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Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

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Anny_Tolkien
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Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Anny_Tolkien »

Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Anny und ich bin 34 Jahre alt. Ich habe 2017 die Diagnose Multiple Sklerose bekommen und da ich bereits eine PTBS aus meiner Jugend mit mir rumtrage, war meine psychische Verfassung nach dieser Diagnose und auch dem Cortison, dass ich 5 Tage lang hochdosiert bekommen habe, sehr schlecht.

Ich konnte überhaupt nicht mehr schlafen und mein ZNS war aufgrund des Cortisons so aufgedreht, dass nur Diazepam oder Zolpidem geholfen hat. Natürlich sollte man Benzodiazepine nicht dauerhaft einnehmen, was ich von meinem Beruf in der Apotheke schon wusste. Seit 2017 konnte ich nicht mehr ohne Medikamente einschlafen. Nach 2 Wochen mit den Benzodiazepinen habe ich dann zu Vivinox stark gewechselt. Als dieses irgendwann nicht mehr richtig gewirkt hatte, bin ich auf Trimipramin umgestiegen. Zuerst 25 mg, nach einigen Wochen dann 50 mg.

Regelmäßig nehme ich das Trimipramin seit September 2018.
Von März 2020 bis September 2020 habe ich regelmäßig zusätzlich noch Bromazepam und Diazepam bis zu maximal 10 mg Diazepam in der Äquvalenzdosis eingenommen. Am 13.9. 2020 habe ich das letzte Mal Diazepam genommen und ab da nichts mehr. Ich hatte so ziemlich alles an Entzugserscheinungen, was man sich vorstellen kann. Ich konnte gar nicht mehr schlafen und sollte auf Doxepin 50 mg umgestellt werden. Davon habe ich allerdings einen Harnverhalt und wurde wieder auf Trimipramin eingestellt, mit 75 mg und bis zu 75 mg Promethazin zusätzlich. Das Promethazin habe ich kein einziges Mal eingenommen.

Seit 4 Tagen bin ich wieder auf 50 mg Trimipramin, was bis jetzt ganz gut klappt, habe ja nur wenige Wochen 75 mg eingenommen.
Ich würde das Trimipramin gerne los werden, da ich extrem niedrigen Blutdruck durch das Trimipramin habe und ich gelesen habe, dass Patienten mit sehr niedrigem Blutdruck eine 95%ige Wahrscheinlichkeit haben im Rahmen einer Coronainfektion eine Nierenentzündung zu bekommen und daran zu versterben. Das macht mir natürlich riesige Angst und der niedrige Blutdruck ist da nicht hilfreich, mit dem Schwindel.

Ich weiß nicht so recht, wie ich absetzen soll und habe ehrlich gesagt auch Angst davor. Die Entzugserscheinungen von den Benzos waren wirklich sehr schlimm :-(.
Was denkt ihr? Kann ich es langsam absetzen und wenn ja, wie langsam?

Liebe Grüße,
Anny
Zuletzt geändert von padma am 27.10.2020 18:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzernamen ergänzt, Leerzeilen der besseren Lesbarkeit wegen, eingefügt
Diagnose: PTBS mit Angststörung und rezidivierenden depressiven Episoden, Multiple Sklerose

- seit September 2014 immer wieder Alkohol getrunken, teilweise monatelang jeden Abend, dann wieder "kalt" entzogen, bis zuletzt im März 2020
- oft auch Benzos zum Alkohol eingenommen, wahrscheinlich Alkoholentzug mit Benzos gedeckelt
- am 2. September 2020 und 7. September 2020 nochmal exzessiv Alkohol getrunken und Benzos dazu eingenommen
- von Juli 2017 bis 13.9.2020: unregelmäßiger Benzodiazepinkonsum, zwischen 5 und 10 mg Diazepam
- von März 2020 bis 13.9.2020: regelmäßiger Konsum von Bromazepam 6mg oder Diazepam 5-10 mg täglich
-13.September 2020 kalt abgesetzt
- seit September 2018 - 30. September 2020 täglich Trimipramin 50 mg
- 30. September 2020 - 23. Oktober 2020: Trimipramin 75 mg
- 23. Oktober 2020 - 02. November 2020: Trimipramin 50 mg
- 03. November 2020 - heute: 75 mg Trimipramin
- 06. Januar 2021 und 07. Januar 2021: 62,5 mg Trimipramin
- seit 08. Januar 2021 wieder 75 mg Trimipramin

- seit ca. Mitte November 2020: Melatonin 1mg
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von padma »

hallo Anny, :)

willkommen im ADFD.

Es tut mir leid, dass du MS hast, ich verstehe gut, dass dich diese Diagnose mitgenommen hat.
Cortison kann wirklich heftige NW haben.
Klasse, dass du es bereits geschafft hast, das Benzo abzusetzen :party2: . Kannst du den mittlerweilen wieder schlafen?

Es gibt viele gute Gründe Trimipramin los zu werden, nicht nur Corona.

Da du Trimipramin schon seit 2 Jahren nimmst, wäre es wichtig, es langsam auszuschleichen. Ich würde damit aber erst anfangen, wnn du dich von dem Benzoentzug erholt hast.

Informationen zum Vorgehen findest du in unserem Begrüssungstext verlinkt, den ich dir jetzt hier reinsetze:


Begrüssungstext:

Hallo,

willkommen im ADFD.

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Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

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Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

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Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße
padma
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Anny_Tolkien
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Anny_Tolkien »

Hallo padma,

Vielen Dank für deine Antwort und deine lieben Worte.

Das Benzo abzusetzen war wirklich hart. Das Schlimmste, was ich seit den NW vom Cortison erlebt habe. Ich kann zum Glück inzwischen mit den 50 mg Trimipramin wieder ganz gut schlafen. Manche Nacht besser, manche schlechter. Eben auch wegen der Rückenschmerzen. Zum Glück bekomme ich Physiotherapie.

Ich muss mich nochmal korrigieren. Das Problem mit der Nierenentzündung und Corona tritt häufig bei Leuten auf, wenn sie zuvor einen hohen Blutdruck hatten, gegen den sie Medikamente nehmen und dann der Blutdruck plötzlich zu niedrig wird. Dies kann eine Nierenentzündung stark begünstigen.
Also muss ich vielleicht doch nicht ganz so große Angst haben, denn das betrifft mich nicht. Irgendwie hab ich da heute Mittag wohl in Panik etwas überreagiert.

Ich fühle mich noch immer etwas wackelig, nach dem Benzoentzug. Zumal ich ja kalt entzogen habe (was man ja nicht tun sollte). Es ist das Schlimmste überstanden, dennoch habe ich manchmal noch Angstzustände. Vielleicht sollte ich dann doch noch ein wenig warten, bis ich das Trimipramin weiter reduziere. Immerhin bin ich ja gerade erst seit 4 Tagen von 75 mg auf 50 mg runtergegangen. Auch wenn ich nur 3 Wochen 75 mg genommen habe, denke ich, dass das in Zusammenhang mit dem Benzoentzug trotzdem zu heftig wäre, wenn ich jetzt gleich weiter reduzieren würde.
Sehe ich das richtig?

Liebe Grüße,
Anny
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padma
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von padma »

hallo Anny, :)

ja, das sehe ich auch so. Ich würde jetzt mindestens 6 Wochen abwarten, vor dem Beginn der Trimipraminreduktion. Vielleicht auch etwas länger, wegen des Benzokaltentzugs.

liebe Grüsse,
padma
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Anny_Tolkien
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Anny_Tolkien »

Guten Morgen,

jetzt habe ich doch noch eine Frage. Ich habe seit gestern Halsschmerzen und fühle mich etwas müde. Kann das eventuell davon kommen, dass ich nach 3 Wochen Trimipramin 75 mg plötzlich vor 5 Tagen auf 50 mg zurückgesprungen bin? Und dass der Benzoentzug doch noch nicht ganz durch ist?

Liebe Grüße,
Anny
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Straycat »

Hallo Anny,

grippeähnliche Symptome können auch als Absetzsymptome auftauchen, auch Halsschmerzen.
Hier findest du unsere Absetzsymptomliste: viewtopic.php?f=19&t=12534

Natürlich kann es aber auch immer einen anderen Grund geben. Gerade im Herbst sind Erkältungen ja auch nicht so selten ;-)

Ich wünsche dir jedenfalls gute Besserung!

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Towanda »

Hallo Anny,

kannst Du bitte Deine Signatur aktualisieren und auch immer aktuell halten? Die 3 Wochen auf 75 mg Trimipramin und zurück auf 50 mg fehlen in der Signatur - danke!

Der Benzoentzug kann natürlich noch Symptome machen, es ist ja erst 6 Wochen her. Nach den Erfahrungen hier im Forum kann das deutlich länger dauern.

Viele Grüße, Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Anny_Tolkien »

Guten Mittag,

vielen Dank für eure Antworten :-). Habe gerade meine Signatur aktualisiert.

Liebe Grüße,
Anny
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Anny_Tolkien »

Hallo ihr Lieben,

jetzt hab ich doch nochmal eine Frage. Ich habe ja vor ca. 1 1/2 Wochen das Trimipramin nach 3 Wochen 75 mg auf 50 mg reduziert. Anfangs konnte ich noch ganz gut schlafen, aber dann wurde mein Schlaf immer unruhiger. Die letzten beiden Nächte habe ich überhaupt nicht geschlafen.

Ich habe immer, wenn ich gerade ins Traumland abdrifte ein zusammenziehendes Gefühl in der Brust, das sich nach oben in den Kopf zieht und dann bin ich wieder wach. Des weiteren habe ich immer wieder Muskelzuckungen kurz bevor ich einschlafe, fühle mich schwach und müde und mir ist nach dem Essen leicht übel.
Ich habe heute auch einen Ruhepuls von über 80, schon seit heute Nacht. Gut, ich hab auf meinen Psychiater gehört und 25 mg Promethazin zu den 50 mg Trimipramin genommen. Mache ich nie wieder, nur mehr Nebenwirkungen, mehr nicht.

Angstzustände habe ich auch ganz heftige. Gestern Nacht hatte ich Angst, dass ich eine Krankheit habe, bei der man nicht mehr schlafen kann und unweigerlich stirbt. Dementsprechend hatte ich dann einen heftigen, kurzen Alptraum, in der halben Stunde, in der ich weggedöst bin. Ich kann diese Krankheit nicht haben, da es eine aggressive Erbkrankheit ist und in meiner Familie so gar niemand betroffen ist.

Nun meine Frage: Können das Entzugserscheinungen sein, weil ich von 75 mg gleich auf 50 mg runterdosiert habe?

Liebe Grüße,
Anny
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von padma »

hallo Anny, :)

ich halte es für recht wahrscheinlich, dass es Entzugssymptome sind. Schlafstörungen sind ein sehr häufiges Entzugssymptom und auch eine Art "Hoschschrecken" (jeder beschreibt es etwas anders), wenn man gerade in den Schlaf hinüberdriftet wird oft beschrieben.

Auch Angstzustände können entzugsbedingt auftreten. Falls die Symptome zu belastend sind, könntest du leicht erhöhen, vielleicht auf 55 mg.

Ich würde aber noch etwas abwarten, ob es nicht am Promethazin gelegen hat.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Anny_Tolkien »

Guten Morgen,

vielen Dank für deine Antwort. Leider habe ich gestern Abend wieder 75 mg genommen, da ich es nicht mehr ausgehalten habe. Ich konnte richtig spüren, wie das Trimipramin gegen mein ZNS und mein vegetatives Nervensystem gekämpft hat, ich immer wieder "hochgeschreckt" bin, bis ich dann schließlich eingeschlafen bin. Nach 5 Stunden bin ich dann mit quälenden Rückenschmerzen aufgewacht. Es ist wirklich ein Alptraum momentan und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.

Mir ist dann auch bewusst geworden, dass ich wohl schon vor 1 Jahr einen Alkoholentzug mit den Benzos gedeckelt habe und wahrscheinlich schon länger abhängig war, auch wenn ich sie nicht jeden Tag eingenommen habe (aufgrund der langen Halbwertszeit von Diazepam und Bormazepam).

Ist es möglich, dass der Entzug so schwierig ist und so lange dauert, weil ich schon immer Angstpatient war, immer wieder zuviel Alkohol getrunken habe (seit März nicht mehr), insgesamt schon 3 Mal die Benzos abgesetzt habe (beim ersten Mal völlig problemlos, beim zweiten Mal mit diesen Muskelzuckungen verbunden, wurde dann gedeckelt mit Trimipramin und nun beim 3. Mal echt schwierig)?

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich nicht nur einen, sondern mehrere Entzüge gerade durchmache und ich weiß nicht, wie das jemals wieder gut werden soll. Kann mir vielleicht irgendwer Mut machen, dem es ähnlich ging und dem es heute besser geht?

Liebe Grüße,
Anny
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Towanda »

Hallo Anny,

ja, es kann gut sein, daß vorherige Entzüge und auch der exzessive Alkoholkonsum im September für Deinen jetzigen Zustand mitverantwortlich ist. Das kann man hier sehr oft lesen, daß das Reduzieren/Absetzen mit jedem neue Entzug immer schwieriger wird.
Vor allem der Benzo-Kaltentzug im September ist ziemlich sicher noch nicht ausgestanden. Es wäre gut, nun erstmal nichts zu verändern, bis sich dein Nervensystem etwas stabilisiert hat und dann nach der 10%-Empfehlung (siehe Begrüßungstext) sehr langsam zu reduzieren. Schnellschüsse in Deinem jetzigen Zustand sind wohl nicht zielführend.

Es gibt hier einen Erfolgsgeschichten-Sammelthread, zu finden über den Thread "Was finde ich wo im Forum" (Begrüßungstext) unter "E". Da findest Du Berichte von Menschen, die den Entzug gemeistert haben.

Viele Grüße, Towanda
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Anny.

Sicherlich ist Dein ZNS infolge Deiner Vorgeschichte sehr gereizt. Für die MS ist das bestimmt auch nicht gut.

Mir ging es ganz ähnlich und mir geht es heute besser. Nicht zu 100 % toll, aber viel besser.

Ich führe ein möglichst streßarmes geregeltes Leben und halte mich von PP fern. Nur so kommt mein ZNS zur Ruhe.

Alles Gute und VG von Clarissa.
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Anny_Tolkien
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Anny_Tolkien »

Vielen Dank für eure Antworten :-).

Ja, das denke ich auch. Deshalb habe ich gerade wahnsinnige Angst vor einem Schub. In der momentanen Situation Kortison bekommen zu müssen, wäre ein Fiasko.

Deshalb suche ich auch so verzweifelt nach einer Lösung.

Es ist sowieso total seltsam. Ich habe ja 10 Tage wieder 50 mg Trimipramin genommen, bis heute Nacht. Klar habe ich in mancher Nacht 12,5 mg Promethazin dazu genommen. Da konnte ich aber trotzdem ca. 5-7 Stunden schlafen. Bis auf die Nacht von Sonntag auf Montag. Woher kommt denn sowas? Ich habe echt gedacht, ich habe das Schlimmste überstanden und dann hatte ich wieder dieses extreme "Hochschrecken". Das ist doch wirklich unfair. Ist das dann vielleicht diese Sache mit den Wellen und Fenstern oder doch ein Hinweis darauf, dass ich das Trimipramin zu schnell auf 50 mg reduziert habe? Ich weiß inzwischen gar nichts mehr.

Liebe Grüße,
Anny
Diagnose: PTBS mit Angststörung und rezidivierenden depressiven Episoden, Multiple Sklerose

- seit September 2014 immer wieder Alkohol getrunken, teilweise monatelang jeden Abend, dann wieder "kalt" entzogen, bis zuletzt im März 2020
- oft auch Benzos zum Alkohol eingenommen, wahrscheinlich Alkoholentzug mit Benzos gedeckelt
- am 2. September 2020 und 7. September 2020 nochmal exzessiv Alkohol getrunken und Benzos dazu eingenommen
- von Juli 2017 bis 13.9.2020: unregelmäßiger Benzodiazepinkonsum, zwischen 5 und 10 mg Diazepam
- von März 2020 bis 13.9.2020: regelmäßiger Konsum von Bromazepam 6mg oder Diazepam 5-10 mg täglich
-13.September 2020 kalt abgesetzt
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- 30. September 2020 - 23. Oktober 2020: Trimipramin 75 mg
- 23. Oktober 2020 - 02. November 2020: Trimipramin 50 mg
- 03. November 2020 - heute: 75 mg Trimipramin
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- seit 08. Januar 2021 wieder 75 mg Trimipramin

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Clarissa
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Clarissa »

Liebe Anny.

Ich glaube ehrlich nicht, daß es eine schnelle Lösung für Dich gibt.

Bring Ruhe rein und hab Geduld. Kein aktionistisches Auf und Ab, kein NL (Promethazin) bedarfsweise zusätzlich. Meine Erfahrung.

VG von Clarissa
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Anny_Tolkien
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Anny_Tolkien »

Vielen Dank für deine Antwort. Das befürchte ich leider auch.

Dieser "Rückschritt" ist sehr frustrierend. Vielleicht hat das diese 9 Tage auch so gut geklappt, weil ich Urlaub hatte.

Ich hab jetzt allerdings keine Ahnung, ob ich wieder zurück auf 50 mg soll oder doch erstmal bei 75 mg bleiben soll. Es ist zum verrückt werden.

Ich wünsche mir so sehr wieder normal zu sein :-(.

Meine Eltern meinten schon, dass ich ja in die Psychiatrie muss, wenn das so weitergeht. Das möchte ich aber nicht, da die mich dort sicher auch nur mit Medis vollstopfen.

Liebe Grüße,
Anny
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Towanda
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Towanda »

Hallo Anny,

der Schritt auf 50 mg war viel zu schnell. Hast Du Dich schon in die Informationen im Begrüßungstext eingelesen? Das ist sehr wichtig, denn dort findest Du alle Informationen zu einem risikoarmen Reduzieren und auch viele andere Infos, die für die Beteiligung hier am Forum notwendig sind.

Wie Padma oben schon geschrieben hat, macht eine Reduktion in Deinem jetzigen Zustand keinen Sinn. Deshalb würde ich nun auf 75 mg bleiben, bis Du Dich einigermaßen stabilisiert hast.

Viele Grüße, Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

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alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Anny_Tolkien »

Hallo Towanda,

vielen Dank für deine Antwort. Ich hab mich wohl davon trügen lassen, dass ich die 75 mg ja nur 3-4 Wochen eingenommen habe und davor ja konstant 50 mg. Wie das halt manchmal so ist, wenn man denkt: Ach, 4 Wochen sind ja nicht so lang. Das Problem ist, dass ich mit 75 mg Trimipramin ziemlich starke Rückenschmerzen bekommen habe, meine Muskeln sich total verspannen. Das war auch ein Grund, warum ich auf 50 mg zurück wollte.

Bin gerade dabei mir alles durchzulesen :-).

Liebe Grüße,
Anny
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Anny_Tolkien »

Guten Morgen, ihr Lieben,

ich hatte mal wieder eine richtige Horrornacht. Ich konnte einfach nicht in den Schlaf finden. Hatte ich so mit den 75 mg Trimipramin noch nie. Ich hatte plötzlich Herzrasen und immer wieder Muskelzuckungen (ob das vom Trimipramin oder noch vom Benzoentzug kommt, keine Ahnung.

Ich habe doch nur 10 Tage lang Trimipramin 50 mg eingenommen und da ging es mir bis auf die letzte Nacht sehr gut. Abgesetzt habe ich nie, also ist eine Unverträglichkeit doch ausgeschlossen, oder?

So schlecht geschlafen hab ich mit den 75 mg auch noch nie. Ich verstehe die Welt nicht mehr und weiß nicht mehr weiter.

Viele Grüße,
Anny
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Re: Anny_Tolkien: Huhu *wink* (Trimipramin absetzen)

Beitrag von Ululu »

Hallo Anny,

ich glaube schon, dass bei dir im Moment auch der Benzoentzug noch reinspielt.

Ein Benzoentzug kann leider extrem und langwierig sein.

Zudem bist du mit dem Trimipramin hoch und runter gegangen. Jede Dosisveränderung ist Stress für deinen Organismus. :(
Zumal, wenn das ZNS schon angeschlagen ist, wie bei dir durch den Benzoentzug.
Dein Gehirn verrichtet mit den Anpassungsprozessen Schwerstarbeit. Leider führt das zu den unterschiedlichsten Symptomen.

Ich fürchte du brauchst jetzt Geduld und allem voran Stabilität. An deiner Stelle würde ich nichts weiter an der Dosierung ändern, sondern erstmal abwarten.
In der Regel spielt sich so alles am ehesten wieder ein.

Ich weiß, dass ist leichter gesagt als getan aber erfahrungsgemäß gibt es keine Alternativen.

Ich schicke dir ein Kraftpaket.
:fly:

LG Ute
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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