Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->



Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
Ava
Beiträge: 8
Registriert: 15.08.2018 14:39
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Ava »

Hallo liebe Forum-Mitglieder,

ich lese hier seit über zwei Jahren mit, was mir bisher auch gereicht hat und mich durch die Zeit des Absetzens gut begleitet und mir bei so manchem Problem geholfen hat. Bis jetzt...

Ich bin weiblich und Ende 30.

Ich habe von März 2018 bis März 2020 innerhalb von zwei Jahren, wie in diesem Forum empfohlen in 5-10%-Schritten ca. alle 4 Wochen Trimipramin ausgeschlichen.

Dieses habe ich ca. 10 Jahre genommen, nachdem 2 Absetzversuch gescheitert sind, da ich auf anraten meines Psychiaters, was ich damals nicht wusste, viel zu schnell abgesetzt habe. Deshalb war diese lange Dauer der Einnahme nicht ganz freiwillig.

Zum Absetzen entschlossen habe ich mich, weil ich auch mit Trimipramin irgendwann nicht mehr besser geschlafen habe und ich erst mit der Einnahme Panikattacken, Angstzustände und diverse Probleme bekam.

Absetzsymptome hatte ich diese zwei Jahre so gut wie alle immer wieder. Besonders schlimm waren und sind der Tinnitus, die Schlafprobleme und die damit verbundene Kopfschmerzen. Aber das alles hat mich nie daran zweifeln lassen, dass es das Richtige ist.

Nun zu meinem Problem. Ich hoffe, ich kann es verständlich und nicht zu kompliziert formulieren.

Seitdem ich auf 0 bin, sind meine Schlafprobleme gravierend schlimmer geworden. Ich habe seither, also seit März, seit über einem halben Jahr keine Nacht mehr richtig geschlafen. Dadurch habe ich täglich vom aufwachen bis zum einschlafen schlimme Kopfschmerzen, besser gesagt ein Brennen im Kopf, ich weiß nicht, wie ich die Schmerzen am besten beschreiben soll. Tut mir leid. Vielleicht noch gerädert sein, nur 100 mal stärker und eben mit nichts in den Griff zu kriegen. Sei es Minzöl, Passionsblume, Lavendel, Magnesium, Vitamin B, Vitamin D. Dagegen hilft auch kein herkömmliches Schmerzmittel.
Ich denke auch, dass mein Schmerzempfinden durch die Schlafprobleme gestört ist.
Alles was hilft, ich aber wegen des Suchtpotenzials und, weil ich auch das nicht mehr gut vertrage, seitdem ich absetze und damit fertig bin, und ich diese Tablette im Nachhinein mit beispielsweise noch stärkerem Tinnitus oder anderen Kopfschmerzen büßen muss, ist 1/4 bis 1/2 Bromazepam. Diese nehme ich maximal 1 bis 2 mal im Monat, wenn zu viele schmerzerfüllte Tage hintereinander da waren und ich einfach nicht mehr kann.
Dasselbe mache ich nachts, wenn ich gar nicht erst einschlafen kann mit Zopiclon 1/4 bis 1/2 wenn ich nach 20 Stunden Schmerzen einfach nicht mehr kann.

Das ist für mich keine Dauerlösung und wie gesagt, büße ich das im Nachhinein.
Aber vermutlich löst das irgendeine durch die Dauerschmerzen entstandene Anspannung und die Schmerzen werden für ein paar Stunden erträglicher.

Es ist so, entweder schlafe ich ca. 3-4 Stunden und bin dann 2 Stunden wach ( und zwar ziemlich genau zwei Stunden, jedes Mal) und schlafe dann nochmal ca. 3-4 Stunden und wache dann total gerädert und mit Kopfbrennen auf.
Das hält dann wie gesagt den ganzen Tag und ich bin zu nichts in der Lage.
Oder ist schlaf mit Glück 7 Stunden am Stück ( ca. von 23 bis 6 Uhr ) was mir einfach zu wenig und zu früh ist. Nicht freiwillig.
Ich habe das beobachtet und versuche in regelmäßigen Abständen dann morgens aufzustehen, zeit ich denke, anderen Menschen reicht das doch auch und die müssen auch aufstehen und können dann arbeiten gehen und sind nach 7 Stunden fit und haben keine Schmerzen.
Bei mir geht das nicht. Es ist jedes Mal mit Schmerzen verbunden und wird auch nach mehrmaligem wiederholen nicht besser. Und meine Schmerzgrenze macht diesen "Test" auch nicht mehre Tage mit.
Im letzten halben Jahr habe ich vielleicht 5 mal gute 8 Stunden geschlafen.
An diesen Tagen hatte ich weniger Schmerzen, bis fast keine. Heißt für mich, dass diese Schmerzen auf den für mich zu wenigen, auseinander gerissenen, nicht erholsamen Schlaf zurückzuführen sind.
Denn ich frage mich unter den Dauerschmerzen oft genug, welche schlimme Krankheit ich habe. Auch Krankheits-Ängste kamen ca. 2015 nach dem Krebs-Tod meines Vaters dazu.

Mein Problem ist also, dass ich seit ich auf 0 bin täglich Schmerzen habe durch meine Schlafprobleme. Ich bin dadurch zu nichts mehr in Lage, jeder Tag ist seither eine Qual.
( aber eigentlich schon mindestens seit einem Jahr, seitdem ich im unteren Dosisbereich beim Absetzen angekommen bin.
aber seit 0 ist es nochmal schlimmer geworden, da ich mit Trimipramin, auch wenn es nur wenig war, trotzdem noch tageweise besser schlafen konnte und nicht jeden Tag diese Schmerzen hatte und wenigstens ab und an eine "Verschnaufpause" hatte. )
Ich kann keine festen Termine mehr wahrnehmen, schleppe mich mit Glück einmal die Woche zum Einkaufen. Den Haushalt schaffe ich unter Schmerzen irgendwie. Aber alles was damit zu tun hat, das Haus zu verlassen, geht nur mit Glück, spontan. Ein guter Tag, ist ein Tag, an dem ich das Bett verlassen und auf dem Sofa fernsehen kann. Ansonsten liege ich die meiste Zeit im Dunkeln im Bett.

Mittlerweile bin ich durch die Dauerschmerzen ziemlich verzweifelt und frage mich, ob es jemals nochmal besser wird.
Dass es nach dem Absetzen nicht sofort besser wird und seine Zeit braucht, damit habe ich gerechnet. Dass es aber noch schlimmer wird und das in diesem Ausmaß und so lange, damit habe ich nicht gerechnet.
Im übrigen, weiß mir auch mein Psychiater nicht mehr zu helfen.
Außer natürlich mit anderen Psychopharmaka. Amitriptylin war sein letzter Vorschlag. Trimipramin nochmal probieren auch. Was ich vor ca. 2 Monaten aus Verzweiflung auch getan habe. Aber nach 2 Tropfen und 2 Tage in einem furchtbaren Zustand auch das wohl nicht mehr vertrage. Meine Schmerzgrenze ist aber sowas von erreicht, dass ich mittlerweile auch wieder ein Psychopharmaka nehmen würde, nur um keine Schmerzen mehr zu haben.

Zu einem Schmerz-Therapeuten o.Ä. habe ich es bisher auch nicht geschafft, da ich einfach keine festen Termine wahrnehmen und mich deshalb auch nicht traue einen auszumachen.
Corona macht es mir da gerade nicht leichter.
Das alles ist ein Teufelskreis!

Nun komme ich zum Ende, entschuldige mich für den langen Text. Ich konnte einfach nicht eingrenzen was wichtig ist und was nicht, habe aber Absätze eingefügt, von denen ich hoffe, dass sie es leichter machen, es zu lesen.

Ich bedanke mich bei denen, die es gelesen haben. Ich hätte es nicht können mit meinen Kopfschmerzen.
Eine Antwort eilt daher auch nicht, da ich selbst nicht weiß, wann mein Kopf es wieder zulässt hier zu sein und zu lesen.

Vielleicht weiß mir irgendwer einen Rat, wie ich die Schmerzen durch den Langzeit Schlafmangel in irgendeiner Art und Weise kompensieren oder abschwächen oder besser aushalten kann, einen Rat zu den Schlafproblemen an sich, hat oder hatte auch so ein Problem. Ich habe hier in all der Zeit nie von so einem Problem im Speziellen gelesen. Oder ob es jemals besser wird. Ob das wirklich vom Absetzen bzw. vom Antidepressivum ( protrahierter Entzug? ) kommt. Ich bin für jeden Rat und jede Hilfe dankbar!

Liebe Grüße und einen schönen Samstag Abend
Ava
Zuletzt geändert von padma am 10.10.2020 19:19, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzernamen ergänzt
Diagnose: mittelgradige Depression ( rezidiv.), generalisierte Angststörung, PTBS

Ausgangssymptome: Traurigkeit, Gedankenkreisen, sehr empfindsam, depressiv verstimmt (soweit die Erinnerung)

Symptome mit der Zeit: schwere Ein-/Durchschlafstörungen bis hin zu zeitweise immer wiederkehrender Schlaflosigkeit, div. Ängste/Phobien, Zwangsgedanken, Verzweiflung, Alpträume, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Schweißausbrüche, Panikattacken, Tinnitus, Rückenschmerzen etc.

Klinikaufenthalte: 2005, 2008, 2013 (Psychosomatische Reha's)

seit 2005 Trimipramin 100mg
Absetzversuch 1: 12/2013 ( gescheitert durch Unwissenheit. 75mg 1 Woche -> 50mg 1 Woche -> 25mg 1 Woche -> 0mg
laut ärztlicher Vorgehensweise. Schwere Absetzsymptome -> starke innere Unruhe, 4 Monate fast schlaflos. (Laut Arzt keine Verbindung zum Absetzen, muss ein anderes Problem sein, Grunderkrankung oder so)
4/2014 Wiedereinahme Trimipramin 100mg ( da sehr verzweifelt, keine Besserung) Symptome nach meiner Erinnerung sofort verschwunden, konnte wieder schlafen.
Absetzversuch 2: 18.4.2018 75 mg -> am 3. Tag schwere Absetzsymptome wie starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrasen etc.

Ende April 2018 Forum im Internet entdeckt! Fazit: durch Unwissenheit zu schnell abgesetzt.

Aufdosiert auf 90mg und dann, wie im Forum empfohlen in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen (mit einigen "Verschnaufpausen" wenn die Absetzsymptome sehr schlimm waren) innerhalb 2 Jahren abgesetzt.

Absetzsymptome: starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, starkes "unter Strom stehen", Ein- und Durchschlafstörungen, Tinnitus, starke Verspannungen, Nacken-und Rückenschmerzen und vieles mehr.

Ausgangsdosis 100mg
21.03.2018 angefangen mit 90mg
Über 2 Jahre in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen ausgeschlichen
Seit 24.03.2020 auf 0mg


Jetzige Beschwerden: seit Tag 0 bis heute keine Nacht mehr durchgeschlafen oder genügen geschlafen, bis hin zur Schlaflosigkeit. Dadurch nicht einen Tag schmerzfrei und ausgeruht, täglich schlimme Kopfschmerzen, Anspannung, Tinnitus, schmerzhafte Verspannungen. Wenige Tage Ausnahme, an denen ich etwas besser oder mehr geschlafen habe.

Derzeitige Einnahmen: Schüßlersalz Nr.7 morgens u. abends und bei Bedarf zwecks Kopfschmerzen, Magnesium, Vitamin B, Vitamin D3, bei Bedarf Passionsblumen-Kapseln oder Tee & Lavendelkapseln oder Tee. Ätherische Öl. Bei Bedarf Melatonin 0,5mg


► Text zeigen
Ava
Beiträge: 8
Registriert: 15.08.2018 14:39
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Ava »

Nochmal hallo liebes Forum,

da noch keine Rückmeldung auf meinen Beitrag kam, möchte ich noch was ergänzen oder versuchen mein Problem besser zu erklären.

Meine Beobachtung war,
wenn ich nachts die 2 Stunden wach bin, und beispielsweise von 23 bis 1 Uhr schlafe und von 3 bis 8 und damit auf 8 Stunden komme, kann es sein, dass der Tag besser wird.
Wenn ich aber in diesem Zeitraum erst um 4 Uhr aufwache, bis 6 Uhr, dann wars das.
Wenn ich in diesen Nächten nicht insgesamt auf mindestens 8 Stunden komme, Schmerzen, ab 8 Stunden weniger Schmerzen.
In Nächten, in denen ich unter 7 Stunden durchschlafe, je weniger Stunden, desto stärker die Kopfschmerzen.
Ab 7 Stunden am Stück ( was sehr selten ist ) kann es gehen.
Wenn ich 8, besser 8,5 Stunden durchschlafe, ist es am besten. Was im letzten halben Jahr aber nur einmal war.
Von 0 Uhr bis um 7/8 Uhr schlafen ist z.B. auch besser, als von 22 Uhr bis um 5/6 Uhr.
Früh aufwachen (was für meinen Kopf eben scheinbar zu früh ist, ob ich will oder nicht) ist mit Schmerzen verbunden.

Was stimmt da in meinem Kopf, Gehirn, ZNS nicht, dass ich so sensibel und mit diesem Kopfbennen/Kopfschmerzen, reagiere?

Das tue ich schon seit mehreren Jahren, auch schon vor dem Absetzen.
Nur habe ich damals nicht darauf geachtet, warum ich an bestimmten Tagen diese Kopfschmerzen hatte. Und dadurch, dass es so extrem eher selten der Fall war und ich insgesamt an mehr Tagen besser als schlechter geschlafen habe, war es auch nicht so belastend, wie jetzt, wo diese Schmerzen im Prinzip täglich sind.

Seit 2016, als ich merkte, dass ich morgens, egal ob ich 8 Stunden geschlafen habe, nicht mehr ohne Schmerzen aufstehen kann, ist es stetig schlimmer geworden und die schlechten Tage wurden langsam mehr.
Bis eben zum Absetzen, und auf 0, wo es nun immer unerträglicher und quälender wurde.

Ich beziehe seit einigen Jahren eine Erwerbsminderungsrente und habe 2016 versucht stundenweise wieder zu arbeiten.
Ich dachte, das pendelt sich wieder ein mit dem morgens aufstehen.
Da habe ich erstmals gemerkt, dass ich auf früh morgendliches Aufstehen mit diesem Brennen im Kopf reagiere.
Ich dachte, ich wäre es nur nicht mehr gewohnt um diese Zeit aufzustehen und gibt sich, wenn ich mich wieder ans frühe Aufstehen gewöhnt habe.
Damals habe ich auch immer noch meine 8 Stunde geschlafen bis zum Morgen.
Nach einem Jahr habe ich den Job unter anderem wegen dieser Probleme wieder aufgeben müssen. Es hat sich in diesem Jahr auch nie etwas an den Schmerzen an den Tagen, an denen ich früh aufstehen musste, geändert.
Seitdem ging es nur noch abwärts.

Während ich diese Arbeit hatte habe ich mich auch nicht getraut, nochmal einen Absetzversuch zu starten.

Danach habe ich es dann gewagt.

Im Prinzip habe ich nun seit 3 Jahren diese Kopfschmerzen. Bei Stress und Aufregung werden sie stärker. Je niedriger ich mit dem Trimipramin kam, desto mehr Tage mit Schmerzen kamen dazu. Die Einschränkungen wurden von Zeit zu Zeit immer mehr.
Seit 0 ist es komplett unerträglich für mich und es gibt eigentlich keine Verschnaufpausen mehr. Vielleicht einmal im Monat ist ein einigermaßen erträglicher Tag dabei.

(Mit 1/4 bis 1/2 Bromazepam kann ich mich manchmal dann quasi etwas "runterfahren" und das Brennen wird durch die beruhigende Wirkung etwas unterdrückt und besser erträglich.
Was für mich aber keine Lösung ist.)

Deshalb wäre ich für irgendeinen Rat oder eine Idee, was ich ansonsten tun könnte, sehr dankbar.

Entschuldigt den wieder langen Text.

Liebe Grüße und eine gute Woche!
Diagnose: mittelgradige Depression ( rezidiv.), generalisierte Angststörung, PTBS

Ausgangssymptome: Traurigkeit, Gedankenkreisen, sehr empfindsam, depressiv verstimmt (soweit die Erinnerung)

Symptome mit der Zeit: schwere Ein-/Durchschlafstörungen bis hin zu zeitweise immer wiederkehrender Schlaflosigkeit, div. Ängste/Phobien, Zwangsgedanken, Verzweiflung, Alpträume, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Schweißausbrüche, Panikattacken, Tinnitus, Rückenschmerzen etc.

Klinikaufenthalte: 2005, 2008, 2013 (Psychosomatische Reha's)

seit 2005 Trimipramin 100mg
Absetzversuch 1: 12/2013 ( gescheitert durch Unwissenheit. 75mg 1 Woche -> 50mg 1 Woche -> 25mg 1 Woche -> 0mg
laut ärztlicher Vorgehensweise. Schwere Absetzsymptome -> starke innere Unruhe, 4 Monate fast schlaflos. (Laut Arzt keine Verbindung zum Absetzen, muss ein anderes Problem sein, Grunderkrankung oder so)
4/2014 Wiedereinahme Trimipramin 100mg ( da sehr verzweifelt, keine Besserung) Symptome nach meiner Erinnerung sofort verschwunden, konnte wieder schlafen.
Absetzversuch 2: 18.4.2018 75 mg -> am 3. Tag schwere Absetzsymptome wie starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrasen etc.

Ende April 2018 Forum im Internet entdeckt! Fazit: durch Unwissenheit zu schnell abgesetzt.

Aufdosiert auf 90mg und dann, wie im Forum empfohlen in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen (mit einigen "Verschnaufpausen" wenn die Absetzsymptome sehr schlimm waren) innerhalb 2 Jahren abgesetzt.

Absetzsymptome: starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, starkes "unter Strom stehen", Ein- und Durchschlafstörungen, Tinnitus, starke Verspannungen, Nacken-und Rückenschmerzen und vieles mehr.

Ausgangsdosis 100mg
21.03.2018 angefangen mit 90mg
Über 2 Jahre in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen ausgeschlichen
Seit 24.03.2020 auf 0mg


Jetzige Beschwerden: seit Tag 0 bis heute keine Nacht mehr durchgeschlafen oder genügen geschlafen, bis hin zur Schlaflosigkeit. Dadurch nicht einen Tag schmerzfrei und ausgeruht, täglich schlimme Kopfschmerzen, Anspannung, Tinnitus, schmerzhafte Verspannungen. Wenige Tage Ausnahme, an denen ich etwas besser oder mehr geschlafen habe.

Derzeitige Einnahmen: Schüßlersalz Nr.7 morgens u. abends und bei Bedarf zwecks Kopfschmerzen, Magnesium, Vitamin B, Vitamin D3, bei Bedarf Passionsblumen-Kapseln oder Tee & Lavendelkapseln oder Tee. Ätherische Öl. Bei Bedarf Melatonin 0,5mg


► Text zeigen
Sabs
Beiträge: 690
Registriert: 10.01.2020 09:42
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 152 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Sabs »

Hi :-)
Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht..
Ich kann dir nicht viel zu deinen Symptomen sagen, habe selbst andere.
Aber bei mir ist es auch so, wenn ich früh aufstehen muss, geht es mir schlechter.
Wollte dir nur einen lieben Gruß dalassen.

Gruß Sabs
► Text zeigen
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19880
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 7324 Mal
Danksagung erhalten: 9762 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Jamie »

Hallo Ava, :)

es ist momentan sehr viel los hier im Forum, deswegen kann es mit Reaktionen etwas dauern.
Kannst du noch mal erläutern, was das für Schmerzen sind. Diese komischen Kopfschmerzen oder auch andere?
Hast du deswegen auch Trimipramin verordnet bekommen?
Für was hält der Neurologe denn diese Kopfschmerzen?

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
Ava
Beiträge: 8
Registriert: 15.08.2018 14:39
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Ava »

Hallo Sabs,

auch wenn du nichts zu meinem Problem sagen kannst, trotzdem danke für deine Worte und einen lieben Gruß zurück.

Ava
Diagnose: mittelgradige Depression ( rezidiv.), generalisierte Angststörung, PTBS

Ausgangssymptome: Traurigkeit, Gedankenkreisen, sehr empfindsam, depressiv verstimmt (soweit die Erinnerung)

Symptome mit der Zeit: schwere Ein-/Durchschlafstörungen bis hin zu zeitweise immer wiederkehrender Schlaflosigkeit, div. Ängste/Phobien, Zwangsgedanken, Verzweiflung, Alpträume, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Schweißausbrüche, Panikattacken, Tinnitus, Rückenschmerzen etc.

Klinikaufenthalte: 2005, 2008, 2013 (Psychosomatische Reha's)

seit 2005 Trimipramin 100mg
Absetzversuch 1: 12/2013 ( gescheitert durch Unwissenheit. 75mg 1 Woche -> 50mg 1 Woche -> 25mg 1 Woche -> 0mg
laut ärztlicher Vorgehensweise. Schwere Absetzsymptome -> starke innere Unruhe, 4 Monate fast schlaflos. (Laut Arzt keine Verbindung zum Absetzen, muss ein anderes Problem sein, Grunderkrankung oder so)
4/2014 Wiedereinahme Trimipramin 100mg ( da sehr verzweifelt, keine Besserung) Symptome nach meiner Erinnerung sofort verschwunden, konnte wieder schlafen.
Absetzversuch 2: 18.4.2018 75 mg -> am 3. Tag schwere Absetzsymptome wie starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrasen etc.

Ende April 2018 Forum im Internet entdeckt! Fazit: durch Unwissenheit zu schnell abgesetzt.

Aufdosiert auf 90mg und dann, wie im Forum empfohlen in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen (mit einigen "Verschnaufpausen" wenn die Absetzsymptome sehr schlimm waren) innerhalb 2 Jahren abgesetzt.

Absetzsymptome: starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, starkes "unter Strom stehen", Ein- und Durchschlafstörungen, Tinnitus, starke Verspannungen, Nacken-und Rückenschmerzen und vieles mehr.

Ausgangsdosis 100mg
21.03.2018 angefangen mit 90mg
Über 2 Jahre in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen ausgeschlichen
Seit 24.03.2020 auf 0mg


Jetzige Beschwerden: seit Tag 0 bis heute keine Nacht mehr durchgeschlafen oder genügen geschlafen, bis hin zur Schlaflosigkeit. Dadurch nicht einen Tag schmerzfrei und ausgeruht, täglich schlimme Kopfschmerzen, Anspannung, Tinnitus, schmerzhafte Verspannungen. Wenige Tage Ausnahme, an denen ich etwas besser oder mehr geschlafen habe.

Derzeitige Einnahmen: Schüßlersalz Nr.7 morgens u. abends und bei Bedarf zwecks Kopfschmerzen, Magnesium, Vitamin B, Vitamin D3, bei Bedarf Passionsblumen-Kapseln oder Tee & Lavendelkapseln oder Tee. Ätherische Öl. Bei Bedarf Melatonin 0,5mg


► Text zeigen
Ava
Beiträge: 8
Registriert: 15.08.2018 14:39
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Ava »

Hallo Jamie,

danke für deine Nachricht. Ich wollte auch nicht ungeduldig sein, habe nur nochmal versucht, mein Problem besser zu beschreiben :)

Das Trimipramin habe ich ursprünglich und erstmals wegen meiner Depressionen, Angststörung und Niedergeschlagenheit bekommen. Kopfschmerzen hatte ich damals noch keine.
Auch Schlafprobleme habe ich soweit ich mich erinnere erst mit der Einnahme über die Zeit entwickelt.
Zwischenzeitlich hat mein Psychiater mir alles mögliche andere an Psychopharmaka verordnet (habe ich so gut ich mich erinnere, in die Signatur geschrieben), da ich eben auch mit Trimipramin nicht mehr gut schlafen konnte.
Trimipramin hatte am Ende die wenigsten Nebenwirkungen und alles andere habe ich gar nicht vertragen, deshalb bin ich letztendlich wieder dabei angekommen. Und die Absetzversuche sind aus Unwissenheit, dass man die Tabletten eben nicht nur vierteln kann und Antidepressiva sehr wohl einen "Gewöhnungseffekt" haben, gescheitert.

Meinem Psychiater/Neurologe habe ich immer wieder von den Kopfschmerzen erzählt und auch von der Vermutungen, dass es vielleicht auch irgendwie mit dem Trimipramin zusammenhängt. Das hat er immer abgetan und meint, dass wäre die Depression. Auch die Schlafprobleme sind die Depression. Ich solle andere Medikamente nehmen. Letzter Vorschlag eben Amitriptylin. An Absetzsymptome/Probleme beim Antidepressivum glaubt er auch nicht. Nimmt er jetzt halt einfach so hin. Morgentief, dass den ganzen Tag anhält, wurde auch mal gesagt.
Blutwerte wurden überprüft. Einen Vitamin D Mangel hatte ich. Was, dadurch, dass ich das Haus selten verlasse und keine Sonne abbekomme, für mich kein Wunder war. Dafür habe und nehme ich Vitamin D, in Höhe der Dosierung, wie ich es vertrage. Sonst war alles okay.
Im Prinzip sind alle meine Schmerzen psychisch, oder ich bilde sie mir ein.
Zu einem Schmerz-Therapeuten soll ich noch gehen, Osteopath war auch eine Empfehlung, falls Verspannungen die Ursache sind.
Dazu und zu TCM hat mir auch meine Hausärztin geraten. Da ja ansonsten körperlich alles in Ordnung zu sein scheint.
Das konnte ich noch nicht tun, da ich wahnsinnige Angst habe, einen Termin auszumachen, da ich bei jedem kleinsten Termin, die Nacht davor noch schlechter schlafe und diesen so absolut nicht wahrnehmen kann. Ich kann mich so kaum auf den Beinen halten, mit diesen Schmerzen Stunden im Wartezimmer verbringen.
Das ist für mich alles ein Teufelskreis und ich habe dafür momentan keine Lösung und absolut keine Kraft.
Ich habe immer gehofft, die Schlafprobleme oder deren Verschlimmerung und damit verbundene Schmerzen, nachdem ich auf 0 war, wird irgendwann ein wenig besser und ich kann das dann in Angriff nehmen.

Die Kopfschmerzen sind schwer zu beschreiben, aber ich versuche es nochmal.
Wie gesagt, wenn ich (für meine Verhältnisse oder Bedürfnisse) zu wenig geschlafen habe, meistens wenn ich eben zu früh aufwache und dann lange wach liege und wieder aufwache, wache ich total gerädert auf. Diese Kopfschmerzen nehme ich eher als Brennen ab und oberhalb der Augen wahr. Also nicht die Haut, mir brennt wirklich der Kopf oder das Gehirn von innen, verbunden mit einer ziemlichen Anspannung, weil ich vermutlich einfach keine Erholung hatte. Ich bin extrem gerädert. Ich bin einfach gerädert und die Anspannung und der Schmerz wird im Laufe des Tages oder wenn noch Stress dazu kommt immer mehr, nicht, wie bei gesunden Menschen, die schlecht geschlafen haben, irgendwann besser.

Vor 0 war es dann am nächsten Tag besser, weil ich den Schlaf dann in der nächsten Nacht nachgeholt habe. Mittlerweile kann aber noch so fertig sein.
Je weniger Schlaf ich bekomme habe, desto angespannter bin ich und desto weniger kann ich am nächsten Abend einschlafen.

Ich denke manchmal, Trimipramin hat meinen natürlichen Schlaf so extrem geschädigt oder zerstört, dass da nichts mehr normal ist.

Bei meinem ersten Absetzversuch, der zu schnell war, konnte ich auf 0 fast vier Monate, fast gar nicht mehr schlafen. Ich war nur im Halbschlaf.
Damals habe ich aber noch nicht mit diesen Kopfschmerzen darauf reagiert. Konnte aber nach 4 Monaten einfach nicht mehr, wusste mir nicht anders zu helfen, als Trimipramin wieder zu nehmen und konnte sofort wieder schlafen. In dieser Zeit hat auch keine Bromazepam und keine Zopiclon Schlaf gebracht.

Durch den langen Zeitraum, den ich hier mitlese und mich durchgelesen habe, kenne ich auch deine Geschichte und, dass du auch mit langjährigen Schlafproblemen zu kämpfen hast/hattest. Ich habe mich immer gefragt, wie du das schaffst und noch irgendwas hin kriegst.
Ich bin mittlerweile zu nichts mehr in der Lage.

Zusätzlich habe ich dann an diesen Tagen auch noch Nacken- und manchmal auch Rückenschmerzen. Es fühlt sich einfach alles extrem angespannt an. Ich habe auch das Gefühl, dass ich immer angespannt bin und meine Muskeln und alles nie entspannt sind.

Ich habe viel über Schlafstörungen gelesen und, dass diese auch das Schmerzempfinden beeinflussen können oder man Schmerzen stärker wahr nimmt. Das sind alles Vermutungen, da ich eben irgendeine Erklärung dafür suche.

Auf zu wenig oder schlechten Schlaf reagiere ich mit diesen Schmerzen. Wenn ich mehr, besser, gut geschlafen habe, habe ich dieses Brennen im Kopf nicht. Aber seit ich auf 0 bin, habe ich das so gut wie gar nicht, deshalb habe ich diese Schmerzen auch fast täglich. Sie sind nicht stärker geworden in all der Zeit, nur eben häufiger. Das unerträgliche ist die Dauer.

Ich hoffe, ich konnte das ein wenig verständlich erklären. Des Text wird dann leider immer so lang dabei.

Liebe Grüße Ava
Diagnose: mittelgradige Depression ( rezidiv.), generalisierte Angststörung, PTBS

Ausgangssymptome: Traurigkeit, Gedankenkreisen, sehr empfindsam, depressiv verstimmt (soweit die Erinnerung)

Symptome mit der Zeit: schwere Ein-/Durchschlafstörungen bis hin zu zeitweise immer wiederkehrender Schlaflosigkeit, div. Ängste/Phobien, Zwangsgedanken, Verzweiflung, Alpträume, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Schweißausbrüche, Panikattacken, Tinnitus, Rückenschmerzen etc.

Klinikaufenthalte: 2005, 2008, 2013 (Psychosomatische Reha's)

seit 2005 Trimipramin 100mg
Absetzversuch 1: 12/2013 ( gescheitert durch Unwissenheit. 75mg 1 Woche -> 50mg 1 Woche -> 25mg 1 Woche -> 0mg
laut ärztlicher Vorgehensweise. Schwere Absetzsymptome -> starke innere Unruhe, 4 Monate fast schlaflos. (Laut Arzt keine Verbindung zum Absetzen, muss ein anderes Problem sein, Grunderkrankung oder so)
4/2014 Wiedereinahme Trimipramin 100mg ( da sehr verzweifelt, keine Besserung) Symptome nach meiner Erinnerung sofort verschwunden, konnte wieder schlafen.
Absetzversuch 2: 18.4.2018 75 mg -> am 3. Tag schwere Absetzsymptome wie starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrasen etc.

Ende April 2018 Forum im Internet entdeckt! Fazit: durch Unwissenheit zu schnell abgesetzt.

Aufdosiert auf 90mg und dann, wie im Forum empfohlen in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen (mit einigen "Verschnaufpausen" wenn die Absetzsymptome sehr schlimm waren) innerhalb 2 Jahren abgesetzt.

Absetzsymptome: starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, starkes "unter Strom stehen", Ein- und Durchschlafstörungen, Tinnitus, starke Verspannungen, Nacken-und Rückenschmerzen und vieles mehr.

Ausgangsdosis 100mg
21.03.2018 angefangen mit 90mg
Über 2 Jahre in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen ausgeschlichen
Seit 24.03.2020 auf 0mg


Jetzige Beschwerden: seit Tag 0 bis heute keine Nacht mehr durchgeschlafen oder genügen geschlafen, bis hin zur Schlaflosigkeit. Dadurch nicht einen Tag schmerzfrei und ausgeruht, täglich schlimme Kopfschmerzen, Anspannung, Tinnitus, schmerzhafte Verspannungen. Wenige Tage Ausnahme, an denen ich etwas besser oder mehr geschlafen habe.

Derzeitige Einnahmen: Schüßlersalz Nr.7 morgens u. abends und bei Bedarf zwecks Kopfschmerzen, Magnesium, Vitamin B, Vitamin D3, bei Bedarf Passionsblumen-Kapseln oder Tee & Lavendelkapseln oder Tee. Ätherische Öl. Bei Bedarf Melatonin 0,5mg


► Text zeigen
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19880
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 7324 Mal
Danksagung erhalten: 9762 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Jamie »

Liebe Ava, :)

der Vorschlag deines Arztes auf Amitriptylin zu wechseln, ist vermutlich nutzlos.
Abwägen musst du natürlich selbst, aber ein Wechsel birgt die Gefahr des Nichtvertragens und weiterer NW / Reaktionen.
Amitriptylin ist Trimipramin sehr ähnlich und zugelassen zur additiven (Nerven-) Schmerzbehandlung, aber das ist Trimipramin auch.
Ich weiß es, weil ich seit einem Jahr chronisch und austherapiert schmerzkrank bin und beides getestet habe, bei mir ohne Wirkung leider.

Wenn die Kopfschmerzen sich durch den Entzug verschlimmert bzw. überhaupt erst eingesetzt haben, dann gibt es da eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass es da eine Verbindung gibt.

Nichtsdestotrotz gehören diese Schmerzen wirklich einmal organisch abgeklärt, das heißt MRT / CT des Schädels, Blutbild, Zahnarzt (Zähne und Kiefer können massive Kopfschmerzen auslösen, zB bei nächtlichem Zähneknirschen oder CMD) und auch Orthopädie wegen Nackenverspannungen; gerade Wirbelverschiebungen oder Kompressionen der oberen Halswirbel können auch Kopfschmerzen auslösen.
Was du jedoch so beschreibst, brennen im Kopf / Gehirn hinter der Stirn, hört sich für mich durchaus danach an, als ob es etwas mit dem Trimipramin bzw. Entzug zu tun haben könnte.

Es gilt diesen Teufelskreislauf zu durchbrechen, dass du aus Angst vor Schlaflosigkeit und Terminen, die du dann wegen Schmerzen und Überlastung nicht wahrnehmen kannst, nicht zum Arzt gehst.
Ich weiß nicht, wie du da eine Lösung finden könntest (Begleitung organisieren?), aber im Interesse deiner Gesundheit muss wenigstens einmal abgeklärt werden, dass du nichts Organisches hast.
Ich weiß von manchen Kranken, dass die sich für's Abklären, wenn es ihr Gesundheitszustand nicht zulässt, eine Woche in eine Klinik legen, wo alles vor Ort ist (bis vielleicht auf den Zahnarzt) - evtl. wäre das noch eine Option.

Du hast sehr gelegentliche Benzoeinnahmen geschildert - hast du da mal drauf geachtet, ob dann diese Kopfschmerzen verschwinden, wenn du ein Benzo nimmst? Wenn ja, wären die Kopfschmerzen ein deutliches Zeichen der Nervenüberreizung in deinem Gehirn.
Benzos sind jedoch Notfallmedikamente, die du keinesfalls regelmäßig nehmen solltest, denn sie machen hochgradig und schnell abhängig, aber das weißt du vermutlich schon :roll:.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
simonb
Teamunterstützung
Beiträge: 866
Registriert: 12.04.2018 21:40
Hat sich bedankt: 326 Mal
Danksagung erhalten: 348 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von simonb »

Hallo Ava,

Ich kenne ein ähnliches Brennen vom PP Entzug, es hielt über ca 2-3 Monate an, in denen ich an der Mediakation nichts mehr verändert habe,
und verschwand dann. Ich habe öfters auf PP Entzug oder auch auf Hochdosierung von SSRI mit starken Schmerzen reagiert.

LG Simon
► Text zeigen
Ava
Beiträge: 8
Registriert: 15.08.2018 14:39
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Ava »

Liebe Jamie :)

danke für deine Antwort.

Zahnarzt-technisch ist soweit alles abgeklärt, Zähneknirschen hat er bei mir ausgeschlossen. Eine Knirsch-Schiene habe ich mir trotzdem mal machen lassen, was aber, wie vermutet, nichts gebracht hat. Aber das war auch schon ein Gedanke von mir.

Genau, das mit dem Bromazepam hatte ich geschrieben.
Ausschließlich das, oder eben generell ein Benzo bringt Erleichterung. Abends oder nachts auch Zopiclon.
Deshalb denke ich auch, dass diese eben irgendeine Anspannung/Verspannung lösen und es deshalb damit besser wird.
Aber eben weil ich um die Risiken dieser Medikamente weiß, ist das für mich keine Lösung.
Außerdem vertrage ich diese seit 0 auch nicht mehr gut.
Beides verstärkt im Nachhinein meinen Tinnitus.
Wobei eigentlich auch mein ganzer Kopf "pfeift" durch die Anspannung.
Deshalb möchte ich auch eine andere Lösung als Benzos finden, da sie mir nur in dem Moment oder während sie wirken, helfen und ich diese dann am nächsten oder übernächsten Tag büßen muss.
So gut es geht, greife ich dann erst mal zu Passionsblumenkapseln oder Lavendelkapseln. Nur wenn diese gar nicht helfen, greife ich, wenn es unerträglich ist, zu Bromazepam.
Während der Einnahme von Trimipramin war das viel seltener nötig.
Aber die dämpfende Wirkung von Trimipramin, habe ich nun auch nicht mehr.
Welche ich eigentlich auch nicht mehr wollte.
Ich habe, glaube ich, einfach eine extreme Grundanspannung. Und wenn ich nicht oder nicht ausreichend geschlafen habe, ist diese so extrem, dass der Kopf "brennt" oder noch mehr brennt. So vermute ich oder fühlt sich das an. Mir spannt quasi die Stirn, der obere Kiefer und die Augen.
Als hätte ich einen extrem spannenden Zopf oder ein zu enges Stirnband, so kann ich es am ehesten noch beschreiben, außer, dass es brennt.
Ich denke manchmal, man müsste mir "ein Loch in den Schädel bohren und Druck abzulassen".

Aber ich wollte ja nicht das Trimipramin los werden und dann mehr oder öfter Bromazepam oder Benzos brauchen.
Mein Ziel war und ist, gar keine Psychopharmaka mehr zu nehmen.
Dadurch, dass auch kein herkömmliches Schmerzmittel, auch nicht höher dosiert gegen diese Schmerzen hilft, sondern nur beruhigende Medikamente, vermute ich eben auch, dass es mit der Anspannung zu tun hat.

Und ja, die Schmerzen sind nach 0 und seitdem ich noch schlechter schlafe mehr bzw. häufiger geworden.

Amitriptylin möchte ich auch nicht probieren, da wie du schreibst, dass dem Trimipramin sehr ähnlich ist und da ich Trimipramin überhaupt nicht mehr vertrage, denke ich auch nicht, dass ich Amitriptylin vertrage. Außerdem wollte ich weg von Psychopharmaka und nicht das eine gegen das andere tauschen. Dann hätte ich auch Trimipramin weiter nehmen können.

Ich habe Trimipramin mit Unterbrechung ca. 15 Jahre genommen. Das ist ein echt langer Zeitraum. Manchmal denke ich, die Langzeit-Einnahme hat Schäden angerichtet.
Kann das sein? Oder, dass es, weil mein ZNS so lange daran gewöhnt war, nun ewig braucht, um ohne klar zu kommen?
Mittlerweile habe ich schon Angst, dass es gar nicht mehr besser wird...

Verspannungen spielen glaube ich auch eine Rolle, du hast recht. Deshalb und auch wegen anderweitiger ärztlicher Abklärung, muss ich eine Lösung finden, ich weiß...

Da du als austherapiert giltst, was deine Schmerzen angeht, hast du für dich trotzdem etwas gefunden, was diese wenigsten ein bisschen lindert oder wodurch du sie besser erträgst? Ich hoffe es! Oder hilft nur, sie zu akzeptieren?

Verspannungen spielen sicher auch eine Rolle, da hast du recht.
Und wegen der anderen Ärzte, muss ich nach einer Lösung suchen, ich weiß.

Liebe Grüße
Ava
Diagnose: mittelgradige Depression ( rezidiv.), generalisierte Angststörung, PTBS

Ausgangssymptome: Traurigkeit, Gedankenkreisen, sehr empfindsam, depressiv verstimmt (soweit die Erinnerung)

Symptome mit der Zeit: schwere Ein-/Durchschlafstörungen bis hin zu zeitweise immer wiederkehrender Schlaflosigkeit, div. Ängste/Phobien, Zwangsgedanken, Verzweiflung, Alpträume, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Schweißausbrüche, Panikattacken, Tinnitus, Rückenschmerzen etc.

Klinikaufenthalte: 2005, 2008, 2013 (Psychosomatische Reha's)

seit 2005 Trimipramin 100mg
Absetzversuch 1: 12/2013 ( gescheitert durch Unwissenheit. 75mg 1 Woche -> 50mg 1 Woche -> 25mg 1 Woche -> 0mg
laut ärztlicher Vorgehensweise. Schwere Absetzsymptome -> starke innere Unruhe, 4 Monate fast schlaflos. (Laut Arzt keine Verbindung zum Absetzen, muss ein anderes Problem sein, Grunderkrankung oder so)
4/2014 Wiedereinahme Trimipramin 100mg ( da sehr verzweifelt, keine Besserung) Symptome nach meiner Erinnerung sofort verschwunden, konnte wieder schlafen.
Absetzversuch 2: 18.4.2018 75 mg -> am 3. Tag schwere Absetzsymptome wie starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrasen etc.

Ende April 2018 Forum im Internet entdeckt! Fazit: durch Unwissenheit zu schnell abgesetzt.

Aufdosiert auf 90mg und dann, wie im Forum empfohlen in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen (mit einigen "Verschnaufpausen" wenn die Absetzsymptome sehr schlimm waren) innerhalb 2 Jahren abgesetzt.

Absetzsymptome: starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, starkes "unter Strom stehen", Ein- und Durchschlafstörungen, Tinnitus, starke Verspannungen, Nacken-und Rückenschmerzen und vieles mehr.

Ausgangsdosis 100mg
21.03.2018 angefangen mit 90mg
Über 2 Jahre in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen ausgeschlichen
Seit 24.03.2020 auf 0mg


Jetzige Beschwerden: seit Tag 0 bis heute keine Nacht mehr durchgeschlafen oder genügen geschlafen, bis hin zur Schlaflosigkeit. Dadurch nicht einen Tag schmerzfrei und ausgeruht, täglich schlimme Kopfschmerzen, Anspannung, Tinnitus, schmerzhafte Verspannungen. Wenige Tage Ausnahme, an denen ich etwas besser oder mehr geschlafen habe.

Derzeitige Einnahmen: Schüßlersalz Nr.7 morgens u. abends und bei Bedarf zwecks Kopfschmerzen, Magnesium, Vitamin B, Vitamin D3, bei Bedarf Passionsblumen-Kapseln oder Tee & Lavendelkapseln oder Tee. Ätherische Öl. Bei Bedarf Melatonin 0,5mg


► Text zeigen
Ava
Beiträge: 8
Registriert: 15.08.2018 14:39
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Ava »

Hallo Simon,

danke für deine Antwort.
Darf ich fragen, wie lange du PP genommen hast?

Ich habe Trimipramin mit Unterbrechung bestimmt 15 Jahre genommen und frage mich manchmal, ob die Langzeit-Einnahme irgendeinen Schaden verursacht hat oder ich dementsprechend so stark damit zu kämpfen habe, weil mein ZNS so lange an Trimipramin gewöhnt war.

Die Kopfschmerzen bzw. das Brennen sind sehr belastend.
Ansonsten fühle ich mich ohne Trimipramin eigentlich fitter. Aber die Schmerzen machen das zunichte.

Bist du aktuell schmerzfrei?

Liebe Grüße
Ava
Diagnose: mittelgradige Depression ( rezidiv.), generalisierte Angststörung, PTBS

Ausgangssymptome: Traurigkeit, Gedankenkreisen, sehr empfindsam, depressiv verstimmt (soweit die Erinnerung)

Symptome mit der Zeit: schwere Ein-/Durchschlafstörungen bis hin zu zeitweise immer wiederkehrender Schlaflosigkeit, div. Ängste/Phobien, Zwangsgedanken, Verzweiflung, Alpträume, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Schweißausbrüche, Panikattacken, Tinnitus, Rückenschmerzen etc.

Klinikaufenthalte: 2005, 2008, 2013 (Psychosomatische Reha's)

seit 2005 Trimipramin 100mg
Absetzversuch 1: 12/2013 ( gescheitert durch Unwissenheit. 75mg 1 Woche -> 50mg 1 Woche -> 25mg 1 Woche -> 0mg
laut ärztlicher Vorgehensweise. Schwere Absetzsymptome -> starke innere Unruhe, 4 Monate fast schlaflos. (Laut Arzt keine Verbindung zum Absetzen, muss ein anderes Problem sein, Grunderkrankung oder so)
4/2014 Wiedereinahme Trimipramin 100mg ( da sehr verzweifelt, keine Besserung) Symptome nach meiner Erinnerung sofort verschwunden, konnte wieder schlafen.
Absetzversuch 2: 18.4.2018 75 mg -> am 3. Tag schwere Absetzsymptome wie starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrasen etc.

Ende April 2018 Forum im Internet entdeckt! Fazit: durch Unwissenheit zu schnell abgesetzt.

Aufdosiert auf 90mg und dann, wie im Forum empfohlen in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen (mit einigen "Verschnaufpausen" wenn die Absetzsymptome sehr schlimm waren) innerhalb 2 Jahren abgesetzt.

Absetzsymptome: starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, starkes "unter Strom stehen", Ein- und Durchschlafstörungen, Tinnitus, starke Verspannungen, Nacken-und Rückenschmerzen und vieles mehr.

Ausgangsdosis 100mg
21.03.2018 angefangen mit 90mg
Über 2 Jahre in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen ausgeschlichen
Seit 24.03.2020 auf 0mg


Jetzige Beschwerden: seit Tag 0 bis heute keine Nacht mehr durchgeschlafen oder genügen geschlafen, bis hin zur Schlaflosigkeit. Dadurch nicht einen Tag schmerzfrei und ausgeruht, täglich schlimme Kopfschmerzen, Anspannung, Tinnitus, schmerzhafte Verspannungen. Wenige Tage Ausnahme, an denen ich etwas besser oder mehr geschlafen habe.

Derzeitige Einnahmen: Schüßlersalz Nr.7 morgens u. abends und bei Bedarf zwecks Kopfschmerzen, Magnesium, Vitamin B, Vitamin D3, bei Bedarf Passionsblumen-Kapseln oder Tee & Lavendelkapseln oder Tee. Ätherische Öl. Bei Bedarf Melatonin 0,5mg


► Text zeigen
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 22558
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 12130 Mal
Danksagung erhalten: 7539 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von padma »

hallo Ava, :)
Ich habe Trimipramin mit Unterbrechung ca. 15 Jahre genommen. Das ist ein echt langer Zeitraum. Manchmal denke ich, die Langzeit-Einnahme hat Schäden angerichtet.
Kann das sein? Oder, dass es, weil mein ZNS so lange daran gewöhnt war, nun ewig braucht, um ohne klar zu kommen?
Das ist eine wirklich lange Zeit. Ich denke, das zweite trifft zu, dass dein ZNS sehr lange braucht um sich zu remodulieren. Trimipramin hat ja den Schlaf an sich beeinflust und auch die Schmerzverarbeitung. Das muss sich alles erst wieder normalisieren. Wir gehen hier davon aus, dass keine irreversiblen Schäden entstehen.
Verspannungen spielen glaube ich auch eine Rolle, du hast recht. Deshalb und auch wegen anderweitiger ärztlicher Abklärung, muss ich eine Lösung finden, ich weiß...
Einigen Mitgliedern scheint die Pohl Therapie zu helfen. Die muss man allerdings leider selbst bezahlen search.php?keywords=pohl+

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

FineFinchen
Beiträge: 2760
Registriert: 08.04.2015 17:34
Hat sich bedankt: 639 Mal
Danksagung erhalten: 854 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von FineFinchen »

Hallo Ava, :-)
Ava hat geschrieben: 13.10.2020 17:41 Genau, das mit dem Bromazepam hatte ich geschrieben.
Ausschließlich das, oder eben generell ein Benzo bringt Erleichterung. Abends oder nachts auch Zopiclon.
Deshalb denke ich auch, dass diese eben irgendeine Anspannung/Verspannung lösen und es deshalb damit besser wird.
Aber eben weil ich um die Risiken dieser Medikamente weiß, ist das für mich keine Lösung.
Außerdem vertrage ich diese seit 0 auch nicht mehr gut.
Beides verstärkt im Nachhinein meinen Tinnitus.
Wobei eigentlich auch mein ganzer Kopf "pfeift" durch die Anspannung.
Deshalb möchte ich auch eine andere Lösung als Benzos finden, da sie mir nur in dem Moment oder während sie wirken, helfen und ich diese dann am nächsten oder übernächsten Tag büßen muss.

Während der Einnahme von Trimipramin war das viel seltener nötig.
Wie oft nimmst Du Bromazpam bzw. Zopiclon? Beide haben ein riskantes Abhängigkeitspotenzial und auch eine unregelmäßige Einnahme kann zur Gewöhnung führen. Könntest Du das noch in Deine Signatur übernehmen, dass Du diese beiden Medikamente nimmst und wie oft? Solche Infos sind für uns sehr hilfreich.
Ava hat geschrieben: 13.10.2020 17:41 Ich habe, glaube ich, einfach eine extreme Grundanspannung. Und wenn ich nicht oder nicht ausreichend geschlafen habe, ist diese so extrem, dass der Kopf "brennt" oder noch mehr brennt. So vermute ich oder fühlt sich das an. Mir spannt quasi die Stirn, der obere Kiefer und die Augen.
Als hätte ich einen extrem spannenden Zopf oder ein zu enges Stirnband, so kann ich es am ehesten noch beschreiben, außer, dass es brennt.
Ich denke manchmal, man müsste mir "ein Loch in den Schädel bohren und Druck abzulassen".
Hast Du es schon mit sanften Sportarten, wie z.B. Yoga versucht? Machst Du regelmäßig Entspannungsübungen? Ernährst Du Dich gesund?
Ich habe gelesen, dass Du aufgrund Deiner Symptomatik kaum nach draußen kannst. Das ist in meinen Augen aber ganz wichtig: Der Körper braucht frische Luft und Bewegung, um müde zu werden. Er muss sich "abarbeiten", um schlafen und damit in die Erholungsphase überzugehen.

Wurde Deine ursprüngliche Erkrankung ausreichend behandelt? PP helfen ja nur mal gar nix - sie deckeln allein die Symptomatik, lösen aber z.B. keine Angststörung oder soziale Phobie.

Hast Du Deine Absetzschritte notiert und könntest Du sie hier einstellen? Von welcher Menge aus bist Du auf 0 gegangen und hast Du im Absetzprozess noch andere Medikamente zu Dir genommen? Hast Du ein Symptomtagebuch geführt, aus dem sich Muster ergeben?

Viele Fragen - aber ihre Beantwortung hilft dabei, gezielt an Lösungen zu arbeiten. :-)

Ich hoffe, Du hast heute einen einigermaßen kopfschmerzfreien Tag. :hug:

Grüße
Finchen
► Text zeigen
Ava
Beiträge: 8
Registriert: 15.08.2018 14:39
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Ava »

Hallo Padma :)

danke für deine Rückmeldung und die Verlinkung zur Pohl Therapie. Ich werde es mir ansehen.
Ich bin für jeden Tipp dankbar :)

Ja, 15 Jahre sind leider eine sehr lange Zeit.
Hätte ich all das, was ich in den letzten Jahren über Antidepressiva gelernt habe, vorher gewusst, hätte ich diese gar nicht erst genommen oder zumindest abgesetzt, als es noch mit weniger Problemen ging (2009 hatte ich mal eine Weile abgesetzt, ohne irgendwelche ersichtlichen Probleme, es aber auf anraten meines Arztes irgendwann wieder genommen)
So geht es aber vermutlich fast jedem hier.
Aber das ist jetzt nun leider nicht mehr zu ändern.

Ich habe ja 2013 schon einmal versucht abzusetzen, nach ärztlicher Anweisung, also viel zu schnell (100-75-50-0 innerhalb vier Wochen) und habe am Ende das Trimipramin einfach wieder genommen, weil die Symptome so schlimm waren.
Damals wusste ich natürlich nicht warum, habe es dann nochmal so versucht.
Wenn man es nicht anders weiß, macht man es eben so, wie es der Arzt sagt, lief natürlich wieder genauso.
2008 habe ich dann das Forum entdeckt und es dann über 2 Jahre langsam ausgeschlichen.
Deshalb habe ich ärgerlicherweise das Trimipramin noch 5 Jahre (mit den zwei Jahren absetzen sogar 7 Jahre) länger genommen, obwohl ich es eigentlich gar nicht mehr wollte.

Ich glaube wirklich, dass das viel viel zu lange und absolut falsch war und die Langzeit-Einnahme mir das Ganze noch schwerer oder gerade diese es so schwer macht.
Ich wollte wirklich geduldig sein, versuche es auch weiterhin, aber je länger es mir schlecht geht, desto zermürbender wird alles.

Liebe Grüße
Ava
Diagnose: mittelgradige Depression ( rezidiv.), generalisierte Angststörung, PTBS

Ausgangssymptome: Traurigkeit, Gedankenkreisen, sehr empfindsam, depressiv verstimmt (soweit die Erinnerung)

Symptome mit der Zeit: schwere Ein-/Durchschlafstörungen bis hin zu zeitweise immer wiederkehrender Schlaflosigkeit, div. Ängste/Phobien, Zwangsgedanken, Verzweiflung, Alpträume, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Schweißausbrüche, Panikattacken, Tinnitus, Rückenschmerzen etc.

Klinikaufenthalte: 2005, 2008, 2013 (Psychosomatische Reha's)

seit 2005 Trimipramin 100mg
Absetzversuch 1: 12/2013 ( gescheitert durch Unwissenheit. 75mg 1 Woche -> 50mg 1 Woche -> 25mg 1 Woche -> 0mg
laut ärztlicher Vorgehensweise. Schwere Absetzsymptome -> starke innere Unruhe, 4 Monate fast schlaflos. (Laut Arzt keine Verbindung zum Absetzen, muss ein anderes Problem sein, Grunderkrankung oder so)
4/2014 Wiedereinahme Trimipramin 100mg ( da sehr verzweifelt, keine Besserung) Symptome nach meiner Erinnerung sofort verschwunden, konnte wieder schlafen.
Absetzversuch 2: 18.4.2018 75 mg -> am 3. Tag schwere Absetzsymptome wie starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrasen etc.

Ende April 2018 Forum im Internet entdeckt! Fazit: durch Unwissenheit zu schnell abgesetzt.

Aufdosiert auf 90mg und dann, wie im Forum empfohlen in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen (mit einigen "Verschnaufpausen" wenn die Absetzsymptome sehr schlimm waren) innerhalb 2 Jahren abgesetzt.

Absetzsymptome: starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, starkes "unter Strom stehen", Ein- und Durchschlafstörungen, Tinnitus, starke Verspannungen, Nacken-und Rückenschmerzen und vieles mehr.

Ausgangsdosis 100mg
21.03.2018 angefangen mit 90mg
Über 2 Jahre in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen ausgeschlichen
Seit 24.03.2020 auf 0mg


Jetzige Beschwerden: seit Tag 0 bis heute keine Nacht mehr durchgeschlafen oder genügen geschlafen, bis hin zur Schlaflosigkeit. Dadurch nicht einen Tag schmerzfrei und ausgeruht, täglich schlimme Kopfschmerzen, Anspannung, Tinnitus, schmerzhafte Verspannungen. Wenige Tage Ausnahme, an denen ich etwas besser oder mehr geschlafen habe.

Derzeitige Einnahmen: Schüßlersalz Nr.7 morgens u. abends und bei Bedarf zwecks Kopfschmerzen, Magnesium, Vitamin B, Vitamin D3, bei Bedarf Passionsblumen-Kapseln oder Tee & Lavendelkapseln oder Tee. Ätherische Öl. Bei Bedarf Melatonin 0,5mg


► Text zeigen
Ava
Beiträge: 8
Registriert: 15.08.2018 14:39
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Ava »

Hallo Finchen :)

danke für deine Rückmeldung.

Meine Bromazepam- und Zopicloneinnahme hab ich in der Signatur im eingeklappten Text erwähnt.
Ich werde diese dann besser in den ausgeklappten Text aufnehmen, damit es besser ersichtlich ist.

Um die Gefahren von Bromazepam und Zopiclon weiß ich bescheid.
Ich versuche diese so selten wie möglich und nur in äußerten Notfällen zu nehmen. Möchte die Einnahme aber gerne ganz wegbekommen, da ich diese auch nicht mehr gut vertrage und diese im Nachhinein z.B. auch Kopfschmerzen machen und meinen Tinnitus eher verstärken. Deshalb suche ich da nach einer anderen Lösung. Ich dachte auch, dass ich nach 0 auch das Bromazepam und Zopiclon komplett weg bekomme, was auch immer noch mein Ziel ist.
Ich nehme beides ca. 1 bis 2 mal im Monat in so niedriger Dosierung, wie es geht. 1/4 bis 1/2.

Leichte sportliche Übungen und entspannende Übungen versuche ich so gut es geht zu machen.
Es geht leider wirklich nur ganz sanftes, da sonst alles die Kopfschmerzen verstärkt.
Leider ist das alles sicher zu wenig, ich weiß.
Ich versuche das zu ändern.
Du hast recht. Auch raus gehen und frische Luft.
Was ich tue und schaffe, ist sicher nicht immer genug oder regelmäßig genug.
An vielen Tagen schaffe ich es einfach nicht, da die Schmerzen im Bett liegend und im Dunkeln besser auszuhalten sind.
Ich hoffe, ich schaffe das zu ändern.

Meine Absetzschritte hatte ich in die Signatur aufgenommen, waren aber zu viele Buchstaben bzw. Zeilen. Da hatte ich für den Rest nichts mehr übrig.
Ich habe das nochmal überarbeitet und so gut es geht ergänzt
Falls es noch nicht richtig oder gut ersichtlich ist, bitte bescheid geben :)

Abgesetzt habe ich wie hier empfohlen in Schritten zwischen 5 und 10 % alle 4 Wochen, manchmal auch mehr als 4 Wochen, wenn die Symptome stark waren.
Über zwei zwei Jahre mit einer Ausgangsdosis von 100mg.
Ich habe versucht darauf zu achten, wirklich nicht zu schnell abzusetzen.
Bin auch erst auf 0 als es von den Symptomen her ging und habe mir gerade für die letzten mg Zeit gelassen.
Nach 0 wurde einiges besser und die meisten Absetzsymptome sind verschwunden. Bis auf die Kopfschmerzen und die Schlafprobleme, die danach schlimmer wurden. Und der Tinnitus ist bis jetzt geblieben.

Genau, ich habe mir die Symptome zu den Schritten notiert. Muster haben sich insoweit für mich ergeben, dass ich eben auf jeden Schritt, je niedriger ich kam, mit Verstärkung der Schlafprobleme reagiert habe. Und je schlechter oder weniger ich schlafe, desto stärker ist das Brennen im Kopf und desto stärker die Anpassung und Verspannungen.
Und dadurch, dass ab Tag 0 das alles viel extremer wurde, gehe ich davon aus, dass das alles damit zusammenhängt.
Leider habe ich Trimipramin mit Pausen, in denen ich andere PP testen "durfte" gut 15 Jahre genommen, was sehr lang ist. Ich glaube, mein ZNS ist es gar nicht mehr gewohnt, ohne. Und Trimipramin wirkt ja sedierend und beeinflusst den Schlaf.
Ich glaube, mein ZNS ist es gar nicht mehr gewohnt oder (noch) nicht in der Lage, sich von ganz alleine zu beruhigen.

Ich bin seit Jahren in psychotherapeutischer Behandlung. Viele Dinge sind aufgearbeitet, aber noch nicht alle.
Seit 0 sind die Panikattacken und Angstzustände auch weniger und besser geworden.
An Tagen ohne Schmerzen bin ich auch besser gelaunt.
Verzweifelt und schlecht drauf bin ich momentan hauptsächlich wegen der anhaltenden Schlafprobleme und Schmerzen.

Heute und gestern waren die Schmerzen etwas erträglicher, da ich ein bisschen mehr Schlaf bekommen habe.

Liebe Grüße
Ava
Diagnose: mittelgradige Depression ( rezidiv.), generalisierte Angststörung, PTBS

Ausgangssymptome: Traurigkeit, Gedankenkreisen, sehr empfindsam, depressiv verstimmt (soweit die Erinnerung)

Symptome mit der Zeit: schwere Ein-/Durchschlafstörungen bis hin zu zeitweise immer wiederkehrender Schlaflosigkeit, div. Ängste/Phobien, Zwangsgedanken, Verzweiflung, Alpträume, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Schweißausbrüche, Panikattacken, Tinnitus, Rückenschmerzen etc.

Klinikaufenthalte: 2005, 2008, 2013 (Psychosomatische Reha's)

seit 2005 Trimipramin 100mg
Absetzversuch 1: 12/2013 ( gescheitert durch Unwissenheit. 75mg 1 Woche -> 50mg 1 Woche -> 25mg 1 Woche -> 0mg
laut ärztlicher Vorgehensweise. Schwere Absetzsymptome -> starke innere Unruhe, 4 Monate fast schlaflos. (Laut Arzt keine Verbindung zum Absetzen, muss ein anderes Problem sein, Grunderkrankung oder so)
4/2014 Wiedereinahme Trimipramin 100mg ( da sehr verzweifelt, keine Besserung) Symptome nach meiner Erinnerung sofort verschwunden, konnte wieder schlafen.
Absetzversuch 2: 18.4.2018 75 mg -> am 3. Tag schwere Absetzsymptome wie starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrasen etc.

Ende April 2018 Forum im Internet entdeckt! Fazit: durch Unwissenheit zu schnell abgesetzt.

Aufdosiert auf 90mg und dann, wie im Forum empfohlen in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen (mit einigen "Verschnaufpausen" wenn die Absetzsymptome sehr schlimm waren) innerhalb 2 Jahren abgesetzt.

Absetzsymptome: starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, starkes "unter Strom stehen", Ein- und Durchschlafstörungen, Tinnitus, starke Verspannungen, Nacken-und Rückenschmerzen und vieles mehr.

Ausgangsdosis 100mg
21.03.2018 angefangen mit 90mg
Über 2 Jahre in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen ausgeschlichen
Seit 24.03.2020 auf 0mg


Jetzige Beschwerden: seit Tag 0 bis heute keine Nacht mehr durchgeschlafen oder genügen geschlafen, bis hin zur Schlaflosigkeit. Dadurch nicht einen Tag schmerzfrei und ausgeruht, täglich schlimme Kopfschmerzen, Anspannung, Tinnitus, schmerzhafte Verspannungen. Wenige Tage Ausnahme, an denen ich etwas besser oder mehr geschlafen habe.

Derzeitige Einnahmen: Schüßlersalz Nr.7 morgens u. abends und bei Bedarf zwecks Kopfschmerzen, Magnesium, Vitamin B, Vitamin D3, bei Bedarf Passionsblumen-Kapseln oder Tee & Lavendelkapseln oder Tee. Ätherische Öl. Bei Bedarf Melatonin 0,5mg


► Text zeigen
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 4830
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 3205 Mal
Danksagung erhalten: 2243 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Straycat »

Liebe Ava,

da mögliche Verspannungen als Ursache für deine Schmerzen erwähnt wurden, wollte ich dir noch etwas schreiben, das vielleicht wichtig sein könnte.
Sollten die Verspannungen für deine Schmerzen ursächlich sein (oder sie zumindest verstärken) sind die üblichen Gymnastik-Übungen oft eher kontraproduktiv. Also so hat es mir mein Pohltherapeut jedenfalls erklärt.

Ich habe seit ich ein SSRI zu rasch abgesetzt habe dauerhaft Probleme mit Muskelverkrampfungen und infolgedessen Schmerzen. Da der "Schmerzherd" auch im Nacken sitzt, habe ich oft auch in den Kopf ausstrahlende Schmerzen.
Als ich wegen dieser Schmerzen bei verschiedenen Orthopäden war, wurde mir häufig Heilgymnastik verordnet. Das Kontraproduktive daran war, dass meine Muskeln nicht zu schwach waren, sondern nicht mehr loslassen konnten. Eine Kräftigung der Muskeln war daher eigentlich genau das Falsche.
Mit Hilfe der Pohltherapie konnte ich zumindest Linderung erfahren. Dabei wurde einerseits das stark verspannte Gewebe mittels Massagen gelockert und andererseits lernt man den Muskeln durch verschiedene Mobilisierungsübungen wieder, dass sie anspannen, aber dann auch wieder loslassen dürfen.

Ich habe über die letzten Jahre viele verschiedene Gymnastiktechniken und Sportarten ausprobiert, weil ich stets dachte, meine Muskulatur wäre zu schwach und ich müsse durch Kräftigung meine Fehlhaltung korrigieren. Auch einfache Dehnübungen haben mir nie Erleichterung gebracht, weil der Muskeln nach dem Dehnen ja wieder in das "Halten" der Anspannung zurückkehrt. All meine Bemühungen haben dann eigentlich nur zu noch mehr Verspannungen und Schmerzen geführt. Auch mein geliebtes Yoga musste ich einstellen :(, da das Halten der Positionen für die ständig angespannten Muskeln leider kontraproduktiv war.

Falls du dich für die Pohltherapie interessierst, hier ist der Link zur offiziellen Seite: https://pohltherapie.de/
Bitte versteh mich nicht falsch, ich will keinesfalls missionieren. Aber ich dachte mir, vielleicht hilft dir das ja auch irgendwie weiter, falls die Verspannungen bei dir das Ursachenproblem für deine Schmerzen sind.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du eine Möglichkeit zur Linderung der Schmerzen findest :hug:
Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 22558
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 12130 Mal
Danksagung erhalten: 7539 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von padma »

liebe Ava, :)
Was ich tue und schaffe, ist sicher nicht immer genug oder regelmäßig genug.
An vielen Tagen schaffe ich es einfach nicht, da die Schmerzen im Bett liegend und im Dunkeln besser auszuhalten sind.
Ich hoffe, ich schaffe das zu ändern.
Ich glaube, es ist wichtig, das für dich richtige Maß zu finden. Zu viel ist genau so schädlich wie zuwenig. Also es geht nicht darum so viel wie möglich zu schaffen, sondern herauszufinden, wann einem was gut tut. Und auch "Betttage" sind absolut in Ordnung.
Und Trimipramin wirkt ja sedierend und beeinflusst den Schlaf.
Ich glaube, mein ZNS ist es gar nicht mehr gewohnt oder (noch) nicht in der Lage, sich von ganz alleine zu beruhigen.
Das sehe ich auch so.
An Tagen ohne Schmerzen bin ich auch besser gelaunt.
Verzweifelt und schlecht drauf bin ich momentan hauptsächlich wegen der anhaltenden Schlafprobleme und Schmerzen.
Das kann ich gut verstehen. :hug:

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Ava
Beiträge: 8
Registriert: 15.08.2018 14:39
Hat sich bedankt: 8 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: Ava: Anhaltende Beschwerden nach über 6 Monaten auf 0-Trimipramin abgesetzt

Beitrag von Ava »

Hallo Cat 🙂

danke für deine Rückmeldung.
Mit der Pohl-Therapie werde ich mich auf jeden Fall noch genauer beschäftigen.
Danke für die Verlinkung.
Auch Padma hat mir das schon verlinkt und mich darauf aufmerksam gemacht.

Bei mir ist es fast genauso, wie du es auch beschreibst. Und Vieles was ich probiert habe, hat die Schmerzen oder Verspannungen eher verschlimmert.
Ich bin einfach Dauer-angespannt und manchmal fühle ich mich wie versteinert. Ich glaube nicht, dass die Verspannungen der Auslöser oder zumindest alleinige Auslöser der Kopfschmerzen sind. Aber die Verspannungen bzw. die Anspannung, verschlimmert das vielleicht.


Hallo Padma 🙂

danke auch für deine Rückmeldung und deine lieben Worte.

Ich muss einfach das richtige Maß und überhaupt das Richtige finden, was gut tut.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag 🙂
Ava
Diagnose: mittelgradige Depression ( rezidiv.), generalisierte Angststörung, PTBS

Ausgangssymptome: Traurigkeit, Gedankenkreisen, sehr empfindsam, depressiv verstimmt (soweit die Erinnerung)

Symptome mit der Zeit: schwere Ein-/Durchschlafstörungen bis hin zu zeitweise immer wiederkehrender Schlaflosigkeit, div. Ängste/Phobien, Zwangsgedanken, Verzweiflung, Alpträume, Kopfschmerzen, innere Unruhe, Schweißausbrüche, Panikattacken, Tinnitus, Rückenschmerzen etc.

Klinikaufenthalte: 2005, 2008, 2013 (Psychosomatische Reha's)

seit 2005 Trimipramin 100mg
Absetzversuch 1: 12/2013 ( gescheitert durch Unwissenheit. 75mg 1 Woche -> 50mg 1 Woche -> 25mg 1 Woche -> 0mg
laut ärztlicher Vorgehensweise. Schwere Absetzsymptome -> starke innere Unruhe, 4 Monate fast schlaflos. (Laut Arzt keine Verbindung zum Absetzen, muss ein anderes Problem sein, Grunderkrankung oder so)
4/2014 Wiedereinahme Trimipramin 100mg ( da sehr verzweifelt, keine Besserung) Symptome nach meiner Erinnerung sofort verschwunden, konnte wieder schlafen.
Absetzversuch 2: 18.4.2018 75 mg -> am 3. Tag schwere Absetzsymptome wie starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrasen etc.

Ende April 2018 Forum im Internet entdeckt! Fazit: durch Unwissenheit zu schnell abgesetzt.

Aufdosiert auf 90mg und dann, wie im Forum empfohlen in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen (mit einigen "Verschnaufpausen" wenn die Absetzsymptome sehr schlimm waren) innerhalb 2 Jahren abgesetzt.

Absetzsymptome: starke innere Unruhe, Kopfschmerzen, starkes "unter Strom stehen", Ein- und Durchschlafstörungen, Tinnitus, starke Verspannungen, Nacken-und Rückenschmerzen und vieles mehr.

Ausgangsdosis 100mg
21.03.2018 angefangen mit 90mg
Über 2 Jahre in 5-10%-Schritten alle 4 Wochen ausgeschlichen
Seit 24.03.2020 auf 0mg


Jetzige Beschwerden: seit Tag 0 bis heute keine Nacht mehr durchgeschlafen oder genügen geschlafen, bis hin zur Schlaflosigkeit. Dadurch nicht einen Tag schmerzfrei und ausgeruht, täglich schlimme Kopfschmerzen, Anspannung, Tinnitus, schmerzhafte Verspannungen. Wenige Tage Ausnahme, an denen ich etwas besser oder mehr geschlafen habe.

Derzeitige Einnahmen: Schüßlersalz Nr.7 morgens u. abends und bei Bedarf zwecks Kopfschmerzen, Magnesium, Vitamin B, Vitamin D3, bei Bedarf Passionsblumen-Kapseln oder Tee & Lavendelkapseln oder Tee. Ätherische Öl. Bei Bedarf Melatonin 0,5mg


► Text zeigen
Antworten