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Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

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Aquila65
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Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Aquila65 »

Liebes Forum,

dies ist mein erster Beitrag und ich bin ausgesprochen froh dieses Forum gefunden zu haben. In den letzten Wochen habe ich hier viele Zusammenhänge erkannt, die mir vorher völlig im Dunkeln lagen. Es hat mir die Augen geöffnet! Ich bin männlich und 55 Jahre alt.

Meine erste Major-Depression hatte ich 2004 im April aufgrund totaler Erschöpfung und Stress. Damals hatte ich Fluoxetin und Citalopram sowie Opipramol bekommen (teils nacheinander, teils überlappend).

2014 hatte ich eine Angst- und Panikepisode, die mit Escitalopram behandelt wurde. Nach etwa einem halben Jahr habe ich das dann wieder ausgeschlichen, was recht gut klappte. Hatte 5 Tropfen 20 mg/ tgl. damals bekommen.

Im Sommer 2018 hatte es mich wieder erwischt aufgrund totaler Erschöpfung und großer persönlicher Probleme. Seit Mitte 2018 habe ich angefangen Mirtazapin wegen Schlafstörungen zu nehmen was erst ganz gut half aber später die Wirkung nachließ (verschrieben vom Hausarzt). Ich habe es dann nur zeitweise in Dosis von 7,5 - 15 mg / Nacht genommen und dieses Jahr im Sommer (Juli etwa) ganz abgesetzt. Zum Schluss hatte ich nur noch ganz kleine Krümel bei Bedarf genommen.

Eine neuerliche Depressionsattacke Anfang August 2019 wurde mit Venlafaxin und Citalopram sowie Mirta behandelt von einem Arzt der mich überhaupt nicht kannte (Notversorgung)! Das Venlafaxin musste ich nach 14 Tagen sofort absetzen, da es schlagartig Harn- und Darmverhalt bescherte und ich in die Notaufnahme musste... Von Januar bis Mai 2020 wollte ich von den AD weg und habe es mit Laif 900 versucht aber leider immer noch das Tavor genommen, weil ich früh/ vormittags oft Unruhe hatte. Speziell das Zittern der Beine früh im Bett und Brechreiz beim Aufstehen wollte ich damit bekämpfen. Hat mir nichts gebracht, außer weitere Probleme... Ich vermute es waren/ sind Absetzsymptome von den AD.

Ab Juni 2020 habe ich Escitalopram in Tropfen 20 mg genommen. Ich sollte lt. meiner Psychiaterin bis auf 10 Tropfen hoch gehen. Bei 7 Tr. habe ich abbrechen müssen, da früh die Angst- und Unruhezustände (Brechreiz und Zittern der Beine vor allem) überhand nahmen. Das versuchte ich wieder mit den Tavor zu deckeln, die sie mir verschrieb, aber jetzt weiß ich, dass diese Tavor das Ganze Dilemma nur noch befeuert haben... Hat mir keiner gesagt.

Im Rahmen einer psychosomatischen Kur vom 9.9.20 bis 14.10.20 hat mir der dortige Psychiater dringend das sofortige Absetzen von Tavor ans Herz gelegt. Tavor habe ich seit einem reichlichen Jahr in Dosis von 0,5 und 1,0 meist früh zwischen 1-3 Tabletten genommen, um Zittern der Beine und Angstattacken zu deckeln.

Seit dem kalten Absetzen des Tavor sind jetzt 7 Wochen genau vergangen. Der Arzt meinte es sei zu schaffen, hat mir aber dann Melperon (25 mg) gegeben. Das soll ich bei Bedarf nehmen, wenn es unaushaltbar würde. Ich hatte anfangs furchtbare Zitteratacken (immer das rechte Bein!) und Unruhe im ganzen Körper. Der Schlaf war sehr schlecht. Hat sich aber seit ein paar Wochen spürbar gebessert (5-6 Stunden jetzt mit durchschlafen) und auch der Stuhlgang hat sich erheblich verbessert (er war sehr hell und flockig) jetzt wieder "normale" Farbe und nur noch 1-2 mal anstelle 3-4 mal und schon halb in der Nacht. Außerdem habe ich wieder mehr Kraft (ich war völlig am Boden) und auch das Denken fällt mir jetzt erheblich leichter! Es gibt keine "Dauerschleifen" mehr! Und ich hatte immer gedacht, ich hätte noch Depressionen...

Was mich momentan sehr fertig macht, ist das Zittern des rechten Beines (nach wie vor) und die Unruhe im ganzen Körper. Es gibt aber auch Tage, da geht es den ganzen Tag ganz brauchbar. Das Melperon deckelt das zwar etwas, verursacht bei mir aber das Gefühl einer verstopften Nase und unregelmäßigen Herzschlag, wobei ich Letzteres schon so lange habe wie ich AD nehme. Meist ist es aber das Citalopram/ Escitalopram.

Das Escitalopram nehme ich z,Zt. noch tgl. 3 Tr. / 20 mg.

Ich habe begonnen CBD- Öl (Vollspektrum) einzunehmen. Ist das sinnvoll? Ich will sehen so wenig wie möglich Chemie noch einzunehmen. Außerdem nehme ich bei Bedarf Baldriantropfen und Lavendel-/Passionsblumendragees.

Viele Grüße. Aquila65
Zuletzt geändert von padma am 04.11.2020 13:40, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Straycat »

Hallo Aquila65,

Oje, da hast du ja schon einiges durchmachen müssen :(
Fein, dass du zu uns ins Forum gefunden hast - willkommen hier!

Ich blicke noch nicht ganz durch, welche Medikamente du seit wann in welcher Dosis einnimmst. Dazu ist es wichtig, dass du eine Signatur erstellst (den Link zur Beschreibung wie das geht und was in die Signatur gehört findest du unten im Begrüßungstext).

Auch für mich liest es sich so, als würde es sich eher um Absetzsymptome bei dir handeln, als um eine neuerliche Depression.

Das Mirtazapin hast du diesen Sommer abgesetzt? In welchen Schritten hast du ausgeschlichen?
Das Escitalopram nimmst du noch? In welcher Dosis? 20mg? Wie war da die Dosierung zuvor, wann waren Änderungen?
Das Lorazepam hast du im September 2020 abgesetzt? In welchen Schritten? Und von welcher Dosis?

Ich fürchte da kommt gerade einiges bei dir zusammen und manchmal ist es dann schwer auseinanderzuhalten, welche Symptome wovon kommen. Es ist schon super, dass sich zumindest Schlaf und Stuhlgang bei dir schon verbessert haben :)

Ich stelle dir jetzt noch unseren Begrüßungstext ein. Bitte lies ihn dir aufmerksam durch, darin findest du wichtige Infos.

Liebe Grüße,
Cat


Begrüßungstext:

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Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
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Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

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Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße,
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Jamie »

Hallo Aquila, :)

die Kombinationen Venlafaxin / Escitalopram und dann noch Mirtazapin sind haarsträubend.
Da besteht die Gefahr eines Serotnoninsyndroms.

Zusätzlich lese ich, dass du zwischenzeitlich SSRI genommen und dann auch noch Johanniskraut (Laif) genommen hast, auch das kann ein Serotoninsyndrom auslösen. :o

Ich habe den Eindruck, die Ärzte haben bei dir gemäß dem Motto "viel hilft viel" gehandelt, was für AD zum einen falsch ist und zum anderen wie gesagt unvorhersehbare Komplikationen (wie zB ein Serotoninsyndrom) auslösen kann.

Ist das korrekt, dass du jetzt "nur" noch 20mg Escitalopram und bedarfsweise Melperon nimmst?
Kommst du mit der bedarfsweisen Einnahme zurecht?

Ist dein Herz mal per EKG als auch Langzeit-EKG untersucht worden? Welcher Art sind deine Rhythmusstörungen?
Und was das Bein betrifft - Zuckungen, Vibrationen, Zittern ist ein typisches Benzo-Entzugssymptom, aber mich irritiert, dass es nur ein Bein betrifft.
Welche Untersuchungen wurden da bislang gemacht um das abzuklären? Denn es gehört abgeklärt.
Wenn man dann nichts findet, ist es entzugsbedingt.

Es ist gut, dass du vom Tavor weg bist, große Leistung! :)
Gut auch, dass sich schon einige Symptome gebessert haben; vor allem schlafen können ist so wichtig.
Versuche unbedingt durchzuhalten, wenn möglich.
Eine Benzoabhängigkeit ist eine unfassbar anstrengende Sache und jedem gebührt mein Respekt und meine Anerkennung; ich habe mich selbst langatmig davon weggeschafft und weiß, wie viel Schweiß und Tränen es mich gekostet hat.

Gegen das Vollspektrum CBD Öl spricht nichts, sofern du es verträgst. Aber erwarte dir bitte keine Wunder. Unserer Erfahrungen nach können NEM nur sehr moderat auf Absetzsymptome einwirken und manche schaden sogar eher als das sie nutzen.
Da das aber alles seht individuell ist, muss man alles selber ausprobieren.
Was dem einen nicht hilft, hilft vielleicht dem anderen... und umgekehrt.

Viele Grüße und willkommen im Forum
Jamie :)
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Aquila65 »

Vielen, lieben Dank für Eure Anmerkungen / Rückmeldungen zu meinem (n) Problem (en).

Ich werde versuchen das alles zeitnah durchzuarbeiten. Habe schon einige Zeit vor der Anmeldung hier gestöbert. Das mit der Signatur erstellen muss ich jetzt mit in Angriff nehmen. Leider habe ich nicht so genau Tagebuch geführt wie es sein sollte... Ich kann die Zeiten nur schätzen, bzw. im Kalender nachsehen was ich dazu notiert hatte. Ja, es ist bei mir in den letzten 2 Jahren furchtbar viel versaut worden! Das Problem waren in der Hauptsache die ständig wechselnden Ärzte, die sich an mir quasi ausgetobt haben... Leider habe ich damals viel zu wenig Ahnung von dem Thema gehabt, denn man erfährt ja nichts von den Ärzten. Mußte im Internet suchen.

Ich versuche erst mal Eure Fragen nacheinander abzuarbeiten so gut es geht.

Also, das Mirta habe ich etwa Mitte August zu letzten Mal genommen. Es waren zuletzt nur noch Staubkrümel. Die Tabletten waren 15 mg, davon habe ich zum Schluß nur noch eine halbe bzw. auch ein Viertel oder eben die Staubkrümel genommen. Aber wschl. war es doch noch zu schnell...
Dummerweise habe ich zur Kur jetzt vor etwa 6 Wochen noch einmal eine halbe Mirta genommen, damit ich die anfangenden Absetzerscheinungen vom Tavor deckeln wollte. Mich hat es dann auf dem Gang mit Kreislaufkollaps umgehauen, sodass die mich versorgen mussten. Ich hatte aber auch gleichzeitig noch Baldriantropfen und Lavendelkapseln (2 Stck.) genommen. Das könnte die Ursache gewesen sein. Danach ging es wieder.

Aber das Tavor habe ich seit dem 14.09. nicht wieder angerührt! Ich habe es nicht ausgeschlichen, sondern auf Anraten (sehr milde formuliert) des behandelnden Kurpsychiaters. Das war sicher nicht gut und macht mir ja nun die größten Probleme. Aber es jetzt wieder in kleinerer Dosis zu nehmen, wäre sicher ein riesiger Fehler? Die Dosis war über etwa ein Jahr zwischen 0,5 und 1,0 etwa 1-3 mal früh meist. (Nicht immer, je nach Zittern früh und Angst. )Abends habe ich Mirta zum schlafen genommen.

Das Escitalopram nehme ich noch in Dosis 3 Tropfen (was vom Arzt belächelt wurde) zu 20 mg. Will nicht alles absetzen um nicht noch mehr Chaos zu provozieren. Er wollte mir als Notfallmedi zum Abpuffern des Entzuges Doxepin geben was ich noch nie hatte und auch abgelehnt habe.

Vorigen Montag habe ich wieder eine wahnsinnig schlimme Phase gehabt, sodass ich von meinem Hausarzt Melperon bekam. Er hatte mich in eine Entzugsklinik eingewiesen und dort sollte ich statt des Melperon plötzlich Qietiapin bekommen, aber gleich volle Pulle! Da habe ich die Reißleine gezogen und bin abgehauen. Ich bin doch nicht wahnsinnig, wieder was anderes zu nehmen was ich überhaupt nicht kenne und brauche!!!

Ja, der Stuhlgang hat sich sehr gebessert, da ich aber auch Gallensteine habe, dachte ich dass es daran liegen könnte. Der Schlaf ist jetzt 2-3 mal nachts unterbrochen, aber ich kann wieder einschlafen. Gegen Morgen geht dann meist das Beinezittern los und Herzstolpern. Das Herz ist absolut i.O. ich hatte erst jetzt wieder ein EKG und auch Langzeit- EKG wurde vorigen Herbst gemacht, weil ich das Herzstolpern hatte (wschl. vom Citalopram und dem anderen Zeug) Gefunden hat man nichts. Alles i.O. Ich habe auch keinerlei Übergewicht. Ich wiege nur, und das recht konstant, um die 67 Kilo bei 1,80 m. Es sind meist solche "Hüpfer" oder leicht verzögerte harte Schläge. Dann geht es wieder eine Weile. Es gibt auch Zeiten, da geht es absolut normal.

Ja, das Zittern betrifft von Anfang an seit dem Benzoentzug nur das rechte Bein. Das aber heftig. In den letzten Tagen krampft es eher, als das es zittert. Momentan ist absolute Ruhe seit ein paar Stunden. Vielleicht befinde ich mich in einem kleinen "Fenster.."

Die Kombinationen von Mirta, Citalopram und Venlafaxin sind wirklich unter aller Kanone. Ich frage mich was der Arzt sich dabei "gedacht" hat. Das mit dem Serotoninsyndrom habe ich ja live am 15.8.19 erlebt, als ich bald durchgedreht bin. Kein Harn und kein Stuhl mehr und Zittern mit Herzrasen. Und dann stellen die mich in eine Ecke in der Notaufnahme und lassen mich bald verrecken. Mußten dann auf mein Schreien hin endlich einen Katheter setzen, sonst wäre ich geplatzt.... Dann war erst mal ein Antibiotika beim Urologe fällig, neben der anderen Chemie. Das Venlafaxin habe ich sofort abgesetzt. Nach 14 Tagen Einnahme erst 34,5 mg, dann 75 mg und dann kam der Supergau. Klar...

Das mit dem Lauf 900 wollte ich selbst, aber erst nachdem ich das Citalopram etwa 3 Wochen ausgeschlichen hatte. Aber war wohl auch zu schnell. Die Dosis war 10 mg glaube ich. Es war wieder bei einem anderen Arzt, weil meine Ärztin in Afrika gestrandet war und die andere in Bulgarien nicht rausgelassen wurde (Corona).

So, ich hoffe nichts vergessen zu haben. Ich bin momentan ein seeliches Wrack und kann nur hoffen und wünschen, dass sich bald alles normalisiert. Ich bin seit 3.9. bei der KK ausgesteuert und die zahlen nichts mehr. Meine Frau nimmt mich jetzt in die Familienversicherung bei sich auf.

Vieles hat sich seit dem Absetzen des Tavor schon gebessert, das Denken geht viel leichter und ich habe auch wieder mehr Kraft. Ich konnte kaum noch kriechen. Aber es wird wohl noch ein steiler Weg bleiben...

Viele Grüße. Aquila
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Uma »

Lieber Aquila :)

Ich habe eine Frage zu deinem Tavorentzug.
Du schreibst, du hattest es ca 1 Jahr genommen, mit einer Dosis von 0,5 - 1 mg..... 3 mal täglich.
Meinst du eine Gesamtdosis von max 3 mg am Tag?

Wichtig wäre auch zu wissen, ob du es täglich oder sporadisch genommen hast.
Und dann komplett abgesetzt ohne Reduzierung?

Das sind wichtige Infos um deine Situation besser einschätzen zu können.

Es melden sich bestimmt noch Foris dazu aber um so mehr Infos wir haben, umso besser können wir dich unterstützen.

Alles Gute und ganz liebe Grüße
Uma
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Aquila65
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Aquila65 »

Hallo Uma,

ich habe gerade meinen "Werdegang" ergänzt. Die Tavor habe ich eher sporadisch genommen. Es waren überwiegend 0,5er und das bis zu 3x tgl. immer wenn es eskalierte. Also 3 mg waren es nicht immer tgl. Eher bei Bedarf wenn überhaupt.

Ja, und auf "Anraten" des Kurarztes habe ich die Tavor kalt abgesetzt. Das ist jetzt etwa 7 Wochen her.

Viele Grüße und danke der Nachfrage.
Aquila
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
Aquila65
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Aquila65 »

Hallo,

mich würde interessieren, ob es sinnvoll wäre nach dem kalten Entzug von Tavor vor 7 Wochen bei der Kur doch noch mit einer kleinen Dosis die Entzugserscheinungen abzumildern? Oder wäre Diazepam als länger wirkendes Mittel besser geeignet? Das Melperon, was ich vom HA bekommen habe, ist nicht so toll, weil es schon wieder mir recht unangenehme Nebenwirkungen macht.

VG Aquila65
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Aquila65 »

Guten Morgen,
kann mir jemand bitte helfen wegen den Entzugserscheinungen vom Tavor. Die innere Unruhe macht mir dermaßen zu schaffen, dass ich bald die Wand hochgehe. Ich will aber auch das Melperon nicht wieder nehmen, weil das mir zu viele Nebenwirkungen macht. Die Schreikrämpfe blieben heute früh aus. Nur Hustenreiz, Herzstolpern (immer mal mit Pausen wo es normal schlägt und Beine zittern/ krampfen) Vermute, dass das auch durch das Melperon wieder auftrat. Ich hatte lange Zeit Ruhe davor. Habe auch CBD Öl 10% genommen, danach war kurze Zeit erst mal Ruhe und Entspannung ehe es wieder anfing (als ich aufgestanden bin).

Was kann ich tun??

LG Aquila
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2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von FineFinchen »

Hallo Aquila, :-)

diese Unruhe im ganzen Körper kenne ich von meinem eigenen Benzoentzug. Sie ist anstrengend und quälend. Mir haben folgende Dinge dagegen geholfen: viele Spaziergänge, Ablenkung, also die Konzentration auf andere Dinge lenken, ich hab viel gekocht und gebacken in der Zeit, habe viel gelesen (vor allem schwierige, englische Fachliteratur) oder ich habe Schränke, Schubladen oder Regale aufgeräumt. Ach ja: putzen fand ich auch sehr hilfreich.

Auf Deine Frage, ob Du eine erneute Eindosierung, eventuell auch mit Diazepam vornehmen könntest: Ja, das könntest Du natürlich. Ob es aber gelingt, ist fraglich. Ein Benzoentzug ist hart. Ich habe hier noch von niemandem gelesen, für den der Benzoentzug ein Spaziergang war. Alle haben darunter gelitten und es kostet viel Mut und Kraft, sich den Entzugssymptomen entgegenzustellen.

Letztendlich entscheidest aber Du, ob Du die Symptomatik noch erträgst oder nicht.

Hast Du hier schon reingelesen? - Umgang mit dem Entzug viewforum.php?f=50

Grüße & viel Kraft
Finchen
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Aquila65
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Aquila65 »

Liebes Finchen,

vielen Dank für Deine Rückmeldung. Ja, ich habe dort schon reingelesen. Ich versuche es auch mit Ablenkung aber momentan gelingt es mir nicht so recht. Appetit und Lust zum Essen halten sich auch in Grenzen. Das kommt wschl. auch noch von den AD und dem Benzoentzug. Abends ist das meist besser und beruhigt sich. Hängt wohl mit dem Dopaminspiegel früh zusammen. Ich knabbere einen Müsliriegel gleich früh im Bett und nehme einen Teelöffel Baldrian. Das hilft aber nicht allzu weit. Dann geht das Zittern der Beine los. Fast immer nur das rechte und das seit Wochen (dem Beginn vom Benzoentzug). Nach dem Mittag bessert sich alles meist und abends ist es fast normal wie immer. Außerdem kommen immer mal verschiedene Erscheinungen auf. Gestern war es Kopfschmerz, der dann wieder weg ging. Habe keine Tabletten genommen! Gestern war ein furchtbarer Tag und ich habe bis Mittag nur im Bett gelegen. Den Rest des Tages auf der Couch gesessen...

Ich glaube doch das mit dem Diazepam ist keine gute Lösung, da ich Angst habe weiter in die Falle zu rutschen, als ich ohnehin schon bin... Ich dachte nur, dass das die schlimmsten Erscheinungen dämpfen könnte wegen der längeren Halbwertzeit als beim Tavor.

Ich habe aber etwas anderes entdeckt, nämlich CBD-Öl. Ich hatte vor einem halben Jahr schon mal welches aus der Apotheke geholt (10%iges) was sich aber als nicht wirksam bei mir herausgestellt hatte. Es könnte aber an dem massiven Einsatz der AD und dem Tavor gelegen haben. Jetzt habe ich nochmal einen neuen Versuch gestartet und das Öl ist vorgestern angekommen. Es ist diesmal von NaturaVitalis und auch 10%iges Vollspektrumöl. Und ich habe es heute Mittag nun zum dritten Mal genommen und mich wieder ins Bett gelegt. Was soll ich sagen, nach einigen Minuten beruhigte sich der Herzschlag, es stolperte nicht mehr (!!) und das Beinekrampfen hörte langsam auf. Ich konnte es gar nicht fassen wie sich in mir plötzlich Ruhe ausbreitete!!!! Ein völlig verlorengegangenes Gefühl. Ich habe nur 3 Tropfen unter die Zunge genommen und das dann nach einer reichlichen Minute heruntergeschluckt.
Ich konnte sogar etwas wegdämmern. Als nächstes will ich noch das CBD-Öl Lipo 4% ausprobieren (auch NaturaVitalis). Es soll eine 5 Mal bessere Wirksamkeit als das 10%ige haben und man braucht nur einen Tropfen. Ist zwar nicht ganz billig, aber der Versuch ist es mir jetzt wert! Heute ist alles etwas günstiger bei NaturaVitalis weil die Rabatt zum Weltspartag geben.

Jetzt, nach dem Essen sitze ich wieder am Tisch und es geht mit dem Stolpern langsam wieder los. Aber immerhin, es hat etwas bewirkt, wenn auch noch nicht lange. An Chemie ist in meinem Körper momentan nur das Escitalopram (3 Tr.tgl.) und sicher noch Reste vom Tavor. Und etwas Melperon von vorgestern (anderthalb Tablette 25 mg). Außerdem wollten sie mir in der Klinik Quetiapin aufnötigen. Habe nur eine Tablette genommen und die hatte es bereits in sich. Verstopfte Nase (wie beim Melperon), und ein völlig ausgetrockneter Mund. Ich habe die Sache schleunigst abgebrochen und bin meiner Wege gegangen!!
Das habe ich gestern beim Stuhlgang bemerkt. Er roch buchstäblich nach Chemie was heute nicht mehr der Fall war. Ja, es ist eine etwas unappetitliches Thema, aber ich habe in den 7 Wochen Entzug deutlich gemerkt wie sich der Stuhl von sehr hell nach normal verfärbt hat und auch die Häufigkeit und Konsistenz hat sich stark verbessert. Ich bin anfangs bereits gegen 4 Uhr raus und mußte bald darauf wieder gehen und das meist als Durchfall. Bis zu 4 Mal. Ich konnte eher gar nicht aus dem Haus gehen, bevor das erledigt war...

L.G. Aquila
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30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
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22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
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Aquila65
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Aquila65 »

Guten Morgen,
ich kann ja zum Glück wieder besser und länger schlafen, obwohl mir speziell früh die Entzugserscheinungen massiv zusetzen. Heute früh ging es ganz gut und ich hatte im Bett noch keine Beinkrämpfe und sonstige Beschwerden. Auch das Herz holperte nicht. Jetzt beim Aufstehen schon etwas, aber es ist noch auszuhalten.

Was ich aber seit dem Entzug des Tavor bemerke, ist ein furchtbar sinnloses Träumen, wenn ich wieder wegdämmere. Auch tagsüber, wenn ich mich mal etwas ausruhe. Es kommen Dinge völlig zusammenhangslos in den Träumen vor, was einen total schockt. Kennt jemand dieses Phänomen hier und hängt das mit dem Entzug zusammen? Es ist jetzt 6 Wochen seit der letzten Tavor her und ich nehme ansonsten nur noch das Escitalopram 3 Tr. /tgl. und NEM wie Baldrianextrakt, Passionsblume sowie Magnesium- und Vitaminkapseln.

Danke und V.G.
Aquila
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30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
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ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
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02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Ululu »

Hallo Aquila,

Ich entziehe kein Benzo sondern ADs.

Diese Träume kenne ich aber auch.
Mein Gehirn konstruiert im Schlaf Dinge, die einen Horrorthrillerautor vor Neid erblassen lassen würden.
:o
Es ist schockierend, dass diese Dinge offensichtlich irgendwo in meinem Kopf vorhanden sind.
:shock:
Ich habe das oft und kann nur sagen, ich habe mich daran gewöhnt. :?
Ich weiß jetzt nicht, was das über mich aussagt und hätte das auch selbst nicht für möglich gehalten aber es macht mir nichts mehr aus, löst inzwischen nur noch ein Kopfschütteln aus.

LG Ute
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Aquila65 »

Halllo Ute und andere hier, die das vielleicht auch kennen,

solche Träume hatte ich solange ich Mirtazapin genommen habe. Seit August, der letzten Einnahme, hat dieses oft sehr realistische Träumen aufgehört und ich schwitze nachts auch nicht mehr wie ein Teufel. Das war ja gleich die nächste Begleiterscheinung, dieses wahnsinnige Schwitzen jede Nacht und der übelrichende Schweiß am ganzen Körper... Schwitzen kommt auch jetzt noch öfters vor, aber nicht mehr ganz so heftig. Kommt wschl. vom Tavorentzug. Aber dieses komische völlig zusammenhanglose träumen habe ich jetzt, wenn ich noch mal wegdämmere und es ist echt belastend manchmal, weil es eben so ein horrender Stuss ist! Ich bin danach immer völlig perplex.

Kann es mit dem Rückbau vom Tavor zusammenhängen und als eine Art "Heilungsprozess" gesehen werden? Ich meine, ich habe ja die verschiedensten Absetzerscheinungen jeden Tag auszukosten. Ich versuche ohne Chemie auszukommen (Melperon). Am schlimmmsten ist das Zittern vom RECHTEN Bein. Immer das rechte Bein....

L.G. Thorsten
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2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
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April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
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23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
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ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Aquila65 »

Hallo Zusammen,

Ich schleppe mich von einem Tag zum anderen mit dem Entzug nun seit 6 Wochen. Gestern habe ich auch noch nachmittags einen großen Spaziergang von anderthalb Stunden gemacht. Danach war ich völlig fertig auf den Beinen. Aber ich habe es überstanden. Das Beine zittern und Herzstolpern sind die Hauptsymptome, die mich belasten. Heute früh ging es schon sehr zeitig los gegen halb drei, nachdem ich wieder mal klatschnass geschwitzt war. Konnte zum Glück wieder Schlaf finden und durch Atemübungen (4-7-11) also 4 sek. ein, 7 sek. aus und das ungefähr 11 mal, innere Ruhe wieder finden. Habe das mal gelesen und es schien zu helfen. Außerdem habe ich wieder meinen Müsliriegel gegessen und die CBD- Tropfen genommen. Momentan geht es so halbwegs. Herzstolpern ist heute nicht so ausgeprägt, aber die innere Unruhe und das Beine zittern/krampfen kommen immer wieder schubweise. Gestern sogar bis zum späten Abend. Es hat sich einfach nicht beruhigt. Erst gegen 22 Uhr war es dann endlich besser geworden.

Wie ist Eure Meinung zu Cashewkernen/ Walnüssen? Ich bin mir nicht sicher, ob das zu sehr das ZNS triggert oder gerade gut ist. Habe hier nichts für mich passendes gefunden, gerade was Benzoentzug betrifft. Verträgt sich das mit dem Escitalopram, was ich noch nehme?

Vielleicht könnt Ihr mir helfen?

L.G. Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
paplo75
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von paplo75 »

Hi,

ich kenne diese Träume wenn man die Augen schließt dann fängt das an Gedankenkarussel ohne Sinn.Die sind bei mir weg aber geheilt bin ich nach einem Jahr immer noch nicht.Zeitlang bin ich der alte oder ich unterdrücke es gut dann aber ohne nichts unglücklich kein Spaß mehr an nichts.
Das mit den Beinen hat bei mir nachgelassen nur noch wenige Symptome herzrassen genau so.
Ich hoffe das es dir bald gut gehen wird.
August 2018 das erste mal Lorazepam genommen bis September 2019 ca.70 Tabletten für innere Unruhe. Dann Entzug im Klinik in 2Wochen auf null.Das letzte mal am 18.10.2019 Diazepam genommen.Nehme 3x25mg Doxepin helfen aber nicht wenn ein Schub kommt.
Kämpfe immer noch mit Entzugserscheinigung.
Seid 04.01.2020 Escitaoparm 5mg und 2x25mg Doxepin
13.01.20 Doxepin 1x25mg 1x18,75mg
15.02.20 doxepin angefangen abzusetzen in 0,5mg schritten jede Woche jetzt auf null.
20.04.20 Escitoloarm angefangen abzusetzen 5mg jede 2 tag
Jetzt auf null.
Seid 25.05.angefangen Duloxetin 30mg
Seid 15.06 duloxetin 60mg
Seid Januar 2020 Bisoprolol 2,5mg wegen Blutdruck
Seid 10.08.20 angefangen Duloxetin auszuschleichen
Die ersten 30mg in 10% Schritten hat super funktioniert.
Dann hatte ich ein Rückfall Anstand wieder hoch zu dosieren habe ich die restlichen 30mg sofort abgesetzt was für ein Fehler.
Seid 15.11.20 kein duloxetin mehr.
padma
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von padma »

hallo Thorsten, :)

schön, dass dir die Atemübung hilft.
Im Bereich "Alternativen zu Psychopharmaka" findest du diverse Übungen. Vielleicht ist da noh was für dich dabei.
Wie ist Eure Meinung zu Cashewkernen/ Walnüssen? Ich bin mir nicht sicher, ob das zu sehr das ZNS triggert oder gerade gut ist.
Wenn du keine Histaminintoleranz hast, spricht nichts dagegen es zu versuchen. Bzgl. Escitalopram sollte das kein Problem sein. Es enthält zwar Tryptophan, über die Nahrung eingenommen gibt es da normalerweise kein Problem. (Als NEM kann es möglicherweise zusammen mit einem AD eingenommen ein Serotoninsyndrom auslösen)

Gegen das Krampfen der Beine, könntest du es mit Magnesium versuchen. Hier haben wir einen thread dazu: viewtopic.php?f=57&t=11189

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Aquila65
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Aquila65 »

Hallo Padma,
ich nehme Magnesiumkapseln 1x tgl. 400 mg Supra-Kapseln. Damit bin ich die letzte Zeit ohne Probleme gut gefahren. Werde wohl die Dosis nicht erhöhen, weil das ja zu Durchfall führen kann. Eine Histominintoleranz ist mir nicht bekannt. Das Blutbild vor kurzem zeigte nur zu geringe Bilirubinwerte. Aber das sollte sich wieder geben, weil der Befund zu Beginn der Kur vor 6 Wochen gemacht wurde.

Heute geht es so halbwegs. War eine Stunde spazieren in aller Ruhe und musste mich einmal hinsetzen/ Pause machen, weil die Beine schmerzten. Ich gehe jetzt noch einmal raus um mich abzulenken. Das rechte Bein "pumpt" immer mal wenn es nicht belastet wird. Vorhin gab es wieder einen Unruheschub, weil ich erst dann die 3 Tr. Escitalopram genommen habe. Könnte sein, dass das ZNS dadurch zusätzlich aufgewühlt wird? Vielleicht müsste ich die Dosis weiter ganz klein wenig reduzieren? Da die Flasche ja schon eine Weile offen ist, geht doch aber auch Wirkung ohnehin schon verloren? Ist das richtig? Ich habe hier mal so etwas gelesen.

VG. Thorsten
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30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
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30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
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22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
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2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
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29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von padma »

hallo Thorsten, :)
Vorhin gab es wieder einen Unruheschub, weil ich erst dann die 3 Tr. Escitalopram genommen habe. Könnte sein, dass das ZNS dadurch zusätzlich aufgewühlt wird?
Das ist schon möglich, dass das eine NW von Escitalopram ist, du scheinst es ja nicht gut zu vertragen Wichtig ist, dass du es zu immer gleicher Tageszeit nimmst, wechselnde Zeiten können auch zu Symptomen führen.
Vielleicht müsste ich die Dosis weiter ganz klein wenig reduzieren? Da die Flasche ja schon eine Weile offen ist, geht doch aber auch Wirkung ohnehin schon verloren? Ist das richtig?
Wenn du die Flasche immer ordentlich verschliesst, kühl lagerst und sie noch nicht abgelaufen ist, sollte eigentlich kein Wirkstoff verloren gehen, bzw. so minimalst, dass das nicht ins Gewicht fallen sollte.

Da du noch im Tavorentzug steckst, ist es eigentlich ungünstig, jetzt schon Escitalopram weiter zu reduzieren. Allerdings kann es wirklich sein, dass die NW von Escitalopram jetzt ohne die Dämpfung von Tavor stärker durch kommen.

Wenn du eine Reduktion versuchen möchtest, dann würde ich es mit einem halben Tropfen weniger (geht mit der Wasserlösemethode) versuchen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Aquila65 »

Hallo Padma,

ich habe die Escitalopram heute etwa 3 Stunden später als sonst genommen, weil ich hoffte, die NW würden mich nicht auch gleich noch mit dem Entzug parallel belasten. Bis zum Beginn vom Tavorentzug kam ich mit der Dosis ganz gut hin ohne größere Probleme. Da hatte ich aber das Tavor noch drin und Reste vom Mirta. Die Flasche stelle ich immer in die Schachtel wieder rein und so warm ist es im Zimmer auch nicht. Die Frist geht bis 07/2021.

Die Escitalopramtropfen hatte ich ja schon 2014 einmal. Da kam ich recht gut damit zurecht, weil ich sie langsam eingeschlichen und auch wieder abgesetzt hatte. Mein damaliger Psychiater hatte wenigstens Ahnung von der Materie. Ist aber nun leider schon lange in Rente.

Problem dürfte die Dosiserhöhung diesmal auf bis zu 7-8 Tropfen gewesen sein, die mich hat bald abdrehen lassen. Mußte dann auf 5 Tr. zurückgehen. Das war im Juli. Seitdem reduziere ich sehr langsam auf die bis jetzt schon lange gehaltenen 3 Tr. Wschl. wird es nun immer schwerer bei der geringen Menge und dem gleichzeitigen Tavorentzug. Vielleicht sollte ich erst noch paar Wochen warten und dann sehen, wie sich der Entzug entwickelt hat? Dann nur noch 2,5 Tr. nehmen, wie Du es vorschlägst.

Herzstolpern hat es heute mal nicht so vordergründig gegeben, dafür ist es mir schwindelig und ein blödes Gefühl im Kopf wie als das das Gehirn wackelt. Hatte ich noch nicht. Na ja. Vielleicht ist es bald wieder weg. Laufe wie mit 3,8 auf´m Kessel. Natürlich auch wieder kurze Attacken von frieren und Unruhe. Gibt sich jetzt langsam zum Abend.

Viele Grüße.
Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
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14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
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Re: Aquila65: Probleme beim Absetzen von Tavor (Lorazepam)

Beitrag von Jamie »

Hallo Thorsten :)
dafür ist es mir schwindelig und ein blödes Gefühl im Kopf wie als das das Gehirn wackelt.
Das hatte ich auch. Fühlte sich an, als ob mein Gehirn im Schädel "herumschwappt".
Und wenn ich meinen Kopf oder die Augen bewegte, hatte ich das Gefühl, als ob das Gehirn mit der Verarbeitung der Information nicht hinter her kommt (sog. "Augenschwindel").
Da schwappte es dann auch.
So etwas hatte ich nie mehr in meinem Leben außer bei meinem SSRI Entzug (Sertralin).
Es ist ein untrügliches Entzugszeichen.

Wenn du aktuell eine solche Symptomatik hast, würde ich nicht weiter abdosieren mit dem Citalopram.
M. Er. ist dieses von dir geschilderte Symptom ein ganz klares Zeichen, dass dein Gehirn mit dem SSRI-Entzug (bzw Aufdosieren / Unverträglichkeit) noch massiv am Rumrödeln ist und da würde ich erst mal mit allem pausieren, auch mit dem Benzoentzug, wenn möglich (edit: Benzo auf Null, also Nachentzug)

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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