Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->



Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
simonb
Teamunterstützung
Beiträge: 962
Registriert: 12.04.2018 21:40
Hat sich bedankt: 479 Mal
Danksagung erhalten: 462 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von simonb »

Hallo ,

Jetzt hast du ja immerhin rausgefunden, das du Nüsse nicht so gut verträgst zurzeit. Am besten individuell herausfinden, du kannst zb auch erstmal eine kleine Menge eines Lebensmittels antesten, wenn du nicht sicher bist.
Hast du vielleicht kleine Tätigkeiten die dir zurzeit gut tun? Es braucht leider Geduld und Akzeptanz um aus dieser Misere wieder hinaus zu gelangen.

LG Simon
► Text zeigen
Aquila65
Beiträge: 49
Registriert: 20.09.2020 11:11
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Aquila65 »

Hallo Simon,

ich habe bei solchen Anfällen oft so dermaßen mit mir zu kämpfen, dass ich mich auf nichts anderes konzentrieren kann. Wenn das Wetter halbwegs ist, gehe ich an die Luft und kann beim laufen halbwegs entspannen, aber nach relativ kurzer Zeit sind die Beine plötzlich wie Gummi und ich muss erst mal pausieren. Heute bin ich trotzdem 2x draußen gewesen. Einmal eine Stunde gelaufen heute Nachmittag und vor einer Stunde noch mal im Markt was holen. Hatte heute Nachmittag wieder frieren und schwindelig sein und immer wieder innere Unruhe bis zum Zerreißen. Jetzt hat es sich endlich gelegt und ich kann wieder klare Gedanken fassen. Solche Tage kann ich komplett in die Tonne treten... Alles verlorene Lebenszeit. Von Nüssen und ähnlichem halte ich mich erst mal die nächste Zeit fern. Es sind jetzt genau 8 Wochen nach NULL.

Viele Grüße. Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
simonb
Teamunterstützung
Beiträge: 962
Registriert: 12.04.2018 21:40
Hat sich bedankt: 479 Mal
Danksagung erhalten: 462 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von simonb »

Hallo Thorsten,
Schön das sich die Unruhe etwas gelegt hat, ich kenne solche Zustände, man kann es nur irgendwie durchstehen. Gut das du trotzdem aktiv bleibst, gönne dem Körper aber auch Ruhe wenn dieser danach verlangt.

Mir tut manchmal ein Abendtee etwas gut. Zb mit Lavendel, Melisse und Hopfen...

8 Wochen sind eine gute Grundlage, aber ich denke du brauchst noch Geduld...LG
► Text zeigen
Aquila65
Beiträge: 49
Registriert: 20.09.2020 11:11
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Aquila65 »

Hallo Simon,
ja, ich habe jetzt endlich Ruhe. HAbe aber nun Kopfschmerzen, eigentlich sehr selten bei mir um diese Zeit. Der Tag ist sowieso gelaufen...

Tee trinke ich seit dem Entzug fast nur noch bzw. Wasser. Vom Kaffee lasse ich momentan auch die Finger. Ich hatte mich heute Nachmittag etwa eine Stunde hingelegt, weil gar nichts mehr ging. Das hatte mir etwas Ruhe gebracht, aber beim Aufstehen, hatte ich die gleichen Symptome wie morgens...

Ja, ich werde noch eine Weile damit zu tun haben. Ihr gebt mir aber Kraft hier, weil wir alle am gleichen Strang ziehen. Das tut gut.

Gute Nacht erst mal.
Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
Aquila65
Beiträge: 49
Registriert: 20.09.2020 11:11
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Aquila65 »

Guten Morgen,

die letzten beiden Tage waren sehr anstrengend für mich und meine Frau... Der 12.11. war so ziemlich der schlimmste Tag seit einiger Zeit. Das Krampfen des rechten Bein, die innere Unruhe, das Schnappen nach Luft und Herzstolpern waren kaum auszuhalten. Dazu kam immer wieder Brechreiz durch die innere Unruhe befeuert, sogar teilweise mit Schreikrämpfen! Eine elende Situation. Trotzdem bin ich dann nachmittags noch an die luft gegangen und habe versucht mich abzulenken.

Gestern früh war es ähnlich. Das Bein krampfte aber nicht mehr so sehr, auch war das Herz ruhiger. Nach dem Mittag wurde es spürbar besser und ich konnte auch wieder hinausgehen. Vormittags hatte ich versucht so viel wie möglich Ruhe in mich hineinzubekommen; hatte mich noch einmal hingelegt und auch in die Sonne gesetzt um etwas Licht abzubekommen. Abends war es dann wirklich gut und fast wie normal. Die letzte Nacht ging auch und ich habe nicht aus dem Bett gemusst, auch ging es mit dem schwitzen. Heute früh habe ich allerdings wieder verstärkt Beinkrampfen und etwas Herzstolpern. Habe gerade ein CBD-Gum (von NaturaVitalis) genommen und hoffe es entspannt die ganze Sache. Der Wirkstoff geht ja wohl direkt in die Hohlvene des Herzens und nicht erst über den Verdauungstrakt, also sehr schnell wirksam.

V.G. Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 20066
Registriert: 04.02.2013 22:37
Hat sich bedankt: 7520 Mal
Danksagung erhalten: 9994 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Jamie »

Hallo Thorsten, :)

ich habe Hochachtung davor, wie tapfer du dich durch diese elenden Zustände kämpfst.
Es klingt danach, als ob es dir wirklich alles abverlangt und ich bin froh zu lesen, dass du ab und an mal mit ein paar "normalen Stunden Leben" "belohnt" wirst :fly: .
Anders könnte man das wohl kaum ertragen.

Ich hoffe, dass es irgendwann mal besser wird :hug: .
Der Wirkstoff geht ja wohl direkt in die Hohlvene des Herzens und nicht erst über den Verdauungstrakt, also sehr schnell wirksam.
Nein, so funktioniert Resorption und Anatomie nicht. :roll:
Es ist zwingend der Darm und meist auch die Leber nötig, den Pfortaderkreislauf der Leber kann man nur umgehen, indem man Medikamente intravenös verabreicht.
Hier eine verständliche Erklärung des Pfortaderkreislaufs
https://www.netdoktor.de/anatomie/pfortaderkreislauf/

Über den Speichel aufgenommene Wirkstoffe (ein Teil des CBD Kaugummis wird so wirken) wirken aber vergleichsweise schnell, das ist wahr.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
► Text zeigen
Aquila65
Beiträge: 49
Registriert: 20.09.2020 11:11
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Aquila65 »

Guten Abend Jamie,

ich hatte heute einen recht guten Nachmittag ohne große Beeinträchtigungen und war darüber sehr dankbar. Allerdings bekam ich heute Nachmittag dann Schwindel beim Kopf bewegen und das Herzstolpern kam auch wieder verstärkt. Na ja, ich muss sher darauf achten, dass ich mich nicht übernehme. Dabei habe ich nur etwas Gartenarbeit gemacht bei dem schönen Wetter. Ansonsten geht es momentan.

Wegen der Aufnahme des CBD kann ich Dir nur das sagen, was auf der Webseite von NaturaVitalis steht. Ich verlinke es mal:
https://www.naturavitalis.de/CBD-Soft-Gums.html

Vielen Dank für die Achtung, die Du mir zollst, ich versuche weiter durchzuhalten. Manchmal ist man wirklich arg verzweifelt, aber ich will endlich wieder von dem Dreck frei sein! Mit dem Rauchen habe ich vor 14 Jahren auch von einem Tag auf den anderen aufgehört. Seitdem NIE wieder eine Fluppe angegriffen.

Viele Grüße. Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
Aquila65
Beiträge: 49
Registriert: 20.09.2020 11:11
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Aquila65 »

Guten Morgen Zusammen,

ein recht gemischtes Wochenende liegt wieder hinter mir... Ich hatte besonders gestern früh einen recht guten Start, aber gegen Mittag kam dann ein Problem mit der psychischen Verfassung. Es kamen Angst- und Derealistationsgefühle auf bis hin zu völliger Leere und Sinnlosigleit. Bin dann etwas spazieren gegangen und nach etwa einer Stunde ging das dann wieder vorbei und es war für den Rest des Nachmittags dann weg. Ein so blödes Gefühl der Sache hilflos ausgeliefert zu sein... Dazu kamm totale Verkrampfung im Körper, sodass ich nur noch ganz kleine Schlurfschritte machen konnte. Meine Frau hat versucht mich zu halten. Urplötzlich ging es dann wieder besser und ich hatte wieder mehr Kraft in den Beinen!

Heute früh kämpfe ich wieder mit dem Beinekrampfen und der Unruhe. Also alles altbekannt.

Ich hatte gestern im "fb" mal eine Frage zum Tavorentzug gemacht und auch Antwort bekommen. Ich zitiere hier mal die Aussagen und würde mich über eine Stellungnahme von Euch sehr freuen. Ich weiß überhaupt nicht mehr woran ich bin. Ich zitiere mal:

Hier mal das Zitat von ( Name ) aus fb:

"Also.... Tavor hat keinen aktiven Metaboliten und eine Eliminationshalbwertszeit von etwa 14 Stunden. Nach 8 Wochen Nichteinnahme HABEN SIE DEN ENTZUG DEFINITIV ÜBERSTANDEN. Ich bin etwas entsetzt, was man an Ihnen schon alles für Medikamente ausprobiert hat. Also das was Sie beschreiben, kommt wahrscheinlich vom Entzug des Escitalopram, manche haben sogar solche Nebenwirkungen von Escitalopram während der Behandlung. Bei einer Angststörung die wahrscheinlich mit Unruhe und Schlafstörungen verbunden ist, ist es völlig falsch meiner Meinung nach, SSRIs zu verordnen, das verschlimmert ja alles! Die SSRIs müssen ja auch u.a. deshalb früh eingenommen werden, da sie Unruhe und Schlafverkürzung hervorrufen, in ihrer Situation "Gift", da sie ein beruhigendes, schlafförderndes altes trizyklisches Antidepressivum gebraucht hätten. Diese Trizyklika wirken angstlösend und man schläft gut und sie haben den besten antidepressiven Effekt. Das wäre optimal gewesen, z.B. Doxepin oder Amitryptilin. Aber doch keine SSRIs, die gerade zu Behandlungsbeginn Angst evozieren.... Doxepin wäre ideal in Ihrem Fall, man kommt von den alten Trizyklika auch viel leichter wieder weg, als von den neuen SSRIs. SSRIs setzt man meist gegen komorbide Zwänge ein und bei antriebsgehemmten Depressionen. Kein Wunder, dass es Ihnen schlecht geht. Mirtazapin war im Prinzip kein schlechter Einfall, das ist ein neueres tetrazyklisches, nebenwirkunsarmes Antidepressivumkseit 1997 in der BRD erhältlich), das aber nur geringe antidepressive Wirkung hat, extrem müde macht und Heisshunger erzeugt. Besser als die SSRIs (in Ihrem Fall) war es, aber am besten wäre bei Ihnen ein altes trizyklisches Antidepressivum wie Doxepin. Das gibt es in ganz vielen Stärken, 10mg, 25 mg, 50 mg, 75 mg, 100 mg. So lässt es sich auch optimal dosieren(die 10 mg Tabletten kann man sogar noch teilen!) . Dass man auch jedes Psychopharmakon zu Beginn der Therapie ganz langsam einschleichen muss, genauso wie man alle Psychopharmaka ganz langsam ausschleichen muss, versteht sich von selbst.

Viele Grüße, und gute Besserung,
( Name )"

und zu Doxepin schreibt er:

"Doxepin zur Entzugserleichterung wird als Add-On (ZUSÄTZLICH) bei dem LANGSAMEN AUSSCHLEICHEN der Benzoeinnahme verordnet, NIEMALS DARF ES ALS E R S A T Z für einen kalten Benzoentzug verwendet werden. Mit egal welchem Antidepressivum während eines (kalten) Benzoentzugs ist es gefährlicher als ohne, da alle Antidepressiva die Krampfschwelle erniedrigen und deshalb noch höhere Epilepsiegefahr dadurch entsteht. Immer nur während des langsamen Tavorentzugs anwenden kauch Doxepin), niemals als Ersatz.
Ich denke dennoch nicht, dass nach Einnahmedauer von einem Jahr und nun schon 8 wöchiger Abstinenz von Tavor die Symptome vom Benzoentzug kommen. Das liegt eher am Escitalopram oder der Grunderkrankung. Denn heutzutage wird einem die Angst vor Benzodiazepinen geradezu eingeredet, genauso unverantwortlich wie bis 1984 gelehrt wurde, Benzodiazepine würden NICHT abhängig machen. Das Tavor kalt abzusetzen war nicht gut, aber super, dass sie das so geschafft haben. Gottseidank sind sie nicht Lyrica(Pregabalin) oder von Z-drugs(Zopiclon, Zolpidem und Co.) abhängig gewesen, da wäre der Entzug viel schlimmer gewesen als der von Tavor. Auch wenn SSRIs offiziell nicht abhängig machen, so verursachen sie dennoch die gleichen Entzugssymptome wie Benzodiazepine. Bei einer Ärztefortbildung unter Prof. Dr. Kornhuber in Erlangen (er ist dort Chefarzt) sagt der Chefarzt der Schön-Klinken, Prof Dr Voderholzer, dass es verdammt schwer sei, wenn nicht fast unmöglich, länger und hochdosierte SSRIs jemals wieder loszubekommen. So sehe ich das auch. In den Medizinbüchern steht, dass nach 3 Wochen Benzodiazepinabstinenz Ängste von der Grunderkrankung herrühren. Nur Ashton beschreibt bei Patienten, die Jahrzehnte(!!!) Benzos nahmen, noch protrahierte Entzugssymptome von bis zu einem Jahr, aber länger nicht.
Lesen Sie doch mal das Ashton Manual, es ist von der Pharmakologie Professorin und Chefärztin C Heather Ashton, die eine Benzodiazepinentzugsklinik in Newcastle Upon Tyne leitete.

https://benzo.org.uk/german/

Haben Sie nicht allzusehr Angst betreffs des bereits überstandenen Tavorentzugs, denn sonst gibt es Erwartungsangst (self fulfilling prophecy), die auch wirklich Ängste auslöst, nicht durch den Entzug, sondern aus Angst vor der Angst. Hier würde ich die Paradoxe Intention nach Professor Dr. mult. Viktor Frankl anwenden.

Gute Besserung weiterhin.
( Name )"

und dann noch:

"Also ich würde mit Tropfen ganz langsam runter. Ja, das stimmt, in dieser Menge gibt es höchstens Nebenwirkungen, aber garantiert keinen antidepressiven Effekt. Alle 2 Wochen 1 mg runter. Und an Weihnachten ist der Spuk vorbei."

So viel erst mal zum Thema.

Liebe Grüße. Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
FineFinchen
Beiträge: 2795
Registriert: 08.04.2015 17:34
Hat sich bedankt: 648 Mal
Danksagung erhalten: 874 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von FineFinchen »

Hallo Thorsten, :-)

was verunsichert Dich denn gerade?

Bei den gemachten Aussagen geht es ja u.a. um das Für und Wider des "deckelnden" Escitaloprams. Medikamentenempfehlungen sprechen wir hier aber generell nicht aus. :-)

Oder hast Du Fragen zum Benzoentzug, bzw. dem Asthon-Manual?


Viele Grüße
Finchen
► Text zeigen
Aquila65
Beiträge: 49
Registriert: 20.09.2020 11:11
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Aquila65 »

Hallo Finchen,

ob ich mich wegen der Verweigerung zum Doxepin damals in der Kur falsch verhalten habe. Dann hätte man das Tavor ja auch langsam absetzen müssen und nicht wie es der Arzt dort "befohlen" hatte abzusetzen ohne jegliches Ausschleichen. Nun ist es ja sowieso zu spät. Dann habe ich ja dieses blöde Gefühl der Leere und Angst, die mich so immer mal überkommen. Ist das nun Tavorentzug oder das Escitalopram? Kann man sicher nicht auseinander halten. Es bremst mich immer wieder in meinem Fühlen und Handeln aus. Die "Grunderkrankung" schließe ich jetzt mal für mich aus. Ich weiß nicht was ich machen soll.

L.G. Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
FineFinchen
Beiträge: 2795
Registriert: 08.04.2015 17:34
Hat sich bedankt: 648 Mal
Danksagung erhalten: 874 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von FineFinchen »

Hallo Thorsten,

Du hast schon viel geschafft mit dem Benzoentzug. Darauf darfst Du sehr stolz sein. :-)

Sich mit hätte, wäre, wenn zu beschäftigen, ist in meinen Augen Zeitverschwendung. Es gilt, im Jetzt und Hier zu bleiben und das Beste aus dem heutigen Tag rauszuholen, denn Dein Leben findet heute statt. Unser ZNS heilt. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde. Darauf dürfen wir uns verlassen. Und wir dürfen dafür Verständnis haben, dass es eben mal nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen, dass es eben dann auch in naher Zukunft wieder deutlich bessere Stunden/Tage für uns gibt.

Tue Dinge, die Dir Freude machen und die Dich positiv beschäftigen. Mir haben Dinge geholfen, bei denen ich mit meinen Händen gearbeitet habe: ich habe gekocht, gebacken, aufgeräumt oder geputzt. :-) Sobald das ZNS den Körper koordinieren muss, beschränkst Du den freien Raum, der sich mit Gedankenkreisen beschäftigen kann. :-)

Freue Dich jeden Tag darüber, dass Du nicht mehr benzoabhängig bist und Du keine einzige mehr davon schlucken musst. Ich mach das auch. :-)
Aquila65 hat geschrieben: 16.11.2020 10:52 Ich weiß nicht was ich machen soll.
Du kannst Dich heute aktiv dafür entscheiden, durchzuhalten und Deinem Körper die Heilung ohne weitere Interventionen zu überlassen. Meiner Meinung nach ist das die beste Alternativen von allen.

Du schaffst das - gibt nicht auf!

Viele Grüße
Finchen
► Text zeigen
Aquila65
Beiträge: 49
Registriert: 20.09.2020 11:11
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Aquila65 »

Hallo Finchen,

ich danke Dir für Deine tröstenden Worte. Ja, im Hier und Jetzt leben ist oft in so einer Situation verdammt schwer wenn die Gedanken einem einen Streich spielen und der Körper noch dazu... Ich werde das Escitalopram laaangsam ausschleichen. Vielleicht hört dann der andere Spuk auch mit auf. Ganz langsam und vorsichtig werde ich mich an die letzte Etappe herantasten.

L.G. Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
Aquila65
Beiträge: 49
Registriert: 20.09.2020 11:11
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Aquila65 »

Hallo Zusammen,

ich musste heute noch einmal zu meiner Psych. weil ich die Kasse gewechselt hatte (meine bisherige Kasse hat mich ja nach den 78 Wochen Krankschreibung rausgeschmissen), so dass ich jetzt über meine Frau familienversichert bin. Gut, das nur nebenbei.

In Bezug auf das Tavorproblem angesprochen, meinte sie, es wäre ja "alternativlos" gewesen mir das Tavor zur Deckelung der NW vom Citalopram/Escitalopram zu geben. Dass ich nun einen knallharten Entzug an der Backe habe, wollte sie so nicht gelten lassen. Wenn ich nichts anderes haben möchte, könne sie für mich nichts weiter tun! Genau, so ist das dann. Der Arzt ist NIE schuld. Somit kann ich das Thema dort abhaken. Ist sowieso nur eine Massenabfertigung...

Mein Schlaf ist wieder schlechter geworden. Bin schon gegen 2-3 Uhr wieder munter und die Unruhe im Körper geht los. Erst ab Mittag wird es leicht besser.

Noch eine Frage: Kann man Aminokomplex zur Unterstützung dazu nehmen oder wird das zu viel des Guten?

V.G. Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
FineFinchen
Beiträge: 2795
Registriert: 08.04.2015 17:34
Hat sich bedankt: 648 Mal
Danksagung erhalten: 874 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von FineFinchen »

Hallo Thorsten, :-)

meinst Du mit "Psych." Psychiaterin oder Psychologin? Die Psychiater arbeiten mit Medikamenten und die sind für die meisten Mittel der ersten Wahl. Ist traurig, aber aktuell die Realität. Psychologen / Psychotherapeuten verschreiben (noch - das wird sich in Zukunft ändern) keine Medikamente.

Warum möchtest Du einen Aminokomplex zu Dir nehmen? Wurde bei Dir ein Mangel festgestellt?

Meiner Erfahrung nach, braucht man zusätzlich gar nichts zu sich nehmen, wenn man sich gesund ernährt. Das ZNS braucht einfach genügend Zeit und Ruhe für den Rückbau.

Nach meinem Benzoentzug hat es ein Jahr gedauert, bis alles wieder komplett "rund" lief. Ich bezeichne das immer als "holperiges" Jahr. :-)

Viele Grüße
Finchen
► Text zeigen
Aquila65
Beiträge: 49
Registriert: 20.09.2020 11:11
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Aquila65 »

Hallo Finchen,

mit "Psych" meinte ich meine Psychiaterin, die (derzeit) ür mich zuständig ist, denn an mir hatten sich ja einige ausprobiert... In psychiologischer Behandlung bin ich momentan nicht, weil es ja auch ein riesiges Problem ist da jemanden zu finden, der Zeit hat und wo es auch passt... Ich hatte bislang noch nie eine psychiologische Beratung. Wenn ich mir so meine bisherige Geschichte ansehe, wird das wohl auch kaum was bringen, denn immer war Überlastung der Auslöser meiner Probleme.

Den Aminokomplex wollte ich evtl. zur Unterstützung nehmen, damit ich wieder besser klar komme und das ZNS schneller heilt. Mit der "gesunden" Ernährung ist das ja auch so eine Sache. Ich versuche ja so gut wie möglich mich zu ernähren und meide Fette und Zucker. Esse viel rohes Obst und Gemüse und meide auch Kaffee und Alkohol. Trotzdem heißt es ja regelmäßig, dass die Vitamine nicht ausreichen und auch andere Stoffe in viel zu geringer Dosierung in der Nahrung enthalten sind.

Wie lange hast Du denn Benzos genommen, wenn das ein Jahr bei dir gedauert hat? Da habe ich ja noch einiges vor mir... Klar, kann man nicht verallgemeinern, aber das ist schon übel.

Liebe Grüße.
Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 4938
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 3471 Mal
Danksagung erhalten: 2332 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Straycat »

Hallo Thorsten,

es tut mir leid, was du da zur Zeit durchmachen musst. Vieles, was du an Symptomen beschreibst, kenne ich auch genauso aus dem Entzug. Vor allem diese Unruhe gepaart mit Brechreiz - das ist echt schwer auszuhalten :( :hug:

Auch wenn du es nicht mehr ändern kannst, was in der Vergangenheit war, möchte ich zu den Aussagen, die du auf FB gelesen hast, kurz Stellung nehmen. Denn es lesen ja auch immer wieder einige Personen hier "still" mit und die bekommen vielleicht auch einiges an solchen Aussagen zu lesen. Da ist es wichtig, manche Dinge aufzuklären, finde ich :)
Aquila65 hat geschrieben: 16.11.2020 09:39 "Also.... Tavor hat keinen aktiven Metaboliten und eine Eliminationshalbwertszeit von etwa 14 Stunden. Nach 8 Wochen Nichteinnahme HABEN SIE DEN ENTZUG DEFINITIV ÜBERSTANDEN.
Der Autor geht hier - wie leider auch viele Ärzte - von der Halbwertszeit des PP aus. Also davon, ob sich vom Wirkstoff noch etwas in deinem Körper befindet. Allerdings hat das nur mittelbar mit den Absetzsymptomen zu tun. Auch wenn der Wirkstoff aus dem Körper ist, hat das Gehirn in seiner Rezeptorenlandschaft einiges verändert, um quasi "um den Wirkstoff herum zu bauen" - um wieder Homöostase zu erreichen. Das nennt man Neuroadaption. Wenn nun der Wirkstoff wegfällt, muss sich das Gehirn in einem mühsamen (und oft langwierigen Prozess) an die neue Dosis bzw. das Wegfallen des Wirkstoffs anpassen. Und genau diese Anpassungen rufen die Absetzsymptome hervor.
Ich gehe deshalb nicht davon aus, dass der Entzug nach 8 Wochen definitiv abgeschlossen ist. Ja, der Wirkstoff wird nicht mehr im Körper nachweisbar sein, aber dessen Auswirkungen im ZNS sind noch nicht wieder alle völlig beseitigt.
Aquila65 hat geschrieben: 16.11.2020 09:39 Also das was Sie beschreiben, kommt wahrscheinlich vom Entzug des Escitalopram, manche haben sogar solche Nebenwirkungen von Escitalopram während der Behandlung. Bei einer Angststörung die wahrscheinlich mit Unruhe und Schlafstörungen verbunden ist, ist es völlig falsch meiner Meinung nach, SSRIs zu verordnen, das verschlimmert ja alles!
Ich denke auch, dass der Escitalopram-Entzug bei dir mithineinspielt. Aber den Benzoentzug deswegen zu verneinen, halte ich für keinen vernünftigen Schluss. Man kann quasi gleichzeitig "Läuse und Flöhe haben". Und das ZNS ist wohl durch beides gereizt: den Escitalopram- UND den Benzoentzug.
Aquila65 hat geschrieben: 16.11.2020 09:39 Die SSRIs müssen ja auch u.a. deshalb früh eingenommen werden, da sie Unruhe und Schlafverkürzung hervorrufen, in ihrer Situation "Gift", da sie ein beruhigendes, schlafförderndes altes trizyklisches Antidepressivum gebraucht hätten. Diese Trizyklika wirken angstlösend und man schläft gut und sie haben den besten antidepressiven Effekt. Das wäre optimal gewesen, z.B. Doxepin oder Amitryptilin. Aber doch keine SSRIs, die gerade zu Behandlungsbeginn Angst evozieren.... Doxepin wäre ideal in Ihrem Fall, man kommt von den alten Trizyklika auch viel leichter wieder weg, als von den neuen SSRIs.
Auch da wäre ich anderer Meinung. Ja, die SSRI waren sicherlich keine gute Entscheidung, aber im Umkehrschluss wären deswegen TZA auch nicht "ideal" gewesen. Und der Entzug von TZA ist mitnichten leichter als von SSRI. Da kann man sich hier auch gut bei den Betroffenen einlesen, die zB Doxepin absetzen. Die haben ähnliche Probleme, wie diejenigen, die SSRI/SNRI absetzen. Dieser Irrglaube, dass irgendein PP "besser" oder "verträglicher" ist, wird leider häufig verbreitet. Aber Fakt ist: Sie alle greifen in die eigene Gehirnchemie ein und haben massive Auswirkungen auf das ZNS.
Aquila65 hat geschrieben: 16.11.2020 09:39 Ich denke dennoch nicht, dass nach Einnahmedauer von einem Jahr und nun schon 8 wöchiger Abstinenz von Tavor die Symptome vom Benzoentzug kommen. Das liegt eher am Escitalopram oder der Grunderkrankung. Denn heutzutage wird einem die Angst vor Benzodiazepinen geradezu eingeredet, genauso unverantwortlich wie bis 1984 gelehrt wurde, Benzodiazepine würden NICHT abhängig machen. Das Tavor kalt abzusetzen war nicht gut, aber super, dass sie das so geschafft haben.
Siehe dazu meine Ausführungen oben. Die Symptome auf die Grunderkrankung zu schieben finde ich nochmal unvernünftiger. Genau so werden so viele Betroffene von Ärzten "abgespeist" und sie begeben sich in eine immer längere und beschwerlichere Abhängigkeit von PP, weil sie denken, sie müssen sie gegen die "Grunderkrankung" weiter einnehmen. In Wahrheit sind es aber in vielen Fällen Absetzsymptome. Und die würde ich auch in deinem Fall annehmen - deine Grunderkrankung sah ja anders aus, als die Symptome heute, oder?
Aquila65 hat geschrieben: 16.11.2020 09:39 Gottseidank sind sie nicht Lyrica(Pregabalin) oder von Z-drugs(Zopiclon, Zolpidem und Co.) abhängig gewesen, da wäre der Entzug viel schlimmer gewesen als der von Tavor.
Auch das kann man nicht so stehen lassen! Ja, der Entzug von Pregabalin oder Z-Drugs ist mitunter sehr hart - aber der von Tavor genauso. Da zu vergleichen, was "leichter" ist, ist müßig. Denn wie oben geschrieben, kann der Entzug von praktisch jedem PP sehr hart sein und davon abgesehen, reagiert auch jeder Mensch individuell. Was der eine Betroffene bzw. sein ZNS noch "locker wegsteckt", machen dem anderen sein Leben zur Hölle. Solche Vergleiche sind deshalb meiner Ansicht nach Unfug.

So, das wurde jetzt etwas lang, sorry :)
Aber wie schon geschrieben, ist es mir wichtig, dass solche Aussagen nicht einfach unkommentiert stehen bleiben. Auch wenn sie natürlich nicht von dir kommen, Aquila, sondern von einem anderen FB-Nutzer ;-)

Alles Liebe,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Aquila65
Beiträge: 49
Registriert: 20.09.2020 11:11
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Aquila65 »

Liebe Cat,

ganz herzlichen Dank für das Auseinandernehmen der Meinung des FB- Nutzers. Er ist dort Moderator einer eigenen AD- Absetzgruppe. Ich sehe es genauso wie Du es noch einmal so gut auseinandergedröselt hast. Das sind alles Absetzsymptome und leider haut das Escitalopram noch mit in die Tavorkerbe...

Ich hatte die letzten beiden Tage durchaus gutes Befinden, wenn ich das so mal sagen darf. Ich hatte vor allem endlich nicht mehr diese Beinkrämpfe und diese innere Unruhe und auch der Brechreiz ist ausgeblieben!! Allerdings hatte ich wieder ein Gefühl der recht schnellen Erschöpfung und Kraftlosigkeit. Aber das wird sich auch noch geben. Schwindelig ist mir dafür häufig, habe blöde Gedankenschübe, die mich oft ausbremsen und vor allem nach wie vor diesen elenden Tinnitus. Der tritt wieder sehr laut hervor. Das Herzstolpern hatte ich die letzten beiden Tage auch nicht mehr, aber heute kommt es ab und zu wieder vor.

Aber im Großen und Ganzen hatte ich wohl endlich mal ein etwas größeres Fenster und nicht nur eine kleine Schießscharte... Es macht Mut!

Viele Grüße.
Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 4938
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 3471 Mal
Danksagung erhalten: 2332 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Straycat »

Hallo Aquila,

diese Schwäche und die Gummibeine kenne ich auch gut. Allerdings muss ich gestehen, die machten mir selten sehr zu schaffen, da ich schon vor dem Absetzen keine besonders gute Kondition hatte und auch keine Sportlerin war ;-) So gesehen, konnte ich da etwas mehr an "Schwäche" gut akzeptieren.
Finde es super, dass du dennoch weiter spazieren gehst. Das hilft mir auch immer sehr - aktuell mache ich jeden Tag eine Runde (egal wie das Wetter ist). Das hilft mir sowohl im Entzug als auch im Corona-Lockdown (in Österreich ist der schon mit 24-h-Ausgangssperre, aber spazieren gehen bzw. Outdoor-Einzelsport ist erlaubt).

Alles Gute weiterhin für dich! Du schaffst das :)
Liebe Grüße,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Aquila65
Beiträge: 49
Registriert: 20.09.2020 11:11
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Aquila65 »

Hallo Cat,
genau das mache ich auch jeden Tag. Wir haben ja momentan auch sehr ungemütliches Wetter aber ich gehe mindestens 2x am Tag wenigstens eine Stunde raus. Das Laufen ist sehr gut gegen den Entzug. Dabei merke ich eben dann oft sehr schnell, dass die Kraft in den Beinen urplötzlich nachlässt und ich muss langsamer laufen oder mich sogar erst mal hinsetzen. Jogging geht aber noch nicht. Ich versuche auch so oft wie möglich etwas Sonne abzubekommen.

Ja, diese Ausgangssperre schlaucht noch zusätzlich, das Laufen kann uns aber keiner verbieten. Wir hatten das Problem ja auch schon mal hier im Frühjahr. Hoffentlich ist dieser Spuk auch irgendwann mal vorbei...

L.G. Thorsten
August 2018 Diagnose PTBS durch Hausarzt festgestellt - Mirtazapin 15 mg zum besseren schlafen
3.7.19 Diagnose Depressionen mittl. Grades durch Psych. - Citalopram 10 mg
4.8.19 Totalausfall, Notaufnahme - Venlafaxin 34,5 mg, dann 75 mg und erstmals Tavor 1,0 mg plus Citalopram!
15.8.19 Serotoninsyndrom, Notaufnahme Venla sofort abgesetzt
21.8.19 Escitalopram 20 mg bis 10 Tropfen, Tavor bleibt bei Bedarf
27.11.19 Operation Großzehengelenk unter Teilnarkose
2.11.19 schwere Depressionen nach OP mit Wellen und Fenstern, massive Schlafstörungen - Escitalopram, Mirta, Tavor
30.12.19 Escitalopram durch Opipramol ersetzt, Mirta und Tavor bleibt bei Bedarf
Jan./ Feb. 20 starke Erregung mit Opipramol, Tavor früh, Wellen und Fenster
30.3.20 Absetzen Opi, Ersatz durch Laif 900, Tavor abgesetzt, Mirta bei Bedarf
20.4.20 starker Tinnitus (hält teilweise bis heute an)
April / Mai 20 Spritzenkur (8 Spritzen alle 3 Tage) Medivitan (Vitamin B-Komplex) Schlaf wird besser
22.5. starker Drehschwindel, kann kaum noch stehen - Notaufnahme - Röntgen, MRT, CT, alles ohne Befund
28.5. Laif 900 abgesetzt
2.6. Escitalopram 20 mg wieder angesetzt mit 1 Tr/ 1mg tgl.
23.6. erneuter Zusammenbruch - 2 Tage Bett, danach langsame Erholung
29.6. Escitalopram 8 Tropfen tgl., mehr geht nicht, da ich bald abhebe. Herzrasen, starke Stimmungsschwankungen, Tavor wieder früh zur Deckelung 0,5 / 1,0
30.6. Reduzierung Escitalopram auf 5 Tropfen
11.7. Escitalopram auf 3 Tropfen / 3 mg bis heute, Tavor 0,5 bei Bedarf früh
17.7. Versuch Mirta ganz abzusetzen 3,5 mg - Krümel - Staubkörnchen
27.8. Mirta ganz weg - starke Gefühlsschwankungen zwischen stark aufgeregt und lethargisch
14.9. 2x Tavor 0,5
15.9. 1x Tavor Expidet 1,0 zur Nacht durch Kurklinik. DAS WAR DIE LETZTE TAVOR! bleiben nur noch die 3 Escitalopram-Tropfen tgl. (lt. Arzt wäre diese Dosis nur Placebo)
ab 17.9. Beginn starke Absetzerscheinungen Tavor bis heute mit Wellen und Fenster
ab 18.9. Melperon 25 mg bei Bedarf. Habe bislang nur 4 Tabletten genommen. Versuche mit Baldriantropfen und Lavendeldragees klar zu kommen. Früh/ Vormittags ist es am schlimmsten. Starke Unruhe innerlich und Beine krampfen, auch wieder Brechreiz mit Schreikrämpfen
01.11. wenige Beeinträchtigungen, "nur" Beine zittern/ krampfen, Herzstolpern
02.-04.11. wieder sehr unterschiedliche Symptome, vor allem aber bleibt das Zittern / Krampfen im rechten Bein und teilweise Herzstolpern, große innere Unruhe über den Tag und blöde Gedanken schnell abwechselnd, Schlaf ist viel besser geworden aber durch Schwitzen nachts unterbrochen. Ab dem späten Nachmittag wird alles besser und ruhiger.
Nehme weiter Escitalopram 3 Tr. /3 mg aber gesplittet auf früh und mittags (Versuch)
ab 05.11.20 schrittweise Besserung der Symptome, aber nach wie vor starke Wellen. Brechreiz seit 10.11. wieder verstärkt bei kleinster Anstrengung, vor allem früh/ vormittags, sehr schnelle Ermüdung auf den Beinen, Schwindel, Beine zucken nach wie vor stark und auch Angstgefühle, keine Konzentration
Straycat
Moderatorenteam
Beiträge: 4938
Registriert: 10.10.2016 16:51
Hat sich bedankt: 3471 Mal
Danksagung erhalten: 2332 Mal

Re: Aquila65: Probleme nach dem Absetzen von Lorazepam/ Escitalopram ausschleichen

Beitrag von Straycat »

Hallo Thorsten,

bist du in DE oder AT?
Jogging wäre für mich auch undenkbar :D Aber langsames bedächtiges Spazierengehen klappt ganz gut bei mir.

Alles Gute,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Antworten