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Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

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Wambo
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Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Wambo »

Hallo zusammen.

Ich bin neu hier und wollte mal mein Problem schildern.

Vor ca 2 Jahren war ich wegen einer Depression in einer psychosomatischen Station in einer Klinik und wollte dort etwas ändern. Nach zahlreichen SSRI und ebenso zahlreichen Nebenwirkungen (von Harnverhalt über sexuelle Probleme bis hin zu Arrythmien), meinten die Ärzte dort, sie wollen mal ein Präparat einer anderen Stoffgruppe ausprobieren und gaben mir Duloxetin. Da fing alles an.

Ich hatte einen schwer beschreibbaren körperlichen und geistigen Zustand davon bekommen, welcher sich als fokal neurologische Symptomatik am besten beschreiben lässt. Neben extremer Licht und -Geräuschempfindlichkeit, starkem Tremor und Körperbewegungen, die sich nicht nehr richtig ausführen ließen, fing ich auch nach einigen Stunden an zu krampfen. Meine Muskeln haben sich selbst bej kleinsten Geräuschen oder Lichtflackern sofort von selbst angespannt über mehrere Sekunden und wieder locker gelassen. Dazu kamen noch absencen, also kurze Blackouts. Außerdem sinkt oft erst ein Augenlid runter, bis es nur noch ein wenig offen ist und wird steif, danach folgt meist das zweite und bleibt ebenfalls noch knapp geöffnet. Beim Versuch es zu öffnen oder komolett zu schließen, geht das ganze meist sofort in einen tonischen Anfall über. Einen generalisierten Anfall hatte ich noch nie.



Das Medikament wurde sofort abgesetzt und ich wurde erst einmal unter Beobachtung gestellt.

Tja, das ganze kam jeden Tag. Meistens Nachts, sodass ich Nächte lang erst sehr spät einschlafen konnte. Da ich während der Anfälle oft bei Bewusstsein war und ich durch die Reizempfindlichkeit ein kaum zu ertragendes Gefühl in Kopf runter fahrend bis zu den Zehen hatte (zb. wie schon gesagt bei Geräuschen etc.), machte sich natürlich auch starke Angst bei mir breit.

Ich war dadurch auch psychisch so fertig und erschöpft, dass ich alles geglaubt habe, was mir dort aufgeschwatzt wurde. Ich wurde dazu überredet mal ein leichtes Neuroleptikum in geringer Dosis als "off label use" (wie die Ärzte es nannten) auszuprobieren. Das hieß Olanzapin. Komischerweise hatte ich darauf erstmal keine Nebenwirkungen und die Anfälle fingen an besser zu werden. Ich habe mit 2,5 angefangen und bin dann aufgrund der tollen Wirkung auf 5mg hochgegangen.

Da sich mein Zustand besserte, hat man mich entlassen mit der Anweisung das Olanzapin nach 3 Wochen abzusetzen. Als ich das versuchte, fingen die Anfälle prompt wieder an, also ging ich zu Psychiater und dieser gab mir Quetiapin 25mg.

Der Plan war das Quetiapin solange dazu zu nehmen, bis mir das Absetzen des Olanzapin gelungen ist, was auch sehr schnell klappte.

Tja, nun war ich aber auf Quetiapin 25mg, welches sich auch nicht mehr absetzen lies. Es traten wieder Anfälle auf als ich bei 0 angekommen bin und so bin ich bis Heute auf 12,5mg, unfähig es abzusetzen.

Nur um das nochmal erwähnt zu haben. Die Anfälle kamen auch ab und an einfach so, während ich die Neuroleptika eingenommen habe aber viel seltener (ca 1-3x im Monat).

Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir vielleicht irgendwie helfen?

Würde mich sehr über Hilfe freuen.

Gruß
Zuletzt geändert von Jamie am 14.10.2020 08:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Ausgangssymptome: Angstattacken( Herzrasen, Herzklopfen, Schwindel), Depressionen (Lustlosigkeit, negative Gedanken, Gedankenkreisen, Erschöpfung, Schläfrigkeit)
Diagnose: 2016 Angstattacken, 2018 Depression
Medikation
-Trimipramin 25mg 2016 bis 2018 - Erwünschte Wirkung: Angstminderung - Nebenwirkung: nichts
- Olanzapin 5mg 2018 - 3 Monate lang direkt nach AD's - Erwünschte Wirkung: Weniger ZNS Anfälle - Nebenwirkung: Gewichtszunahme, Abhängigkeit
- Quetiapin 25mg 2018 - direkt nach Olanzapin - Erwünschte Wirkung: Weniger ZNS Anfälle - Nebenwirkung: Abhängigkeit

Frühere Absetzversuche:
- 2018 Olanzapin 5mg innerhalb 4 Monaten auf 0 mg – Symptome: ZNS Anfälle zunehmend mehr geworden & Fiebergefühl, Verwirrung und Konzentrationsprobleme - direkt wieder auf 2,5 mg gegangen.
Danach:
2018 Quetiapin 25mg eingenommen, um Olanzapin abzusetzen - innerhalb ~4 Monaten auf 0mg - Symptome: ZNS Anfälle wieder mehr geworden, Verwirrung und Konzentrationsprobleme, Durchfall, instabile Verfassung - wieder auf 12,5mg gegangen.

Weitere Erkrankungen: Schilddrüsenunterfunktion, Sinusarrhythmien, Arthrose, Grund- und Deckplatteneinbrüche LWS, chron. Schmerzen lws. Bandscheibenvorfall lws, allergisches Asthma, Knick, Senk & Spreizfuß, Beckenschiefstand, Skoliose, Bindegewebsschwäche, Somatoforme Autonome Funktionsstörung, Bluthochdruck
Medikamente: Candesartan 8mg, L-Thyroxin 25mg, Viani Mite 25ng/50ng 2x morg. & 2x abends, Quetiapin 12,5mg nachts, Salbutamol Spray bei Bedarf, Pantoprazol 40mg bei Bedarf, Ibu 600 und Paracetamol (glaube 400) bei Bedarf
Nahrungsergänzungsmittel: Magnesium 400mg jede Nacht zum Quetiapin, Vitamin B6 und B12, Folsäure, Vitamin D 1000 i.e.

Allergisches Asthma – Viani Mite 25ng,50ng 4x tägl.(2x morg. 2x abends) & Salbutamol Notfall Spray bei Bedarf
Schilddrüsenunterfunktion - L-Thyroxin 25mg morg.
Bluthochdruck - Candesartan 8mg

Aktueller Absetzverlauf: Auszuschleichender Wirkstoff mit Dosis in mg

- August 2020 Quetiapin 12,5 mg auf 0mg - ZNS Anfälle wieder mehr geworden, Verwirrung und Konzentrationsprobleme, Durchfall, instabile Verfassung - wieder auf 12,5mg gegangen .
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Re: Anfälle beim Versuch runter zu dosieren

Beitrag von padma »

hallo Wambo, :)

willkommen im ADFD.
Nach zahlreichen SSRI und ebenso zahlreichen Nebenwirkungen (von Harnverhalt über sexuelle Probleme bis hin zu Arrythmien), meinten die Ärzte dort, sie wollen mal ein Präparat einer anderen Stoffgruppe ausprobieren und gaben mir Duloxetin.
Duloxetin ist ein SNRI, das heisst zusätzlich zu den Serotonintransporter werden auch noch Noradrenalintransporter belegt. Wer SSRI nicht verträgt, wird daher i.d.R. auch kein SNRI vertragen.
Ich hatte einen schwer beschreibbaren körperlichen und geistigen Zustand davon bekommen, welcher sich als fokal neurologische Symptomatik am besten beschreiben lässt.
SSRI/SNRI können die Krampfschwelle herabsetzen. Bei Duloxetin sind Krampfanfälle eine zwar seltene, aber mögliche Nebenwirkung. Wurde das denn abgeklärt?
Ich wurde dazu überredet mal ein leichtes Neuroleptikum in geringer Dosis als "off label use" (wie die Ärzte es nannten) auszuprobieren. Das hieß Olanzapin.
Olanzapin ist ein Neuroleptikum, aber alles andere als leicht. Die Verordnung gegen Krampfanfälle erschliesst sich mir nicht, da Olanzapin selbst die Krampfschwelle senken kann. In dieser Tabelle ist Olanzapin mit rot markiert (bei Epilepsie zu vermeiden) https://www.ksa.ch/sites/default/files/ ... stoffe.pdf

Könntest du noch mehr zu den Anfällen schreiben, was wurde an Diagnostik gemacht mit welchem Ergebniss?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Anfälle beim Versuch runter zu dosieren

Beitrag von padma »

Nachtrag:

Hier noch unser Begrüssungstext mit wichtigen Infos:

Hallo,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
padma
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Wambo
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Re: Anfälle beim Versuch runter zu dosieren

Beitrag von Wambo »

Hallo und Danke für die Hilfe!

Naja abgeklärt wurde in der Klinik selbst leider nichts bis auf den typischen "schnelltest" auf einen Schlaganfall. Da musste ich mich zb. hinstellen und die Arme nach vorne ausstrecken, sodass die Handinnenflächen nach oben zeigen usw. EKG war unauffällig.

Ich war vor ca 2 Monaten erst bei meinem Neurologen, der meinte am Anfang das könnte Migräne sein. Ich habe das erstmal so hingenommen und mich dann auch über Migräne informiert, weil ich natürlich wissen wollte, was das genau bedeutet für mich.

Nachdem ich in einem Forum und auf einer professionellen Seite die ganzen Symptome gesehen hatte, kamen Zweifel auf, da einige Symptome sich immer mal wieder leicht änderten wie zum Beispiel Kopfschmerzen, die bei mir einfach nicht typisch für Migräne verlaufen sind und auch in 90% der Fälle nicht da waren (war wohl unabhängig von der Symptomatik). Auch waren die Symptome wie Licht und Geräuschempfindlichkeit zeitlich nicht passenden wie hinterher beim Neurologen mir gesagt wurde. Generell passte einfach einiges nicht so recht. EEG mit Atmungs"-Übungen" war unauffällig.Vor einer Woche war das. Nun habe ich ein Kopf MRT am Freitag und falls das keine Aufschlüsse bringt will mich mein Neurologe in eine Epilepsieklinik/-Zentrum überweisen stationär.

Die Verordnung vom Olanzapin kam daher, dass man annahm, dass ich Angstattacken gehabt hätte. Also nicht gegen Epilepsie.

Das witzige an der ganzen Situation war, dass einmal ein Bereitschaftsarzt gekommen ist und danach meinte er würde mir ja ein Antiepileptikum geben aber das will er nicht machen, weil es schwere Organschäden nach sich ziehen könnte und er den behandelnden Ärzten nicht dazwischen pfuschen möchte. Ich sollte das in der Visite ansprechen. Dort sagte man das wäre nur Angst. Das war noch recht am Anfang der ganzen Symptomatik bzw. einige Tage später.

Ich möchte noch anmerken, dass ich davor noch nie Probleme mit sowas gehabt habe(mit Anfällen). Ich hatte davor auch mal ne Zeit lang Angstattacken, die aber mit etwas Ablenkung und Tee wieder weg waren nach einigen Minuten. Die fühlten sich aber ganz anders an.

Gruß
Ausgangssymptome: Angstattacken( Herzrasen, Herzklopfen, Schwindel), Depressionen (Lustlosigkeit, negative Gedanken, Gedankenkreisen, Erschöpfung, Schläfrigkeit)
Diagnose: 2016 Angstattacken, 2018 Depression
Medikation
-Trimipramin 25mg 2016 bis 2018 - Erwünschte Wirkung: Angstminderung - Nebenwirkung: nichts
- Olanzapin 5mg 2018 - 3 Monate lang direkt nach AD's - Erwünschte Wirkung: Weniger ZNS Anfälle - Nebenwirkung: Gewichtszunahme, Abhängigkeit
- Quetiapin 25mg 2018 - direkt nach Olanzapin - Erwünschte Wirkung: Weniger ZNS Anfälle - Nebenwirkung: Abhängigkeit

Frühere Absetzversuche:
- 2018 Olanzapin 5mg innerhalb 4 Monaten auf 0 mg – Symptome: ZNS Anfälle zunehmend mehr geworden & Fiebergefühl, Verwirrung und Konzentrationsprobleme - direkt wieder auf 2,5 mg gegangen.
Danach:
2018 Quetiapin 25mg eingenommen, um Olanzapin abzusetzen - innerhalb ~4 Monaten auf 0mg - Symptome: ZNS Anfälle wieder mehr geworden, Verwirrung und Konzentrationsprobleme, Durchfall, instabile Verfassung - wieder auf 12,5mg gegangen.

Weitere Erkrankungen: Schilddrüsenunterfunktion, Sinusarrhythmien, Arthrose, Grund- und Deckplatteneinbrüche LWS, chron. Schmerzen lws. Bandscheibenvorfall lws, allergisches Asthma, Knick, Senk & Spreizfuß, Beckenschiefstand, Skoliose, Bindegewebsschwäche, Somatoforme Autonome Funktionsstörung, Bluthochdruck
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von padma »

hallo Wambo, :)

gut, dass Epilepsie abgeklärt wird. In einer Epilepsieklinik haben sie auch eine bessere Diagnostik.

Mir fallen zwei Mitglieder zu deiner Problematik ein:
zum einen der Mann von FrauWolke, bei ihm ist unter AD erstmalig eine Epilepsie aufgetreten. Dann die Tochter von Regina, bei ihr sind Krampfanfälle erstmalige nach dem sehr schnellen Absetzen von Escitalopram und Quetiapin aufgetreten. Die Anfälle wurden bei ihr später als dissoziative Anfälle diagnostiziert.

Beide sind nicht direkt mit deinem "Fall" vergleichbar. Bei Herrn Wolke lag wahrscheinlich eine Vergiftung durch eine AD Kombination vor, bei der Tochter Regina, wie gesagt erst nach dem Absetzen. Wenn dich die threads interessieren, gib die Namen einfach oben rechts in die Suche ein, dann findest du die threads.

Einen weiteren Ausschleichversuch würde ich erst nach der Abklärung angehen. Könntest du dennoch bitte schon eine Signatur erstellen, wichtig ist, wie genau du ausgeschlichen hast.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Wambo »

Hallo Padma.

Danke für die Infos! Ich wollte nach dem letzten Versuch auf jeden Fall warten mit einem neuen Versuch. Eigentlich wollte ich es eh nur absetzen, weil ich keine Lust auf Dyskinesen oder ähnliche Langzeitfolgen habe.

An sich habe ich ja keine Nebenwirkungen beim Quetiapin und 12,5mg ist sowieso eine mini Dosis. Ich hoffe das sehen die Dyskinesen auch so :D

Naja, bin mal gespannt was beim MRT rauskommt. Danach mal schauen.

Gruß
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-Trimipramin 25mg 2016 bis 2018 - Erwünschte Wirkung: Angstminderung - Nebenwirkung: nichts
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- Quetiapin 25mg 2018 - direkt nach Olanzapin - Erwünschte Wirkung: Weniger ZNS Anfälle - Nebenwirkung: Abhängigkeit

Frühere Absetzversuche:
- 2018 Olanzapin 5mg innerhalb 4 Monaten auf 0 mg – Symptome: ZNS Anfälle zunehmend mehr geworden & Fiebergefühl, Verwirrung und Konzentrationsprobleme - direkt wieder auf 2,5 mg gegangen.
Danach:
2018 Quetiapin 25mg eingenommen, um Olanzapin abzusetzen - innerhalb ~4 Monaten auf 0mg - Symptome: ZNS Anfälle wieder mehr geworden, Verwirrung und Konzentrationsprobleme, Durchfall, instabile Verfassung - wieder auf 12,5mg gegangen.

Weitere Erkrankungen: Schilddrüsenunterfunktion, Sinusarrhythmien, Arthrose, Grund- und Deckplatteneinbrüche LWS, chron. Schmerzen lws. Bandscheibenvorfall lws, allergisches Asthma, Knick, Senk & Spreizfuß, Beckenschiefstand, Skoliose, Bindegewebsschwäche, Somatoforme Autonome Funktionsstörung, Bluthochdruck
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Sonne27 »

Hallo,

Ich habe zwar keine Medikamenten Induzierte Epilepsie sondern vermutlich genetische Epilepsie aber ich habe dennoch sofern es für dich okay ist ein paar Fragen. 😉

Du schreibst in deinem Eingangstherad die tonischen Anfälle waren hauptsächlich Nacht's? Hattest du jede Nacht so ein Anfall? Waren diese aus dem Schlaf heraus oder im komplett wachen Zustand?

Ich verstehe nicht, wenn man sagt es seien Anfälle warum man dir nicht anstatt des Olazipin ein Antiepileptika in geringer Dosis eindosiert hätte.

Hat der Neurologe dir denn diesbezüglich was verordnet, wenn du immer noch Anfälle hast?

Sofern du magst, kannst du mich bezüglich des Epilepsiezentrum's mal per Privatnachricht anschreiben, ich war schon 4 mal in einer Epilepsie Klinik zu Gast über mehrere Wochen 🤔.

Liebe Grüße 🌞
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
•LAMOTRIGIN 200mg Morgen - 200mg Abends
•Fosterspray ( 3 * täglich je 2 Hübe)
•bei Bedarf Sabutamol
•Cetritzin 5mg
•Magnesium 300mg
•Omega 3 - in Form von purem kaltgepressten Hochwertigem Leinöl

Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
•Stromschläge im Kopf / Kiefer
•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

[spoil X]
Wambo
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Wambo »

Hallo Sonne,

Also das allersrste mal war Tagsüber und zwar um Mittag herum, weil ich das Medikament morgens genommen habe. Das Medikament wurde eben sofort danach abgesetzt.

Die erste Nacht fühlte ich mich schon nicht so gut, mir war leicht schwindelig und ich fühlte mich verwirrt und hatte auch so ein Krankheitsgefühl. Kurz vor dem Einschlafen wurde ich herausgerissen von diesem komischen Körpergefühl, welches von Kopf bis Fuß durch schoss. Da fühlte ich mich dann schon so als würde meine Nerven überreizt sein und das spürte ich im Kopf und im Körper. Das hab ich dann ignoriert und noch ein paar mal so gemacht, bis schließlich die fokal-neurokogischen Probleme und dann auch zügig der tonische Anfall auftrat.

Ich zwar war bei Bewusstsein aber gerade deshalb fix und fertig, weil ich wusste, dass irgendwas schief gelaufen ist bei dem Medikament. Ich hatte so eine Angst. Ich bin hinterher zitternd aus dem Zimmer rausgetorkelt nach vorne ins Schwestern/Pfleger -Zimmer und habe um Hilfe gebeten.

Natürlich sah man da keinen Anfall und naja, ich wusste weder wie ich dieses Gefühl beschreiben sollte, welches durch meinen Körper schießt und diese Anfälle wohl verursacht, noch wusste ich überhaupt wie fokale und tonische Anfälle überhaupt aussehen und ich wusste nicht, dass sie überhaupt existieren. Wie so viele Menschen dachte ich, eine Epilepsie sei entweder ein grand mal Anfall oder eben Absencen. Dementsprechend berichtete ich darüber, wie ich aus dem Schlaf gerissen wurde und dass meine Muskeln sich von selbst angespannt und wieder entspannt haben und dass ich zitterte und ein komisches Gefühl habe.

Da sagte die Schwester sofort, dass ich eine Angstattacke hatte.Ich habe das natürlich geglaubt, weil ich wie schon gesagt keine Ahnung davon hatte und habe Brav meinen Entspannungstee geschlürft und bin dann einige Zeit später trotzdem mit einem mulmigen Gefühl ins Bett. So kam es dann zum Olanzapin, weil alle (auch ich) annahmen, dass ich einfach nur Panikattacken habe und Olanzapin schien lt. Oberarzt eine gute Alternative zur Beruhigung zu sein (bezogen auf AD's), also nahm ich das.

Das ging dann einige Tage so und recht schnell trat dann auch Tagsüber auf. Klar, ich litt ja schon vor dem Aufenthalt an Angstattacken und neben dem sofortigen Absetzen der AD's waren die Entzugssymptome nicht gerade förderlich für das Ganze...

Ich war zum Zeitpunkt eines jeden Anfalls immer vorher Wach oder schon im Halbschlaf. Geschätzt waren ungefähr 70% der Anfälle Nachts.

Auch Heute noch habe ich sie ein klein wenig öfter Nachts. Ich habe aber auch gemerkt, dass ich einige Auslöser habe wie z.B. manche schrille oder übertönende Geräusche, schnelles Lichtflackern, Stress und Angst, Müdigkeit bzw. beim zu langen Aufbleiben erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für einen Anfall. Wenn mehrere Faktoren zusammen kommen, tritt es schneller auf.

Mein Neurologe hat mir Lorazepam gegeben, die leg ich auf die Zunge und kann (da ich ja eh sogut wie immer bei Bewusstsein* bin und vorher schon merke, wann ich vielleicht einen Anfall bekomme) mir das schonmal neben das Bett legen auf mein Nachtkästchen. Also ich geh bei einem aufkommenden Anfall immer in mein Bett und warte dann einfach ab, ob und wann der richtige Zeitpunkt für die Einnahme ist.

*Die Absencen, sowie die tonischen Anfälle bekomme ich nur, wenn wirklich viele Triggerfaktoren zusammen kommen oder wenn ich eh schon vulnerabel bin durch bereits gesehenes Lichtflackern und dann noch bei Geräuschempfindlichkeit meine Katze reinkommt und mehrere Male ein lautes Miau in mein Ohr rein pfeffert, während alles andere Ruhig ist, bekomm ich direkt Krebs. Die Absencen sind recht selten geworden unter Neuroleptika.

Ein Antikonvulsivum, will mir mein Neurologe erst geben, wenn die Diagnose sicher ist. Könnten ja auch genauso gut psychogene Anfälle sein oder so.

War jetzt viel Text, sorry :)

Gruß
Ausgangssymptome: Angstattacken( Herzrasen, Herzklopfen, Schwindel), Depressionen (Lustlosigkeit, negative Gedanken, Gedankenkreisen, Erschöpfung, Schläfrigkeit)
Diagnose: 2016 Angstattacken, 2018 Depression
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-Trimipramin 25mg 2016 bis 2018 - Erwünschte Wirkung: Angstminderung - Nebenwirkung: nichts
- Olanzapin 5mg 2018 - 3 Monate lang direkt nach AD's - Erwünschte Wirkung: Weniger ZNS Anfälle - Nebenwirkung: Gewichtszunahme, Abhängigkeit
- Quetiapin 25mg 2018 - direkt nach Olanzapin - Erwünschte Wirkung: Weniger ZNS Anfälle - Nebenwirkung: Abhängigkeit

Frühere Absetzversuche:
- 2018 Olanzapin 5mg innerhalb 4 Monaten auf 0 mg – Symptome: ZNS Anfälle zunehmend mehr geworden & Fiebergefühl, Verwirrung und Konzentrationsprobleme - direkt wieder auf 2,5 mg gegangen.
Danach:
2018 Quetiapin 25mg eingenommen, um Olanzapin abzusetzen - innerhalb ~4 Monaten auf 0mg - Symptome: ZNS Anfälle wieder mehr geworden, Verwirrung und Konzentrationsprobleme, Durchfall, instabile Verfassung - wieder auf 12,5mg gegangen.

Weitere Erkrankungen: Schilddrüsenunterfunktion, Sinusarrhythmien, Arthrose, Grund- und Deckplatteneinbrüche LWS, chron. Schmerzen lws. Bandscheibenvorfall lws, allergisches Asthma, Knick, Senk & Spreizfuß, Beckenschiefstand, Skoliose, Bindegewebsschwäche, Somatoforme Autonome Funktionsstörung, Bluthochdruck
Medikamente: Candesartan 8mg, L-Thyroxin 25mg, Viani Mite 25ng/50ng 2x morg. & 2x abends, Quetiapin 12,5mg nachts, Salbutamol Spray bei Bedarf, Pantoprazol 40mg bei Bedarf, Ibu 600 und Paracetamol (glaube 400) bei Bedarf
Nahrungsergänzungsmittel: Magnesium 400mg jede Nacht zum Quetiapin, Vitamin B6 und B12, Folsäure, Vitamin D 1000 i.e.

Allergisches Asthma – Viani Mite 25ng,50ng 4x tägl.(2x morg. 2x abends) & Salbutamol Notfall Spray bei Bedarf
Schilddrüsenunterfunktion - L-Thyroxin 25mg morg.
Bluthochdruck - Candesartan 8mg

Aktueller Absetzverlauf: Auszuschleichender Wirkstoff mit Dosis in mg

- August 2020 Quetiapin 12,5 mg auf 0mg - ZNS Anfälle wieder mehr geworden, Verwirrung und Konzentrationsprobleme, Durchfall, instabile Verfassung - wieder auf 12,5mg gegangen .
Luna
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Luna »

Hallo

Meine Freundin hatte durch Medikamente also pp epileptische Anfälle und wurde dann fälschlicherweise mit Medikamenten gegen Epilepsie behandelt und diese führten zu weiteren Schäden.
Krampfanfälle bzw pseudo Epilepsie können eine Nebenwirkungen bzw Entzugssymptom sein.

Liebe Grüße
LG Luna

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Danke LenaLena
https://www.philosophie-des-gesundwerde ... vensystem/

Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.
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Sonne27
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Sonne27 »

Hallo,

Vor der Medikamenten Einnahme hattest du solche Anfälle bzw. Abcensen nicht? Ich bin keine Ärztin aber es liest sich für mich recht untypisch und ich tendiere auch eher zu Nebenwirkungen von Medikamenten.

Gerade wenn Sie direkt nach der Einnahme von einem neuen Medikament aufgetreten sind, ist es für mich sehr naheliegend.

Ich war kurzzeitig in einer Entzugsklinik und habe dort einen komplex fokalen Anfall gehabt - den man ja nicht mitbekommt - ich habe den Pfleger übelst Beleidigt und ihm laufend unterstellt er würde mich auslachen. Allerdings äußern sich meine Anfälle die ich habe generell anders - aber dazu mehr dann in der PN.

Wie bereits oben erwähnt, bin ich keine Ärztin aber wenn 70% der Anfälle Nacht's auftreten und du diese mitbekommst ist das für mich als Laie auch eher einer Panikattacke zuzuordnen. Aber ich weiß auch, daß ich nicht alle Arten von Epilepsie kenne, diese Krankheit ist so umfangreich und mir persönlich ist diese Krankheit einfach bloß ein Dorn im Auge.

Dieses vorher bemerken eines Anfall's nennt man Vorgefühl und soweit ich das noch richtig in Erinnerung habe, gehört dieses Gefühl wohl mit zum Anfall.

Hast du dich schon mal mit Einschlafzuckungen auseinandergesetzt? Diese sind recht typisch und könnte ich mir eher vorstellen, diese treten meistens Abends auf wenn der Körper runter fährt bzw. man im Halbschlaf ist es fühlt sich für mich dann wie so ein "Stromschlag" durch den Körper an - bzw. jeder empfindet dieses anders. Das wäre eine Symptomatik die keinen Krankheitswert in Form einer Epilepsie hat und auch nicht im EEG zu sehen ist.

Diese können täglich auftreten - ja sogar mehrmals - dann wenn der Körper zur Ruhe kommt. Bei mir äußern sich diese Einschlafzuckungen um es ein bisschen detaillierter zu schreiben so: ich liege Abends im Bett, mein Körper kommt zur Ruhe bzw. Wenn ich gerade im Begriff bin einzuschlafen, ja gerade bei stressigen Tagen kann ich darauf warten das ich in mir zusammen zucke - ich beschreibe das wie oben erwähnt gerne in ein Stromschlagempfinden der von Oben nach Unten durch den Körper geht - obwohl jeder dieses anders empfinden kann, aber ich weiß das es 0 Krankheitswert hat und dementsprechend bin ich da gelassen auch wenn es für mich auch teils unangenehm ist, wenn es stark ist.

Liebe Grüße 🌞
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
•LAMOTRIGIN 200mg Morgen - 200mg Abends
•Fosterspray ( 3 * täglich je 2 Hübe)
•bei Bedarf Sabutamol
•Cetritzin 5mg
•Magnesium 300mg
•Omega 3 - in Form von purem kaltgepressten Hochwertigem Leinöl

Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
•Stromschläge im Kopf / Kiefer
•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

[spoil X]
Wambo
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Wambo »

Hi.

Also vor Duloxetin hatte ich das noch nie. direkt vor dem Einschlafen kommt meist nicht mehr vor - trotzdem Abends/Nachts. Erschöpfung/Müdigkeit ist ja so ein Auslöser der Symptomatik bei mir und wenn ich zum Beispiel schon um 20 Ubr müde bin, ich aber erst bis 23 Uhr noch wach bleiben muss um mein Quetiapin einzunehmen, bin ich dann manchmal einfach Erschöpft und Müde und dann passiert sowas auch mal eher. Manchmal gehe ich aber auch erst später ins Bett.

Also das im Halbschlaf war nur am Anfang. Jetzt ist es eben nur noch "öfter" wie schon gesagt Abends/Nachts und selten beim Einschlafvorgang. Es hat sich also im Vergleich zum Anfang ein wenig verändert.

Ich habe hin und wieder Panikattacken und die Symptome entsprechen nicht dem, was ich gerade hier im Thread beschreibe. Eine Panikattacke bewirkt bei mir Herzrasen und Herzklopfen, habe Angst oder leichtes Zittern, weiche Beine oder ähnliches. Da ist kein abnormes Körpergefühl, Absencen oder tonische Krämpfe. Auch keine Licht und -Geräuschempfindlichkeit.

Ich habe mich ein wenig eingelesen bei den Anfallsarten und ich persönlich tippe auf psychogene Anfälle. Die können von leichtem Muskelzucken bishin zum generalisierten Krampfanfall gehen. Dazwischen ist wie bei einer Epilepsie ebenfalls alles möglich.

Bei mir spricht für eine psychogene Anfallsart:

-Allmählicher Beginn
-fast geschlossene Augen (es heißt beim psychogenen Anfall sind sie geschlossen)
- Kein verdrehen der Augen nach hinten (obwohl ich hier sagen muss, dass ich auch keine ausgewachsenen generalisierten Anfälle habe)
-Dauer über 5 min (Fokale Symptome)
- Neuroleptika helfen bis zu einem gewissen Grad

Was dagegen spricht und für eine Epilepsieform:

- Der allmähliche Beginn könnte dadurch erklärt werden, dass fokale Anfälle tatsächlich auch über mehrere Stunden anhalten können und in andere Anfallsformen übergehen können.
- Meine Augenlider sind nicht komplett geschlossen
- Meine Augenlider sind nicht komplett steif, sondern nur "ziemlich" steif
- Dauer der tonischen Anfälle und Absencen wenige Sekunden bis Minuten

Das Problem mit diesen "Zeichen" ist, dass sie die jeweilige Diagnose nur wahrscheinlicher machen und trotzdem auch bek der jeweils anderen Anfallsart vorkommen können. Selbst wenn man während eines EEG's einen Anfall bekommt, kann es in den Hirnströmen aus sein, dass dort trotzdem nichts angezeigt wird.

Soviel erstmal dazu.

Heute kam im MRT vom Kopf raus, dass alles OK ist. Angiographie war auch bestens. Keine Raumforderung, keine Läsionen oder ähnliches.

Das bedeutet für mich, dass ich am MO nach nem Termin frage beim Neurologen und ich dann wie schon gesagz wohl in eine Klinik gehe um das genau festzustellen.

Für mich persönlich wären die psychogenen Anfälle worst case. Warum? Bei der Epilepsie kann ich leichter behandelt werden und die psychogenen Anfälle sind bei den allermeisten nicht heilbar. Es gibt keine wirksame Therapie, bis auf die Psychotherapie und selbst da sind die Chancen schlecht erwas zu reißen.

Und: Die psychogenen Anfälle bedeuten, ich darf in Zukunft kein Lorazepam mehr nehmen wenns schlimmer wird, weil das die Anfälle auf Dauer noch schlimmer macht und die Anfälle auch so mehrere Stunden lang gehen können und nach einem überstandenen Anfall direkt der nächste losgehen kann. Da sind quasi keine grenzen gesetzt und es heißt zwar, dass die Anfälle ungefährlich sind aber was, wenn ich einen spontanen Anfall bekomme beim Baden? Beim Autofahren??? Das kann passieren...

Also mit dem Wissen weiß ich dann ehrlich nicht, was ich dann machen soll :/

Gruß
Ausgangssymptome: Angstattacken( Herzrasen, Herzklopfen, Schwindel), Depressionen (Lustlosigkeit, negative Gedanken, Gedankenkreisen, Erschöpfung, Schläfrigkeit)
Diagnose: 2016 Angstattacken, 2018 Depression
Medikation
-Trimipramin 25mg 2016 bis 2018 - Erwünschte Wirkung: Angstminderung - Nebenwirkung: nichts
- Olanzapin 5mg 2018 - 3 Monate lang direkt nach AD's - Erwünschte Wirkung: Weniger ZNS Anfälle - Nebenwirkung: Gewichtszunahme, Abhängigkeit
- Quetiapin 25mg 2018 - direkt nach Olanzapin - Erwünschte Wirkung: Weniger ZNS Anfälle - Nebenwirkung: Abhängigkeit

Frühere Absetzversuche:
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von padma »

hallo Wambo, :)

ich habe mal jemand mit fokalen Anfällen "betreut". Also die Augen waren nicht geschlossen, der Beginn schleichend und es dauerte weit über 5 Minuten.
Bei dir ist zudem ja ein Zusammenhang mit dem AD sehr wahrscheinlich.

Psychogene Anfälle, bzw. heute sagt man wohl dissoziative Anfälle können wohl auch durch den Entzug von AD auftreten. Daher halte ich es auch für denkbar, dass sie auch als NW unter AD auftreten können. Dann wäre die Chance sehr gut, dass sie quasi von alleine wieder vergehen.

Was kann ich mir unter einer Somatoformen Autonomen Funktionsstörung vorstellen?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Wambo »

Hi padma.

Eine Somatoforme Autonome Funktionsstörung ist eine Psychische Erkrankung und betrifft das vegetative Nervensystem.

Es kommt dabei zu Problemen, von Organen/Organsystemen, die vom vegetativen Nervensystem versorgt bzw. gesteuert werden. Dadurch kommt es zu verschiedenen Symptomen wie zb. Kribbeln, Schmerzen, Taubheit. Beim Herz zum Beispiel kommen Herzrythmusstörungen, Extrasystolen, Brustschmerzen, Blutdruckschwankungen, oder ähnliches vor. Gefäße können auch Probleme machen und so habe ich erst vor kurzem eine tiefe Venenentzündung der beine gehabt. Beim Urogenitaltrakt sind es dann auch meist Schmerzen und Taubheit, im oberen Gastrointestinaltrakt sind es Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen usw. Im unteren Gastrointestinaltrakt kommen dann noch Durchfall, Verstopfung

Das ganze betrifft wie schon gesagt viele Organe und daher sind die Symptome relativ bunt durchgemischt und variieren in Dauer, Stärke und wie oft das Ganze Auftritt. Oft überschneiden sich auch Symptome und sind stark wechselnd.

Es gibt keine Heilung und die einzige Therapie ist Psychotherapie und ähnlich wie bei psychogenen Anfällen ist die Prognose nicht so toll, jedoch ein wenig besser als bei den Anfällen. Naja, das Ziel der Therapie ist es ja auch primär die Kosten fürs Gesundheitssystem zu senken, weil Menschen mit dieser Erkrankung als high utilizer gelten.

Auch noch wichtig zu erwähnen ist, dass die Mortalität teils stsrk erhöht ist, weil die psychosomatischen Beschwerden die Organe schädigen können auf Dauer. So können Herzbeschwerden eine organische Herzerkrankungen auslösen oder bestehende verschlechtern. Durchschnittsalter mit dieser Erkrankung war 2018 (neuere Angaben gibts wohl nicht) ganze 51 Jahre. Das kommt wohl auch daher, dass jedes Symptome immer direkt dieser Krankheit zugeschrieben wird und man daher im Ernstfall nicht die nötige Therapie bekommt, die es bedarf.

Top oder? :)

Gruß
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von padma »

hallo Wambo, :)

ich habe nachgefragt, weil ich bei allen "Somatoform" Diagnosen skeptisch bin. Oft bedeutet das nur, dass die Ursache bisher nicht gefunden werden konnte.

Ich kann z.B. mit "meiner" somatoformen Schmerzstörungdiagnose überhaupt nichts anfangen. Bei mir ist es definitiv so, dass die Ärzte es einfach nicht wissen.


Natürlich können Beschwerden auch psychosomatisch ausgelöst werden. Hast du denn dafür einen Anhaltspunkt? Evtl. eine Traumastörung? Dann wäre das ein Ansatzpunkt.
Durchschnittsalter mit dieser Erkrankung war 2018 (neuere Angaben gibts wohl nicht) ganze 51 Jahre. Das kommt wohl auch daher, dass jedes Symptome immer direkt dieser Krankheit zugeschrieben wird und man daher im Ernstfall nicht die nötige Therapie bekommt, die es bedarf.
Das ist ein ganz grosses Problem, dass mam nit solchen Diagnosen nicht mehr erst genommen wird.

Wäre es denn möglich, dass diese Diagnose nicht auf die Einweisung in die Epilepsieklinik kommt?
Meine Erfahrung ist nämlich leider, dass mit meiner "Somatoform-Diagnose" Arzt/Klinikbesuche bzgl. meiner Beschwerden sinnlos sind.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Wambo »

Hi Padma.

Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Ärzte seit meiner Diagnose nicht mehr zuverlässig sind und ich teils Kommentare einstecken muss, die an Beleidigung grenzen.

Ein Trauma gibt es bei mir nicht, allersings hatte ich auch wie jeder andere Mensch mal doofe Momente in der Kindheit aber eben auch viele schöne. Also einer dieser schlechten Momente war z.B. ein Unfall mit dem Fahrrad. Da bin ich irgendwie über den Lenker geflogen und hatte mein Schienbein am Schutzblech, welches angeraut war (wie ich einige Tage später festgestellr habe) und ungelogen mein halbes Bein vorne war aufgeplatzt. Naja, hab halt meinen eigenen Knochen gesehen und zerrissenes Gewebe halt. Wurde dann ins KH gebracht. Hmm, dann war Mobbing noch n Thema, wobei Mobbing an unserer Schule damals quasi was Alltägliches war und irgendwie auch jeder mal dran war. Die Lehrer haben immer nur:" Du, du, du!" gesagt und das wars 😂

An sonsten war es das eigentlich im großen und Ganzen und die schönen Momente überwiegen bei weitem.

Wie meinst du das, dass die Diagnose auf die Klinik kommt? Meinst du, dass man das darauf schieben wird?

Ich denke schon aber das kann mir persönlich ja egal sein, denn die Ärzte müssen ja trotzdem ihren Job machen. Ich frag dann schon genau nach und genau weil ich weiß, dass man abgestempelt wird, erkundige ich mich schon recht genau vor jeder Untersuchung oder in diesem Fall vor dem Klinikaufenthalt, sogut es mir eben möglich ist. Wenb ich den Eindruck habe, man will mich abwimmeln oder man nimmt mich nicht ernst, dann kann ich auch ziemlich penetrant sein und stelle dann auch mal unangenehme Fragen. Wenn man da nicht hinterher ist, hat man schon verloren.

Gruß
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von padma »

hallo Wambo, :)
Wie meinst du das, dass die Diagnose auf die Klinik kommt? Meinst du, dass man das darauf schieben wird?
naja, die Gefahr sehe ich schon.
Bei mir war es so, dass ich bzgl.meiner Fibromyagie in eine Rheumaklinik ging. Als die die Vorbefunde mit psychosomatisch sahen (ich hatte die zurückgehalten), haben sie die Behandlung sogleich abgebrochen und mich entlassen. Da stünde ja, es wäre alles psychisch. Ich könne ja in die Psychatrie gehen :frust: . Die allerdings können mit mir überhaupt nichts anfangen.

Bin da diesbezüglich daher ein gebranntes Kind.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Wambo »

Hi Padma,

also das ist wirklich die absolut größte Frechheit, die ich je gehört habe. Das tut mir echt leid für dich 😪

Wie hast du es letztendlich geschafft zur Diagnose?

Also wenn mir das passiert ruf ich halt bei meinem Neurologen an, der kann da schon was bewirken.

Gruß
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Weitere Erkrankungen: Schilddrüsenunterfunktion, Sinusarrhythmien, Arthrose, Grund- und Deckplatteneinbrüche LWS, chron. Schmerzen lws. Bandscheibenvorfall lws, allergisches Asthma, Knick, Senk & Spreizfuß, Beckenschiefstand, Skoliose, Bindegewebsschwäche, Somatoforme Autonome Funktionsstörung, Bluthochdruck
Medikamente: Candesartan 8mg, L-Thyroxin 25mg, Viani Mite 25ng/50ng 2x morg. & 2x abends, Quetiapin 12,5mg nachts, Salbutamol Spray bei Bedarf, Pantoprazol 40mg bei Bedarf, Ibu 600 und Paracetamol (glaube 400) bei Bedarf
Nahrungsergänzungsmittel: Magnesium 400mg jede Nacht zum Quetiapin, Vitamin B6 und B12, Folsäure, Vitamin D 1000 i.e.

Allergisches Asthma – Viani Mite 25ng,50ng 4x tägl.(2x morg. 2x abends) & Salbutamol Notfall Spray bei Bedarf
Schilddrüsenunterfunktion - L-Thyroxin 25mg morg.
Bluthochdruck - Candesartan 8mg

Aktueller Absetzverlauf: Auszuschleichender Wirkstoff mit Dosis in mg

- August 2020 Quetiapin 12,5 mg auf 0mg - ZNS Anfälle wieder mehr geworden, Verwirrung und Konzentrationsprobleme, Durchfall, instabile Verfassung - wieder auf 12,5mg gegangen .
Sonne27
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Wambo,

Ich tendiere gerade weil's vor den Medikamenten noch nicht auftreten ist, das es Medikamenten induziert ist und hoffe für dich das, dass ganz ohne Behandlung weg geht.

Zumal mich dieses Quentapin wurmt, bei einer Diagnostizierten Epilepsie helfen keine Neuroleptika und Sie verhindern auch keine Epileptischen Anfälle.

Wenn bei Dir diese ZNS Anfälle besser werden, spricht das für mich mit meiner Laienkenntnis eigentlich dafür entweder Psychogene Anfälle, die man zumeist mit Antidepressiva u. Neuroleptika behandelt oder aber Medikamenten Induzierte Anfälle, die nach Heilung des ZNS weg gehen - was sicherlich das optimalste wäre.

Es stimmt das man einen Epileptischen Anfall nicht zwingend im EEG nachweisen muss, deswegen wird in einer Epilepsie Klinik auch mit Kamera 📷 gearbeitet und der Anfall oder aber eindeutige Wellen im EEG sollten zu sehen sein um es als Epilepsie zu Diagnostizieren.

Bei einer Diagnostizierten Epilepsie sollte man auch die Finger vom Lorazepam lassen, viele Epilepsie Patienten haben Lorazepam als Notfallmedikament im Fall eines Status um den Anfall zu unterbrechen, wenn man seinem Körper nun oft genug Benzodiazepine zuführt, hat eine Lorazepam im Status keine Wirkung mehr. So zb. In meinem Fall, eine Lorazepam hätte bei mir 0 Wirkung, man kann bei mir keinen Status (ich hatte glaub ich noch keinen, obwohl ich mir diesbezüglich auch nicht so schlüssig bin) unterbrechen.

Du schreibst vom Auto fahren, das darf man bei einer Diagnostizierten Epilepsie (nur nach 1 jähriger Anfall'sfreiheit) und dies auch nur mit Antiepileptika 😡, (ich hoffe hier liest keiner mit der mich persönlich oder von verschiedenen Plattformen kennt, die denken ich werde vernünftig 🙃). Wenn ich nach deiner Schilderung ausgehe und die Diagnose Epilepsie wird betätigt würde es Dir so wie mir gehen - Dauerhaftes Fahrverbot. Hast du von deinem Neurologen eigentlich vorsorglich ein Fahrverbot bekommen?

Bei Psychogenen Anfällen, kenne ich mich relativ wenig aus, weiß aber auch das Patienten mit Psychogenen Anfällen kein Fahrzeug lenken dürfen, genauso wenig sollten Sie Arbeiten in Höhen erledigen oder gar alleine Baden gehen.

Bezüglich der Epilepsie und der - leichteren Behandlung, siehe deines Beitrag's muss ich Dir leider schreiben das dies so nicht stimmt. Viele Betroffene werden X tausend mal umgestellt / Dosisanpassungen / Dosisreduzierungen / Monotherapie / X Antiepileptika gleichzeitig ehe Sie eventuell Anfall'sfrei werden und auch dieses hin und her gewechsele von verschiedenen Substanzen ist keine Garantie für Anfall'sfreiheit, leider ist diese nicht viel leichter zu behandeln wie Psychogene Anfälle.

Ich selbst werde ja "nur" mit Lamotrigin behandelt obwohl ich auch schon umgestellt worden bin - 2018 - von Levitracetam auf Lamotrigin und ich bin trotzdem nicht Anfall'sfrei. Wüsste ich mittlerweile nicht was diese ganzen Substanzen für Risiken bergen, hätte ich mich zurück auf Levitracetam einstellen lassen. Ich sollte jetzt eigentlich zur Diagnostik in der Klinik sein bzw. zur Anpassung der Therapie (Medikamente), hab ich aber abgesagt wegen Corona und weil ich Risiko Patientin bin. 🤔

Ich hätte zu gerne eine Medikamenten Induzierte Epilepsie, da hätte ich wenigstens Tag X wo dieser Albtraum ein Ende hätte.

Liebe Grüße 🌞
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
•LAMOTRIGIN 200mg Morgen - 200mg Abends
•Fosterspray ( 3 * täglich je 2 Hübe)
•bei Bedarf Sabutamol
•Cetritzin 5mg
•Magnesium 300mg
•Omega 3 - in Form von purem kaltgepressten Hochwertigem Leinöl

Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
•Stromschläge im Kopf / Kiefer
•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

[spoil X]
Wambo
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Wambo »

Hallo Sonne,

genau weil mir Neuroleptika helfen, bin ich auch deiner Meinung. Nur mit dem Thema Heilung des ZNS bin ich mir unschlüssig, ob durch Medikamente entstandene Schäden in jedem Fall reversibel sind oder nicht.

Also das mit dem Lorazepam ist so eine Sache. Ich habe die Anfälle nicht mehr so oft und da ich demnach auch das Lorazepam (1mg) ca 2-3x im Halbjahr einnehme, wird die Wirkung wohl noch lange währen. Zudem wird ein status epilepticus neben Benzodiazepinen auch mit Narkotika behandeln und dagegen hast du bestimmt keine Resistenz aufgebaut.

Nun, beim Autofahren ist es so, dass bei mir noch keine Epilepsie Diagnostiziert wurde und ich deshalb auch kein Fahrverbot habe. Zudem beginnen die Anfälle ja sehr langsam, so habe ich auf jeden Fall noch mehr als genug Zeit zum reagieren.

Speziell bei den psychogenen Anfällen habe ich tatsächlich noch nichts von Fahrverboten gelesen. Das wäre mir neu.

Naja, ich fahre eh sogut wie nie Auto. Wenn ich 2x im Monat hinterm Steuer sitze, ist das oft. Sitzen ist für mich extrem schmerzhaft Aufgrund meiner geschädigten Wirbelsäule und den Vibrationen vom Asphalt. So fahre ich nur selbst wenn es nicht anders geht.

Ja Okay, also mit der leichteren Behandlung der Epilepsie war wohl nicht weit genug gedacht von mir. Allerdings heißt es bei einer medikamenten-induzierten Problematik nicht automatisch, dass es den Tag X überhaupt gibt. Das kann auch einfach bleiben.

Gruß
Ausgangssymptome: Angstattacken( Herzrasen, Herzklopfen, Schwindel), Depressionen (Lustlosigkeit, negative Gedanken, Gedankenkreisen, Erschöpfung, Schläfrigkeit)
Diagnose: 2016 Angstattacken, 2018 Depression
Medikation
-Trimipramin 25mg 2016 bis 2018 - Erwünschte Wirkung: Angstminderung - Nebenwirkung: nichts
- Olanzapin 5mg 2018 - 3 Monate lang direkt nach AD's - Erwünschte Wirkung: Weniger ZNS Anfälle - Nebenwirkung: Gewichtszunahme, Abhängigkeit
- Quetiapin 25mg 2018 - direkt nach Olanzapin - Erwünschte Wirkung: Weniger ZNS Anfälle - Nebenwirkung: Abhängigkeit

Frühere Absetzversuche:
- 2018 Olanzapin 5mg innerhalb 4 Monaten auf 0 mg – Symptome: ZNS Anfälle zunehmend mehr geworden & Fiebergefühl, Verwirrung und Konzentrationsprobleme - direkt wieder auf 2,5 mg gegangen.
Danach:
2018 Quetiapin 25mg eingenommen, um Olanzapin abzusetzen - innerhalb ~4 Monaten auf 0mg - Symptome: ZNS Anfälle wieder mehr geworden, Verwirrung und Konzentrationsprobleme, Durchfall, instabile Verfassung - wieder auf 12,5mg gegangen.

Weitere Erkrankungen: Schilddrüsenunterfunktion, Sinusarrhythmien, Arthrose, Grund- und Deckplatteneinbrüche LWS, chron. Schmerzen lws. Bandscheibenvorfall lws, allergisches Asthma, Knick, Senk & Spreizfuß, Beckenschiefstand, Skoliose, Bindegewebsschwäche, Somatoforme Autonome Funktionsstörung, Bluthochdruck
Medikamente: Candesartan 8mg, L-Thyroxin 25mg, Viani Mite 25ng/50ng 2x morg. & 2x abends, Quetiapin 12,5mg nachts, Salbutamol Spray bei Bedarf, Pantoprazol 40mg bei Bedarf, Ibu 600 und Paracetamol (glaube 400) bei Bedarf
Nahrungsergänzungsmittel: Magnesium 400mg jede Nacht zum Quetiapin, Vitamin B6 und B12, Folsäure, Vitamin D 1000 i.e.

Allergisches Asthma – Viani Mite 25ng,50ng 4x tägl.(2x morg. 2x abends) & Salbutamol Notfall Spray bei Bedarf
Schilddrüsenunterfunktion - L-Thyroxin 25mg morg.
Bluthochdruck - Candesartan 8mg

Aktueller Absetzverlauf: Auszuschleichender Wirkstoff mit Dosis in mg

- August 2020 Quetiapin 12,5 mg auf 0mg - ZNS Anfälle wieder mehr geworden, Verwirrung und Konzentrationsprobleme, Durchfall, instabile Verfassung - wieder auf 12,5mg gegangen .
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Re: Wambo: ZNS-Anfälle beim Versuch AD u. NL abzudosieren

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Wambo,

Wie oft hast du denn diese Anfälle noch, weil du schreibst das du 2-3mal im halben Jahr "nur" Lorazepam einnimmst?

Ich bin mir nicht so schlüssig ob ich schon mal einen fokalen Status hatte, viele sagen zwar das auch ein fokaler Anfall im Status "enden" kann, allerdings bin ich da skeptisch.

Ich musst mich erstmal belesen, was überhaupt Narkotika sind, gut klar Narkose aber da gehören ja X Substanzen in die Rubrik. Ob ich die Vertrage, keine Ahnung.

Bei mir spielte das damals keine Rolle, ob es nur ein Verdacht war bezüglich der Epilepsie - ich habe damals im Krankenhaus als Entlassungsgeschenk ein 6 Monatiges Fahrverbot erhalten.

Glaub mir wenn du wirklich Epilepsie hast, erhältst du auch ein Fahrverbot auch wenn es bei Dir "langsam" beginnt. Ein Epileptischer Anfall, kann ganz "Easy" Anfangen zb. Fokal und kann sich nach und nach über's komplette Gehirn ausbreiten. Ich hoffe das meine Neurologin mein Fahrverbot im April 2021 aufhebt.

Ich bin mir recht sicher, das auch bei Psychogenen Anfällen ein Fahrverbot erteilt wird, denn auch bei Psychogenen Anfällen kann man komplett weg getreten sein, das habe ich mehrfach Real mitbekommen - siehe PN!

Aber wir hoffen mal das beste für dich, das es weder Psychogene sind noch eine Diagnostizierte Epilepsie.

Aso hatte mich mal schlau gemacht, bei Dir in der Nähe (M) gibt es eine Epilepsie Klinik. Musst du gegebenenfalls mal bei Google eingeben um genaue Infos zu erhalten.

Liebe Grüße 🌞
[spoil X]•Unregelmäßig je nach Bedarf Oxazepam zwischen 2016 -2018, manchmal Wochenlang Pause, dann wieder jedes Wochenende

•seit März 2018 Keppra ( Levitracetam) 500mg - Abgesetzt Juli - September 2018 in Klinik

•von Juli - September 2018 Klinik, Keppra entzogen ( Zeitraum unbekannt und LAMOTRIGIN über etwa 9 Wochen ganz langsam eindosiert, aufgrund der Einnahme von 2016. Wegen eines Anfalls zusätzlich für ca. 2-3 Wochen ( eventuell länger) 2,5mg Frisium => ich bin mir 100% sicher, das diese 2,5mg Schuld sind an meiner "Sucht", denn diese 2,5mg wurden mir von "Heute auf Morgen" entzogen.

•von Oktober 2018 bis 31.03.2020 regelmäßig Oxazepam / 2 mal in der Klinik jeweils 5mg entzogen, jedoch wieder erhöht.

•Januar 2018 => Angefangen Oxazepam ausgehend von 25mg zu Reduzieren (ca. 14 Monate) seit 01.04.2020 auf 0mg Oxazepam.

•Aktuelle Tägliche Medikation:
•LAMOTRIGIN 200mg Morgen - 200mg Abends
•Fosterspray ( 3 * täglich je 2 Hübe)
•bei Bedarf Sabutamol
•Cetritzin 5mg
•Magnesium 300mg
•Omega 3 - in Form von purem kaltgepressten Hochwertigem Leinöl

Bis jetzt Auftretende Symptome während der Reduzierung:

•teilweise Bettlägerig ( zum Glück 🍀 bis jetzt nur wenige Tage)
•Kopfschmerzen / Kopfdruck
•Stromschläge im Kopf / Kiefer
•Missempfindungen (Mischung zwischen LAMOTRIGIN und Oxazepam)
•Schmerzen in den Händen / Fingern
•Atemschwierigkeiten ( Asthma und Absetzsymtom)
vermutlich mittlerweile Atemdepression. 😭
•Augenschmerzen / Augendruck
•fehlendes Geschmacksempfinden, vieles zu Salzig
•Kälte/ Wärme Gefühl sehr Wechselhaft
•Teilweise gereizt
•Ohrenschmerzen
•Rückenschmerzen / Brustschmerzen
•extreme Müdigkeit, Bedürfnis nur zu Schlafen
•Stimmungsschwankungen / Depression

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