einzig weitere Reduktionsschritt war vor ca. 11 Wochen um -2,34mg. Dachte eigentlich, ich kann nach der Pause weitermachen wie bisher, weil ich ja die Dosis der Reduktion halbiert hatte... hab dann gemerkt dass das keine gute Idee ist und es zum Glück auch gar nicht erst versucht.
Bin also seit 11 Wochen auf 39,69mg.
2 Wochen nach diesem Schritt wollte ich in Urlaub fahren und hatte dort eine so schlimme Panikattacke, dass wir am nächsten Tag wieder heim fahren mussten. Ich hab mich aber nicht wie sonst nach ein paar Tagen oder spätestens 1-2 Wochen erholt, ich ging durch die klassische Absetzhölle.
Üblicher Verlauf in Wellen und Fenstern.... Neuroemotionen, Durchfall, Ängste und Panik in einem Ausmaß wie ichs vorher nie erlebt habe und vieles mehr.
Hatte zuletzt (seit Woche 8 nach Reduktion etwa) eigentlich den Eindruck, ich habs überstanden. Weiterhin psychische Probleme, die ich mir so erklärt habe, dass durch den Entzug sehr sehr vieles ans Licht kam, was ich vorher nie anschauen wollte und konnte. Dachte, okay, das hat mich jetzt so erschüttert alles, dass ich merke, dass ich jetzt endgültig mein Leben komplett ändern muss, vor allem endlich lieb zu mir selbst sein, weg vom Selbsthass, von den schlimmen Glaubenssätzen aus der Kindheit....
Das einzige was noch blieb als körperliches Symptom waren hin und wieder RLS und eine extrem leicht zu irritierende Haut (Nachm Autofahren über ca. ne Stunde einen roten Abdruck wo der Gurt war z.B.), ab und zu noch "Nervenschmerzen".

Es kamen in den letzten Wochen immer wieder schlimme Sachen aus meiner Kindheit hoch, die sich aber teilweise erlösend angefühlt haben wenn die hochkamen, weil ich es endlich so sehen konnte, dass es nicht dran lag dass ich ein schlechter Mensch bin und verdient habe zu leiden, sondern dass sich da Menschen sehr schlecht verhalten haben mir gegenüber. Konnte das ein Stück weit betrauern.
Inzwischen kommt jedoch immer wieder so viel hoch, ohne dass ich mich dagegen wehren oder es vedrängen kann, dass ich es nicht schaffe das alles zu verarbeiten. Ich komm an meine Grenzen. (und glaubt mir, nach dem was ich beim Absetzen durchgemacht hatte, hatte ich immer gedacht, noch schlimmer kann das ja alles eigentlich nicht werden...)


Akutes Problem:

Gegipfelt hat das jetzt am Wochenende in einem Zustand, den ich als sehr heftigen Nervenzusammenbruch bezeichnen würde. Kurz davor, mich selbst einzuweisen. Ich hab so schlimm geweint, hatte Panik, und musste um mich schlagen und treten (konnte es beherrschen, aber der Drang war da, also hab ich ihm im sicheren Rahmen stattgegeben und auf den Boden getrampelt und gegen die Couch geboxt). Hab dann Notfallmedikament genommen (Promethazin, erst mal 20mg, was ich in der schlimmen Absetzphase nie angerührt habe weil ich Angst hatte dass es das alles noch schlimmer macht..... hatte es dann aber vor ein paar Wochen als es mir soweit besser ging in einer Notsituation genommen und gemerkt, dass ich es weiterhin gut vertrage.) und zum 1. Mal die Telefonseelsorge angerufen.

Nach einer schlimmen Nacht wurde es im Laufe des Tages heute besser. Gegen Abend kamen dann allerdings nochmal ein paar Hämmer und komplett neue Symptome, die ich so nicht kenne.
Saß bei meinem Freund auf der Couch, hatte leichtes Derealisationsgefühl wie ich es von Panikzuständen her kenne ("Alles um mich wirkt fremd und irgendwie nicht normal"). Hab angesetzt dies zu verbalisieren und währenddessen kam so eine Art Schwindelattacke, bzw zuerst das Gefühl ich verschwinde aus dem Zimmer, Sichtfeld würde sich verengen, ein komischer Druck/Zug von der oberen linken Kopfhälfte in Richtung Gesicht. Hab mich hingelegt, Beine hoch, wurde besser. (hat sich aber ganz anders angefühlt als wenn der Kreislauf schlapp macht) War extrem beängstigend. Hatte ich voher noch nie. Versucht mich aufzusetzen, ist direkt wieder passiert.... Hab meinen Freund die Symptome für einen Schlaganfall googeln lassen, da stand was von einseitig eingeschränktem Gesichtsfeld und Schwindelattacken.... allerdings hatte ich keine typischen Symptome wie erschlaffte Körperseite. Extreme Panik kam hoch, habe versucht mich zu beruhigen. Das hab ich einigermaßen hinbekommen, sodass ich jetzt auch nur noch im Zustand von der "üblichen" Panik bin, mit der ich irgendwie umgehen kann. Eine ganz leise Restangst, dass doch körperlich was nicht stimmt, bleibt aber. :( -

Versuche, jeden Zustand der kommt einfach anzunehmen und existieren zu lassen, versuche mich nicht dagegen zu wehren, weil es das für mich nur schlimmer macht.... ist aber gar nicht so einfach. Vor allem nicht wenn auf einmal komplett neue Symptome auftauchen.
Die Nacht war die Hölle. Erst geschlafen, aber nur bis 1.30 Uhr. Immer mal wieder am wegdösen. Habe schon seit das anfing mit Absetzproblemen immer wieder Panik beim Übergang von Schlaf zu Wach, intrusive Bilder und Gedanken/Stimmenfetzen, Panik die hochkommt.... Das war heute Nacht wieder ziemlich stark vorhanden. Gegen 4 Uhr kam dann an der Stelle im Kopf wo der Druck/Zug/Schwindel war, ein komisches Gefühl. Kribbeln, aber nicht auf der Haut, eher innen im Gehirn? Kanns schlecht beschreiben, weiß nicht ob das Brainzaps sein könnten, die hatte ich noch nie und hab mir das eigentlich anders vorgestellt... danach an der gleichen Stelle noch einmal Schmerzen, aber ist wieder weg.
Konnte gegen 6 Uhr nochmal mit sehr starkem Herzrasen einschlafen. Um 9 mit Herzrasen wieder aufgewacht.


Weiteres Problem:

Getriggert wurde, dass es so schlimm wurde, denke ich dadurch, dass ich ganz schlimme Ängste habe, weil ich merke, ich komme an die Grenzen dessen, was ich alleine noch verarbeiten und mit Skills abfangen kann. Denke, ich brauche therapeutische Unterstützung. Habe aber ganz große Angst, dass mich keiner therapieren wird, solange ich die Benzos nehme, auch wenn ich die psychische Abhängigkeit soweit eigentlich im Griff habe (zumindest ist es sehr viel besser als noch bis vor ein paar Jahren) und ich den Kram grade nur nehme um keine Entzugssymptome zu kriegen.
Hatte mich zu Beginn der schlimmen Absetzphase einer Analytikerin vorgestellt, die auch Psychiaterin ist. Sie hat mich, und dass meine Symptome kein Wiederaufflammen der Grunderkrankung sind, sondern Absetzsymptome, sehr ernst genommen, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Leider sagte sie, solange ich die Benzos nehme, macht eine Analyse nicht viel Sinn :,(
Ich hatte ohnehin überlegt, ob ich mit dem AD Absetzen pausiere und stattdessen die Benzos erstmal ausschleiche, weil mir das viel leichter zu handlen vorkam.... (kenne das Ashton Manual schon lange und das hat mir ziemlich Mut gemacht es auf diese Weise zu schaffen) aber nur solange ich das langsam genug machen kann und nicht stationär entziehen muss (wozu mir bisher leider jeder von Suchtberatungstelle und auch meine alte Psychiaterin geraten haben.)
Sie meinte, ich könne versuchen einen Platz in einer Tagesklinik zu bekommen, und dass die vielleicht mit mir zusammen einen Absetzplan erstellen können und mich beim Absetzen in meinem Tempo unterstützen können. Das musste ich zu dem Zeitpunkt erstmal sacken lassen.
Seit 2 Wochen denke ich jetzt, dass ich gerne in die Tagesklinik würde, nicht um das Bromazepam abzusetzen, sondern um mit der Panikstörung umgehen zu können... Als ich bei der Analytikerin nochmal anrief, und einen Termin erbittet habe, damit sie mir was schreiben kann für die Tagesklinik/Krankenkasse, meinte sie ich soll nicht meine ganze Hoffnung auf die Tagesklinik setzen, es könne sein, dass mit den Benzos sei für die ein Ausschlusskriterium... :,( seitdem hab ich ganz schlimme Angst, dass ich grade keine Therapie bekomme - obwohl ich viel mehr denn je eine brauchen würde und auch wirklich endlich bereit bin, was grundlegend zu ändern.

Heute nach einem weiteren Beratungstermin bei der Analytikerin leider gesagt bekommen, es geht nur stationär und die Richtlinien sind nun mal so, dass egal welche Therapieform, eine Therapie solange ich substanzgebunden bin, wird niemand mit mir machen. :cry: das mache einfach erfahrungsgemäß keinen Sinn und hat laut ihrer Erfahrung noch nie funktioniert, wenn sie es versucht hat, jemanden erst mal zu stabilisieren damit derjenige dann eigenständig entziehen kann. (Allerdings gings bei denen auch um Cannabis, das macht für sie aber keinen wirklichen Unterschied, es geht um die Substanzgebundenheit.)

Habe auch einen Termin in der Tagesklinik Mitte Oktober, aber rechne wie gesagt nicht damit, dass die mich nehmen, sondern dass die sagen ich soll erst mal stationär das Benzo entziehen.... :,(

Jetzt hab ich aus lauter Verzweiflung halt doch mal in der Suchtklinik hier angerufen und konnte ein paar Fragen stellen... Überlege mich dort auf die Warteliste zu setzen, aber hab so große Angst. Mir gehts doch jetzt schon so dermaßen beschissen, wie soll ich da einen Benzoentzug hinkriegen?
Habe auch Sorge, weil ich hier öfter gelesen habe, dass man in einer Suchtklinik keine eigenen Medikamente haben darf - meine Venladosis ist aber ja total krumm und selbst zusammengestellt, da hab ich kein Vertrauen darin, dass mir da nicht einfach jemand sagt "ok, wir dosieren die paar Miligramm halt auch noch runter, dann können Sie die 37,5mg nehmen" oder mich umstellen will auf ein anderes AD oder die Dosis wieder erhöhen will.... Was ja aber nach 11 Wochen jetzt definitiv zu spät ist und nur mehr Schwierigkeiten bringen wird.
Dann sagte die Dame am Telefon ein Medikamentenentzug sei halt auch einfach hart - ja, das weiß ich. Das würde ich gerne umgehen, in dem ich zuhause ausschleiche..... dabei hilft mir aber niemand. :cry:


Meine konkreten Fragen an euch:
(1) Wie schätzt ihr das ein, kann das doch noch eine Absetzwelle sein? Nach 11 Wochen nach einer so kleinen Dosisreduktion und davor 5 Wochen nichts reduziert? Kennt ihr das, dass sich die Absetzsymptome zwar zu Beginn ganz deutlich anders anfühlen als normale psychische Probleme, aber im weiteren Verlauf dann der Ursprungserkrankung doch immer wieder mehr ähneln?
(2) meint ihr, was ich gestern und heute Nacht erlebt habe, kann Absetzerscheinung sein? (Diverse Missempfindungen/merkwürdige Symptome an einer bestimmten Stelle am Kopf) - kennt ihr das, dass mit einer neuen Welle noch einmal komplett andere, aber dennoch heftige Symptome dazu kommen?
(3) Gibt es wirklich gar keine Therapiemöglichkeit, solange man Benzos nimmt? :(
(4) Gibt es positive Erfahrungen mit stationärem Benzoentzug? Ich hab nach kurzer Suche hier im Forum aufgegeben weil mich alle Berichte noch mehr verängstigt haben :( meint ihr, dass ich da meine pflanzlichen Sachen weiter einnehmen dürfte? (s.u.)
(5) könnt ihr irgendeinen Anhaltspunkt geben, ob diese Welle jetzt wieder so lange und schlimm sein wird wie am Anfang? ich weiß, man kann das nie sagen... aber ein paar mutmachende Erfahrungen wie dass es tendenziell immer weniger intensiv und lange wird mit den Wellen wären echt schön zu lesen :,(

weiß ich nicht, wie lange ich den Sch*** noch durchhalten kann... das kann doch nicht die nächsten 5 Jahre genau so weitergehen wie jetzt, bis ich den Mist endlich komplett los bin :cry: ich fühl mich einfach so unfassbar ohnmächtig und hilflos und ausgeliefert.... und vor allem auch einfach sau alleine gelassen...


Ganz ganz dankbare Grüße an euch alle...
Caturday


P.S. Ich befüchte in meinem jetzigen Zustand werde ich erstmal nicht am Austausch im Forum großartig teilnehmen können - hoffe aber, dass ich das schaffe, sobald ich mich wieder etwas stabilisiert habe :(


Weitere Erkrankungen:
- Schilddrüsenunterfunktion bekannt seit 2006
- Asthma bekannt seit Kindheit
- diverse Allergien (Hausstaub und sowas, nicht gegen Medikamente oder Nahrungsmittel)

Weitere Medikamente und NEMs:
- L-Thyroxin 75 seit ca. 2006
- Asthmamedikamente (hpts. Sprays, 1mg Ketotifen gegen Allergien, im Notfall Cortisontabletten 5mg - diese triggern meiner Erfahrung nach bei mir nicht. Hab aber auch seit Monaten keine mehr genommen.)
- 25mg Diphenhydramin (zum Schlafen... ich weiß, nicht gut, nehme ich seit Jahren - sonst immer 50mg, aber vor ein paar Wochen begonnen um die Hälfte zu reduzieren, was gut funktioniert hat. Möchte bald weiter runterdosieren sobald ich mich etwas stabilisiert habe)
- 1mg Melatonin
- Passionsblume, Lavendelölkapseln, CBD-Öl-Kapseln (mit Schwarzkümmelöl), Baldrian-Hopfen, Baldrian-Passionsblume, Leinölkapseln
- in Notfällen Promethazin Tropfen (zwischen 10 und max. 50mg)
Grunderkrankungen:
- 2006: Mittelschwere Depression, Angststörung gemischt
- seit 2016 Panikattacken (Diagnose 2020)


Venlafaxin: seit 2008. Beginn Reduktion Okt 2019, Kügelchenmethode, Startdosis 187,5mg. Aktuell: 39,68mg (seit 17.07.20)
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Bromazepam seit ?, ab 2016: 6mg; 2018/19 abdosiert auf 4,5mg
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Weitere Medikamente und NEMs:
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caturdayfreedom
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Re: caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von caturdayfreedom »

Hallo nochmal,

eine Sache eben doch noch. Ich würde vor lauter Verzweiflung wenn ich die stationären Entzugssachen hier lese, am liebsten sofort anfangen das Broma selber auszuschleichen.... denke aber das ist überstürzt, wenn ich gerade halt noch mal eine Welle von Venlafaxin habe. Ab wann weiß ich denn, dass ich den Absetzschritt verkraft habe und bereit wäre, um das mit dem Broma in Angriff zu nehmen?

Danke euch sehr.
Liebe Grüße
Caturday
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Towanda
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Re: caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von Towanda »

Hallo caturdayfreedom,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
viele Grüße,

Towanda
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27.07.20 - 0,25 mg Mirtazapin wurde kinesiologisch ausgetestet, deshalb nun ein größerer Schritt, der Test ergab, daß ich absetzen kann, habe ich mich nicht getraut
01.09.20 - 0,15 mg Mirtazapin
09.10.20 - 0,13 mg Mirtazapin

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alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
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Re: caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von Jamie »

Hallo caturdayfreedom,

willkommen im Forum :).

Das ist eine heftige Krankheits- und Medikamentengeschichte und du befindest dich offensichtlich in einer Krise.

Dein Hausarzt soll dir bitte eine Notfallüberweisung für Psychotherapie ausstellen, das ist eine normale Überweisung, auf die dann ein Dringlichkeitscode gedruckt / geklebt wird.
Damit ruft man die 116117 (Terminvermittlung) und diese müssen innerhalb von 2-3 Wochen einen Therapietermin (wo du dich vorstellen kannst) vermitteln.
Stellt der Therapeut dann eine Dringlichkeit fest, wird dies auf einem Formular festgehalten (und das wird bei dir der Fall sein, dass es dringlich ist) und du kannst überbrückungsweise einige Stunden Therapie bekommen.

In der Zwischenzeit ist dann zu klären, ob es wirklich so ist, dass jeder Therapeut einen Klienten ablehnt, der Benzos nimmt.
Ich weiß, dass viele das tun, aber es gibt auch solche, wo das kein Ausschlusskriterium ist.
Zumal 4,5mg eine Niedrigdosisabhängigkeit ist.
Ich würde das auch gar nicht an die große Glocke hängen, eher in einem Nebensatz erwähnen, zusammen mit dem Venlafaxin.

Ich denke, dass du es dir keinesfalls antun solltest, in einer Klinik das Benzo zu entziehen.
Das wird wahrscheinlich ziemlich schlimm.
Ich würde versuchen, das zuhause, ambulant, über einen langen Zeitraum in Eigenregie zu machen, aber dafür musst du stabiler sein.

Das heißt es ist jetzt zu schauen, was du mit dem Venlafaxin machst.
Mir scheint, dass du durch das Runtersetzen der Dosis mehr an deine Gefühle ran kommst und jetzt viel Traumatisches hoch gekommen ist; das sollte angeschaut und verarbeitet werden und dafür bräuchtest du wirklich Hilfe. Denn wie du selbst schreibst, bist du mit den eigenen skills am Limit.

Es wäre zu überlegen, ob es etwas bringt, das Venlafaxin etwas aufzudosieren und zu hoffen, dass dies etwas mehr Stabilisierung bringt.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von caturdayfreedom »

Hallo Jamie,

ich danke dir sehr für deine Antwort! Danke für die ganz konkreten direkten Tipps wie ich weiter vorgehen könnte.

Was mich im übrigen auch extrem erleichtert, ist dass du schreibst, es ist eine Niedrigdosisabhängigkeit.. Ich war inzwischen komplett verwirrt und konnte überhaupt nicht mehr einschätzen ob das ein riesengroßer Berg ist oder eine "okaye" Menge (es ist nie okay, es ist jedem Fall besc****, ich hätte da niemals reinrutschen dürfen, aber es ist jetzt halt wies ist und es geht ab jetzt nur noch nach Vorne. ich hoffe man versteht was ich damit sagen will, irgendwie erleichtert mich diese Einschätzung einfach grade so sehr... weil mir etwa die Analytikerin und auch das Telefonat mit der Suchtklinik - gefühlt - gespiegelt haben, dass das ein ganz schlimmes riesengroßes Problem ist dessen Ausmaßes ich mir nicht bewusst sei und mich hat das nur noch weiter unfassbar gestresst und in weitere Panik versetzt, was ich natürlich grade nicht gut brauchen kann :( )

Ich danke dir auch von Herzen, dass du mich in meinem Schmerz ernst nimmst. Das ist grade ein ganz großes Thema, weil ich das oft selbst nicht genug ernst nehmen kann... Wie du richtig sagst, es kommt grade ganz viel hoch.

Ich hab mich inzwischen wieder etwas gefangen. Das Gespräch mit der Analytikerin hat mich so sehr verunsichert, dass ich heute Nachmittag dachte ich halte das alles nicht aus. Ich habe lange mit meiner Schwester telefoniert, wir nähern uns grade nach langem eher nicht so engem Kontakt wieder an. Ich habe dann gemerkt, wie viel Halt mir das gibt.
Ich habe auch nochmal viel bei meinem Freund gesessen und geheult und geredet, dafür bin ich sehr dankbar, dass er da ist.
Ich habs tatsächlich jetzt den Tag über geschafft mich zu beruhigen, ohne Benzo (der Druck nach dem Gespräch war da, das geb ich zu) und ohne Notfalltropfen.

Es tut auch unfassbar gut, dass du schreibst, dass es sein kann, dass durch das Reduzieren des Venlafaxins viele Emotionen und Konflikte hochkommen, die vorher gedeckelt waren. Ich hab mich nämlich eigentlich nie entfernt von meinen Gefühlen erlebt, weder durch die Benzos noch durch das Venlafaxin, eher im Gegenteil, ich bin sehr schnell überwältigt von meinen Gefühlen.. Ich dachte auch immer, wenn, dann würde höchstens das Bromazepam was deckeln und das kommt alles erst raus, wenn ich dieses reduziere.

Habe im Lauf des Tages mich erinnern können, wie hier öfter mal in Threads geschrieben wird, in einer Krisensituation auf keinen Fall überstürzt was an der Dosierung zu drehen. Das hat mir auch geholfen von meinem "Panik Hilfe Benzo muss sofort weg sonst keine Hilfe" Trip etwas runterzukommen.
Heute auch zum Glück vorerst keine Entzugssymptome mehr.

Mein Plan ist inzwischen, mich gut auf den Termin in der Tagesklinik vorzubereiten um denen darlegen zu können, was meine Wünsche und Erwartungen und Bedingungen sind, in der Hoffnung, dass sie mir entweder helfen mit einer teilstationären Aufnahme oder mir zumindest eher sagen können, welche Möglichkeiten sie zur Unterstützung für mich sonst sehen. Analytikerin meinte, die haben im Zweifelsfall eher einen Überblick darüber, was hier wo angeboten wird, als sie den hat.

Notfallplan falls ich bis dahin durchdrehe: Versuchen eine Krisenintervention in der Psychiatrie zu bekommen (bin mir nicht sicher, ob das geht auch ohne akute Eigen- oder Fremdgefährdung), um mit denen weiteres Vorgehen zu besprechen bzw halt das Schlimmste erstmal abzufangen.

Wenn das nicht geht, mache ich es so wie du sagst. Ich wusste nicht, dass es diese Möglichkeit gibt, das ist sehr gut zu wissen!

Das Bromazepam gar nicht an die große Glocke zu hängen, weiß nicht ob das bringe... aber eigentlich hast du ja Recht. Tatsächlich hatte ich das bei der Analytikerin auch intuitiv so gemacht. Ihre Reaktion darauf hat mich halt so extrem verunsichert...

In Eigenregie mache ich jetzt erstmal nichts was weiter aufwühlt, sondern nur stabilisierendes.

Nachdem es mir jetzt doch wieder schneller besser geht als ich dachte, werde ich weiterhin versuchen, eisern bei der Venlafaxin-Dosis zu bleiben, ich möchte eigentlich nicht erhöhen, ich hab inzwischen viel zu viel Schiss davor was das mit dem ZNS wieder alles durcheinander bringen könnte... Ich werde deine Worte aber im Hinterkopf behalten.

Jamie, hab wirklich ganz ganz lieben Dank für deine schnelle, strukturierte und so hilfreiche Antwort!

Beste Grüße
eine sehr erschöpfte aber stabilere Caturday
Grunderkrankungen:
- 2006: Mittelschwere Depression, Angststörung gemischt
- seit 2016 Panikattacken (Diagnose 2020)


Venlafaxin: seit 2008. Beginn Reduktion Okt 2019, Kügelchenmethode, Startdosis 187,5mg. Aktuell: 39,68mg (seit 17.07.20)
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Bromazepam seit ?, ab 2016: 6mg; 2018/19 abdosiert auf 4,5mg
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caturdayfreedom
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Re: caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von caturdayfreedom »

Hallo zusammen,

heute doch wieder so verzweifelt aufgewacht, dass ich angefangen habe, mich um eine ambulante Krisenintervention zu kümmern /ambulante Therapie. Jeder den ich anrufe, sagt es geht nicht solange ich Benzos nehme, es macht keinen Sinn. Eine Praxis hat mir wenigstens die Warteliste für ein paar stabilisierende Sitzungen angeboten... Aber für eine Langzeit-Therapie müsse ich dann halt benzofrei sein.
Alle anderen sagen ich muss erst stationär entziehen. Jemanden zu stabilisieren, damit er dann das Benzo absetzen kann, das mache keinen Sinn, da könne man keine Psychotherapie machen, das habe noch nie funktioniert.
Ich bin verzweifelt. Ich will allerdings auch nicht bei zehn Therapeuten erst nen Termin ausmachen, um dann dort gesagt zu bekommen dass das nicht geht. Deswegen hab ich mich entschieden, dass direkt am Telefon nachzufragen ob das ein Ausschlusskriterium ist.

Weiß nicht ob ich so weiter den Mut aufbringe überhaupt noch weitere anzurufen..

Schön auch die Frage "Wozu wollen Sie denn eine Krisenintervention, was soll das bringen?" ...
So eine Sch***. Ich fass es nicht, dass man einfach so allein gelassen wird damit und einfach stur auf die Suchtklinik verwiesen wird. Ich denke immer wieder drüber nach ob ich das nicht einfach doch machen soll... aber ich bin mir fast sicher, dass das eh zum Scheitern verurteilt wäre und ich dann abbreche und noch zusätzlich traumatisiert da raus komme.

Ich kann das aber doch auch nicht einfach verschweigen, das gäbe mir ein total besch***enes Gefühl glaube ich. Da kann sich ja keine Vertrauensbasis aufbauen. Zumal mich das Thema mit der Abhängigkeit ja auch belastet, da würde ich wahrscheinlich nicht drumrum kommen, dass es irgendwann darum geht... Sch***.

Danke fürs Aus :censored: können...

Verzweifelte Grüße
Caturday
Zuletzt geändert von Towanda am 07.10.2020 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Kraftausdruck editiert
Grunderkrankungen:
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padma
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Re: caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von padma »

hallo Caturday, :)

es ist wohl absurderweise eine gängige Praxis, Menschen die ein Benzo einnehmen, eine Psychotherapie zu verweigern. Inhaltlich macht das gar keinen Sinn.

Vielleicht würde es helfen, wenn du klar stellst, dass du keinen Mißbrauch mehr betreibst, es dir gelungen ist dich zunächst auf einer angemessenen Dosis zu stabilisieren und du bereits weiter reduziert hast.

Vermutlich können die Therapeuten deine Dosis gar nicht einschätzen. Du könntest die Diazepam Äquivalenz mit angeben ( ca 8 - 9 mg), was im therapeutischen Bereich (Niedrigdosis) liegt.

Ich drücke dir die Daumen, dass du noch jemand findest.

liebe Grüsse,
padma
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caturdayfreedom
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Re: caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von caturdayfreedom »

Hallo Padma,

hab vielen Dank.
Ja, das klarzustellen habe ich mich stets bemüht im Gespräch.
Ich werde jetzt versuchen, mich damit zu arrangieren, dass ich es wahrscheinlich ohne therapeutische Hilfe schaffen muss. Weiter wie vorher stabilisieren durch eigene Maßnahmen und betrauern, dass man damit so alleine gelassen wird.... Weiter an dem Gedanken arbeiten, dass es in meinem jetzigen Zustand keinen Sinn macht vor lauter Panik anzufangen, das Bromazepam weiter zu reduzieren, sondern erst mal beruhigen.

Vielleicht hat sich in mir der Gedanke festgesetzt, dass nur eine Therapie die fehlende Stabilität durch die Medis ersetzen kann. Ich denke, davon muss ich mich lösen. Ich befürchte, dass ich ansonsten vor dem Termin in der Tagesklinik wieder einen Zusammenbruch erleide.

Vielleicht auch besser morgen nicht weiter Therapeuten abtelefonieren...

Liebe Grüße und einen schönen Abend :)
Caturday
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caturdayfreedom
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Re: caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von caturdayfreedom »

Hallo zusammen,

einfach nur ein kurzes Update, weil es vielleicht auch schön ist wenn hier nicht nur die Krisen drin stehen.

Es ist durch diese sehr heftige Krise doch noch einmal ein wichtiger Knoten geplatzt gestern bzw mir ein sehr wichtiges Muster aus der Kindheit bewusst geworden und auch die Gründe dafür, ich kann nun vieles leichter einordnen.
Es hat sich auch verändert, wie es mir nach dem "Knoten geplatzt" geht, ich bin nicht mehr so extrem erleichtert und euphorisch wie sonst, was ich aber inzwischen als gutes Zeichen werte, weil es vielleicht ein Zeichen ist dafür, dass ich nun auch die Extreme eher verlassen kann / Schwarz-Weiß langsam ablegen kann.

Bin inzwischen auch vom Entzug in der Suchtklinik wieder abgerückt.
Langsam ausschleichen in Eigenregie; wenns nicht anders geht, halt auch ohne Therapie. Ich kann danach eine machen und alles "Kritische" innerlich auf diese zukünftige Bearbeitung schieben, hoffe ich.

Bin zwar heute früh mit üblicher Angst, Unruhe, Herzklopfen aufgewacht - hat aber das erste Mal seit wirklich langem nichts mit meinem Magendarmtrakt gemacht. Und hab ungewöhnlich lange geschlafen, 7 Stunden!!

Jamie & Padma, ich bin euch sehr dankbar, dass ihr mir so schnell geantwortet habt und mich in meiner Krise so gut aufgefangen habt, das war, bei allem was mich im Privaten auffangen konnte, auf jeden Fall ein ganz wichtiger weiterer Faktor für mich!
Und ganz allgemein bin ich sehr dankbar dafür dass es dieses Forum gibt. Oft hat es mich zu sehr getriggert hier weiter zu lesen, als ich in der schlimmen Absetzphase war und ich musste es irgendwann lassen, damit ich mich nicht in immer weitere Angstschleifen getriggert habe... Es ist aber so wichtig, dass es diesen Austausch und die Erfahrungen hier gibt. Meine Mum meinte heute am Telefon auch, dass sie sehr froh ist, dass ich da übers Internet was gefunden habe, wo ich meine Infos herkriege und was mir hilft :)

Ich hab so vor allem das Gefühl, dass ich im Zweifelsfall auch ohne therapeutische Unterstützung oder Ärzt*innen, die die möglichen Probleme eines Entzugs in der Suchtklinik oder der Absetzschwierigkeiten bei ADs nicht ernst nehmen, irgendwie meinen Weg weitergehen kann, weil noch was da ist, wo ich im Notfall Infos, Einschätzungen und Hilfestellung kriegen kann, die auf vielen Erfahrungswerten beruhen.

Vielen Dank! :hug:

Liebe Grüße
eine jetzt grade deutlich entspanntere Caturday

P.S. Padma, das mit der Äquivalenzdosis zu Diazepam ist übrigens auch nochmal ein ganz wichtiger Hinweis gewesen für mich, das werde ich auf jeden Fall mit in die weiteren Telefongespräche und das Gespräch in der Klinik nehmen! Auch hierfür großen Dank!
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padma
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Re: caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von padma »

hallo Caturday, :)

wie schön, dass du eine positive Erfahrung machen konntest. :D
Und ganz allgemein bin ich sehr dankbar dafür dass es dieses Forum gibt. Oft hat es mich zu sehr getriggert hier weiter zu lesen, als ich in der schlimmen Absetzphase war und ich musste es irgendwann lassen, damit ich mich nicht in immer weitere Angstschleifen getriggert habe... Es ist aber so wichtig, dass es diesen Austausch und die Erfahrungen hier gibt.
Das ist die Kunst. Zu schauen, wann es einem gut tut und wann man Abstand braucht. Danke dir für deine anerkennenden Worte.
Langsam ausschleichen in Eigenregie; wenns nicht anders geht, halt auch ohne Therapie. Ich kann danach eine machen und alles "Kritische" innerlich auf diese zukünftige Bearbeitung schieben, hoffe ich.
Das halte ich für einen guten Ansatz. Zunächst ist sowieso Stabilisierung am wichtigsten, da gibt es im Forum viele hilfreiche Ansätze zu finden.
das mit der Äquivalenzdosis zu Diazepam ist übrigens auch nochmal ein ganz wichtiger Hinweis gewesen für mich, das werde ich auf jeden Fall mit in die weiteren Telefongespräche und das Gespräch in der Klinik nehmen!
Lies dich vorab am besten auch gut ins Ashton Manual ein. Du kannst es evtl. für die Ärzte auch in Teilen ausdrucken. So kannst du glaubhaft darlegen, dass du willens und in der Lage bist, ambulant selbstständig zu entziehen

liebe Grüsse,
padma
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Sabs
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Re: caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von Sabs »

Hi :-)

Ich wusste gar nicht, dass sich die therapeuten so quer stellen bei Benzo-Einnahme. Finde ich völlig unverständlich und daneben.
Wenn du es dir leisten kannst, könntest du einen Therapeut oder Heilpraktiker mit Psychoausbildung selbst bezahlen, vielleicht wenigstens zwei Stunden im Monat.
Und ich würde trotzdem weiter nach Kassentherapeuten suchen, kann mir nicht vorstellen, dass dich alle ablehnen (kenne mich da aber nicht aus, da ich keine Benzos nehme).

Ich bin übrigens in Therapie und muss dir leider sagen, dass mir das überhaupt nicht bei meinen absetzerscheinungen hilft. Wie auch?
Es sind neurophysiologische Symptome, die mit dem Denken kaum beeinflussbar sind.
Mittlerweile klammern meine Thera und ich den Entzug sogar aus und kümmern uns um die Themen weshalb ich EIGENTLICH mal Therapie machen wollte, denn am Entzug beißen wir uns therapeutisch die Zähne aus.

Ich denke also sehr wohl, dass du den Entzug ohne Therapie schaffen kannst, da Therapie bei den Entzugssymptomen eben sowieso nichts tun kann.

Sicher man kann Strategien erarbeiten, mit dem Entzug umzugehen und an Themen arbeiten, die durch die mangelnde Deckelung hochkommen.
Aber den Entzug an sich, schaffst du auch alleine :-)

Gruß Sabs
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caturdayfreedom
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Re: caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von caturdayfreedom »

Hallo zusammen,

Padma und Sabs, habt vielen Dank für eure Worte :)
padma hat geschrieben: 08.10.2020 23:12
Lies dich vorab am besten auch gut ins Ashton Manual ein. Du kannst es evtl. für die Ärzte auch in Teilen ausdrucken. So kannst du glaubhaft darlegen, dass du willens und in der Lage bist, ambulant selbstständig zu entziehen
Nochmal ein sehr guter Hinweis, ich werde auch den Entwurf für mein geplantes Absetzsschema mitnehmen.

Versuche halt dennoch, innerlich nicht wieder meine ganze Hoffnung in das Gespräch zu setzen; diese Fixierung hat mich, glaube ich, vor dem zweiten Termin bei der Analytikerin auch so durchdrehen lassen.
Sabs hat geschrieben: 08.10.2020 23:26 Wenn du es dir leisten kannst, könntest du einen Therapeut oder Heilpraktiker mit Psychoausbildung selbst bezahlen, vielleicht wenigstens zwei Stunden im Monat.

Ich bin übrigens in Therapie und muss dir leider sagen, dass mir das überhaupt nicht bei meinen absetzerscheinungen hilft. Wie auch?
Es sind neurophysiologische Symptome, die mit dem Denken kaum beeinflussbar sind.

Sicher man kann Strategien erarbeiten, mit dem Entzug umzugehen und an Themen arbeiten, die durch die mangelnde Deckelung hochkommen.
Aber den Entzug an sich, schaffst du auch alleine :-)
Danke für deine Worte :)

Ist leider nicht drin die Therapie selbst zu bezahlen.

Ja, mit den schlimmen Absetzerscheinungen durch das Venlafaxin hatte ich auch nicht den Eindruck, dass mir da jemand helfen könnte (außer die Berichte im Forum, die mich einordnen ließen was da passiert und dass das entzugstypische Dinge sind die passieren), grade bei Neuropanik kann man nichts tun außer sich immer wieder bewusst zu machen, was das ist und dass es irgendwann wieder weggeht.... (von körperlichen Symptomen ganz zu schweigen)

Bei mir ist es aber inzwischen halt so, dass die Entzugssymptome mit den grundlegenden psychischen Problemen verschwimmen. Und sehr viel hochkommt, was ich vorher verdrängt habe. Und daran würde ich schon sehr gerne mit jemandem arbeiten.
Die Maßnahmen, die ich generell ergreife im Umgang mit Panik und Angst helfen mir auch ein bisschen dabei, mit den entzugsbedingten Sachen umzugehen.
An Themen arbeiten, die durch die mangelnde Deckelung hochkommen, genau das ist der Knackpunkt bei mir.


Hab mir heute das Buch von Ben Diaz ("Nur bei Bedarf") in der Bücherei ausgeliehen... um das bin ich die letzten Jahre immer mal wieder herumgeschlichen, hab aber immer große Angst bekommen auch nur reinzugucken und mich zu konfrontieren. Merke jetzt, dass ich dafür nun endlich bereit bin.
Ein paar der Autoren und Meditationen die im Anhang erwähnt sind, hab ich auch schon von alleine gefunden und empfinde sie als sehr hilfreich :) grade Eckart Tolle und Robert Betz' Methoden zum Annehmen was auch immer kommt, haben mir sehr geholfen die letzten Wochen.

Liebe Grüße
Caturday
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Re: caturdayfreedom: Vorstellung / Absetzschwierigkeiten Venlafaxin, Bromazepam-Abhängigkeit

Beitrag von caturdayfreedom »

Hallo zusammen,

nur ein kurzes Update.


Leider seit gestern wieder schlecht. Hab aber auch gestern meine Tage bekommen (hab noch nicht rausgefunden, was mein Zyklus mit den Symptomen macht, kann kein Muster erkennen. Zyklus ist auch unregelmäßig, ist er aber immer schon.)

Morgens das übliche mit starker Angst/Unruhe/Panik... den ganzen Tag starker Grübelzwang, Gedankenkreisen, treibe mich bezüglich des Bromazepamentzugs wieder in Ecken des Forums rum, die nicht gut für mich sind grade. Picke mir aber auch bei Ashton nur das Negative raus.

Ängste gehen so weit, dass ich wieder schlechter einschlafe; das war sonst im Entzug eher umgekehrt (bin normalerweise schlecht im Einschlafen und schlaf gerne lang... seit Entzug abends erschöpft und recht früh einschlafen, dafür halt morgens auch sehr früh wieder wach. Immerhin nicht mitten inder Nacht aufwachen derzeit.)

Weiterer Fokus des Grübelns und der Ängste ist der anstehende Termin in der Tagesklinik. Will nicht hoffen, mach mir aber doch immer wieder leichte Hoffnugen man würde mich da evtl doch behandeln, trotz des Bromas... weiß gleichzeitig nicht mehr so recht was ich mir davon verspreche, jetzt gerade ist es halt doch wieder eine akute Entzugswelle statt "normalen" psychischen Beschwerden (obgleich diese auch natürlich extrem heftig waren).

Ist mir klar geworden, nachdem ich gestern wieder so "neben mir stand", alles nur langsamer machen konnte. Das trat das erste Mal in einer heftigen Phase auf. Gestern war es dann auch wieder da, wenn auch nicht ganz so heftig. Trotz aufkommender Panik Erledigungen und Einkauf mit Freund gemeistert ohne wegzurennen. War schwierig, aber habs geschafft.

Ich glaube ich bin einfach akut wieder extrem auf der rastlosen Suche nach IRGENDWAS was einem mit dieser Sch :censored: helfen könnte, so wie die meisten anderen hier auch...

Auch das Gefühl, wenn ich nicht dauernd weiter an mir arbeite, Akzeptanz übe, Annehmen statt dagegen zu kämpfen, wird es alles noch schlimmer werden.... Ist bei mir regelrecht zu einem kleinen Zwang geworden, Ratgeber zu wälzen, hauptsache irgendwas, was vorangeht..

Lese also parallel das Buch von Ben Diaz, und dazu zwei von Michaela Huber. Immer auf der Suche was Neuem... was, was hilft....

Akzeptieren, dass phasenweise halt einfach nichts hilft außer es auszusitzen, fällt mir sehr schwer aktuell. :cry:

War heute ne Runde um den Block und habe Grounding-/-Reorientierungs-Übungen gemacht...
Wollte Gitarre spielen, dabei wurde mir schlecht (war die Tage auch schon so, dass es mir nach Gitarre Spielen noch schlechter ging als vorher. Das belastet mich irgendwie auch nochmal sehr. :,( )

Allgemein seit gestern das erste Mal im Entzug so richtig Übelkeit.
Heute besonders übel. Versuche Ingwertropfen.

Auch Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis (auch neu).

Tut mir leid dass ich heute nichts kann außer zu Jammern.

Versuch mir zu sagen, okay, es ist grade wieder schlimm, aber das bedeutet auch, dass dein Gehirn grade weiter an der Heilung dran ist. Je schlimmer es dir geht, desto mehr wird repariert da oben.

Kaputte Grüße
Caturday
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