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Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

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Melody
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Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Melody »

Hallo zusammen,

ich bin Melody 43 Jahre und leide an Depressionen, komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung mit Angst und Panikstörung, diss. Zuständen.Sozialer Phobie und permanenter innerer Unruhe.
Ich bin aus Verzweiflung auf die Suche hier im Internet gegangen und auf dieses Forum gestossen. Ich hoffe ihr
könnt mir helfen.Ich bin echt am Ende.

Ich leide seit nunmehr über 6 Jahren unter täglichen Panikattacken und Angstzuständen, mit dissoz. Krampfanfällen. Viele Jahre habe ich mit Johanniskraut hochdosiert, Baldrian und homööopathischen Mitteln über Wasser gehalten , Lavendel usw.. Zwischendurch Atosil Tropfen, da ich immer panische Angst vor Antidepressiva hatte, durch eine schlechte Erfahrung mit Amitryptilin.
Aber die letzten Monate waren sehr hart und die Depression wurde schlimmer als auch die Angstzustände.Ich habe es nicht mehr ausgehalten.

Aus Verzweiflung habe ich dann mit Escitalopram Tropfen begonnen, nachdem mein Facharzt mir sagte, diese helfen sehr gut bei meinem Krankheistbild.
Mein Mann war jetzt einige Zeit zuhause und so begann ich vor 9 Tagen mit den Tropfen.
1mg auf ein Glas Wasser. Also 1 Tropfen.
Eine Babydosis wie mein Arzt sagte. Als ich begann war ich positiv gestimmt.
Einige Stunden nach der Einnahme bekam ich auf einmal Muskelschmerzen und meine Haut juckte. Auch wie Nadelstiche. Ich dachte es sei die Angst in mir. Babydosis.
Gut am zweiten Tag dann plötzlich einen hohen Blutdruck und hohen Puls 180/110 und Puls 120. :(
Angstzustände. Ich dachte okay ich ruf mal lieber meinen Arzt an. Er sagt ich soll heute pausieren. Das machte ich dann auch.
Ich muss sagen da ich täglich Angstzustände habe, dachte ich es kommt alles von den Ängsten meinserseits.
Blutdruck ist auch öfter erhöht.Aber nicht so.

Nach dem Tag Pause war ich total komisch drauf. So als würde mir etwas schlimmes geschehen.Ich nahm wieder einen Tropfen.
In der Nacht ging es dann los. Panikattacken. Krampfanfälle, kein Schlaf mehr möglich. Ich wusste nicht wird jetzt die Krankheit schlimmer oder was ist das?Dann permanenter Harndrang und das Gefühl ständig zur Toilette zu müssen. :(

Ich hab trotzdem weitergemacht. Immer wieder einen Tag pausiert nach Rücksprache mit meinem Arzt. Nun habe ich täglich Krampfanfälle, habe keine Kraft mehr, nur noch Angst und so ein brennen am ganzen Körper. Innere Unruhe, so stark das ich nicht mehr sitzen kann. Dann weine ich ganz plötzlich, oder fange an zu lachen. Das ist so schlimm. Zittern..Mein Mann fängt nächste Woche einen neuen Job an und ist dann nicht mehr zuhause.Ich bekomme jetzt auch ambulant betreutes wohnen. Aber die Dame konnte mich noch nicht einmal besuchen weil ich nicht in der Lage dazu bin. Ich kann seit 6 Jahren das Haus nicht mehr verlassen.

Mein Facharzt sagt er möchte das Medikament absetzen, obwohl er nicht weiss ob es vom Medikament kommt oder von meiner Angst. :?
Ich weiss aber seit heute das es das Medikament sein muss. Denn jedesmal wenn ich pausiere und wieder diesen Tropfen nehme hab ich so schlimme Zustände das ich es kaum noch aushalte.

Was kann ich denn jetzt tun? Ich meine es war 1 mg. Mein Arzt sagt das ich wohl sehr sensibel reagiere und er nicht möchte das es mir noch schlechter geht.
Wie komme ich wieder auf einen normaleren Zustand und muss ich diese Dosis auch ausschleichen?
Oder ist das eine Erstverschlimmerung und ich muss durchhalten?

So wie es vor dem Medikament war kann es auch nicht bleiben. Soll ich in eine Klinik gehen? Wobei ich da auch wieder Angst habe weil ich im Januar bereits gewesen bin und dort war es sehr schlimm.Dort wurden ganz andere Dosen verabreicht und ich habe mich aber damals noch geweigert ,weil ich gesehen habe wie es manchem Mitpatienten ging. Tavor hätte ich wie Bonbons bekommen.
Ich möchte so gerne das es mir besser geht, aber ich habe gerade keine Kraft mehr. Durchhalten oder aufgeben?
Neues Medikament?
Ich habe das Gefühl das mich Escitalopram noch mehr aufpeitscht und ich bin sowieso komplett unruhig und zittrig.Wie ein Duracellhase.

Bitte um eure Hilfe und ich bitte euch, schreibt mir nicht welche Zustände ihr alle hattet und wie es euch ergangen ist, da ich sofort Panikattacken bekomme, weil es mich so stark triggert wenn ich sowas höre. Das hängt mit meiner Krankheit zusammen. Das wollte ich noch sagen.Natürlich würde es mich interesssieren, aber ich kann es einfach emotional nicht aushalten.


Danke euch schon mal und ich hoffe es ist okay was ich schrieb.

Melody
Zuletzt geändert von Murmeline am 25.11.2020 17:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Melody
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Melody »

Hallo, wie kann man hier auf eine Private Nachricht antworten?

Ich kann die Funktion nicht ausführen! Sorry ich bin ganz neu hier.
Melody
padma
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von padma »

hallo Melody, :)

willkommen im ADFD.

Ich habe dich jetzt komplett freigeschaltet, du müsstest jetzt auf die Private Nachricht antworten können.

Zu deiner Situation schreibe ich dir gleich noch was.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Melody »

Hallo Padma,

oh vielen Dank ja. Jetzt kann ich die PN Funktion auch nutzen.
Danke das Du mir noch antworten willst.
Lg Melody
padma
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von padma »

hallo Melody, :)

so jetzt zu deiner Situation:

du hast sicher sehr Schlimmes hinter dir und es tut mir sehr leid, dass es dir aktuell so schlecht geht.
da ich immer panische Angst vor Antidepressiva hatte, durch eine schlechte Erfahrung mit Amitryptilin.
Das ist schon mal ein Hinweis darauf, dass du AD schlecht verträgst.

Aus Verzweiflung habe ich dann mit Escitalopram Tropfen begonnen, nachdem mein Facharzt mir sagte, diese helfen sehr gut bei meinem Krankheistbild.
Diese Aussage möchte ich doch in Frage stellen. Inwieweit SSRI bei einer PTBS helfen ist umstritten.
Escitalopram ist anregend und kann daher massive Unruhe als NW haben. Da du unter innerer Unruhe leidest, ist eine solche Medikation wirklich fragwürdig.

Was du an Symptomen nach der Einnahme von Escitalopram beschreibst, würde ich als Unverträglichkeitsreaktion einordnen. Da bleibt wirlich nur schnellstmöglichstes absetzen.

Dass du auf 1 mg so reagierst, zeigt, dass du wirklich sehr sensbel reagierst. Es gibt durchaus Menschen, die AD absolut nicht vertragen. Ich denke, du gehörst dazu.
Oder ist das eine Erstverschlimmerung und ich muss durchhalten?
Durchhalten wäre aus meiner Sicht komplett verkehrt. Du verträgst es nicht, je länger du es nimmst, umso mehr schadest du dir.
Ich habe das Gefühl das mich Escitalopram noch mehr aufpeitscht und ich bin sowieso komplett unruhig und zittrig.Wie ein Duracellhase.
Das ist genau diese aufputschende Wirkung, die SSRI haben können.
Ich weiss aber seit heute das es das Medikament sein muss. Denn jedesmal wenn ich pausiere und wieder diesen Tropfen nehme hab ich so schlimme Zustände das ich es kaum noch aushalte.
Durch dieses Pausieren stresst du dein Nervensystem noch mehr. Tageweises Auslassen ist bei AD sehr ungünstig, das ZNS ist auf eine gleichmässige Zufuhr angewiesen.
Dass das Medikament sein muss, ist ein Trugschluß.

Seit wann genau nimmst du Escitalopram jetzt? Wenn es noch nicht allzu lange ist, würde ich es sofort weglassen.
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Hast du Johanniskraut einfach weggelassen, oder nimmst du es noch? Johanniskraut wirt sehr ähnlich wie ein synthetisches AD, und kann ebenfalls Entzugssymptome machen, wenn man es einfach weglässt.
So wie es vor dem Medikament war kann es auch nicht bleiben. Soll ich in eine Klinik gehen?
Bekommst du eine gute Traumatherapie? Das ist das Wichtigste.
Könntest du in eine gute Traumaklinik?

Wir geben hier keine Medikamentenempfehlungen. Ob es für dich hilfreich wäre, etwas einzunehmen, um die schlimmsten Traumasymptome erstmal zu deckeln, kann ich nicht beurteilen. Eine Lösung ist das nicht, in akuten, schweren Krisen, kann es aber manchmal sinnvoll sein.

Keinesfalls würde ich mich jedoch nochmal auf ein AD einlassen. Und ach bei anderen Mitteln wäre ich sehr vorsichtig, besser nichts, was an die Serotoninrezeptoren geht.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von padma »

hallo Melody, :)

so jetzt noch unser Begrüssungstext mit den wichtigsten Infos:

Hallo,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße

P.S.
ich bitte euch, schreibt mir nicht welche Zustände ihr alle hattet und wie es euch ergangen ist, da ich sofort Panikattacken bekomme, weil es mich so stark triggert wenn ich sowas höre.
Schreibe das bitte auch noch in deine Signatur, am besten farblich markiert, damit es auch jeder, der dir antwortet, sieht.
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Leni »

Hallo Melody,

es tut mir Leid, dass es dir so schlecht geht.

Ich sehe das wie Padma: Dein Körper hat dir bereits signalisiert, dass er AD nicht will, da sie ihm nicht helfen. Wenn dein Arzt das schönreden möchte (á la "Das ist nur eine Erstverschlimmerung")und du schon diese Klinikerfahrung hast, dann macht es mehr Sinn, dass du deinem Körper, deinem Bauchgefühl und deiner Erfahrung vertraust.
Melody hat geschrieben: 25.11.2020 17:44 Ich möchte so gerne das es mir besser geht, aber ich habe gerade keine Kraft mehr. Durchhalten oder aufgeben?
Neues Medikament?
Wenn du so fragst: Erstmal durchhalten, Kräfte unbedingt schonen und die nächsten Schritte genau überlegen. Für deine psychischen Symptome gibt es eine Vielzahl möglicher anderer, behandelbarer Ursachen: Progesteronmangel, Wechseljahre, Schilddrüsenunterfunktion usw.. Was hast du denn in diese Richtung schon untersuchen lassen?

LG Leni
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Melody
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Melody »

Hallo ihr lieben,

danke das ihr mir so helft.
Ich spüre ganz stark das mir das AD nicht bekommt, auch wenn mir viele raten ich soll durchhalten. Ich bin in einer Facebookgruppe, dort wurde mir gesagt das sei alles normal und ich soll die Zähen zusammenbeissen.
Ich dachte okay, wenn es andere durchhalten dann werde ich es doch wohl auch schaffen. Aber nein das möchte ich nicht mehr aushalten müssen.
Mein Facharzt ist eher dafür das ich es dann absetze wenn ich so reagiere. Ich frage mich nur wie ich es absetzen soll?
Morgen gehe ich zu ihm. Er wird mir sicher etwas anderes aufschreiben.
Ich möchte aber nichts anderes im Moment auch wenn ich leide wie ein Hund.Ich bin so aufgedreht als hätte ich 10 Espressso getrunken.
Was kann ich nur machen?

@ PADMA ich habe Johanniskraut zuletzt zwei Tage vor der Einnahme von Escitalopram genommen. 300 mg Johanniskraut zuletzt von 900 mg Laif.
Ist es okay wenn ich dann das Johanniskraut wieder nehmen, das hatte ich zumindest vertragen. Oder erstmal gar nichts?

Das ESCITALOPRAM nehme ich jetzt 9 Tage und immer ein Tropfen auf ein Glas Wasser.
Kann ich es jetzt einfach weglassen? Und halt mal einen Tag Pause dazwischen.

Ich nehme kein SSRI mehr, auch wenn mir ständig gesagt wird ich soll durchhalten dann wird es besser.Mir geht es sowieso so schlecht.

@ LENI:
Ich habe tatsächlich einen Progesteronmangel, einen Nebennierenschwäche und Histaminintoleranz, Fibromyalgie und Estriolmangel auch.
Das wird noch nicht behandelt. Wohin könnte ich mich wenden?
Progesteron als Salbe vertrage ich nicht. Ich reagiere sofort mit dem Kreislauf.
Die Schilddrüse lasse ich morgen mit untersuchen.

Ich muss mir die Forenregeln und alles nochmal in ruhe durchlesen. Im MOment bin ich nur auf unruhig und bin froh wenn ich hier überhaupt schreiben kann.
:-(

Eine Traumaklinik wäre sehr wichtig. Aber so instabil ich gerade bin. Ich traue mir gar nichts mehr zu. Bin nur noch voller Angst. Wenn ich stabiler bin wäre das eine gute Sache.

Wie lange halten solche Unruhesymptome nach ca 9 tagen Escitalopram an? Ich nehme gleich nochmal Baldrian.
Wie bekomme ich das Escitalopram schnell aus dem Blut? Soll ich viel trinken oder gibt es da etwas was ich tun kann?Ich hab solche Angst.

Danke das es euch gibt und ihr mich nicht triggert.

Melody
Leni
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Leni »

Hi Melody,
Melody hat geschrieben: 25.11.2020 20:06 Ich habe tatsächlich einen Progesteronmangel, einen Nebennierenschwäche und Histaminintoleranz, Fibromyalgie und Estriolmangel auch.
Das wird noch nicht behandelt. Wohin könnte ich mich wenden?
Progesteron als Salbe vertrage ich nicht. Ich reagiere sofort mit dem Kreislauf.
Die Schilddrüse lasse ich morgen mit untersuchen.
Aus meiner Sicht könnten das tatsächlich die Ursachen für den Psychokram sein. Wenn du deine SD morgen untersuchen lässt, dann lass bitte unbedingt ft3 und ft4 abnehmen, das TsH allein sagt gar nichts aus. Wenn du möchtest, kann ich mir die Werte ansehen.

Wenn du Progesteron nicht verträgst, könnte eine HPU vorliegen. Das ist eine behandelbare , aber ziemlich unbekannte Stoffwechselstörung, die man allein mit NEM einstellen kann, worauf schon mal eine Menge an psychischen Symptomen verschwinden könnten.Testen kannst du das bei KEAC über den Urin. Das würde dann auch die NNS und die HI erklären.

Hattest du mal eine Amalgamentfernung?

Einen guten Arzt zu finden ist nicht leicht, aber es gibt welche, leider nur privat: Dr. Kurvin in in München, Dr. Ritter in Karlsruhe z.B. Die wissen auch, dass der Psychokram organische Ursachen hat und lehnen AD komplett ab.

Aus meiner Sicht rate ich dir dringend von AD ab. Dein Bauchgefühl täuscht dich da nicht. Das sieht eher nach einem behandelbare Stoffwechselproblem aus, das sich mit Sicherheit in den Griff kriegen lässt. Psychopharmaka wären da nur kontraindiziert.

LG
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Melody
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Melody »

Hallo Leni,

vielen Dank für deine Hilfe. Dr. Kurvin ist das eine Frauenärztin?Oder Dr. Lars Kurvin in München?
Ich habe eben gegoogelt.

Die Werte lasse ich morgen alle mitbestimmen und würde Sie dir gerne per PN senden wenn Sie da sind. Hashimoto wollte ich auch noch abklären lassen. Also die ganzen Antikörper auch mit.
Würde Dr. Kurvin auch die HPU abklären? Oder wohin geht man da am besten um sich mal ganzheitlich untersuchen zu lassen?


Eine Amalgamentfernung hatte ich tatsächlich auch als ich um die 20 Jahre war.

Ich werde Escitalopram weglassen, ich hoffe es geht nach den 9 Tagen Escitalopram jetzt noch ohne ausschleichen.
Ich weiss nur nicht ob ich Johanniskraut gleich wieder nehmen sollte, oder vll. einfach mal mit Ashwangandha beginnen sollte.
Das hatte mir eine Apothekerin empfohlen.

Das Problem ist das mich mein Facharzt morgen bestimmt wieder in die Psychiatrie einweisen lassen will, weil ich dort die Medis einschleichen soll ,da ich das Escitalopram nicht vertragen habe und ich sehr instabil bin.
Und dort bekommt man ja nur hohe Dosen an Medis. Das wäre mein Untergang.Aber ich weiss eben nicht wie man Depressionen ohne AD´s gut behandeln kann und vorallem auch diese massiven Ängste.

Falls Dr Kurvin das alles untersucht würde ich Sie anrufen und versuchen einen Termin zu bekommen.Ich habe das Gefühl es könnte auch mit den weiblichen Hormonen zusammenhängen. Ich habe da echt einige Probleme.

Danke Leni das Du mir soviele Tipps gibst.Ich melde mich bei Dir wenn die Werte da sind.

LG Melody
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Leni »

Dr. Lars Kurvin meinte ich. Ja, der kennt sich mit HPU aus. Ich nehme an, dass er ganzheitlich arbeitet.

Wenn die Amalgamentfernung ohne Schutzmaßnahmen war, dann könnte das ein wesentlicher Grund für die Unruhe bzw. die NNS sein. Lässt sich aber auch behandeln. Aber eben nicht mit AD.

Bitte kein Johanniskraut und auf keinen Fall Ashwanganda. Das ist nicht gut bei Nebennierenschwäche aufgrund von Stoffwechselproblemen.

Wenn du etwas für dich tun möchtest, dann schone dich und ließ dich erstmal zum Thema HPU ein, was dein Bauchgefühl dazu sagt.

Depressionen können ein Zeichen einer komplett überlasteten Leber sein. Ängste können durch eine Hormoninbalance und die HI entstehen. Bei all dem helfen dir AD auf keinen Fall weiter. Das kriegt man aber anders auf jeden Fall in den Griff.

LG Leni
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Jara2302 »

Hallo,

Ich finde es richtig schön, wie du hilfst Leni, mir tut die Geschichte unheimlich leid.

Ich wollte nur noch zusätzlich einen Gedanken einwerfen und zwar, dass die grundlosen Ängste und die Unruhe usw auch mit der Nebennierenschwäche zusammen hängen können ...

Oh Gott, liebe melody, ich hoffe diese ganzen Ideen überfordern dich nicht total ...

Alles Liebe, Jara :hug:
2012-2015 Fluoxetin 20mg (aufgr. Magersucht)
2015 kalter Entzug Fluoxetin mit heftigen Brain Zaps, wieder eindosiert 20 mg
2015-2019 Fluoxetin 20mg (ohne NW)
Sep. 2019 10 mg Fluoxetin (keine Symptome)
Okt. 2019 5 mg Fluoxetin (keine Symptome)
Nov. 2019 2,5 mg Fluoxetin (keine Symptome)
30.12.19 0 mg Fluoextin (keine Symptome)
-> erneut und relativ schnell abgesetzt wg. SS


23. - 25.5.20 2mg Amitriptylin (aufgr. Chr. schmerzen) - extrem schwere Unverträglichkeitsreaktion - sofort abgesetzt.
Seitdem Hölle!

8. u. 9.7.20 Quetiapin 50 mg (sediert zu stark, am zweiten Tag vermehrt Unruhe, Herzrasen)

Bedarf: Tavor (26.5.20 - dato ca. 10x 0,5 - 1mg)

Meine Symptome (8 Monate auf 0)
Atemprobleme
Angst (irreale Zustände - alles wirkt gruselig, Angst vor Familie + Gegenständen)
Grippe Symptome (Halsschmerzen, Erschöpfung)
Tinnitus
Innere Unruhe
Extrem schnell überfordert
Missempfindungen Kopf + Körper
Adrenalinschübe
Hoffnungslosigkeit, weinerlich, teilw S-Gedanken, Durchdreh-Gefühl, Gefühl nie wieder gesund zu werden, Unsicherheit, Selbsthass, kein Selbstbewusstsein, innere Anspannung
Schnell Reizüberflutet


Antidepressiva haben mir meine Unbeschwertheit genommen und einen Teil meines Lebens zerstört, wie groß dieser sein wird, weiß ich noch nicht. Der Kampf geht weiter :group:
padma
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von padma »

hallo Melody, :)

ich würde Escitalopram sofort weglassen. Nach 9 Tagen, sollte das noch möglich sein. Es kann dennoch sein, dass du Absetzsymptome merken wirst. Die Unverträglichkeit halte ich allerdings für schwerwiegender.
Ich weiss nur nicht ob ich Johanniskraut gleich wieder nehmen sollte, oder vll. einfach mal mit Ashwangandha beginnen sollte.
Da du Johanniskraut viel zu schnell abgesetzt hast, macht es normalerweise Sinn, wieder etwas einzudosieren, um es dann langsam auszuschleichen. Allerdings sehe ich bei dir das Risiko, dass du auch das nicht verträgst. Ich würde erstmal ein paar Tage abwarten und dann neu überlegen

Auch mit Ashwangandha wäre ich vorsichtig und würde ich erstmal abwarten. Man sollte möglichst nicht mehrere Dinge gleichzeitig ändern, sonst weisst du nicht, was von was kommt.
Eine Traumaklinik wäre sehr wichtig. Aber so instabil ich gerade bin. Ich traue mir gar nichts mehr zu. Bin nur noch voller Angst. Wenn ich stabiler bin wäre das eine gute Sache.
Da sollte es zunächst ausschliesslich um Stabilisierung gehen.
Kennst du Imaginationsübungen? Das wäre etwas, was du erstmal für dich tun könntest, vorausgesetzt deine Unruhe lässt das zu. Hier haben wir welche https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... =4&t=14902

Überstürze jetzt auch nichts. Auch wenn deine Not gross ist, ist es wichtig, ein Schritt nach dem anderen zu gehen und gut zu überlegen, was jetzt hilfreich sein könnte.

liebe Grüsse,
padma

überschnitten mit Leni :) und Jara :)
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Melody »

Hallo ihr lieben,

vielen Dank an alle das ihr euch so um mich kümmert und mir helft. Ihr seid so toll. VIELEN DANK von ganzem HERZEN. Ich konnte heute noch nicht antworten da ich den ganzen Tag im Bett verbracht habe. Mein Schwiegervater der mit im Haus lebt musste heute akut ins Krankenhaus mit dem Sanka. Das hat mich so getriggert das ich fast zusammengebrochen bin.Hatte wieder Krampfanfälle und fürchterliche Angstzustände den ganzen Tag.

Nun ruft mein Facharzt gleich an und wird mit mir besprechen ob ich evtl, Mirtazapin oder wie das heisst nehmen möchte?Soll????
Kennt ihr das? ICh brauche etwas zur Beruhigung sagt er. Habe mich heute den ganzen Tag mit Baldrian vollgepumpt was aber gut war.
Ausserdem hat er heute zu seiner Arzthelferin gesagt wenn ich so instabil bin, soll ich in die Psychiatrie zum Medikamenten einstellen.
Jetzt habe ich noch mehr Angst.

Auch wenn ich genau weiss das ich sehr instabil bin, so habe ich durch meine letzte schlimme Psychiatrieerfahrung ganz doll Angst.Ich kann ja nicht unter Menschen sein und habe Angst vor Menschen und dann noch vor fremden.Ich vertraue nicht. Aber was soll ich denn nur tun? Mein Mann sagt wenn es so weiter geht schafft er mich auch in die Klinik weil er wieder arbeiten muss und das sehr belastend ist.Ich weiss das ich Hilfe benötige, aber die RICHTIGE

Ich soll dann dort in der Psychiatrie auf eine Depressionsstation. Aber wenn ich ganz akut hinkomme ,ohne Voranmeldung ,werde ich wohl erstmal auf die geschlossene müssen, wenn kein Bett auf der anderen Station frei ist.
Das möchte ich auf GAR KEINEN FALL! :-(
Könnt ihr mir bitte einen Rat geben? Suizidgedanken habe ich keine.Nur eben diese Zustände und das ich so total schwach u. instabil bin.

DANKE das ihr da seid!!!!
Ich fühle mich gerade so hilflos irgendwie und habe Angst vor den Medikamenten. Aber so kann der Zustand auch nicht mehr bleiben.

Herzliche Grüsse an alle
Melo
Towanda
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Towanda »

hallo Melone,

wie Padma schon geschrieben hat, geben wir hier keine Empfehlungen zur Einnahme eines Medikaments. Dafür gibt es genug andere Foren. Unsere Ausrichtung ist der Entzug und ein psychopharmakafreies Leben.

Padma hat Dir oben den Begrüßungstext verlinkt, hast Du Dir den schon angeschaut? Dort findest Du den Link zum Thread „Was finde ich wo im Forum“. Unter „A“ gibt es einen Thread über Alternativen zu Psychopharmaka, vielleicht hilft Dir das ein wenig.

Informationen zu Mirtazapin findest Du in der Rubrik „Medikamentensteckbriefe“. Aus eigener Erfahrung - 6 Monate Einnahme, 2,5 Jahre Entzug - rate ich Dir, davon die Finger zu lassen.

Kannst Du bitte eine Signatur anlegen - das ist Voraussetzung für die Teilnahme hier im Forum. Wie das geht findest Du im Begrüßungstext.

Viele Grüße, Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

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Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
padma
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von padma »

hallo Melo, :)

es tut mir leid, dass dein Schwiegervater ins Krankenhaus musste und dass das deine Symptome weiter verstärkt hat.

ich kann gerade nur ganz kurz:
Mirtazapin ist ein terazyklisches AD, es blockiert u.a. auch Serotoninrezeptoren viewtopic.php?p=376796#p376796

Es ist durch die Blockierung der Histaminrezeptoren in niedriger Dosierung zumeist etwas sedierend, aufgrund deiner Unverträglichkeit auf AD, würde ich mich da nicht darauf einlassen.

Zudem ist es so, dass Mirtazapin, wenn es wieder entzogen wird, oft eine HIT auslöst, die du ja bereits hast. Also auch daher, würde ich das keinesfalls nehmen.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Melody »

Hallo liebe Padma,

erstmal vielen Dank für deine Hilfe.Wenn ich Dich nicht hätte, ich wüsste gar nicht was mir da alles verabreicht werden soll.

Mein Facharzt rief gerade an und war sehr wortkark. Ich musste alles erfragen und ich bin eh so erschöpft heute. Er sagte nur, wir können Mirtazapin mal probieren. Oder Insidon! Oder auch Opipramol!
Ansonsten weiter Baldrian. Mir hat es die Fragezeichen rausgehauen.

Wenn ich etwas nehmen sollte, was wäre dann das Beste davon Padma ? Gibt es diese Insidon oder Opipramil auch in Tropfenform?
Er sagte auch das ich nicht in die Akutpsychiatrie muss. Nur wenn ich gar nicht weiter weiss.Obwohl er heute noch über seine Arzthelferin ausrichten lies , ich soll dorthin gehen. Das ist so ambivalent un verunsichert mich total.Ich gehe auf jedenfall erstmal nirgends hin. Wie Du schon sagtest, alles gut durchdacht und wohl überlegt.Keine überstürzten Handlungen. Was würde ich ohne euch machen. Schlimm.

Wenn ich überhaupt wieder etwas einnehme, was denkst du wäre davon am Besten? Mirtazapin fällt für mich weg. Gibt es sowieso nicht in Tropfenform und was Du mir dazu erklärt hast, nehme ich das keinenfalls!Warum weiss das denn alles mein Facharzt nicht? Ich versteh das alles nicht mehr. Bin ratlos.

Mein Arzt ist scheinbar auch ratlos. Sorry ich bin heut so verzweifelt und er redet kaum ein Wort mit mir und sagt nur, können wir mal probieren.
Ich bin doch kein Versuchskaninchen :-( . Ich habe gesagt, na was würden Sie mir denn geben wollen aufgrund meiner Erkrankung, Symptomatik? Was wäre hilfreich?
Gibt es denn nichts was meine Unruhe und diese schlimme Panik nimmt, habe ich gefragt.
Dann sagt er nur, das Insidon oder Opipramol müssen wir halt mal probieren, dass weiss man vorher nicht. :-(

Morgen soll ich in der Früh anrufen und er schreibt mir dann eines der Medikamente auf! Wenn überhaupt, welches soll ich mir am ehesten von den beiden aufschreiben lassen?( Opipramol oder dieses Insidon)? Ich möchte nur Tropfen! Tabletten trau ich mir nicht zu. Bzw. gibt es da nicht so eine Wasserlösmethode für Tabletten?

Padma, ich bin so verzweifelt. Ich habe das Gefühl er weiss selber nicht was er mir da aufschreiben soll oder was eigentlich hilfreich sein könnte.
Sorry ich bin heute so überreizt und voller Angst und mein Facharzt hat mir das Gefühl gegeben er weiss selber nicht weiter.Und ich sitze hier und weine die ganze Zeit weil mich das Ganze so runterzieht und völlig überfordert.

Zum Thema Escitalopram hat er auch gar nichts gesagt. Nur ,okay dann nehmen sie es bitte nicht mehr. Nicht ein Wort dazu das ich SSRI nicht vertrage.Du hast mir das gestern so schön erklärt. Warum wird mir das nicht von meinem Facharzt erklärt? Er ist doch ein Facharzt!Ich kann es nicht verstehen. Das Vertrauen geht irgendwie gerade dahin.

Tut mir leid wenn ich hier gerade mein Herz ausschütte und ein stückweit wütend bin. Aber ich muss das loswerden.Mein Mann schüttelt nur mit dem Kopf. Er hat das Telefonat mit angehört. Er fand das auch ganz schlimm. Eigentlich bin ich mir selbst überlassen und kann froh sein wenn ich euch habe.
Das Beste war am Schluss des Telefonats. Sie können auch Diazepam Tropfen nehmen. Bei Bedarf.Das sind Benzos und machen abhängig. Ich war sprachlos.
Nichts desto trotz. Was würdet ihr mir raten?
Welche Medi wäre am ehesten etwas? ( Opipramol, Insidon).
Wie sieht es mit Doxepin aus? Das hatte mir eine Ärzte in der der Akutpsychiatrie geben wollen, aber ich hab damals alles abgelehnt weil ich null vertrauen hatte. Das scheint es auch in Tropfenform zu geben.

Danke das ihr mich nicht im Stich lasst. Alles Andere was ihr mir geraten habt, werde ich abklären lassen.

Liebe Grüße Melody
Zuletzt geändert von Melody am 26.11.2020 20:09, insgesamt 1-mal geändert.
Leni
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Leni »

Hi Melody,
Melody hat geschrieben: 26.11.2020 17:55 Nun ruft mein Facharzt gleich an und wird mit mir besprechen ob ich evtl, Mirtazapin oder wie das heisst nehmen möchte?Soll????
Melody hat geschrieben: 26.11.2020 17:55
Auch wenn ich genau weiss das ich sehr instabil bin, so habe ich durch meine letzte schlimme Psychiatrieerfahrung ganz doll Angst.Ich kann ja nicht unter Menschen sein und habe Angst vor Menschen und dann noch vor fremden.Ich vertraue nicht. Aber was soll ich denn nur tun?
Solange es noch andere Ansätze (du hast gestern Diagnosen genannt) gibt, gibt es auch gute Gründe, die Einnahme anderer ADs oder einen Klinikaufenthalt erst einmal zu verschieben und darüber später zu entscheiden. Das kann sicher auch ein Facharzt verstehen. Weiß dein Facharzt über deine Hormoninbalance Bescheid? Vielleicht hat er ja Tipps dazu?
Melody hat geschrieben: 26.11.2020 17:55 Ich weiss das ich Hilfe benötige, aber die RICHTIGE
Du siehst das völlig richtig und die einzige, die weiß, was das Richtige für dich ist, das bist du. Allerdings ist es nicht leicht, unter Unruhe und Ängsten einen klaren Kopf zu behalten. Und es besteht die Gefahr, mangels schneller Alternativen etwas zu tun, von dem du jetzt schon spürst, dass es nicht gut gehen kann. Bitte erstmal weiter durchhalten. Schaffst du es, dich über die anderen Diagnosen einzulesen?

LG Leni
Erfahrungen mit Cipralex, HPU

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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Melody »

Liebe Leni,

mein Facharzt weiss über meine hormonelle Dysbalance bescheid. Aber er sagt nur ich soll zum Gynäkologen gehn. Er kennt sich überhaupt nicht damit aus. Da ich das Haus sowieso nur im Notfall verlassen kann, fällt mir alles so, so schwer.Vorallem auch Arztbesuche.

Ich habe viel über meine Diagnosen in der Vergangenheit gelesen liebe Leni. Aber ich kann es im Moment eben gar nicht mehr aushalten das alles zu lesen und darüber nachzudenken. Geschweige denn darüber zu reden. Ich sehne mich nur nach Ruhe, ruhe und nochmals ruhe.
Vorallem innerer Ruhe.
Wie Du schon sagst, jetzt einfach schnell zu handeln, nur das ich irgendwo untergebracht bin, ist wahrscheinlich nicht das Richtige. Wie soll ich das aber nur alles aushalten?
Ich bin so enttäuscht von meinem Facharzt. Als ob ich eine Nummer bin. Versuchen wir das, oder das, Naja und wenn das nicht geht, dann eben das. Ich bin doch kein Versuchskaninchen. :-(

Ich bin heute so überreizt und weine ständig. Die Ängste sind kaum aushaltbar. Depressionen werden schlimmer.
Sorry das ich ein wenig durcheinander schreibe.

Danke Leni das Du mir helfen willst. Sobald ich mich etwas gefangen habe werde ich den Arzt in München anrufen. Ich muss das angehen.

Lg Melody
Straycat
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Re: Melody: Escitalopram Nebenwirkung oder Erstverschlimmerung? Bin am Ende

Beitrag von Straycat »

Liebe Melody,

Ich verstehe deinen Frust über den Arzt.
Leider ist es so, dass es keine Medikamente gibt, die Depressionen, Angstörungen oder andere psychische Probleme heilen können. Manchmal können manche Medikamente eine gewisse Zeit Symptome deckeln, aber niemals heilen. Ärzte versuchen dann häufig ein Medikament nach dem nächsten in der Hoffnung irgendetwas hilft. Aber das ist leider oft trügerisch, weil praktisch nichts dauerhaft hilft. Und das Absetzen macht dann oft noch mehr Probleme. Das ist leider ein Dilemma.

Aus diesem Grund empfehlen wir hier auch keine Medikamente oder geben Auskunft darüber, welches Medikament aus einer Auswahl wohl noch "am besten vertragen werden würde" (worauf dich Towanda :) schon hingewiesen hat). Zum einen können wir nicht per Internet "diagnostizieren", denn jeder Mensch ist sehr unterschiedlich und reagiert individuell auf Medikamente. Zum anderen heilen Psychopharmaka nicht, wie oben geschrieben. Ich bitte dich das zu akzeptieren, dass wir dir nicht sagen können, welches PP du einnehmen sollst.

Dass du dich allein gelassen und ratlos fühlst, kann ich gut nachvollziehen :(
Da du PP bisher so schlecht vertragen hast, würde ich an deiner Stelle keines mehr nehmen (wie auch schon andere vor mir geschrieben haben). Dein Arzt kann dich nicht zwingen etwas zu nehmen. Im Notfall kannst du auch ein Rezept mitnehmen und sagen du überlegst es dir und es dann nicht einlösen. Die Entscheidung, was du deinem Körper zuführst, liegt einzig bei dir. Auch in einer Klinik, solange du keine Gefahr für dich oder andere bist, können sie dich nicht zwingen, gewisse Medikamente zu nehmen. Allerdings kommt es dann öfters vor, dass man entlassen wird, weil man sich "gegen die Behandlung sträubt".
Aber bitte behalte im Kopf, dass du allein die Entscheidung trägst, was du einnimmst und was nicht!

Liebe Grüße,
Cat
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