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Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

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Moonlight1
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Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Moonlight1 »

Hallo allerseits,

möchte mich kurz vorstellen: bin männlich, 32 Jahre und leider unter einer Angststörung, die auch mit Depressionen einhergeht.

Ich habe folgendes Problem:

Vor ein paar Monaten habe ich von Citalopram auf Moclobemid gewechselt. Ich habe leider nach Rücksprache mit dem Arzt viel zu schnell ausgeschlichen. Habe jede Woche um 10mg reduziert und hatte eine Pause von 2 Wochen zwischen Citalopram und Moclobemid. Ich war zu dem Zeitpunkt des Absetzens komplett stabil seit 1,5 Jahren und hatte überhaupt nicht mit einem Rückfall gerechnet.

Nach 5 Wochen komplett ohne das Citalopram und 3 Wochen mit dem Moclobemid fing es plötzlich an. Zuerst bekam ich ständige Angstgefühle im Bauch, dann am nächsten Tag kamen depressive Symptome am Morgen, Konzentrationsprobleme und Appetitlosigkeit dazu. In der 3. Nacht bekam ich so starke Angstgefühle, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte. Auch kam wieder dieses unangenehme Angstgefühl, dass mich jeden Morgen weckt wieder dazu.

Soweit ich mich erinnern kann gingen die depressiven Symptome nach weiterer Einnahme von Moclobemid und zusätzlich Quetiapin und Lorazepam (Lorazepam für 2 Wochen, danach Promethazin 25mg) nach ein paar Wochen weg. Bei den Angstgefühlen im Bauch hatte ich das Gefühl, dass es durch das Moclobemid verschlimmert wurde, da es ja sehr antriebssteigernd ist. Die Angstgefühle in der Nacht waren nach der Einnahme von Lorazepam und Quetiapin in der Folgenacht nicht mehr da.

Allerdings war das Angstgefühl, das mich morgens weckt noch einige Wochen da und merkte es immer, wenn ich Quetiapin und Promethazin vor dem Schlafen nicht eingenommen hatte. Ich war zu dem Zeitpunkt, als das alles angefangen hat, komplett stabil und hatte auch keine Ängste. Es war so, als ob die Angstgefühle einfach da wären, ohne dass ich einen Einfluss darauf hätte. Mittlerweile hat sich das leider geändert. Ich habe leider eine Angst davor entwickelt, dass diese Angstgefühle/Depression chronisch geworden sein könnten und habe seit Wochen Dauerangst.

Was meint Ihr? Könnten das verspätete Absetzsymptome sein? Oder könnte es evtl. auch durch das Moclobemid ausgelöst worden sein (Erstverschlimmerung)? Der Arzt meinte es sei ein Rückfall, da das Citalopram zwar nach 2 Wochen aus dem Körper sei, aber eben das Serotonin noch für ein paar Wochen im Gehirn geändert sei. Bitte schreibt mir eure Meinungen, bin echt am Verzweifeln.
Zuletzt geändert von padma am 02.11.2020 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzernamen ergänzt, Leerzeilen der besseren Lesbarkeit wegen eingefügt
Symptomatik: Generalisierte Angststörung, Zwang, Zwangsgedanken, Depression

09.2011 - 01.2018: Citalopram, zunächst 40mg, dann nach ein paar Jahren 20mg und dann 10mg, ohne Probleme ausgeschlichen, genaue Daten weiss ich leider nicht mehr

11.2018 Rückfall: 20mg (November und Dezember) - 30mg(Januar und Februar) - 40mg (ab März) Citalopram, damit stabil über ca. 1,5 Jahre

Juli 2020: aufgrund Kinderwunsch, Wechsel auf Moclobemid

Zu schnell ausgeschlichen nach Rücksprache mit Arzt von 40mg auf 0mg in 10mg/Woche Schritten runterdosiert:
14.06.2020 40mg Citalopram
21.06.2020 30 mg Citalopram
28.06.2020 20mg Citalopram
05.07.2020 10mg Citalopram
12.07.2020 0mg Citalopram
12.07.2020-25.07.2020 Pause aufgrund Unverträglichkeit SSRI und Moclobemid
26.07.2020 Ersteinnahme 150mg Moclobemid, nicht vertragen: Schwindel, ständiges Hitzegefühl
28.07 - 17.08 Reduzierung auf 75mg Moclobemid
17.08.2020: RÜCKFALL (Symptome: depressive Symptome Morgens, Angstgefühle im Bauch, Angstgefühle in der Nacht, Konzentrationsprobleme, Appetitverlust, durch Angst am Morgen geweckt)
18.08.2020 Erhöhung auf 150mg Moclobemid aufgrund Rückfall
21.08.2020 300mg Moclobemid
ab 21.08.2020 50mg Quetiapin + 1mg Lorazepam (Lorazepam nur 2 Wochen verwendet)
26.08.2020 450mg Moclobemid
ab 10.09.2020 600mg Moclobemid + 50mg Quetiapin + 25mg Promethazin
03.11 - 09.11 Reduzierung auf 300mg Moclobemid depressive Symptome aufgetaucht (Gliederschmerzen, Schwindel, leichtes Morgentief, Konzentrationsprobleme)
10.11 - Reduzierung auf 150mg Moclobemid depressive Symptome gebessert


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Towanda
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Towanda »

Hallo Moonlight1,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein: Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
viele Grüße,

Towanda
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Moonlight,

Schön, das du zu uns ins Forum gefunden hast.

Wie du bereits selbst leidvoll feststellen musst, (anhand deiner Symptome), dass du viel viel zu schnell ausgeschlichen hast, (wenn man es denn Ausschleichen nennen kann).

Hier im Forum empfehlen wir nicht mehr als 10% alle 4-6 Wochen (bei Bedarf auch länger) zu reduzieren.

Wieviel mg hast du Citalopram genommen? Toll, wäre es auch wenn du bezüglich deiner Medikamente bzw. Dessen Dosis und sofern du noch die Einnahmezeiträume weißt / bzw. Absetzschritte eine Signatur anlegst, @ Towanda hat dir oben verlinkt wie das funktioniert.

Entweder habe ich es übersehen oder aber es steht nicht drin, du schreibst das du Lorazepam und Promathezin genommen hast, nimmst du beide Medikamente noch ein?

Ein Rückfall, wird oftmals seitens der Ärzte diagnostiziert, weil Absetzsymptome geleugnet werden / verharmlost werden bzw. teils laut Ärzten auch überhaupt nicht existieren, was totaler Blödsinn ist.

Ich tendiere eher dazu das du unter Absetzsymptomen leidest, die Absetzsymptome haben meist viel mit dem eigentlichen Einnahmegrund gemeinsam treten aber nach dem Absetzen verstärkt auf.

Ob eine Wiedereindosierung Sinn macht, mag ich nicht beurteilen dazu habe ich zu wenig Erfahrung denke aber das sich diesbezüglich noch Erfahrene melden.

Liebe Grüße 🌞
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Moonlight1
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Moonlight1 »

Hallo Sonne,

vielen Dank für deine Antwort. Ich habe 40mg eingenommen und das jede Woche um 10mg reduziert. Ja Quetiapin und Promethazin nehme ich immernoch. Die aufgekommenen Symptome sind zwar mittlerweile weg, das Moclobemid hat da geholfen, aber ich habe wie bereits geschrieben eine Dauerangst entwickelt, aufgrunddessen dass die Symptome nach 1,5 Jahren wieder zurückgekehrt sind. Ich weiss nicht mehr, wie ich davon wegkommen soll, von dem Gedanken, dass sich das Ganze chronifziert haben könnte. Es gibt den ganzen Tag nicht einen Moment, wo ich mal abschalten kann, so schlimm ist das geworden. Ich habe einen Klinikaufenthalt vor mir, bei dem ich von dem Moclobemid wieder runter will und hoffe, dass die SSRI wieder besser wirken. Habe damals wegen Kinderwunsch gewechselt und der Arzt schlug mir damals vor ich solle doch auf das Moclobemid wechseln, weil das die Potenz nicht beeinträchtigt. Ich soll laut Arzt innerhalb einer Woche (!) komplett von dem Moclobemid runter, bin da bei der Höchstdosis 600mg. Können die Absetzsymptome tatsächlich sich so anfühlen wie die Grundkrankheit selbst? Überlege gerade das Moclobemid auszuschleichen und kein anderes zu nehmen, um zu sehen was passiert. Was haltet Ihr davon?
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Juli 2020: aufgrund Kinderwunsch, Wechsel auf Moclobemid

Zu schnell ausgeschlichen nach Rücksprache mit Arzt von 40mg auf 0mg in 10mg/Woche Schritten runterdosiert:
14.06.2020 40mg Citalopram
21.06.2020 30 mg Citalopram
28.06.2020 20mg Citalopram
05.07.2020 10mg Citalopram
12.07.2020 0mg Citalopram
12.07.2020-25.07.2020 Pause aufgrund Unverträglichkeit SSRI und Moclobemid
26.07.2020 Ersteinnahme 150mg Moclobemid, nicht vertragen: Schwindel, ständiges Hitzegefühl
28.07 - 17.08 Reduzierung auf 75mg Moclobemid
17.08.2020: RÜCKFALL (Symptome: depressive Symptome Morgens, Angstgefühle im Bauch, Angstgefühle in der Nacht, Konzentrationsprobleme, Appetitverlust, durch Angst am Morgen geweckt)
18.08.2020 Erhöhung auf 150mg Moclobemid aufgrund Rückfall
21.08.2020 300mg Moclobemid
ab 21.08.2020 50mg Quetiapin + 1mg Lorazepam (Lorazepam nur 2 Wochen verwendet)
26.08.2020 450mg Moclobemid
ab 10.09.2020 600mg Moclobemid + 50mg Quetiapin + 25mg Promethazin
03.11 - 09.11 Reduzierung auf 300mg Moclobemid depressive Symptome aufgetaucht (Gliederschmerzen, Schwindel, leichtes Morgentief, Konzentrationsprobleme)
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simonb
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von simonb »

Hallo,

Ich glaube ich würde das Moclobemid ausschleichen, gerade auch wenn es bei dir sehr antriebssteigernd wirkt.
Danach eventuell nochmal eine Mini Menge Citalopram wiedereindosieren, obwohl die letzte Citalopram Einnahme schon 3 Monate her ist,
muss man schauen ob das noch klappt. Ich glaube Moclobemid und Citalopram zusammen sind absolut kontraindiziert.

Dein Körper ist im Citalopram Entzug, das Moclobemid kann das Citalopram nicht ersetzen, weil dein Körper an das Citalopram gewöhnt ist.
Das Moclobemid hat ev zusätzlich das ZNS getriggert, bzw. kann es sein das du das Quetiapin und das Promethazin nur brauchst, weil die anregende Wirkung des Moclobemids so stark ist, und du zusätzlich die Symptome des Citalopram Entzugs deckeln musst.

Bitte lass dich bzgl der Medikamente von deinem Arzt beraten. LG Simon
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Moonlight1 »

Hallo Simon,

vielen Dank für deine Meinung. Ich habe mich entschieden, das Moclobemid auszuschleichen, da es eigentlich gar nicht für meine Symptomatik geeignet ist (Angststörung). Bin ab morgen stationär und werde es versuchen innerhalb der nächsten Wochen auszuschleichen. Meint Ihr die Angstsymptome, die nach dem Absetzen von Citalopram und nach dem Einschleichen von Moclobemid aufgetreten sind, könnten auch medikamenteninduziert sein (also vom Moclobemid ausgelöst, da es ja sehr antriebssteigernd ist)?
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14.06.2020 40mg Citalopram
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28.06.2020 20mg Citalopram
05.07.2020 10mg Citalopram
12.07.2020 0mg Citalopram
12.07.2020-25.07.2020 Pause aufgrund Unverträglichkeit SSRI und Moclobemid
26.07.2020 Ersteinnahme 150mg Moclobemid, nicht vertragen: Schwindel, ständiges Hitzegefühl
28.07 - 17.08 Reduzierung auf 75mg Moclobemid
17.08.2020: RÜCKFALL (Symptome: depressive Symptome Morgens, Angstgefühle im Bauch, Angstgefühle in der Nacht, Konzentrationsprobleme, Appetitverlust, durch Angst am Morgen geweckt)
18.08.2020 Erhöhung auf 150mg Moclobemid aufgrund Rückfall
21.08.2020 300mg Moclobemid
ab 21.08.2020 50mg Quetiapin + 1mg Lorazepam (Lorazepam nur 2 Wochen verwendet)
26.08.2020 450mg Moclobemid
ab 10.09.2020 600mg Moclobemid + 50mg Quetiapin + 25mg Promethazin
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Towanda »

Hallo Moonlight,

kannst Du bitte in Deiner Signatur immer ein Datum dazuschreiben? Formulierungen wie "nach 5 Wochen ohne Citalopram und 3 Wochen mit Moclobemid" oder "seitdem Moclobemid" sind wenig aussagekräftig, weil man nicht weiß, wann das war. Vielen Dank!

Für das Ausschleichen von 600 mg Moclobemid solltest Du Dir viel mehr Zeit lassen als nur ein paar Wochen. Die Empfehlung hier ist 10% der zuletzt genommenen Dosis alle 4-6 Wochen. Und ja, auch Angstsymptome können medikamenteninduziert sein. In der Fachinformation wird Angst als häufige Nebenwirkung genannt: https://www.ratiopharm.de/assets/produc ... zn=6190906

Viele Grüße, Towanda
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von simonb »

Hallo Moonlight :)

Aus Gründen der Transparenz in solchen Fragen , antworte ich dir auf deine Pn , hier im allgemeinen Forum.
Ich glaube das deine Symptome vor allem Absetzsymptome vom Citalopram sind. Bitte lies dich hier im Forum noch weiter ein, um das besser zu verstehen. Im Begrüßungstext haben wir dir einige Infos verlinkt, wir müssen voraussetzen, das sich neue Mittglieder dort sorgfältig einlesen.

Es wird wahrscheinlich nicht damit getan sein, das du das Moclobemid ausschleichst, sondern im Hintergrund läuft auch der Citalopram Entzug.
Zusätzlich scheinst du aber auch das Moclobemid nicht zu vertragen. Du schriebst auch an anderer Stelle, das du SSRI nicht mehr verträgst, wie äußert sich das denn bei dir?

Ich würde an deiner Stelle das Moclobemid ausschleichen, und auch ausnahmsweise etwas schneller als wir hier normalerweise empfehlen, denn du nimmst es noch noch nicht solange. Und scheinst es nicht gut zu vertragen.Aber sei trotzdem vorsichtig.
Du könntest mal 20 % der Menge reduzieren, und dann mal abwarten, wie es dir damit geht. Dann klönnte man weiterschauen...
Bitte lies dich vorher in die Informationen hier in diesem Selbsthilfeforum ein, damit du weisst was uU weiter auf dich zukommt.

Moclobemid und Citalopram zusammen sind absolut kontraindiziert, die Wiedereindosierung einer kleinen Menge Citalopram kommt im Moment also nicht in Frage (Bitte lies dich auch zum Thema Wieereindosierung ein).
Normalerweise ist dies auch nur bis zu 6 Wochen nach Absetzen des PP zu empfehlen. Es gibt aber auch Ausnahmen, wo das länger funktioniert, ich habe das mal nach mehr als 6 Monaten erfolgreich geschafft.Das Risiko von Unverträglichkeiten steigt aber mit der Zeit. Und du kannst erst wieder eindosieren, wenn du das Moclobemid los bist.

LG Simon

Edit: Habe gerade noch gesehen, das du erst am 10.9. von 450 auf 650 mg Moclobemid gegangen bist, du köpnntest auch einfach auf 450 mg zurückgehen, aber das ist schon ein Wagnis, und ich würde es nur versuchen, wenn du wirklich dringend vom Moclo weg musst...
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Moonlight1 »

Ok danke, werde mich weiter einlesen. Also SSRI habe ich eigentlich immer gut vertragen, möchte deswegen auch wieder zurück. Ganz ohne schaff ich es wohl leider noch nicht. Bin jetzt stationär und schleiche es aus. Wohl leider schneller als mir recht ist. Ich schleiche ja nicht aus weil es mir gut geht, sondern weil das Moclobemid nicht passend für meine Symptomatik ist. Also wenn ich wechsle dann nur auf Citalopram? Die Ärzte machen mir die ganze Zeit Vorschläge mit anderen ADs...
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12.07.2020 0mg Citalopram
12.07.2020-25.07.2020 Pause aufgrund Unverträglichkeit SSRI und Moclobemid
26.07.2020 Ersteinnahme 150mg Moclobemid, nicht vertragen: Schwindel, ständiges Hitzegefühl
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26.08.2020 450mg Moclobemid
ab 10.09.2020 600mg Moclobemid + 50mg Quetiapin + 25mg Promethazin
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Ululu »

Hallo Moonlight,

das adfd ist ein psychopharmakakritisches Forum.

Wir empfehlen hier keine Medikamente. Das darf auch sowieso nur ein Arzt.
Ich weiß nicht, wie viel Mitspracherecht du überhaupt in einem Krankenhaus hast. Ärzte lassen sich da meist nur ungern rein reden.
Was ich dir aber mitgeben möchte ist, dass es keinen Sinn macht wild und schnell unterschiedlichste Medikamente anzutesten und an und wieder abzusetzen.

Das ist enormer Stress für deinen Organismus und Absetzerscheinungen und Nebenwirkungen können sich vermischen und im schlimmsten Fall auch gegenseitig verstärken und du weißt dann am Ende überhaupt nicht mehr, was woher kommt.

Vielleicht kannst du erreichen, dass man behutsam vorgeht und vor allem nicht in exorbitant hoher Dosierung.

Dir sollte auch klar sein dass Medikamente eher Krückstock als Heilmittel sind. Heilen können sie nämlich überhaupt nicht, bestenfalls Symptome deckeln oder vorübergehend unterdrücken.

Wie du auch entscheidest, ich wünsche dir gute Besserung.

LG Ute
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
Sabs
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Sabs »

Hi moon,
Du warst stabil bis zum absetzen von citalopram, also gehe ich definitiv davon aus, dass du unter entzugssymptome leidest.
Dass du nun drei medis nimmst um diesen Entzug zu Deckeln und es nicht mal funktioniert finde ich schon krass.
Auch dass der Arzt dir moclo, proma und Quentiapin gibt, anstatt mal darauf zu kommen, dass du wieder citalopram nehmen solltest.
Von nun an würde ich an deiner Stelle aufhören auf die Ärzte zu hören und stattdessen anfangen dich selbst zu informieren.
Das Absetzen von proma und Quentiapin kann ebenfalls zu schlimmen Symptomen führen, du hast nun also 4 Entzüge vor dir.
Ich würde mir weniger sorgen machen, dass sich deine Grunderkrankung chronifiziert, als mehr darüber, dass du zukünftig 3 medis absetzen musst - aber generell hilft auch da sorgen nicht, denn es kommt ohnehin wie es kommt und eventuell verträgst du diese Entzüge - wenn du es langsam angehst - besser.

Ich würde also auch schneller versuchen vom moclo runterzukommen, dann citalopram sehr niedrig (!) wieder Eindosieren und dann versuchen proma und quenti langsam abzusetzen.
Dir steht nun ein harter Weg bevor, aber es ist zu schaffen.
Ich wünsche dir alles Gute dabei.

Gruß Sabs
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Sonne27
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Sonne27 »

Hallo Moonlight,

Lieben Dank, für deine PN!

Wie ich Dir bereits im Vorfeld in meiner letzten PN schrieb, möchte ich das gerne in deinen Therad verlegen um damit auch andere erfahrene Mitglieder ein Blick mit drauf haben. Deswegen tue ich Dir nun hier auf Deine PN antworten. 🌸

Toll, das du die Absetzsymptomliste schon angeschaut hast. Diese enthält auch deine Symptome unter, dem Oberbegriff "Gefühle, Stimmung, Affekte" oder auch in "Gedanken, Kognition u. Gehirnleistung", diese Oberbegriff findest du auf der Absetzsymptomliste unter: viewtopic.php?f=19&t=12534

Die Empfehlung des Forum's in 10% Schritten auszuschleichen ist ja nicht in Stein gemeißelt, jeder hier entscheidet ja Eigenverantwortlich für sich und "Wir" können diese langsame Reduzierung nur empfehlen, umsetzen muss Sie jede(r) Betroffene selbst.

Es macht Dir, keiner Vorwürfe wenn Du sagst du magst 600mg in 2 Wochen "Ausschleichen", aber empfehlen tun wir das nicht - aus eigener Leidvoller Erfahrung.

Wenn du hier ein bisschen Quer liest bei anderen Betroffenen, was ein schnelles Absetzen innerhalb von wenigen Wochen so alles anrichten kann und was diese teils für schreckliche Symptome haben, dann wird dir vielleicht klar, warum wir hier im Forum nicht dazu Raten.

Ich kann Dir wirklich nur nochmal empfehlen, das du dich mit den vielen Infos die das Forum so bereit hält ausführlich auseinander setzt.

Als ich mich hier im Forum angemeldet habe war das neben dem Zurechtfinden hier im Forum, das erste was ich getan habe, ich habe hier teils Nächtelang Seiten über Seiten über Seiten gelesen, was mir aus heutiger Sicht den Entzug massiv erleichtert hat.

Liebe Grüße 🌞
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Moonlight1
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Moonlight1 »

Hallo zusammen,

Vielen Dank für eure Ratschläge. Bin jetzt den 5ten Tag bei 300mg. Die dauerhafte Anspannung ist besser geworden, seitdem ich runterdosiert habe. Allerdings ist mir besonders morgens schwindlig und fühle mich schwach, müde, antriebslos. Hab Angst, dass die Depression jetzt wiederkommt, obwohl ich immerhin noch bei 300mg bin. Werde weiterhin berichten, wie es mir beim Entzug geht. Gibt es hier nich jemand der das Moclobemid nicht vertragen hat und zu Beginn der Einnahme Angstsymptome entwickelt hat? Oder beim Wechsel von AD zu AD ähnliche Probleme/Symptome hatte?

VG
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09.2011 - 01.2018: Citalopram, zunächst 40mg, dann nach ein paar Jahren 20mg und dann 10mg, ohne Probleme ausgeschlichen, genaue Daten weiss ich leider nicht mehr

11.2018 Rückfall: 20mg (November und Dezember) - 30mg(Januar und Februar) - 40mg (ab März) Citalopram, damit stabil über ca. 1,5 Jahre

Juli 2020: aufgrund Kinderwunsch, Wechsel auf Moclobemid

Zu schnell ausgeschlichen nach Rücksprache mit Arzt von 40mg auf 0mg in 10mg/Woche Schritten runterdosiert:
14.06.2020 40mg Citalopram
21.06.2020 30 mg Citalopram
28.06.2020 20mg Citalopram
05.07.2020 10mg Citalopram
12.07.2020 0mg Citalopram
12.07.2020-25.07.2020 Pause aufgrund Unverträglichkeit SSRI und Moclobemid
26.07.2020 Ersteinnahme 150mg Moclobemid, nicht vertragen: Schwindel, ständiges Hitzegefühl
28.07 - 17.08 Reduzierung auf 75mg Moclobemid
17.08.2020: RÜCKFALL (Symptome: depressive Symptome Morgens, Angstgefühle im Bauch, Angstgefühle in der Nacht, Konzentrationsprobleme, Appetitverlust, durch Angst am Morgen geweckt)
18.08.2020 Erhöhung auf 150mg Moclobemid aufgrund Rückfall
21.08.2020 300mg Moclobemid
ab 21.08.2020 50mg Quetiapin + 1mg Lorazepam (Lorazepam nur 2 Wochen verwendet)
26.08.2020 450mg Moclobemid
ab 10.09.2020 600mg Moclobemid + 50mg Quetiapin + 25mg Promethazin
03.11 - 09.11 Reduzierung auf 300mg Moclobemid depressive Symptome aufgetaucht (Gliederschmerzen, Schwindel, leichtes Morgentief, Konzentrationsprobleme)
10.11 - Reduzierung auf 150mg Moclobemid depressive Symptome gebessert


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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Towanda »

Moonlight1 hat geschrieben: 08.11.2020 15:37 Gibt es hier nich jemand der das Moclobemid nicht vertragen hat und zu Beginn der Einnahme Angstsymptome entwickelt hat? Oder beim Wechsel von AD zu AD ähnliche Probleme/Symptome hatte?
Hallo Moonlight,

hast Du schon mal über die Suchfunktion geschaut, wer alles Moclobemid absetzt? Vielleicht wirst Du da fündig.

Viele Grüße, Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

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Re: Jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Moonlight1 »

Annanas hat geschrieben: 19.08.2019 10:52 Liebe Ilse :hug: ,
Jofab hat geschrieben: 19.08.2019 08:43 Heute morgen ist es wieder so heftig und ich überlege, ob ich nicht doch langsamer vorgehen soll und erstmal
bei 0,25 mg bleibe.
Ich weiss es einfach nicht !
Aber es fühlt sich nicht anders an, als vor der Ami- Einnahme?
Ich denke, die Dosis ist noch zu niedrig, um eine entscheidende Beruhigung zu bringen.
Trotzdem finde ich das langsame Steigern vorteilhafter, um nicht unnötig viel zu nehmen u dann später auch wieder absetzen zu müssen.
Es braucht wahrscheinlich auch hier wieder Geduld, bis eine spürbare Wirkung eintritt.

Liebe Ilse, deine Geschichte läßt mich ja auch nicht los, weil ich doch Parallelen zu meinem Paroxetinentzug von 2007 sehe.
Ich habe das nochmal mit Hilfe meines Mannes rekapituliert.
Nachdem ich innerhalb von 2 Tagen von 20 mg Paroxetin auf 300 mg Moclobemid umgestellt wurde, bekam ich nach ca 3 Monaten diese schrecklichen Angstzustände - heute weiß ich natürlich, warum.

Damals konnte ich mir das nicht erklären, ich habe nur immer wieder gesagt, es sind diffuse Angstzustände, nicht an irgendetwas gekoppelt u körperlich in der Bauchregion spürbar. Das ging wirklich auch den ganzen Tag über, nur wenn ich nachts ein paar Stunden schlafen konnte, war es weg.
Ich konnte auch nur schwer allein sein (das hatte ich mittlerweile vergessen - mein Mann hat sich aber erinnert), allerdings konnte ich auch nicht mal sagen, warum ich mich vor dem Alleinsein fürchtete.

Wenn Jemand bei mir war, ging es mir im Grunde auch nicht besser. Ablenkung war nicht möglich, eigentlich tigerte ich den ganzen Tag nur hin u her, getrieben von unerträglicher innerlicher Unruhe, begründet in diesen Angstgefühlen (ist auch ein Unterschied zur Akathisie, die ich durch das Venlafaxin hatte).

Warum schreibe ich das jetzt alles, erstmal um dir zu sagen, daß ich denke, daß es wirklich absetzbedingt ist u nicht aus der Lebensgeschichte resultiert - bei mir war bis zu diesem Zeitpunkt auch alles i.O. bzw verarbeitet u zweitens, daß ich meine, daß mich damals auch ein sedierendes Medikament aus dieser Lage brachte.

Ich muß zuvor noch betonen, daß das keine Empfehlung ist, ich wußte es damals nicht besser u der Schuß hätte auch nach hinten losgehen können. In Anbetracht von Ilses Situation beschreibe ich das hier aber trotzdem:

Ich hatte dir ja schon mal geschrieben, daß ich dann in die Klinik kam, auf Venlafaxin eingestellt wurde u sich mein Zustand besserte, die Angst nachließ.

Jetzt haben wir das Geschehen nochmal aufgedröselt u es war nicht das Venlafaxin, was letztendlich eine Veränderung brachte.
Ich bekam also Venlafaxin u die ganze Situation spitzte sich weiter zu, die Angst u Unruhe stiegen ins Unermeßliche. Daraufhin wurde Tavor gegeben - es ging mir damit besser, aber der große Knall kam nach 4 o 5 Wochen (so lange hatte ich es dort bekommen), als das abgesetzt wurde - es war schlimmer, als vorher - zusätzlich zur Angst könnte ich jetzt nichtmal mehr schlafen.

Daraufhin bekam ich Quetiapin, ein NL, sedierend u erst damit ging es mir wieder besser, nach ca 14 Tagen/3 Wochen der Einnahme.

Hatte dadurch andere Probleme, wie totenähnlichen Schlaf, Müdigkeit, Überhang am nächsten Tag, Gewichtszunahme - aber die furchtbare Unruhe u Angst war weg, was ich erstmal positiv empfand.

Nach einem Jahr habe ich es dann abgesetzt, weil mich die o.g. Symptome im Arbeits- u auch Privatleben zunehmend beeinträchtigten. Die Ängste kamen nicht wieder.

Ich schreibe das jetzt so ausführlich, liebe Ilse, weil ich immer noch hoffe, daß dir das Ami Erleichterung bringen wird u wenigstens diese Unruhe/Angst verschwinden läßt.
Alles Andere kann man anschließend betrachten, es ist nur wichtig, daß du wieder einige Zeit zum Durchatmen bekommst u damit wieder Hoffnung schöpfen kannst.

Alles Liebe u viele Grüße von Anna
Hallo Anna,

Bin gerade beim Stöbern über deinen Eintrag gestolpert. Habe genau dasselbe Problem, wie du mit dem Moclobemid gehabt. Habe aufgrund Kinderwunsch Citalopram viel zu schnell abgesetzt (von 40mg auf 0 mg in 4 Wochen). Nach 5 wochen auf 0 mg und 3 Wochen Moclobemid 75mg bekam ich plötzlich ständige Angstgefühle im Bauch, depressive Syptome am Morgen (Morgentief), starke Angstgefühle in der Nacht und am Morgen. Hattest du auch die Angstgefühle aus dem Nichts? So als ob sie da wären ohne dass du wirklich Angst hast? Oder wie genau hat sich das bei dir angefühlt? Meinst du es könnte vom Moclobemid gekommen sein oder denkst du es wurde eher durch Absetzsymptome verursacht? Würde mich über eine Antwort freuen. VG
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28.07 - 17.08 Reduzierung auf 75mg Moclobemid
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18.08.2020 Erhöhung auf 150mg Moclobemid aufgrund Rückfall
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Annanas »

Hallo moonlight :) ,
habe den Beitrag aus dem Thread von jofab hier in deinen Thread verschoben, weil es eher um deine Geschichte geht u diese auch zusammenbleibt.

So, aber jetzt zum Thema:
Ich muß vorausschicken, daß ich damals auch noch keine Ahnung von der Wirkweise, von NW oder gar Entzugssymptomen der PP hatte u somit alles geglaubt habe, was die Ärzte mir erzählt haben.

Man hat mich damals innerhalb von 2 Tagen von 20 mg Paroxetin auf 300mg Moclobemid umgestellt - ich lag erstmal eine Woche komplett flach, ich denke, ich hatte ein Serotoninsyndrom.
Zwischen SSRI- u MAO-Hemmer-Einnahme sollen ja mindestens 14 Tage liegen, wenigstens das haben sie bei dir berücksichtigt.

Ich bekam nach ca 12 Wochen diese Ängste aus dem Nichts, konnte nur schwer allein bleiben - es war furchtbar u brachte mir den nächsten Klinikaufenthalt ein.
Es gab auch bei mir im Leben absolut keinen Grund für diese Ängste.

Wie oben geschrieben, wußte ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts von Absetzsymptomen u so wurde mir zuerst Tavor, ein Beruhigungsmittel verabreicht u anschl. dann umgestellt von Moclobemid auf Venlafaxin (leider auch wieder ohne Zwischenzeit). Als Tavor wegen der Abhängigkeitsgefahr rausmußte, wurde zusätzlich Quetiapin gegeben, weil ich so unruhig u aufgedreht war, daß ich nicht mehr schlafen konnte.
Moonlight1 hat geschrieben: 08.11.2020 16:36 Meinst du es könnte vom Moclobemid gekommen sein oder denkst du es wurde eher durch Absetzsymptome verursacht?
Ich bin nun medizinischer Laie, aber nach meinen Erfahrungen u denen anderer Betroffener, handelt es sich bei dir weder um einen Rückfall, noch um NW des Moclobemid - das Letztere evtl noch mitmischen, kann man nicht ganz ausschließen.

Aber da Citalopram, ein SSRI, eine ganz andere Wirkweise, als Moclobemid, ein MAO-Hemmer, hat, bin ich mir sehr sicher, daß es sich bei dir um Absetzsymptome vom Citalopram handelt.

Moclobemid kann diese nicht deckeln, das klappt schon kaum bis gar nicht beim Wechsel zwischen verschiedenen SSRI.

Es ist jetzt eine schwierige Situation, da noch die anderen Medikamente dazugekommen sind u auch der Zeitfaktor eine Rolle spielt.

Ich denke, du hättest 2 Optionen:
1. Du behältst die derzeitige Medikation bei, hältst die Symptomatik irgendwie aus, reduzierst das Moclobemid nach Stabilisierung u danach das Quetiapin oder

2. Du setzt das Moclobemid zügig ab u dosierst nach 2 Wochen eine Minimenge Citalopram wieder ein, vllt 1 mg u schaust, ob du dich damit stabilisieren kannst.
Das Quetiapin würde ich so lange noch beibehalten, weil es sedierend wirkt u diese Unruhe/Ängste etwas dämpfen kann.

Bei Pkt 2. spielt jetzt der Zeitfaktor eine größere Rolle - es sind schon etwas über 3 Monate vergangen, seit das Citalopram abgesetzt wurde - meistens klappt eine Wiedereindosierung in den ersten 4 - 6 Wochen recht gut, danach steigt auch die Gefahr von Unverträglichkeitsreaktionen.

Ich hatte jetzt gerade erst gelesen, daß du stationär bist, da wird es mit der Eindosierung einer Minimenge nicht klappen, aber wenn sie dich wieder auf Citalopram einstellen wollen, dann wenigstens auf die kleinste mögliche Dosierung. Ich weiß jetzt gerade nicht, ob das 5 o 10 mg sind.
Ich würde das zumindestens für besser halten - in der Hoffnung, daß es die Absetzsymptome noch auffängt, als wieder ein neues Medikament.

Also ein ganz schönes Dilemma, das Einzige, was ich meine mit Sicherheit sagen zu können, ist, daß du keinen Rückfall in die Grunderkrankung hast.
Du warst vorher über 1 1/2 Jahre stabil u die Symptomatik trat erstmals wieder mit der Medikamentenumstellung bzw des zu schnellen Absetzens des Citalopram auf.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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13.12.20 13 Kügelchen (ca. 3,9 mg)
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Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.


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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Moonlight1 »

Hallo zusammen,

Vielen dank für die vielen Tipps von euch. Bin jetzt den zweiten Tag bei 150mg und die depressiven Symptome, die ich noch bei 300mg hatte, haben sich deutlich verbessert. Hat jemand eine Erklärung hierfür? Mir ist bewusst, dass sich das in den nächsten Tagen wieder ändern kann, wollte es nur mal teilen. Habe zudem mit 2 verschiedenen Ärzten gesprochen. Beide sind der Meinung, dass es sich um die Grundkrankheit handelt, da die Symptome (Angstgefühle) von der Depression kommen würden. Was denkt Ihr dazu? Melde mich bald wieder. VG
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17.08.2020: RÜCKFALL (Symptome: depressive Symptome Morgens, Angstgefühle im Bauch, Angstgefühle in der Nacht, Konzentrationsprobleme, Appetitverlust, durch Angst am Morgen geweckt)
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Towanda »

Hallo Moonlight,

kannst Du bitte Deine Signatur aktualisieren und auch immer aktuell halten - danke! Das ist sehr wichtig für alle, die hier mitlesen und Dir was schreiben wollen.

Viele Grüße, Towanda
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von simonb »

Hallo Moonlight

Durch Rebound Phänomene und das einbauen der PP in den Gehirnstoffwechsel entstehen uU beim Absetzen genau die gleichen Symptome,
gegen die die Präparate verschrieben wurden. Ärzte kennen sich damit meist nicht aus.
Es gibt hier auch eine Beitrag zur Unterscheidung von Absetzsymptomen und "Grunderkrankung", denn kannst du ja mal über die Suche raussuchen, und dir zu Gemüte führen :)

Hört sich alles nach einem gereizten Nervensystem an...

LG Simon
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Re: Moonlight1: Rückfall oder Absetzsymptome nach Wechsel von Citalopram auf Moclobemid

Beitrag von Moonlight1 »

Danke Simon. Beide Ärzte waren sich der Absetzsymptome bewusst, nachdem ich sie darauf angesprochen hatte, aber sind sich da ziemlich sicher, dass es die Grundkrankheit ist. Hoffe immernoch, dass es Absetzsymptome sind. Merke auch seit der Reduzierung, dass ich nicht mehr so extrem angespannt bin, was ich eigentlich recht paradox finde.
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