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UHE: Meine Erfahrungen mit Escitalopram

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UHE
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UHE: Meine Erfahrungen mit Escitalopram

Beitrag von UHE »

Hallo ihr lieben!

Ich bin schon ein paar Monate in diesem Forum angemeldet und war bisher stiller Mitleser. Zuerst möchte ich mich bei allen Beteiligten dieses Forums für die vielen Informationen und die aufopferungsvolle Arbeit bedanken! Ohne dem Adfd-Forum wäre ich zu 100 % wieder als Nervenwrack in der AD-Falle gelandet. Vor knapp 9 Monaten (Anfang Januar 2020) nahm ich die letzte Tablette Escitalopram 5 mg und ging auf 0, nachdem ich ein paar Monate 15 mg nahm.

Es folgt nun ziemlich viel Text, wobei ich sagen muss dass das noch die Kurzfassung ist.

Da es mir mittlerweile deutlich besser geht, dachte ich, dass ich meine Erfahrungen hier niederschreibe um dem ein oder anderen vielleicht etwas Hoffnung zu machen. Natürlich ist jeder Fall sehr individuell, jedoch haben mir persönlich immer viele Erfahrungsberichte geholfen, um Symptome oder Empfindungen besser einordnen zu können.

Ich bin männlich, 32 Jahre alt und gelernter Altenpfleger. Aufgrund beruflicher Strapazen entwickelte ich seit etwa 2017 Panikattacken. Nach einem nervlichen Zusammenbruch im Mai 2019 mit Aufenthalt in der Notaufnahme startete eine Behandlung in einer psychiatrischen Institutsambulanz. Ich begann mit Escitalopram 5 mg (nach zwei Wochen auf 15 mg erhöht) sowie Doxepin 25 mg (4x täglich). Zwei Wochen Einschleichen waren meine persönliche Hölle (massivste Angst und Unruhe). Nach 14 Tagen besserte sich langsam mein Zustand. Ab der 6. Woche stabilisierte sich mein Befinden nahezu vollständig. Panikmomente verschwanden komplett. Relativ schnell wurde mir klar was in meinem Denken und Verhalten die letzten Jahre falsch lief, sodass ich die Panik-Problematik als "Ausrutscher" abstempelte und ich so schnell wie möglich die Antidepressiva wieder los werden wollte. Im Großen und Ganzen habe ich die Tabletten vertragen.. habe körperlich wenig Beeinträchtigungen gemerkt und ich bin emotional auch nicht abgeflacht (was man ja oft hört).
Ich begann auf eigene Faust etwa August 2019 das Doxepin zu reduzieren. Der erste Versuch misslang (viel zu schnell), beim zweiten Versuch (genau kann ich es nicht sagen) hatte ich keine Probleme.
Etwa im Oktober 2019 begann ich dann damit das Escitalopram zu reduzieren. Das ganze ohne Hilfe meines Psychiaters, dieser wollte, dass ich die AD's erstmal länger einnehme, weil dies so die Behandlungsrichtlinien vorsehen. Ich dachte nach halbherziger Recherche, dass ich mit 2,5 mg- Schritten alle 3 Wochen auf der sicheren Seite bin (besser wusste ich es nicht)

November 2019: 15 mg auf 12,5 mg = keine Probleme
12,5 mg auf 10 mg = keine Probleme

-> Dezember 2019: 10 mg auf 7,5 = ein Tag innere Unruhe, sonst keine Probleme
7,5 mg auf 5 mg = auch ein Tag innere Unruhe, sonst keinerlei Probleme

Anfang Januar 2020 wurde ich dann etwas ungeduldig und ging zu übermütig von 5 mg auf 0. Ich habe nie damit gerechnet, dass man noch längere Zeit nach "0" Probleme haben könnte oder, dass die letzten mg noch solche krassen Auswirkungen haben. Ich dachte, dass wenn man auf "0" ist, ist es geschafft, sodass ich das ganze stark unterschätzte.
In den folgenden Tagen bemerkte ich ein komisches Zucken bzw. Schwindel im Kopf bei Dreh- und/oder Augenbewegungen. Dies legte sich nach etwa 6 Wochen.
Insgesamt spürte ich in den 4 Wochen nach 0 keinerlei Probleme, sodass ich der Meinung war alles überstanden zu haben. Ich freute mich total. An einem Abend Anfang Februar 2020 tauchte plötzlich der Anflug einer Panikattacke wie aus dem nichts auf. Ich wusste gar nicht mehr wie sich sowas anfühlt. In den darauffolgenden Tagen und Wochen spürte ich auch einmal eine zunehmende emotionale Instabilität und Unruhe. Plötzlich war ich wieder anfällig für Panikattacken und ich fühlte mich einfach psychisch beschi****. Ich heulte auch plötzlich manchmal grundlos. Ich ließ mir dadurch suggerieren, dass meine Panikstörung wieder da ist, dass ich wohl psychisch doch schwer krank bin und ich ohne AD's nicht mehr lebensfähig bin. Jedoch ergab das keinen Sinn, ich habe mich ja sehr stabilisiert, unter anderem auch weil ich viel in meinem Leben ändern konnte: Jobwechsel, Ernährung komplett umgestellt, mit Ausdauer- und Kraftsport angefangen, Selbsthilferatgeber gelesen etc. Und die Empfindungen erinnerten mich auch sehr an meinen ersten gescheiterten Doxepin-Absetzversuch.
Also recherchierte ich nochmal ob die ganzen Symptome tatsächlich die Rückkehr der Grunderkrankung bedeuten. Und dann stieß ich auf das Adfd-Forum! Hier erklärte sich dann natürlich einiges, auch die oben genannten Brain-Zaps.

Es war ein Riesen Fehler von 5 mg auf 0 zu gehen. Insgesamt habe ich auch zu schnell reduziert. Die darauffolgenden Monate waren gezeichnet von einer düsteren Grundstimmung. Ich spürte nahezu die ganze Zeit eine nicht ganz definierbare negative Aura. Ich bekam grundlos Wutanfälle, ich weinte viel und hatte teilweise bizarre Ängste. Zeitweise hatte ich z.b. Angst vor Blumen, vor Geistern, vor meinem eigenen Spiegelbild oder davor in ein Krankenhaus zu müssen. Mein Zustand war insgesamt sechs Monate ziemlich bescheiden aber auch nicht so massiv schlecht, dass gar nichts mehr ging. Körperlich ging es mir, bis auf etwas Schwindel und Herzstolpern, ganz gut. Auch mein Schlaf war glücklicherweise ganz in Ordnung. Das ist ja bei vielen anderen Betroffenen ein massives Problem. Dank Home Office infolge der Corona-Sache konnte ich auch arbeiten. Bei mir stand definitiv das psychische im Vordergrund. Symptome habe ich in der Signatur nochmals aufgelistet.

Nach etwa sechs Monaten erfasste mich dann eine extreme Welle. Nun hatte ich wirklich das Gefühl verrückt zu werden. Mich ereilten die merkwürdigsten Empfindungen, man könnte das insgesamt betrachtet als diese "Derealisation" beschreiben. An diesem Punkt musste ich mich das erste Mal krankschreiben lassen weil gar nichts mehr ging. Im Forum habe ich das ein oder andere mal gelesen dass eine starke Welle nach etwa sechs Monaten bei einigen eingetreten ist und danach eine leichte Besserung kam. Und tatsächlich, ich hatte zwar auf einmal zeitweise massivste Angstzustände, jedoch auch erstmals wieder Momente in denen ich komplett befreit und entspannt war. Keine Manie oder so, sondern einfach Befreiung. Diese Momente habe ich die letzten 6 Monate so gut wie nicht erlebt. In den darauffolgenden Wochen konnte ich eine deutliche Besserung meines Zustandes beobachten. Ich habe wieder angefangen zu lachen, zu essen (ich habe in den vorhergehenden Monaten etwa 10 Kilo abgenommen) und wieder meine Hobbys (Sport usw.) auszuüben. Natürlich habe ich immer noch Momente in denen ich unruhig und auch etwas ängstlich bin. Jedoch ist dies nicht mehr mit den Empfindungen der Monate zuvor zu vergleichen, sie sind kürzer und weniger intensiv. 2 Kurzurlaube mit meiner Partnerin waren zwar an einigen Stellen stressig und kräftezehrend, am Ende habe ich jedoch alles genießen können. Wie erwähnt, ich möchte nicht sagen dass ich vollständig über den Berg bin und vollständig geheilt bin aber ich bin definitiv wieder lebensfähig und kann Freude empfinden. Mittlerweile bin ich jetzt bei 9 Monaten nach null. Wenn ich mir die ganzen Threads durchlese, sehe ich natürlich, dass das Thema Hoffnung ein großes Problem ist. Vielleicht kann ich dem einen oder anderen mit meinen Zeilen etwas Mut machen. Es ist wirklich so, dass sich irgendwann der Zustand bessert. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass es teilweise sehr schwer ist die Hoffnung aufrecht zu erhalten. Auch ich habe sehr oft den Mut verloren und überlegt mit den Tabletten wieder anzufangen. Und ich bin mir auch bewusst, dass ich im Vergleich zu vielen anderen betroffenen noch einen vergleichsweise milderen Verlauf hatte/habe. In der schweren Welle nach 6 Monaten habe ich sogar in meiner Verzweiflung meine alte psychiatrische Ambulanz aufgesucht. Die diensthabende Schwester wies mich mit sehr rabiaten Worten ab (ich bin nämlich ohne Überweisung und ohne Termin erschienen)... zum Glück muss ich mittlerweile sagen.

Liebe Leidensgenossen, haltet weiter durch!

Viele liebe Grüße
Zuletzt geändert von Towanda am 16.10.2020 10:13, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt
- Seit Juni 2019 Escitalopram 15 mg und Doxepin 25 mg (1-0-1-1) aufgrund von Panikattacken.

- August 2019 Doxepin selbst abgesetzt, erster Versuch scheiterte weil zu schnell, beim zweiten Versuch keine Probleme7

- bis Oktober 2019 extrem stabiler Zustand, habe mich sehr gut gefühlt und wollte keine Medikamente mehr nehmen.. alles in Eigenregie, ich hatte nicht vor jemals nochmal einen Psychiater aufzusuchen.

Mein Plan nach halbherziger Recherche: alle 3 Wochen 2,5 mg reduzieren

-> November 2019: 15 mg auf 12,5 mg = keine Probleme
12,5 mg auf 10 mg = keine Probleme

-> Dezember 2019: 10 mg auf 7,5 = ein Tag innere Unruhe
7,5 mg auf 5 mg = auch ein Tag innere Unruhe, sonst keinerlei Probleme

-> Anfang Januar wurde ich ungeduldig und ging zu übermütig von 5 mg auf 0

Nach etwa 4 Wochen setzten plötzlich multiple Symptome ein..

Symptome:
- starke Brainzaps (die ersten Wochen nach "0"mittlerweile verschwunden)
- penetrante Zwangsgedanken (kurzzeitig Suizid, ansonsten Katastrophendenken)
- nahezu unerträglicher Grübelzwang (hat sich, Stand heute, mittlerweile wieder gelegt)
- starke Reizbarkeit bis hin zu Wutanfällen in banalen Situationen
- emotionale Labilität, teilweise Hoffnungslosigkeit und/oder Weinattacken
- Stressanfälligkeit -> "dünnes Nervenkostüm"
- Unruhe, Angst und natürlich teils Panik
- kurzzeitig Herzstolpern
- einmalig (!) Halluzinationen
- wiederkehrender Schwindel
Straycat
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Re: Meine Erfahrungen mit Escitalopram

Beitrag von Straycat »

Hallo UHE,

willkommen bei uns im Forum!
Es freut mich zu lesen, dass es dir mittlerweile wohl schon etwas besser geht :)

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik "Antidepressiva absetzen" verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Re: UHE: Meine Erfahrungen mit Escitalopram

Beitrag von nadelwaldfichte »

Hallo UHE,

schön, dass du ins Forum gefunden hast und danke für deinen tollen Bericht!
Das liest sich teilweise sehr sehr ähnlich wie mein erster Beitrag, den ich hier verfasst habe. Auch ich habe Escitalopram quasi von 5 mg auf 0 mg abgesetzt; zu spät dieses Forum gefunden und nicht wieder eindosiert. Nach Aushalten und vielem Lesen hier habe auch ich ca. 8 Monate nach 0 meinen ersten Beitrag verfasst, denn auch ich war damals zumindest auf einem Weg der Besserung. Heute ist es im Vergleich nochmals deutlich besser und ich bin soweit dankbar.
Nur die Symptome gleichen sich nur teilweise - ansonsten aber mal wieder interessant, wie sehr sich das alles doch ähnelt :party:

Liebe Grüße,
nadelwaldfichte
Now let me feel high when I'm sober - Let me feel young when I'm older - Let me feel proud when it's over - I finally realized - All of this time it was in me - All along, it was in me... (Avril Lavigne)

seit ca. März 2014:
Escitalopram 10 mg (kurz Citalopram, aber wegen der Nebenwirkungen wurde dann relativ schnell umgestellt), wegen leichterer/mittelschwerer Depression und Selbstunsicherheit (und Ängsten – was ich vergessen hatte) --> ich wurde mit den Jahren recht stabil, daher Beginn des Absetzens

Ende Oktober 2018: Reduktion von 10 mg auf 5 mg Escitalopram

21.03.2019: quasi kaltes Absetzen der 5 mg (nach Rat meines Arztes) / alle paar Tage 5 mg, wenn ich den Schwindel nicht aushielt

03.04.2019: Tja... Mein Arzt sagt mir, dass es auch Tropfen gibt, mit denen man milligrammweise reduzieren kann. Alle paar Tage 2, dann alle paar Tage 1 Tropfen.

18.04.2019: Letzter Tropfen Escitalopram. Seitdem im protrahierten Entzug...

Einige gesundheitliche Probleme. Einige haben sich über die letzten 1-2 Jahre eingeschlichen, einige sind spontan genau zu dieser Zeit aufgetreten. Ich verstehe lange nicht, was mit mir los ist.
Erst Ende Juli 2019 finde ich dieses Forum und mir wird vieles klar!

Entzugssymptome (einiges hat sich relativiert, mit anderem kämpfe ich noch):
Körperlich: Erschöpfung / Probleme, zu schlafen / Probleme mit der Stimme, Fehlspannung der vorderen Halsmuskulatur, Druck im Hals / Magen/Darm-Probleme / Allergien, hyperreagible Bronchien, Atemprobleme / Probleme mit den Augen / leichterer Tinnitus / Unterleibsschmerzen / unangenehme Hitze zwischen den Oberschenkeln / Herzstolpern / erhöhte Entzündungswerte / Hautprobleme, hauptsächlich am Kinn / Inneres Vibrieren / Schwindel (im akuten Entzug)
Psychisch: Unsicherheit / Emotionale Instabilität, Labilität / Schlechte Belastbarkeit / Zittrigkeit, innere Unruhe / Depression / Konzentrationsprobleme
lena0053
Beiträge: 43
Registriert: 19.09.2020 20:16
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Re: UHE: Meine Erfahrungen mit Escitalopram

Beitrag von lena0053 »

Hallo UHE!

Danke!!!!

LG Anna-Lena
2008 Diagnose Panikstörung Agoraphobie

Medikamente:
2008- April 2020 Einnahme Citalopram (Zumeist 20mg, auch mal 10mg und 30mg). Innerhalb von 10 Tagen abgesetzt.

L-Thyrox zurzeit 50mg
Seit 4.10.20 88mg
Foxly
Beiträge: 76
Registriert: 13.04.2020 17:09
Hat sich bedankt: 115 Mal
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Re: UHE: Meine Erfahrungen mit Escitalopram

Beitrag von Foxly »

Hallo UHE,

das ist erfreulich, dass es Dir schon soviel besser geht und ebenso erfreulich, dass Du das mit uns teilst! Danke dafür, denn Texte, die Mut machen sind enorm wichtig.

Dir weiterhin alles Gute auf Deinem Weg
Gabs
► Text zeigen
-> Oktober 2020 Symptome des Infekts klingen langsam ab, aber Entzugssymptome weiterhin vorhanden, manche minimal besser, zu viele noch sehr einschränkend. Massiv leide ich unter mangelndem (Tief-)schlaf und unter einer anhaltenden fürchterlichen fatigue.
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