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Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

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Nosleep_303
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Nosleep_303 »

Hallo!

Es sind nun über 5 Tage, seitdem die schnelle Dosisreduktion, meinen Körper sowie meiner Psyche sehr zu schaffen macht.
Wie ich Anfang der Woche geglaubt habe, dass ich krank werde, das war nicht der Fall, sondern es ist der körperliche Entzug, den ich spüre.

Naja die Suppe hab ich mir selbst eingebrockt, da muss ich jetzt durchhalten.

Ich schaffe es kaum mit meinen Hunden rauszugehen oder einkaufen zu gehen, weil alles so anstrengend und überfordernd für mich ist.
Ich habe ziemliche Gliederschmerzen und Schweißausbrüche, bin Lärm und Licht empfindlich und sehr gereizt, ich möchte am liebsten nur schlafen, aber Nachts bin ich hellwach.
Ich schlafe frühestens um 7 Uhr morgens ein.
Also ich komme pro Tag maximal zu 4 Stunden Schlaf.

Mein Arzt hat mir gesagt, ich soll Antipsychotika nehmen, also 3x täglich 25mg Quetiapin.
Das soll gegen meine Entzugserscheinungen, oder wie es Ärzte gerne nennen „mögliche Absetzerscheinungen“ helfen.
Laut meinem Psychiater bekommt man ja nur einen Entzug bei illegalen Drogen…
Wo der Unterschied liegt, zwischen „Entzug“ und „möglichen Absetzerscheinungen“, soll mir mal ein Arzt erklären…
Mögliche Absetzerscheinungen klingt einfach viel harmloser wie das Wort ENTZUG.


Aber zurück zu den Antipsychotika, die machen mich zum wandelnden Zombie und die nehme ich nicht freiwillig zu mir.


Heute bin ich bei Tag 25 und ich sollte laut Entzugsplan bei 14 Tropfen Psychopax sein (4,76mg Diazepam),jedoch bin ich seit 24.11.20 noch bei 16 Tropfen (5.44mg) täglich.
Da aber auch 5.44mg Diazepam für meinen Körper viel zu wenig ist, hilft es mir nur ganz kurz (3-4h) gegen meine „Absetzerscheinungen“.


Ich war diese Woche schon so verzweifelt und wusste einfach nicht mehr weiter, wollte aber keines Falls meine Benzodiazepin Dosis steigern.
Stattdessen war ich so dämlich und hab in meiner Verzweiflung an zwei Tagen Oxycodon zu mir genommen und an zwei Tagen 150mg Lyrica.
Falls ich jetzt gegen die Forumregeln verstoße , ist es nicht meine Absicht.

Ich will auf keinen Fall irgendjemanden dazu motivieren, auf andere Substanzen auszuweichen nur um die Schmerzen des körperlichen Entzugs zu lindern!
Außerdem ist es kein „safer use“, da man Benzodiazepine, niemals gemeinsam mit Alkohol, Opiaten oder anderen Downer kombinieren sollte, da es zu einer gefährlichen Wechselwirkung kommen kann, und schlimmsten Falls zur Atemdepression, die zum Tod führen kann.
Ich bin auch absolut nicht stolz, dass ich das gemacht habe, da ich Opiate verabscheue und deren Wirkung gar nicht mag, vor allem wegen der Übelkeit am nächsten Tag.
Außerdem will ich nicht eine Abhängigkeit gegen eine andere Abhängigkeit tauschen...

Ich freue mich echt schon darauf, wenn ich den ganzen Wahnsinn hinter mir lassen kann.
Mir ist bewusst dass ich mich noch auf ziemlich harte kommende Wochen des körperlichen und psychischen Entzugs einstellen kann…


Lg und schönes Wochenende :)
Ausgangssymptome: Schlaflosigkeit, Panikattacken, psychische Probleme wegen Beziehungsende
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täglicher Benzodiazepinkonsum seit Anfang Jänner 2020:
Jänner bis Juni Triazolam
Juni bis Anfang August Alprazolam
kurzzeitig Oxazepam/Diazepam/Lorazepam/Zolpidem/Etizolam
August - November Clonazepam.
Seit November Diazepam


Triazolam & Alprazolam vom Hausarzt verschrieben.
zwischenzeitlich wurden die Benzos auf anderen Weg besorgt (Clonazepam, Oxazepam, Alprazolam, Diazepam, Lorazepam, Zolpidem, Etizolam) .
September 2020: Clonazepam, Oxazepam, Diazepam vom Psychiater verschrieben


Anfang September 2020 täglich 6mg Clonazepam, 100mg Oxazepam.

Zweiter ambulanter Entzug, Beginn September 2020 6 mg Clonazepam , 75mg Oxazepam

Ende September 2020 0.75mg Clonazepam/ starke Entzugssymptome.[/i]

3. ambulanter Entzug November 2020:

3.11.20 0,25mg Clonazepam, 7,15mg Diazepam.
7.11.20 0,25mg Clonazepam, 6,8mg Diazepam.
8.11.20 10,2mg Diazepam
24.11.20 5,44mg Diazepam
8.12.20 3,4mg Diazepam
16.12.20 1.36mg Diazepam
21.12.20 0mg Diazepam
simonb
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von simonb »

Hallo,

Du verstößt gegen keine Forumsregel, solange du keine anderen Substanzen "anpreist".
Ob dein Tempo duchzuhalten ist, wenn du schon jetzt so starke Symptome hast.
Ich würde das Gespräch mit dem Arzt suchen, und versuchen einen Kompromiss zu erreichen , zwischen ganz schnell bzw ganz langsam absetzen...

Es geht um dich und deine Gesundheit. Kennt dein Arzt das Ashton Manual?

LG Simon
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"Weniger ist mehr im Entzug" ( meine Meinung zu Nems)
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Nosleep_303 »

Hallo!
Ich bezweifle stark, dass er das kennt.

Irgendwie habe ich generell das Gefühl und den Eindruck, dass er sehr wenig Erfahrung mit Absetzen von Benzodiazepinen hat, obwohl kurz vor deiner Pension ist.
Also Berufserfahrung müsste er genug haben...

Generell hat mein Psychiater gesagt, dass er so etwas
nicht oft macht, also Leute beim reduzieren von Benzos zu helfen.
Da er eigentlich an seine Patienten nie Benzos verschreibt.
Bei mir ist dass nur eine Ausnahme, weil ich ja schon abhängig war, als ich bei ihm in Behandlung war.
Nur ich habe es ihm eben 5 Monate bewusst verschwiegen, da ich mir meine Benzos vom Hausarzt geholt habe...

Ich werde heute mal auf 14 Tropfen runter gehen.
Und schauen wie mein Körper reagiert.


Lg
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Anfang September 2020 täglich 6mg Clonazepam, 100mg Oxazepam.

Zweiter ambulanter Entzug, Beginn September 2020 6 mg Clonazepam , 75mg Oxazepam

Ende September 2020 0.75mg Clonazepam/ starke Entzugssymptome.[/i]

3. ambulanter Entzug November 2020:

3.11.20 0,25mg Clonazepam, 7,15mg Diazepam.
7.11.20 0,25mg Clonazepam, 6,8mg Diazepam.
8.11.20 10,2mg Diazepam
24.11.20 5,44mg Diazepam
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Nosleep_303 »

Hallo!


Die erfreuliche Nachricht zuerst, mein Kurzzeitgedächtnis „funktioniert“ endlich wieder, dass bereitete mir große Freude. :D
Erst seit ungefähr 1.5 Wochen kann ich mir wieder Dinge merken, ohne es danach sofort zu vergessen.

Davor war mein Kurzzeitgedächtnis von den Benzodiazepinen so beeinträchtigt, dass ich nicht mehr wusste, was ich zu Mittag gegessen habe, oder ob ich meine Hunde schon gefüttert habe.
Ich habe das Gefühl für Raum und Zeit im Jahr 2020 total verloren.
Und ich bin noch nicht mal 30 Jahre alt und habe mich die letzten Monate gefühlt als hätte ich Alzheimer...


Laut Entzugsplan von meinem Psychiater müsste ich ab heute ( 9.12.20) bei 0 mg Diazepam sein
Ich bin derzeit allerdings noch bei 10 Tropfen (3,4mg) Diazepam täglich, da die Dosisreduktion zu schnell für meinen Körper war.

Mein Psychiater war so nett und hat mir auf Wunsch eine zweite Flasche Psychopax (Diazepam) verschrieben.


Am 17.12.20 möchte ich gerne bei 0mg Diazepam sein, aber mal sehen ob mein Körper mitspielt.

Es ist mittlerweile schon anstrengend für meinen Körper, die ewige Schlaflosigkeit und die Schweißausbrüche und dass Überreizt sein, macht mir schon zu schaffen.
Ich schlafe zur Zeit maximal 3h am Tag, dass auch erst am Vormittag.
Aber ich denke jeder kennt diese Symptome, der nach einer längeren Einnahme Benzodiazepine reduziert.

Ich bin mir sicher, ich schaffe es diesesmal!

Lg und schöne Woche
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Towanda »

Hallo Nosleep,

ich finde Dein Tempo sehr schnell. Bitte achte gut auf Dich, oft sind die schnellen Entzüge nicht von langer Dauer.

Kannst Du bitte eine Signatur erstellen - das ist zwingend notwendig für die teilnähme hier im Forum. Es ist nicht zumutbar, erst den ganzen thread zu lesen, um zu wissen, wie Dein Verlauf ist/war.

Ich zitiere aus dem Begrüßungstext:
Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen
Viele Grüße, Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Nosleep_303 »

Hallo Towanda!

Danke für deine Info, ich habe jetzt eine Signatur erstellt.
Ich hoffe die Signatur passt so.


Lg
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Ende September 2020 0.75mg Clonazepam/ starke Entzugssymptome.[/i]

3. ambulanter Entzug November 2020:

3.11.20 0,25mg Clonazepam, 7,15mg Diazepam.
7.11.20 0,25mg Clonazepam, 6,8mg Diazepam.
8.11.20 10,2mg Diazepam
24.11.20 5,44mg Diazepam
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Nosleep_303 »

Hallo!
Ich habe eine wichtige Frage und würde dazu gerne eure Meinung hören! :)

Also ich habe diesen Freitag am 18.12.20 ein Vorstellungsgespräch.
Es geht um eine wichtige Stelle, das heißt ich muss überzeugendes und ein fittes Auftreten haben.

Da ich aber nur noch bei 1.36mg Diazepam am Tag bin (4 Tropfen), ist es schwierig bis unmöglich beim Vorstellungsgespräch fit zu wirken bzw. zu sein.
Da ich durchs schnelle reduzieren schon zu spüren bekomme, dass es sehr anstrengend für meine Körper ist.

Da ich diesen Job gerne bekommen würde, habe ich mich gefragt ob es eventuell nicht von Vorteil wäre, an diesem einen Tag fürs Vorstellungsgespräch zb:3.4mg Diazepam (10 Tropfen) zu nehmen?
Damit mein Körper nicht so geschlaucht ist und ich mich fitter fühle und somit auch das Hände zittern und vermehrtes schwitzen vom Entzug weniger ist.
Ist es für den Körper im Nachhinein schwierig, wenn ich einmalig die Dosis erhöhe?

Und mein zweites Problem ist, durchs absetzen kann ich erst immer früh am morgen einschlafen.
Ich sollte aber am Donnerstagabend schlafen gehen, damit ich Freitags rechtzeitig aufstehe und nicht aussehe als würde im direkt vom fortgehen kommen...
Ich habe vom Psychiater Prothipendyl (Dominal) verschrieben, aber die habe ich die letzten Monate kein einziges Mal genommen, da ich keine Antipsychotika nehmen will.
Aber vermutlich wäre es von Vorteil, weil ich dann am Donnerstagabend einschlafen würde und ich somit in der Nacht auf Freitag schlafe.

Lg
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Ende September 2020 0.75mg Clonazepam/ starke Entzugssymptome.[/i]

3. ambulanter Entzug November 2020:

3.11.20 0,25mg Clonazepam, 7,15mg Diazepam.
7.11.20 0,25mg Clonazepam, 6,8mg Diazepam.
8.11.20 10,2mg Diazepam
24.11.20 5,44mg Diazepam
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Straycat »

Hallo Nosleep,

ich würde das Vorgehen so für riskant halten.
Eine einmal fast verdreifachte Dosis könnte von deinem ZNS auch nicht gut aufgenommen werden. Da Diazepam meines Wissens nach sedierend wirkt, weiß ich auch nicht, ob du durch so eine einmalige höhere Dosis nicht eher das Gegenteil von dem bewirken würdest, was du dir wünschst. Es könnte auch sein, dass du dadurch dann noch müder werden würdest (könnte ich mir zumindest vorstellen).

Gerade vor einem Vorstellungsgespräch, bei dem du geistig möglichst fit sein musst, würde ich keine Experimente machen. Auch wenn du dich durch den Entzug fertig fühlst (das geht ja vielen so), ist es eher unwahrscheinlich, dass du durch eine einmalige Einnahme von NL oder durch eine derartige Steigerung der Benzodosis, dich dann an diesem Tag sehr viel besser und fitter fühlst.

Also ich würde es nicht riskieren, aber es bleibt natürlich deine Entscheidung.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von simonb »

Hallo, ich denke wenn du in dem Tempo weiter reduzierst, wirst du sowieso keinen Job antreten können,
da hilft jetzt auch kein einmaliges "Schauspiel"...

VG Simon
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Clarissa
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Nosleep.

Ich glaube, ich weiß, was Du meinst.

Wenn Du das Benzo erhöhst, werden die Entzugserscheinungen kurzzeitig weniger und Du bist leistungsfähiger. Aber der "Erfolg" ist trügerisch, Du wirst ihn reproduzieren wollen (oder müssen bei dem neuen Job) und bist bald wieder auf immer höherer Dosis angelangt.
Ich beobachte das Phänomen gerade bei einer Bekannten aus dem realen Leben, eigentlich im Benzoentzug. Ohne zusätzliches "Bedarfsbenzo" steigender Dosis bekommt sie inzwischen keinerlei noch so kleine Belastung gewuppt.

Dominal kenne ich selbst, es wurde mir im Benzoentzug verordnet und sollte mir Schlaf bringen. Es ersetzt ein Benzo in keinster Weise. Der "Schlaf" war nicht erholsam, der Überhang am nächsten Tag gewaltig.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
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Jamie
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Jamie »

Hallo, :)

da nosleep exorbitante Dosen gewöhnt ist, wird die einmalige Erhöhung ihn vermutlich nicht sedieren oder sonstwie ausknocken.
Allerdings verkompliziert das den Entzug womöglich, wie meine Vorschreiberinnen anmerkten, und man muss wieder mit vermehrten Entzugserscheinungen rechnen, denn natürlich geiert der Körper dann wieder nach mehr.

keinesfalls würde ich das Dominal jetzt testen, es kann üble Nebenwirkungen machen und ggf. auch nicht vertragen werden, dann wird die Nacht ein Grauen und das Bewerbungsgespräch entsprechend.
Das hätte man viel früher, wenn man es denn unbedingt nehmen möchte, antesten müssen, sowohl in Dosis als auch wann man es zeitlich einnimmt, um die Wirkung abzuschätzen.

Wir können dir die Entscheidung / Eigenverantwortung nicht abnehmen, nosleep, aber ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für das Bewerbungsgespräch und toi toi toi :fly:

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Nosleep_303 »

Hallo!
Danke für eure Antworten! :)

Das Schicksal hat entschieden, was vermutlich in meinem Fall die beste Lösung ist.
In bin seit heute in Quarantäne, da ich K1 bin und somit die nächsten 8
Tage meine Wohnung nicht verlassen darf.

Die ersten 3 Stunden, nachdem ich erfahren habe, dass ich in Quarantäne bin, habe ich einen enormen Suchtdruck nach Benzodiazepinen verspürt.
Mein Suchtdruck brachte mich kurzzeitig zum verzweifeln, weil mir sofort durch meinen Kopf ging "jetzt bin ich die nächsten 8 Tage eingesperrt, wie soll ich dass alleine schaffen??"


Dann hab ich mir allerdings gedacht, wenn ich wegen der Quarantäne jetzt abkacke und rückfällig werden, waren die letzten Wochen umsonst und dass will ich auf keinen Fall!
Außerdem will ich mir selbst beweisen, dass ich es zu Ende bringen kann.

Also mein Vorstellungsgespräch ist nun auf Anfang Jänner verschoben.
Mein Suchtdruck ist gottseidank verschwunden.

Ich werde voraussichtlich am 20.12.20 bei 0mg Diazepam sein, ich bin wirklich gespannt wie es meinem Körper und meinem Geist zu schaffen macht.


lg und danke!
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täglicher Benzodiazepinkonsum seit Anfang Jänner 2020:
Jänner bis Juni Triazolam
Juni bis Anfang August Alprazolam
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August - November Clonazepam.
Seit November Diazepam


Triazolam & Alprazolam vom Hausarzt verschrieben.
zwischenzeitlich wurden die Benzos auf anderen Weg besorgt (Clonazepam, Oxazepam, Alprazolam, Diazepam, Lorazepam, Zolpidem, Etizolam) .
September 2020: Clonazepam, Oxazepam, Diazepam vom Psychiater verschrieben


Anfang September 2020 täglich 6mg Clonazepam, 100mg Oxazepam.

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Ende September 2020 0.75mg Clonazepam/ starke Entzugssymptome.[/i]

3. ambulanter Entzug November 2020:

3.11.20 0,25mg Clonazepam, 7,15mg Diazepam.
7.11.20 0,25mg Clonazepam, 6,8mg Diazepam.
8.11.20 10,2mg Diazepam
24.11.20 5,44mg Diazepam
8.12.20 3,4mg Diazepam
16.12.20 1.36mg Diazepam
21.12.20 0mg Diazepam
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Nosleep.

Erstmal ein Aufschub und Du mußt hoffentlich das Dominal nicht mehr in Erwägung ziehen. Ich habe es in schlechter Erinnerung!

Was ist K1? Wann ist man das?

Ich bin auch gespannt auf Deine Berichte "bis" und "nach Null".

Alles Gute und VG von Clarissa.
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Murmeline
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Murmeline »

Hallo Clarissa,

K1 bedeutet Kontakt Kategorie 1.
Was, wann, wie und warum findest du hier:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/N ... cationFile

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
Clarissa
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Clarissa »

Dankeschön!
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Jamie
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Jamie »

Hallo nosleep, :)

ja, da hat dir das Schicksal leider wirklich dazwischen gefunkt. 😯
Jetzt wünsche ich dir zuerst einmal, dass du dich nicht infiziert hast. 🙏

Und dann hoffe ich für dich, dass dich die Quarantäne nicht wieder zurück wirft und du standhaft bleibst (Suchtdruck nicht nachgeben).
Versuche dir eine Tagesstruktur aufzubauen; wenn du Sport magst - am Wochenende gibt es von morgens bis abends Wintersport im TV zum Ablenken und vielleicht kann man parallel vor der Glotze auch ein paar Übungen machen.

Suche dir Dinge, die dich ablenken und vielleicht auch etwas Spaß machen. Ich kann Ausmisten auch sehr empfehlen 😉..

Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Nosleep_303
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Nosleep_303 »

Hallo!
jetzt hab ich mich lange nicht gemeldet!

Seit 21.12.20 bin ich bei 0mg Diazepam.
Rückblickend wird mir erst bewusst, wie sehr ich mein Kurzzeitgedächtnis „vergewaltigt“ habe.

Seit circa 7 Tagen bemerke ich, einen krassen Unterschied zu früher, mein Gehirn ist jetzt um vielfaches aufnahmefähiger als 2020, wo ich täglich Benzodiazepine zu mir genommen habe.
Mir fällt es so viel leichter mir Dinge zu merken.
Das ist ein schönes Gefühl, wenn man sich wieder Dinge merkt und von Tag zu Tag bemerkt, dass sein Gedächnis besser wird!


Am 24.12 habe ich ein intensives Gefühl von Leere in mir gespürt.

Ich habe es nicht geschafft, nüchtern mit meinen Gefühlen/Problemen umzugehen.
Also habe ich 4mg Clonazepam zu mir genommen.
Direkt nachdem ich die Tabletten geschluckt habe, hatte ich ein schlechtes Gewissen.
Das Gefühl von meinem Gewissen war so stark, dass es die Wirkung der Benzodiazepine verdrängt hatt.


Auf die gewünschte Wirkung auf die ich gewartet habe, die Leichtigkeit und das alle meine Probleme verschwinden, ist nicht gekommen.
Dann habe ich zusätzlich noch 10mg Diazepam zu mir genommen, ich wartete sehnsüchtig auf die gewohnte Wirkung, aber die kam wieder nicht…


Am 1.1.21 habe ich am Abend erneut Benzos konsumiert, 6mg Bromazepam.
Auch da kam das gewohnte euphorische Gefühl nicht.
Mein schlechtes Gewissen gegenüber mir , ist viel stärker als die Wirkung der Benzodiazepine.

Im Nachhinein bin ich froh , dass mein schlechtes Gewissen so stark ist, dass es sogar die Wirkung der Benzodiazepine unterdrückt.


Ich hoffe, dass der „Corona Wahnsinn“ bald ein Ende nimmt und der Alltag wieder "normal" wird.

Liebe Grüße
und Danke für Alles, ihr habt mir mit eurem Rat echt sehr weitergeholfen! :)
Ausgangssymptome: Schlaflosigkeit, Panikattacken, psychische Probleme wegen Beziehungsende
Diagnose:Depressive Episode F.32.2

täglicher Benzodiazepinkonsum seit Anfang Jänner 2020:
Jänner bis Juni Triazolam
Juni bis Anfang August Alprazolam
kurzzeitig Oxazepam/Diazepam/Lorazepam/Zolpidem/Etizolam
August - November Clonazepam.
Seit November Diazepam


Triazolam & Alprazolam vom Hausarzt verschrieben.
zwischenzeitlich wurden die Benzos auf anderen Weg besorgt (Clonazepam, Oxazepam, Alprazolam, Diazepam, Lorazepam, Zolpidem, Etizolam) .
September 2020: Clonazepam, Oxazepam, Diazepam vom Psychiater verschrieben


Anfang September 2020 täglich 6mg Clonazepam, 100mg Oxazepam.

Zweiter ambulanter Entzug, Beginn September 2020 6 mg Clonazepam , 75mg Oxazepam

Ende September 2020 0.75mg Clonazepam/ starke Entzugssymptome.[/i]

3. ambulanter Entzug November 2020:

3.11.20 0,25mg Clonazepam, 7,15mg Diazepam.
7.11.20 0,25mg Clonazepam, 6,8mg Diazepam.
8.11.20 10,2mg Diazepam
24.11.20 5,44mg Diazepam
8.12.20 3,4mg Diazepam
16.12.20 1.36mg Diazepam
21.12.20 0mg Diazepam
Jamie
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Re: Nosleep_303: Clonazepam Entzug, nach 11 Monaten täglichem Benzokonsum (dringend!)

Beitrag von Jamie »

Hallo nosleep, :)

du solltest lernen mit negativen Gefühlen anders umzugehen als mit Drogen (seien es jetzt Benzos, Alkohol oder sonstwas).
Es gibt im Leben kein Anrecht auf immerwährende happiness und entspanntes Dasein.
Du kannst es versuchen durch Drogen zu erzwingen, aber das wird nicht lange gut gehen und ist immer nur temporär.

Der Lockdown stresst und belastet uns alle - da müssen wir jetzt durch und ich hoffe, dass das auch dir gelingen wird.

Das ganze Leben verläuft phasisch. Da gibt es gute Zeiten, sehr gute Zeiten und auch weniger gute Zeiten und auch echte Tiefpunkte.
Wenn sich alle Menschen beim Erfahrungsspektrum unter dem, was man als "negativ" verbucht, besaufen, bekiffen oder mit Drogen oder anderen psychoaktiven Substanzen wegbeamen würden, könnte diese Gesellschaft nicht existieren.

Auch schlechte Gefühle bergen Lern- und Weiterentwicklungspotential.
Nicht nur auch - gerade die!

Ich wünsche dir für 2021, dass das annehmen kannst und lernen kannst konstruktiv damit umzugehen.

Und PS. Glückwunsch zur Null :party2: und bleib bitte abstinent von dem Kram.
Danke auch für dein Lob :).

Grüße
Jamie
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