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Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

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Surferin
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Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Surferin »

Guten Tag,

ich bin neu hier und freue mich, dass ihr zur Zeit wieder neue Mitglieder aufnehmt.

Ich habe vor einiger Zeit von euch erfahren und glaube, dass ich hier richtig bin.

Ich habe nie an einer diagnostizierten psychischen Erkrankungen gelitten, war allerdings von Frühjahr 2016 bis Sommer 2017 krank geschrieben wegen eines Erschöpfungszustandes mit Bandscheibenvorfall. In der Wiedereingliederung fiel es mir schwer, in die Arbeitsbelastung hinein zu finden. Irgendwann war ich so verzweifelt, dass ich versucht habe, mit SSRI (Escitalopram) meiner Gehirnleistung auf die Sprünge zu helfen (hatte ich doch aus dem Bekanntenkreis nur Gutes gehört über das Medikament, und als seit zwanzig Jahren mit psychisch kranken Menschen Arbeitende habe ich auch immer gelernt, dass diese Medikamente super wirksam und harmlos seien).
Zuvor hatte ich mehrere Monate lang LAIF 900 (Johanniskraut) eingenommen (ohne wirklich bemerkbare Wirkung, auch keine Nebenwirkung)

10 mg Escitalopram waren zu viel, nur Nebenwirkungen, keine Wirkung, mein Neurologe riet mir zu weniger. War dann sehr lange auf 8 mg. Etwa nach drei Monaten habe ich erstmalig eine Wirkung bemerkt, mich dann fast so "überm Strich", viel zu gut gelaunt, gefühlt. Wurde aber zum Glück nicht manisch.
Mein Neurologe ist sehr erfahren und wusste, dass dieses Medikament tückisch ist. (Übrigens hat er mir vor Einnahme grundsätzlich von Medis abgeraten, er war schon immer der Meinung, dass ich nicht mit Psychopharmaka behandelt werden sollte).
Hätte ich bloß auf ihn gehört. Aber ich wollte damals unbedingt den Absprung in die Arbeitswelt zurück schaffen.

Er hat mich also dann nachdem es mir besser ging sehr langsam absetzen lassen, etwa 1 mg alle zwei Monate.
Ich habe nach jedem abgesetzten mg komische Krisen gehabt. Habe diese aber nicht mit dem Medikament in Verbindung gebracht.
Z.B. Empfindungsstörungen.
Als ich auf 3 mg war, hat mich mein Neurologe (bei dem ich wegen des Bandscheibenvorfalls schon sehr lange war) als "gesund" aus der Behandlung entlassen, und meinte, ich solle jetzt von 3 auf 0 gehen, denn unter 3 mg könne das Medikament nun wirklich nicht mehr wirken.
(Er hat diese Erfahrung wohl noch nicht gemacht, ist sonst ein echt toller und erfahrener Arzt)
Mir ging es zu der Zeit richtig gut, ich war wieder glücklich bei der Arbeit, und fühlte mich nach Jahren mit Erschöpfung und Schmerzen endlich gesund.

4 Wochen nach null bekam ich starke negative Gedanken. Weitere 4 Wochen später Angstzustände, die ich bisher nicht kannte. Sie waren undefinierbar und hatten kein Thema. Zunehmend bekam ich Angst, die Kontrolle über meinen Verstand zu verlieren.
Ich mailte meinem Arzt, der meinte, dies hätte wohl kaum mit den Medis zu tun. Ich solle ohne weiter machen. Nach weiteren vier Wochen hielt ich es nicht mehr aus, versuchte ihn und meine Therapeutin zu erreichen (ich hatte vor Kurzem, als ich noch "gesund" war, bei ihr angefangen, um ein bestimmtes Thema zu bearbeiten.)
Leider waren da Feiertage (Weihnachten/Silvester). Sie riet mir, mir von einem diensthabenden Arzt Tavor geben zu lassen. Das tat ich. Hatte Ruhe.

Weil wir dann keine andere Möglichkeit sahen und ich nicht Tavorabhängig werden wollte, habe ich Escitalopram wieder angesetzt.
zunächst 3 mg, zwei Tage darauf war ich angstfrei, dann kamen Ängste wieder.
Nach einer Woche erhöht auf 5 mg, nach etwa weiteren zwei Wochen erhöht auf 8 mg.
Vier Wochen später war der ganze Spuk vorbei. Keine Angst, alles gut. Tavor konnte weg, hab es nie wieder gebraucht.

Zwei Wochen später bekam ich starke Kontrollzwänge. In den folgenden Wochen und Monaten schreckliche Zwangsgedanken. Zu einigen Themen konnte ich diese besiegen, ein Thema blieb bis heute und nervt von früh bis spät.
Ich habe damals versucht, durch Dosiserhöhung noch etwas aus dem Medikament herauszuholen. Im Frühsommer 2019 bin ich hoch auf 9 mg, dann auf 10, keine Besserung, wieder runter auf neun.
Das habe ich dann ein Jahr so gelassen in der Hoffnung, ich würde mich noch stabilisieren.
Im Juli 2020 bin ich wieder auf zehn, keine Besserung.
Letzte Woche musste ich mich erstmals für ein Woche krank schreiben lassen, weil die Zwangsgedanken so eine Kraft kosten, dass mir langsam die Kraft für den Alltag und die Arbeit ausgeht.

Nun habe ich hier bei euch Vieles gelesen und denke, es könnte sein, dass ich aus Unwissenheit viel falsch gemacht habe.
Wohl hätte ich bei Auftreten der Entzugssymptome sofort wieder ansetzen sollen.
Vielleicht hätte ich nicht so hoch gehen sollen mit der Dosis.

Aber meine Frage jetzt ist:

Glaubt ihr, ich könnte durch eine Dosiserhöhung noch eine Stabilität erreichen, um dann später auszuschleichen, oder ist es viel eher ratsam, jetzt schrittweise zu reduzieren, da es sich bei den Zwängen möglicherweise um eine Unverträglichkeit oder Paradoxreaktion bei Wiedereinnahme nach Entzugssyndrom handelt?

Wie schätzt ihr das ein?

Ich wäre sehr dankbar um Rat.

Liebe Grüße
Zuletzt geändert von Straycat am 11.10.2020 07:45, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
03/16: Krankschr.aufgr.Erschöpfung durch Überarbeitung; Störung Konzentration u.Aufmerksamkeit, Geräuschempfindlichkeit;Beginn Psychotherapie
04/16-05/16: Klinikaufenth.Psychosomatik;Schlafstörung:Zopiclon 3,75;W: Schlaf ok; NW: keine; Absetzsympt.: keine; zuhause abgesetzt,super Schlaf.
08/16: Bandsch.vorf.HWS; lt.Neurologe Ursache Stress; 03/17 OP m.Vollnarkose;intervallartig Ibuprofen,Ortoton, Sirdalud u.Kortison
Ca.10/16:LAIF 900 v.Neurologe;W:keine deutlich bemerkbare,evtl.Besserung Hirnleistung/ Geräuschempfindlichkeit;NW: keine;Währendd.Beh.mit Vit.B12,Biotin,Folsäure aufgr.Mangel im Blutbild
Mitte 05/17(1M. vor Wiedereingliederung): Plötzl.undefinierb.Angstzustände (unbewusste Angst vor Arbeitseinstieg?); äußere Wunsch Psychopharmaka: Mirtazapin (ca. 7,5 mg) 9 Tage;W:keine;NW:Dauerschläfrigkeit;abgesetzt;Opipramol 25 mg 14 Tage; W:keine erinnerbare; NW:keine erinnerbare;Während Vers.mit Opipr.beginnt Mitte 06/17 Wiedereingliederung; Angstzust.sind mit Beginn Arbeit weg.Statt dessen Erschöpfung wieder da,muss nach 3 Std. Arbeit 2 Std. schlafen.Verzweiflung.Neurologe setztOpipramol ab,Escitalopram an;ca.in dieser Zeit LAIF 900 abgesetzt(verm. Mit Beginn Escit.)
Mit Beg.Wiedereingliederung Zopiclon 3,75 b.Bed.,eingenommen vor Arbeitstagen,nicht wochenends u.i.Urlaub
Mitte 07/17: 10 mg Escit.; W:keine; NW: weiß nicht;08/17 Red.auf 8mg:W:keine,arbeite mich millimeterweise aus Erschöpfung raus,10/2017 50% Arbeit möglich
11/17:Plötzl.extrem gute Laune
Ausschleichprozess Escitalopram: 01/18-10/18:Ca.alle 8 W.1mg weg; Absetzsympt.:Ca. nach jedem mg kurze Krisen,leichte Kontrollzwänge;körperl.Empfindungsstörungen;Frühjahr 2018 Mönchspfeffer(Agnus castus 4mg) gegen körperl.Empf.st.;Besserung
10/18 noch 3 mg Esc.;Erhöhung Arbeit auf 60%;Gefühl gesund zu sein,Neurologe entlässt mich gesund,Therapeut entl.m.gesund,empfiehlt spez.Thema noch mit weibl.Therapeutin zu behandeln.Beginne Therapie bei ihr.Zopicl. konnte ich in letzter Zeit auf 1,9 mg vierteln,teils ganz weglassen.Neurologe sagt ich könne von 3 auf 0 mg Esc. da unter 3 keine Wirkung
Escitalopram abgesetzt
11/18: Plötzlich extrem neg.Gedanken;Verm.in dieser Zeit wieder vermehrte Einnahme von Zopicl.
12/18: Undefinierb. Angstzust.; 01/2019: Gefühl durchzudrehen; 0,5 mg Tavor geben lassen;W: Angst weg; 01/19-03/19 fast tgl.0,5 Tavor
Therapeutin erkennt keinen psychologischen Grund für Symptomatik.
02/19: Wiedereindosierung Escitalopram 3mg: 2 Tage symptomfrei,dann wieder Angst;Ca. n.1 Woche 5mg;Ca.n.10 Tagen 8mg;Langs. Besserung,Tavor abgesetzt; Mitte 03/19 symptomfrei
Eine Woche später Auftreten starker Kontrollzwänge und schrecklicher Zwangsgedanken
06/19: Erhöhung Esc.auf 9mg:leichte Besserung, dann wieder schlimmer; 07/19: Erhöhung auf 10mg, Verschlimmerung,nach 14 Tagen runter auf 9; 08/19:Quetiapin 25mg; W: Reduktion Zwangsged. auf erträgl. Maß; NW: Wie starke Schlaftablette, schlafe ohne Wecker 10-15 Std.;Zopiclon abgesetzt
Frühjahr 20: Erh. Arbeit auf 65, dann 70%
07/20 Erh. auf 10mg Esc.;Keine deutl.Verb.; 08/20 4 Tage Mönchspfeffer vergessen;1 W. Ruhe im Kopf(Was wohl eher am Surfen lag); 09/20 Ausschl.v.Mönchspfeffer über 3 Wochen; 11/20 Anw.d.Methode aus Buch:„Für-immer-Urlaub-von Zwangsgedanken“ v.Sascha Schwarz;seitdem fast grübelfrei!!
Aktuelle Medikation:10mg Esc.,25mg Quetiapin.Was mir hilft:Das erwähnte Buch; Surfen!(Wellenreiten);Musik machen,tanzen,Sport
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Straycat »

Hallo Surferin,

willkommen im ADFD.

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Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

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Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik "Antidepressiva absetzen" verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
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Sonne27
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Surferin,

Schön das du zu uns in's Forum gefunden hast.

Da ich momentan unter Kopfschmerzen leide, möchte ich nur kurz antworten.

Du schreibst du hast vor der Einnahme von Escitalopram mehrere Monate Johanniskraut Laif 900 eingenommen, hast du dieses einfach abgesetzt?

Die Aussage deines Neurologen 3mg hätten keine Wirkung mehr, entspricht schlicht und ergreifend nicht der Tatsache.
Auch geringe Dosen und gerade die haben noch eine enorme Wirkung auf unserer Zentralenervensystem und können wie du leider merkst gravierende Absetzsymptome verursachen.

Wir hier im Forum, empfehlen ja immer nur geringfügig eine Wiedereindosierung zu probieren, denn umso länger man auf 0 ist (in deinem Fall ja über 8 Wochen) steigt die Gefahr der Unverträglichkeit.

Ich persönlich, glaube nicht das du mit einer Dosis Erhöhung Stabilität erlangst, denn jeder Dosiswechsel ob nach unten oder nach oben ist Stress für's Zentralenervensystem.

Wielange nimmst du Escitalopram wieder ein?

Toll, wäre es wenn du schon mal eine Signatur anlegst, Cat hat dir in den Infos oben verlinkt wie das funktioniert.

Liebe Grüße 🌞
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Susanne1978
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Susanne1978 »

Hallo Surferin, das mit den Zwangsgedanken kenne ich leider auch. Teilweise auch sehr stark ausgeprägt.

Ich nehme ein anderes Medikament wie du, aber die Gedanken kamen in der Einschleichphase und da wurde das Medikament in meinen Augen bei mir viel zu hoch angesetzt.

Ich konnte auch ein hormonelles Muster erkennen. Sprich Eisprung/Regel. Vielleicht guckst du da mal ob das auf dich auch zutrifft.

Ansonsten, ich bin kein Arzt, wüsste ich nicht was eine Erhöhung bezwecken könnte. Guck mal, bei mir würde auch erhöht, erhöht.... Ich habe einen unglaublichsn Bluthochdruck bekommen. Das waren ganz schlimme Symptome, wo ich sagte: Das ist kein Zustand mit dem ich Leben kann....

Der "tollen" Ärzte haben mich dann quasi als gefährdet gesehen. Dabei hat mein Körper sich gewehrt und einfach nur reagiert. Wenn ich zuviel gesoffen habe, dann reagiert der Körper ja auch! Oder?

Naja, soviel von mir.

Im Ernst, versuche dich runter zu dosieren und finde eine Strategie mit den Gedanken.

Kennst du das Buch: Kobold im Kopf!

Ich habe mir immer gesagt: Glaube nicht alles was du denkst und du bist nicht deine Gedanken!

LG Susanne
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 = abzgl. 5% = 142,50 mg
01.02.2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
01.03.2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg
01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg
11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg
11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg
29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg
18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg
01.05.2020 = abzgl. 10% = 67,50 mg
02.07.2020 = abzgl. 7,5% = 62,50 mg
26.08.2020 = abzgl. 10% = 56,25 mg
23.10.2020 = abzgl. 10% = 50,00 mg

Seit 07.01.21 täglich 5 mg Amlodipin
simonb
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von simonb »

Hallo Surferin :)

Auch von mir willkommen im Forum. Bitte schreibe eine ausführliche Signatur (Anleitung im Begrüßungstext) wann du wieviel und welche Mediakamente genommen hast,
am bsten mit Datum/Monatsangabe reicht im Zweifelsfall :wink:
Dann können wir dir hier besser einen Rat geben.

LG Simon
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"Weniger ist mehr im Entzug" ( meine Meinung zu Nems)
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Signatur ist nach erstellen weg

Beitrag von Surferin »

Liebe Forums-Leiter,

vielen Dank für die schnellen Antworten.

ich habe eben 3 Stunden lang eine Signatur erstellt, und nachdem ich auf Vorschau geklickt habe war alles weg. Und ich musste mich neu anmelden.
Kann man die irgendwie wieder herstellen? Oder muss ich sie nochmal schreiben? Was kann ich tun, dass das nicht wieder passiert?

Liebe Grüße
Surferin
03/16: Krankschr.aufgr.Erschöpfung durch Überarbeitung; Störung Konzentration u.Aufmerksamkeit, Geräuschempfindlichkeit;Beginn Psychotherapie
04/16-05/16: Klinikaufenth.Psychosomatik;Schlafstörung:Zopiclon 3,75;W: Schlaf ok; NW: keine; Absetzsympt.: keine; zuhause abgesetzt,super Schlaf.
08/16: Bandsch.vorf.HWS; lt.Neurologe Ursache Stress; 03/17 OP m.Vollnarkose;intervallartig Ibuprofen,Ortoton, Sirdalud u.Kortison
Ca.10/16:LAIF 900 v.Neurologe;W:keine deutlich bemerkbare,evtl.Besserung Hirnleistung/ Geräuschempfindlichkeit;NW: keine;Währendd.Beh.mit Vit.B12,Biotin,Folsäure aufgr.Mangel im Blutbild
Mitte 05/17(1M. vor Wiedereingliederung): Plötzl.undefinierb.Angstzustände (unbewusste Angst vor Arbeitseinstieg?); äußere Wunsch Psychopharmaka: Mirtazapin (ca. 7,5 mg) 9 Tage;W:keine;NW:Dauerschläfrigkeit;abgesetzt;Opipramol 25 mg 14 Tage; W:keine erinnerbare; NW:keine erinnerbare;Während Vers.mit Opipr.beginnt Mitte 06/17 Wiedereingliederung; Angstzust.sind mit Beginn Arbeit weg.Statt dessen Erschöpfung wieder da,muss nach 3 Std. Arbeit 2 Std. schlafen.Verzweiflung.Neurologe setztOpipramol ab,Escitalopram an;ca.in dieser Zeit LAIF 900 abgesetzt(verm. Mit Beginn Escit.)
Mit Beg.Wiedereingliederung Zopiclon 3,75 b.Bed.,eingenommen vor Arbeitstagen,nicht wochenends u.i.Urlaub
Mitte 07/17: 10 mg Escit.; W:keine; NW: weiß nicht;08/17 Red.auf 8mg:W:keine,arbeite mich millimeterweise aus Erschöpfung raus,10/2017 50% Arbeit möglich
11/17:Plötzl.extrem gute Laune
Ausschleichprozess Escitalopram: 01/18-10/18:Ca.alle 8 W.1mg weg; Absetzsympt.:Ca. nach jedem mg kurze Krisen,leichte Kontrollzwänge;körperl.Empfindungsstörungen;Frühjahr 2018 Mönchspfeffer(Agnus castus 4mg) gegen körperl.Empf.st.;Besserung
10/18 noch 3 mg Esc.;Erhöhung Arbeit auf 60%;Gefühl gesund zu sein,Neurologe entlässt mich gesund,Therapeut entl.m.gesund,empfiehlt spez.Thema noch mit weibl.Therapeutin zu behandeln.Beginne Therapie bei ihr.Zopicl. konnte ich in letzter Zeit auf 1,9 mg vierteln,teils ganz weglassen.Neurologe sagt ich könne von 3 auf 0 mg Esc. da unter 3 keine Wirkung
Escitalopram abgesetzt
11/18: Plötzlich extrem neg.Gedanken;Verm.in dieser Zeit wieder vermehrte Einnahme von Zopicl.
12/18: Undefinierb. Angstzust.; 01/2019: Gefühl durchzudrehen; 0,5 mg Tavor geben lassen;W: Angst weg; 01/19-03/19 fast tgl.0,5 Tavor
Therapeutin erkennt keinen psychologischen Grund für Symptomatik.
02/19: Wiedereindosierung Escitalopram 3mg: 2 Tage symptomfrei,dann wieder Angst;Ca. n.1 Woche 5mg;Ca.n.10 Tagen 8mg;Langs. Besserung,Tavor abgesetzt; Mitte 03/19 symptomfrei
Eine Woche später Auftreten starker Kontrollzwänge und schrecklicher Zwangsgedanken
06/19: Erhöhung Esc.auf 9mg:leichte Besserung, dann wieder schlimmer; 07/19: Erhöhung auf 10mg, Verschlimmerung,nach 14 Tagen runter auf 9; 08/19:Quetiapin 25mg; W: Reduktion Zwangsged. auf erträgl. Maß; NW: Wie starke Schlaftablette, schlafe ohne Wecker 10-15 Std.;Zopiclon abgesetzt
Frühjahr 20: Erh. Arbeit auf 65, dann 70%
07/20 Erh. auf 10mg Esc.;Keine deutl.Verb.; 08/20 4 Tage Mönchspfeffer vergessen;1 W. Ruhe im Kopf(Was wohl eher am Surfen lag); 09/20 Ausschl.v.Mönchspfeffer über 3 Wochen; 11/20 Anw.d.Methode aus Buch:„Für-immer-Urlaub-von Zwangsgedanken“ v.Sascha Schwarz;seitdem fast grübelfrei!!
Aktuelle Medikation:10mg Esc.,25mg Quetiapin.Was mir hilft:Das erwähnte Buch; Surfen!(Wellenreiten);Musik machen,tanzen,Sport
Ululu
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Ululu »

Hallo Surferin,

es tut mir leid, dass deine komplette Signatur wieder verschwunden ist.
:o
Wenn du eine Weile (Ich meine es wäre eine Stunde) quasi inaktiv bist und das Forum merkt leider nicht, wenn du schreibst ohne zwischendurch zu speichern oder zu blättern, wirst du abgemeldet und dein Text ist dann leider weg.
:?
Durch Zwischenspeichern ( Entwurf speichern) kannst du das verhindern. Du kannst dann später in dem Entwurf weiter schreiben.

LG Ute
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Straycat
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Straycat »

Liebe Surferin,
Liebe Ute,

Ich glaube bei der Signatur gibt es kein "Entwurf speichern", wie es das bei Beträgen sonst im Editor gibt.
Ich würde daher bei der Signatur diese zB in einem Word Dokument zwischenspeichern.

Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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padma
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von padma »

hallo Surferin, :)

du kannst die Signatur auch abschnittsweise verfassen und senden. Einfach nur auf "Senden" gehen und dann über "Signatur ändern" weiter schreiben.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Surferin »

Hallo zusammen,

erst mal vielen Dank euch allen für die schnellen Antworten.
Jetzt habe ich endlich die Signatur (versuchte es vor zwei Wochen schon einmal, und dann war plötzlich alles weg).

Bitte verzeiht mir, dass sie noch nicht formatiert ist.
Ich habe sie grade stundenlang auf die vorgeschriebenen Zeichen gekürzt und wollte dann formatieren. Leider erscheint die vorgenommene Formatierung im Änderungs-Textfeld nicht, sondern es erscheint die, äh, Programmiersprache dafür. (Irgendwelche Zeichen). Erst bei der Vorschau erscheint die echte Formatierung. Da aber die komischen Zeichen im Änderungsfeld mitgezählt werden, komme ich wieder über die Zeichenanzahl und kann daher nicht weiter formatieren. :x
Weiß jemand, was ich da tun kann?

Zur Signatur:
Also bei allem, was ich hier auf den Seiten schon gelesen habe, ist denke ich das Escitalopram bei mir der "Übeltäter", und die Symptome entstanden durch das Absetzen und den danach aus Unwissenheit falsch durchgeführten Entzug. Die Zwangssymptome entstanden m.E.n. durch die Wiedereinnahme, evtl. als Paradox?
Das ist meine These.
Jedenfalls habe ich vor Escitalopram psychisch ein normales Leben geführt, meiner Ansicht nach.

Beim Erstellen fiel mir aber auf, dass da noch einige andere Medis zeitweise im Spiel waren.

Vielleicht seht ihr ja etwas, was ich nicht sehe??

Liebe Grüße
03/16: Krankschr.aufgr.Erschöpfung durch Überarbeitung; Störung Konzentration u.Aufmerksamkeit, Geräuschempfindlichkeit;Beginn Psychotherapie
04/16-05/16: Klinikaufenth.Psychosomatik;Schlafstörung:Zopiclon 3,75;W: Schlaf ok; NW: keine; Absetzsympt.: keine; zuhause abgesetzt,super Schlaf.
08/16: Bandsch.vorf.HWS; lt.Neurologe Ursache Stress; 03/17 OP m.Vollnarkose;intervallartig Ibuprofen,Ortoton, Sirdalud u.Kortison
Ca.10/16:LAIF 900 v.Neurologe;W:keine deutlich bemerkbare,evtl.Besserung Hirnleistung/ Geräuschempfindlichkeit;NW: keine;Währendd.Beh.mit Vit.B12,Biotin,Folsäure aufgr.Mangel im Blutbild
Mitte 05/17(1M. vor Wiedereingliederung): Plötzl.undefinierb.Angstzustände (unbewusste Angst vor Arbeitseinstieg?); äußere Wunsch Psychopharmaka: Mirtazapin (ca. 7,5 mg) 9 Tage;W:keine;NW:Dauerschläfrigkeit;abgesetzt;Opipramol 25 mg 14 Tage; W:keine erinnerbare; NW:keine erinnerbare;Während Vers.mit Opipr.beginnt Mitte 06/17 Wiedereingliederung; Angstzust.sind mit Beginn Arbeit weg.Statt dessen Erschöpfung wieder da,muss nach 3 Std. Arbeit 2 Std. schlafen.Verzweiflung.Neurologe setztOpipramol ab,Escitalopram an;ca.in dieser Zeit LAIF 900 abgesetzt(verm. Mit Beginn Escit.)
Mit Beg.Wiedereingliederung Zopiclon 3,75 b.Bed.,eingenommen vor Arbeitstagen,nicht wochenends u.i.Urlaub
Mitte 07/17: 10 mg Escit.; W:keine; NW: weiß nicht;08/17 Red.auf 8mg:W:keine,arbeite mich millimeterweise aus Erschöpfung raus,10/2017 50% Arbeit möglich
11/17:Plötzl.extrem gute Laune
Ausschleichprozess Escitalopram: 01/18-10/18:Ca.alle 8 W.1mg weg; Absetzsympt.:Ca. nach jedem mg kurze Krisen,leichte Kontrollzwänge;körperl.Empfindungsstörungen;Frühjahr 2018 Mönchspfeffer(Agnus castus 4mg) gegen körperl.Empf.st.;Besserung
10/18 noch 3 mg Esc.;Erhöhung Arbeit auf 60%;Gefühl gesund zu sein,Neurologe entlässt mich gesund,Therapeut entl.m.gesund,empfiehlt spez.Thema noch mit weibl.Therapeutin zu behandeln.Beginne Therapie bei ihr.Zopicl. konnte ich in letzter Zeit auf 1,9 mg vierteln,teils ganz weglassen.Neurologe sagt ich könne von 3 auf 0 mg Esc. da unter 3 keine Wirkung
Escitalopram abgesetzt
11/18: Plötzlich extrem neg.Gedanken;Verm.in dieser Zeit wieder vermehrte Einnahme von Zopicl.
12/18: Undefinierb. Angstzust.; 01/2019: Gefühl durchzudrehen; 0,5 mg Tavor geben lassen;W: Angst weg; 01/19-03/19 fast tgl.0,5 Tavor
Therapeutin erkennt keinen psychologischen Grund für Symptomatik.
02/19: Wiedereindosierung Escitalopram 3mg: 2 Tage symptomfrei,dann wieder Angst;Ca. n.1 Woche 5mg;Ca.n.10 Tagen 8mg;Langs. Besserung,Tavor abgesetzt; Mitte 03/19 symptomfrei
Eine Woche später Auftreten starker Kontrollzwänge und schrecklicher Zwangsgedanken
06/19: Erhöhung Esc.auf 9mg:leichte Besserung, dann wieder schlimmer; 07/19: Erhöhung auf 10mg, Verschlimmerung,nach 14 Tagen runter auf 9; 08/19:Quetiapin 25mg; W: Reduktion Zwangsged. auf erträgl. Maß; NW: Wie starke Schlaftablette, schlafe ohne Wecker 10-15 Std.;Zopiclon abgesetzt
Frühjahr 20: Erh. Arbeit auf 65, dann 70%
07/20 Erh. auf 10mg Esc.;Keine deutl.Verb.; 08/20 4 Tage Mönchspfeffer vergessen;1 W. Ruhe im Kopf(Was wohl eher am Surfen lag); 09/20 Ausschl.v.Mönchspfeffer über 3 Wochen; 11/20 Anw.d.Methode aus Buch:„Für-immer-Urlaub-von Zwangsgedanken“ v.Sascha Schwarz;seitdem fast grübelfrei!!
Aktuelle Medikation:10mg Esc.,25mg Quetiapin.Was mir hilft:Das erwähnte Buch; Surfen!(Wellenreiten);Musik machen,tanzen,Sport
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Susanne1978 »

Hallo Surferin, nimmst du die Pille oder dergleichen zu dir? Und warum hast du Mönchspfeffer?

Nimmst du noch 25 mg Quetiapin und 10 mg Citalopram?

LG Susanne
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 = abzgl. 5% = 142,50 mg
01.02.2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
01.03.2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg
01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg
11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg
11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg
29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
12.01.2020 = abzgl. 5% = 83,00 mg
18.02.2020 = abzgl. 10% = 75,00 mg
01.05.2020 = abzgl. 10% = 67,50 mg
02.07.2020 = abzgl. 7,5% = 62,50 mg
26.08.2020 = abzgl. 10% = 56,25 mg
23.10.2020 = abzgl. 10% = 50,00 mg

Seit 07.01.21 täglich 5 mg Amlodipin
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Straycat »

Hallo Surferin,
Surferin hat geschrieben: 11.11.2020 17:39 Jetzt habe ich endlich die Signatur (versuchte es vor zwei Wochen schon einmal, und dann war plötzlich alles weg).

Bitte verzeiht mir, dass sie noch nicht formatiert ist.
Ich habe sie grade stundenlang auf die vorgeschriebenen Zeichen gekürzt und wollte dann formatieren. Leider erscheint die vorgenommene Formatierung im Änderungs-Textfeld nicht, sondern es erscheint die, äh, Programmiersprache dafür. (Irgendwelche Zeichen). Erst bei der Vorschau erscheint die echte Formatierung. Da aber die komischen Zeichen im Änderungsfeld mitgezählt werden, komme ich wieder über die Zeichenanzahl und kann daher nicht weiter formatieren. :x
Weiß jemand, was ich da tun kann?
Guck mal ob du unter dem Eingabefeld für die Signatur das Kästchen für "BBCode ausschalten" angehakt hast.
Das sollte der "Übeltäter" dafür sein, dass nur die Befehle angezeigt werden, aber nicht die Formatierung.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Surferin »

Hallo cat,

vielen Dank - das mit dem BBCode hatte aber bei mir keinen Einfluss.
Ich habe jetzt einfach Stück für Stück formatiert und immer wieder abgespeichert, und ein bisschen gekürzt.
So ist es gegangen.

LG
03/16: Krankschr.aufgr.Erschöpfung durch Überarbeitung; Störung Konzentration u.Aufmerksamkeit, Geräuschempfindlichkeit;Beginn Psychotherapie
04/16-05/16: Klinikaufenth.Psychosomatik;Schlafstörung:Zopiclon 3,75;W: Schlaf ok; NW: keine; Absetzsympt.: keine; zuhause abgesetzt,super Schlaf.
08/16: Bandsch.vorf.HWS; lt.Neurologe Ursache Stress; 03/17 OP m.Vollnarkose;intervallartig Ibuprofen,Ortoton, Sirdalud u.Kortison
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10/18 noch 3 mg Esc.;Erhöhung Arbeit auf 60%;Gefühl gesund zu sein,Neurologe entlässt mich gesund,Therapeut entl.m.gesund,empfiehlt spez.Thema noch mit weibl.Therapeutin zu behandeln.Beginne Therapie bei ihr.Zopicl. konnte ich in letzter Zeit auf 1,9 mg vierteln,teils ganz weglassen.Neurologe sagt ich könne von 3 auf 0 mg Esc. da unter 3 keine Wirkung
Escitalopram abgesetzt
11/18: Plötzlich extrem neg.Gedanken;Verm.in dieser Zeit wieder vermehrte Einnahme von Zopicl.
12/18: Undefinierb. Angstzust.; 01/2019: Gefühl durchzudrehen; 0,5 mg Tavor geben lassen;W: Angst weg; 01/19-03/19 fast tgl.0,5 Tavor
Therapeutin erkennt keinen psychologischen Grund für Symptomatik.
02/19: Wiedereindosierung Escitalopram 3mg: 2 Tage symptomfrei,dann wieder Angst;Ca. n.1 Woche 5mg;Ca.n.10 Tagen 8mg;Langs. Besserung,Tavor abgesetzt; Mitte 03/19 symptomfrei
Eine Woche später Auftreten starker Kontrollzwänge und schrecklicher Zwangsgedanken
06/19: Erhöhung Esc.auf 9mg:leichte Besserung, dann wieder schlimmer; 07/19: Erhöhung auf 10mg, Verschlimmerung,nach 14 Tagen runter auf 9; 08/19:Quetiapin 25mg; W: Reduktion Zwangsged. auf erträgl. Maß; NW: Wie starke Schlaftablette, schlafe ohne Wecker 10-15 Std.;Zopiclon abgesetzt
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von simonb »

Hallo Surferin :)

Vielen Dank für deine Signatur :wink:
Hast du weitere Fragen?

LG Simon
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Mit dem Entzug ist es wie mit dem pupsen, wenn man's zwingt ist's Schei :censored: e!

"Weniger ist mehr im Entzug" ( meine Meinung zu Nems)
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Surferin »

Hallo Simon,

danke für deine Nachricht.

Meine Haupt-Frage ist nach wie vor:
Haltet ihr es für möglich, dass die plötzlich auftretenden Zwangssymptome nach der Wiedereindosierung Escitalopram im März 2019 eine paradoxe Reaktion sind (es wird ja auch gegen Zwänge verordnet)? Hat da jemand von euch Erfahrung oder schonmal davon gehört?
Nachdem ich hier im Forum einiges gelesen habe, ist das eine These von mir, dass das eine Reaktion auf die viell. zu späte Wiedereindosierung war.

Andererseits hat die Wiedereindosierung ja damals zunächst nochmal gut gewirkt, die Angstsymptomatik (damalige Entzugssymptomatik) war und ist weg.

Ich stehe jetzt halt vor der Entscheidung, ob ich in den Ausschleichprozess gehen soll oder lieber noch nicht.
Ich habe es so lange nicht getan, weil ich immer gehofft habe, mich auf dem Medikament nochmals zu stabilisieren.
Im Moment geht es mir tatsächlich erstmals nach zwei Jahren viel besser. Das liegt aber vermutlich am meisten daran, dass ich die Methode aus dem von mir erwähnten Buch gegen Zwänge recht erfolgreich umsetze.
Dennoch lässt die momentane Stabilisierung mich zweifeln, ob es gut ist, jetzt schon auszuschleichen.
Andererseits, sollte das Escitalopram wirklich der "Zwangs-Übeltäter" sein, dann bestünde Hoffnung, dass die Zwänge zurück gehen mit dem Ausschleichen.
Denn obwohl es mir besser geht, stolpere ich trotzdem täglich über Zwänge.
Nur kann ich jetzt halt besser mit umgehen.

Das ist mein aktueller Konflikt.

Andere Möglichkeit: Ich gehe sogar noch ein bisschen hoch mit der Dosis. Für den Fall dass sich die Erhöhung auf 10mg im Juli nun doch noch positiv ausgewirkt hat, könnte eine Erhöhung viell. noch mehr stabilisieren.? Wer weiß das schon.

Ich finde es grundsätzlich schwer zu unterscheiden, ob Verbesserungen/ Verschlechterungen grade Medikamentenbedingt bzw. von Dosisänderungen abhängig sind oder nicht.

Wie ist deine/ eure Meinung zu dem Ganzen?

Seht ihr Forenleiter eigentlich immer, wenn ich hier was Neues rein schreibe, oder soll ich den Leuten einzeln persönlich Nachrichten schreiben?

Vielen Dank und Grüße
Surferin
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Mitte 05/17(1M. vor Wiedereingliederung): Plötzl.undefinierb.Angstzustände (unbewusste Angst vor Arbeitseinstieg?); äußere Wunsch Psychopharmaka: Mirtazapin (ca. 7,5 mg) 9 Tage;W:keine;NW:Dauerschläfrigkeit;abgesetzt;Opipramol 25 mg 14 Tage; W:keine erinnerbare; NW:keine erinnerbare;Während Vers.mit Opipr.beginnt Mitte 06/17 Wiedereingliederung; Angstzust.sind mit Beginn Arbeit weg.Statt dessen Erschöpfung wieder da,muss nach 3 Std. Arbeit 2 Std. schlafen.Verzweiflung.Neurologe setztOpipramol ab,Escitalopram an;ca.in dieser Zeit LAIF 900 abgesetzt(verm. Mit Beginn Escit.)
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10/18 noch 3 mg Esc.;Erhöhung Arbeit auf 60%;Gefühl gesund zu sein,Neurologe entlässt mich gesund,Therapeut entl.m.gesund,empfiehlt spez.Thema noch mit weibl.Therapeutin zu behandeln.Beginne Therapie bei ihr.Zopicl. konnte ich in letzter Zeit auf 1,9 mg vierteln,teils ganz weglassen.Neurologe sagt ich könne von 3 auf 0 mg Esc. da unter 3 keine Wirkung
Escitalopram abgesetzt
11/18: Plötzlich extrem neg.Gedanken;Verm.in dieser Zeit wieder vermehrte Einnahme von Zopicl.
12/18: Undefinierb. Angstzust.; 01/2019: Gefühl durchzudrehen; 0,5 mg Tavor geben lassen;W: Angst weg; 01/19-03/19 fast tgl.0,5 Tavor
Therapeutin erkennt keinen psychologischen Grund für Symptomatik.
02/19: Wiedereindosierung Escitalopram 3mg: 2 Tage symptomfrei,dann wieder Angst;Ca. n.1 Woche 5mg;Ca.n.10 Tagen 8mg;Langs. Besserung,Tavor abgesetzt; Mitte 03/19 symptomfrei
Eine Woche später Auftreten starker Kontrollzwänge und schrecklicher Zwangsgedanken
06/19: Erhöhung Esc.auf 9mg:leichte Besserung, dann wieder schlimmer; 07/19: Erhöhung auf 10mg, Verschlimmerung,nach 14 Tagen runter auf 9; 08/19:Quetiapin 25mg; W: Reduktion Zwangsged. auf erträgl. Maß; NW: Wie starke Schlaftablette, schlafe ohne Wecker 10-15 Std.;Zopiclon abgesetzt
Frühjahr 20: Erh. Arbeit auf 65, dann 70%
07/20 Erh. auf 10mg Esc.;Keine deutl.Verb.; 08/20 4 Tage Mönchspfeffer vergessen;1 W. Ruhe im Kopf(Was wohl eher am Surfen lag); 09/20 Ausschl.v.Mönchspfeffer über 3 Wochen; 11/20 Anw.d.Methode aus Buch:„Für-immer-Urlaub-von Zwangsgedanken“ v.Sascha Schwarz;seitdem fast grübelfrei!!
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Surferin »

Kleine Korrektur meiner oben stehenden Nachricht: Im drittletzten Abschnitt meinte ich nicht "von Dosisänderungen abhängig" sondern "von Dosisänderungen verursacht".
Ich meinte mit dem Satz, es ist schwer zu unterscheiden, ob die Ursachen für jegliche Veränderungen (pos./neg.) grade medikamentös bedingt sind oder wo ganz anders liegen - es gibt ja so viele andere Faktoren, wie z.B. das Buch das mir hilft etc., Stress, Entspannung, u.v.m.
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Mitte 07/17: 10 mg Escit.; W:keine; NW: weiß nicht;08/17 Red.auf 8mg:W:keine,arbeite mich millimeterweise aus Erschöpfung raus,10/2017 50% Arbeit möglich
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von simonb »

Hallo, deiner Signatur entnehme ich, das du von 1-3/2019 täglich Tavor genommen hast, die meisten sind nach dieser Zeit davon abhängig.
Du hast das Tavor dann abgesetzt (abrupt, oder ausgeschlichen?) und parallel bist du mit dem Esci weiter hochgegangen...du hast erst nach ca 4 Monaten wiedereindosiert, mit 3 mg , was schon viel ist. Wieso bist du wieder bis auf 10 rauf? SSRI sind sehr potent.

Deine Zwänge könnten auch vom absetzen des Tavors gekommen sein, zudem hast du das Esci relativ schnell wieder hochgezogen.
Wenn eine erhöhte Dosis eines SSRI auf ein uU gereiztes Nervenssystem trifft, könnten auch solche Zustände auftreten, vielleicht ein Wechselspiel.
Ich denke generell können Zwänge auch NW von SSRI sein, bzw auch als Absetzsymptome auftreten...diese Frage ist nicht sicher zu beantworten.

Dann hast du ja noch Quetiapin bekommen, da kann man schon vermuten, das dein Körper im Entzugszustand war, bzw die Wiedereindosierung mit 10 mg Esci ggf zu hoch war.Denn sonst bräuchtest du ja nichts was deckelt, denn genau das tut ja Quetiapin. Evtl. deckelt es bei dir die Wirkung vom Esci, die ja sehr antreibend ist bzw sich sicher auch in solchen Zwängen äußern könnte.

Stabilität scheint mir vorerst das wichtigste. Weiter aufdosieren würde ich keinesfalls, im Gegenteil, ich könnte mir auch vorstellen, das dass Esci zu deinen momentanen Schwierigkeiten beiträgt. Es aber jetzt zu schnell zu reduzieren, könnte ähnliche Symptome provozieren.
Wie lange bist du schon stabil. Hast du dich schon in den Begrüßungstext zum Thema Reduktion von Psyachopharmaka eingelesen?

10 mg Esci sind 20 mg Citalopram, das ist schon ne recht ordentliche Dosis, die ganz schön Wums hat. Dies ist ein phramakristisches Forum, und wir werden hier keinem zu einer Aufdosierung raten.

Schreib am besten hier in deinem Thread weiter, viele vom Team haben die PN Funktion auch gesperrt. Das ist als Ehrenamt nicht zu leisten, jeden Tag einzelne Nachrichten zu beantworten. Lieber hier, dann können wir auch noch was dazulernen.

Zudem haben wir hier auch sehr viele erfahrene Mitglieder, die nicht Mitglied des Teams sind, aber trotzdem kompetent weiterhelfen.
Genau das ist ja auch der Sinn eines Selbsthilfeforums. Auch freuen wir uns deshalb, wenn zb Mitglieder bei anderen reinschauen,
um Tips zu geben , Anteil zu nehmen, oder sich über die Danke -Funktion zu bedanken..

Am liebsten ist uns, wenn jeder hier mit der Zeit (durch Austausch ,einlesen in die Themen usw) sein eigener Experte für den Entzug wird.
Wir vom Team bekommen nicht automatisch bescheid, wenn jemand etwas schreibt, schauen aber immer mal wieder hier in diese Rubrik rein.

LG Simon
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"Weniger ist mehr im Entzug" ( meine Meinung zu Nems)
Dietrich
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Re: Surferin: Paradoxe Wirkung bei Einnahme nach Entzug? (Escitalopram)

Beitrag von Dietrich »

Hi surferin!
Ich surfe auch. Wo kommst du her? Was sind deine Lieblingsspots? Shortboarder oder longboarder? :)
Grüße dirk
09/2018 Psychiatrie
DIAGNOSE 1: Somatoforme Funktionsstörung
Quetiapin 100 mg
10/2018 zuhause Versuch Prozac 20 mg
2 Wochen
Beginn zusätzlicher Symptome PSSD
11/2018 experimente mit NEM auch Joha nochmal
kurz Quetiapin, dann medifrei
05/2019 2.5 mg Abilify 5 Monate wegen
Ängsten, heute weiß ich waren immer noch
Prozacentzug
DIAGNOSE 2: Somatizierung mit Wahnanteilen und
Depression
10/2019 Absetzen von Abilify mit totalen Crash
Pssd, DP/DR, Anhedonie, Aphaty,
Herzprobleme, Schlaflosigkeit, Durchfall
12/2019
- 03/2020 Uniklinik Mainz/Psychiatrie wegen
Suizidgedanken
Versuche mit Moclo 600 mg,
Lithium 1125 mg, Ketamin 8 Injektionen

DIAGNOSE 3: Schwere Depressionen mit
psychotischen Anteilen
seit 04/2020 PP-frei
06/2020 Versuch mit B3 doof gelaufen
07/2020 Verzicht auf weitere NEM-Versuche. Heilung kommt hoffentlich auf natürlichem Weg. Zwischendurch immer mal wieder Fenster und Hoffnung. Seit 11/2020 pensioniert :(
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